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Imaginäres Rollenspiel in meinen Gedanken?

27. Januar 2014 um 18:33 Letzte Antwort: 23. Mai 2014 um 21:56

Hey!

Also.. ich hab da so ein Geheimnis
Als kleines Kind habe ich oft in meinem Zimmer mit erfunden Personen gespielt (z.B Inuyasha, wer ihn kennt :p). Das ist ja ziemlich normal in dem Alter. Angefangen hat das mit ca.5 nun bin ich fast 20...

Ich habe mir seit dem sogar eigene Charactere ausgedacht, mehrere, mit denen ich Paralel irgendwelche Szenarien durch spiele. Ich komme von der Arbeit, gehe in mein Zimmer, schalte die Musik laut an fange an mir vorzustellen das neben mir diese ganzen Personen stehen. Meistens lasse ich mich durch Mangas(Japanische Comics) inspirieren. Meistens versetze ich mich in die Rolle von einem Jungen.. Der in meinen Augen perfekt ist.

Es geht sogar so weit, das wenn ich abends im Bett liege mir vorstelle das die Person (mit der meine Imaginäre Person zusammen ist) im Bett liege und mit ihr kuschel, sogar dann rede ich noch mit dieser Person.

Es ist nicht so das mich das stört, allerdings ist es etwas, auf das ich nicht verzichten kann(und möchte). Ich sage oft Freunden ab mit denen ich mich treffen wollte nur um abends Musik zuhören und ich nenne es mal mein "Rollenspiel" zu spielen. Wenn meine Mutter mich fragt was ich denn die ganze zeit mache, weiß ich gar nicht was ich sagen soll, da es mir doch recht peinlich ist, immerhin bin ich ja schon eine Junge frau.

Hängt es vielleicht damit zusammen das ich kaum Freunde habe und unendlich gerne ein Junge wäre? Ich glaube nicht das ich deswegen Krank bin, hatte mal eine Sozialphobie, ich nehme an das ich es damit kompensieren will. (Obwohl ich das schon vor meiner Phobie gemacht hab)

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Mag sich jemand dazu äußern?
Wär es vielleicht doch angebracht mal meinem Psychiater davon zu erzählen?

Liebe grüße, DSG

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23. Mai 2014 um 21:56

Rollenspiel
Hallo dontstaygold,

ich habe deinen Artikel gelesen und finde dein Verhalten gar nicht unnormal.
Ich denke, es gibt viele Menschen, die ungewöhnliche Dinge tun, denken oder empfinden, nur dass die meisten niemals drüber reden würden aus Angst, ausgelacht zu werden.
Du befasst dich bewußt mit deinem Verhalten, hinterfragst deine Vorliebe. Das finde ich beeindruckend. Und du schreibst, dass du dieses Rollenspiel gar nicht unterlassen willst, da es dir guttut. Alles in allem bist du keineswegs verrückt. Nur dass es halt ein "Hobby" ist, dass du mit keinem teilst und vielleicht auch nicht wölltest, wenn es denn möglich wäre.

Ich denke auch, dass deine Vorliebe damit zu tun hat, dass du eher der zurückhaltende Typ bist und noch dazu, dass du dir das entgegengesetzte Geschlecht wünschst. Auch wenn du vielleicht nicht offensichtlich darunter leidest, stelle ich mir doch vor, dass es einen großen Einfluss auf Leben, Verhalten, Empfinden nimmt, wenn man sich in seinem Körper eben nicht korrekt empfindet und lieber "das andere" wäre.

Es hört sich auch ein bisschen traurig an, dass du dich in eine Traumwelt flüchten musst, um deine Leidenschaft zu leben.

Ein Psychologengespräch wäre sicher hilfreich, nicht weil du ein Problem hast, sondern weil dir ein Psychologe helfen könnte, dir noch ganz viel zu deiner Person klarzumachen und im Endeffekt dein Wunschleben vielleicht (auf welche Weise auch immer) in die Realität umzusetzen. Ein unbeteiligter Dritter sieht die Dinge manchmal aus einer anderen Perspektive, was auch in dir ganz andere Sichtweisen eröffnen und dich ungeheuer inspirieren kann.

Ich wünsche dir alles Gute und dass deine Traumwelt irgendwann ein wenig (oder auch ganz viel) offizieller und mehr auf die Außenwelt bezogen sein wird.

Liebe Grüße
Sharazany

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