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Ich verstehe nicht, wieso ich nicht glücklich/zufrieden bin?

11. Juni um 16:07

Zugegebenermaßen waren die letzten zweieinhalb Jahre nicht die leichtesten meines Lebens, meine Familie ist auseinander gebrochen und das hat mir den Boden unter den Füßen weg gerissen. Zudem wurde mein Opa parallel sehr krank und mein Studium lief auch nicht gut. Meine Freunde sind und waren auch damals schon der einzige Halt in meinem Leben, da auch mein sonst sehr gutes Verhältnis zu meinem Vater unter den Zusammenbruch der Familie bis heute leidet (die Nerven sind auf beiden Seiten strapaziert, ich wohne bei meinem Vater).

Jetzt allerdings geht es wieder bergauf, ich habe Anfang des Jahres meinen Freund gefunden (der mir sehr viel Kraft gibt) und er kommt im Juli endlich wieder (mein Freund musste arbeitsbedingt für 3 Monate ins Ausland) und ich habe endlich auch eine Ausbildungsstelle gefunden und kann mein Studium abbrechen.

Ihr müsst wissen, seitdem ich entschieden habe mein Studium abzubrechen und mein Freund weg musste, wurde ich das Gefühl nicht los, dass ich nicht ich bin und dieses Gefühl habe ich immer noch nicht. Ich habe in den letzten Jahren so viele Veränderungen mit gemacht, mir fehlt nach wie vor der Boden. Nur meine Freunde und mein Freund sorgen dafür, dass ich nicht komplett weg fliege (wenn ihr versteht, was ich meine) ^^"
Ich hätte so gerne einfach dieses Gefühl, dass jetzt alles wieder gut wird und ich endlich mal wieder durchatmen kann und auch genießen. Die Tatsache, dass ich momentan fast jeden Tag Zuhause bin, wird dem sicher auch beisteuern, aber die Tage fühlen sich so bedeutungslos an, ich lebe nur vor mich hin und alles ist schrecklich öde.

Ich hoffe wirklich sehr, dass sich das bessert, sobald ich mein Praktikum antrete (dieses habe ich noch vor der Ausbildung im selben Unternehmen) und mein Freund wieder da ist, obwohl ich ja auch meine Zufriedenheit oder mein Glück nicht von ihm abhängig machen möchte. Ich möchte selber sagen können, dass ich das schaffe, dass ich für mein Glück verantwortlich bin, dass ich mich wieder sicher und stark fühle (das war mal der Fall), nur ich weiß einfach nicht wie. Ich gebe mir so viel Mühe, ich versuche immer positiv zu denken und in Gesellschaft gelingt mir das sehr gut, nur sobald ich alleine bin, stürzen diese ganzen negativen Gefühle auf mich ein. Ich mache jetzt sogar auch Sport, trinke sehr viel Wasser, ich tue wirklich was für meine Gesundheit.

Ich hoffe, ihr versteht mein Problem :'D

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12. Juni um 10:50
Beste Antwort

Wahrscheinlich hast du das alles noch nicht richtig verarbeitet. Ein "Zusammenbruch der Familie" ist eine extreme Belastung und ich hoffe, du kannst die Beziehungen - zumindest von deiner Seite aus - positiv gestalten. 
Dazu kommt ein beruflicher Umbruch. Das nagt ebenfalls an den Nerven. 
Positives Denken ist grundsätzlich vorteilhaft, allerdings solltest du in Betracht ziehen, dass du dabei andere Gefühle und Gedanken verdrängst, die Aufmerksamkeit verdienen. Darauf deutet hin, dass die Tage bedeutungslos erscheinen. Hier könnte auch eine Depression vorliegen, so dass du therapeutische Unterstützung gebrauchen könntest. 

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