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Ich vermisse meinen Bruder

16. August 2010 um 3:09

Hallo Mädels,
mein kleiner Bruder ist Autist. Das ist der Grund weshalb meine Eltern sich entschlossen haben ihn vorrübergehend in ein Heim zu geben, das speziell für Kinder mit Behinderungen gemacht worden ist.
wir hohlen ihn alle zwei Wochen ab, und in den Ferien ist er meistens auch zu Hause. Heute haben wir ihn wieder ins Heim gebracht.
und jetzt vermisse ich ihn so. mich plagen zweifel, ob ich eine gute Schwester bin. Immer wenn er so Phasen hat, in denen er aggressiv ist und mich schlägt, schlag ich immer zurück, auch wenn er viel jünger ist als ich und dann gleich danach tuts mir auch total leid, aber ich bin nervlich so am Ende, wegen seiner Behinderung und Sorgen um seine Zukunft, dass ich mich manchmal nicht unter Kontrolle habe.und natürlich plagen mich schuldgefühle, dass er im Heim lebt. Ich liebe ihn sehr, aber ich zweifle, ob ich überhaupt fähig bin ihn so sehr zu lieben wie er es verdient, weil er ist eigentlich ein so liebevoller und offener junge. Und ich bin emotional irgendwie gelähmt vor lauter Sorgen, dass ich dagegen nichts machen kann.
Jetzt ist er im Heim für die nächsten zwei Wochen. Und es tut mir so weh, dass er nicht zu Hause ist, bei seiner Familie. Aber es geht momentan nicht anders. Wir sind alle am Ende unserer Kräfte. Und ich vermisse ihn.
Er ist wirklich der Beste Junge der Welt.
Ist jemand von euch vielleicht in einer ähnlichen situation?

MFG
Elvira

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18. August 2010 um 14:26

Hallo
Du fühlst dich wahrscheinlich sehr hilflos, aber ich würde auch raten, beschäftige dich eingehend mit dem Thema "Autismus" Da gibt es so viel Bücher drüber! Lese dich hinein, damit du lernst die Krankheit besser zu verstehen und wie man am besten mit den Betroffenen umgeht, wie man in bestimmten Situationen am besten reagiert! Du erlangst Sicherheit und weißt dann mit ihm umzugehen und wirst vielleicht nicht mehr so überfordert und hilflos sein! Du hast doch auch sicher die Möglichkeit ihn zu besuchen, oder? Wenn ja, dann tu dies!
Ansonsten wünsche ich Dir viel Kraft! Es ist nicht einfach, mit so einer Krankheit umzugehen! und ich bewundere dich wirklich! Das die Nerven da mal flach liegen und einem sogar mal die Hand ausrutschen kann, kann man nur nachvollziehen. Es ist nicht schön, aber menschlich!

LG Leni

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