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Ich weiss nichtmehr weiter...

13. März 2011 um 22:15

Hallo ich schreibe diesen Beitrag weil ich mit mir selbst einfach nichtmehr weiter weiss...ich habe panische Angst davor zu Schule zu gehen...
angefangen hat alles in der Grundschule..
meine Vater ist gestorben als ich 3 Jahre alt war und ich habe die ganze Situation mitbekommen und habe sogar teilweise noch bilder im Kopf...dann hat mich meine Lehrerin beim Schwimmen dazu gezwungen zu tauchen obwohl ich noch nicht einmal schwimmen konnte...somit begannen meine Angst- und Panikattacken...ich wollte immer abgeholt werden weil mir oft sehr übel wurde, ich bauchschmerzen hatte und total schwitzige hände bekommen habe...dann hat sich meine Mutter damals an einen Kinderpsychologen gewandt...die Therapie verlief damals auch sehr gut und ich konnte wieder ohne Probleme zur Schule gehen...als ich dann auf eine Hauptschule kam und wir ein 2 wöchiges Praktikum machen musste hatte ich Pfeiffersches drüsenfieber...und dadurch sehr viele fehltage und von der Leiterin im Kindergarten wo ich das Praktikum gemacht habe 0 verständnis...somit hatte ich zu der zeit ziemlichen druck und danach wieder starke probleme zur Schule zu gehen...dann bin ich wieder zum psychologen gegangen und es ging wieder...als ich dann auf der Berufsschule war fings wieder an..meine Lehrer waren schrecklich und es gab soetwas wie einen Sozialen trainingsraum wo man sofort reinmusste wenn man etwas gemacht hatte was der Lehrerin nicht passte...ich hatte wieder Bauchweh und starke übelkeit und die fehltage häuften sich wieder...das Schuljahr hatte ich dann abgebrochen weil es mir so psychisch so schlecht ging...dann musste ich in eine Klinik weil meine Mutter auch einfach nichtmehr weiter wusste und nur schlaflose nächte hatte...die Therapie in der Klinik verlief super und ich fühle mich danach wieder richtig gut....ein Jahr später im Winter hatte ich dann schonwieder einen totalen zusammenbruch...mir ging es psychisch so schlecht das das meine Mutter mit mir ins Krankenhaus gefahren ist aber die meinten nur das wir uns an eine Psychatrie wenden sollen aber das wollte ich nicht und mir gings an dem Abend dann auch langsam wieder besser...am nächsten tag sind wir dann zu einer Psychologin gefahren weil ich so ein stark beklemmtes gefühl hatte und ich 3 tage nicht geschlafen hatte...die hat mir dann eine Spritze gegeben wovon es mir dann auch erstmal wieder richtig gut ging und wo die ganze last von mir abgefallen ist...dann hatten wir ein gespräch in der Klinik wo ich vorher schon einmal war und ich konnte ein paar tage später dort aufgenommen werden...allerdings war dieser aufenthalt nicht so gut wie der erste und mit der therapeutin kam ich überhaupt nicht klar und wollte ihr auch nicht so wirklich was erzählen aber wechseln konnte ich nicht weil alle anderen schon voll belegt waren...dann kam ins gespräch das ein betreutes wohnen vielleicht besser für mich wäre...worauf ich mich anfangs aber überhaupt nicht einlassen wollte...mit der zeit hab ich mich dann aber doch umentschieden und wollte es probieren...alles war prima dort...nette mädchen...betreuer...alles war gut auch wenn ich die ersten paar monate einfach nur nach hause wollte...aber das legte sich mit der zeit...wir sind im sommer zusammen in den urlaub gefahren hatte alle viel spaß zusammen...doch zum herbst/winter hin wurde die Stimmung sehr angespannt und schlecht...meine beste freundin (die ich da kennengelernt habe) und ich haben fast jeden abend darüber geredet das sich die Betreuer total verändert haben...wir durften nichts mehr ohne vorher zu fragen und man bekam nurnoch dumme antworten und hatte schon gar keine lust mehr mit denen darüber zu reden...das schlimmste war aber das wir manchmal gehört haben was sie über uns gesagt haben und sich sogar lustig über unsere probleme gemacht haben...was ich oben vergessen habe zu schreiben ist das ich im august dann nochmal den versuch gestartet habe zur schule zu gehen um meinem realschulabschluss zu machen....die schule ist wirklich toll...die lehrer sind sehr nett und die klassenkameraden auch....aber ich wollte einfach nichtmehr in dem betreuten wohnen bleiben weil ich gemerkt habe das es mir wieder schlechter geht...dann bin ich nach ca. einem jahr wieder zu meiner mutter gezogen...ja und jetzt fängts wieder an das ich nicht zur schule möchte....ich weiss einfach nichtmehr weiter mein inneres gefühl sagt mir einfach das ich das nicht schaffe und das mir das alles zuviel wird...meine mutter ist auch nichtmehr so wie früher sondern irgendwie ist sie kalt mir gegenüber geworden...als ob ich das alles geplant hätte das es schonwieder so anfängt...ich meine ich will ja was aus meinem leben machen aber ich hindere mich selbst dran und ich weiss einfach nichtmehr was ich machen soll....vielleicht weiss jemand einen rat?!?! =(

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13. März 2011 um 23:12

Hallo lisal18,
erst einmal finde ich es super, dass du dir in problematischen Situationen Hilfe suchst. Allerdings hast du in deinem jungen Leben schon recht viele dieser problematischen Situationen erlebt. Und deine Mama war immer mit dabei! Das ist für eine Mutter sehr belastend zu sehen, dass es der Tochter nicht gut geht und dass man scheinbar nicht helfen kann. Ein Weg damit zurecht zu kommen, ist sich aus der Situation zu nehmen, was du als Kälte empfindest.
Du bist jetzt auch alt genug, die Situation ohne sie durchzustehen, da deine Mama eher selbst Unterstützung bräuchte.
So, also zu dir: Hast du in deinen vielen Therapiestunden nicht auch Strategien erlernt, was du in diesen kritischen Situationen machen kannst? Es scheinen ja oft ähnliche Auslöser bzw. Umgebungen für deine Ängste zu sein.
Überlege dir doch mal, wie du es die letzten Male geschafft hast, die Ängste zu überwinden!
Falls du nichts mehr weißt oder du das Gefühl hast, dass diese Strategien nicht langfristig wirken, dann begib dich doch bitte noch einmal zu einem Psychologen, der nicht nur akut Linderung bringt, sondern dir Wege zeigt, langfristig dein Leben zu meistern.

Alles Gute, Phenyce

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14. März 2011 um 2:03
In Antwort auf jagoda_12327952

Hallo lisal18,
erst einmal finde ich es super, dass du dir in problematischen Situationen Hilfe suchst. Allerdings hast du in deinem jungen Leben schon recht viele dieser problematischen Situationen erlebt. Und deine Mama war immer mit dabei! Das ist für eine Mutter sehr belastend zu sehen, dass es der Tochter nicht gut geht und dass man scheinbar nicht helfen kann. Ein Weg damit zurecht zu kommen, ist sich aus der Situation zu nehmen, was du als Kälte empfindest.
Du bist jetzt auch alt genug, die Situation ohne sie durchzustehen, da deine Mama eher selbst Unterstützung bräuchte.
So, also zu dir: Hast du in deinen vielen Therapiestunden nicht auch Strategien erlernt, was du in diesen kritischen Situationen machen kannst? Es scheinen ja oft ähnliche Auslöser bzw. Umgebungen für deine Ängste zu sein.
Überlege dir doch mal, wie du es die letzten Male geschafft hast, die Ängste zu überwinden!
Falls du nichts mehr weißt oder du das Gefühl hast, dass diese Strategien nicht langfristig wirken, dann begib dich doch bitte noch einmal zu einem Psychologen, der nicht nur akut Linderung bringt, sondern dir Wege zeigt, langfristig dein Leben zu meistern.

Alles Gute, Phenyce

Hi Phenyce
also so richtige Strategien eigentlich nicht...nur das ich in solchen Situationen versuchen soll an was schönes zu denken..das versuche ich ja auch immer aber sowas hält bei mir leider nur kurz an...dann überkommen mich meine schlechten gefühle wieder...in den Therapiestunden wurde eigentlich immer nur das Thema mit meinem Vater wieder aufgewirbelt und dauernd hinterfragt...ich hab auch meiner psychologin gesagt das ich nicht glaube das dies das auschlaggebende ist...zwar ein faktor der vll beiträgt aber nicht das was es wirklich ist...ich denke so gut wie gar nicht an meinen Vater...und in unserer Familie wird auch nicht viel drüber geredet aber das finde ich gut weil den Tod kann ich nichtmehr rückgänig machen und mit dem thema habe ich mich lange genug befasst und ich komme auch damit klar....ich hab mit dem meisten threapeuten eh so meine Probleme...das ich einfach nicht offen reden kann und wirklich alles auf den tisch packen kann was mich bedrückt...ich sage auch immer das es mir gut geht obwohls eigentlich nicht so ist aber das rutscht immer einfach raus....ich habe halt noch nicht den "perfekten" psychologen für mich gefunden dem ich wirklich alles anvertrauen kann...die frau bei der ich war wo es mir so schlecht ging gefiel mir wirklich sehr gut und sie konnte auch verständnis und ein wenig mitgefühl zeigen und nicht nur dasitzten und alles mitschreiben und das wars dann...aber sie macht leider keine richtige gesprächstherapie sondern ist nur für das medikamentöse zuständig...

Liebe Grüße, Lisa

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14. März 2011 um 9:14
In Antwort auf lisal18

Hi Phenyce
also so richtige Strategien eigentlich nicht...nur das ich in solchen Situationen versuchen soll an was schönes zu denken..das versuche ich ja auch immer aber sowas hält bei mir leider nur kurz an...dann überkommen mich meine schlechten gefühle wieder...in den Therapiestunden wurde eigentlich immer nur das Thema mit meinem Vater wieder aufgewirbelt und dauernd hinterfragt...ich hab auch meiner psychologin gesagt das ich nicht glaube das dies das auschlaggebende ist...zwar ein faktor der vll beiträgt aber nicht das was es wirklich ist...ich denke so gut wie gar nicht an meinen Vater...und in unserer Familie wird auch nicht viel drüber geredet aber das finde ich gut weil den Tod kann ich nichtmehr rückgänig machen und mit dem thema habe ich mich lange genug befasst und ich komme auch damit klar....ich hab mit dem meisten threapeuten eh so meine Probleme...das ich einfach nicht offen reden kann und wirklich alles auf den tisch packen kann was mich bedrückt...ich sage auch immer das es mir gut geht obwohls eigentlich nicht so ist aber das rutscht immer einfach raus....ich habe halt noch nicht den "perfekten" psychologen für mich gefunden dem ich wirklich alles anvertrauen kann...die frau bei der ich war wo es mir so schlecht ging gefiel mir wirklich sehr gut und sie konnte auch verständnis und ein wenig mitgefühl zeigen und nicht nur dasitzten und alles mitschreiben und das wars dann...aber sie macht leider keine richtige gesprächstherapie sondern ist nur für das medikamentöse zuständig...

Liebe Grüße, Lisa

Hallo Lisa,
schade, dass du noch nicht ganz den richtigen Therapeuten gefunden hast. Und scheinbar wurden dir noch nicht alle möglichen Wege gezeigt, wie du mit den Ängsten zurecht kommen kannst.

Aber du hast ja auch mitbekommen, dass es Menschen gibt, denen du vertraust und ich glaube, dass du auch einen Therapeuten finden wirst, der zu dir passt.
Unabhängig davon, ob es dir vielleicht bald besser geht oder nicht, solltest du dich auf die Suche nach dieser Vertrauensperson machen.
Bis du sie gefunden hast, versuche durchzuhalten und in der Situation zu bleiben. Beiß die Zähne zusammen und bleibe in der Schule! Konzentriere dich auf den Lernstoff, denn du hast doch schließlich ein Ziel, oder?

Ich habe den Eindruck, dass du dich sehr gut selbst einschätzen kannst und das ist ein dicker Pluspunkt für dein weiteres Leben!

Viel Erfolg bei der Suche und halte durch!

Phenyce

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