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Innerlich ausgelöscht - Darf ich aufgeben?

8. Mai 2014 um 6:08 Letzte Antwort: 14. Mai 2014 um 10:20

Hallo Forengemeinde,

ich bin fast 30 und habe nichts in meinem Leben hinbekommen, das mich je glücklich machen konnte. Zwar habe ich studiert, das habe ich jedoch eher als Pflicht angesehen und über eine gute Abschlussnote konnte ich mich ebenso wenig freuen. Zzt. bin ich arbeitslos und ich habe keine Kraft und Zuversicht, wenn es darum geht mich zu bewerben, weil andere immer jünger, gebildeter und selbstbewusster sind. Beruflich sieht es bei mir also finster aus.

Privat bin ich ein sehr einsamer, zurückgezogener, introvertierter von der Gesellschaft nicht gewollter Mensch. Mit anderen Leuten kann ich nicht umgehen, weil ich seit meiner Jugend immer wieder gemobbt wurde. Ich bin eben leider viel zu schwach, unscheinbar und mit der Zeit ist mir jegliches Selbstbewusstsein abhanden gekommen. Das Thema Familie ist bei mir schwierig. Bei uns gibt es keine Herzlichkeit und Empathie, es kommt mir eher vor wie ein Zweckbündnis. Der Aspekt Liebe und Frauen ist bisher fast komplett an mir vorbei gegangen. Bedauerlicherweise bin ich ziemlich hässlich... und nein, das ist kein Problem der Selbstwahrnehmung. Bisher hat sich nur eine Frau für mich interessiert... aber das ist an vielen Faktoren gescheitert. Sie hat sich beispielsweise in der Öffentlichkeit für mich geschämt und keiner durfte sehen, dass wir ein "Paar" sind. Ob ihr es glaubt oder nicht, ich könnte Bücher füllen mit Geschichten, in denen ich leide und fertig gemacht werde, einen positiven Ausgleich gibt es nicht... aber ich belasse es bei dieser prägnanten Beschreibung, vorerst.

Ich habe keinen Job, kein Geld, sehe schlecht aus, hasse diese oberflächliche Gesellschaft, kein Mensch interessiert sich für mich, Frauen meiden und veraschen mich, ich fühle mich leer und ausgebrannt, bin immer das Opfer, keiner hilft mir, Therapie ist fehlgeschlagen, habe keinen Zugang zu mir selbst, ich kann nicht mehr schlafen, esse kaum noch, habe keine Energie, keine Freude, alles ist grau... ich gehöre nicht mehr in diese Welt, ich war nie richtig ein Teil von ihr.

Hätte ich keine Angst vor dem Sterben, wäre ich sicherlich längst tot, selbst dafür scheine ich zu schwach zu sein. Das Argument, dass Suizid selbstgerecht sei lasse ich nicht gelten, da sich bisher auch niemand um mich gekümmert und mir die meisten Menschen in meinem Leben dieses zur Hölle gemacht haben. Ich habe nur noch mich selber und ich hasse mich selbst. In mir ist alles schwarz tot, ich bin hilflos und fühle mich wie ein Blatt in einem kalten, harten Sturm. Irre ich mich wirklich oder ist es doch besser den Tod einem solchen 'Leben' vorzuziehen? Ein Leben, das nur dazu da ist damit ich sagen kann, dass ich lebe, ist kein Leben, es ist Folter,

Darf ich Schluss machen? Ich kann einfach nicht mehr... ich sehne mich nach Ruhe und Frieden.

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8. Mai 2014 um 9:57

Du hast Dir dieses Leben selbst ausgesucht.
Wenn Du Suizid begehen würdest, würde Dir das überhaupt nicht helfen, denn es gibt ein Leben nach dem Tod und auch gegen Reinkarnation ist kein Kraut gewachsen.
Leider wird dieses Thema in unserer oberflächlichen Gesellschaft tabuisiert. Knapp über 99 Prozent der Weltbevölkerung sind jedoch davon überzeugt, dass es nach dem Tod in irgendeiner Form weitergeht und die können nicht einfach so irren. Mit dem Thema Sterbeforschung und Reinkarnation haben sich auch ernst zu nehmende Wissenschaftler beschäftigt, z.B. Elisabeth Kübler-Ross oder Ian Stevensen. Bücher von denen zu lesen, ist überaus hilfreich, wenn man daran denkt, sich umzubringen, weil sie einem die Sinnlosigkeit dieses Unterfangens rational vermitteln können und zwar so, dass Du am Ende dieses Themas selbst diesen Schluss ziehen wirst. Also lass den Quatsch! Jetzt bist Du schonmal Fleisch geworden, also kannst Du auch selbst daran arbeiten, glücklich zu werden. Glück hat nur wenig mit den äußeren Umständen zu tun. Klar ist es einfacher, glücklich zu sein, wenn man in Frieden lebt und genug zum Essen hat, aber sind die Grundbedürfnisse erfüllt, ist jeder für sein Glück selbst verantwortlich. Wie Jesus einmal sagte: "Das Himmelreich ist in Dir"! Unsere Lebensaufgabe ist, dieses Himmelreich in uns selbst zu finden und sich selbst und andere zu lieben. Du hast Dir eine schwere Aufgabe ausgesucht, aber Du kannst sie bewältigen. Schaue nicht auf die schlimmen Seiten des Lebens. Wenn Du meinst, Du bist häßlich, dann lache und sage, "Na und, dafür bin ich gesund!" Wenn Du denkst, Du kriegst beruflich nichts auf die Reihe, dann sage "Na und, ich kann in Frieden leben, ohne dass ich Gefahr laufe, durch eine schmutzige Bombe verstümmelt zu werden, wie es in Syrien tausenden von Menschen passiert ist". Wenn Du Kummer hast, weil Du kein Geld hast, setze Dich mit einem Stück Brot an den See und genieße die Sonnenstrahlen auf Deiner Haut! Wenn Frauen Dich verarschen, dann sag Dir "Na und, ich brauche gerade keine Partnerin". Wenn keiner Dir hilft, dann sage Dir: "Ich brauche nur mich selbst!". Versöhne Dich mit Dir selbst, mit Deinen Eltern und der Welt, so kannst Du das Leben mit all seinen Widrigkeiten schön finden. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe auch ein schweres Leben hinter mir. Zum Glück habe ich damit aufgehört, es mir selbst schwer zu machen. Ich habe Dich gern und wünsche Dir alles Gute!

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11. Mai 2014 um 8:22

Woher willst Du WISSEN...
... dass es keine Reinkarnation gibt? Hast Du Dich jemals ausführlich damit befasst und Bücher zu dem Thema gelesen (Jaboby, Stevensen, Kübler-Ross)?? Zu behaupten, dass es etwas nicht gibt, ohne die vielen dafürsprechenden Argumente zur Kenntnis zu nehmen heißt, zur Masse der Ignoranten zu gehören...
Du kannst aber gerne sagen, dass Du nicht daran GLAUBST...

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12. Mai 2014 um 9:39

Leider bestätigt sich meine Meinung,
dass Du Dich überhaupt nicht in dem Thema auskennst. Kübler-Ross war Sterbeforscherin und hat den Großteil ihres Lebens mit Sterbenden verbracht, sehr praxisnah!! Ian Stevenson war Professor für Psychiatrie an der University of Virginia und hatte ebensowenig mit Esoterik am Hut. Bernard Jakoby hat sich intensiv mit Nahtod-Erfahrungen befasst...
zu unterstellen, dass ich mich in diesem Themengebiet nicht auskenne, ist nicht nur unsachlich, sondern rotzig und erinnert an das Verhalten eines kleinen Kindes, das mal ins Blaue hinein irgendwas behauptet, um die Grenzen auszutesten.

Wenn jemand so lebensfeindlich eingestellt ist wie Du es offenbar bist, ist es sehr leicht, die von den Wissenschaftlern erbrachten Indizien und Beweise als esoterischen Quatsch abzutun, anstatt sich mal ernsthaft damit zu beschäftigen. Es ist ja prima, sich in seiner selbst erschafften Matrix zu suhlen und auf die Ungerechtigkeiten des Lebens zu schimpfen, anstatt mal über den Tellerrand zu gucken. Vor 1000 Jahren hättest Du mit Sicherheit auch daran geglaubt, dass die Welt eine Scheibe ist und alle Andersdenkenden auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Menschen, die irgendwelche Behauptungen aufstellen, nur weil es ihnen so eingetrichtert wurde und nicht in der Lage sind, selbst ihr Gehirn einzuschalten, tun mir echt leid. Sie verbauen sich kontinuierlich den Weg zur Erkenntnis.

Wie bitte? Es sollen "WENIG Leute" an Reinkarnation glauben? In der asiatischen Welt glauben bis auf ein paar Minderheiten ganze Völker daran, in Ostdeutschland halten dies 50 % für möglich, in Westdeustchland 66 %, zumindest sind sich die Befragten darüber einig, dass es "irgendwie" weitergeht, Quelle: www.antitheismus.de - soviel zu dieser unhaltbaren und himmelschreiend falschen Behauptung von Dir! Du solltest Dich wirklich nicht mit derartig schnell widerlegbaren Aussagen blamieren, das führt immer dazu, dass ich mich für Dich fremdschämen muss. Unangenehm!!!

Schalt einfach mal Deine grauen Zellen ein und lies mal was anderes als Comics. Vielleicht kommt ja mal was Intelligentes dabei raus...



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12. Mai 2014 um 19:07

Du könntest mich nicht verletzen,
selbst, wenn Du es wolltest. Nur mir nahe stehende Personen können mir Verletzungen zufügen.
Dein Weltbild klingt einsam und hoffnungslos. Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit sind aber für mich nicht der Antrieb, an Reinkarnation zu glauben, sondern Fakten und Logik.
Manche Dinge sind einfach logisch nicht anders erklärbar, z.B. ein 4jähriges amerikanisches Mädchen, das im Schlaf in einem alten französischen Dialekt, den Sprachwissenschaftler als bretonischen Dialekt identifiziert haben, über sein früheres Leben als bretonische Bauersfrau berichtet und zwar in einer Ausspache und Detailtreue, wie sie niemand sonst hervorbringen kann, außer jemand, der tatsächlich so gelebt hat. DAS IST KEIN FAKE UND KEINE MANIPULATION und ist wissenschaftlich dokumentiert. Es gibt hunderte solcher Beispiele, gut dokumentiert. Das mit dem Licht ist nur ein viel belächeltes und durchaus anders erklärbares Phänomen, welches gerne und plausibel mit Sauerstoffmangel erklärt wird, ohne dass jemand dagegen argumentieren könnte. Wie gesagt, Du tust mir ein wenig leid. Es ist sicher nicht einfach, so zu leben und zu meinen, dass Deine Seele wie eine Kerze nach dem Tod erlischt. Alles Gute und vllt. ließt Du ja statt Kübler-Ross zunächst mal Ian Stevensen "Reinkarnation in Europa - dokumentierte Fälle". Alles Gute!

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12. Mai 2014 um 20:16

JETZT SOFORT
Pack Deinen Rucksack, zieh los und erlebe das Leben einfach so wie es gefacht: Voller Abenteuer, neuer Erfahrungen, neue Menschen und eine Welt die vor Wunder und Schönheit nur so strotzt!

Für die meisten Menschen sieht die Welt grau und einsam aus. Die meisten Menschen sind aber auch zu faul aufzustehen, die Komfortzone zu verlassen und sich dahin zu begeben wo noch Wunder geschehen!

Ich meine das ganz wörtlich: Bevor Du wirklich aufgibts, überzeuge Dich, dass es wirklich nichts lebenswertes gibt. Pack einen Rucksack und durchquere Asien, Australien oder Südamerika. Du wirst so tolle Dinge erleben, wie sie du dir nie erträumen hättest können!

Wenn Du Dein Glück gefunden hast, bleibe einfach da! Niemand zwingt dich wieder zurück zu kommen. LEBE und sei glücklich!

Und lass Dich bloß nicht von irgendwelchen religiösen Versagern vollquatschen. Jetzt ist nicht die Zeit sich damit zu beschäftigen. Lebe!

Das einzige was du tun musst, ist es wirklich zu wollen und den ersten Schritt zu machen!

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13. Mai 2014 um 8:56
In Antwort auf manuela1985t

JETZT SOFORT
Pack Deinen Rucksack, zieh los und erlebe das Leben einfach so wie es gefacht: Voller Abenteuer, neuer Erfahrungen, neue Menschen und eine Welt die vor Wunder und Schönheit nur so strotzt!

Für die meisten Menschen sieht die Welt grau und einsam aus. Die meisten Menschen sind aber auch zu faul aufzustehen, die Komfortzone zu verlassen und sich dahin zu begeben wo noch Wunder geschehen!

Ich meine das ganz wörtlich: Bevor Du wirklich aufgibts, überzeuge Dich, dass es wirklich nichts lebenswertes gibt. Pack einen Rucksack und durchquere Asien, Australien oder Südamerika. Du wirst so tolle Dinge erleben, wie sie du dir nie erträumen hättest können!

Wenn Du Dein Glück gefunden hast, bleibe einfach da! Niemand zwingt dich wieder zurück zu kommen. LEBE und sei glücklich!

Und lass Dich bloß nicht von irgendwelchen religiösen Versagern vollquatschen. Jetzt ist nicht die Zeit sich damit zu beschäftigen. Lebe!

Das einzige was du tun musst, ist es wirklich zu wollen und den ersten Schritt zu machen!

Vielleicht ist Dir entgangen...
... dass der TE kein Geld hat! Das gilt wohl auch für Deine vorgeschlagene Weltreise-Rucksacktour! Es scheitert also bereits am Praktischen! Außerdem verfolgt Dein Ansinnen nur den Zweck, ihn abzulenken, sein grundlegendes Problem mit dem Leben wirst Du dadurch nicht lösen, sondern nur aufschieben! Ich würde sagen, Dein Vorschlag verkörpert genau die Art von Oberflächlichkeit, die der TE an seinen Mitmenschen hasst - und das zu Recht!

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14. Mai 2014 um 10:20

HÄ?
Abgrenzungen gegenüber fremden Personen sind völlig normal, nützlich und sorgen für eine stabile Psyche. Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass es gerade die Menschen sind, die unter die Räder kommen, die Schwierigkeiten haben, sich selbst abzugrenzen. Es spricht auch vieles dafür, dass mein Leben glücklicher verläuft als Deines: ich beschwere mich nicht über mein Leben - im Gegenteil, ich finde es spannend, interessant, erfüllend und bin jeden Tag dafür dankbar, dass ich mit meiner Familie leben darf.
Meine Ansicht, dass Du es schwer hast, entnehme ich eben nicht einem reinen Faktum: Deinem fehlenden Glauben an die Reinkarnation, sondern meinem Gefühl, das entsteht, wenn ich Deine Texte lese, die dumpfe Empfindungen von Depression ausdrücken, z.B. Zitat: "Wir alle laufen durch die Folter, die einen mehr, die anderen weniger." Das wäre ein Satz, den ich nie schreiben könnte, weil ich das Leben keineswegs als Folter, sondern als Abenteuer empfinde. Wie kann man bei Deiner Aussage, das Leben sei Folter, nicht betroffen sein und - im Rahmen vernünftiger Abgrenzung natürlich - mitfühlen?
Den Kaffee nehme ich gerne an.

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