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Ist diese Vorgehensweise des Psychologen "okay"?

5. Dezember 2009 um 15:39 Letzte Antwort: 7. April 2011 um 15:23

Hallo, liebes Forum,

ich weiß gar nicht so richtig, wie ich anfangen soll, da meine Geschichte sehr lang ist, aber ich versuche mich mal kurz zu fassen..

Mein Freund und ich sind unter sehr schwierigen Umständen zusammengekommen. Er war frisch von seiner Frau getrennt und in Scheidung lebend, als wir zusammenkamen, nachdem wir jahrelang nur sehr Freunde gewesen waren (was auch wirklich stimmt!). Seine Frau sah das anders und trichterte ihm furchtbare Schuldgefühle ein, zumal er zwei kleine Kinder hat.
Anfangs "verdrängte" er dies und wir führten eine wunderschöne Beziehung miteinander. Klar belastete uns die Vergangenheit, aber wir waren sehr, sehr lange Zeit furchtbar glücklich miteinander. Trotzdem steigerte er sich angesichts der Drohungen seiner Frau in eine Essstörung hinein und er nahm furchtbar ab.

Ich bat ihn damals sich in psychologische Behandlung zu begeben, was er nach einigem Für und Wider dann auch tat.
Ab da begann unsere Beziehung aus dem Ruder zu laufen..
War er sich lange Zeit so sicher gewesen mit der Beziehung zu mir das richtige getan zu haben (man beachte: er hatte sich nicht für mich getrennt, sondern aus anderen Gründen!), zweifelte er plötzlich. Der Psychologe drängte ihn zudem dazu zu Frau und Kindern zurück zu gehen.
Mein Freund meinte immer, der Doktor rede ihm etwas ein, was er gar nicht möchte. Seit einigen Monaten nun rudert mein Freund, er habe Angst seine Kinder zu verlieren, überlegt zu seiner Frau zurückzukehren, aber mich will er auch nicht verlieren.

Man hat ihm Depressionen diagnostiziert, Entscheidungen zu fällen fällt ihm furchtbar schwer und ich erkenne ihn teilweise nicht mehr wieder.

Der Doktor rede ihm aber ein, er solle wieder zur Vernunft kommen und zu seiner Frau zurück, er solle an die Kinder denken. Mich irritiert diese Art der Therapie des Arztes so sehr!
Sollte mein Freund nicht seinen eigenen Weg finden, anstatt etwas vom Arzt eingetrichtert zu bekommen? Ich sehe mir meine Beziehung entgleiten.

Welche Intentionen kann der Arzt haben?
Was will er damit provozieren oder erreichen oder was hat er erkannt, was mein Freund scheinbar nicht erkennt, der ja weiterhin darauf beharrt mich zu lieben, aber eben Angst um seine Kinder hat?

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18. Januar 2011 um 0:36

Für mich...
... hört es sich so an, als wenn er das erfunden hat. Also dein Freund. Vielleicht denkt er, dass du es eher akzeptierst, wenn "der Arzt" es gesagt hat, als wenn er es dir sagt, dass er es will.

Verstehst du was ich meine? Vielleicht hat der Arzt das gar nicht gesagt, dass er zu seiner Exfrau zurück soll.

Denn wer würde einem raten, zu seinem Expartner zurückzugehen, mit dem man nicht glücklich war? Man könnte das anders regeln.

Vielleicht macht ihm seine Ex auch Psychoterror... (?)

LG

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7. April 2011 um 15:23

Wenn er das Gefühl hat, der Arzt will ihm etwas einreden, das er selbst nicht will, ....
...dann sollte er den Arzt wechseln - oder wenigstens eine zweite ärztliche Meinung einholen. Das würde man ja auch sonst tun, zum Beispiel, wenn man das Gefühl hat, man bekommt einfach ein Medikament aufgeschwatzt, das man lieber nicht nehmen würde oder bei dem einem beim Gedanken, es wirklich einzunehmen, unwohl ist.

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