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Ich schaffe nichts mehr!

17. Juli 2007 um 2:43

hallo!ich bin in meinem leben stehengeblieben! ich habe vor zwei jahren mein abitur gemacht und stehe nun still!für meine eltern bin ich am studieren aber in der uni war ich nur drei mal!ich schaffe meinen haushalt nicht und fühl mich nicht gut!ich bin immer müde und schlafe fastjeden tag bis eins!ich gehe ungern raus und fühl mich immer beobachtet!weil ich nie in die uni gehe und meine eltern belüge,gehts mir schlecht!ich weiss nicht mehr weiter!jeden abend trinke ich um schlafen zu können!ich hab keine ziele und ich weiss nicht was aus mir werden soll!ich bin einfach nur fertig!

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17. Juli 2007 um 11:21

Kenn ich!!!
Hey na,
deine geschichte kommt mir sehr bekannt vor, ich habe vor einem jahr meine fachhochschulreife gemacht und seit dem weiß ich nicht mehr weiter, dieses jahr habe ich wieda keinen ausbildungsplatz gefunden, also bleibe ich noch ein jahr zu haus. ich habe bloß einen kleinen nebenjob...ich weiß auch nicht so richtig was ich machen will, weil ich vor so vielen sachen und situationen angst habe. hast du denn auch angst oder ist das eher einfach keine lust???das konnte man nicht so raushören....
ich weiß wie furchtbar es ist keine ziele zu haben, mir erscheint mein leben oft so sinnlos und ich fühl mich total überflüssig.hast du dich schon mal jemandem anvertraut??? du solltest vielleicht mal mit deinen eltern reden, dir wrd es danach bestimmt besser gehen und sie können dich außerdem unterstüzen....würd mich über ne antwort freuen. wie alt bist du eigentlich und woher kommst du??? lg engelchen

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17. Juli 2007 um 15:10

Antriebslosigkeit
Hallo,

also bei dir kommen ja verschiedene Dinge zusammen. Erstmal würde ich sagen, du hast eine depressive Verstimmung. Deine geschilderten Symptome wie Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, sozialer Rückzug, erhöhtes Schlafbedürfnis/Schlafstörungen und Pessimismus deuten sehr stark daraufhin. Dann und das ist bei Depressiven nicht ungewöhnlich, kommt ein gewisses Maß an Suchtverhalten hinzu. Häufig folgt die eine Krankheit aus der anderen und schon ist ein Kreislauf vorhanden den es zu unterbrechen gilt.
Alkohol wirkt in geringen Mengen euphorisierend, in höheren Dosen aber löst er Depressionen aus. Viele Depressive versuchen, mit Alkohol ihre depressive Erkrankung selbst zu behandeln. Der Alkohol löst zwar die Spannung und lässt die Sorgen vergessen - aber nur für kurze Zeit.
Längerfristig wird alles nur schlimmer!
Es ist ganz natürlich und normal, sich in verschiedenen Situationen des Lebens, insbesondere in Belastungssituationen, niedergeschlagen zu fühlen. Die Grenzen zwischen normaler Niedergeschlagenheit und der eigentlichen Depression sind dabei fließend.
Bleibt eine erste Depression unbehandelt, besteht die Gefahr, dass sich daraus eine negative Spirale entwickelt. Ohne konkreten Anlass kommt es zu neuen depressiven Phasen, die jedes Mal stärker werden. Oder die anfängliche Trauer schlägt in dauerhaft gedrückte Stimmung um, aus der man allein nicht mehr herausfinden. Dauert eine auffällig düstere Verstimmung länger als drei Wochen, könnte das ein Anzeichen für eine Depression sein.
Bei einer Depression ist der Stoffwechsel des Gehirns verändert. Die Konzentration der chemischen Stoffe, die Nervensignale weiterleiten, insbesondere Serotonin und Noradrenalin, sind im Vergleich zum Gesunden verändert, meist niedriger. Die Ursache dafür ist unbekannt, wahrscheinlich spielt aber eine erbliche Vorbelastung eine große Rolle.
Warum schreibe ich das jetzt? Weil es vielen Menschen hilft zu wissen, das es ihre Beschwerden nicht eingebildet sind, sondern auf physiologische Ursachen zurück zuführen sind. Aber es ist auch wichtig zu wissen, das man dagegen etwas tun kann. Wichtig ist nun in deiner Situation aktiv zu werden und nicht länger die belastende Situation zu ertragen. Je länger du wartest, desto schwieriger wird es.

Die Wirksamkeit von Psychotherapie bei Depressionen ist wissenschaftlich erwiesen. Deshalb geh mal zu deinem Hausarzt und schildere ihm deine Situation, sage ihm direkt das du eine Überweisung zum Therapeuten willst. Dann frage den Arzt nach Adressen oder schau in die gelben Seiten und telefoniere ein paar Therapeuten durch. Kann sein, dass es länger dauert bis du einen Termin bekommst. Wichtig ist das du mehrere testest und eine Probesitzung machst. Denn nicht jeder Therapeut ist für jeden geeignet. Der sogenannte Funke muss überspringen, also die Sympathie muss stimmen-auf beiden Seiten!

Uns sprich mit deinen Eltern. Lege deinen neuen Weg, den du jetzt gehen wirst damit fest, das du deinen Eltern sagst was mit dir los ist. Ich weiß ja nicht wie die so drauf sind, vielleicht verstehen sie es nicht und reagieren anders als du es dir wünscht. Sei darauf vorbereitet. Aber und das ist meistens der Fall, reagieren Eltern mitfühlend und verständnisvoll.
Sag dir, das du es schaffen wirst da heraus zu kommen und beginne nicht irgendwann damit, sondern gleich. Du hast es in der Hand!

Alles Gute!

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18. Juli 2007 um 1:13
In Antwort auf prema_12140623

Kenn ich!!!
Hey na,
deine geschichte kommt mir sehr bekannt vor, ich habe vor einem jahr meine fachhochschulreife gemacht und seit dem weiß ich nicht mehr weiter, dieses jahr habe ich wieda keinen ausbildungsplatz gefunden, also bleibe ich noch ein jahr zu haus. ich habe bloß einen kleinen nebenjob...ich weiß auch nicht so richtig was ich machen will, weil ich vor so vielen sachen und situationen angst habe. hast du denn auch angst oder ist das eher einfach keine lust???das konnte man nicht so raushören....
ich weiß wie furchtbar es ist keine ziele zu haben, mir erscheint mein leben oft so sinnlos und ich fühl mich total überflüssig.hast du dich schon mal jemandem anvertraut??? du solltest vielleicht mal mit deinen eltern reden, dir wrd es danach bestimmt besser gehen und sie können dich außerdem unterstüzen....würd mich über ne antwort freuen. wie alt bist du eigentlich und woher kommst du??? lg engelchen

Hallo!
danke für deine antwort!ich bin echt froh,nicht allein mit diesem problem zu sein!ich habe auch einen nebenjob und fühl mich immer gut,wenn ich arbeiten kann!(was zwar nur 2-3 mal in der woche vorkommt)aber nach der arbeit gehts mir immer gut!ich würde so gern eine ausbildung machen aber bis jetzt habe ich auch noch keine bekommen!ich habe mich für viele berufe beworben,aber niemand wollte mich!noch nicht mal ein bewerbungsgespräch!irgendwie fühl ich mich nicht gut genug!für welche berufe hast du dich den beworben?ich hab immer angst davor,dass ich die aufgaben,die mir gestellt werden nicht schaffe und dass die leute mich für dumm halten!ich denke immer viel nach und habe angst davor,nicht gemocht zu werden!ich würd mich am liebsten in ein erdloch einbuddeln,weil es mir so peinlich ist,dass ich mein leben nicht auf die reihe bekomme! ich würde gern mehr von dir erfahren!zu deinen fragen,ich bin 22 und komme aus herford!(nrw) freue mich auf eine antwort lg siri

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18. Juli 2007 um 1:29
In Antwort auf marisa_12533112

Antriebslosigkeit
Hallo,

also bei dir kommen ja verschiedene Dinge zusammen. Erstmal würde ich sagen, du hast eine depressive Verstimmung. Deine geschilderten Symptome wie Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, sozialer Rückzug, erhöhtes Schlafbedürfnis/Schlafstörungen und Pessimismus deuten sehr stark daraufhin. Dann und das ist bei Depressiven nicht ungewöhnlich, kommt ein gewisses Maß an Suchtverhalten hinzu. Häufig folgt die eine Krankheit aus der anderen und schon ist ein Kreislauf vorhanden den es zu unterbrechen gilt.
Alkohol wirkt in geringen Mengen euphorisierend, in höheren Dosen aber löst er Depressionen aus. Viele Depressive versuchen, mit Alkohol ihre depressive Erkrankung selbst zu behandeln. Der Alkohol löst zwar die Spannung und lässt die Sorgen vergessen - aber nur für kurze Zeit.
Längerfristig wird alles nur schlimmer!
Es ist ganz natürlich und normal, sich in verschiedenen Situationen des Lebens, insbesondere in Belastungssituationen, niedergeschlagen zu fühlen. Die Grenzen zwischen normaler Niedergeschlagenheit und der eigentlichen Depression sind dabei fließend.
Bleibt eine erste Depression unbehandelt, besteht die Gefahr, dass sich daraus eine negative Spirale entwickelt. Ohne konkreten Anlass kommt es zu neuen depressiven Phasen, die jedes Mal stärker werden. Oder die anfängliche Trauer schlägt in dauerhaft gedrückte Stimmung um, aus der man allein nicht mehr herausfinden. Dauert eine auffällig düstere Verstimmung länger als drei Wochen, könnte das ein Anzeichen für eine Depression sein.
Bei einer Depression ist der Stoffwechsel des Gehirns verändert. Die Konzentration der chemischen Stoffe, die Nervensignale weiterleiten, insbesondere Serotonin und Noradrenalin, sind im Vergleich zum Gesunden verändert, meist niedriger. Die Ursache dafür ist unbekannt, wahrscheinlich spielt aber eine erbliche Vorbelastung eine große Rolle.
Warum schreibe ich das jetzt? Weil es vielen Menschen hilft zu wissen, das es ihre Beschwerden nicht eingebildet sind, sondern auf physiologische Ursachen zurück zuführen sind. Aber es ist auch wichtig zu wissen, das man dagegen etwas tun kann. Wichtig ist nun in deiner Situation aktiv zu werden und nicht länger die belastende Situation zu ertragen. Je länger du wartest, desto schwieriger wird es.

Die Wirksamkeit von Psychotherapie bei Depressionen ist wissenschaftlich erwiesen. Deshalb geh mal zu deinem Hausarzt und schildere ihm deine Situation, sage ihm direkt das du eine Überweisung zum Therapeuten willst. Dann frage den Arzt nach Adressen oder schau in die gelben Seiten und telefoniere ein paar Therapeuten durch. Kann sein, dass es länger dauert bis du einen Termin bekommst. Wichtig ist das du mehrere testest und eine Probesitzung machst. Denn nicht jeder Therapeut ist für jeden geeignet. Der sogenannte Funke muss überspringen, also die Sympathie muss stimmen-auf beiden Seiten!

Uns sprich mit deinen Eltern. Lege deinen neuen Weg, den du jetzt gehen wirst damit fest, das du deinen Eltern sagst was mit dir los ist. Ich weiß ja nicht wie die so drauf sind, vielleicht verstehen sie es nicht und reagieren anders als du es dir wünscht. Sei darauf vorbereitet. Aber und das ist meistens der Fall, reagieren Eltern mitfühlend und verständnisvoll.
Sag dir, das du es schaffen wirst da heraus zu kommen und beginne nicht irgendwann damit, sondern gleich. Du hast es in der Hand!

Alles Gute!

Danke
für deine antwort!ich denke,ich habe verstanden,was du mir erklärt hast!ich habe schon oft darüber nachgedacht,einen psychologen anzurufen!aber noch nicht mal das trau ich mich!ich habe angst davor nicht ernst genommen zu werden!ich denke immer,das mein problem gar nicht so gross ist und dass es anderen menschen viel schlechter geht als mir und das diese, die schon so wenige zeit eines psychologen viel nötiger brauchen als ich! ich denke immer das ich ganz allein schuld an meiner lage hab aber ich komm da allein nicht mehr raus!

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