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Ich weiß nicht wie ich Anfangen soll

9. Januar 2017 um 15:34 Letzte Antwort: 13. Januar 2017 um 21:34

Ich habe nun schon seid einem Jahr das gefühl depressiv zu sein. Ich bin 14 Jahre alt und in einer guten Lebenssituation. Meine Eltern sind extrem gut zu mir und Probleme mit der Schule habe ich auch nicht. Eigentlich müsste ich ziemlich glücklich. Freude und Familie habe ich auch. Jedoch bedeutet mir das seid einiger Zeit garnichts mehr. Ich habe beina schon ein hass unter Menschen zu sein. Am liebsten wäre ich alleine den gesamten Tag eingesperrt. Da komme ich auch dazu zu das ich vor anderen Menschen mich extrem verstellen muss weil ich Angst habe, sie würden mich als ein Außenseiter abstempeln. Und dieses Versteller macht das ich mich selber immer mehr Hasse. Jeden Tag alles in sich rein zu fressen was man denkt bereitet mir Schmerzen. Dann kommt noch dazu das ich mir selbst sehr nachtragent bin. Ich kriege zum beispiel in der Pause einen nicht ernstgemeinten Spruch von einen Lehrer weil ich einen Schneeball geworfen habe. (ausgedachtes BEispiel) Das meint er nicht ernst und geht wieder ohne mir wirklich ärger zu geben. Aber allein so eine Sache bringt mich schon dazu ab 23 Uhr bin 1 Uhr morgens nicht Schlafen zu können weil ich mich selbst schlecht mache und die ganze Zeit, nur darüber denke. Das können auch schon veraltete Sachen sein. Dabei kriegen ich dann immer mechtige Magenschmerzen weil ich einfach ein Angstgefühl bekomme. Ich habe sehr viel Angst weil vor alldem mein Schlafrückmus quasi nicht da ist. Daher das ich fast nie mehr als 5 Stunden Schlafe kriege ich einfach mitten am Tags müdichkeits attacken wo  ich selbst nach 2 Minuten Sitze direkt einschlafe. Das permantente denken über schlechte dinge erschöft mich dazu auch noch. Das Problem bei der Sache ist, das ich zu große Angst habe mit meinen Eltern darüebr zu sprechen. So wie ich meine Eltern könne würden sie das garnicht glauben weil ich mich immer anders zeige und würde sagen was?! und nicht weiter darüber sprechen und mich damit später aufziehen. Ich meine auch 14 Jährige könne eine Deppriosion bekommen oder? Auf jede würde ich mich über antworten freuen was ich sonst tuhn kann. Gibt es irgentwelche VERTRAUENSWÜRDIGEN Nummern wo man anrufen kann, alleine als Schüler und mit den Sprechen kann? DAmit könnte ich meine ELtern bestimmt überzeugen... Danke schonmal ich vorraus und einen guten Tag.

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9. Januar 2017 um 17:02

Heey kiba56

​ich weiß ganz genau wie du dich fühlst. Das Gefühl kenne´ich zu gut. Ich hatte das auch bis letztes Jahr Herbst, also noch gar nicht so lange her. Ich war immer schlecht gelaunt, mir ging es immer schlecht und habe immer zu anderen Menschen gesagt, unteranderem Freunde, Familie etc., dass es mir gut geht obwohl ich es nie so gemeint habe.
​Ich lebte viel in Ängsten, in Trauer und in Selbstmitleid. Ich kann es nachvollziehen. Ich bin ein Mensch der sehr wenig über seine Gefühle spricht und habe auch kaum mit meinen Eltern geredet, bis sie mich zum Pysichater geschleppt haben.
​Es geht mir besser mitterweile, aber die Angst, dass es zurück kommt ist immer noch Groß. Ich nehme Medikamente teils ein, wenn es mir sehr schlecht geht aber ich empfehle dir wirklich mit deinen Eltern darüber zu sprechen, diese Ängste sollten nicht alleine auf deinen Schultern lasten.
​Mit dem Schlaf empfehle ich dir abends einen Beruhigungstee zutrinken, dass mach ich auch immer und kann so besser abschalten oder wenn ich entspannte Musik höre.

​Ich habe damals mit meinem Sportlehrer geredet, da er mein lieblings Lehrer war und auch Vertrauenslehrer, er verstand mich und hat mir in diese Zeit (2 Jahre ca.) sehr geholfen. Das Gefühl zu haben, dass jemand da war tat so gut!

​Ich hoffe so sehr das es dir bald auch besser geht und das es kein Zustand für immer bleibt.

Liebe Grüße ashmita02

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11. Januar 2017 um 21:43

Als ich mir deinen Eintrag durchgelesen habe, musste ich an mich denken. 
Auch wenn du das nicht hören willst, aber bitte suche dir Hilfe. Das soll in keinem Fall böse oder abstempeld wirken. Mir geht es genauso, ich habe es fast 2 Jahre in mit mir rumgetragen und bin jetzt froh, dass ich in Behandlung bin. Auch wenn der Schritt einen wahnsinng schwer fällt, aber es ist doch dein Leben, oder nicht? 
Ich mein du bist 14. Möchtest du nicht mit 14 jede Menge Spaß haben und dich mit Freunden treffen und eine schöne Zeit erleben? 
Ich kann sagen, dass ich 2 Jahre meines Lebens vergeudet habe und ich möchte dir raten, tu das nicht. Man kann sich froh schätzen, dass es solche ausgebildeten Menschen gibt, die anderen Menschen aus einer Sackgasse raushelfen. 
Natürlich soll das ganze nicht aufdringlich wirken. Ich kann mich nur so gut in dich hinein versetzen und mich macht das einfach nur traurig, wenn Menschen leiden, obwohl man dagegen etwas machen kann, auch wenn du das jetzt wahrscheinlich nicht denkst. 
Und man kann etwas machen, dir wird es danach besser gehen. 

Ganz liebe Grüße und viel Kraft

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13. Januar 2017 um 21:34
In Antwort auf mabon_12577244

Als ich mir deinen Eintrag durchgelesen habe, musste ich an mich denken. 
Auch wenn du das nicht hören willst, aber bitte suche dir Hilfe. Das soll in keinem Fall böse oder abstempeld wirken. Mir geht es genauso, ich habe es fast 2 Jahre in mit mir rumgetragen und bin jetzt froh, dass ich in Behandlung bin. Auch wenn der Schritt einen wahnsinng schwer fällt, aber es ist doch dein Leben, oder nicht? 
Ich mein du bist 14. Möchtest du nicht mit 14 jede Menge Spaß haben und dich mit Freunden treffen und eine schöne Zeit erleben? 
Ich kann sagen, dass ich 2 Jahre meines Lebens vergeudet habe und ich möchte dir raten, tu das nicht. Man kann sich froh schätzen, dass es solche ausgebildeten Menschen gibt, die anderen Menschen aus einer Sackgasse raushelfen. 
Natürlich soll das ganze nicht aufdringlich wirken. Ich kann mich nur so gut in dich hinein versetzen und mich macht das einfach nur traurig, wenn Menschen leiden, obwohl man dagegen etwas machen kann, auch wenn du das jetzt wahrscheinlich nicht denkst. 
Und man kann etwas machen, dir wird es danach besser gehen. 

Ganz liebe Grüße und viel Kraft

Eigentlich wollte ich dir damit helfen, weil ich so gut wie das schlimmste überstanden habe und nein, ich bin 16 und werde bald 17. Ich habe mir Ziele gesetzt und mache nächstes Jahr im Frühjahr mein Abitur.
​Ich bin froh dass ich aus dem Teufelskreis fast draußen bin, schließlich hatte ich damit 4 Jahre zu tun. Nur die letzten 2 1/2 Jahre waren so akut. Ich hatte nicht nur Probleme wie Trauer, Ängsten etc. sondern auch mit Magersucht und Bulimie.
​Und viel mehr sorgt es mich um dich, weil du weißt was "gut" ist und was nicht, aber selbst es nicht auf die Reihe bekommst, es bei dir selbst besser zu machen, wenn du Tipps gibst, dann gib sie dir erstmal selbst. Glaub´mir, alleine schafft man das nicht und das hast du selbst gesagt, also rede mit deinen Eltern und mache das beste aus deinem Leben! DU lebst jetzt und nicht irgendwann. Erweitere deine Horizonte und lebe deine Träume, dass ist schließlich alles was uns nur bleibt.

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