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Ich weiß nicht mehr weiter...

20. Februar 2017 um 17:16 Letzte Antwort: 20. Februar 2017 um 18:40

Hallo, ich bin sehr unglücklich und weiß nicht mehr weiter. Vielleicht gibt es hier jemanden in der ähnlichen Situation und kann mir weiterhelfen.

​Vor einigen Jahren (ich bin momentan 17) habe  ich meine beste Freundin verloren, nach 10 Jahren Freundschaft. Bis heute weiß ich nicht was ich ihr getan habe, aber sie hat mich plötzlich von heute auf morgen verstoßen, mir schlimme Sachen geschrieben und viele Lügen über mich erzählt. Das war denke ich der Auslöser meines "Problems". Ich kann mit keinen Menschen lange "befreundet" sein den alle verlassen mich früher oder später. Doch ich hätte so gerne einfach jemanden an den ich mich wenden könnte und mit ihm reden könnte. Deshalb frage ich nun hier.
​Ich sollte glücklich sein: ich habe eltern die mich lieben, meine Familie besitzt Geld und ich kann auf ein Gymnasium gehen. Und ich versuch es mir die ganze zeit einzureden, es geht so vielen menschen soo viel schlechter und trotzdem fühle ich mich wie der traurigste und einsamste Mensch der Welt. Seit dem Vorfall mit meiner ehemaligen bf, habe ich, denke ich, Depressionen. Ich habe alle anzeichen dazu. Ehrlich gesagt denke ich, dass ich noch viel mehr Persöhnlichkeitsstörungen habe: Borderline, Bipolare Störungen, Schizoide Persöhnlichkeitsstörung usw. Ich besitze zumindestens zu diesen alle Anzeichen, aber ein Attest habe ich nicht. Gerne würde ich einen Doktor aufsuchen um mir helfen zu lassen, aber ich schaffe es alleine nicht. Mehrmals habe ich bereits versucht mit meiner Mum zu reden (das verhältniss zu meinem dad ist nicht sehr gut), ihr einmal sogar einen Brief geschrieben da ich dass gefühl hatte dass sie mir nicht zuhört. Aber sie kommt damit denke ich nicht klar, denn nach dem Brief hat sie Fragebögen von einem Psychologen besorgt, die ich ehrlich ausfüllen sollte, doch als ich sie am folgenden Tag ausfüllen wollte waren sie verschwunden. Auch sobald ich meine Mum darauf anspreche hört sie mir nie zu und tut so als wäre nie was gewesen.
​Nach all diesen Jahr bin ich einfach so fertig. Ich habe keine Energie für irgendwas. Ich fühle mich so leer, tot. Ich habe ständig stimmungsschwankungen und bin immer so müde, aber dann kann ich nachts nicht schlafen. Ich habe so oft suizidgedanken, aber ich will meinen Eltern keine Probleme bereiten. Ich bin so einsam, obwohl ich von menschen umgeben bin, zumindestens von meiner familie, ich hätte so gerne eine "wahre Freundin", aber ich kann niemanden vertrauen und auch will niemand mit mir etwas zu tun haben. Ich bin einfach so fertig mit allem. Ich möchte nicht mehr leben, nicht mehr so, aber ich schaffe es einfach nicht alleine aus diesem Loch. Ich verstehe einfach nicht wie Menschen lächeln können, wirklich lächeln. Ich weiß nichtmal wann ich das letzte mal "wirklich" gelächelt habe. Jeder kleiner Rückstoß in meinem Leben wirft mich nur noch tiefer in mein Loch und ich komme einfach nicht mehr daraus. Ich will wirklich endlich leben können, aber ich weiß nicht wie...



​danke falls du bis hier gelesen hast. Ich weiß dass meine Probleme lächerlich sind im Gegensatz zu Problemen andere, aber jeder hat seine Päckchen zu tragen und das ist meins, und ich möchte es loswerden

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20. Februar 2017 um 18:40

Hallo Rooses,

das hört sich alles wirklich danach an,als ob Du Hilfe brauchst!
Die Reaktion Deiner Mutter kann ich absolut nicht nachvollziehen.
Warum solltest Du nicht zu einem Facharzt oder Therapeuten dürfen?
Bitte mache Deiner Mutter klar,wie dringlich das Ganze für Dich ist.
Wobei nicht ausschlaggebend Deine vermuteten psychischen Erkrankungen sind,denn hier
fehlt eindeutig eine vernünftige,gut untermauerte Diagnose- sondern einzig und alleine,
wie DU DICH fühlst.
Frag Deine Mutter, was daran falsch ist,dass du in psych.Behandlung gehst-wovor hat SIE Angst
und was spricht dagegen? 
Wenn sich heute jemand das Bein bricht,geht er automatisch zum Arzt.
Wenn jemand heute etwas auf der Seele hat, schämt er sich,Hilfe zu holen?
Frag Deine Mutter,ob sie abwarten möchte,bis du deine Noch-Suizid-Gedanken in die Tat
umsetzt-und was alles noch passieren muss,bevor SIE reagiert.
Sollte Sie trotz allem immer noch dagegen sein,Dir die Hilfe zukommen zu lassen,die Du
offensichtlich brauchst, dann geh zu Deinem Hausarzt und sag dem Bescheid,dass er Dich
BITTE an einen Facharzt oder Therapeuten überweist.
Wende Dich notfalls auch ans Jugendamt und sag Ihnen,wie es Dir geht-im alleräussersten
Notfall,geh in eine psychiatrische Klinik und lass dich dort als Notfall aufnehmen.

Alles Liebe für Dich!

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