Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Ich packe mir meine Tage viel zu voll...

Ich packe mir meine Tage viel zu voll...

31. Januar 2013 um 15:43

Hallo.

Kurze Vorgeschichte: Ich bin 23 Jahre jung. Als ich zwischen 16-20 war, hatte ich das erste Mal das Problem, dass ich mir alles zu voll packte. Ich hatte sehr oft Kreislaufprobleme, das war aber auch altersbedingt (Arzt sagte, junge Mädels haben das oft). Zusätzlich sagte mein Arzt mir bei einer Untersuchung, dass es ihm vorkommt, als würde ich mir zu viel vornehmen und dass ich mri auch mal Zeuit für mich nehmen solle.Mit 17 hatte ich einen Kreislaufzusammensturz, der auf der Intensivstation und einer satten Gehirnerschütterung endete.Von da an habe ich es langsamer angehen lassen und hab auch wirklich für mich selbst Zeit eingeplant. Und das tat mir verdammt gut...

Vor ein paar Wochen sagte mein Vater zu mir: "Weißt du was dein Problem ist? Du nimmst dir 10 Sachen vor....... und willst davon am liebsten 11 schaffen."Ja, er hat Recht und alle Umstehenden inklusive mir mussten schmunzeln, weil der Satz mich komplett beschrieb

Und nun bin ich seit einem Monat selbstständig. Das beudetet, dass ich 6-7 Tage die Woche arbeite. Zwar immer "nur" 5-7 Stunden am Tag, aber ich bin halt jeden Tag unterwegs. Einmal die Woche habe ich mir vorgenommen zu Joggen. Arbeite im Fitnessstuio, da kann man das schön verbinden. 2x die Woche gehe ich zum MMA-Training (Boxen), habe in letzter Zeit aber immer bloß einen Tag geschafft. Nebenbei dem ganzen Papierkram, der zu Beginn einer Selbstständigkeit aufkommt bin ich auch noch umgezogen. Ich schreibe momentan meine Facharbeit für eine Lizenz und außerdem schreibe ich ein Buch (mein 2., für mich ist das Schreiben pure Entspannung und ich kann den Kopf frei bekommen). Mein Freund macht nicht besonders viel im Haushalt, also erledige ich das an meinem freien Nachmittag. Er geht zwar einkaufen und Wasser holen und nach GANZ viel betteln spült er auch mal das Geschirr weg, aber das wars dann auch schon fast. Wobei das nicht das große Problem ist. Noch kann ich mit leben

Das Problem liegt eher in allem zusammen Mir kommt es nicht so viel vor, aber als meine Mutter mir letztens mal alles hintereinander aufgezählt hat und micha uf meine Augenringe ansprach sagte sie, dass ich bloß aufpassen solle, dass es mir nicht zu viel wird.

Es ist momentan alles ein bisschen durcheinander, da sich seit Neujahr schon so viel verändert hat in meinem Leben und ich bin mir sicher, dass sich das einpendelt. Aber wie soll es bis dahin weitergehen? meiner Meinung nach muss ich da jetzt einfach durch, aber die letzten 2 Tage bin ich mit Tränchen in den Augen heim gefahren, weil ich einfach so gestresst war und viele Kunden/Patienten einfach so mega gestresst und frech und schwer sind, dass ich ihnen am liebsten laut ins Gesicht sagen würde: "Ich bin 23 Jahre alt, habe 2 abgeschlossene Ausbildungen und bin selbstständig, was Beruf und Privatleben angeht und demnach muss ich mich von KEINEM anschreien oder mieß behandeln lassen, egal ob 20, 40, 60 oder 100 Jahre alt!!!". Aber das darf ich ja nunmal nicht... den Job liebe ich! Versteht mich nicht falsch... es gibt ja auch super tolle Leute, mit denen mal viel quatschen kann, die sich freuen, dass man ihnen zurück in den Alltag hilft oder die sich freuen, dass sie Hilfe was Bewegung, Figurberarung, Gesundheit usw. angeht. Aber wie gesagt... die letzten 2 Tage saß ich danach im Auto und alles ist irgendwie von mir gefallen...

Mehr lesen

31. Januar 2013 um 20:25

Eine Geschichte
Ein fürchterlich großes Seminar, fürchterlich teuer, das Neueste vom Neuesten, das Beste vom Besten, für Manager, Unternehmer, die Top-Leute der Wirtschaft.
In diesem Seminar ist auch ein Vortrag über Zeitmanagement.

Die Teilnehmer wissen, dass das etwas überaus wichtiges ist, schließlich fehlt immer irgendwie irgendwo die Zeit. Also sind sie begierig, so viel wie möglich zu lernen - obwohl nur eine kurze Zeit dafür angesetzt ist - in so einem Wochenendseminar soll ja möglichst viel vermittelt werden.

Aber der Dozent kramt erst umständlich seine Brille aus der Tasche, begrüßt die Anwesenden, kramt wieder in der Tasche, holt einen Glaszylinder hervor und eine Tüte mit sehr großen Kieseln. Er schüttet die Kiesel in den Zyliner - bis zum Rand. Dann fragt er die Anwesenden: "Ist der Zylinder voll?" Die sind irritiert, spielen aber erst mal mit: "Ja."
Der Dozent lächelt.
Wieder kramt er in der Tasche, zieht eine andere Tüte hervor - darin sind kleine Kiesel. Er schüttet auch davon noch welche in den Zylinder - es geht noch ein guter Teil des Inhalts der Tüte hinein, bis wieder der Rand erreicht ist.
Dann fragt er die Anwesenden: "Ist der Zylinder voll?" Denen ist langsam ein Licht aufgegangen und sie antworten, dass etwas kleineres noch hineinpaßt.
So füllt der Dozent noch Sand und schließlich Wasser in den Zylinder.

"Was nun sagt uns das über Zeitmanagement?" fragt er schließlich. "Das - egal wie voll es auch aussieht - immer noch etwas dazwischen paßt?" versucht sich einer der Zuhörer.
"Nein. es geht darum, dass niemals alles in den Zylinder gepaßt hätte, wenn wir nicht zuerst die großen Steine hineingetan hätten. Und die großen Steine - das ist die Zeit, die wir für uns brauchen, für uns selbst und unsere Familie. Wenn Sie, verehrte Zuhörer, immer zuerst diese großen Steine plazieren, dann werden Sie mit Ihrer Zeit so gut zurechtkommen wie ich mit meiner. Auch wenn die Zeit, die wir heute gemeinsam verbringen, jetzt zu Ende ist - Einen guten Tag noch."

*******
Ist nicht von mir, ich habe die auch nur irgendwo gelesen - aber ich denke, das trifft es

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Januar 2013 um 20:45

...
Das mit dem von morgens bis abends einmal alles aufschreiben inklusive Uhrzeiten finde ich eine sehr sehr gute Idee!! Ich denke, dass werde ich mal machen. Danke erstmal für diesen Tip!

ADHS? Macht sich das nicht eher durch Unruhe und auf-sich-aufmerksam-machen bemerkbar?

Ja, mein Partner und ich wohnen zusammen, 4 1/2 Zimmer, also nicht gerade wenig zum sauber halten. Klar, wir tun uns da beide nix. Jeder wirft mal seine Sachen überall hin, jeder kocht mal und jeder lässt mal sein benutztes Geschirr stehen. Er hat Schichtwechsel und durch seine & meine Arbeit ist es halt mal chaotisch, aber nie dreckig, weil ICH halt min. einmal die Woche Staub putze, sauge, wische usw. Wenn er mri eine Freude machen will, spült er zwar schonmal, aber räumt es nie weg. "Es trocknet ja von allein, wenn es länger steht". Demnach bin ich dann trotzdem die, die wegräumt... Aber wie gesagt, das ist noch nicht so schlimm, dass ich sagen würde, dass es genau das ist, was mich fertig macht.

"Du machtst beruflich Gesundheitsberatung. Du machst aber für Dich persönlich genau das Gegenteil: Du machst Dich kaputt durch zu viel Stress."

So siehts aus... Wobei mir das auf der Arbeit nie so auffällt. Da bin ich ganz ausgeglichen und mach mir kaum Gedanken um alles andere. Sobald ich da raus bin, auf die Uhr schaue und mir denke "Wärst du fest angestellt, könntest du jetzt auf die Couch. Aber nein. Rechnungen müssen noch geschrieben werden, die Facharbeit wartet,..."

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. Februar 2013 um 17:22

Mir wurde hier der Tip gegeben, meinen Tagsesablauf zu notieren:
Sonntag, 03.02.13
Tag 7 meiner Arbeitswoche...

7.30-> Wecker klingelt, ich stehe direkt auf und gehe duschen.
8.00-> Küche etwas aufgeräumt, Pappe zusammen gesammelt, Geschirr aus Wohnzimmer in Küche, Müllbeutel gewechselt. Haus verlassen (Müll und Pappe mitgenommen und weggeworfen)
8.20-> Ein Brötchen beim Bäcker geholt.
8.40-> Auf der Arbeit angekommen. Anfangsarbeiten erledigt und mein Brötchen gegessen.
9.00-> Studio aufgeschlossen. Sehr stressiger Tag. Hab gemerkt, wie nach 7 Tagen Schicht mein Kreislauf langsam nicht mehr wollte. Durchgehalten!
15.00 -> Schichtende.
15.30-> Zu Hause angekommen. Kurz auf die Couch geschmissen und mich von meinem Freund knuddeln gelassen, bissle rumgetobt :P
15.40 -> Freund muss zur Probe. Sagt aber vorher noch, dass wir dieses WE Flurwoche haben. Ob ich den FLur wischen kann... ich sage "Ich mache doch nicht die Wohnung sauber UND putze den FLur, während du zur Probe gehst !!" Er verspricht mir hoch und heilig morgen die Küche zu machen. Aufteilung also wie folgt: Ich heute Wohnzimmer und Flurwoche. Er morgen die Küche ink. spülen. Ich bin gespannt.
Mein Chef ruft an. Lobt mich in den höchstes Tönen, weil ich gestern auf der Arbeit die Organisation übernommen habe un alles perfekt lief= Balsam für die Seele!!
16.00-> Flur gewischt. Wohnzimmertisch aufgeräumt, abgewischt. Wäsche abgenommen. Neue Wäsche angeschmissen. Badewanne geputzt. Gesaugt.
16.30-> Ein Brot gegessen und Fleisch kleingeschnibbelt.
16.10->Auf die Couch gesetzt.

Es wird noch folgen: Geschnetzeltes braten, Pommes machen.
Essen.
Wäsche aufhängen.
Fitmenfitness für die nächste Woche vorbereiten (gebe 30minütige Kurse)
Falls noch was dazu kommt, werdet ihr es hier lesen.

Was sagt ihr dazu?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen