Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Ich wollte mit ihm schlafen, aber nicht so...

Ich wollte mit ihm schlafen, aber nicht so...

1. Mai um 11:54 Letzte Antwort: 4. Juni um 14:37

Hallo

Ich (27) habe ein Problem, das ich nicht ganz einordnen kann und bitte um euren Rat.

Damals, das war etwa ein dreiviertel Jahr nach dem Tod meines älteren Bruders, habe ich (16 Jahre) mich schrecklich in einen Jungen (17 Jahre) aus meinem Sportverein verliebt. Er war erst seit kurzem in unserer Gegend, da er an einer Art Rehabilitationsprogramm für schwererziehbare Jugendliche teilnahm. Ja, ich weiß, es klingt jetzt schon nicht sonderlich klug, aber damals war ich sehr einsam, da meine Mutter noch stark um ihren Sohn trauerte (mein Vater verließ uns als ich sechs Jahre alt war) und ich sehnte mich nach Nähe und Halt. Und gerade eben dieser vermittelte mir das Gefühl, dass er sehr stark sowohl körperlich als auch emotional, und wenn ich ihn an meiner Seite hätte, würde ich mich sicher fühlen, weil ihm keiner was anzuhaben schien. Außerdem war er gegen das System, was mir damals sehr gefiel, denn die Schule nervte mich, da sie mich wieder "normal" haben wollte und ich nicht besonders viel Sinn in allem sah. Ich fand das Leben damals einfach nur scheiße.

So kam es, dass ich gerne mit besagtem Jungen und seinem Mitbewohner Zeit verbrachte. Wir tranken gemeinsam, sahen fern usw. Er wusste, was ich für ihn empfand, machte aber zunächst keine Anzeichen ähnlich für mich zu fühlen, außer ein paar Mal Schmusen.
Ich, dumm wie ich damals war, dachte, wenn ich mit ihm schlafe, würde er mich mögen.

Eines nachts (nachdem wir ein bisschen getrunken hatten und sein Mitbewohner bereits schlafen gegangen war) lagen wir nebeneinander im Bett und wir fingen an uns zu küssen. Er wollte, dass ich ihm einen Blowjob gebe, was ich auch tun wollte und fing langsam an. Dann ging alles eigentlich extrem schnell und ich kann mich auch nicht mehr so gut daran erinnern (Verdrängung). Ich weiß noch, dass er meinen Kopf nahm und mir ohne irgendeine Rücksicht, seinen Penis in den Mund rammte. Danach hat er mich hergenommen wie ein Stück Fleisch. Was tat ich? Nichts... ich habe es einfach über mich ergehen lassen, dass er mich wie es ihm passte aufs Bett warf und mich f*ckte bis er fertig war. Ich war zu feige, um Nein oder Stopp zu sagen, obwohl es mir nicht gefiel. Außerdem war er mir körperlich viel zu sehr überlegen. Wahrscheinlich dachte ich auch, dass es so erträglicher sei, und ich wollte nicht, dass er noch gewalttätig wird. Vielleicht dachte ich auch, dass dies so eine Art Sex-Style war, da ich zuvor nur wenige sexuelle Erfahrungen gemacht hatte, und Frauen sowas zu mögen hätten. Keine Ahnung... es ist ja schon sehr lange und jetzt habe ich einen ganz anderen Blick darauf.
Am nächsten Morgen stellte er klar, dass dies eine einmalige Geschichte war und zerstörte meine letzten Hoffnungen, einen starken Mann an meiner Seite zu haben, da ich vermutlich hoffte, ihm auf diese Weise in seine Gunst zu kommen.

Nach diesem Erlebnis hatte ich lange gar keinen Sex. Ich fing erst nach drei Jahren wieder an und dann meist betrunken. Selten schlief ich mit jemanden öfters als einmal und hatte nicht viele Sexualpartner. Nach einem besonders schrägen Beischlaf mit einem verheirateten Mann, an den ich mich nicht mehr erinnern kann, beschloss ich keinen Alkohol mehr zu trinken und keinen Sex mehr zu haben, weil mir beides nicht guttat. Des Weiteren fingen zwischendurch und danach kleinere Probleme an, wie dass ich mir schwer tat Menschen zu umarmen, oder dass ich große Probleme hatte Freundschaften zu halten (zu schließen fiel mir leicht) und ich vertraute kaum jemanden.

Fünf Jahre lang lebte ich abstinent. Dann lernte ich einen jungen Mann kennen, der mit mir schlafen wollte, aber keine Beziehung führen (Friends with Benefits). Mir passte das sehr gut ins Konzept, da sich mein Körper nach Sex sehnte und ich mehr oder weniger Sex "lernen" wollte, um eines Tages doch eine gute Beziehung mit meinem "Traummann" zu führen. Außerdem war ich noch weit davon weg Sex und Gefühle miteinander zu verbinden zu können und verdinglichte mich selbst als Frau.
Anfangs hatten wir noch viele Schwierigkeiten im Bett, da ich sehr scheu war (ich konnte mir kaum sein Glied ansehen) und mir wurde gesagt, dass ich bei den ersten Malen zitterte und dadurch verlor er die Lust. Jedoch nach der Zeit gewann ich mehr und mehr Vertrauen zu ihm und ich lernte Spaß am Sex zu haben und schließlich beendete ich die "Affaire", um endlich eine "richtige" Beziehung zu führen.

Ich lehnte jeden Mann sofort ab, der mich nicht als Mensch ernst nahm und mehr oder weniger meinen Körper wollte, außer ein paar "Ausrutscher", die ich 

Schließlich lernte ich meinen aktuellen Freund kennen, der mich respektvoll behandelt und mich liebt. Wir reden auch viel über seine vergangenen Beziehungen und er möchte gern mehr über meine wissen, was ich ihm auch irgendwie gerne erzählen möchte, aber ich habe ein bisschen Angst davor. Aber er hat auch gemerkt, dass ich sexuell nicht so ganz richtig ticke und mir mehrmals erklären müssen, dass es Teamwork ist und dass ich ruhig offener meine Wünsche kundtun könnte, weil ich darin immer noch ein bisschen zurückhaltend bin. Obwohl das wird auch schon immer besser. Und ansonsten geht es mir auch sehr gut mit ihm und allgemein im Leben
Er weiß eigentlich nur, dass mir einmal das Herz gebrochen wurde und dass ich viele One-Night-Stands im betrunkenen Zustand hatte. Ansonsten bin ich ziemlich schweigsam, was das angeht. 

Daher habe ich folgende Fragen:

Wie kann ich das Erlebte einordnen? Zählt das zu Missbrauch, obwohl ich mich nicht gewehrt habe? (ich will keine Anzeige oder so erstatten, ich möchte mich nur gegebenfalls besser "therapieren" können)

Soll ich meinen Freund davon erzählen? Wenn ja, wieviel? Ich möchte ihn auch nicht abschrecken oder so, weil sonst ja eigentlich alles so gut läuft und ich das nicht kaputt machen möchte.
 

Ich möchte mich hier schon für euren Rat bedanken!

Liebe Grüße
gerda06

Mehr lesen

1. Mai um 19:54
Beste Antwort

Ich sehe da etwas was du vll nicht siehst.  Ich glaube da ist was mehr passiert.... Du hast ihn deinem Körper angeboten und er hatt dir mehr oder minder gezeigt was passiert wenn du dich selbst nicht respektierst. Er hatt direkt jeglichen Respekt vor dir verloren und dich in die Wüste geschickt. 
In dem Alter hatt man vll nur diese "Krassen Mittel" um zu zeigen oder zu belehren.

1 LikesGefällt mir
1. Mai um 21:51

wenn du mit deinem freund offen über ALLES reden kannst dann rede auch über deine erlebnisse. 

2 LikesGefällt mir
6. Mai um 19:40
Beste Antwort
In Antwort auf gerda06

Hallo

Ich (27) habe ein Problem, das ich nicht ganz einordnen kann und bitte um euren Rat.

Damals, das war etwa ein dreiviertel Jahr nach dem Tod meines älteren Bruders, habe ich (16 Jahre) mich schrecklich in einen Jungen (17 Jahre) aus meinem Sportverein verliebt. Er war erst seit kurzem in unserer Gegend, da er an einer Art Rehabilitationsprogramm für schwererziehbare Jugendliche teilnahm. Ja, ich weiß, es klingt jetzt schon nicht sonderlich klug, aber damals war ich sehr einsam, da meine Mutter noch stark um ihren Sohn trauerte (mein Vater verließ uns als ich sechs Jahre alt war) und ich sehnte mich nach Nähe und Halt. Und gerade eben dieser vermittelte mir das Gefühl, dass er sehr stark sowohl körperlich als auch emotional, und wenn ich ihn an meiner Seite hätte, würde ich mich sicher fühlen, weil ihm keiner was anzuhaben schien. Außerdem war er gegen das System, was mir damals sehr gefiel, denn die Schule nervte mich, da sie mich wieder "normal" haben wollte und ich nicht besonders viel Sinn in allem sah. Ich fand das Leben damals einfach nur scheiße.

So kam es, dass ich gerne mit besagtem Jungen und seinem Mitbewohner Zeit verbrachte. Wir tranken gemeinsam, sahen fern usw. Er wusste, was ich für ihn empfand, machte aber zunächst keine Anzeichen ähnlich für mich zu fühlen, außer ein paar Mal Schmusen.
Ich, dumm wie ich damals war, dachte, wenn ich mit ihm schlafe, würde er mich mögen.

Eines nachts (nachdem wir ein bisschen getrunken hatten und sein Mitbewohner bereits schlafen gegangen war) lagen wir nebeneinander im Bett und wir fingen an uns zu küssen. Er wollte, dass ich ihm einen Blowjob gebe, was ich auch tun wollte und fing langsam an. Dann ging alles eigentlich extrem schnell und ich kann mich auch nicht mehr so gut daran erinnern (Verdrängung). Ich weiß noch, dass er meinen Kopf nahm und mir ohne irgendeine Rücksicht, seinen Penis in den Mund rammte. Danach hat er mich hergenommen wie ein Stück Fleisch. Was tat ich? Nichts... ich habe es einfach über mich ergehen lassen, dass er mich wie es ihm passte aufs Bett warf und mich f*ckte bis er fertig war. Ich war zu feige, um Nein oder Stopp zu sagen, obwohl es mir nicht gefiel. Außerdem war er mir körperlich viel zu sehr überlegen. Wahrscheinlich dachte ich auch, dass es so erträglicher sei, und ich wollte nicht, dass er noch gewalttätig wird. Vielleicht dachte ich auch, dass dies so eine Art Sex-Style war, da ich zuvor nur wenige sexuelle Erfahrungen gemacht hatte, und Frauen sowas zu mögen hätten. Keine Ahnung... es ist ja schon sehr lange und jetzt habe ich einen ganz anderen Blick darauf.
Am nächsten Morgen stellte er klar, dass dies eine einmalige Geschichte war und zerstörte meine letzten Hoffnungen, einen starken Mann an meiner Seite zu haben, da ich vermutlich hoffte, ihm auf diese Weise in seine Gunst zu kommen.

Nach diesem Erlebnis hatte ich lange gar keinen Sex. Ich fing erst nach drei Jahren wieder an und dann meist betrunken. Selten schlief ich mit jemanden öfters als einmal und hatte nicht viele Sexualpartner. Nach einem besonders schrägen Beischlaf mit einem verheirateten Mann, an den ich mich nicht mehr erinnern kann, beschloss ich keinen Alkohol mehr zu trinken und keinen Sex mehr zu haben, weil mir beides nicht guttat. Des Weiteren fingen zwischendurch und danach kleinere Probleme an, wie dass ich mir schwer tat Menschen zu umarmen, oder dass ich große Probleme hatte Freundschaften zu halten (zu schließen fiel mir leicht) und ich vertraute kaum jemanden.

Fünf Jahre lang lebte ich abstinent. Dann lernte ich einen jungen Mann kennen, der mit mir schlafen wollte, aber keine Beziehung führen (Friends with Benefits). Mir passte das sehr gut ins Konzept, da sich mein Körper nach Sex sehnte und ich mehr oder weniger Sex "lernen" wollte, um eines Tages doch eine gute Beziehung mit meinem "Traummann" zu führen. Außerdem war ich noch weit davon weg Sex und Gefühle miteinander zu verbinden zu können und verdinglichte mich selbst als Frau.
Anfangs hatten wir noch viele Schwierigkeiten im Bett, da ich sehr scheu war (ich konnte mir kaum sein Glied ansehen) und mir wurde gesagt, dass ich bei den ersten Malen zitterte und dadurch verlor er die Lust. Jedoch nach der Zeit gewann ich mehr und mehr Vertrauen zu ihm und ich lernte Spaß am Sex zu haben und schließlich beendete ich die "Affaire", um endlich eine "richtige" Beziehung zu führen.

Ich lehnte jeden Mann sofort ab, der mich nicht als Mensch ernst nahm und mehr oder weniger meinen Körper wollte, außer ein paar "Ausrutscher", die ich 

Schließlich lernte ich meinen aktuellen Freund kennen, der mich respektvoll behandelt und mich liebt. Wir reden auch viel über seine vergangenen Beziehungen und er möchte gern mehr über meine wissen, was ich ihm auch irgendwie gerne erzählen möchte, aber ich habe ein bisschen Angst davor. Aber er hat auch gemerkt, dass ich sexuell nicht so ganz richtig ticke und mir mehrmals erklären müssen, dass es Teamwork ist und dass ich ruhig offener meine Wünsche kundtun könnte, weil ich darin immer noch ein bisschen zurückhaltend bin. Obwohl das wird auch schon immer besser. Und ansonsten geht es mir auch sehr gut mit ihm und allgemein im Leben
Er weiß eigentlich nur, dass mir einmal das Herz gebrochen wurde und dass ich viele One-Night-Stands im betrunkenen Zustand hatte. Ansonsten bin ich ziemlich schweigsam, was das angeht. 

Daher habe ich folgende Fragen:

Wie kann ich das Erlebte einordnen? Zählt das zu Missbrauch, obwohl ich mich nicht gewehrt habe? (ich will keine Anzeige oder so erstatten, ich möchte mich nur gegebenfalls besser "therapieren" können)

Soll ich meinen Freund davon erzählen? Wenn ja, wieviel? Ich möchte ihn auch nicht abschrecken oder so, weil sonst ja eigentlich alles so gut läuft und ich das nicht kaputt machen möchte.
 

Ich möchte mich hier schon für euren Rat bedanken!

Liebe Grüße
gerda06

Du kannst mit deinem Freund über ALLES reden. Hab keine Geheimnisse vor ihm. Vertraue ihm zu 100%, wie er dir vertraut. Er möchte nur das Beste für dich und dass du dich mehr ihm öffnest.

Er liebt dich und rennt nicht vor dir weg. Es hilft ihm auch, dich und dein Verhalten in gewissen Situationen zu verstehen und auch entsprechend Rücksicht auf dich nehmen zu können. Das wird eure Bindung und euer Vertrauen zusätzlich nur noch stärken. Hab also keine Angst.

Zu deiner ersten Frage: Es passierte gegen deinen Willen, du hattest keine Freude, keinen Spaß da dran und es tat dir sogar weh. Er war dir zu grob. Wenn es kein Missbrauch /keine Vergewaltigung war, was denn dann? Sex sollte nur unter Einverständnis beider Seiten geschehen. Und er nutzte deine Situation im betrunkenen Zustand auch schamlos aus. Das ist keine Entschuldigung.

1 LikesGefällt mir
7. Mai um 8:25
Beste Antwort
In Antwort auf gerda06

Hallo

Ich (27) habe ein Problem, das ich nicht ganz einordnen kann und bitte um euren Rat.

Damals, das war etwa ein dreiviertel Jahr nach dem Tod meines älteren Bruders, habe ich (16 Jahre) mich schrecklich in einen Jungen (17 Jahre) aus meinem Sportverein verliebt. Er war erst seit kurzem in unserer Gegend, da er an einer Art Rehabilitationsprogramm für schwererziehbare Jugendliche teilnahm. Ja, ich weiß, es klingt jetzt schon nicht sonderlich klug, aber damals war ich sehr einsam, da meine Mutter noch stark um ihren Sohn trauerte (mein Vater verließ uns als ich sechs Jahre alt war) und ich sehnte mich nach Nähe und Halt. Und gerade eben dieser vermittelte mir das Gefühl, dass er sehr stark sowohl körperlich als auch emotional, und wenn ich ihn an meiner Seite hätte, würde ich mich sicher fühlen, weil ihm keiner was anzuhaben schien. Außerdem war er gegen das System, was mir damals sehr gefiel, denn die Schule nervte mich, da sie mich wieder "normal" haben wollte und ich nicht besonders viel Sinn in allem sah. Ich fand das Leben damals einfach nur scheiße.

So kam es, dass ich gerne mit besagtem Jungen und seinem Mitbewohner Zeit verbrachte. Wir tranken gemeinsam, sahen fern usw. Er wusste, was ich für ihn empfand, machte aber zunächst keine Anzeichen ähnlich für mich zu fühlen, außer ein paar Mal Schmusen.
Ich, dumm wie ich damals war, dachte, wenn ich mit ihm schlafe, würde er mich mögen.

Eines nachts (nachdem wir ein bisschen getrunken hatten und sein Mitbewohner bereits schlafen gegangen war) lagen wir nebeneinander im Bett und wir fingen an uns zu küssen. Er wollte, dass ich ihm einen Blowjob gebe, was ich auch tun wollte und fing langsam an. Dann ging alles eigentlich extrem schnell und ich kann mich auch nicht mehr so gut daran erinnern (Verdrängung). Ich weiß noch, dass er meinen Kopf nahm und mir ohne irgendeine Rücksicht, seinen Penis in den Mund rammte. Danach hat er mich hergenommen wie ein Stück Fleisch. Was tat ich? Nichts... ich habe es einfach über mich ergehen lassen, dass er mich wie es ihm passte aufs Bett warf und mich f*ckte bis er fertig war. Ich war zu feige, um Nein oder Stopp zu sagen, obwohl es mir nicht gefiel. Außerdem war er mir körperlich viel zu sehr überlegen. Wahrscheinlich dachte ich auch, dass es so erträglicher sei, und ich wollte nicht, dass er noch gewalttätig wird. Vielleicht dachte ich auch, dass dies so eine Art Sex-Style war, da ich zuvor nur wenige sexuelle Erfahrungen gemacht hatte, und Frauen sowas zu mögen hätten. Keine Ahnung... es ist ja schon sehr lange und jetzt habe ich einen ganz anderen Blick darauf.
Am nächsten Morgen stellte er klar, dass dies eine einmalige Geschichte war und zerstörte meine letzten Hoffnungen, einen starken Mann an meiner Seite zu haben, da ich vermutlich hoffte, ihm auf diese Weise in seine Gunst zu kommen.

Nach diesem Erlebnis hatte ich lange gar keinen Sex. Ich fing erst nach drei Jahren wieder an und dann meist betrunken. Selten schlief ich mit jemanden öfters als einmal und hatte nicht viele Sexualpartner. Nach einem besonders schrägen Beischlaf mit einem verheirateten Mann, an den ich mich nicht mehr erinnern kann, beschloss ich keinen Alkohol mehr zu trinken und keinen Sex mehr zu haben, weil mir beides nicht guttat. Des Weiteren fingen zwischendurch und danach kleinere Probleme an, wie dass ich mir schwer tat Menschen zu umarmen, oder dass ich große Probleme hatte Freundschaften zu halten (zu schließen fiel mir leicht) und ich vertraute kaum jemanden.

Fünf Jahre lang lebte ich abstinent. Dann lernte ich einen jungen Mann kennen, der mit mir schlafen wollte, aber keine Beziehung führen (Friends with Benefits). Mir passte das sehr gut ins Konzept, da sich mein Körper nach Sex sehnte und ich mehr oder weniger Sex "lernen" wollte, um eines Tages doch eine gute Beziehung mit meinem "Traummann" zu führen. Außerdem war ich noch weit davon weg Sex und Gefühle miteinander zu verbinden zu können und verdinglichte mich selbst als Frau.
Anfangs hatten wir noch viele Schwierigkeiten im Bett, da ich sehr scheu war (ich konnte mir kaum sein Glied ansehen) und mir wurde gesagt, dass ich bei den ersten Malen zitterte und dadurch verlor er die Lust. Jedoch nach der Zeit gewann ich mehr und mehr Vertrauen zu ihm und ich lernte Spaß am Sex zu haben und schließlich beendete ich die "Affaire", um endlich eine "richtige" Beziehung zu führen.

Ich lehnte jeden Mann sofort ab, der mich nicht als Mensch ernst nahm und mehr oder weniger meinen Körper wollte, außer ein paar "Ausrutscher", die ich 

Schließlich lernte ich meinen aktuellen Freund kennen, der mich respektvoll behandelt und mich liebt. Wir reden auch viel über seine vergangenen Beziehungen und er möchte gern mehr über meine wissen, was ich ihm auch irgendwie gerne erzählen möchte, aber ich habe ein bisschen Angst davor. Aber er hat auch gemerkt, dass ich sexuell nicht so ganz richtig ticke und mir mehrmals erklären müssen, dass es Teamwork ist und dass ich ruhig offener meine Wünsche kundtun könnte, weil ich darin immer noch ein bisschen zurückhaltend bin. Obwohl das wird auch schon immer besser. Und ansonsten geht es mir auch sehr gut mit ihm und allgemein im Leben
Er weiß eigentlich nur, dass mir einmal das Herz gebrochen wurde und dass ich viele One-Night-Stands im betrunkenen Zustand hatte. Ansonsten bin ich ziemlich schweigsam, was das angeht. 

Daher habe ich folgende Fragen:

Wie kann ich das Erlebte einordnen? Zählt das zu Missbrauch, obwohl ich mich nicht gewehrt habe? (ich will keine Anzeige oder so erstatten, ich möchte mich nur gegebenfalls besser "therapieren" können)

Soll ich meinen Freund davon erzählen? Wenn ja, wieviel? Ich möchte ihn auch nicht abschrecken oder so, weil sonst ja eigentlich alles so gut läuft und ich das nicht kaputt machen möchte.
 

Ich möchte mich hier schon für euren Rat bedanken!

Liebe Grüße
gerda06

Naja, ihr wart noch kleine Kinder und noch ziemlich unbeholfen, ne? Du hast dir wahrscheinlich Blümchensex mit viel Petting vorgestellt und er hat das eine oder andere Pornofilmchen zu viel gekuckt.

Missbrauch war das nicht. Hast dich ihm ja selber angeboten. 

Danach hast du dich auch als leichtes Mädchen wahllos den erstbesten hingegeben, ich sehe hier keinen Unterscheid?

Ich würde ihm nix erzählen und mit deinem Freund das auf dich zukommen lassen. 

Gefällt mir
13. Mai um 17:32
Beste Antwort
In Antwort auf joie_18825562

Naja, ihr wart noch kleine Kinder und noch ziemlich unbeholfen, ne? Du hast dir wahrscheinlich Blümchensex mit viel Petting vorgestellt und er hat das eine oder andere Pornofilmchen zu viel gekuckt.

Missbrauch war das nicht. Hast dich ihm ja selber angeboten. 

Danach hast du dich auch als leichtes Mädchen wahllos den erstbesten hingegeben, ich sehe hier keinen Unterscheid?

Ich würde ihm nix erzählen und mit deinem Freund das auf dich zukommen lassen. 

Sag mal wie schräg bist du den drauf? Das ist der absolute falsche weg!!
Du scheinst sowas ja nicht zu kennen. Weder aus eigener Erfahrung noch hast du jemanden aus deinem umfeld der sowas erlebt hat. Höre nicht darauf ok? Ich gebe den anderen recht. Er ist dein Freund und sollte es wissen. Meinen Freund habe ich auch erzählt das ich oft gegen meinen willen analsex hatte. Bis auf eine Ausnahme wurde ich immer überredet. Die eine Ausnahme war definitiv gegen meinen Willen. Ich habe gebettelt das er aufhört und normalerweise war mein ex auch sehr rücksichtsvoll und hätte auch sofort aufgehört wenn er nicht so betrunken gewesen wäre... Klassischer fall von "unbeabsichter missbrauch" Na immerhin wusste er das es falsch war. Das dies jedoch mehr als nur falsch war, habe ich ihm ein halbes Jahr später erzählt. Das dass eine verg- ich kann dieses wort noch immer nicht schreiben oder aussprechen. Sorry ist noch sehr frisch. Gerade mal ein jahr her. Ich habe es meinen jetzigen freund erzählt und er war so verständnisvoll. Ich denke er hatte schon ne ahnung weil ich analsex extrem verneine. Dein freund wird dich verstehen und gemeinsam könnt ihr an das thema sex angehen🙂

LG
Pati

1 LikesGefällt mir
13. Mai um 17:46
Beste Antwort

Ich möchte noch was hinzufügen:
Mein Ex kämpft wahrscheinlich immernoch ebenso wie ich mit dem was damals passiert ist. Er macht sich unglaublich große Vorwürfe und hat sich tausend mal entschuldigt und tuts immernoch wenn das Thema wieder aufkommt. Jedoch sagt er selber das dies unverzeilich ist und er kein recht habe das ich ihm verzeihe. Nur um das nochmal klar zu stellen😉

Sowas gibt es auch aber unterm strich habe ich das gleiche erlebt wie du und es ist und bleibt eine verg- sorry geht immernoch nicht 🙈

Ob dus nun zur Anzeige bringen möchtest oder nicht, ist deine sache. Sowas verjährt erst nach 20 Jahren. Da der sich so arschig verhalten hat und keine reue gezeigt hat, würde ich ihm nachträglich eine Anzeige reinwürgen🤔

Ob das was bringt, ist eine andere Sache. 

LG
Pati

1 LikesGefällt mir
13. Mai um 18:03
Beste Antwort
In Antwort auf gerda06

Hallo

Ich (27) habe ein Problem, das ich nicht ganz einordnen kann und bitte um euren Rat.

Damals, das war etwa ein dreiviertel Jahr nach dem Tod meines älteren Bruders, habe ich (16 Jahre) mich schrecklich in einen Jungen (17 Jahre) aus meinem Sportverein verliebt. Er war erst seit kurzem in unserer Gegend, da er an einer Art Rehabilitationsprogramm für schwererziehbare Jugendliche teilnahm. Ja, ich weiß, es klingt jetzt schon nicht sonderlich klug, aber damals war ich sehr einsam, da meine Mutter noch stark um ihren Sohn trauerte (mein Vater verließ uns als ich sechs Jahre alt war) und ich sehnte mich nach Nähe und Halt. Und gerade eben dieser vermittelte mir das Gefühl, dass er sehr stark sowohl körperlich als auch emotional, und wenn ich ihn an meiner Seite hätte, würde ich mich sicher fühlen, weil ihm keiner was anzuhaben schien. Außerdem war er gegen das System, was mir damals sehr gefiel, denn die Schule nervte mich, da sie mich wieder "normal" haben wollte und ich nicht besonders viel Sinn in allem sah. Ich fand das Leben damals einfach nur scheiße.

So kam es, dass ich gerne mit besagtem Jungen und seinem Mitbewohner Zeit verbrachte. Wir tranken gemeinsam, sahen fern usw. Er wusste, was ich für ihn empfand, machte aber zunächst keine Anzeichen ähnlich für mich zu fühlen, außer ein paar Mal Schmusen.
Ich, dumm wie ich damals war, dachte, wenn ich mit ihm schlafe, würde er mich mögen.

Eines nachts (nachdem wir ein bisschen getrunken hatten und sein Mitbewohner bereits schlafen gegangen war) lagen wir nebeneinander im Bett und wir fingen an uns zu küssen. Er wollte, dass ich ihm einen Blowjob gebe, was ich auch tun wollte und fing langsam an. Dann ging alles eigentlich extrem schnell und ich kann mich auch nicht mehr so gut daran erinnern (Verdrängung). Ich weiß noch, dass er meinen Kopf nahm und mir ohne irgendeine Rücksicht, seinen Penis in den Mund rammte. Danach hat er mich hergenommen wie ein Stück Fleisch. Was tat ich? Nichts... ich habe es einfach über mich ergehen lassen, dass er mich wie es ihm passte aufs Bett warf und mich f*ckte bis er fertig war. Ich war zu feige, um Nein oder Stopp zu sagen, obwohl es mir nicht gefiel. Außerdem war er mir körperlich viel zu sehr überlegen. Wahrscheinlich dachte ich auch, dass es so erträglicher sei, und ich wollte nicht, dass er noch gewalttätig wird. Vielleicht dachte ich auch, dass dies so eine Art Sex-Style war, da ich zuvor nur wenige sexuelle Erfahrungen gemacht hatte, und Frauen sowas zu mögen hätten. Keine Ahnung... es ist ja schon sehr lange und jetzt habe ich einen ganz anderen Blick darauf.
Am nächsten Morgen stellte er klar, dass dies eine einmalige Geschichte war und zerstörte meine letzten Hoffnungen, einen starken Mann an meiner Seite zu haben, da ich vermutlich hoffte, ihm auf diese Weise in seine Gunst zu kommen.

Nach diesem Erlebnis hatte ich lange gar keinen Sex. Ich fing erst nach drei Jahren wieder an und dann meist betrunken. Selten schlief ich mit jemanden öfters als einmal und hatte nicht viele Sexualpartner. Nach einem besonders schrägen Beischlaf mit einem verheirateten Mann, an den ich mich nicht mehr erinnern kann, beschloss ich keinen Alkohol mehr zu trinken und keinen Sex mehr zu haben, weil mir beides nicht guttat. Des Weiteren fingen zwischendurch und danach kleinere Probleme an, wie dass ich mir schwer tat Menschen zu umarmen, oder dass ich große Probleme hatte Freundschaften zu halten (zu schließen fiel mir leicht) und ich vertraute kaum jemanden.

Fünf Jahre lang lebte ich abstinent. Dann lernte ich einen jungen Mann kennen, der mit mir schlafen wollte, aber keine Beziehung führen (Friends with Benefits). Mir passte das sehr gut ins Konzept, da sich mein Körper nach Sex sehnte und ich mehr oder weniger Sex "lernen" wollte, um eines Tages doch eine gute Beziehung mit meinem "Traummann" zu führen. Außerdem war ich noch weit davon weg Sex und Gefühle miteinander zu verbinden zu können und verdinglichte mich selbst als Frau.
Anfangs hatten wir noch viele Schwierigkeiten im Bett, da ich sehr scheu war (ich konnte mir kaum sein Glied ansehen) und mir wurde gesagt, dass ich bei den ersten Malen zitterte und dadurch verlor er die Lust. Jedoch nach der Zeit gewann ich mehr und mehr Vertrauen zu ihm und ich lernte Spaß am Sex zu haben und schließlich beendete ich die "Affaire", um endlich eine "richtige" Beziehung zu führen.

Ich lehnte jeden Mann sofort ab, der mich nicht als Mensch ernst nahm und mehr oder weniger meinen Körper wollte, außer ein paar "Ausrutscher", die ich 

Schließlich lernte ich meinen aktuellen Freund kennen, der mich respektvoll behandelt und mich liebt. Wir reden auch viel über seine vergangenen Beziehungen und er möchte gern mehr über meine wissen, was ich ihm auch irgendwie gerne erzählen möchte, aber ich habe ein bisschen Angst davor. Aber er hat auch gemerkt, dass ich sexuell nicht so ganz richtig ticke und mir mehrmals erklären müssen, dass es Teamwork ist und dass ich ruhig offener meine Wünsche kundtun könnte, weil ich darin immer noch ein bisschen zurückhaltend bin. Obwohl das wird auch schon immer besser. Und ansonsten geht es mir auch sehr gut mit ihm und allgemein im Leben
Er weiß eigentlich nur, dass mir einmal das Herz gebrochen wurde und dass ich viele One-Night-Stands im betrunkenen Zustand hatte. Ansonsten bin ich ziemlich schweigsam, was das angeht. 

Daher habe ich folgende Fragen:

Wie kann ich das Erlebte einordnen? Zählt das zu Missbrauch, obwohl ich mich nicht gewehrt habe? (ich will keine Anzeige oder so erstatten, ich möchte mich nur gegebenfalls besser "therapieren" können)

Soll ich meinen Freund davon erzählen? Wenn ja, wieviel? Ich möchte ihn auch nicht abschrecken oder so, weil sonst ja eigentlich alles so gut läuft und ich das nicht kaputt machen möchte.
 

Ich möchte mich hier schon für euren Rat bedanken!

Liebe Grüße
gerda06

Hallo Gerda!

Deine Geschichte war echt interessant zu lesen und schwer zu verdauen zugleich. Da sieht man mal, welche Auswirkungen ein einziges Erlebnis auf so viele weitere Jahre haben kann! (schlimm)
So wie ich das gelesen habe, definiere ich das klar als Sexuelle Gewalt, die du da erlebt hast! Viele Frauen sind in so einer Situation unfähig sich zu wehren (oder machen es aus Angst nicht, so wie du auch geschrieben hast). Diese Unfähigkeit sich zu wehren kommt von der massiven Verletzung der eigenen Grenzen und der Überforderung wie man damit umgehen soll. Bitte mach dir da keine Vorwürfe dass du dich nicht gewehrt hast!

An deiner Stelle würde ich mir auch überlegen, ob nicht auch eine professionelle Beratung/Aufarbeitung des Ganzen gut tun würde. Ich kann mir gut vorstellen dass es dir helfen würde, deine Geschichte ab diesem Erlebnis aufzuarbeiten. Denn für mich (bin auch keine Psychologin) klingt es schon sehr danach, als hätte dieses Erlebnis eine großen Schaden in deinem Bezug zu deinen Gefühlen, deinem Körper, Sex, der eigenen Lust und intimen (freundschaftlicher & partnerschaftlicher) Beziehung angerichtet.

Zu deinem Freund: Ich schließe mich den anderen an und würde dir raten, ihm davon zu erzählen. Das macht dich natürlich auch ein Stück verletzlichlicher aber so wie du ihn beschreibst wirkt er verantwortungs- und vertrauensvoll und reif genug damit gut umzugehen. Bescheid zu wissen wird ihm auch sicher helfen dich und Eigenheiten oder Unsicherheiten von dir besser zu verstehen. 
Ich finde nicht dass du ihm ALLES (gleich) erzählen musst. Erzähl mal das, womit du dich wohl fühlst es zu erzählen. Du kannst dir ja mal überlegen, was du ihm gleich erzählen kannst und wofür du noch Zeit brauchst. Und überlege dir wie du mit Fragen von ihm umgehen möchtest. Ich findes es absolut ok zu sagen, dass du ihm Dinge aus deiner Vergangenheit erzählen willst, aber noch nicht alles gleich sagen kannst/willst, weil du Sorge hast, wie es auf eure Beziehung wirkt. Falls du eine Therapie/Beratung beginnst kannst du ja auch vorschlagen, ihn mal mit zu nehmen. 

Liebe Grüße

3 LikesGefällt mir
21. Mai um 23:24
Beste Antwort

Liebe Gerda,

ich bin gleicher Meinung mit Mi.mi. Mir tut es so leid, deine Geschichte zu hören. Momentan sind die Praxis wieder auf und ich hoffe dass du einen Platz für Therapiebbekommst. Wenn nich, such weiter nach Beratunh, Austausch.. Ich wünsche dir alles Gute!

Liebe Grüße

1 LikesGefällt mir
4. Juni um 14:37

Hallo

ich möchte mich bei euch allen ganz herzliche für eurer Verständnis, eure Zeit und eure hilfreichen Antworten bedanken <3 Ihr habt mich ermutigt und auch abgesichert in dem was passiert ist zu definieren und meinem Freund davon zu erzählen. Danke!

@lazer_20356738
Es tut mir leid was dir passiert ist, danke für's teilen deiner Geschichte. Ja es ist nicht leicht diese Dinge auszusprechen/ zu schreiben, aber man sieht dann ganz gut, dass man nicht alleine ist und das ist für mich tröstlich - ich hoffe für dich auch ein wenig, obwohl wir vermutlich noch eine Weile damit kämpfen werden... 

@mi.mi.96
Ich denke du hast eigentlich alles gut definiert und vielen Dank für die Gesprächtipps. Vermutlich wären es eh am klügsten eine Therapie zu beginnen, aber zuerst muss ich noch lernen es auch mündlich erzählen zu können, bis jetzt habe ich es eben nur hier aufgeschrieben

Liebe Grüße

Gefällt mir