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Ich will meine mutter wieder zurück

28. Februar 2006 um 19:09 Letzte Antwort: 5. März 2006 um 6:11

es war ein dienstag. ich kam von der schule habe wie jeden tag geklingelt...meine mutter hatte mir immer die tür aufgemacht...mich in den arm genommen und dann haben wir mittag gegessen.
diesmal machte mir niemand auf.ich klingelte sturm und dachte das sie vielleicht mit dem hund draußen wäre aber ich hörte hundegebell.
ich sah durch die haustür das auf dem herd kein essen war.
keine spur von irgendwas.
ich ging zu unseren nachbarn.sie hatten den zweitschlüssel für unser haus.
ich schloss auf und rief nach ihr.
guckte in jedem zimmer nach.
wo meine mutter ist.
bis ich dann ins badezimmer gehen wollte.
es war zugeschlossen.ich schrieh nachmeiner mutter.mach doch auf!
dann meinte meine nachbarin ich sollte zu ihr kommen....und das meine mutter nur auf der toilette eingeschlafen wäre...
ich wartete...bis dann mein vater kam....er sagte : du musst jetzt ganz stark sein...mama ist jetzt im himmel...dann habe ich nur noch geschrien.NEIN das kann doch nicht sein!WARUM???
warum ist diese welt so ungerecht und grausam..meine mutter war mein ein und alles.
ich hatte noch nie eine gute beziehung zu meinem vater oder zumeinem bruder.
sie war alles was mir wichtig war.
und dann wurde sie krank..und hat sie schmerzen nichtmehr ausgehalten...
wie konnte sie mir das nur antun?WARUM gerade sie?
warum muss ich mit meinen 16 jahren ein halwaise sein...so allein seinso oft weinen muss obwohl das ganze jetzt schon über 3 jahre her ist.
ich will einfach nur wieder in ihrer nähe sein...ich vermisse sie so sehr...

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28. Februar 2006 um 20:00

Hallo Hanna!
Zuerst einmal mein allerherzlichstes Beileid ich weiss gar nicht so recht wie ich dir Mut machen soll. Dafür bin ich wahrscheinlich nicht die richtige, denn ich wäre da wie du. Ich bin zwar schon 21 Jahre alt aber meine Mutter geht mir über alles. Und ich habe panische Angst davor wenn sie mal nicht mehr ist. Sie ist der Mensch der mir immer wieder Kraft gibt, der mir immer und in allen Situtionen geholfen hat. und wenn sie nicht mehr wäre..was dann???? ich bin alt genug um mein eigenes Leben zu führen, aber es gibt Zeiten da konnte nur sie mir noch helfen..
ich trauer mit dir aber viel helfen kann ich dir leider nicht.
war deine Mutter denn krank? war der Tod absehbar?

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1. März 2006 um 7:37
In Antwort auf an0N_1229588399z

Hallo Hanna!
Zuerst einmal mein allerherzlichstes Beileid ich weiss gar nicht so recht wie ich dir Mut machen soll. Dafür bin ich wahrscheinlich nicht die richtige, denn ich wäre da wie du. Ich bin zwar schon 21 Jahre alt aber meine Mutter geht mir über alles. Und ich habe panische Angst davor wenn sie mal nicht mehr ist. Sie ist der Mensch der mir immer wieder Kraft gibt, der mir immer und in allen Situtionen geholfen hat. und wenn sie nicht mehr wäre..was dann???? ich bin alt genug um mein eigenes Leben zu führen, aber es gibt Zeiten da konnte nur sie mir noch helfen..
ich trauer mit dir aber viel helfen kann ich dir leider nicht.
war deine Mutter denn krank? war der Tod absehbar?

..
danke...
meine mutter war sehr krank.aber durch die krankheit allein kann man nicht sterben.sie hatte nur unerträgliche schmerzen und sie wollte nur noch das die schmerzen aufhören...
und dann war das der einzige ausweg für sie.
ich hätte aber nie mals gedacht das meine mutter sterben würde...nicht mit 43 jahren.
der tod kam total unerwartet für mich...das ist ja auch so schlimm...
ich kann nur jedem sagen : man weiß niemals was kommt deshalb sollte man ganz bewusst die zeit mit seiner familie (mutter...) verbringen und genießen denn man kann sich nicht vorstellen wie es ist einfach keine mutter mehr zu haben.
du kommst dadurch auch in dumme situationen...zum beispiel wenn mich ein neuer lehrer in der schule nach meiner mutter fragt..oder leute die mich nicht kennen...

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1. März 2006 um 8:22
In Antwort auf runa_12178445

..
danke...
meine mutter war sehr krank.aber durch die krankheit allein kann man nicht sterben.sie hatte nur unerträgliche schmerzen und sie wollte nur noch das die schmerzen aufhören...
und dann war das der einzige ausweg für sie.
ich hätte aber nie mals gedacht das meine mutter sterben würde...nicht mit 43 jahren.
der tod kam total unerwartet für mich...das ist ja auch so schlimm...
ich kann nur jedem sagen : man weiß niemals was kommt deshalb sollte man ganz bewusst die zeit mit seiner familie (mutter...) verbringen und genießen denn man kann sich nicht vorstellen wie es ist einfach keine mutter mehr zu haben.
du kommst dadurch auch in dumme situationen...zum beispiel wenn mich ein neuer lehrer in der schule nach meiner mutter fragt..oder leute die mich nicht kennen...

Hallo Hanna,
ich weiss genau wie es dir jetzt geht. Ich habe meine Mutter auch mit 16 Jahren verloren, sie war erst 37 Jahre alt. Sie war auch schwer krank, sie ist aber dann an ihrer Krankheit gestorben. Ich vermisse sie auch sooo sehr, dieser Schmerz, er ist einfach nicht zu beschreiben. Ich bin jetzt schon 25, es ist jetzt im Dezember diesen Jahres 9 Jahre her, aber es tut immernoch so weh wie damals.

Was mir immer sehr gut hilft ist Briefe an meine Mutter zu schreiben. Die bringe ich ihr dann in einem Umschlag ans Grab und lasse sie dort liegen.

Wenn du jemanden zum reden brauchst, schick mir ne PN.

Liebe Grüße Kristina

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1. März 2006 um 11:54

Oh man
deine geschichte hat mich zum weinen gebracht, du hast mein aufrichtiges mitgefühl!

ich will keinen tod als besser oder schlechter hinstellen, aber ich glaube es ist die schlimmste konfrontation mit ihm, wenn die eigene mutter stirbt und man noch jung ist, sie also noch braucht!

ich bin 26 und habe eine heidenangst vor dem erlebnis! so sehr, dass ich hoffe, vor ihr dran zu sein!

ich kann verstehen, dass man hinterher gehen möchte. aber denk gar nicht erst drüber nach, was unüberlegtes zu tun!

hast du das gefühl, sie gibt dir zeichen?

mit dem brief das ist ne gute idee! als mein opa im dez. verstarb, habe ich ihm zur bewältigung einen brief mit ins grab geworfen! da habe ich alles rein geschrieben, dass noch soviel ungesagt ist und ich noch soviel von ihm wissen wollte! vielleicht hat er ihn gelesen?!

alles gute für dich!

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5. März 2006 um 6:11

In deinen Gedanken....
Hallo Hanna,
es hat mich ebenfalls sehr traurig gemacht als ich deine Geschichte gelesen habe.
Deine Mutter hat dich nicht bewusst "alleine" gelassen. Sie konnte Ihre Schmerzen nicht mehr ertragen und wollte unter anderem auch, das du sie so in Erinnerung behälst wie sie war. - Nämlich als liebevolle Person, die dir Mittags die Tür öffnet und dir Geborgenheit schenkt. Sie wollte nicht, das du sie leiden siehst. Wenn sie dir von ihrer Krankheit erzählt hätte, hättest du bestimmt gesagt, "wir" schaffen das - du wirst wieder gesund. Doch deine Mum wusste das sie es nicht schafft. Sie wusste auch, das sie dich nicht "ganz allein" lässt. Denn dein Vater und den Bruder erfahren den gleichen Schmerz, auch für sie bricht ein Teil ihres Lebens weg. Doch wenn ihr drei über eure Mum redet...worüber sie immer gelacht hat, was ihre Liebslingsblume war oder welche Angewohnheiten sie hatte...lebt sie in euch, in euren Herzen weiter. Wenn du einen schönen Moment erlebst versuch es mit den Augen deiner Mum zu sehen. Wenn du zum Beispiel ein schönes Feuerwerk siehst denke einfach - "schau nur wie schön das Feuerwerk ist, Mama". Dieser Gedanke gehört nur euch zwei und in diesem Moment ist deine Mutter bei dir. Du darfst in schönen Momenten nicht denken: Warum? oder Welshalb?...Das würde deine Mutter nicht wollen. Teile die schönen Gedanken mit ihr.
Ich persönlich teile diese Gedanken zwar nicht mit meiner Mutter aber manchmal mit meiner Tante und ..-auch wenn sich das jetzt verrückt anhört - ich habe das Gefühl, als ob sie in diesem Moment bei mir ist.
Ich kann dir deinen Schmerz nicht nehmen, aber vielleicht konnte ich dir den einen oder anderen Denkanstoss geben?
Alles Liebe und Gute..Jeannette

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