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Ich schotte mich aus Selbstschutz immer mehr ab, Ausweg nicht in Sicht

24. April 2011 um 20:46

Ich habe einen langen Leidensweg hinter mir, mit Unterbrechungen lebenslang. Traumas durch Gewalt in der Familie, psychische Gewalt von meinen Eltern bis 28.
Aber ich hatte meine Arbeit, Studium, ich konnte mich ablenken.

Seitdem ich Mitte 2008 erkrankte körp. dachte ich immer, es ist eine Frage der Zeit. Doch ein Ärztemarthyrium hinter mir, falsche Diagnosen, ich wurde als Psychokranke aufgrund meiner früheren Erfahrungen gleich eingestuft.
So hat sich die Krankheit immer mehr verselbstständigt, ausgedehnt(körperliche) Ich hielt lange noch an meine Hobbys, zahlreiche, bis ich nicht mehr stehen konnte. Seit Aug. letztes Jahres ist es viel schlimmer, seit Dez. werde ich mit Lebensmitteln versorgt.
Mittlerweile kann ich weder Hobbys(fitness und Salsa tanzen geht gar nicht mehr) ausüben, obwohl ich es immer wieder versuche und ab und an gehe ich noch aus.

Am 2. schlimmsten für mich war zu erfahren, wie Menschen einfach abhauen. Mein früherer Freundeskreis hat sich mir ganz abgewandt und wir hatten doch früher viel Spaß.

Also dachte ich mir, teile ich früher meine Krankheit mit und so habe ich mir einen toleranteren, hilfsbereiten männlichen Freundeskreis aufgebaut.
Das Problem ist aber, aber die kommen nur um mir zu helfen und bringen nie Zeit für mich. Ich bin dankbar, dass sie mir bei Kleinigkeiten helfen, aber sie ziehen sich nur zurück.
Ich habe 2 Bekannte, die auch krank sind und die nehmen mich wie ich bin, sind aber oft im Krankenhaus, wir sehen uns selten.

Ich habe andere Freunde kennengelernt, aber nur in der Disko, Internet, weil ich ja schwer rauskomme und sie vernachlässigen mich brutal, 2 Wochen kein Anruf, wenn mir schlecht geht, ruft keiner an und kommt auch nicht vorbei.
Ich kann so ein egoistisches Verhalten kaum verstehen, schließlich habe ich auch für die gekocht, denen bei Hausaufgaben geholfen, als sie Probleme hatten.
Aber für mich sind sie nicht da. Ich habe versucht mich zu ändern, dass ich nicht immer ein offenes Ohr für die habe, ich bin durch meine Erfahrungen sehr sozial und so, aber ich bin halt so emotional geworden mittlerweile, ich weine viel und vor der Krankheit war ich auch angeschlagen, aber nicht so extrem wie derzeit.

Ich fühle auch, dass ich für etwas bestraft werde, wofür ich nichts kann. Die meisten Menschen meiden mich. Ich fühle mich gesellschaftlich, als ob ich einer Randgruppe angehören würde. Und dabei bin ich hübsch, sprachbegabt und loyal.
Ich kann auch niemanden mehr ranlassen, weil ich eh wieder verlassen werde und es trifft mich viel stärker als einen gesunden Menschen und ich weine eh den letzten Freunden, Männer hinterher.

Wie können Schwachgruppen in so einer egoistischen, nur leistungsorientierten Gesellschaft bestehen. Ich will keine Vorwürfe erheben, ich weiss Menschen können damit nicht umgehen, weil sie selbst Probleme haben, auch wenn nicht gleiche Auslöser, aber ich muss 3,4 Jahre hier leben in dieser Großstadt, namens München, wo Geld, Sex, Spaß und Glitzer regieren, wie soll ich hier überleben? Wie soll ich meine Gefühle mal zur Seite stellen, wie soll ich mit solchen Freunde leben? Ich bin nicht einsam, aber ich werd eh alleine gelassen, also bin ichs doch.
Ich will nur einen Weg finden, wie ich damit klarkommen kann, weil verstehen oder verzeihen kann ich in der Situation eh nicht. Also keine Vorwürfe meinerseits.

Ich kann nicht in Kur gehen, da die Behandlung nur ambulant erfolgt, auf Spritzen und Physio angewiesen bin. Ich gehe alle 2 Woche zu einer Psychologin bei Caritas, aber ja die kennt sowas nicht, also dass ich wirklich jedes Mal wegen der Krankheit und den Vorbelastungen vermieden werde.

Sorry wegen der Länge, aber sowas Komplexes kann man nicht in 2 Absätze reinbringen.


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24. April 2011 um 21:01

Wie alt bist du,
ich habe nicht verstanden, was du für eine Krankheit hast.
Habe ich es richtig verstanden, dass du in der Bewegung eingeschränkt bist.
Gruß melike

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28. April 2011 um 14:11

Hey...
Juno! ich verstehe dich. Aber wenn du versuchst, nach deinen eigenen Vorgaben zu leben, und dich selbst zu lieben, fühlen sich die Menschen, die gut für dich sind, automatisch zu dir hingezogen. Hinzu kommt, dass du unabhängiger wirst von den Launen und Einflüssen anderer Menschen. Viel Glück!

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28. April 2011 um 17:27


Also ich möchte sagen, dass ich den Titel ändern wollte, aber sich nicht mehr ändern lässt. Ich suche Kontakt und bin kontaktfreundig, schotte mich nur ab, wenn ich einen schlimmen Schub habe und mich nichtmehr versorgen kann.

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30. April 2011 um 23:55

@bergfee
das ist auch nicht so einfach, du hast natürlich recht!

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2. Mai 2011 um 0:21


Da hier Menschen offenbar nicht zwischen körpel. und psychischen Krankheiten trennen müssen, ich seit 3,5 Jahre unter heftigen Schmerzen leide und bei meiner Krankheit auch nichts mehr machen kann außer OP, tue ich mir das hier nicht länger an. Ich habe meine Erwerbsfähigkeit verloren, kann nicht ausgehen, mich zum teil nicht mal versorgen, nicht beißen und da rät man mir tatsächlich zu sowas blödes wie Psychotherapie wenn ichnicht mal laufen kann und mich versorgen kann?

Zum besseren Verständnis es gibt ein einziges Krankenhaus in Deutschland für meine Krankheit und ich kann mir nicht 500 pro Woche da leisten. Meine Krankheit behandelt man hauptsächlich nur noch kieferorthopädisch und operativ. Ich habe mehrere Psychotherapien gemacht, Antidepressivas eingenommen bevor sie nach ganze 2 Jahre die Krankheit entdeckten, ich habe alles gemacht, was möglich war.

Auch wenn man sich sowas nicht vorstellen kann, es gibt NICHTS schlimmeres als einer Person die vor Schmerzen nicht mal laufen, sich versorgen kann zu raten, ach Machen Sie Psychotherapie(kann nicht laufen), Kuren behandeln nicht CMD!!!!

Ich habe hier reingeschrieben, weil ich sehr verzweifelt bin, aber nicht um mir meine Diagnosen verdrehen zu lassen oder mich als Psychisch kranke hinstellen zu lassen. Es reicht jadass 2 Jahre ich so behandelt wurde und dabei hatte ich diese Krankheit, die ganze Zeit in mir.
Nicht jede Krankheit kann man noch durch bishen Schwimmen und bishen Physio, oder Entspannungsmethoden retten, und mich schokiert es wie Menschen ohne absolut KEINE MEDIZISCHE Kenntnisse von CMD da mir so unglaublich dumme Ratschläge geben.

Ich wollte lediglich hier einen Weg finden, wie ich diese Schmerzen und die Situation mit den Menschen, die Angst vor Krankheit haben umzugehen, aber offensichtlich fahre ich lieber so weiter als bisher.
Und zu den Menschen, die meinen Freunde stehen denen bei, warten Sie ab, bis Sie eine chron. Krankheit haben, alles Erwerb verlieren, auf fremde Hilfe angewiesen sind und da sehen Sie zum ersten Mal welche Freunde Sie haben.

Und zu dem Titel, ich schotte mich natürlich nicht ab von der Umwelt, ich habe mich verschrieben, da ich mit Schmerzen leider nicht jedes Wort noch durchdenken kann. Fakt ist, dass Menschen zu schwach sind um mit behinderten oder kranken Menschen umzugehen, aber ein paar Ausnahmen gibt es überall. Dennoch sozial verträglich ist es in einer Gesellschaft diese Absonderung von Schwachen nicht.

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2. Mai 2011 um 0:26
In Antwort auf melike13

Wie alt bist du,
ich habe nicht verstanden, was du für eine Krankheit hast.
Habe ich es richtig verstanden, dass du in der Bewegung eingeschränkt bist.
Gruß melike


Ist nicht weit bekannt CMD heißt es. Eine Kiefergelenksfehlstellung, die Auswirkungen auf ganzen Körper hat.
Ja also einkaufen kann ich alleine seit Dez nicht mehr und putzen auch nicht oder kochen. Alles andere schon.
Wenig stehen auch wegen Krämpfe.
Allgemein ist aber alles was ich mache, langsam und mühsam, aber ich will es ja auch alleine machen.
Ich habe jetzt eine Haushaltshilfe beantragt, hoffe es klappt.

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2. Mai 2011 um 0:40

Hallo
Ich wurde ja 2 jahre als Psychisch kranke mit Ursache der Schmerzen hingestellt. Ein Psychiater oder Schmerztherapeut wird nie sagen, dass ich CMD habe, weil die nur alles aus deren Sicht sehen. Die Psychologin von Caritas war die erste Psychologin, die mich da ernstgenommen hat, weil sie gesehen hat alle 2 Wochen, dass ich bewegungsmäßig etwas eingeschränkt bin.
Klar sagen Kieferchirugen dass es CMD usw. aber Psychiater sind unfähig das so zu sehen.
2. ich kann nicht mehr laufen, sie ist in der Nähe. sozialpsychiatrischen Dienst ist in der Nähe
3. ich habe 2 Psychotherapien gemacht und die haben mehr dazu geführt dass ich schlimmer depressiv wurde. Mir wurde immer geraten "Machen Sie das als Hobby usw. und ich konnte mich nicht versorgen.

2 Mal war in Psychokur, weil die Krankheit mich auch depressiv gemacht hatte. Leider hat man dort nie Rücksicht auf meine Schmerzen genommen, offene Fenster nachts im Winter, die Schmerzen wurde psychisch hingestellt, obwohl sie es nicht waren. Die Luftzufuhr und die Behandlung der manchmal sehr starken Schmerzen Ach es ist der Stress usw. haben dazu geführt, dass ich wegen den Schmerzen heim und draußen zu Ärzten gegangen bin, die mindestens geben mir ja Spritzen, sie kennen meine Krankheit.

Ich würde gerne wenn die Schmerzen besser sind in eine Psychokur gehen, aber wenn die nicht meine Schmerzen als körp. anerkennen, bleibe ich nächstes Mal keine 2 Wochen da. Ich habe die Hölle hinter mir und verdiene es einfach nicht. Naja ich habe da was im Aussicht, aber es hängt von den Ärzten dort. Wenn sie das nicht trennen, werde ich nur ambulant Traumatherapie machen. Trauma weil sie meinten die Falschdiagnosen und Verlust meines Alten Lebens ein Trauma ausgelöst hat.
Erstmal brauche ich die Spirtzen, Physio, kieferorthopädie die nur ambulant sind.

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2. Mai 2011 um 0:57


Hmm meinst du?
Ich kenne zwar auch junge Menschen, die alleine sind weil sie Depressionen oder unter Ängste wie Sozialphobie leiden, aber bei mir ist es komplett anders.
Erst mal komme ich leicht in Kontakt mit anderen und ja sogar man geht aus und freundet sich an und dann plötzlich melden sie sich kaum noch oder nur am Telefon ganze Monate. Ich denke es kann nur daran liegen, dass ich im Bett bin und selten Kraft habe, draußen was zu machen. obwohl manchmal schon.
Das bedeutet sie entscheiden sich um, obwohl es anfangs sehr gut läuft. Ich bin ja auch kein schüchterner Menschen, ich bin sehr enttäuscht und oft verträumt traurig durch alles, aber deswegen ziehe ich mich nicht zurück. Ganz im Gegenteil es wäre schön wenn mich jemand davon ablenken würde.

Naja einige Freunde habe ich noch, leider keine Freundin. Ja ich entwickle scho seit 6 Monaten Komplexe wegen den anderen. Ich denke oft, ich muss eine sehr negative Ausstrahlung haben, dass die Menschen sich so oft umentscheiden und nicht mehr melden.
Wenn ich mal einen Mann finde, habe ich auch ständig Angst, dass er sich nicht mehr meldet, weil die letzten 2 Jahren war es fast immer so, ja die haben mich verlassen.
Und ich empfinde das so, dass ich zum Alleinsein verdonnert bin, auch wenn ich es gegen mein Willen ist.

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2. Mai 2011 um 1:04
In Antwort auf zita_12689705

Hey...
Juno! ich verstehe dich. Aber wenn du versuchst, nach deinen eigenen Vorgaben zu leben, und dich selbst zu lieben, fühlen sich die Menschen, die gut für dich sind, automatisch zu dir hingezogen. Hinzu kommt, dass du unabhängiger wirst von den Launen und Einflüssen anderer Menschen. Viel Glück!


ja vielleicht wünsche ich mir sehr da sehr Kontakt, vielleicht zu sehr? Ich bin ja meist zuhause und krank. Wo ich körp. gesund bin, konnte ich mich mit meinen zahlreichen Hobbys ablenken und jetzt, ja ich sitze hier und warte ab, dass jemand kommt.
Nur ich denke, solange man noch zuhause krank sitzen muss, wird dieser Wunsch nach mehr Kontakt bleiben, jeder Mensch der krank ist wünscht sich jemand an seiner Seite.

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2. Mai 2011 um 1:19


Ich bin nicht psychisch krank. Also wirklich wenn du nicht das Obere Kommentieren nicht verstehen kannst, lass es lieber. Alles, was du hier geraten hast, habe ich schon gemacht!!!

Erfolglose Behandlungstherapien sind eine Sache, aber ich habe noch mehr Alpträume und ja ich muss immer noch weinen nachts wenn ich an diese Psychiater und Schmerztherapeuten denke, auch wenn sie nicht alle waren, aber naja. Die haben mich 2 jahre krank gehalten, deswegen ist es nach 3 Jahren so schlimm, weil es so spät entdeckt wurde.
Ich werde und habe auch keine Kraft mich mit dir um meine Diagnose zu streiten. Die Behandlung meiner Krankheit habe ich dir oben genannt.
Und übringens gewalttätige Eltern zu haben ist weniger schlimm, als sich nciht versorgen zu haben. Da konnte ich mindestens noch putzen und arbeiten, ok? Jetzt muss ich eine Putzfrau zahlen.
Auch wenn dus gut meinst, bleibe bei den realistischen Fakten oder lass es, weil meine Schmerzen runterspielen verletzt mich noch mehr. Und nicht jedem Kranken hilft dasselbe!!!!
Ich glaube, dass es weh tut, wenn man in einem sozialen Bereich arbeitet und muss zusehen, wie jemand leidet. Und es zu versuchen ist eine Pflicht, die Menschen müssen immer versuchen weiterzugehen, aber zu erwarten ist falsch. Und du erwartest dass jemand Sachen tut, die er nicht kann, das schafft noch mehr Komplexe.
Außerdem hasse ist es, wenn man das, was einem hilft, denkt, dass es einem anderen auch helfen muss. Jedem hilft was anderes und mir würde es helfen, wenn man mich ernst nimmt und Freunde da wäre, die mich ablenken oder mal einmal im Arm nehmen würden.

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