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Ich wil nicht mehr leiden müssen !!!

14. Oktober 2012 um 21:47

Ich will einfach nichts mehr fühlen...

Ich fang dann einfach mal an. Ich bin 15 Jahre alt und relativ Reif für mein Alter, laut anderen Menschen. Ich trage eine Maske, auf der meine Freude, meine Intelligenz, meine Geduld, mein Lebenswille abgebildet ist. Ich trage sie immer wenn andere Menschen in der nähe sind und lege sie nur ab, wenn ich alleine bin. Wenn ich in der Nacht im Bett liege, kommt mir das Gefühl zu weinen, aber ich kann nicht mehr, ich habe seit 3-4 Jahren keine Tränen mehr vergossen. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, mich umzubringen. In letzter Zeit hab ich diesen Drang danach immer öfters. Ich fühle mich alleine, vergessen, überflüssig. Ich bin oft auf mich selbst sauer, wenn ich mich nicht anstrenge, sei es jetzt die Schule, meine Hobbys, oder der Wunsch abzunehmen. Dann widere ich mich selbst an, dass ich faul bin und nichts aus meinem Leben mache. Ich habe eine starke innere Unruhe, die mich nicht in frieden lässt, egal was ich tue. Ich kann mich nie entspannen. Ich ritze mich seit 2 Wochen. Ich dachte mir selber immer:" wozu ist das gut, es ist doch einfach sinnlos sich zu ritzen, dass machen nur gestörte." Aber jetzt verstehe ich es, diese Schmerzen, wenn das Blut rinnt, lenken ab vom seelischen Schmerz.

Der einzige Gedanke der mich davon abgehalten hat, Selbstmord zu begehen ist, dass meine Familie, meine Freunde oder Bekannte es früher oder später merken werden, wenn ich Tod am Strick hänge. Besonders das Mädchen, in das ich verliebt bin, hält mich davon ab, da wir beide beste Freunde sind und uns alles mögliche erzählen, sogar über intimste Dinge sprechen. Sie liebt mich, aber nur auf Freundschaftlicher Basis. Sie selber hat Probleme mit ihrem festen Freund und selber genug private/familiäre Probleme und damit würde ich ein neues schaffen, wenn ich mich umbringe. Ich kann sie einfach nicht mehr leiden sehen, aber auch der Gedanke, dass sie mich nie so lieben wird, wie ich sie, tut mir sehr weh. Ich kenne sie seit mehr als 5 Jahren und liebe sie seit 2-3 Jahren, es kann also nicht nur eine Phase sein. Ich glaube für einen Menschen der schon immer geliebt worden ist, währe es viel schlimmer alleine und verlassen zu sein, als ein Mensch wie mich, der es schon immer war. Meine Kindheit war beschissen, ich habe meine Mutter vor ein paar Jahren verloren, deswegen weiß ich auch wie es sich für andere Menschen anfühlen würde, wenn ich Tod währe. Mein Vater kümmert sich nur um seine Freundin, meine Schwester hat ihr eigenes Leben. Nur noch stress und streit, mit der Familienseite, meiner Mutter. Ich will sterben, aber ich werde sozusagen gezwungen hier zu bleiben, für andere Menschen. Es ist eine Qual für mich in diesem Körper, auf dieser Welt gefangen zu sein. Ich wünschte ich währe einfach schon als kleines Kind verreckt.

Ich schäme mich, dass ich so was sage. Viele Menschen auf der Welt würden gerne mit mir tauschen, wie manche es nennen, mein "wertvolles Leben" nutzen. Ich finde weder mein Leben, noch mich wertvoll. Ich gehe in der Schule oft zu meiner Schulsozialarbeiterin und rede über, sehr wenige hier beschriebene, Probleme. Sie meint nach all dem was mir an Scheiße in meinem Leben passiert ist, hätte ich es verdient glücklich zu sein. Ich selber will endlich wieder Glücklich sein, aber mein Gefühl sagt mir ich hätte es überhaupt nicht verdient. Dass es mir recht geschieht diese Qualen zu erleiden.

Wie soll ich dieses Leben überstehen ??? Bitte schreibt mir, egal wie nett es gemeint ist, keine links der Telefonseelsorge rein. Ich bin ein Mensch, der sich nicht persönlich mit jemanden unterhalten kann, zumindest was diese Probleme angeht.

Ich glaube an kein "Happy End" für dieses Leben, ich glaube nicht an Gott. Ich glaube nicht, dass meine Zukunft besser sein wird. Ich sehe mich selber in Gedanken, als seelisch verbluteter Mann, alleine in einer Hartz 4 Wohnung, keine Freunde, keine Familie, keinen Sinn weiter zu existieren.

Ich habe selbst immer das Gefühl, dass ich egoistisch sei. Ich habe kein Selbstwertgefühl, aber ich kenne es nicht anders. Ich hab wahrscheinlich auch noch Minderwertigkeitskomplexe, denkt aber nicht ich schlage oder schikaniere andere in der Schule. Ich kann einfach nicht mehr. Dieser Text den ich hier schreibe lindert die Schmerzen, aber bald werden sie wieder stärker sein. Diese Sinnlosigkeit im Leben frisst mich auf. Es tut mir Leid, dass der Text so lang wurde.

Ich hoffe ich werde bald frei sein...

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15. Oktober 2012 um 3:20

Glücklich ...
... ist hier niemand. Alle sind nur mit dem glücklich werden beschäftigt und hoffen auf die Zukunft. Haben also noch Ziele die ihnen versprechen dass dann das Glück kommen wird. (6er im Lotto, Traummann finden etc.)

Glücklich sein ist ein Ausnahmezustand. Wenn du jetzt meinst die Anderen wären aber glücklicher als du dann sage ich dir: Alles Lügner und Schauspieler. Zuallererst lügen sie sich selbst an und dann andere.

Als Sinn im Leben kann Mensch sich viele Dinge ausdenken. Ich sehe das so: Das Leben ist leer von Sinn. Wie ein weisses Blatt Papier. Wenn du also dort etwas sehen willst dann musst du es dir schon selbst erschaffen. Den Sinn für dich. Aber außer den Tod hat das Leben kein Ziel.

Alles Schall und Rauch, alles nur Name und Form. Nichts Beständiges zu finden auf das man etwas aufbauen könnte.

Andere Texte sagen: Gott war langweilig und so hat er sich selbst in Zwei geteilt und sich selbst vergessen. So entstand die Erde mit den Menschen. Das Leben ist also ein Spiel Gottes mit sich selbst. Wobei Mensch und Erde auch nichts anderes als Gott sind nur der sichtbare Teil desselben. und die Fehlerhaftigkeit dieser Welt ist nötig, da es sonst keine Bewegung also auch kein Leben geben könnte. So in der Art wie: Ich erschaffe die Dunkelheit denn gäbe es nur Licht dann gäbe es nichts. Dualität = erfahrbare unbefriedigende Wirklichkeit.

Für mich ist das hier alles einfach Nichts. Hat keine Bedeutung an sich, den Dingen wie Welt und Ich werden nur Eigenschaften zugewiesen die sie gar nicht besitzen. Form ist Leere und Leere ist Form. Diamantsutra nehme ich an.

Wenn also alles nichts ist weshalb die Aufregung ? Weil das Ego sich selbst so wichtig nimmt und auch glaubt dass dieses "Ich" real wäre genauso wie die von ihm erdachte und erfühlte Welt.

Vielleicht könnte das ein Ziel sein: Das Ich und die Welt zu durchschauen und beides loszulassen, sterben zu lassen. "Von Körper und Geist abfallen" nennt sich das.

Womit wir dort sind wo wie nicht hinwollen: Mediation oder Inneneinsicht. Und warum wollen wir das nicht ? Angst dann nicht mehr mitmachen zu können beim grossen Rattenrennen ? Bei der grossen Suche nach ewigen Glück und Vergnügen ? Dann ist Mensch noch mehr Aussenseiter als vorher und dabei will doch jeder so sein wie alle anderen und mitspielen ? Oder einfach weil man an Inneneinsicht nicht glaubt bzw. weil es immer etwas Interessanteres zu tun/denken/analysieren gibt als dieses merkwürdige Nur-hinschauen ?

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