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Ich möchte nicht mehr

14. Mai 2010 um 21:53 Letzte Antwort: 22. Mai 2010 um 18:56

Ich an dem Punkt angekommen, dass ich mir mal so einiges von der Seele schreiben muss da ich mit fast keinem da drüber reden kann.
Erst ein mal zu mir da ich nicht mit meinem Nick on bin Ich bin 17 Jahre alt und ich bin bei meinem Vater aufgewachsen mit meinem älteren Bruder!
Meine Mama ist gestorben als ich sechs war Mittlerweile schon 11 Jahre her.
Die meisten in meinem Umfeld sagen ich kann froh sein das ich noch so Jung war, aber das heißt nicht das ich damit klar komme.
Ich sitze fast jeden zweiten Abend in meinem Bild und will einfach nur schreien, weil sie mir so verdammt fehlt.
In unsere Familie wurde über das Thema nur geschwiegen so das ich nie gelernt habe offen da drüber zu reden und ich kann es immer noch nicht. Alle kennen mich als starke Person, die selten schwäche zeigt aber das bin ich nicht ich habe mit der Zeit gelernt zu lachen auch wenn ich am liebsten in Tränen aus brechen würde.
Es gab auch Zeiten in denen ich mir nur Gedanken drüber gemacht habe wie ich meinem Leben am schnellsten ein Ende setzten kann, aber selbst dazu war ich im Nach hinein viel zu Feige.
Mein Problem ist, dass wenn ich mein Leben betrachte ich keinen Punkt finde worauf meine Mama stolz sein könnte und das macht mich echt kaputt. Ich werde in einem Monat 18 und möchte nicht als Seelisches Frack enden.

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15. Mai 2010 um 6:58

Trauer ist völlig natürlich...
es ist völlig normal Trauer zu zulassen ..wahrscheinlich solltest du ersteinmal mit einem psychologen darüber reden? und dann wenn du merkst dass es dir besser geht , stell was auf die beine jeder kann etwas bewegen aber ich glaube dass deine mutter auf dich immer stolz sein wird egal was du tust sie ist jetzt an einem besseren Ort...Ich wünsche dir viel glück und Kraft auf deinem weg,

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15. Mai 2010 um 13:15

Hallo
Hallo Susi,

ich finde das etwas blöd von deinem Umfeld, dass du fro sein könntest, dass du noch so jung warst. aber das ist eine Reaktion von deiner Umwelt weil sie selbst hilflos sind und nicht wissen wie sie dir helfen können. Eventuell möchten sie sich auch nicht weiter mit diesem Thema auseinandersetzen und drücken dir einen Spruch rein, damit du ruhig bist. So nach dem Motto, mit 17 kann man das verkraften.

Jedoch ist es egal wie alt man ist. Bei Problemen, Trauer usw. ist das Alter egal - es ist immer gleich schlimm und tut auch gleich stark weh.

Oft werden solche Themen innerhalb der Familie totgeschwiegen. DAs ist die Art deines Vaters und Bruders damit umzugehen. Männer ziehen es oft vor, sich mit dem Thema nicht auseinanderzusetzen. So nach dem Motto wenn nicht darüber geredet wird, verschwindet der Schmerz automatisch irgendwann einmal.

Mit 17 oder 18 Jahren soweit zu sein, dass man in seinem Leben etwas erreicht hat... hm... ich weis nicht. Weist du, du bist noch sehr jung. Viele sind sehr viel älter und haben nichts erreicht. Deine Mutter ist bestimmt sehr stolz auf dich, denn du meisters mit 17 gerade dein Leben ohne Mütter mit zwei Männern im Haushalt die dich nicht verstehen und einer Umwelt die dir nicht beisteht. Dies kostet sehr viel Kraft und den Mut den du dafür bisher aufgebracht hast ist sehr bewundernswert. Ich bin mir sicher, dass deine Mutter sogar wahnsinnig stolz auf dich ist.

Meinst du, du könntest noch ein bisschen mehr Kraft und Mut aufbringen und in eine Klinik gehen? Ich finde, es wird Zeit, dass andere jetzt etwas für dich tun und dass du dir professionelle Hilfe von Leuten holst die dir wirklich helfen können und mit solchen Situationen umzugehen wissen. Es wird höchste Zeit, dass du an dich denkst. Klar hast du vielleicht Schule. Aber ich finde trotzdem, dass deine Seele momentan wichtiger ist. Notfalls kannst du eine Klasse wiederholen. Aber besser eine Klasse wiederholen als dem Leben ein Ende setzen. Ich bin mir sicher, dass deine Mutter das nicht gewollt hätte. Als sie starb wollte sie dich bestimmt glücklich wissen. Stell dir vor, dass sie dich deinen Weg begleitet und dir hilft das alles zu verarbeiten. Stell dir vor, sie legt ihre Hand auf deine Schulter und gibt dir die Kraft die du brauchst um das alles durchzustehen und aufzuarbeiten.
Du findest bei deiner Krankenkasse sicherlich Adressen von solchen Kliniken. Sag, dass du kurz vor davor bist deinem Leben ein Ende zu setzen, sag dass du nicht mehr kannst. Eine Einweisung ist dann sicherlich kein Problem. Scheue dich nicht davor. Da sind nicht nur "Bekloppte" sondern einige Menschen denen es ähnlich geht wie dir.

Falls du irgendwie schreiben magst oder etwas "loswerden" magst kannst du mir gerne auch eine PN schreiben. Werde es lieber auf diese WEise los, als irgendetwas "dummes" zu tun. OK
Liebe Grüße

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22. Mai 2010 um 18:56

...
Ich denke dass du dich da auch an deinen Vater und deinen Bruder wenden solltest.
Ihr seid immerhin eine Familie und wenn sie wissen wie sehr dich das beschaeftigt und fertig macht werden sie dir helfen.

Wie waers wenn du dir von deinem Vater erzaehlen laesst wie er deine Mutter kennen gelernt hat? Setzt euch zusammen hin und tauscht euch aus.
Das wird weh tun aber es wird ein guter Schmerz sein
und ich denke es ist wichtig fuer dich alles raus zu lassen was in dir tobt bevor es anfangen kann zu heilen.

natuerlich solltest du dir auf professionelle Hilfe holen
bin immerhin kein profi ^^

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