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Immer die Angst vorm Rauswurf (Job)

9. Januar 2013 um 20:02

Hey.

Kurze Vorgeschichte:
Meine Ausbildung war alles andere als einfach. Klar, "Lehrjahre sind keine Herrenjahre"... aber ich hatte zum Teil 7-Tage Schichten, hatte mehrmals die Woche halb 5 - 23h Schichten (Durch Berufsschule), Fahrtweg nach der Schule wurde mir nicht berechnet, das waren 2 Stunden pro Fahrt, also 8 Stunden die Woche, die ich "nachzuarbeiten" hatte. Bei Krankenschein fuhr die Chefin bei einem zu Hause rum um zu schauen ob das Auto da stand, wenn nicht, gab es zu dem "normalen" Krank-sein-Ärger noch mehr Stress, Überstunden wurde nicht berechnet, denn "was ihr während eurer Arbeitszeit nicht schafft, macht ihr halt in eurer Freizeit". EInmal hatte ich am Abend einen Unfall und bin morgens ganz normal zur Arbeit, wo mir schlecht und schwindelig wurde und ich wollte gerne zu Arzt- keine Chance. Bin bis zum Feierabend vor mir hin vegitiert und danach direkt ins Krankenhaus, wo ich auch bleiben durfte- Gehirnerschütterung. Sie sagte ich würde simulieren. Wenn ihr Sohnemann mal nicht arbeiten konnte/wollte, musste ich länger bleiben- automatisch. Als mein Vater Geburtstag hatte und ich zu ihm wollte ( 2h AUtofahrt), DURFTE ich das nicht, da mein Chef (ihr Mann) am selben Tag rundete. Sie sagte "Der 60. Ihres Chefs ist ja wohl wichtiger als der Geburtstag ihres Vaters. Oder rundet er auch?". Einer Kollegin wurde der Urlaub gestrichen, weil die Chefs dann kurzfristig selbst weg wollten usw... Ich könnte ewig so weiter machen.

Und worauf ich hinaus will:
Seit letztem Sommer bin ich ausgelernt. Habe seitdem auf 400 Euro Basis gearbeitet und bin jetzt seit dem 2.1. selbstständig. Mein jetziger Chef, wo ich die meiste Zeit arbeite, ist wirklich sehr sehr nett. Wir können mit ihm über alles reden, er BEDANKT sich, wenn ich mal länger mache oder einspringe. Samstag hat er mich ausm Bett geklingelt und ich hab geduscht und bin direkt los. Was kein Ding war- ich arbeite dort sehr gerne ! Nächste Woche habe ich eine 7-Tage Woche. Zwar immer nur 5-6 Stunden aber das tut ja nichts zur Sache. Heute habe ich 8h gemacht. Und jetzt eben rief er an, ob ich wiederkommen kann bis 23 Uhr. Das wäre mir wirklich zu viel... Fahrtweg ist auch 30 Minuten. Ich habe ihm gesagt, dass es heute Abend sehr schlecht ist, ich aber direkt da geblieben wäre, wenn ich gewusst hätte, dass ich noch gebraucht werde. Er hat sich auch gar nicht sauer oder so angehört, nur ein bisschen verzweifelt... Bis eben hatte ich ohnehin kein Auto.

Jetzt sitze ich hier und habe wahnsinnige Angst, dass ich rausfliege. Ich traue es ihm deswegen nicht zu, ich springe sehr oft ein & das auch oft kurzfristig. Für heute bleibt mir einfach nur noch übrig, zu hoffen, dass alles ok ist. Aber wie werde ich diese wahnsinnige Angst los, dass sobald ich mal nicht kann, rausgeworfen werde?! Ist das noch normal?

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10. Januar 2013 um 0:51

Ließ dich ein
Ließ dich ein ,in der Bücherei ,über Ängste ,Psychologie,
oder schau dir em oflex an ,mir hat es sehr geholfen,habe es sehr oft selbst gemacht.
Denke dein Chef hat ein Problem ,wenn er so chaotisch ist.

Es bringt dir nichts wenn du Depresionen bekommst,dann verlierst du den Job sowieso.und einen neuen bekommst du auch sehr schlecht.

Dein Problem ist ,fehlendes Selbstbewustsein,falsches Denken

In der heutigen Zeit ist Angst um den Arbeitsplatz normal?.

Was nützt dir die selbstzerfleischung,jeden Moment kannst
du theroetisch einen Herzinfakt bekommen ,nur denkst du nicht dran ,also belastet es dich nicht.

Sprich mit deinem Chef abends in einer ruhigen minute ,offen
das du dir große sorgen um deinen Arbeitsplatz machst ,sag
wann ,wie oft du längerarbeiten kannst ,und wie lange vorher er bescheid geben muß.

Dann schmeißt er dich sofort raus ,oder er richtet sich weitgehend danach.

Habe ich auch gemacht ,hat super geklappt.

Auch heute finden sich so flexible leute wie du nicht oft,auch scheint dein Chef dich zu brauchen .

Wenn du dich selbstzerfleischt ,dann schläfst du kurz -langfristig ,schlechter -dann machst du mehr Fehler-mehr selbstvorwürfe,depresion schwächt das Imunsystem ,öfers beschwerden ,ein Mensch der Angst hat ,geht auch wenn es ihm schlecht geht zur arbeit,ist dann schlechtgelaunt,wenig Leistung.

Also handele so wie du es für richtig hälst,du must ja deine Arbeitskraft für einige Jahrzente einteilen.

MFG Michael






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