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Ich weiß nicht mehr weiter...

16. August um 17:29

Falls das ganze hier nicht für dieses Forum bestimmt ist, entschuldige ich mich vorab.

Nun wie fange ich am besten an...
vor einigen Jahren habe ich durch die falsche Arzt Wahl eigentlich alles ruiniert. Nach einem Fuß Bruch bin ich in die Chirugie gegangen und habe mich behandeln lassen. Wie sich im Nachhinein zeigte, war der Arzt in meinem Fall, die Inkompetenz in Person. Nach langem hin und her haben meine Mutter und ich die Klage begonnen und trotz des Versprechen unserer Anwältin, dass sie ihr Honorar erst nach Abschluss des Falles haben möchte, eine erste Monats Rechnung von knapp 4000€ erhalten. Da wir finanziell nicht sehr gut gestellt waren, konnten wir uns das nicht leisten und haben die Klage fallen lassen. Sie ist letztes Jahr verjährt und der Hur***ohn kommt ohne Strafe davon. Aufgrund des Fehlers seinerseits habe ich von 2014 bis 2016 4 OPs gehabt und habe nun unheilbare Nervenschmerzen im linken Fuß, durchtrennte Muskeln und Nerven sowie entnommene Knochenstücke. Ich habe die letzten 3 Jahre trotz allem, meine Koch Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, auch wenn ich bis heute eine Anzahl von Tabletten genommen habe, die 50 Menschen zusammen, nicht im Leben nehmen würden. Ich habe damals den Fehler gemacht und aufgrund der Schmerzen und des Gefühls der Hilflosigkeit, angefangen Drogen zu nehmen, vorrangig auf Arbeit um den Druck durch zuhalten. Es ist mir zwar etwas peinlich aber ich nenne es einfach, es war nicht nur Speed, Ecstasy und ketamin sondern zu 90% Crystal Meth. Ich habe nach einem Wochenende, an welchem ich über 80 Tabletten, 1g Koks und fast 1g C, in der Berufsschule das Bewusstsein verloren und musste reanimiert werden. Seit diesem Tag bin ich Clean von allen Illegalen Substanzen und nehme seither nur noch meine Medikamente. Ich habe im Mai eine vermutlich Drogenindizierte Epilepsie diagnostiziert bekommen, nachdem ich auf offener Straße das zweite mal umgekippt bin und gekrampft habe. Mein Neurologe/Psychiater hat meine Neuroleptika Dosis(gegen Nervenschmerzen) deshalb erhöht( Nun 3200mg). Meine antideppresiva Dosis beträgt 75mg Amitriptylin, die Diclofenac beträgt 150mg am Tag und die Ibuprofen Dosis beträgt 1600-2000mg am Tag. Ich bin in den letzten Wochen durch die Finanziellen Probleme, die Versagensängste, das nicht vorhandene Selbstvertrauen und allem anderen, 10 mal mit einem andauerten Heulkrampf zusammengebrochen. Ich könnte nur noch heulen, habe das Gefühl mit meinen besten Freunden nicht reden zu können, mit meiner Freundin ebenso wenig, verfalle immer mehr in die manischen Tiefs und weiß einfach nicht weiter. Ich bin durch die Krankheit seit 4 Monaten nicht arbeitsfähig, bekomme alg1 bemessen am Azubi Gehalt, welches mehrfach falsch berechnet wurde und gehe bald in die Schmerzklinik(Franziskus Krankenhaus), wobei ich keine Hoffnung habe, dass es hilft. Es fällt mir immer schwerer positive Dinge zu sehen und nicht nur noch schlecht drauf zu sein. Hat irgendwer Ratschläge wie ich das ganze noch durchstehen kann? Ich hab nach 5 Jahren voll mit enormen Schmerzen und diesen dauerhaften Schlafstörungen, einfach die Schnauze voll von meinem Leben.


Sorry für diesen Riesen Text und der kleinen Frage. Trotzdem vielen Dank an jeden der/die sich das ganze durchgelesen hat.

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17. August um 7:58

Das ist wirklich ungut gelaufen, was du da schreibst. Ein Unglück ans andere gereiht. Das tut mir leid für dich. Hast du schon mal versucht in Selbsthilfegruppen etwas Auftrieb zu bekommen? Emotions Anonymous Gruppen sind ganz gut. Andere Betroffene können oft besser zuhören und verstehen als Leute, die damit nichts zu tun haben. Soweit ich weiß, gibt es auch Gruppen für Leute mit chronischen Schmerzen und Depressionen. Vielleicht gibt es bei dir in der Stadt auch die Diakonie oder Caritas, die bieten Gespräche und Unterstützung an. Ich lese aus deinem Text gar nichts was dir Freude macht. Das könntest du in solchen Gesprächen für dich herausfinden und in die Wege leiten. Vielleicht ein Hobby oder Tiere.
Ich selbst bin gläubige Christin und kann aus dem Glauben viel Kraft ziehen. Vielleicht findest du auf Jesus.de auch eine Gruppe. Kannst mal schauen ob da Leute sind, die Depressionen und Schmerzen und anderen Mist mit dem Glauben abfangen. Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und dass du stimmungsmäßig wieder ganz anders auf die Beine kommst. Halte auf jeden Fall am Leben fest. Das darfst du dir nicht nehmen lassen. Du bist wertvoll und kannst mit deinen Erfahrungen für andere Betroffene ein Lichtblick sein. Alles Gute dir.

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