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Ich verschwende mein Leben und habe keine Freunde...

30. Dezember 2010 um 0:39


Ich bin 17 und brauche dringend Hilfe, denn ich verschwende mein Leben..


Ich sitze den ganzen Tag vorm Computer und verschwende meine Zeit in Internetforen/mit Videospielen

Ich gehe momentan in die 10. Klasse einer Realschule und total unzufrieden mit meiner jetzigen Situation

Ich denke der Grund für meine jetzige Lage ist mein schlechtes Benehmen und meine schlechten Leistungen vor einigen Jahren, als ich noch ein Gymnasium besuchte

Ich war nie der beste Schüler, in der 5. Klasse wurde ich oft vor die Tür geschickt, meine Noten waren schlecht und ich war mehr oder weniger frech zu den Lehrern
zu dieser Zeit hatte ich am meisten Freunde - ich traf mich oft mit ihnen und wir zogen um die Häuser, haben Mist gebaut (was 10 jährige 4er Schüler nun mal machen)

Meine Mutter hatte schon da den Verdacht, dass ich evtl. ADHS habe
wir gingen oft zu Therapeuten und suchten um Rat

meine Mutter hat sich wirklich gut um meine Probleme gekümmert, ich wurde auf keinen Fall vernachlässigt

nach der 5. Klasse wechselte ich die Schule (ich war der letzte 13er Jahrgang, hab also kein Jahr dadurch länger machen müssen Ich dachte mir ein neuer Anfang auf einer anderen Schule wäre nicht schlecht)

also wechselte ich auf ein anderes Gymnasium, meine Leistungen blieben allerdings gleich..

ich machte die 5. Klasse, 3-4er Schnitt denke ich, hatte das Jahr ja schon einmal gemacht

das größte Problem war immer meine Faulheit.. Ich kriegte oft zu hören, dass ich vielleicht unterfordert sei, bin mir aber nicht sicher ob das so stimmt

auf jeden Fall fand ich auf dem neuen Gymnasium schon weniger Freunde als zuvor..

die Kontakte zu den alten Freunden verloren sich mit der Zeit

In der 6. Klasse wurden meine Leistungen miserabel. Ich machte nie Hausaufgaben und störte im Unterricht.
Meine Noten sanken dermaßen ab, dass ich auf eine Realschule wechseln musste.


Zu dem Zeitpunkt wurde mir das erste Mal klar, in was für eine Scheiße ich mich doch geritten habe.

Beruflich hatte meine Mutter immer weniger Zeit und ich musste auf ein Internat.

Ungefähr hier fing ich zusätzlich noch an World of Warcraft zu spielen
Ich saß an den Wochenenden Stunden vor dem PC, verschwendete all meine Zeit, vernachlässigte meinen Hund..

Meine Mitschüler auf der Realschule waren mir unsympathisch und ich verabredete mich nie mit jemandem

ich zog mich immer mehr in WoW zurück

Seitdem ich auf der Realschule bin, bin ich sehr schüchtern und zurückhaltend geworden.

Von den Lehrern gibt es keinerlei Beschwerden, ich stehe in den Hauptfächern 2 und verglichen mit dem Rest der Schüler benehme ich mich ausgezeichnet.

Mit World of Warcraft hörte ich auf und meine Noten hielt ich im 2-3er Bereich.

Vom zuvor Verdächtigten ADHS kein Zeichen mehr

Vom Internat flog ich nach einem Dreiviertel Jahr, wegen der selben Gründe wie zuvor auf den Gymnasien. Ich brach alle Regeln, respektierte Autoritäten nicht und machte was ich wollte.
Auf der Realschule herrschte allerdings das genaue Gegenteil.

Jetzt:

Ich habe keine Freunde (und auch kein Interesse mich mit meinen Mitschülern zu verabreden.. Ich starte nie Unterhaltungen und weise meine Mitmenschen ständig ab.. wenn mich jemand nach der Schule sehen will (was nicht allzu häufig vorkommt) erfinde ich ausreden warum ich nicht kann), sitze bis in die Nacht (täglich ca. 7 Stunden) beinnahe ununterbrochen am PC und ich mache mir große berufliche Sorgen.

Ich möchte unbedingt mein Abi machen und studieren (aber was?).

Ich habe keine Ahnung was ich beruflich einmal machen will, auch keine größeren Interessen

Während ich zuhause am PC sitze (habe ein Laptop) verspüre ich kein soziales Verlangen - meine Mutter ist ja ständig in der Wohnung, und wir reden ja ab und zu

Sobald meine Mutter aber schlafen geht, oder mal 2 Tage weg ist spüre ich in mir diese Leere, man könnte es fast als temporäre Depression bezeichnen Ich merke dann, dass es in meinem Leben außer meinem Mutter keine Person gibt, mit der ich reden kann und dann mache ich mir Sorgen, dass dieses Gefühl anhält, wenn ich einmal ausziehen muss

Mein größten Probleme sind also meine beruflichen Sorgen und meine soziale Inkompetenz

was kann ich dagegen tun? ich mache mir echt große Sorgen


Mehr lesen

30. Dezember 2010 um 9:03

Es zu ändern liegt in deiner Hand
Das Beste hast du doch schon getan.
Du hast das Problem erkannt.

Ich bein kein Psychologe, aber wie wäre es wenn du dir eine Sportart suchst die dir Spass macht.

Tanzen, Schwimmen, Handball, Fussball,

oder einen Chor wo du singen kannst.

Dann hast du eine Beschäftigung die dich mit anderen zusammenbringt. Vielleicht findest du dort Freunde.

Alles Gute.
Rosannafabeltier

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30. Dezember 2010 um 9:24

Ich finde es bemerkenswert,
wie offen und ehrlich du dich hier äußerst. Du stellst dich nicht als Opfer dar und hast auch nichts an deiner Mutter auszusetzen. Ganz im Gegenteil du lobst sie und unterstellst ihr keine Lieblosigkeit oder Versäumnis.
Das mit dem ADHS würde ich mal an deiner Stelle ganz aus dem Leben streichen.
Wo lebst du denn.
Schreib mir mal am besten unter PN
Lieben Gruß
Melike
.

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30. Dezember 2010 um 15:36

Was tun?
Aber wie komme ich aus dieser Situation jetzt wieder raus?

Ich hoffe, dass ich in der 11. Klasse auf dem Gymnasium (wenn ich denn eins finde), also nächstes Jahr, leichter Freunde finde, und sich das andere Problem, also meine Lustlosigkeit etwas anderes außer am PC sitzen zu tun, damit von selbst regelt.

Was aber wenn ich auch auf meiner neuen Schule keine Freunde finde?
Ich habe Angst, dass ich auch nächstes Jahr meine Tage am PC verschwende.

Gestern habe ich, nachdem ich den Beitrag geschrieben hatte, versucht mal etwas anderes zu tun.
Das endete dann so, dass ich ziellos in der Wohnung herumgeirrt bin, mir mal 10 Minuten ein Heft geschnappt habe, ein bisschen aufräumte und meinen Hund gestreichelt hab...
Das kann doch nicht alles sein... Was soll ich denn den ganzen Tag machen, außer am PC zu sitzen?
Ich hab doch sonst nichts zu tun...

Außerdem habe ich Angst, dass ich mich bis zum Studium nicht für einen Beruf entscheiden kann.
Wo kann ich Hilfe bei der Entscheidung finden?


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30. Dezember 2010 um 16:00
In Antwort auf jaigek2

Was tun?
Aber wie komme ich aus dieser Situation jetzt wieder raus?

Ich hoffe, dass ich in der 11. Klasse auf dem Gymnasium (wenn ich denn eins finde), also nächstes Jahr, leichter Freunde finde, und sich das andere Problem, also meine Lustlosigkeit etwas anderes außer am PC sitzen zu tun, damit von selbst regelt.

Was aber wenn ich auch auf meiner neuen Schule keine Freunde finde?
Ich habe Angst, dass ich auch nächstes Jahr meine Tage am PC verschwende.

Gestern habe ich, nachdem ich den Beitrag geschrieben hatte, versucht mal etwas anderes zu tun.
Das endete dann so, dass ich ziellos in der Wohnung herumgeirrt bin, mir mal 10 Minuten ein Heft geschnappt habe, ein bisschen aufräumte und meinen Hund gestreichelt hab...
Das kann doch nicht alles sein... Was soll ich denn den ganzen Tag machen, außer am PC zu sitzen?
Ich hab doch sonst nichts zu tun...

Außerdem habe ich Angst, dass ich mich bis zum Studium nicht für einen Beruf entscheiden kann.
Wo kann ich Hilfe bei der Entscheidung finden?


Was du beschreibst hat schon etwas Suchttendenzen
vorallem was den PC angeht. Ich habe da neulich drüber gehört von Fachleuten, die sagten, dass mehr als 3 Stunden bei Kinder und Jugendlichen bereits abrutschen in die Sucht bedeuten. Und du siehst es ja bei dir. Also ich würde mir selbst auferlegen ,wie lange du dich dort beschäftigst. Wichtig gehe raus., mindestens mal spazieren . Wie ich höre , hast du ja einen Hund. Diese Tiere sind so lieb und feinfühlig. Mach doch mit ihm mal längere Spaziergänge.Gibt es denn
einen Sport der dich interessiert. Ansonsten kann ich dir wirklich empfehlen zu einer Beratungsstelle zu gehen. In wieweit du eine Depression hast, kann ich von hier aus nicht
beurteilen. Dass du Ängste hast, ist für mich erkennbar.
Schönes Buch
"Sorge dich nicht, lebe."
Vielleicht kannst du auch ehrenamtlich etwas tun. Bei Kindern oder bei Tieren oder bei älteren Menschen. Einfach etwas das Sinn macht.
Du kannst dich auch mal nach eine Logotherapie umsehen, da geht es um Sinnfindung. Es ist eine relativ kurze Therapie, die nicht mit vielen vielen Stunden verbunden ist.
Es gibt ja auch Eignungstests, wo heraus gefunden wird, was einem beruflich liegt und was nicht.
Also mit 17 Jahren ist noch nicht alles zu spät. Gut ist , dass du nachdenkst und spürst , dass gewisse Dinge aus dem Ruder laufen. Auch dass du anerkennst., wo du nicht richtig gehandelt hast.
Bedanke dich einfach auch mal bei deiner Mutter, die das
alles mit dir durchgestanden hat bis heute. Das war für sie bestimmt auch nicht immer einfach.
Lieben Gruß
Melike

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10. Oktober 2015 um 22:09
In Antwort auf rosannafabeltier1960

Es zu ändern liegt in deiner Hand
Das Beste hast du doch schon getan.
Du hast das Problem erkannt.

Ich bein kein Psychologe, aber wie wäre es wenn du dir eine Sportart suchst die dir Spass macht.

Tanzen, Schwimmen, Handball, Fussball,

oder einen Chor wo du singen kannst.

Dann hast du eine Beschäftigung die dich mit anderen zusammenbringt. Vielleicht findest du dort Freunde.

Alles Gute.
Rosannafabeltier

2015
Das hier ist ja gofeminin aber ich bin männlich nur mal vorweco, hab 100% das selbe problem wie du bin auch 17 und wie gesagt habe das selbs Problem sie du also brauche hilfe bin hier falsch aber jadu musst jez 25 sein wie bist du aus der situation rausm fal$ du noch lebst :")

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