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Ist eine Psychotherapie in meinem Fall übertrieben?

1. November 2019 um 17:38 Letzte Antwort: 23. Dezember 2019 um 18:39

Hallo, 
ich fange bald wahrscheinlich mit einer Therapie an, bzw. hab mir einen Termin beim Psychotherapeuten geholt. Doch mittlerweile, nach einigen Artikeln, die ich im Internet gelesen habe, habe ich das Gefühl, dass ich nur übertreibe und das alles irgendwie schon wieder besser werden wird. 

In den Artikeln, bzw. bei den Tests für eine "Therapieeignung" war so häufig die Rede davon, dass i.d.R. Patienten, die es kaum noch schaffen ihren Alltag zu meistern, sich in Therapie begeben sollen.Das ist bei mir halt nicht der Fall.
Ich hatte an eine Therapie gedacht, weil ich seit ca. 4 Jahren in unregelmäßigen Abständen, also mal mehr mal weniger, an Psychosomatischen Beschwerden, wie z.B. Herzbeschwerden leide. Manchmal noch psychosomatische Sensibilitässtörungen, wenn mich die Krankheit meines Vaters stark beschäftigt. Wenn ich mich überfordert fühle, habe ich auch manchmal extreme "Fressattacken". Doch so Dinge wie eine ca. 2-3 monatige "depressive Phase" und die Essstörung in Richtung Magersucht liegen alle schon hinter mir, weshalb ich meinen Alltag auch sehr gut meistere.

 Ich möchte einfach nicht lächerlich beim Therapeuten wirken und rumjammern, während er und ich auch weiß, dass es anderen viel schlechter geht. 

Was meint ihr? Danke schonmal für die Antworten  

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1. November 2019 um 18:26

Kein Psychologe/Therapeut würde ein Problem als lächerlich betrachten.
Allerdings sind die Wartezeiten für eine Therapie meist sehr lang, ich spreche aus Erfahrung, auch für "schwere Fälle", wie ich es damals war. Solange Du Deinen Alltag weitgehend problemlos bewältigen kannst, stellt sich die Frage, ob Du evtl. einem schwerwiegenderem Fall die Möglichkeit zur Therapie "unnötigerweise" in die Länge ziehst.. ist nicht böse gemeint. Letztendlich musst Du selbst wissen, ob Du das wirklich brauchst.
Aber es gibt auch sehr viele gute Bücher, die mir schon sehr viel geholfen haben. Einfach mal ein paar Stichworte googlen, da findest Du massig Angebote.
Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.

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2. November 2019 um 15:21
In Antwort auf user47268

Hallo, 
ich fange bald wahrscheinlich mit einer Therapie an, bzw. hab mir einen Termin beim Psychotherapeuten geholt. Doch mittlerweile, nach einigen Artikeln, die ich im Internet gelesen habe, habe ich das Gefühl, dass ich nur übertreibe und das alles irgendwie schon wieder besser werden wird. 

In den Artikeln, bzw. bei den Tests für eine "Therapieeignung" war so häufig die Rede davon, dass i.d.R. Patienten, die es kaum noch schaffen ihren Alltag zu meistern, sich in Therapie begeben sollen.Das ist bei mir halt nicht der Fall.
Ich hatte an eine Therapie gedacht, weil ich seit ca. 4 Jahren in unregelmäßigen Abständen, also mal mehr mal weniger, an Psychosomatischen Beschwerden, wie z.B. Herzbeschwerden leide. Manchmal noch psychosomatische Sensibilitässtörungen, wenn mich die Krankheit meines Vaters stark beschäftigt. Wenn ich mich überfordert fühle, habe ich auch manchmal extreme "Fressattacken". Doch so Dinge wie eine ca. 2-3 monatige "depressive Phase" und die Essstörung in Richtung Magersucht liegen alle schon hinter mir, weshalb ich meinen Alltag auch sehr gut meistere.

 Ich möchte einfach nicht lächerlich beim Therapeuten wirken und rumjammern, während er und ich auch weiß, dass es anderen viel schlechter geht. 

Was meint ihr? Danke schonmal für die Antworten  

Ob du eine Therapie benötigst ode r nicht, solltest du am besten mit dem Therapeuten klären. Wenn der Termin bald ist, wirst du ja hören, wie es weiter gehen kann. 

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3. November 2019 um 17:53

Im Idealfall beginnt man eine Therapie BEVOR man nicht mehr in der Lage ist, seinen Alltag zu miestern! Also ist das schon mal kein ausschließendes Kriterium.

Und ansonsten kann dann der Therapeut in den ersten Gesprächen erheben, ob bei dir wirklich ein behandlungswürdiges Leiden vorliegt oder nicht.
Also auf jeden Fall hingehen. besser zu früh, als zu spät!!!

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3. November 2019 um 22:22
In Antwort auf user47268

Hallo, 
ich fange bald wahrscheinlich mit einer Therapie an, bzw. hab mir einen Termin beim Psychotherapeuten geholt. Doch mittlerweile, nach einigen Artikeln, die ich im Internet gelesen habe, habe ich das Gefühl, dass ich nur übertreibe und das alles irgendwie schon wieder besser werden wird. 

In den Artikeln, bzw. bei den Tests für eine "Therapieeignung" war so häufig die Rede davon, dass i.d.R. Patienten, die es kaum noch schaffen ihren Alltag zu meistern, sich in Therapie begeben sollen.Das ist bei mir halt nicht der Fall.
Ich hatte an eine Therapie gedacht, weil ich seit ca. 4 Jahren in unregelmäßigen Abständen, also mal mehr mal weniger, an Psychosomatischen Beschwerden, wie z.B. Herzbeschwerden leide. Manchmal noch psychosomatische Sensibilitässtörungen, wenn mich die Krankheit meines Vaters stark beschäftigt. Wenn ich mich überfordert fühle, habe ich auch manchmal extreme "Fressattacken". Doch so Dinge wie eine ca. 2-3 monatige "depressive Phase" und die Essstörung in Richtung Magersucht liegen alle schon hinter mir, weshalb ich meinen Alltag auch sehr gut meistere.

 Ich möchte einfach nicht lächerlich beim Therapeuten wirken und rumjammern, während er und ich auch weiß, dass es anderen viel schlechter geht. 

Was meint ihr? Danke schonmal für die Antworten  

Leidet eine Mensch unter Symptomen die ihn belasten, dann ist eine Therapie gerechtfertigt und sogar notwendig. Die Tatsache dass es anderen Menschen schlechter geht darf nicht als Grund herhalten dass du keine Therapie bekommen solltest. Du hast das Recht auf eine Therapie und es ist nicht übertrieben wenn du dieses Recht nutzt. Immerhin leidest du unter dem Stress so sehr, dass du körperliche Beschwerden entwickelst. 

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10. November 2019 um 16:37

Hallo,

ich finde jeder hat das Recht psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen..Probleme zu erkennen und dann auch anzugehen ist für mich bereits ein Zeichen von Stärke) Lass dich nicht davon abbringen...eine gute Gespräch oder Verhaltenstherapie werden dich sicher schnell wieder in die Spur bringen.

Toi toi toi 

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20. Dezember 2019 um 13:37
In Antwort auf user47268

Hallo, 
ich fange bald wahrscheinlich mit einer Therapie an, bzw. hab mir einen Termin beim Psychotherapeuten geholt. Doch mittlerweile, nach einigen Artikeln, die ich im Internet gelesen habe, habe ich das Gefühl, dass ich nur übertreibe und das alles irgendwie schon wieder besser werden wird. 

In den Artikeln, bzw. bei den Tests für eine "Therapieeignung" war so häufig die Rede davon, dass i.d.R. Patienten, die es kaum noch schaffen ihren Alltag zu meistern, sich in Therapie begeben sollen.Das ist bei mir halt nicht der Fall.
Ich hatte an eine Therapie gedacht, weil ich seit ca. 4 Jahren in unregelmäßigen Abständen, also mal mehr mal weniger, an Psychosomatischen Beschwerden, wie z.B. Herzbeschwerden leide. Manchmal noch psychosomatische Sensibilitässtörungen, wenn mich die Krankheit meines Vaters stark beschäftigt. Wenn ich mich überfordert fühle, habe ich auch manchmal extreme "Fressattacken". Doch so Dinge wie eine ca. 2-3 monatige "depressive Phase" und die Essstörung in Richtung Magersucht liegen alle schon hinter mir, weshalb ich meinen Alltag auch sehr gut meistere.

 Ich möchte einfach nicht lächerlich beim Therapeuten wirken und rumjammern, während er und ich auch weiß, dass es anderen viel schlechter geht. 

Was meint ihr? Danke schonmal für die Antworten  

Wieso denkst du, dass du damit lächerlich wirkst? Es belastet dich offensichtlich und du bist der Meinung, dass es dir besser geht, wenn du damit zu einem Therapeuten gehst, dann ist das auch dein gutes Recht und keiner wird dich dafür auslachen! Der Therapeut schon mal gar nicht!

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21. Dezember 2019 um 12:27
In Antwort auf dieLisa2341

Kein Psychologe/Therapeut würde ein Problem als lächerlich betrachten.
Allerdings sind die Wartezeiten für eine Therapie meist sehr lang, ich spreche aus Erfahrung, auch für "schwere Fälle", wie ich es damals war. Solange Du Deinen Alltag weitgehend problemlos bewältigen kannst, stellt sich die Frage, ob Du evtl. einem schwerwiegenderem Fall die Möglichkeit zur Therapie "unnötigerweise" in die Länge ziehst.. ist nicht böse gemeint. Letztendlich musst Du selbst wissen, ob Du das wirklich brauchst.
Aber es gibt auch sehr viele gute Bücher, die mir schon sehr viel geholfen haben. Einfach mal ein paar Stichworte googlen, da findest Du massig Angebote.
Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.

Leider schon - also es gibt durchaus Therapeuten, die derart mit potentiellen Patienten umgehen.
Auch Therapeuten sind nur Menschen und es gibt gute Therapeuten und schlechte Therapeuten.
Deshalb sehe ich die Befürchtung der TE durchaus als berechtigt und sehr reflektiert an.
Und im Grunde sagst du der TE ja auch gerade, dass es wichtigere Fälle gibt als ihren - auch wenn du es nicht böse meinst.

In einer Psychotherapie geht es um den Patienten und nicht um andere, möglicherweise schwerwiegendere Fälle.
Beim Arzt finden sich ja auch unterschiedliche Schweregrade von Krankheiten in einem Wartezimmer.

Manche Probleme entstehen ja gerade erst dadurch, dass man sich selbst und seine Bedürfnisse in den Hintergrund stellt - dadurch können langfristig auch Krankheiten begünstigt werden.
 

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23. Dezember 2019 um 18:39
In Antwort auf user47268

Hallo, 
ich fange bald wahrscheinlich mit einer Therapie an, bzw. hab mir einen Termin beim Psychotherapeuten geholt. Doch mittlerweile, nach einigen Artikeln, die ich im Internet gelesen habe, habe ich das Gefühl, dass ich nur übertreibe und das alles irgendwie schon wieder besser werden wird. 

In den Artikeln, bzw. bei den Tests für eine "Therapieeignung" war so häufig die Rede davon, dass i.d.R. Patienten, die es kaum noch schaffen ihren Alltag zu meistern, sich in Therapie begeben sollen.Das ist bei mir halt nicht der Fall.
Ich hatte an eine Therapie gedacht, weil ich seit ca. 4 Jahren in unregelmäßigen Abständen, also mal mehr mal weniger, an Psychosomatischen Beschwerden, wie z.B. Herzbeschwerden leide. Manchmal noch psychosomatische Sensibilitässtörungen, wenn mich die Krankheit meines Vaters stark beschäftigt. Wenn ich mich überfordert fühle, habe ich auch manchmal extreme "Fressattacken". Doch so Dinge wie eine ca. 2-3 monatige "depressive Phase" und die Essstörung in Richtung Magersucht liegen alle schon hinter mir, weshalb ich meinen Alltag auch sehr gut meistere.

 Ich möchte einfach nicht lächerlich beim Therapeuten wirken und rumjammern, während er und ich auch weiß, dass es anderen viel schlechter geht. 

Was meint ihr? Danke schonmal für die Antworten  

Hilfe holen ist immer okay, sei mutig viel Glück 

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