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Ich leide an meiner eigenen Dummheit

22. Oktober 2014 um 17:26

Nun zu mir, ich bin 19 Jahre alt.. und seit mehreren Jahren unglücklich. Doch eigentlich erst, seitdem ich mit meinem Freund zusammen kam. Davor hatte ich dieses Problem auch schon, aber nahm es wohl nie wirklich wahr. Wie soll ich sagen, ich fühle mich schlechtweg zurückgeblieben. Wie der Geist einer 13-Jährigen. Was die Schule betraf, bis auf das letzte Jahr, schrieb ich nur schlechte Noten. Lag wohl auch daran, dass ich mir nie wirklich Mühe gab. In meinem letzten Schuljahr, raffte ich mich dann auf und begann auch einen Sinn in meinem Leben zu haben. - Mein Freund -. Ich lernte unglaublich viel, was mir auch zu einem guten Zeugnis verhalf. (2,1 Schnitt) - ich war zufrieden. Jedoch beruhte das nicht auf Intelligenz, nein ich musste mich jeden Tag mehrere Stunden hinsetzen und lernen. Nun mache ich momentan eine Ausbildung, in der Berufsschule das aller gleiche. Ich lerne so viel, dadurch schreibe ich auch gute Noten, vergesse es aber direkt nach der Arbeit wieder bzw. wenn nicht schon davor. Allgemein, ich habe unglaublich Schwierigkeiten mir etwas bei zu behalten. Ich vergesse alles. Selbst wenn jemand mit mir redet, ich schweife total ab. Auch bei meinem Freund. Ich höre ihm zwar zu aber ich kann gar nicht alles aufnehmen. Wenn er mich dann kurze Zeit später auf das Thema anspricht, was er sagte habe ich wieder alles vergessen. Das bereitet mir unglaubliche Sorgen. Früher nahm ich das alles nicht, oder vielleicht doch? Verdrang ich es nur? Weiteres Beispiel: Unter Freunden. Ich rede nie. Ich kann nie etwas zu einem Gespräch beitragen. Ich sitze immer nur stumm da. Viele fragten immer, was mit mir los war/ist. Ob ich müde war, oder betrunken. Jedenfalls sagte mir das mein Freund im nachhinein. Mir ist das unglaublich unangenehm. Ich bin immer froh, wenn wir nicht unter Leuten sind, dann stellt sich meine unglaubliche Dummheit nicht zur schau. Mein Freund sagt mir auch immer wieder, wie andere über mich reden. Ob etwas nicht mir in Ordnung wäre, ob ich irgend etwas hätte. Das verletzt mich, ich weiß ja selbst, das etwas nicht mir stimmt. Jedoch habe ich keinerlei Ahnung, wie ich das ändern kann. In der Schule klappt das ja mit dem lernen - wenn auch nur für kurze Zeit aber wie soll ich das in meinen Alltag integrieren. Ich kann mir ja nicht tonnenweise Bücher durchlesen, nur um dann im nachhinein einen kleinen Teil an einer Konversation beizutragen. Ich weiß einfach nicht weiter, es ist alles so schwierig. Dabei will ich doch selbst nicht so sein. Nicht die Person, die ich bin. Eine Person über die man nicht sagt, ob die ein Problem hätte. Eine Person von der man vielleicht sogar etwas lernen kann. Hobbys habe ich auch keine. Ich kann mich zwar für Dinge interessieren aber bereits nach kurzer Zeit verliere ich völlig die Lust oder die Motivation daran etwas zu machen. Im Haushalt, mein Freund muss mir teilweise echt einfach Dinge immer wieder erklären, immer wieder obwohl ich noch im nachhinein, also kurze Zeit später genau weiß wie es eigentlich funktioniert. Die einfachsten Dinge muss man mir zeigen. Ich schäme mich wirklich. Ich bin völlig verzweifelt, so kann mein Leben doch nicht weiter gehen. Durch all das geht mein komplettes Leben den Bach runter. Ich fühle mich unwohl, mein Freund fühlt sich unwohl (wohlgemerkt, wenn er jedem immer wieder erzählen "darf" was mit mir los ist) ... ich kann einfach nicht mehr so weiter machen.. Ich will einfach nur ein normales Leben führen können wie jeder andere. Hobbys haben, interessante Gespräche führen können.. all das, es fehlt und es schmerzt.

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22. Oktober 2014 um 17:33

Fortsetzung
Mein Freund ist eigentlich die Person, die mir alles beibrachte/bringt. Die mir ist ein richtiges "Leben" ermöglichte. Er hat mir so unglaublich vieles beigebracht. Oft auch Dinge, wo ich mir selbst dachte "wie einfach ist das denn.." (im nachhinein) im Nachhinein weiß ich alles, aber zu dem Zeitpunkt.. ich kann meine Dummheit einfach nicht in Worte fassen. Er hat mir so vieles beigebracht.. die banalsten Dinge, wie man richtig Wände anstreicht, wie man Sachen richtig putzt.. ich finde es selbst erschreckend (im nachhinein) wie unfähig war. Bin jetzt immer noch aber ihm hab ich echt vieles vieles zu verdanken. Aber ich möchte nicht, dass er mir immer alles beibringt und mir sprichwörtlich die Welt erklärt. Ich will auch mal die Person sein, zu die er aufschaut und die er nicht als kleines Mädchen sieht der man alles beibringen muss.. ich will einfach nur Leben. Wie jeder andere Mensch, ich will glücklich sein, ich will lachen und ich will nicht ständig immer wieder mit meiner Dummheit konfrontiert werden....

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25. Oktober 2014 um 15:15

Also...
Gerald Hüther, ein Hirnforscher der sich auch ein Großteil Zeit für Kinder und deren Position in der Schule nimmt sagte mal: Es gibt so etwas wie Bolemie lernen: Man frisst sich das Wissen an und schaufelt es in sich hinein, kotzt es zur Arbeit wieder hin und vergisst es danach ...
Lernen funktioniert am besten, wenn Gefühl mit dabei ist, wenn Begeisterung mitschwingt. Gerade dann fangen die verschiedenen Areale im Gehirn richtig an zu zünden und es entstehen neue Verzweigungen

Zu dem anderen Thema: Intelligenz bedeutet nicht nur das Thema Schule und Kopf, sondern auch um sich und seine Bedürfnisse Bescheid zu wissen und diesen Dingen Daseinsberechtigung zu verschaffen. Und das tust du offenbar ganz gut.

Was die anderen sagen, ist ja erstmal nur deren Eindruck und deren Interpretation. Hast du schon mal drüber nachgedacht, dass es vielleicht auch einen Nutzen haben kann, dass du dir nicht alles merkst?

Und außerdem: Wer sagt denn, dass du immer etwas zu einer Konversation beitragen musst?

Doch klaaar, natürlich, hau rein und ziehe in die nächstgelegene Bibliothek ein Dort kannst du dann Tag und Nacht damit verbringen Bücher zu lesen und dir alles kleindezidiert zu merken, damit du auch immer was zum quatschen hast Du würdest dann nicht mehr mit den Menschen zusammenkommen, die dir vielleicht am Herzen liegen, aber wozu auch, du weißt ja dann alles ... Ich meine das nur als Scherz.
Vielleicht lässt du mal für einen Moment die anderen auch die anderen sein und schaust auf dich und auf das, was Dich begeistert und was dich erfüllt. Wo du wirklich sagen kannst: "Ja das fühlt sich wirklich gut an"



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25. Oktober 2014 um 15:17
In Antwort auf meyer_11941344

Also...
Gerald Hüther, ein Hirnforscher der sich auch ein Großteil Zeit für Kinder und deren Position in der Schule nimmt sagte mal: Es gibt so etwas wie Bolemie lernen: Man frisst sich das Wissen an und schaufelt es in sich hinein, kotzt es zur Arbeit wieder hin und vergisst es danach ...
Lernen funktioniert am besten, wenn Gefühl mit dabei ist, wenn Begeisterung mitschwingt. Gerade dann fangen die verschiedenen Areale im Gehirn richtig an zu zünden und es entstehen neue Verzweigungen

Zu dem anderen Thema: Intelligenz bedeutet nicht nur das Thema Schule und Kopf, sondern auch um sich und seine Bedürfnisse Bescheid zu wissen und diesen Dingen Daseinsberechtigung zu verschaffen. Und das tust du offenbar ganz gut.

Was die anderen sagen, ist ja erstmal nur deren Eindruck und deren Interpretation. Hast du schon mal drüber nachgedacht, dass es vielleicht auch einen Nutzen haben kann, dass du dir nicht alles merkst?

Und außerdem: Wer sagt denn, dass du immer etwas zu einer Konversation beitragen musst?

Doch klaaar, natürlich, hau rein und ziehe in die nächstgelegene Bibliothek ein Dort kannst du dann Tag und Nacht damit verbringen Bücher zu lesen und dir alles kleindezidiert zu merken, damit du auch immer was zum quatschen hast Du würdest dann nicht mehr mit den Menschen zusammenkommen, die dir vielleicht am Herzen liegen, aber wozu auch, du weißt ja dann alles ... Ich meine das nur als Scherz.
Vielleicht lässt du mal für einen Moment die anderen auch die anderen sein und schaust auf dich und auf das, was Dich begeistert und was dich erfüllt. Wo du wirklich sagen kannst: "Ja das fühlt sich wirklich gut an"



Frage:
was brauchst du eigentlich genau?

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25. Oktober 2014 um 15:30
In Antwort auf pearce_12377672

Fortsetzung
Mein Freund ist eigentlich die Person, die mir alles beibrachte/bringt. Die mir ist ein richtiges "Leben" ermöglichte. Er hat mir so unglaublich vieles beigebracht. Oft auch Dinge, wo ich mir selbst dachte "wie einfach ist das denn.." (im nachhinein) im Nachhinein weiß ich alles, aber zu dem Zeitpunkt.. ich kann meine Dummheit einfach nicht in Worte fassen. Er hat mir so vieles beigebracht.. die banalsten Dinge, wie man richtig Wände anstreicht, wie man Sachen richtig putzt.. ich finde es selbst erschreckend (im nachhinein) wie unfähig war. Bin jetzt immer noch aber ihm hab ich echt vieles vieles zu verdanken. Aber ich möchte nicht, dass er mir immer alles beibringt und mir sprichwörtlich die Welt erklärt. Ich will auch mal die Person sein, zu die er aufschaut und die er nicht als kleines Mädchen sieht der man alles beibringen muss.. ich will einfach nur Leben. Wie jeder andere Mensch, ich will glücklich sein, ich will lachen und ich will nicht ständig immer wieder mit meiner Dummheit konfrontiert werden....

Interessant...
Weißt du, wie wir lernen? Durch Irritation oder ganz salopp gesagt: indem wir auch mal gegen die eine oder andere Wand rennen. Hast du als Kind schon mal auf dieses helle, rote runde Ding in der Küche gefasst und wusstest nicht, was es war? Ich glaube danach weiß man, dass das eine "Herdplatte" ist und scheiße weh tun kann ^^

Du bist also der Meinung, dass du mit 19 schon alles vom Leben wissen müsstest? Wirklich alles? Bis ins letzte Detail? ... Right Things come to the right Time Selbst dein Freund weiß nicht alles, du kannst ihn ja einfach mal fragen: "Hey Schatz, weißt du eigentlich alles? Was weißt du nicht?" Und dann musst du ganz empört gucken, wenn er dir die Frage beantwortet ...

Wer sagt denn, dass du dumm bist? Das, was du da als "dumm" erlebst und womit du gerade arbeitest ist Irritation, die dazu führen kann, dass du dich entwickelst. Wenn ich deinen Text sehe, sehe ich, dass du dich gerade entwickelst und dazu gehört Irritation

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26. Oktober 2014 um 8:41

Oh
Hallo Du,

Du bist kein dummer Mensch, dein Erfolg in der Schule zeigt dir, dass du intelligent bist und lernen kannst! Und es ist normal, dass man einen großen Teil nach der Schule wieder vergisst!
Es gibt gewisse Lerntheorien, die dir zeigen, wie du am besten lernen kannst.

Es ist auch normal, dass man sich zum Lernen hinsetzen muss und etwas tun. Die Anzahl der wenigen Menschen, die sofort alles aufnehmen und wenig lernen müssen, nennt man Hochbegabte (und das trifft auf max. 1 - 2 % der Bevölkerung zu!).

Diese praktischen Fähigkeiten, wie malern oder Tapete an die Wand kleistern, sind Fähigkeiten, die erlernt werden wie das Auto fahren. Natürlich braucht man dafür Intelligenz, aber meist kann das jeder normal begabte Mensch.....es ist nur so, dass viele Menschen (auch ältere) das gezeigt bekommen müssen. Dafür gibt es sogar im Internet kleine Videos, wo gezeigt wird, wie z.B. etwas repariert wird. Wenn man selbst ncht aus einer handwerklich begabten Familie kommt, muss man sich selbst vieles selbst erarbeiten.
Aber viele lassen dafür auch Handwerker oder Fachleute kommen, weil sie es selbst nicht können oder machen wollen!

Warum fällt es dir schwer, Gesprächen zu folgen? Bist du sehr verunsichert und traust dich nicht?

Die Merkfähigkeit kann durch Stress verringert werden. Entspannungsübungen helfen, versuche dein Selbstvertrauen aufzubauen.
Du hast gute Noten, einen tollen Abschluß geschafft!
Bleib bei dir selbst und lass dir nicht einreden, dass etwas mit dir nicht stimmt!

Liebe Grüße

Stern

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26. Oktober 2014 um 9:19
In Antwort auf sonnenblauerstern

Oh
Hallo Du,

Du bist kein dummer Mensch, dein Erfolg in der Schule zeigt dir, dass du intelligent bist und lernen kannst! Und es ist normal, dass man einen großen Teil nach der Schule wieder vergisst!
Es gibt gewisse Lerntheorien, die dir zeigen, wie du am besten lernen kannst.

Es ist auch normal, dass man sich zum Lernen hinsetzen muss und etwas tun. Die Anzahl der wenigen Menschen, die sofort alles aufnehmen und wenig lernen müssen, nennt man Hochbegabte (und das trifft auf max. 1 - 2 % der Bevölkerung zu!).

Diese praktischen Fähigkeiten, wie malern oder Tapete an die Wand kleistern, sind Fähigkeiten, die erlernt werden wie das Auto fahren. Natürlich braucht man dafür Intelligenz, aber meist kann das jeder normal begabte Mensch.....es ist nur so, dass viele Menschen (auch ältere) das gezeigt bekommen müssen. Dafür gibt es sogar im Internet kleine Videos, wo gezeigt wird, wie z.B. etwas repariert wird. Wenn man selbst ncht aus einer handwerklich begabten Familie kommt, muss man sich selbst vieles selbst erarbeiten.
Aber viele lassen dafür auch Handwerker oder Fachleute kommen, weil sie es selbst nicht können oder machen wollen!

Warum fällt es dir schwer, Gesprächen zu folgen? Bist du sehr verunsichert und traust dich nicht?

Die Merkfähigkeit kann durch Stress verringert werden. Entspannungsübungen helfen, versuche dein Selbstvertrauen aufzubauen.
Du hast gute Noten, einen tollen Abschluß geschafft!
Bleib bei dir selbst und lass dir nicht einreden, dass etwas mit dir nicht stimmt!

Liebe Grüße

Stern

Hallo
Guten Morgen,

erst einmal vielen Dank für die Nachricht. Dachte schon, es meldet sich niemand mehr auf meinen Beitrag.

Ja, das sagen mir auch viele Menschen, mit dem Erfolg in der Schule - dass ich dadurch nicht dumm sein kann und auch die Fähigkeit habe mir Dinge zu merken, wenn auch nur für kurze Zeit. Nicht nur nach der Schule, das ist es ja auch. Auch schon kurz nach der Arbeit. Und ich meine, ich habe im Februar nächsten Jahres meine Zwischenprüfung da muss ich mir ALLES behalten was wir die 1 1/2 Jahre zuvor gemacht haben.. Meinst du mit dem Lernmethoden, die einen können sich etwas besser merken, wenn sie es sehen, die anderen wenn sie es sich durchlesen, die anderen wenn sie es sich noch einmal Schritt für Schritt vorlesen? Davon habe ich auch gehört und auch schon gemacht. Bei mir kam heraus, das ich es am besten lese und wenn ich es mir natürlich ansehe...

Das nehme ich auch gut und gern hin. Ärgert mich nur immer wieder wenn ich Leute in meiner Klasse sehe, die wirklich dumm herüber kommen und dann nur einser und zweier schreiben und im Grunde nicht wirklich was dafür tun müssen! Ich weiß, das gute Noten Arbeit bedeutet. Man muss sie sich schlicht und ergreifend verdienen. Jedoch mit dem Vergessen, das macht mir zu schaffen. Ein anderes Beispiel: meine Lehrerin erklärt mir etwas, und kurze Zeit später möchte ich ihr das noch einmal schildern und ich habe es auf eine völlige andere Art und weise verstanden. Heißt schon nach kürzester Zeit weiß ich nicht mehr, was sie mir sagen wollte..

Genau, weil du auch das Auto fahren ansprichst, egal was es ist man muss es mir eine Millionen mal zeigen, sagen wie ich es mache. Beim nächsten kann es sein dass ich mir dann zwei bis drei Dinge von dem ganzen behalten habe und den Rest mache ich dann aber wieder genau so. Egal wie oft man mir es sagt, ich kann es nicht so wiedergeben. Das ist ein Teufelskreis. Weil ich es ja möchte, ich möchte so vieles können, aber es geht einfach nicht. Ich weiß nicht wieso. Erst wenn man dann völlig am verzweifeln ist dann kann es sein dass ich eine kleine Besserung vollbringe.

Es ist nicht so, das man mir Dinge "mal so" zeigen muss. Man muss mir sie unendliche Male zeigen und fast am verzweifeln sein bis ich es dann kapiere. Und das ist leider nicht untertrieben. Beispielsweise, ich wohne mit meinem Freund zusammen, und ich nenne jetzt mal die Kaffeemaschine. Man musste mir viele Wochen zeigen, wie die eigentlich funktioniert und bis zu letzt habe ich es dennoch nicht hinbekommen... selbst so Sachen bekomme ich nicht gepackt... bis einem irgendwann der Kragen platzt.. wodurch Streitereien nicht zu vermeiden sind. Egal ob privat oder auf der Arbeit.. und so geht das einfach nicht weiter.

Da hast du auch Recht, dass es diese Videos gibt. Bringen aber nur bedingt was, da ich sie, wenn ich diese Tätigkeit ein weiteres Mal ausführe, wieder vergessen habe. Und das ist mit allem so, ich müsste mir die Videos also unendliche Mal rein ziehen.

Auch beim lernen, ich sitze nicht Tage da, um mir etwas reinzupauken ich sitze wirklich Wochen da und lerne jeden einzelnen Tag.

Ich will ja auch all das erlernen, ist nicht so das ich faul bin aber ich bekomme es einfach nicht hin.. und ich will einfach eine Antwort, wieso das so ist. Ob es da Therapiemöglichkeiten gibt..

Es kommt natürlich auch auf das Gesprächsthema an, ganz klar. Wenn es ein Gesprächsthema ist, was mich wirklich interessiert, dann kann ich dem auch folgen, und auch mitreden. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt, wenn ich mich damit nicht auskenne, dann ist mir das immer ziemlich unangenehm. Entweder tue ich dann so, als wüsste ich es oder lenke auf ein anderes Thema ab. Weil es mir so unfassbar unangenehm ist, das ich es selbst verdrängen will das ich WIEDER EINMAL nichts wusste. Manchmal passiert das auch so, es wird geredet, nicht direkt über mich sondern in die Runde, ich schweife dann wieder ab und dann spricht man mich auf das Thema an, und ich weiß dann in dem Moment überhaupt nicht um was es geht. Schäme mich dann immer richtig. Denn ich weiß über viele Themen eben nicht Bescheid. Und sonstige Gespräche, ich weiß auch nicht, ich schweife dann ab, die kleinsten Dinge sind dann faszinierender als das Gespräch selbst. Ich schweife total ab und weiß selbst nicht wieso, eigentlich möchte ich der Konversation ja beitragen...

Ja, den Stress habe ich auch. Auch auf der Arbeit, ich komme morgens auf die Arbeit und bin direkt gestresst, weil ich mir dann denke "Na, was hab ich gestern wieder vergessen oder falsch gemacht!" .. und meistens kommt dann direkt ein Brett das und das und das hast du vergessen/falsch gemacht. Was auch nicht untertrieben ist, denn ich muss sehr nachfragen und man muss mir vieles neu erklären. Man möchte mir auch nichts neues zeigen, einfach, denke ich, weil die sich schon denken ich behalte mir das nicht lange oder brauche EWIGKEITEN und das ist nicht untertrieben um das zu verstehen (mal noch dazu, ich kam zu früh auf die Welt 6. Monat. Meine Eltern meinten auch, dass ich in meiner Entwicklung nicht so weit sein könnte, wie andere und länger für Dinge brauche..) aber SO lange? Ich komme mir einfach wie ein anderer Mensch vor wie andere und das macht mich so unglücklich!!

Selbstvertrauen alleine aufzubauen ist schier unmöglich. Dazu müsste ich erst einmal meine Vergesslichkeit und Konzentrationsproblematik in den Griff bekommen. Und alleine bekomme ich das nicht...

Vielleicht merkt ihr ja jetzt, dass etwas wirklich nicht mir stimmt. Vielleicht habe ich es im obigen Beitrag verschönigt..

Jedenfalls liebe Grüße und würde mich auf weitere Antworten freuen.

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26. Oktober 2014 um 9:22
In Antwort auf meyer_11941344

Frage:
was brauchst du eigentlich genau?

..
Hilfe/Ratschläge wie sich meine Situation bessert und ich ein halbwegs normales Leben führen kann..

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26. Oktober 2014 um 9:52
In Antwort auf meyer_11941344

Also...
Gerald Hüther, ein Hirnforscher der sich auch ein Großteil Zeit für Kinder und deren Position in der Schule nimmt sagte mal: Es gibt so etwas wie Bolemie lernen: Man frisst sich das Wissen an und schaufelt es in sich hinein, kotzt es zur Arbeit wieder hin und vergisst es danach ...
Lernen funktioniert am besten, wenn Gefühl mit dabei ist, wenn Begeisterung mitschwingt. Gerade dann fangen die verschiedenen Areale im Gehirn richtig an zu zünden und es entstehen neue Verzweigungen

Zu dem anderen Thema: Intelligenz bedeutet nicht nur das Thema Schule und Kopf, sondern auch um sich und seine Bedürfnisse Bescheid zu wissen und diesen Dingen Daseinsberechtigung zu verschaffen. Und das tust du offenbar ganz gut.

Was die anderen sagen, ist ja erstmal nur deren Eindruck und deren Interpretation. Hast du schon mal drüber nachgedacht, dass es vielleicht auch einen Nutzen haben kann, dass du dir nicht alles merkst?

Und außerdem: Wer sagt denn, dass du immer etwas zu einer Konversation beitragen musst?

Doch klaaar, natürlich, hau rein und ziehe in die nächstgelegene Bibliothek ein Dort kannst du dann Tag und Nacht damit verbringen Bücher zu lesen und dir alles kleindezidiert zu merken, damit du auch immer was zum quatschen hast Du würdest dann nicht mehr mit den Menschen zusammenkommen, die dir vielleicht am Herzen liegen, aber wozu auch, du weißt ja dann alles ... Ich meine das nur als Scherz.
Vielleicht lässt du mal für einen Moment die anderen auch die anderen sein und schaust auf dich und auf das, was Dich begeistert und was dich erfüllt. Wo du wirklich sagen kannst: "Ja das fühlt sich wirklich gut an"



Ich denke, es kommt nicht so ganz rüber was ich wirklich habe.../mich belastet...
Zu aller erst, ließ mal den Beitrag den ich an "sonnenblauerstern" geschrieben hatte. Ich denke der klärt auch einiges. Ich denke, ich habe mich in meinem eigentlichen Beitrag nicht radikal genug geäußert sondern alles ein wenig verschönigt... wodurch man jetzt denken könnte ich habe ein kleines Konzentrationsproblem und Vergesslichkeitsproblem aber da steckt leider viel viel mehr dahinter, davon bin ich überzeugt.


Das ist auch bei mir der Fall, jedoch möchte ich es nicht vergessen. Es kann doch nicht sein, dass ich ein Tag nach der Arbeit wieder alles vergessen habe.. ich meine wie bereits gesagt, ich brauche das für meine Zwischenprüfung. Den Stoff der GANZEN 1 1/2 Jahre... Begeisterung ist mäßig dabei.. kommt natürlich immer ganz auf das Thema an.. Und um ehrlich zu sein, die wenigsten davon interessieren mich. Es gibt hin und wieder Themen.. aber hält sich eher in Maßen. Was aber denke ich mal nichts, allgemein mit meinem Ausbildungsberuf zutun hat. Denn der gefällt mir, ich tue gerne was für die Schule, übernehme auch gerne Arbeiten freiwillig.. so ist das nicht. Gibt jedoch hin und wieder auch Sachen die jetzt nicht ganz mein Interesse wecken.

Ja, natürlich klar, ich merke das was mit mir nicht stimmt. Ich merke, dass das nicht normal ist wie ich bin. Ich merke dass ich eine unglaubliche Vergesslichkeit habe und Konzentrationsproblematik. Doch das ist nicht mal eben was wie vergessen, dass ist wirklich schon so, dass ich am nächsten Morgen teilweise nicht mehr weiß, was am Tag zuvor war, was geredet wurde. Und mit der Konzentrationsproblematik wirkt sich auch sehr bei mir auf der Arbeit aus. Es vergeht kein Tag an dem mir nicht gesagt wird, dass machst du nicht richtig/an das muss man dich ja schon wieder zum eine millionsten Mal erinnern...

In der Hinsicht, wenn jemand scheiße redet, oder über Lapalien ja, das stimmt. Das ist alles andere als wichtig, dass man sich sowas behält. Aber kann ja nicht sein, dass ich mir überhaupt nichts merken kann. Wenn ich was (ein Beispiel) kaufen möchte am nächsten Tag ich schreibe es mir noch auf, ich notiere es mir auch auf dem Handy. Was passiert? Nichts. Ich vergesse es dennoch! Und das über Tage hinweg. Immer wieder immer wieder. Man musste mir monatelang auf der Arbeit eintrichtern, dass ich doch gefälligst die Tür zuzumachen habe. Da ich immer wieder vergessen habe diese zu schließen. Erst nach einer halben Ewigkeit fruchtete es dann und ich schloss sie. Aber es kann doch nicht sein dass ich wirklich für ALLES monatelang brauche. Selbst um einen Stecker vom Computer (wieder ein Beispiel) in einen anderen Stecker zu stecken brauche ich eine Anleitung. Oder wo welches Kabel hinführt.. Zudem, wie bereits oben erwähnt, um noch einmal auf das Thema Konversation zurück zu führen. Ich nehme auch gerne die Meinung anderer an. Ich habe dann zwar zu gewissen Dingen eine Meinung, aber kann diese nicht schildern. Und dann kann man mich so einfach von einer anderen Meinung überzeugen. Einfach weil andere überzeugend sein können und das kann ich nicht. Das ist auch ein Grund wieso ich nicht "gerne rede". Oder wie bereits oben in der Nachricht erwähnt, es wird eine Konversation in der Gruppe geführt, und nach kurzer Zeit spricht man mich an und möchte meine Meinung zu einer Sache wissen. Und ich weiß überhaupt nicht um was es geht. ... das ist mir dann immer mehr als unangenehm.

Ich muss nicht immer etwas zu einer Konversation beitragen, aber ich möchte es. Ich möchte nicht immer nur Still "in der Ecke" sitzen und anderen zu hören. Ich möchte auch was sagen. Aber da ich auch wenig Allgemeinbildung besitze. (Habe mich ja früher wenig drum geschert zu lernen etwas zu lernen) weiß ich demnach auch sogut wie zu keinem Thema etwas... und da möchte ich mich nicht blamieren also sage nichts. Ich kann nicht all das nachholen, was ich all die Jahre vergeudet habe an Wissen. Das ist unmöglich.. Als ich mit meinem Freund zusammen kam, wusste ich nicht mal (und das ist mir jetzt wirklich SEHR unangenehm) wer Michael Jackson war? Wer Herr Bush war? Ich wusste überhaupt nichts. Und das finde ich im nachhinein auch erschreckend. Jedoch weiß ich jetzt immer noch nicht all zu viel, sodass das irgendwie normal wäre.. mein Wissensstand...

Nein, SO möchte ich natürlich auch nicht sein.. aber wenigstens ein normalen Wissensstand besitzen. Und mich nicht blamieren, wenn mir jemand eine Frage, die zur Allgemeinbildung gehört, und ich diese wieder einmal nicht beantworten kann... ich will nicht der größte Wissenschaftler sein.. werde ich auch nie.. ich möchte einfach nur einen normalen Wissensstand besitzen, ich möchte all das was ich nicht habe.. ich möchte einfach nur glücklich sein.. und davon bin ich sehr weit entfernt...


Danke, dass du mir geschrieben hast und auf eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

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28. Oktober 2014 um 6:58

Ich kann dein problemchen sehr gut verstehen
Hallo gleichgesinnte ^^ Ich hab ein seehr ähnliches Problem und kann dir als Tipp geben immer wieder Entspannungsübungen zu machen, das leben ist eine rasende Achterbahn und da kommt man auch mal nicht mehr mit oder vergisst was. Ich mach es mittlerweile so das ich mir ganz wichtige Dinge aufschreibe,auch wenn da im Moment fast einem Roman gleich kommt, aber es hilft. Du darfst dir auf keinen Fall druck machen wegen deiner Prüfung, das könnte sonst vielleicht nach hinten los gehen, versuche alles bisschen entspannter anzugehen, dann kannst du dir vielleicht auch mehr merken Glg Gemi

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28. Oktober 2014 um 20:12

Guten Abend...
Vielen Dank erst einmal für deine Nachricht bzw. Antwort.

Inwiefern zur Entwicklung dazu gehört? Ich weiß ja nicht, ob du dir all meine Beiträge durchgelesen hast, aber das ist wirklich unterentwickelt.. ich mein' ich weiß die einfachsten Dinge nicht.. Das ist mir wirklich sehr unangenehm. Ich bin mir schon im klaren, dass ich nicht ALLES wissen kann - will ich auch gar nicht - , aber zumindest einmal ein Basiswissen. Ich wusste bevor ich mein Freund kannte so wenig, so unglaublich wenig. Und jetzt weiß ich im Grunde immer noch zu wenig. Man muss sich mal vorstellen, dass ich nicht einmal wusste, was am 11. September geschah oder wer Bin Laden ist, was er getan hat und wofür er halt bekannt ist. Das ist schon schwach und wenn ich das gerade selbst lese, ist mir das mehr als unangenehm.

Das kann durchaus sein. Deswegen mache ich auch einen neuropsychologischen Test. Um eben zu gucken, an was es genau liegt. Ich habe vor kurzer Zeit ein MRT gemacht, vom Kopf. Dabei kam raus dass die weise Substanz (wurde mir zumindest so beschrieben) in der rechten Gehirnhälfte weit aus mehr verbreitet ist wie in der linken Gehirnhälfte... nun habe ich nächste Woche einen Termin beim Neurologen, dort bekomme ich einen genaueren Aufschluss auf den Befund und die daraus resultierenden weiteren Maßnahmen..

Das kann gut sein. Jedoch bin ich nicht immer der Meinung, dass Leute eine falsche Meinung haben. Ich bin viel eher der Meinung das manche Leute die falschen Argumente FÜR ihre Einstellung/ Meinung zu einer Sache haben. Sprich warum sie so denken etc.

Zugegeben, ich habe auch seeehr lange gebraucht. Bis ich auf dem jetzigen Stand war! Ich habe mir sehr lange eingeredet, das würde wieder werden, von alleine. Ich brauche keine Hilfe. Aber so ist das nicht, ich weiß, allein kann ich das nicht bewältigen. Das weiß ich JETZT. Endlich. Ich wünschte, diese Einsicht wäre schon viel eher gekommen..

Das kenne ich gut. Zwar nicht mit dem Buch lesen, aber wie ich bereits in einem anderen meiner Beiträge erwähnte, bei einem Gespräch beispielsweise voll bei der Sache zu sein. Manchmal weiß ich selbst nach dem Gespräch nicht genau um was es jetzt ginge...


Hmm, nur ich weiß nicht, ob da die Ergotherapie das richtige ist. Meinst du nicht, eine psychotherapeutische Maßnahme wäre da hilfreich? Ich habe jetzt mal in einem Krankenhaus - dieses besitzt eine psychotherapeutische Ambulanz - die sich auch mit neuropsychologischen Dingen beschäftigt angefragt. Die wollen jetzt nur noch meine Befunde, und dann gehe ich quasi dahin, um mir eine Diagnose erstellen zu lassen. Also, durch die Befunde eben und ich denke die werden dann auch noch einmal mit mir reden, Tests machen.. mit einer anschließenden hoffentlich erfolgreichen Therapie.

Ich verstehe sehr gut was du damit meinst. All die Eindrücke, all die Erfahrungen all die Aufgaben werden dort abgespeichert. Auch ich habe das Gefühl, dass mein Gehirn ziemlich schnell erschlafft. Das macht sich auch durch folgende Symptome bemerkbar: Ca. ab 12 Uhr fange ich auf der Arbeit an, unkonzentrierter zu arbeiten, ich schlafe abends direkt ein (damit meine ich ziemlich früh, sobald ich mich irgendwie ruhig hinsetze oder lege...) (egal ob ich einen anstrengenden Arbeitstag hatte oder nicht) auch am Wochenende, wenn wir nur mal in der Stadt waren, einen Bummel machen bin ich direkt niedergeschlagen und müde...

Hört sich natürlich auch interessant an. Dennoch bin ich am zweifeln, ob das auch bei mir fruchtet und nicht eher die neuropsychologische Ambulanz und eine Therapie.

Habe leider nicht so einen "vertrauensvollen" Arzt also, ich bin auch noch nicht sehr oft bei ihm gewesen. Ich denke, ich sollte mir mal einen neuen suchen.. aber um gewisse Dinge zu besprechen oder zu klären gehe ich eigentlich immer zu dem obig genannten Neurologen.

Ich weiß, das mir, wenn herausgefunden wird, woran ich leide auch geholfen. Ich will auch das mir geholfen wird, allerdings befürchte ich, der Weg wird länger als mir lieb ist. Aber das ist eben so, die Aussicht auf Besserung hält mich auf meinen Weg.

Liebe Grüße und hoffentlich auf eine baldige erneute Konversation.

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28. Oktober 2014 um 20:30
In Antwort auf divya_598578

Ich kann dein problemchen sehr gut verstehen
Hallo gleichgesinnte ^^ Ich hab ein seehr ähnliches Problem und kann dir als Tipp geben immer wieder Entspannungsübungen zu machen, das leben ist eine rasende Achterbahn und da kommt man auch mal nicht mehr mit oder vergisst was. Ich mach es mittlerweile so das ich mir ganz wichtige Dinge aufschreibe,auch wenn da im Moment fast einem Roman gleich kommt, aber es hilft. Du darfst dir auf keinen Fall druck machen wegen deiner Prüfung, das könnte sonst vielleicht nach hinten los gehen, versuche alles bisschen entspannter anzugehen, dann kannst du dir vielleicht auch mehr merken Glg Gemi

Ohh..
damit hätte ich jetzt wirklich nicht gerechnet. Mit allem aber nicht mit einer "Gleichgesinnten"

Darf ich kurz fragen, um welche Probleme es sich bei dir handelt? Das würde mich echt mal interessieren.

Dachte schon, ich bin der einzige existierende Mensch der wirklich so unintelligent ist und so unglaublich sehr darunter leidet... :/

Na ja, ich bin der Meinung Entspannungsübungen helfen mir bei mir schon lange nichts mehr... hätte ich das schon eher erkannt und eingesehen, dann vielleicht. Ich kann es mal versuchen, natürlich. Aber ich denke, es würde mich eher stressen als mich abschalten zu lassen. Denn, dann würde ich mir wieder denken "Noch mehr Arbeit" .. bin ja so schon nur noch erschöpft und müde..

"Mal was vergessen" ist gut.. aber das ist wirklich untertrieben.. wie bereits in einem anderen Beitrag erwähnt: Ich weiß manchmal selbst Dinge nicht mehr, die ein Tag zuvor passiert sind. (Als ich aufgewacht bin vom schlafen..) ich finde das ist echt besorgniserregend. Auch auf der Arbeit, ich habe so viele Probleme weil ich einfach ständig alles vergesse das kann es doch wirklich nicht sein.

Das mache ich (mehr oder minder) auch schon seit einer geraumen Zeit. Erfolglos. Alles oder zumindest einen großen Anteil davon habe ich am nächsten Tag vergessen. Und somit auch vergessen auf den Zettel/Handy zu schauen... Ach ja, was ich alles falsch mache oder vergesse - kann sein das ich davon einen Anteil auch schon wieder vergessen hab.. Es ist echt ein Teufelskreis.

Du kannst dir das nicht vorstellen, aber den Druck mache ich mir schon, seitdem ich meine Ausbildung begonnen hab. Ich bin mir dessen bewusst, dass wenn ich mir zuviel Druck mache das nach hinten losgehen könnte. Ich mache mir auch vor und nach jeder Klassenarbeit Druck, und schreibe viel mehr als eigentlich erwartet ist (nur, damit ich auch wirklich ALLES aufgeschrieben hab, was ich weiß... ich habe das Gefühl, ich lerne es auswendig und weiß es eigentlich gar nicht wirklich!) und somit resultiert dass ich es nicht rechtzeitig fertig schaffe... und wenn ich das nicht in den Griff bekomme, schaffe ich in der Abschlussprüfung (wenn überhaupt nur die Hälfte)

ich mache mir auch deswegen so einen Druck, wegen den Klassenarbeiten weil das der einzige Punkt ist, bei dem ich wirklich "Anerkennung" ernten kann. Hört sich zwar bescheuert an. Aber wenn ich viel lerne, weiß ich, ich schaffe es. Und da ich ja sonst keine besonderen Fähigkeiten habe und so unglaublich vieles falsch mache muss ich damit punkten... Ich habe Interessen, aber sobald ich irgend etwas anfange, und ich interessiere mich wirklich dafür.. will ich zehn andere Dinge auch noch können. So viel wie geht. Und dann lass ich doch alles fallen. Weil mir dann wieder alles zu viel wird und ich fühle mich niedergeschlagen und mache nichts. Das ist immer so. Und das kotzt mich an, weil ich wenigstens ein Hobby/Interesse haben will in dem ich wirklich gut bin. Ich will wenigstens ein Thema haben, bei dem ich mich wirklich auskenne und über das ich auch wirklich reden kann und was darüber weiß... und nicht wieder vor allen stehen und wieder nichts zu sagen haben, weil ich mich mal wieder nicht auskenne wie bei fast allen Themen. Ich will eine Sache wirklich können, ich will bei einer Sache mal nicht stumm da stehen, ich will bei einer Sache mal zur Abwechslung nicht unintelligent sein.

So, ich schweife ab und wieder viel zu viel geschrieben aber das musste raus.

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1. November 2014 um 14:17

Hey tortureddoll.
Oh wow ich war gerade echt perplex, dass du scheinbar genau das gleiche Problem hast wie ich.

Ich bin mittlerweile schon 29 Jahre alt (oh man wenn ich das hier so geschrieben lese, dann erschrecke ich mich selbst vor der Zahl) und bekomme mein Leben einfach absolut nicht auf die Reihe.
Einer der Gründe, zumindest bin ich mir da ziemlich sicher, dass es ein sehr entscheidender Grund ist, ist bei mir auch dieses Sich-absolut-nichts-merken-können. Ich habe extreme Schwierigkeiten mich zu konzentrieren, auch Inhalte die mich interessieren (ich bin eigentlich an echt vielen Themen wie Umweltschutz, Politik, Wissenschaft, etc interessiert) kann ich mir nur mit großer Mühe erarbeiten. Ich habe das Gefühl "einfach" immer alles mit Gewalt auswendig gelernt zu haben. Ich habe mir die Sachen in den Kopf geprügelt, eine Klausur geschrieben und danach sofort wieder vergessen. Da ich einen extremen Ehrgeiz habe, habe ich auch teilweise wie besessen gelernt und dann natürlich auch gute Noten geschrieben. Andere würden jetzt sagen: "Sei du stolz auf dich. Du bist im Master-Studium und hast super Noten". Ich bin aber überhaupt nicht stolz darauf, denn was bringen mir diese dämlichen guten Noten, wenn ich doch eigentlich absolut keine Ahnung habe. Ich kann das "Gelernte" gar nicht abrufen. Es ist wie weg. Ich habe das Gefühl einfach Nichts richtig zu können und zu wissen, weder auf mein Studium bezogen, noch so im Alltag. Ich kann auch bei ganz vielen Sachen nicht mitreden. Entweder kann ich eben einfach Nichts zum Thema aufgrund von Unwissen beitragen oder ich kann den Gesprächen einfach nciht folgen. Ich bin mittlerweile auch völlig verzweifelt und weiß einfach nicht, was nicht mit mir stimmt.
Da ich einfach so völlig überfordert bin mit meinem Leben bin ich auch schon seit Jahren in eine Essstörung reingerutscht. Auch isoliere ich mich immer mehr, da es mir einfach unangenehm ist, dass ich so dumm bin. Es ist so schrecklich. Ich rede viel mit meiner Mom darüber und sie ist immer der Überzeugung, dass das Nichts mit ""unintelligent" etc zu tun hätte, sondern was anderes dahinter stecken würde. Was auch immer... Ich bin auch bei einer Psychiaterin in Behandlung, jedoch schiebt die leider alles oder zumindest vieles auf meine Magersucht und Depression. Klar, dass das Gehirn nicht so leistungsfähig ist, wenn es nicht richtig versorgt wird, aber ich hatte diese Probleme und auch einige andere Auffälligkeiten schon viel, viel früher, bevor ich magersüchtig wurde. Aaaahhh das lässt mich alles so verzweifeln. Ich kann und mag bald nicht mehr. Wenn das Leben so weiterläuft, dann möchte ich nicht mehr leben. Es kann doch nciht sein, dass jeder Tag ein Kampf ist???Ich verstehe das einfach nicht, dass meine Mitmenschen alle so unbeschwert leben und ich JEDEN Tag nur noch am Kämpfen bin.Nächste Woche habe ich wieder einen Termin bei meiner Psychiaterin und dann werde ich sie mal auf einen ADHS-Test ansprechen.
Ich habe auch extrem mit meiner Schüchternheit (Ich denke die kommt auch teilweise daher, weil ich eben das Gefühl habe dumm zu sein und es mir eben unangenehm vor meinen Mitmenschen ist) zu kämpfen.

Naja, ich höre nun erstmal auf. Habtotal den Redeflash bekommen, aber ich war gerade total aufgeregt, dass es da scheinbar noch so jemanden wie mich gibt.

Vielleicht können wir uns ja gegenseitig etwas Mut machen heraus zu bekommen, was da nicht stimmt mit uns.

liebe Grüße von einer verzweifelten Leidensgenossin

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1. November 2014 um 16:35
In Antwort auf alisha_12758359

Hey tortureddoll.
Oh wow ich war gerade echt perplex, dass du scheinbar genau das gleiche Problem hast wie ich.

Ich bin mittlerweile schon 29 Jahre alt (oh man wenn ich das hier so geschrieben lese, dann erschrecke ich mich selbst vor der Zahl) und bekomme mein Leben einfach absolut nicht auf die Reihe.
Einer der Gründe, zumindest bin ich mir da ziemlich sicher, dass es ein sehr entscheidender Grund ist, ist bei mir auch dieses Sich-absolut-nichts-merken-können. Ich habe extreme Schwierigkeiten mich zu konzentrieren, auch Inhalte die mich interessieren (ich bin eigentlich an echt vielen Themen wie Umweltschutz, Politik, Wissenschaft, etc interessiert) kann ich mir nur mit großer Mühe erarbeiten. Ich habe das Gefühl "einfach" immer alles mit Gewalt auswendig gelernt zu haben. Ich habe mir die Sachen in den Kopf geprügelt, eine Klausur geschrieben und danach sofort wieder vergessen. Da ich einen extremen Ehrgeiz habe, habe ich auch teilweise wie besessen gelernt und dann natürlich auch gute Noten geschrieben. Andere würden jetzt sagen: "Sei du stolz auf dich. Du bist im Master-Studium und hast super Noten". Ich bin aber überhaupt nicht stolz darauf, denn was bringen mir diese dämlichen guten Noten, wenn ich doch eigentlich absolut keine Ahnung habe. Ich kann das "Gelernte" gar nicht abrufen. Es ist wie weg. Ich habe das Gefühl einfach Nichts richtig zu können und zu wissen, weder auf mein Studium bezogen, noch so im Alltag. Ich kann auch bei ganz vielen Sachen nicht mitreden. Entweder kann ich eben einfach Nichts zum Thema aufgrund von Unwissen beitragen oder ich kann den Gesprächen einfach nciht folgen. Ich bin mittlerweile auch völlig verzweifelt und weiß einfach nicht, was nicht mit mir stimmt.
Da ich einfach so völlig überfordert bin mit meinem Leben bin ich auch schon seit Jahren in eine Essstörung reingerutscht. Auch isoliere ich mich immer mehr, da es mir einfach unangenehm ist, dass ich so dumm bin. Es ist so schrecklich. Ich rede viel mit meiner Mom darüber und sie ist immer der Überzeugung, dass das Nichts mit ""unintelligent" etc zu tun hätte, sondern was anderes dahinter stecken würde. Was auch immer... Ich bin auch bei einer Psychiaterin in Behandlung, jedoch schiebt die leider alles oder zumindest vieles auf meine Magersucht und Depression. Klar, dass das Gehirn nicht so leistungsfähig ist, wenn es nicht richtig versorgt wird, aber ich hatte diese Probleme und auch einige andere Auffälligkeiten schon viel, viel früher, bevor ich magersüchtig wurde. Aaaahhh das lässt mich alles so verzweifeln. Ich kann und mag bald nicht mehr. Wenn das Leben so weiterläuft, dann möchte ich nicht mehr leben. Es kann doch nciht sein, dass jeder Tag ein Kampf ist???Ich verstehe das einfach nicht, dass meine Mitmenschen alle so unbeschwert leben und ich JEDEN Tag nur noch am Kämpfen bin.Nächste Woche habe ich wieder einen Termin bei meiner Psychiaterin und dann werde ich sie mal auf einen ADHS-Test ansprechen.
Ich habe auch extrem mit meiner Schüchternheit (Ich denke die kommt auch teilweise daher, weil ich eben das Gefühl habe dumm zu sein und es mir eben unangenehm vor meinen Mitmenschen ist) zu kämpfen.

Naja, ich höre nun erstmal auf. Habtotal den Redeflash bekommen, aber ich war gerade total aufgeregt, dass es da scheinbar noch so jemanden wie mich gibt.

Vielleicht können wir uns ja gegenseitig etwas Mut machen heraus zu bekommen, was da nicht stimmt mit uns.

liebe Grüße von einer verzweifelten Leidensgenossin

Heey
... und ich erst! Wahnsinn, ich dachte mir schon, als ich anfing deine Nachricht zu lesen "Oooh, jetzt kommt wieder so etwas wie "Ich vergesse auch ab und an was.. und muss mir Listen machen.. etc." aber du bist die erste Person, bei der ich wirklich der Meinung bin, die hat meine Nachricht wirklich gelesen und verstanden um was es geht/was das Problem ist.

Ich finde das irgendwie krass, du bist zwar 10 Jahre älter wie ich, aber auch finde es erschreckend, zu wissen, wie alt ich bin und das ERST JETZT der Zeitpunkt gekommen ist, wo ich alles realisiere und annehme.. Früher dachte ich immer, ich bin normal. Habe nie wahr genommen, das ich so vieles vergesse, so viel Konzentrationsprobleme habe. Lag wohl auch daran, dass ich immer zur Schule ging, und mir war ein Großteil der Schulzeit die Noten sche*ßegal. So traurig wie es auch klingt, ich hatte nie einen Sinn im Leben gesehen, nie eingesehen, mich dahin zu setzen und zu lernen. Keinen Anhaltspunkt gehabt. Ich fing eigentlich erst an, mein Leben richtig in die Hand zu nehmen, als ich 2012 meinen Freund kennenlernte... Wir führten eine lange Zeit eine Fernbeziehung und wir wollten das beide nicht auf Dauer. Er hatte seine Arbeit, seine Familie und mein Wunsch war es mein ganzes Leben lang, weg von da. Woanders hin, egal wohin. Ich war fast mit der Schule fertig (im letzten Jahr) als wir uns kennenlernten und dann war es eigentlich klar... Ich schrieb von da an gute Noten, engagierte mich, übernahm freiwillig Arbeiten. Was mir bis zu diesem Zeitpunkt unmöglich erschien. Schloss die Schule mit einem 2,1 Schnitt ab und schrieb früh genug Bewerbungen. War dann auch heilfroh, als ich eine Stelle gefunden hatte... war ein schwerer Weg. Zuvor hatte ich auch nie etwas von meinem Leben.. zugegeben, ich saß den ganzen Tag vor meinem Computer. Der Tag bestand aus essen, am Computer sitzen und gezwungenermaßen in die Schule zu gehen. Traurig ich weiß. Habe somit auch keine Erfahrungen gesammelt. Mein Freund holte mich aus dem ganzen Trott heraus. Durch ihn lernte ich eigentlich erst, was es wirklich bedeutet zu leben. Wir unternehmen viel. All das was ich mit ihm durchlebte und auch jetzt noch durchlebe kann man eigentlich erst richtig leben bezeichnen. Das davor war dahinvegetieren... Somit kann man sich auch vorstellen, was er mir bedeutet. All das was er sagt, nehme ich viel intensiver wahr wie von jedem anderen. Wenn er mich beleidigt ist da so, als würde man mir tausende von Messer ins Herz rammen... und worauf ich im eigentlichen Sinne hinauswollte, er war die erste und entscheidende Person wodurch ich meine eigentliche Persönlichkeit wahrnahm. Davor nahm ich sie nicht wahr.. wodurch auch, musste ja nichts leisten. Weder in der Schule, noch Zuhause. Tja, und er ist auch der springende Punkt, wieso ich jetzt was tue. Wer weiß, ob ich das ohne ihn jemals wahr genommen hätte.. Niemand sonst hätte mir das so vor Augen geführt..

Zurück zu deiner Nachricht.

Mir geht es wie dir. Ich bin auch vielseitig interessiert... egal ob das Musik betrifft, Kunst, Geschichte.. 1. und 2. Weltkrieg. All das interessiert mich... Geht mir auch so... was ich zum Beispiel gerne mache: mir Videos zu einem Thema ansehen (wie erneut das Beispiel 2. Weltkrieg) .. ich nehme dann zwar wahr, was gesagt wird und kann es auch in dem Moment verstehen. Aber sobald die Dokumentation vorüber ist (die gehen ja meist so ca. 45 Minuten) habe ich komplett alles vergessen... Das ist so belastend. Und so geht es mir bei allem. Bei mir ist das so, ich mache ja eine Ausbildung. Und ich schreibe in der Schule auch durchschnittlich nur 2er. Allerdings nicht wie bei anderen, die lesen sich das zwei-dreimal durch und verstehen das. Nein, wenn ich weiß, dass wir eine Arbeit schreiben dann lerne ich vier-fünf Wochen vorher. JEDEN Tag. JEDEN. Und dann wenn der Tag gekommen ist, wo wir die Arbeit schreiben. habe ich dennoch Angst, ich könnte versagen... manches vergesse ich dann in der ganzen Aufregung auch.. und im nachhinein fällt es mir dann ein... Mir geht es da wie dir. Ich habe das (und jetzt immer noch) sofort danach vergessen. Würde mich jemand mündlich zu dem Thema befragen würde ich gnadenlos versagen. Deshalb hasse ich es auch Vorträge zu halten, weil ich wahnsinnige Schwierigkeiten habe, das wieder zu geben. Ich sag das dann einfach so ab, als würde ich das Blatt vorlesen. Stelle mir das Blatt vor mir vor und ratter das herunter. Anders geht das nicht. Ich kann keine eigenen Formulierungen verwenden, ich kann das nur so sagen wie es auf dem Blatt steht. Bei mir ist das auch pures auswendig lernen. Auch bei der Arbeit, schreibe ich das genau so, wie ich es gelernt habe ab. Sobald die Aufgabe etwas verzwickt ist, und nicht zu dem passt, was ich auswendig gelernt habe. Schreibe ich einfach alles wahllos dahin, was mir ähnlich erscheint. Nur um an Punkte zu gelangen. Ich schreib auch immer ALLES auf, auch wenn es nur mit dem Thema verwandt ist oder es sogar zu viel ist nur damit ich auch wirklich jeden Punkt aufgeschrieben hab. Was mir auch mit der Zeit zum Verhängnis wird...

Ja, jeder sagt mir ich kann stolz auf mich sein, wegen den Noten. Dabei ist es kein Wissen in dem Sinne es ist stures Auswendiglernen. ich könnte niemals Lehrer werden, das weiß ich. Weil man den Leuten das ja vermitteln können muss. Und das könnte ich nicht. Niemals. Ich kann nur das aufschreiben, was ich auswendig gelernt habe. Auch wenn du hier in dem Beitrag die Kommentare der Leute siehst, alle sagen ich hab gute Noten, so dumm kannst du doch nicht sein. Aber darum geht es nicht. Man kann etwas auswendig lernen oder man versteht etwas wirklich. Beides kann man in gewisser Form wiedergeben nur wenn man es wirklich versteht behält man es auch langanhaltend. Aber diese Gabe besitze ich leider nicht. Und wenn dann nur im geringsten Maße.

Ich habe das Gefühl einfach Nichts richtig zu können und zu wissen, weder auf mein Studium bezogen, noch so im Alltag.

-> Genau so geht es mir auch. Weißt du, und dann sehe ich meinen Freund. Der hat keine Probleme auf der Arbeit, der kann sich vieles merken, aktiv an Gesprächen teilhaben. Und dann guckt man mich. Schreibe gute Noten in der Schule durch pures Auswendiglernen. Aber was habe ich sonst für Fähigkeiten? Keine. Es ist wirklich zum durchdrehen. Alles was ich irgendwie versuche zu erlernen. (Und es ist nicht so, als hätte ich keine Interessen) .. die will ich dann können und dann am besten zwanzig auf einmal. Aber bei jeder einzelnen verliere ich nach kurzer Zeit das Interesse daran und dann gibt es wieder neue Dinge die mich begeistern. Ich kann an keiner Sache dran bleiben, bin immer so ungeduldig. Will einfach so viele Sachen können aber nichts gelingt mir wirklich.. Beispiele dafür wären: Musik machen, malen, nähen. Nichts davon kann ich bisher. Nichts. Und all das nehme ich mir schon seit Jahren vor. Nicht erst seit gestern. Ich bin einfach nur froh, wenn ich nichts machen muss, weil dann weiß ich ich kann nichts falsch machen.

Wenn wir mit Freunden unterwegs sind. Ich merke das ja selber, egal ob es um ein banales Gespräch geht oder um Probleme. Mit mir redet niemand, jeder redet mit meinem Freund. Das verletzt mich auch. Wie oft habe ich schon gehört, das andere merken das etwas nicht mit mir stimmt. Wie oft haben andere meinen Freund gefragt ob ich müde bin oder betrunken. Weil ich nur stumm da sitze. Dabei möchte ich gerne mitreden. Ich möchte gerne diejenige sein mit der man offen über Probleme redet... Das ist mir alles so unangenehm. Oder dann gibt es ein Gespräch, jemand spricht mich darauf an und ich weiß dann natürlich überhaupt nicht um was es geht und lächel nur, oder sag "Was meinst du? Was?" alle lachen dann.. und mein Freund lacht mit und sagt nur "ach, ist sie wieder verpeilt.." dabei weiß ich genau, wie unangenehm ihm es ist. Mir ist das auch unangenehm. Ich kann mich selbst nicht ertragen. Wie gern wäre ich eine andere Person. Will doch nur unbeschwert leben können. Ich muss mir jeden Tag sagen "Heute bist du normal, heute machst du mal keine Fehler".. und jeden Tag enttäusche ich mich selbst aufs Neue. Ich bringe meine Mitmenschen in eine unangenehme Lage wie meinen Freund bei Freunden.. und es tut mir selbst so schrecklich leid, ich weiß selbst nicht woran es liegt. Ich bin nicht uninteressiert, ich bin redefreudig, ich kann mich für Ding begeistern, ich bin zuverlässig all das...

Ich wünschte, es gäbe eine Pille die mein komplettes Leben verändern würde, einmal normal sein bitte. Ich will doch nur normal sein...

Ich bin auch unzufrieden mit meinem Leben.. habe zwar keine Essstörung aber frage mich jeden Tag warum.. wie es sein könnte, in einem anderen Körper. Frage mich selbst, wie meine Mitmenschen es mit mir aushalten. Mein Freund, der sich jeden Tag mit mir herumärgert, bei dem ich mich jeden Tag aufs Neue frage, warum er nicht schon längst gegangen ist. Ich kann zwar nicht beurteilen wie es für eine andere Person ist, da ich ich bin. Aber ich sehe mich ja selbst und finde mich selbst unerträglich. Wie muss es da erst sein für eine Person, die mit mir zusammenlebt. Nicht in Worte zu fassen. Er sagt selbst, er regt sich jeden Tag über mich auf. Ich denke mir oft, er wäre besser dran, wenn er nicht mehr mir zusammen leben würde. Gerade in dem Moment wo ich das schreibe, tut es unbeschreiblich weh. Weil ich es nicht kann. Ich kann ihn nicht gehen lassen. Ich kann kein Leben ohne ihn führen es geht nicht. Und dann denke ich mir wieder, wie er es geschafft hat mir ein Leben zu ermöglichen. Das vegetieren beendet hat. An früherer Zeiten, wo wir nicht jeden Tag gestritten haben. Auch die Krisen die wir gemeistert haben. Es hört sich vielleicht naiv bescheuert was weiß ich an aber ich kann nicht ohne ihn leben. Ich schweife ab, den so eine Person scheinst du ja nicht zu haben, oder doch? Ach ja, wodurch weitere Probleme entstehen, nicht nur das wir jeden Tag streiten, nein. Ich bin auch krankhaft eifersüchtig. Ich bin auf JEDEN eifersüchtig. Egal wer es ist. Weil ich weiß, jeder ist besser, mit jedem wäre er glücklicher wie mit mir. Und das lässt mein Selbstbewusstsein noch mehr sinken, wobei das schon kaum niedriger sein könnte.

Um noch einmal zu dem Thema Essstörungen zurück zu kommen: Bei mir ist das eher so, dass ich mehr esse. Das dreifache wie früher. Was rede ich das fünfache. Was ein weiterer Hasspunkt für mich ist. Mein Körper. Ich fühle mich viel zu fett. Aber kriege es nicht hin abzunehmen. Nehme mir das seit vier Jahren mindestens vor. Doch nichts, abends wenn ich von der Arbeit nach Hause komme bin ich viel zu erschöpft. Das macht mich alles so fertig. So vieles möchte ich. Für so vieles würde ich doch so viel geben.. Doch schaffen tue ich nichts. Das einzige was ich mache ist arbeiten und Schulstoff in mich hineindrücken. Man beneidet mich für nichts, ich habe nichts außergewöhnliches geschaffen. Ich kann nichts besonders. Oft frage ich mich, was mein Freund noch an mir hält.

Bei mir gibt es nichts zu isolieren, da ich sowieso nie Freunde hatte. Die einzigen Freunde die ich habe sind die Freunde meines Freundes. Und gerne machen tue ich mit denen auch nichts, wegen den Gesprächen, wegen den nichts beitragen. Ich denke mir so oft, die müssen doch denken ich bin strunzdumm. Was ich wohl auch bin. In der Schule betitelt mich jeder als Streber. Weil ich gerne im Gegensatz zu früher Arbeiten übernehme. Also fallen da die Kontakte auch flach. Ein weiteres Problem ist bei mir dann auch, wenn ich jemanden gefunden habe, ich klammere zu sehr und das treibt die Leute dann schneller fort als ich "hallo" sagen kann. Leider.

Ich rede auch mit meiner Mutter darüber, aber die sagt nur ich bin nicht dumm. Da sollte ich vielleicht was erwähnen. War eine Frühgeburt. Kam im 6. Monat auf die Welt (Im Juli statt wie geplant im September) habe eine Spastik. Letzt bekam ich eine Überweisung zum MRT des Kopfs. Und da stand auf der Überweisung "frühkindlicher Hirnschaden" womit ich zuerst nichts anfangen zu wusste. Habe meine Mutter direkt darauf angesprochen, sie meinte nur, sie wüsste davon nichts. Ich wäre nur etwas von einer Spastik bekannt. Das wusste ich auch. Habe schon mein ganzes Leben lang viel Krankengymnastik dadurch gemacht. Na ja, jedenfalls scheint sich das jetzt so bestätigt zu haben. Man sagte mir, die Spastik käme durch den Hirnschaden. Aber wieso erwähnte das NIE IRGENJEMAND? Bekam jetzt auch schon das Ergebnis des MRTs. Verstehe aber nur Bahnhof. Habe jetzt am Donnerstag ein Aufklärungsgespräch bei meinem Neurologen und dann wird auch über weiteres Procederer entschieden. Sprich Diagnostik, Therapie.. vielleicht kommen meine ganzen Probleme ja durch den Hirnschaden? Das wäre aber zu einfach.. ich weiß es nicht, man wird es sehen.. Ach ja, habe mich auch schon bei mehreren Psychologen nach einem Termin erkundigt, da mein ganzes Leben halt schief läuft wegen den Problemen. Egal ob privat oder auf der Arbeit. Bekomme nirgends einen Termin. Stehe jetzt auf der Warteliste bei einer psychotherapeutischen Ambulanz. Musste da auch ein Fragebogen ausfüllen, da bekam ich als Antwort bei wäre eine hohe Belastung festgestellt worden sein. Das wusste ich auch schon zuvor.. Naja, diesbezüglich habe ich noch keine Rückmeldung wann da ein Platz frei ist und habe mich noch bei der neuropsychologischen Ambulanz angemeldet. Die wollen jetzt alle Befunde, sprich wenn ich den Termin bei dem Neurologen hatte wird der denen auch noch gefaxt.. und dann bekomme ich da noch einen Termin mache da einen neuropsychologischen Test.. und ach keine Ahnung wie es da weiter geht. Wird wohl ein langwieriger Prozess.. dabei will ich ja nur endlich normal sein. Mir dauert das alles viel zu lang. Das zieht sich so sehr. Es fällt mir alles so schwer. Wenn ich könnte, würde ich mich einfach gern in ein Raum einsperren und da nicht mehr rauskommen da kann ich wenigstens nichts falsch machen.... aber die Realität sieht leider anders aus. Meine Unintelligenz zeigt sich von Tag zu Tag...

ich schreibe schon wieder viel zu viel.. ich denke ich belasse es jetzt einfach mal dabei.. würde mich freuen, erneut von dir zu lesen "Gleichgesinnte"

Also du siehst, ich bin noch lange nicht so weit wie du. Brauche erstmal eine Ambulanz oder einen Therapeuten der sich mir annimmt. Bin ja schon gespannt, das Gespräch mit dem Neurologen ist am Donnerstag. Noch viel zu lange. Bin so nervös... ich hoffe der Rest geht dann auch schneller .... Ich kann das so nicht mehr !!!!

Ich mache dir gerne Mut und würde mich auf eine weitere Antwort freuen.


Viele liebe Grüße!!!

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2. November 2014 um 10:11

Hallo
Hallo,

Das Gedächtnis kann man trainieren, also die Merkfähigkeit.
Eine Möglichkeit wäre, dass die Problematik in der Filterung der Reize besteht.

Ich bin kein Fan von Diagnosen oder Verdachtsmomenten, da ich kein Arzt bin und generell eher vorsichtig damit vorgehe. Aber es belastet dich sehr das Problem, eine Möglichkeit wäre, dass es ADS wäre. Ein Aufmerksamkeits - Defizit-Syndrom.

Schau es dir mal genauer an und spreche mit deinem Arzt, bzw. lass dich zu einem Facharzt überweisen. Es könnte auch etwas anderes sein, aber das kann nur ein Arzt feststellen.

lg

stern

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2. November 2014 um 13:21
In Antwort auf pearce_12377672

Heey
... und ich erst! Wahnsinn, ich dachte mir schon, als ich anfing deine Nachricht zu lesen "Oooh, jetzt kommt wieder so etwas wie "Ich vergesse auch ab und an was.. und muss mir Listen machen.. etc." aber du bist die erste Person, bei der ich wirklich der Meinung bin, die hat meine Nachricht wirklich gelesen und verstanden um was es geht/was das Problem ist.

Ich finde das irgendwie krass, du bist zwar 10 Jahre älter wie ich, aber auch finde es erschreckend, zu wissen, wie alt ich bin und das ERST JETZT der Zeitpunkt gekommen ist, wo ich alles realisiere und annehme.. Früher dachte ich immer, ich bin normal. Habe nie wahr genommen, das ich so vieles vergesse, so viel Konzentrationsprobleme habe. Lag wohl auch daran, dass ich immer zur Schule ging, und mir war ein Großteil der Schulzeit die Noten sche*ßegal. So traurig wie es auch klingt, ich hatte nie einen Sinn im Leben gesehen, nie eingesehen, mich dahin zu setzen und zu lernen. Keinen Anhaltspunkt gehabt. Ich fing eigentlich erst an, mein Leben richtig in die Hand zu nehmen, als ich 2012 meinen Freund kennenlernte... Wir führten eine lange Zeit eine Fernbeziehung und wir wollten das beide nicht auf Dauer. Er hatte seine Arbeit, seine Familie und mein Wunsch war es mein ganzes Leben lang, weg von da. Woanders hin, egal wohin. Ich war fast mit der Schule fertig (im letzten Jahr) als wir uns kennenlernten und dann war es eigentlich klar... Ich schrieb von da an gute Noten, engagierte mich, übernahm freiwillig Arbeiten. Was mir bis zu diesem Zeitpunkt unmöglich erschien. Schloss die Schule mit einem 2,1 Schnitt ab und schrieb früh genug Bewerbungen. War dann auch heilfroh, als ich eine Stelle gefunden hatte... war ein schwerer Weg. Zuvor hatte ich auch nie etwas von meinem Leben.. zugegeben, ich saß den ganzen Tag vor meinem Computer. Der Tag bestand aus essen, am Computer sitzen und gezwungenermaßen in die Schule zu gehen. Traurig ich weiß. Habe somit auch keine Erfahrungen gesammelt. Mein Freund holte mich aus dem ganzen Trott heraus. Durch ihn lernte ich eigentlich erst, was es wirklich bedeutet zu leben. Wir unternehmen viel. All das was ich mit ihm durchlebte und auch jetzt noch durchlebe kann man eigentlich erst richtig leben bezeichnen. Das davor war dahinvegetieren... Somit kann man sich auch vorstellen, was er mir bedeutet. All das was er sagt, nehme ich viel intensiver wahr wie von jedem anderen. Wenn er mich beleidigt ist da so, als würde man mir tausende von Messer ins Herz rammen... und worauf ich im eigentlichen Sinne hinauswollte, er war die erste und entscheidende Person wodurch ich meine eigentliche Persönlichkeit wahrnahm. Davor nahm ich sie nicht wahr.. wodurch auch, musste ja nichts leisten. Weder in der Schule, noch Zuhause. Tja, und er ist auch der springende Punkt, wieso ich jetzt was tue. Wer weiß, ob ich das ohne ihn jemals wahr genommen hätte.. Niemand sonst hätte mir das so vor Augen geführt..

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Mir geht es wie dir. Ich bin auch vielseitig interessiert... egal ob das Musik betrifft, Kunst, Geschichte.. 1. und 2. Weltkrieg. All das interessiert mich... Geht mir auch so... was ich zum Beispiel gerne mache: mir Videos zu einem Thema ansehen (wie erneut das Beispiel 2. Weltkrieg) .. ich nehme dann zwar wahr, was gesagt wird und kann es auch in dem Moment verstehen. Aber sobald die Dokumentation vorüber ist (die gehen ja meist so ca. 45 Minuten) habe ich komplett alles vergessen... Das ist so belastend. Und so geht es mir bei allem. Bei mir ist das so, ich mache ja eine Ausbildung. Und ich schreibe in der Schule auch durchschnittlich nur 2er. Allerdings nicht wie bei anderen, die lesen sich das zwei-dreimal durch und verstehen das. Nein, wenn ich weiß, dass wir eine Arbeit schreiben dann lerne ich vier-fünf Wochen vorher. JEDEN Tag. JEDEN. Und dann wenn der Tag gekommen ist, wo wir die Arbeit schreiben. habe ich dennoch Angst, ich könnte versagen... manches vergesse ich dann in der ganzen Aufregung auch.. und im nachhinein fällt es mir dann ein... Mir geht es da wie dir. Ich habe das (und jetzt immer noch) sofort danach vergessen. Würde mich jemand mündlich zu dem Thema befragen würde ich gnadenlos versagen. Deshalb hasse ich es auch Vorträge zu halten, weil ich wahnsinnige Schwierigkeiten habe, das wieder zu geben. Ich sag das dann einfach so ab, als würde ich das Blatt vorlesen. Stelle mir das Blatt vor mir vor und ratter das herunter. Anders geht das nicht. Ich kann keine eigenen Formulierungen verwenden, ich kann das nur so sagen wie es auf dem Blatt steht. Bei mir ist das auch pures auswendig lernen. Auch bei der Arbeit, schreibe ich das genau so, wie ich es gelernt habe ab. Sobald die Aufgabe etwas verzwickt ist, und nicht zu dem passt, was ich auswendig gelernt habe. Schreibe ich einfach alles wahllos dahin, was mir ähnlich erscheint. Nur um an Punkte zu gelangen. Ich schreib auch immer ALLES auf, auch wenn es nur mit dem Thema verwandt ist oder es sogar zu viel ist nur damit ich auch wirklich jeden Punkt aufgeschrieben hab. Was mir auch mit der Zeit zum Verhängnis wird...

Ja, jeder sagt mir ich kann stolz auf mich sein, wegen den Noten. Dabei ist es kein Wissen in dem Sinne es ist stures Auswendiglernen. ich könnte niemals Lehrer werden, das weiß ich. Weil man den Leuten das ja vermitteln können muss. Und das könnte ich nicht. Niemals. Ich kann nur das aufschreiben, was ich auswendig gelernt habe. Auch wenn du hier in dem Beitrag die Kommentare der Leute siehst, alle sagen ich hab gute Noten, so dumm kannst du doch nicht sein. Aber darum geht es nicht. Man kann etwas auswendig lernen oder man versteht etwas wirklich. Beides kann man in gewisser Form wiedergeben nur wenn man es wirklich versteht behält man es auch langanhaltend. Aber diese Gabe besitze ich leider nicht. Und wenn dann nur im geringsten Maße.

Ich habe das Gefühl einfach Nichts richtig zu können und zu wissen, weder auf mein Studium bezogen, noch so im Alltag.

-> Genau so geht es mir auch. Weißt du, und dann sehe ich meinen Freund. Der hat keine Probleme auf der Arbeit, der kann sich vieles merken, aktiv an Gesprächen teilhaben. Und dann guckt man mich. Schreibe gute Noten in der Schule durch pures Auswendiglernen. Aber was habe ich sonst für Fähigkeiten? Keine. Es ist wirklich zum durchdrehen. Alles was ich irgendwie versuche zu erlernen. (Und es ist nicht so, als hätte ich keine Interessen) .. die will ich dann können und dann am besten zwanzig auf einmal. Aber bei jeder einzelnen verliere ich nach kurzer Zeit das Interesse daran und dann gibt es wieder neue Dinge die mich begeistern. Ich kann an keiner Sache dran bleiben, bin immer so ungeduldig. Will einfach so viele Sachen können aber nichts gelingt mir wirklich.. Beispiele dafür wären: Musik machen, malen, nähen. Nichts davon kann ich bisher. Nichts. Und all das nehme ich mir schon seit Jahren vor. Nicht erst seit gestern. Ich bin einfach nur froh, wenn ich nichts machen muss, weil dann weiß ich ich kann nichts falsch machen.

Wenn wir mit Freunden unterwegs sind. Ich merke das ja selber, egal ob es um ein banales Gespräch geht oder um Probleme. Mit mir redet niemand, jeder redet mit meinem Freund. Das verletzt mich auch. Wie oft habe ich schon gehört, das andere merken das etwas nicht mit mir stimmt. Wie oft haben andere meinen Freund gefragt ob ich müde bin oder betrunken. Weil ich nur stumm da sitze. Dabei möchte ich gerne mitreden. Ich möchte gerne diejenige sein mit der man offen über Probleme redet... Das ist mir alles so unangenehm. Oder dann gibt es ein Gespräch, jemand spricht mich darauf an und ich weiß dann natürlich überhaupt nicht um was es geht und lächel nur, oder sag "Was meinst du? Was?" alle lachen dann.. und mein Freund lacht mit und sagt nur "ach, ist sie wieder verpeilt.." dabei weiß ich genau, wie unangenehm ihm es ist. Mir ist das auch unangenehm. Ich kann mich selbst nicht ertragen. Wie gern wäre ich eine andere Person. Will doch nur unbeschwert leben können. Ich muss mir jeden Tag sagen "Heute bist du normal, heute machst du mal keine Fehler".. und jeden Tag enttäusche ich mich selbst aufs Neue. Ich bringe meine Mitmenschen in eine unangenehme Lage wie meinen Freund bei Freunden.. und es tut mir selbst so schrecklich leid, ich weiß selbst nicht woran es liegt. Ich bin nicht uninteressiert, ich bin redefreudig, ich kann mich für Ding begeistern, ich bin zuverlässig all das...

Ich wünschte, es gäbe eine Pille die mein komplettes Leben verändern würde, einmal normal sein bitte. Ich will doch nur normal sein...

Ich bin auch unzufrieden mit meinem Leben.. habe zwar keine Essstörung aber frage mich jeden Tag warum.. wie es sein könnte, in einem anderen Körper. Frage mich selbst, wie meine Mitmenschen es mit mir aushalten. Mein Freund, der sich jeden Tag mit mir herumärgert, bei dem ich mich jeden Tag aufs Neue frage, warum er nicht schon längst gegangen ist. Ich kann zwar nicht beurteilen wie es für eine andere Person ist, da ich ich bin. Aber ich sehe mich ja selbst und finde mich selbst unerträglich. Wie muss es da erst sein für eine Person, die mit mir zusammenlebt. Nicht in Worte zu fassen. Er sagt selbst, er regt sich jeden Tag über mich auf. Ich denke mir oft, er wäre besser dran, wenn er nicht mehr mir zusammen leben würde. Gerade in dem Moment wo ich das schreibe, tut es unbeschreiblich weh. Weil ich es nicht kann. Ich kann ihn nicht gehen lassen. Ich kann kein Leben ohne ihn führen es geht nicht. Und dann denke ich mir wieder, wie er es geschafft hat mir ein Leben zu ermöglichen. Das vegetieren beendet hat. An früherer Zeiten, wo wir nicht jeden Tag gestritten haben. Auch die Krisen die wir gemeistert haben. Es hört sich vielleicht naiv bescheuert was weiß ich an aber ich kann nicht ohne ihn leben. Ich schweife ab, den so eine Person scheinst du ja nicht zu haben, oder doch? Ach ja, wodurch weitere Probleme entstehen, nicht nur das wir jeden Tag streiten, nein. Ich bin auch krankhaft eifersüchtig. Ich bin auf JEDEN eifersüchtig. Egal wer es ist. Weil ich weiß, jeder ist besser, mit jedem wäre er glücklicher wie mit mir. Und das lässt mein Selbstbewusstsein noch mehr sinken, wobei das schon kaum niedriger sein könnte.

Um noch einmal zu dem Thema Essstörungen zurück zu kommen: Bei mir ist das eher so, dass ich mehr esse. Das dreifache wie früher. Was rede ich das fünfache. Was ein weiterer Hasspunkt für mich ist. Mein Körper. Ich fühle mich viel zu fett. Aber kriege es nicht hin abzunehmen. Nehme mir das seit vier Jahren mindestens vor. Doch nichts, abends wenn ich von der Arbeit nach Hause komme bin ich viel zu erschöpft. Das macht mich alles so fertig. So vieles möchte ich. Für so vieles würde ich doch so viel geben.. Doch schaffen tue ich nichts. Das einzige was ich mache ist arbeiten und Schulstoff in mich hineindrücken. Man beneidet mich für nichts, ich habe nichts außergewöhnliches geschaffen. Ich kann nichts besonders. Oft frage ich mich, was mein Freund noch an mir hält.

Bei mir gibt es nichts zu isolieren, da ich sowieso nie Freunde hatte. Die einzigen Freunde die ich habe sind die Freunde meines Freundes. Und gerne machen tue ich mit denen auch nichts, wegen den Gesprächen, wegen den nichts beitragen. Ich denke mir so oft, die müssen doch denken ich bin strunzdumm. Was ich wohl auch bin. In der Schule betitelt mich jeder als Streber. Weil ich gerne im Gegensatz zu früher Arbeiten übernehme. Also fallen da die Kontakte auch flach. Ein weiteres Problem ist bei mir dann auch, wenn ich jemanden gefunden habe, ich klammere zu sehr und das treibt die Leute dann schneller fort als ich "hallo" sagen kann. Leider.

Ich rede auch mit meiner Mutter darüber, aber die sagt nur ich bin nicht dumm. Da sollte ich vielleicht was erwähnen. War eine Frühgeburt. Kam im 6. Monat auf die Welt (Im Juli statt wie geplant im September) habe eine Spastik. Letzt bekam ich eine Überweisung zum MRT des Kopfs. Und da stand auf der Überweisung "frühkindlicher Hirnschaden" womit ich zuerst nichts anfangen zu wusste. Habe meine Mutter direkt darauf angesprochen, sie meinte nur, sie wüsste davon nichts. Ich wäre nur etwas von einer Spastik bekannt. Das wusste ich auch. Habe schon mein ganzes Leben lang viel Krankengymnastik dadurch gemacht. Na ja, jedenfalls scheint sich das jetzt so bestätigt zu haben. Man sagte mir, die Spastik käme durch den Hirnschaden. Aber wieso erwähnte das NIE IRGENJEMAND? Bekam jetzt auch schon das Ergebnis des MRTs. Verstehe aber nur Bahnhof. Habe jetzt am Donnerstag ein Aufklärungsgespräch bei meinem Neurologen und dann wird auch über weiteres Procederer entschieden. Sprich Diagnostik, Therapie.. vielleicht kommen meine ganzen Probleme ja durch den Hirnschaden? Das wäre aber zu einfach.. ich weiß es nicht, man wird es sehen.. Ach ja, habe mich auch schon bei mehreren Psychologen nach einem Termin erkundigt, da mein ganzes Leben halt schief läuft wegen den Problemen. Egal ob privat oder auf der Arbeit. Bekomme nirgends einen Termin. Stehe jetzt auf der Warteliste bei einer psychotherapeutischen Ambulanz. Musste da auch ein Fragebogen ausfüllen, da bekam ich als Antwort bei wäre eine hohe Belastung festgestellt worden sein. Das wusste ich auch schon zuvor.. Naja, diesbezüglich habe ich noch keine Rückmeldung wann da ein Platz frei ist und habe mich noch bei der neuropsychologischen Ambulanz angemeldet. Die wollen jetzt alle Befunde, sprich wenn ich den Termin bei dem Neurologen hatte wird der denen auch noch gefaxt.. und dann bekomme ich da noch einen Termin mache da einen neuropsychologischen Test.. und ach keine Ahnung wie es da weiter geht. Wird wohl ein langwieriger Prozess.. dabei will ich ja nur endlich normal sein. Mir dauert das alles viel zu lang. Das zieht sich so sehr. Es fällt mir alles so schwer. Wenn ich könnte, würde ich mich einfach gern in ein Raum einsperren und da nicht mehr rauskommen da kann ich wenigstens nichts falsch machen.... aber die Realität sieht leider anders aus. Meine Unintelligenz zeigt sich von Tag zu Tag...

ich schreibe schon wieder viel zu viel.. ich denke ich belasse es jetzt einfach mal dabei.. würde mich freuen, erneut von dir zu lesen "Gleichgesinnte"

Also du siehst, ich bin noch lange nicht so weit wie du. Brauche erstmal eine Ambulanz oder einen Therapeuten der sich mir annimmt. Bin ja schon gespannt, das Gespräch mit dem Neurologen ist am Donnerstag. Noch viel zu lange. Bin so nervös... ich hoffe der Rest geht dann auch schneller .... Ich kann das so nicht mehr !!!!

Ich mache dir gerne Mut und würde mich auf eine weitere Antwort freuen.


Viele liebe Grüße!!!

Also
bei mir ist es eher so, dass ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang das Gefühl habe irgendwie "anders" zu sein. Ich kann es ehrlich gesagt gar nicht so genau beschreiben, was da anders ist an mir. Ich war wohl ein extremes Schreikind. Habe teilweise 10 Stunden durch geschrien und war kaum zu beruhigen. Meine Eltern sind mit mir in diversen Krankenhäusern gewesen, aber physisch wurde da Nichts gefunden. Angebloich war ich auch immer von der Entwicklung her alles andere als normal, teilweise sogar motorisch weiter als Gleichaltrige....Auch habe ich als Baby, Kleinkind, Schulkind und auch später noch als Jugendliche immer so schreckliche Wut-und Agressionsanfälle bekommen. Ich war kaum zu beruhigen. Habe mich versucht selbst zu verletzten und bin einfach völlig ausgerastet. Es war, als wäre ich in diesen Momenten nicht mehr ich selbst. Warum ich das gemacht habe weiß ich nicht. Meine Eltern und Geschwistern haben sehr darunter gelitten, da ich dann teilweise auch echt fiese Sachen gesagt habe. Ich liebe meine Familie und es wäre für mich das Schlimmste, wenn einem aus meiner Familie etwas Zustoßen würde. Ich weiß nicht, warum ich immer wieder so "böse" war und versucht habe Menschen, die ich eigentlich liebe zu verletzen. Eventuell liegt da Borderline vor???
Im Kindergarten und in der Grundschule war ich extrem zurück gezogen. Ich habe kaum mit anderen Kindern gesprochen oder gespielt. Ich habe mich einfach nicht getraut bzw es war mir auch irgendwie immer zu viel um mich herum. Klar man kann nun sagen, dass man da nicht zu viel rein interpretieren sollte und vielleicht war/bin ich einfach nur ein extrem schüchterner Mensch Das habe ich mir auch immer und immer wieder versucht zu sagen und ich habe versucht "normal" weiter zu machen mit meinem Leben, aber es klappt eben einfach nicht und ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass irgendetwas nicht mit mir stimmt und dass das nicht nur so eine Phase ist, die auch wieder vorbei gehen wird. Das habe ich jahrelang gehofft, aber es geht eben nicht vorbei sondern wird im gegenteil eher schlimmer. Ich weiß nur nicht was da nicht stimmt.
Ich konnte/ kann mich auch nur sehr schwer auf mehrere Menschen konzentrieren und hänge mich dann auch eher nur an eine Person. Ich habe auch oft das Gefühl, dass mein Gehirn einfach nicht so viel Information aufnehmen kann; egal ob es sich um Lernstoff handelt oder um Freizeitaktivitäten. Heute bin ich zB mit Freundinnen zum Kucken backen und Film gucken verabredet, aber ich habe jetzt schon Panik, dass mir das zu viel wird. Total bescheuert. Ich habe auch dauernd das Gefühl nirgens so richtig dazu zugehören. Ich habe zwar schon einige Freunde, aber irgendwie ist da immer so eine Distanz. Vielleicht rede ich mir das auch ein...Überhaupt weiß ich langsam nicht mehr, was ich mir einrede und was nicht. Ich werde immer unsicherer.
Liegt bei mir ein psychisches Problem vor? Funktioniert bei mir etwas im Gehirn nicht richtig oder ist es vielleicht eine Persönlichkeitsstörung? Ich weiß es nicht.

Das Problem mit den guten Noten habe ich auch. Ich habe "einfach" total verbissen etwas Auswendig gelernt und dann habe ich natürlich eine gute Note geschrieben. Aber eigentlich kann ich das, was ich gelernt habe gar nicht anwenden. Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass wir einfach nicht so sehr intelligent sind oder sind wir einfach nur völlig unsicher und blockiert?

Ich fange auch wie du immer 1000 Sachen an und kann mich dann leider auf keine einzige Sache richtig fixieren.
Das ist total frustrierend.

Ein Beispiel:
Ich wache morgens auf, mache den PC an und möchte kurz etwas aus der Zeitung lesen. Geht aber nicht, da meine Gedanken mal wieder völlig zerstreut sind und ich mir einrede "Das verstehst du doch eh nicht. Dir fehlt das ganze Hintergrundwissen". Ich höre also nach ein paar Sätzen wieder auf zu lesen und fange an einen wissenschaftlichen Artikel auf Englisch zu lesen. Auch den schaffe ich nur anzufangen, da ich mich einfach nicht darauf fokussieren kann bzw mir eh denke "Du bist viel zu dumm um das zu verstehen und eigentlich solltest du lieber schnell duschen und was für die Uni machen" Ich fange aber gar nicht erst an mit meinem Uni-Kram, da ich nun wieder darüber nachdenke, ob es nicht besser ist erst einkaufen zu gehen usw. Aber auch das Einkaufen ist eine Qual für mich. Denn da muss ich ja wieder Entscheidungen treffen.

Ich kann dich sehr gut verstehen, dass dir das unangenehm vor deinem Freund ist so wenig zu wissen oder mitzubekommen. Bei mir heißt es auch fast immer "Ach die Verpeilte" bekommt mal wieder nichts mit. Ich verstehe das auch nicht, woran das liegt. Bei mir ist das auch extrem, wenn ich einen Film oder so gucke, z.B. Tatort. Ich verstehe oft echt nicht, um was es da geht. Aber ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich mich einfach nicht darauf konzentrieren kann oder ob es an meinem mangelnden Intellekt liegt. Das lässt mich verzweifeln und macht mich langsam immer und immer unsicherer.

Immerhin hast du einen Freund. Ich habe totale Angst, dass ich für immer alleine bleiben werde, wenn sich nicht bald etwas in meinem Leben ändert.
Bei mir ist meine Mom eigentlich diejenige, die mir die größte Sicherheit gibt und mit der ich über alles sprechen kann.

Ich denke, dass dieses Klammern an deinen Freund aus deiner großen Unsicherheit folgt. Da du dir selbst kaum etwas zutraust und so extrem unsicher bist (Was ich natürlich verstehen kann, denn es ist einfach extrem verunsichernd, wenn man sich nichts merken kann, oft Gesprächen nicht folgen kann etc.pp)
Vielleicht wird das ja wirklich alles besser, wenn wir endlich, endlich den Grund dafür herausfinden. Ich hoffe es soooooo sehr.

Das Problem mit dem Selberformulieren und Freisprechen kenne ich leider auch. Auch da frage ich mich wieder, ob es an meinem Intellekt liegt oder schlicht und einfach daran, dass ich null Selbstbewusstsein habe und mir das einfach nicht zutraue.



Aber das ist doch schonmal ein Schritt in die richtige Richtung, dass du das mit dem MRT und dem psychologischen Test angeleiert hast. Ich drücke dir die Daumen, dass das eventuell etwas Aufschluss gibt.
Wie bist du denn an ein MRT gekommen? Also hast du das vorgeschlagen oder hat dir dein Arzt empfohlen mal ein MRT zu machen? Wird das von deiner Krankenkasse übernommen?
Ach und man kann einen frühkindlichen Hirnschaden an einem MRT erkennen? Interessant. Das wusste ich nicht.
Und was bedeutet das, dass bei dir eine hohe Belastung festgestellt wurde?

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass dich das Gespräch am Donnerstag mit deinem Psychologen weiter bringt. Ich habe am Donnerstag einen Termin bei meiner Psychiaterin und werde nochmal versuchen mit ihr über die bestehende Problematik zu sprechen. Da bei mir über die Jahre nun leider so viel zusammen kommt (Magersucht, Depression, Sozialphobie, Angststörung, und wer weiß, was ich noch alles für Diagnosen bekomme) ist es leider sehr, sehr schwierig da nun Ursache und Symptome zu sortieren.

Ich bin imo übrigens auch ganz stark am Überlegen, ob ich in eine Klinik gehen soll. Ich überlege das im Prinzip schon seit Jahren, aber habe mich noch nicht getraut. Da ich aber mein Leben alleine scheinbar nicht in den Griff bekomme, werde ich diesen Schritt eventuell nun doch endlich mal wagen.

liebe Grüße, nikati

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2. November 2014 um 15:07
In Antwort auf sonnenblauerstern

Hallo
Hallo,

Das Gedächtnis kann man trainieren, also die Merkfähigkeit.
Eine Möglichkeit wäre, dass die Problematik in der Filterung der Reize besteht.

Ich bin kein Fan von Diagnosen oder Verdachtsmomenten, da ich kein Arzt bin und generell eher vorsichtig damit vorgehe. Aber es belastet dich sehr das Problem, eine Möglichkeit wäre, dass es ADS wäre. Ein Aufmerksamkeits - Defizit-Syndrom.

Schau es dir mal genauer an und spreche mit deinem Arzt, bzw. lass dich zu einem Facharzt überweisen. Es könnte auch etwas anderes sein, aber das kann nur ein Arzt feststellen.

lg

stern

Hey stern.
Auf AD(H)S und damit einhergehende Probleme mit der Filterung der Reize bin ich bei mir auch schon gestoßen und musste da auch bei torturedoll direkt dran denken. Klar, man kann hier im Forum keine richtige Diagnose erstellen, aber zumindest kann man ja versuchen über so öffentliche Plattformen dem Problem etwas näher zu kommen. Die eigentliche Diagnose muss dann selbstverständlich ein Arzt stellen.
Irgendwie hoffe ich es schon fast, dass mein Problem "einfach nur" AD(H)S heißt. Das ist mein größter Wunsch, endlich herauszufinden, was bei mir nicht rund läuft!

liebe Grüße, nikati

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2. November 2014 um 20:47
In Antwort auf sonnenblauerstern

Hallo
Hallo,

Das Gedächtnis kann man trainieren, also die Merkfähigkeit.
Eine Möglichkeit wäre, dass die Problematik in der Filterung der Reize besteht.

Ich bin kein Fan von Diagnosen oder Verdachtsmomenten, da ich kein Arzt bin und generell eher vorsichtig damit vorgehe. Aber es belastet dich sehr das Problem, eine Möglichkeit wäre, dass es ADS wäre. Ein Aufmerksamkeits - Defizit-Syndrom.

Schau es dir mal genauer an und spreche mit deinem Arzt, bzw. lass dich zu einem Facharzt überweisen. Es könnte auch etwas anderes sein, aber das kann nur ein Arzt feststellen.

lg

stern

Hey
Guten Abend sonnenblauerstern,

Daran habe ich auch schon gedacht, das Gedächtnis zu trainieren. Allerdings ist es damit nicht getan. Da spielen viel zu viele Fakoren eine Rolle.

Naja, also bei mir wurde ja scheinbar schon seit meiner Geburt ein frühkindlicher Hirnschaden entdeckt. Meine Überlegung ist halt jetzt, ob es daran liegt. Weiteres wäre halt, ob es rein neurologisch ist oder auch psychisch wobei ich denke, dass da beide Faktoren eine wichtige Rolle spielen... Und ja klar, ich denke schon dass das wirklich ein grundlegendes Problem des Gehirns ist. Möglich dass da auch die Filterung der Reize dabei eine Rolle spielt.

Das musst und sollst du auch nicht - Diagnosen stellen - aber ja, du wirst lachen aber darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Wobei, viel weniger ich, eher mein Azubicoach und meine Chefin... habe aber noch nichts in die Richtung unternommen. Fakt ist jedenfalls das 90 % der Symptome auf mich zutreffen..

Im Übrigen hatte ich den Verdacht beim Neurologen auch schon angesprochen (der mich darauffolgend zum MRT und zum neuropsychologischen Test überwies..) am Donnerstag habe ich den Besprechungstermin beim Neurologen bezüglich des Ergebnis des MRT's da kann ich ihn ja auch noch einmal darauf ansprechen da wir ja dann sowieso auch über die weitere Diagnostik und Therapie reden...

Ich werde weiter machen und mich nicht entmutigen lassen. Früher oder später werde ich herausfinden, an was es jetzt genau liegt. Es wird ein weiter Weg aber diesen nehme ich in Kauf und werde ihn auch gehen.

Vielen Dank für deine Antwort liebe Grüße und ich hoffe man liest sich wieder einmal.

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2. November 2014 um 23:32
In Antwort auf alisha_12758359

Also
bei mir ist es eher so, dass ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang das Gefühl habe irgendwie "anders" zu sein. Ich kann es ehrlich gesagt gar nicht so genau beschreiben, was da anders ist an mir. Ich war wohl ein extremes Schreikind. Habe teilweise 10 Stunden durch geschrien und war kaum zu beruhigen. Meine Eltern sind mit mir in diversen Krankenhäusern gewesen, aber physisch wurde da Nichts gefunden. Angebloich war ich auch immer von der Entwicklung her alles andere als normal, teilweise sogar motorisch weiter als Gleichaltrige....Auch habe ich als Baby, Kleinkind, Schulkind und auch später noch als Jugendliche immer so schreckliche Wut-und Agressionsanfälle bekommen. Ich war kaum zu beruhigen. Habe mich versucht selbst zu verletzten und bin einfach völlig ausgerastet. Es war, als wäre ich in diesen Momenten nicht mehr ich selbst. Warum ich das gemacht habe weiß ich nicht. Meine Eltern und Geschwistern haben sehr darunter gelitten, da ich dann teilweise auch echt fiese Sachen gesagt habe. Ich liebe meine Familie und es wäre für mich das Schlimmste, wenn einem aus meiner Familie etwas Zustoßen würde. Ich weiß nicht, warum ich immer wieder so "böse" war und versucht habe Menschen, die ich eigentlich liebe zu verletzen. Eventuell liegt da Borderline vor???
Im Kindergarten und in der Grundschule war ich extrem zurück gezogen. Ich habe kaum mit anderen Kindern gesprochen oder gespielt. Ich habe mich einfach nicht getraut bzw es war mir auch irgendwie immer zu viel um mich herum. Klar man kann nun sagen, dass man da nicht zu viel rein interpretieren sollte und vielleicht war/bin ich einfach nur ein extrem schüchterner Mensch Das habe ich mir auch immer und immer wieder versucht zu sagen und ich habe versucht "normal" weiter zu machen mit meinem Leben, aber es klappt eben einfach nicht und ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass irgendetwas nicht mit mir stimmt und dass das nicht nur so eine Phase ist, die auch wieder vorbei gehen wird. Das habe ich jahrelang gehofft, aber es geht eben nicht vorbei sondern wird im gegenteil eher schlimmer. Ich weiß nur nicht was da nicht stimmt.
Ich konnte/ kann mich auch nur sehr schwer auf mehrere Menschen konzentrieren und hänge mich dann auch eher nur an eine Person. Ich habe auch oft das Gefühl, dass mein Gehirn einfach nicht so viel Information aufnehmen kann; egal ob es sich um Lernstoff handelt oder um Freizeitaktivitäten. Heute bin ich zB mit Freundinnen zum Kucken backen und Film gucken verabredet, aber ich habe jetzt schon Panik, dass mir das zu viel wird. Total bescheuert. Ich habe auch dauernd das Gefühl nirgens so richtig dazu zugehören. Ich habe zwar schon einige Freunde, aber irgendwie ist da immer so eine Distanz. Vielleicht rede ich mir das auch ein...Überhaupt weiß ich langsam nicht mehr, was ich mir einrede und was nicht. Ich werde immer unsicherer.
Liegt bei mir ein psychisches Problem vor? Funktioniert bei mir etwas im Gehirn nicht richtig oder ist es vielleicht eine Persönlichkeitsstörung? Ich weiß es nicht.

Das Problem mit den guten Noten habe ich auch. Ich habe "einfach" total verbissen etwas Auswendig gelernt und dann habe ich natürlich eine gute Note geschrieben. Aber eigentlich kann ich das, was ich gelernt habe gar nicht anwenden. Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass wir einfach nicht so sehr intelligent sind oder sind wir einfach nur völlig unsicher und blockiert?

Ich fange auch wie du immer 1000 Sachen an und kann mich dann leider auf keine einzige Sache richtig fixieren.
Das ist total frustrierend.

Ein Beispiel:
Ich wache morgens auf, mache den PC an und möchte kurz etwas aus der Zeitung lesen. Geht aber nicht, da meine Gedanken mal wieder völlig zerstreut sind und ich mir einrede "Das verstehst du doch eh nicht. Dir fehlt das ganze Hintergrundwissen". Ich höre also nach ein paar Sätzen wieder auf zu lesen und fange an einen wissenschaftlichen Artikel auf Englisch zu lesen. Auch den schaffe ich nur anzufangen, da ich mich einfach nicht darauf fokussieren kann bzw mir eh denke "Du bist viel zu dumm um das zu verstehen und eigentlich solltest du lieber schnell duschen und was für die Uni machen" Ich fange aber gar nicht erst an mit meinem Uni-Kram, da ich nun wieder darüber nachdenke, ob es nicht besser ist erst einkaufen zu gehen usw. Aber auch das Einkaufen ist eine Qual für mich. Denn da muss ich ja wieder Entscheidungen treffen.

Ich kann dich sehr gut verstehen, dass dir das unangenehm vor deinem Freund ist so wenig zu wissen oder mitzubekommen. Bei mir heißt es auch fast immer "Ach die Verpeilte" bekommt mal wieder nichts mit. Ich verstehe das auch nicht, woran das liegt. Bei mir ist das auch extrem, wenn ich einen Film oder so gucke, z.B. Tatort. Ich verstehe oft echt nicht, um was es da geht. Aber ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich mich einfach nicht darauf konzentrieren kann oder ob es an meinem mangelnden Intellekt liegt. Das lässt mich verzweifeln und macht mich langsam immer und immer unsicherer.

Immerhin hast du einen Freund. Ich habe totale Angst, dass ich für immer alleine bleiben werde, wenn sich nicht bald etwas in meinem Leben ändert.
Bei mir ist meine Mom eigentlich diejenige, die mir die größte Sicherheit gibt und mit der ich über alles sprechen kann.

Ich denke, dass dieses Klammern an deinen Freund aus deiner großen Unsicherheit folgt. Da du dir selbst kaum etwas zutraust und so extrem unsicher bist (Was ich natürlich verstehen kann, denn es ist einfach extrem verunsichernd, wenn man sich nichts merken kann, oft Gesprächen nicht folgen kann etc.pp)
Vielleicht wird das ja wirklich alles besser, wenn wir endlich, endlich den Grund dafür herausfinden. Ich hoffe es soooooo sehr.

Das Problem mit dem Selberformulieren und Freisprechen kenne ich leider auch. Auch da frage ich mich wieder, ob es an meinem Intellekt liegt oder schlicht und einfach daran, dass ich null Selbstbewusstsein habe und mir das einfach nicht zutraue.



Aber das ist doch schonmal ein Schritt in die richtige Richtung, dass du das mit dem MRT und dem psychologischen Test angeleiert hast. Ich drücke dir die Daumen, dass das eventuell etwas Aufschluss gibt.
Wie bist du denn an ein MRT gekommen? Also hast du das vorgeschlagen oder hat dir dein Arzt empfohlen mal ein MRT zu machen? Wird das von deiner Krankenkasse übernommen?
Ach und man kann einen frühkindlichen Hirnschaden an einem MRT erkennen? Interessant. Das wusste ich nicht.
Und was bedeutet das, dass bei dir eine hohe Belastung festgestellt wurde?

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass dich das Gespräch am Donnerstag mit deinem Psychologen weiter bringt. Ich habe am Donnerstag einen Termin bei meiner Psychiaterin und werde nochmal versuchen mit ihr über die bestehende Problematik zu sprechen. Da bei mir über die Jahre nun leider so viel zusammen kommt (Magersucht, Depression, Sozialphobie, Angststörung, und wer weiß, was ich noch alles für Diagnosen bekomme) ist es leider sehr, sehr schwierig da nun Ursache und Symptome zu sortieren.

Ich bin imo übrigens auch ganz stark am Überlegen, ob ich in eine Klinik gehen soll. Ich überlege das im Prinzip schon seit Jahren, aber habe mich noch nicht getraut. Da ich aber mein Leben alleine scheinbar nicht in den Griff bekomme, werde ich diesen Schritt eventuell nun doch endlich mal wagen.

liebe Grüße, nikati

Huhuuu
Guten Abend, Nikati

Vielen Dank für deine super schnelle Antwort. War echt überrascht, als ich gerade gesehen hatte das du schon auf den Berg von Antwort geantwortet hast und es freut mich.

PS: Ich neige dazu ab zu schweifen. Sprich wenn ich auf etwas antworte bringe ich gerne die Antwort auf viele weitere Ecken sodass sie im Endeffekt bei ganz einem anderen Thema raus kommt. - Tut mir Leid dafür. deswegen sind meine Nachrichten wohl auch noch viel länger wie deine...

Nun zu deiner Antwort: Hmm, ich weiß nicht was ich als vorteilhafter empfinden soll. Wenn man es sein ganzes Leben lang weiß, dass man nicht ganz normal ist oder wenn man es erst spät mit 17 Jahren wahr nimmt. Ich denke, wenn ich könnte, würde ich lieber in deiner Haut gesteckt haben wollen wie in meiner. Ich weiß auch nicht, birgt alles seine Vor- und Nachteile. Hey, schließlich dachte ich zuvor ich seie normal... wahrscheinlich haben sich all die Leute über mich lustig gemacht und den Kopf geschüttelt und ich wusste nie warum meinst du, dass ich nie Freunde hatte bzw. kaum hängt vielleicht auch damit zusammen? Ich kann mir das jedenfalls sehr gut vorstellen. Ein Schreikind war ich auch, jedenfalls nach meinen Eltern zu beurteilen. Ich schrie nur und war allgemein auch ein anstrengendes Kind/Baby. Was ich nur lustig fand, meine Eltern wussten IMMER das ich hinten dran bin mit der Entwicklung, spielten mir aber die heile Welt vor und sagten mir lediglich was von der Spastik... wenn ich es doch nur eher heraus gefunden hätte .. ich weiß auch nicht, vielleicht wäre ich dann jetzt nicht an dem Punkt, wo ich eben bin. Jedenfalls, was die damalige Entwicklung betraf liegen da Welten bei uns auseinander. Du eher hochbegabter bei mir war sofort klar, zurückgebliebener. Ich finde das irgendwie interessant und doch auch erschreckend. Ich meine, jetzt teilen wir das gleiche Schicksal. Das da im Krankenhaus nie etwas rauskam wegen der Schreierei kann ich mir auch nicht erklären. Verständlich dass deine Eltern da mit dir ins Krankenhaus sind. Man könnte sich da jetzt auch wieder eine Fragen zu stellen. Haben die dich ausreichend untersucht? Stand damals schon die alles entscheidende Diagnose? Man wird es jedoch nie heraus finden. Ich habe mir auch schon einmal überlegt nachzuforschen. Meine Eltern sagen ja immer, sie wussten nichts von dem frühkindlichen Hirnschaden. Allerdings, das MRT Ergebnis belegt das ja und zudem kommt die Spastik ja durch den Hirnschaden und nicht anders herum. Haben die Ärzte es meinen Eltern wirklich verheimlicht? Können die sich nicht mehr daran erinnern (also meine Eltern) dazu müsste man jetzt sagen, ich bin ihr Kind, so etwas vergisst man ja nicht einfach. Oder wissen sie es wirklich nicht, wie sie mir weiß machen wollen. Ich kann ihnen einfach kein Glauben mehr schenken. Keine Ahnung, irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass sie es wussten. Kann mir ja eigentlich auch egal sein, jedoch beschäftigt mich das einfach und ich suche Antworten. Zurück zu deinem Text: Wut- und Aggressionsanfälle hatte ich nie. Keine Ahnung, da sehe ich wieder kein gemeinsamen Punkt. Ich war eher das typische Opfer. Immer. Ich habe nie etwas gesagt. Man konnte mit mir wirklich alles machen. Ich bin nie ausgerastet. Ich habe nie jemanden zur Rede gestellt. Das einzige was ich immer konnte, und kann ist heulen wenn es mir scheiße geht und ich mich ungerecht behandelt fühle. Da sitze ich einfach nur da und heule. Ich weiß selbst, das bringt nichts aber in dem Moment geht es nicht anders. Das muss raus. Allgemein, ich kann nie jemanden die Meinung sagen. Seie es meine Kollegin (mit der ich schon seit Ewigkeiten Probleme habe...) es hat ein Jahr gedauert, bis ich die Problematik bei meiner Chefin ansprach, also auch nicht bei ihr persönlich. Ein Jahr. Man sagte mir immer, ich solle mich mal währen denen mal die Meinung geigen. Jedoch tat ich das nie. Ich war immer ruhig, lies alles mit mir machen. Lies mich beleidigen. Sogar mal mit einem Messer bedrohen. Selbst da sagte ich nichts. Es war und ist immer noch so, dass ich in solchen Momenten einfach keine Stimme habe und meine Zähne nicht auseinander bekomme, ich weiß es nicht jedenfalls geht es nicht. Das einzige was ich gut kann (obwohl ich da auch oft abschweife) ist zuhören. Aber reden. Nie. Egal um was es geht sei es Lapalien oder ernsthafte Probleme. Es geht einfach nicht. Es ist zum davonlaufen. Das einzige, wo ich wirklich ausgerastet bin, als mir gedroht wurde das man mir das Internet abschaltet. Das war zu der Zeit mein einziger Freund. Da bin ich ausfällig meinen Eltern gegenüber geworden. Habe mir sogar gewünscht sie wären nicht mehr da nur dass ich an den Computer kann. So krank. Habe auch da schlimme Dinge getan. Es tat mir nie leid. Keine Ahnung. Ich konnte in der Hinsicht nie Reue empfinden. Das war lange Zeit so. Über Jahre hinweg. Ich wollte auch immer von Zuhause weg. Da ich auch mit meiner Schwester jeden Tag stritt. Sie warf mir vor ich bringe es zu nichts, habe keine Freunde. Da bin ich ausgerastet. Dabei entsprach es ja der Wahrheit. Suchte mir immer im Internet Freunde. Also einen richtigen Freund. Wurde nur verarscht. Bis zu dem Zeitpunkt an, als ich meinen Freund kennenlernte. Zu dem Zeitpunkt war es dann um mich geschehen, ich schrieb bessere Noten, sah einen Sinn in meinem Leben und zog sobald mit ihm zusammen. Seitdem hat sich das Verhältnis zu meinen Eltern stark verbessert. Ab und an habe ich sogar heimweh und vermisse sie. Zuvor hätte ich das nie für möglich gehalten. Diese Frage kann ich dir leider auch nicht beantworten. Ich selbst verletze ja auch jeden Tag aufs Neue Personen, die ich liebe. In dem Fall mein Freund. Was er sich jeden einzelnen Tag gefallen lassen muss wegen mir. Wegen meiner Art und Weise. Wegen meiner Unwissenheit wegen den unendlichen vielen Dingen die er mir Tag für Tag erneut sagen muss. Mittlerweile weiß er, dass ich das nicht aus Dummheit tue sondern weil ich eine ernsthafte Krankheit habe.

Im Kindergarten und in der Grundschule war ich extrem zurück gezogen. Ich habe kaum mit anderen Kindern gesprochen oder gespielt. Ich habe mich einfach nicht getraut bzw es war mir auch irgendwie immer zu viel um mich herum. Klar man kann nun sagen, dass man da nicht zu viel rein interpretieren sollte und vielleicht war/bin ich einfach nur ein extrem schüchterner Mensch

Siehe oben, war bei mir ja nie anders. Dann könnte man das ja von mir auch denken. Ich sei ein extrem schüchterner Mensch. Mittlerweile hat sich das etwas geändert. Ich gehe mehr auf Leute zu, aber auch nur in geringem Maße. In der Schule war ich die erste Zeit auch total offen, dann hatte ich eine Enttäuschung und jetzt bin ich total isoliert. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass niemand wirklich etwas mit mir zutun haben möchte. Abgesehen von meinem Freund, denn der wäre wohl nicht mehr mit mir zusammen wenn er mich nicht wirklich über alles lieben würde. Auch seine Freunde, ich denke mir oft, die denken ich bin total unterbelichtet bin einfach nur froh, wenn ich niemanden sehen und hören muss. Aber das kann es doch nicht sein, so kann ich doch nicht ewig weiterleben...

Es wäre so schön, oder? Einfach weiterleben wie bisher, und es wird besser. Die Qual nimmt ein Ende und man kann endlich normal leben. Sich nicht vornehmen müssen heute bin ich normal. nicht sich vor Gesprächen fürchten, weil man genau weiß, man kann nichts dazu beitragen.... Bei mir wird das irgendwie auch schlimmer. Mittlerweile muss man mir fünfmal hintereinander etwas sagen (oder noch mehr) bis ich es ausführen kann.. die einfachsten Sachen. Ich sag mal ein Beispiel: etwas irgendwo hinstellen/tragen. Wenn ich Entscheidungen treffen muss, sind dies grundsätzlich die falschen. Man muss mir über ein Jahr sagen, dass ich gefälligst nach dem Duschen den Durchlauferhitzer auszumachen hab bis ich es letztendlich durchführen kann. Es ist wirklich nicht mehr in Worte zu fassen ... und, wie kann es denn sein, dass ich nicht wusste wer Herr Bush war? Wie kann es sein, dass mir jemand sagen muss, dass dies ein ehemaliger Präsident war der USA... Es ist mir wirklich mehr als unfassbar unangenehm.

Das mit den auf mehrere Menschen konzentrieren kenne ich auch. Ich bin eine Person, ich habe lieber wenig gute Freunde wie viele (schlechte?) nicht unbedingt. Aber mir reicht eine Person, die immer für mich da ist, mit der ich über alles reden kann (als Freundin) wie fünf Stück. Ich brauch das einfach nicht. Und das Problem ist, wenn ich dann so eine Person gefunden hab klammere ich mich so unfassbar sehr an ihr, das jeder freiwillig das Handtuch wirft weil er keinen Bock darauf hat. Genauso wie ich gern, wenn ich neue Leute kennenlerne diese imitiere, zumindest hat mir das mein Freund mal vor Augen geführt und es ist tatsächlich so.. unfassbar oder. Ist mir so unglaublich unangenehm. Ich weiß selbst nicht, wieso ich das mache aber ich bin in dem Moment so fasziniert von dieser Person. Keine Ahnung. Ich würde dann am liebsten jeden Tag was mit der machen und mich über sämtliche Themen mit mir unterhalten... Wenn man mir nicht innerhalb ein paar Minuten-Stunden antwortet habe ich direkt Verlustängste und denke ich habe etwas falsches geschrieben/die Person mag mich nicht mehr.

Ist bei mir genau so. Auf der Arbeit bin ich schon nach der Hälfte des Tages K.O. Und am Wochenende? Bin ich nach einem völlig entspannten Stadtbummel völlig fertig und würde am liebsten nur noch schlafen. Auch habe ich oft das Problem mit dem schlafen.. wodurch ich jeden Tag mit meinem Freund streite. Kennst du das auch? Ich schlafe sofort ein, wenn ich irgendwie auf der Couch liege, Fernseher schaue/ einen Film schaue. Ich sehe fast nie einen Film zu ende, und wenn ich ihn zu ende sehe, dann ist das ein Wunder. Und ich habe mir dann in den seltensten Fällen behalten was passiert ist...

Das kenne ich gut. Beim Kuchen backen hätte ich Angst, dass ich etwas falsch mache wodurch mal wieder meine Unnormalität auffallen würde. Und bei dem Film hätte ich wieder Panik einzuschlafen.. seufz mein Freund meinte heute noch, nun kann man nicht mal mit dir zu Freunden gehen. Weil ich mich gestern ziemlich bescheuert verhalten hab bei einem seiner besten Freunde..... Bin um 9 Uhr eingeschlafen auf der Theke (dabei habe ich nur einen Shot getrunken und zwei Bier)... habe angeblich geschnarcht und habe die ganze Zeit gerufen ich will nach Hause. Diese Peinlichkeit ist nicht in Worte zufassen. Ich bin wirklich nicht so ein Mensch... ich weiß nicht, was da in mich gefahren ist. Ich war wie ein anderer Mensch... und ich hab einen Filmriss..

Wie war denn nun der Tag? Gut oder schlecht?

Das mit der Distanz kenne ich auch. Geht mir genau so wie dir. Ich denke mir auch immer wenn die ein Gespräch führen, die sind immer ein Schritt voraus. Die wissen immer mehr wie ich. Die interessieren immer mehr Dinge wie mich. Und dann denke ich mir wieder: was weißt du überhaupt? Nichts. Wodurch mein Selbstbewusstsein am Boden ist. In jeglicher Hinsicht..

Ich weiß es bei mir auch nicht. Vielleicht ist es doch etwas ganz anderes, wie wir denken. Wer weiß das schon. Ich hoffe jemand kann uns bald helfen. Irgendwie. Am liebsten würde ich eine Pille schlucken, und mein Leben wäre normal... Ich müsste mich nicht jeden einzelnen Tag diesen Kampf aussetzen.

Wie gesagt, mir geht das genau so wie dir mit der Lernerei. Manchmal denke ich dann auch wieder Unsicherheit. Dabei brauchen wir das ja gar nicht, wenn wir das auswendig lernen? Ist es fehlendes Wissen was die Unsicherheit insgeheim auslöst? Vielleicht die Angst, zu versagen? Die Angst, in dem einzigen in dem wir wirklich gut auch noch schlecht zu werden? Die Angst, nichts zu können? Dabei beinhaltet das nicht groß können, leider.

Darf ich fragen, was deine Interessen sind? Was für Dinge fängst du an, wie lange hält deine Motivation? Wie weit kommst du? Meine Interessen sind ja das Malen, Bilderbearbeitung, Musik... ich gucke mir dann immer ganz viele Tutorials an. Mache das zwei-drei Tage doch dann wächst mir die Sache über den Kopf und es ist zu viel, und ich gebe es auf.

Deine Situation kommt mir sehr bekannt vor. Allerdings habe ich da eher einen geregelten Morgen. Ich stehe auf, viel früher als ich eigentlich müsste da ich gern morgens Ruhe hab. Ziehe mich um schminke mich, mache den Kaffee und meistens räume ich dann noch etwas auf. Dann wecke ich meinen Freund, kuschel mich zu ihm unter die Decke, wir sehen noch etwas Fernsehn und ich gehe zum Bus. So ist das eigentlich jeden Morgen. Donnerstags passiert es mir leider desöfteren, dass ich verschlafe da ich später anfange vergesse ich, so früh aufzustehen weil ich eigentlich meinen Freund wecken muss und er kommt dann immer zu spät zur Arbeit. - erster Streitfaktor. Achja, meist bevor ich zum Bus gehe, fallen mir dann wieder hunderte von Dinge ein, die ich ja eigentlich noch machen wollte am Tag zuvor und doch nicht tat. So geht das immer.

Aber das mit etwas anfangen zu lesen, kenne ich auch.

Hätte ich ihn nicht, würde es mir wahrscheinlich genau so gehen. Wobei nein, dann wüsste ich nicht das ich wirklich ein Problem habe und hätte es womöglich nie erkannt. Mein Freund ist eigentlich für mich die Anlaufstelle bei Problemen wobei das sich in letzter Zeit auch in Grenzen hält durch die ganzen Streitereien. Ansonsten habe ich nur eine Freundin die ca. 600 km weit weg wohnt und die wenn es hoch kommt, 2 mal im Jahr sehe..

Mit meiner Mutter rede ich nicht gern, da diese immer alles verschönigt.

Natürlich folgt das meiner großen Unsicherheit. Ich denke mir einfach oft, was wärst du ohne ihn? Er hilft mir in so vielen Dingen die ich alleine nie bewältigt bekommen würde. Er regelt den Papierkram, er regelt auch oft die einfachsten Dinge für mich.. es ist einfach ein Verdammnis wenn man keine Gespräche führen kann und so Unintelligent ist... ohne ihn wäre ich in vielerlei Hinsicht verloren. Nicht nur so oberflächlich auch seelisch und psychisch...

Ich hoffe es, dass es der richtige Schritt war. Ich hoffe auch das es einen Aufschluss gibt. Am Donnerstag weiß ich mehr. Durch den Neurologen, der hat mir eine Überweisung dazu geschrieben ohne das ich jemals was davon gesagt hab. Wäre allein nie auf so eine Idee gekommen. Ja, das wird übernommen. Nein, da hast du was falsch verstanden. Frühkindlicher Hirnschaden stand da als Verdachtsdiagnose. Und, soviel wie ich aus dem Endbefund entnehmen konnte, hat sich das bestätigt. Lasse mir den Befund noch mal vom Arzt ausführlich erklären. Na ja, ich habe ja einen Fragebogen ausfüllen lassen müssen für die Aufnahme der Warteliste für die psychotherapeutische Ambulanz. Der wurde ausgewertet und mir wurde ein Brief geschickt mit dem Ergebnis. Das eben noch kein Platz frei ist, und wenn es bei mir wirklich nicht mehr gehen würde ich eine stationäre Therapie wählen sollte.. und mir anbei Adressen für eine stationäre Therapie beigefügt.. das hat mich fertig gemacht... zudem geht stationär nicht, ich mache eine Ausbildung und was ist mit meinem Freund...

Ne, habe am Donnerstag den Termin beim Neurologen. Die Woche drauf Mittwoch beim Psychologen. Oh, da ist wirklich viel bei dir zusammen gekommen. Das kann ich mir vorstellen, dass es schwer ist das zu sortieren.

Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Woche. Die geht auch vorüber und Kopf hoch!

Liebe Grüße

PS : Mein Name ist Linda.

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3. November 2014 um 9:54

Hi du
Das kann natürlich psychologische oder auch physische Ursachen haben.

Die Konzentrationsfähigkeit kann durch viele Dinge beeinträchtigt sein. ZB: geringe Trinkmenge, Mangel an Nährstoffen, oder Mineralien... Ne allg Durchblutungsstörung. Aber halt auch Depressionen, Psychosen, Angststörungen.

Und natürlich gibt es auch eine minderbegabung. Menschen, die unterdurchschnittlich intelligent sind, gelten als geistig behindert.

Hier tippen viele auf ads oder adhs. Finde diese diagnose gewagt. Menschen mit nem aufmerksamkeitsdefizit setzen sich nicht Stunden lang hin und lernen.

Ohne dich genauer zu kennen, würde ich ehr auf eine soziophobie tippen, Depressionen.

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3. November 2014 um 18:39
In Antwort auf bernt_12308088

Hi du
Das kann natürlich psychologische oder auch physische Ursachen haben.

Die Konzentrationsfähigkeit kann durch viele Dinge beeinträchtigt sein. ZB: geringe Trinkmenge, Mangel an Nährstoffen, oder Mineralien... Ne allg Durchblutungsstörung. Aber halt auch Depressionen, Psychosen, Angststörungen.

Und natürlich gibt es auch eine minderbegabung. Menschen, die unterdurchschnittlich intelligent sind, gelten als geistig behindert.

Hier tippen viele auf ads oder adhs. Finde diese diagnose gewagt. Menschen mit nem aufmerksamkeitsdefizit setzen sich nicht Stunden lang hin und lernen.

Ohne dich genauer zu kennen, würde ich ehr auf eine soziophobie tippen, Depressionen.

Heey
Ich tippe eher auf beides. Sowohl physisch. (Eine bzw. ein paar Nachrichten weiter unten habe ich ja auch geschrieben bei meiner Geburt wurde ein frühkindlicher Hirnschaden entdeckt.) Jedoch weiß ich nicht, ob das auch die letztendlich Ursache dafür ist. Ich mein, das ist immerhin 19 Jahre her. Ich denke, es gibt noch weitere Diagnosen..

als auch psychisch: Es betrifft ja mein ganzes Umfeld. Arbeit, Beziehung sowie Privatleben. Kann aber natürlich sein, dass eine psychische Erkrankung auch noch eine Rolle spielt... Ich weiß es nicht. Das können mir letztendlich nur Ärzte sagen.

Hm, klar, kann die Konzentrationsstörung dadurch ausgelöst worden sein. Allerdings habe ich mir auch schon Blut abnehmen lassen, also Labor gemacht und da war soweit alles in Ordnung.. Wobei das mit den Mineralien sowie dem Trinken auch schon sein könnte. Aber ich denke, damit wäre es zu einfach. Denke einfach da steckt mehr dahinter als das.

Eher weniger ADS vielmehr ADHS. Da ich ja nicht hyperaktiv bin. Ich bin ruhig. Oft zu ruhig. Das kann ich nicht beurteilen, so tiefliegend habe ich mich mit diesem Krankheitsbild nicht befasst. Aber gut zu wissen. Hm, ich denke allerdings auch (also es ist ein Verdacht) das ein ADHS bei mir vorliegen könnte.. Ich weiß es jedoch nicht.
Es sollen ja auch noch neuropsychologische Tests folgen...

Soziophobie und Depressionen? Depressionen ja, weil ich mich oft echt frage, was das soll. Dieser Kampf jeden Tag. Jedoch Soziophobie? ich weiß es nicht. Werde mich die Tage mal genauer damit befassen.

Vielen Dank für deine Antwort und liebe Grüße

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5. November 2014 um 8:53
In Antwort auf pearce_12377672

Huhuuu
Guten Abend, Nikati

Vielen Dank für deine super schnelle Antwort. War echt überrascht, als ich gerade gesehen hatte das du schon auf den Berg von Antwort geantwortet hast und es freut mich.

PS: Ich neige dazu ab zu schweifen. Sprich wenn ich auf etwas antworte bringe ich gerne die Antwort auf viele weitere Ecken sodass sie im Endeffekt bei ganz einem anderen Thema raus kommt. - Tut mir Leid dafür. deswegen sind meine Nachrichten wohl auch noch viel länger wie deine...

Nun zu deiner Antwort: Hmm, ich weiß nicht was ich als vorteilhafter empfinden soll. Wenn man es sein ganzes Leben lang weiß, dass man nicht ganz normal ist oder wenn man es erst spät mit 17 Jahren wahr nimmt. Ich denke, wenn ich könnte, würde ich lieber in deiner Haut gesteckt haben wollen wie in meiner. Ich weiß auch nicht, birgt alles seine Vor- und Nachteile. Hey, schließlich dachte ich zuvor ich seie normal... wahrscheinlich haben sich all die Leute über mich lustig gemacht und den Kopf geschüttelt und ich wusste nie warum meinst du, dass ich nie Freunde hatte bzw. kaum hängt vielleicht auch damit zusammen? Ich kann mir das jedenfalls sehr gut vorstellen. Ein Schreikind war ich auch, jedenfalls nach meinen Eltern zu beurteilen. Ich schrie nur und war allgemein auch ein anstrengendes Kind/Baby. Was ich nur lustig fand, meine Eltern wussten IMMER das ich hinten dran bin mit der Entwicklung, spielten mir aber die heile Welt vor und sagten mir lediglich was von der Spastik... wenn ich es doch nur eher heraus gefunden hätte .. ich weiß auch nicht, vielleicht wäre ich dann jetzt nicht an dem Punkt, wo ich eben bin. Jedenfalls, was die damalige Entwicklung betraf liegen da Welten bei uns auseinander. Du eher hochbegabter bei mir war sofort klar, zurückgebliebener. Ich finde das irgendwie interessant und doch auch erschreckend. Ich meine, jetzt teilen wir das gleiche Schicksal. Das da im Krankenhaus nie etwas rauskam wegen der Schreierei kann ich mir auch nicht erklären. Verständlich dass deine Eltern da mit dir ins Krankenhaus sind. Man könnte sich da jetzt auch wieder eine Fragen zu stellen. Haben die dich ausreichend untersucht? Stand damals schon die alles entscheidende Diagnose? Man wird es jedoch nie heraus finden. Ich habe mir auch schon einmal überlegt nachzuforschen. Meine Eltern sagen ja immer, sie wussten nichts von dem frühkindlichen Hirnschaden. Allerdings, das MRT Ergebnis belegt das ja und zudem kommt die Spastik ja durch den Hirnschaden und nicht anders herum. Haben die Ärzte es meinen Eltern wirklich verheimlicht? Können die sich nicht mehr daran erinnern (also meine Eltern) dazu müsste man jetzt sagen, ich bin ihr Kind, so etwas vergisst man ja nicht einfach. Oder wissen sie es wirklich nicht, wie sie mir weiß machen wollen. Ich kann ihnen einfach kein Glauben mehr schenken. Keine Ahnung, irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass sie es wussten. Kann mir ja eigentlich auch egal sein, jedoch beschäftigt mich das einfach und ich suche Antworten. Zurück zu deinem Text: Wut- und Aggressionsanfälle hatte ich nie. Keine Ahnung, da sehe ich wieder kein gemeinsamen Punkt. Ich war eher das typische Opfer. Immer. Ich habe nie etwas gesagt. Man konnte mit mir wirklich alles machen. Ich bin nie ausgerastet. Ich habe nie jemanden zur Rede gestellt. Das einzige was ich immer konnte, und kann ist heulen wenn es mir scheiße geht und ich mich ungerecht behandelt fühle. Da sitze ich einfach nur da und heule. Ich weiß selbst, das bringt nichts aber in dem Moment geht es nicht anders. Das muss raus. Allgemein, ich kann nie jemanden die Meinung sagen. Seie es meine Kollegin (mit der ich schon seit Ewigkeiten Probleme habe...) es hat ein Jahr gedauert, bis ich die Problematik bei meiner Chefin ansprach, also auch nicht bei ihr persönlich. Ein Jahr. Man sagte mir immer, ich solle mich mal währen denen mal die Meinung geigen. Jedoch tat ich das nie. Ich war immer ruhig, lies alles mit mir machen. Lies mich beleidigen. Sogar mal mit einem Messer bedrohen. Selbst da sagte ich nichts. Es war und ist immer noch so, dass ich in solchen Momenten einfach keine Stimme habe und meine Zähne nicht auseinander bekomme, ich weiß es nicht jedenfalls geht es nicht. Das einzige was ich gut kann (obwohl ich da auch oft abschweife) ist zuhören. Aber reden. Nie. Egal um was es geht sei es Lapalien oder ernsthafte Probleme. Es geht einfach nicht. Es ist zum davonlaufen. Das einzige, wo ich wirklich ausgerastet bin, als mir gedroht wurde das man mir das Internet abschaltet. Das war zu der Zeit mein einziger Freund. Da bin ich ausfällig meinen Eltern gegenüber geworden. Habe mir sogar gewünscht sie wären nicht mehr da nur dass ich an den Computer kann. So krank. Habe auch da schlimme Dinge getan. Es tat mir nie leid. Keine Ahnung. Ich konnte in der Hinsicht nie Reue empfinden. Das war lange Zeit so. Über Jahre hinweg. Ich wollte auch immer von Zuhause weg. Da ich auch mit meiner Schwester jeden Tag stritt. Sie warf mir vor ich bringe es zu nichts, habe keine Freunde. Da bin ich ausgerastet. Dabei entsprach es ja der Wahrheit. Suchte mir immer im Internet Freunde. Also einen richtigen Freund. Wurde nur verarscht. Bis zu dem Zeitpunkt an, als ich meinen Freund kennenlernte. Zu dem Zeitpunkt war es dann um mich geschehen, ich schrieb bessere Noten, sah einen Sinn in meinem Leben und zog sobald mit ihm zusammen. Seitdem hat sich das Verhältnis zu meinen Eltern stark verbessert. Ab und an habe ich sogar heimweh und vermisse sie. Zuvor hätte ich das nie für möglich gehalten. Diese Frage kann ich dir leider auch nicht beantworten. Ich selbst verletze ja auch jeden Tag aufs Neue Personen, die ich liebe. In dem Fall mein Freund. Was er sich jeden einzelnen Tag gefallen lassen muss wegen mir. Wegen meiner Art und Weise. Wegen meiner Unwissenheit wegen den unendlichen vielen Dingen die er mir Tag für Tag erneut sagen muss. Mittlerweile weiß er, dass ich das nicht aus Dummheit tue sondern weil ich eine ernsthafte Krankheit habe.

Im Kindergarten und in der Grundschule war ich extrem zurück gezogen. Ich habe kaum mit anderen Kindern gesprochen oder gespielt. Ich habe mich einfach nicht getraut bzw es war mir auch irgendwie immer zu viel um mich herum. Klar man kann nun sagen, dass man da nicht zu viel rein interpretieren sollte und vielleicht war/bin ich einfach nur ein extrem schüchterner Mensch

Siehe oben, war bei mir ja nie anders. Dann könnte man das ja von mir auch denken. Ich sei ein extrem schüchterner Mensch. Mittlerweile hat sich das etwas geändert. Ich gehe mehr auf Leute zu, aber auch nur in geringem Maße. In der Schule war ich die erste Zeit auch total offen, dann hatte ich eine Enttäuschung und jetzt bin ich total isoliert. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass niemand wirklich etwas mit mir zutun haben möchte. Abgesehen von meinem Freund, denn der wäre wohl nicht mehr mit mir zusammen wenn er mich nicht wirklich über alles lieben würde. Auch seine Freunde, ich denke mir oft, die denken ich bin total unterbelichtet bin einfach nur froh, wenn ich niemanden sehen und hören muss. Aber das kann es doch nicht sein, so kann ich doch nicht ewig weiterleben...

Es wäre so schön, oder? Einfach weiterleben wie bisher, und es wird besser. Die Qual nimmt ein Ende und man kann endlich normal leben. Sich nicht vornehmen müssen heute bin ich normal. nicht sich vor Gesprächen fürchten, weil man genau weiß, man kann nichts dazu beitragen.... Bei mir wird das irgendwie auch schlimmer. Mittlerweile muss man mir fünfmal hintereinander etwas sagen (oder noch mehr) bis ich es ausführen kann.. die einfachsten Sachen. Ich sag mal ein Beispiel: etwas irgendwo hinstellen/tragen. Wenn ich Entscheidungen treffen muss, sind dies grundsätzlich die falschen. Man muss mir über ein Jahr sagen, dass ich gefälligst nach dem Duschen den Durchlauferhitzer auszumachen hab bis ich es letztendlich durchführen kann. Es ist wirklich nicht mehr in Worte zu fassen ... und, wie kann es denn sein, dass ich nicht wusste wer Herr Bush war? Wie kann es sein, dass mir jemand sagen muss, dass dies ein ehemaliger Präsident war der USA... Es ist mir wirklich mehr als unfassbar unangenehm.

Das mit den auf mehrere Menschen konzentrieren kenne ich auch. Ich bin eine Person, ich habe lieber wenig gute Freunde wie viele (schlechte?) nicht unbedingt. Aber mir reicht eine Person, die immer für mich da ist, mit der ich über alles reden kann (als Freundin) wie fünf Stück. Ich brauch das einfach nicht. Und das Problem ist, wenn ich dann so eine Person gefunden hab klammere ich mich so unfassbar sehr an ihr, das jeder freiwillig das Handtuch wirft weil er keinen Bock darauf hat. Genauso wie ich gern, wenn ich neue Leute kennenlerne diese imitiere, zumindest hat mir das mein Freund mal vor Augen geführt und es ist tatsächlich so.. unfassbar oder. Ist mir so unglaublich unangenehm. Ich weiß selbst nicht, wieso ich das mache aber ich bin in dem Moment so fasziniert von dieser Person. Keine Ahnung. Ich würde dann am liebsten jeden Tag was mit der machen und mich über sämtliche Themen mit mir unterhalten... Wenn man mir nicht innerhalb ein paar Minuten-Stunden antwortet habe ich direkt Verlustängste und denke ich habe etwas falsches geschrieben/die Person mag mich nicht mehr.

Ist bei mir genau so. Auf der Arbeit bin ich schon nach der Hälfte des Tages K.O. Und am Wochenende? Bin ich nach einem völlig entspannten Stadtbummel völlig fertig und würde am liebsten nur noch schlafen. Auch habe ich oft das Problem mit dem schlafen.. wodurch ich jeden Tag mit meinem Freund streite. Kennst du das auch? Ich schlafe sofort ein, wenn ich irgendwie auf der Couch liege, Fernseher schaue/ einen Film schaue. Ich sehe fast nie einen Film zu ende, und wenn ich ihn zu ende sehe, dann ist das ein Wunder. Und ich habe mir dann in den seltensten Fällen behalten was passiert ist...

Das kenne ich gut. Beim Kuchen backen hätte ich Angst, dass ich etwas falsch mache wodurch mal wieder meine Unnormalität auffallen würde. Und bei dem Film hätte ich wieder Panik einzuschlafen.. seufz mein Freund meinte heute noch, nun kann man nicht mal mit dir zu Freunden gehen. Weil ich mich gestern ziemlich bescheuert verhalten hab bei einem seiner besten Freunde..... Bin um 9 Uhr eingeschlafen auf der Theke (dabei habe ich nur einen Shot getrunken und zwei Bier)... habe angeblich geschnarcht und habe die ganze Zeit gerufen ich will nach Hause. Diese Peinlichkeit ist nicht in Worte zufassen. Ich bin wirklich nicht so ein Mensch... ich weiß nicht, was da in mich gefahren ist. Ich war wie ein anderer Mensch... und ich hab einen Filmriss..

Wie war denn nun der Tag? Gut oder schlecht?

Das mit der Distanz kenne ich auch. Geht mir genau so wie dir. Ich denke mir auch immer wenn die ein Gespräch führen, die sind immer ein Schritt voraus. Die wissen immer mehr wie ich. Die interessieren immer mehr Dinge wie mich. Und dann denke ich mir wieder: was weißt du überhaupt? Nichts. Wodurch mein Selbstbewusstsein am Boden ist. In jeglicher Hinsicht..

Ich weiß es bei mir auch nicht. Vielleicht ist es doch etwas ganz anderes, wie wir denken. Wer weiß das schon. Ich hoffe jemand kann uns bald helfen. Irgendwie. Am liebsten würde ich eine Pille schlucken, und mein Leben wäre normal... Ich müsste mich nicht jeden einzelnen Tag diesen Kampf aussetzen.

Wie gesagt, mir geht das genau so wie dir mit der Lernerei. Manchmal denke ich dann auch wieder Unsicherheit. Dabei brauchen wir das ja gar nicht, wenn wir das auswendig lernen? Ist es fehlendes Wissen was die Unsicherheit insgeheim auslöst? Vielleicht die Angst, zu versagen? Die Angst, in dem einzigen in dem wir wirklich gut auch noch schlecht zu werden? Die Angst, nichts zu können? Dabei beinhaltet das nicht groß können, leider.

Darf ich fragen, was deine Interessen sind? Was für Dinge fängst du an, wie lange hält deine Motivation? Wie weit kommst du? Meine Interessen sind ja das Malen, Bilderbearbeitung, Musik... ich gucke mir dann immer ganz viele Tutorials an. Mache das zwei-drei Tage doch dann wächst mir die Sache über den Kopf und es ist zu viel, und ich gebe es auf.

Deine Situation kommt mir sehr bekannt vor. Allerdings habe ich da eher einen geregelten Morgen. Ich stehe auf, viel früher als ich eigentlich müsste da ich gern morgens Ruhe hab. Ziehe mich um schminke mich, mache den Kaffee und meistens räume ich dann noch etwas auf. Dann wecke ich meinen Freund, kuschel mich zu ihm unter die Decke, wir sehen noch etwas Fernsehn und ich gehe zum Bus. So ist das eigentlich jeden Morgen. Donnerstags passiert es mir leider desöfteren, dass ich verschlafe da ich später anfange vergesse ich, so früh aufzustehen weil ich eigentlich meinen Freund wecken muss und er kommt dann immer zu spät zur Arbeit. - erster Streitfaktor. Achja, meist bevor ich zum Bus gehe, fallen mir dann wieder hunderte von Dinge ein, die ich ja eigentlich noch machen wollte am Tag zuvor und doch nicht tat. So geht das immer.

Aber das mit etwas anfangen zu lesen, kenne ich auch.

Hätte ich ihn nicht, würde es mir wahrscheinlich genau so gehen. Wobei nein, dann wüsste ich nicht das ich wirklich ein Problem habe und hätte es womöglich nie erkannt. Mein Freund ist eigentlich für mich die Anlaufstelle bei Problemen wobei das sich in letzter Zeit auch in Grenzen hält durch die ganzen Streitereien. Ansonsten habe ich nur eine Freundin die ca. 600 km weit weg wohnt und die wenn es hoch kommt, 2 mal im Jahr sehe..

Mit meiner Mutter rede ich nicht gern, da diese immer alles verschönigt.

Natürlich folgt das meiner großen Unsicherheit. Ich denke mir einfach oft, was wärst du ohne ihn? Er hilft mir in so vielen Dingen die ich alleine nie bewältigt bekommen würde. Er regelt den Papierkram, er regelt auch oft die einfachsten Dinge für mich.. es ist einfach ein Verdammnis wenn man keine Gespräche führen kann und so Unintelligent ist... ohne ihn wäre ich in vielerlei Hinsicht verloren. Nicht nur so oberflächlich auch seelisch und psychisch...

Ich hoffe es, dass es der richtige Schritt war. Ich hoffe auch das es einen Aufschluss gibt. Am Donnerstag weiß ich mehr. Durch den Neurologen, der hat mir eine Überweisung dazu geschrieben ohne das ich jemals was davon gesagt hab. Wäre allein nie auf so eine Idee gekommen. Ja, das wird übernommen. Nein, da hast du was falsch verstanden. Frühkindlicher Hirnschaden stand da als Verdachtsdiagnose. Und, soviel wie ich aus dem Endbefund entnehmen konnte, hat sich das bestätigt. Lasse mir den Befund noch mal vom Arzt ausführlich erklären. Na ja, ich habe ja einen Fragebogen ausfüllen lassen müssen für die Aufnahme der Warteliste für die psychotherapeutische Ambulanz. Der wurde ausgewertet und mir wurde ein Brief geschickt mit dem Ergebnis. Das eben noch kein Platz frei ist, und wenn es bei mir wirklich nicht mehr gehen würde ich eine stationäre Therapie wählen sollte.. und mir anbei Adressen für eine stationäre Therapie beigefügt.. das hat mich fertig gemacht... zudem geht stationär nicht, ich mache eine Ausbildung und was ist mit meinem Freund...

Ne, habe am Donnerstag den Termin beim Neurologen. Die Woche drauf Mittwoch beim Psychologen. Oh, da ist wirklich viel bei dir zusammen gekommen. Das kann ich mir vorstellen, dass es schwer ist das zu sortieren.

Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Woche. Die geht auch vorüber und Kopf hoch!

Liebe Grüße

PS : Mein Name ist Linda.

Hey Linda.
Sorry, dass ich jetzt erst antworte. Mir ging es die letzten Tage mal wieder nicht so gut und ich habe kaum etwas auf die Reihe bekommen.

Die Sache mit dem Abschweifen kenne ich auch. Ich habe oft das Gefühl, dass ich so viele Dinge parallel im Kopf habe und diese kaum ordnen kann. Kennst du das auch? Also ganz viele Gedankengänge, die alle parallel laufen. Dann bin ich kaum in der Lage mal ruhig über eine einzelne Sache nachzudenken. Das ist richtig anstrengend.

Hm....Ja die Sache mit dem frühkindlichen Hirnschaden und das deine Eltern dir das nie gesagt haben ist sicherlich belastend. Aber vielleicht haben sie das auch irgendwie verdrängt und es gar nicht so realisiert, dass du so zu kämpfen hast mit deinem Leben. Ich glaube ja, dass man gerade die Eltern nicht unbedingt als objektive Betrachter wenn es um ihre Kinder geht, sehen darf. Meine Eltern haben mich auch immer wieder ermutigt weiter zu machen, mir echt viele Sachen, mit denen ich überfordert war abgenommen und mich viel zu sehr behütet. Dabei haben sie gar nicht so wirklich realisiert, dass ich eigentlich absolut nicht mit meinem Leben klar komme. Es hieß nur immer: Das wird schon. Step by step, etc. Klar, auf der einen Seite ist das nett gemeint und sie haben mir oft etwas die Panik vor dem Leben genommen, aber auf der anderen Seite haben sie einfach nicht gecheckt, dass ich mit meinem Leben völlig überfordert bin. Aber das soll nun nicht als Vorwurf verstanden werden.
Ist also ähnlich wie bei dir, dass meine Eltern oft alles etwas beschönigt haben. Mittlerweile (eigentlich nun auch schon seit ein paar Jahren) geht es bei mir jedoch so rapide bergab (zum Teil starke Depressionen, Magersucht, agrophobisch), dass meine Eltern mich eher drängen, ganz ganz dringend in eine Klinik zu gehen. Ich habe mich nun auch mehr oder weniger entschlossen in die Hochgrat-Klinik zu gehen. Ich hoffe sehr, dass die mir helfen können herauszufinden, was in meinem Leben nicht gerade läuft.

Ich bin in der Außenwelt auch eher das "Opfer". Ich traue mich absolut nicht mein Recht einzufordern und denke immer, dass ich schlechter/minderwertiger/dümmer/etc als meine Mitmenschen bin. Diese Agressions-und Wutanfälle waren früher meist eher gegen mich selbst gerichtet oder gegen meine Familie. Ja zu Hause bin ich teilweise wahnsinnig ausgetickt, während ich im Kindergarten/Grundschule/Gymnasium und auch jetzt wieder nur das verängstigte graue Mäuschen war/bin. Ich hasse das. Ich möchte auch so gerne wenigstens ein wenig von mir überzeugt sein und nicht jeden Tag aufs neue kämpfen.(So genug gejammert )

Übrigens: Ich glaube eigentlich absolut nicht, dass du unintelligent bist. Alleine wie du hier die Texte formulierst und auch vom Inhalt her, lässt das eher auf eine komplexere Denkweise schließen.
Ich denke eher, dass hinter diesen Verhaltensauffälligkeiten, wie keine Gespräche führen können, sich nichts merken können, Konzentrationsprobleme, etc. etwas anderes steckt, aber ganz bestimmt kein fehlender Intellekt.

Ohje ja etwas unangenehm ist das in der Tat mit dem auf der Theke einschlafen. Aber so etwas kann doch mal passieren. Oder schläfst du dauernd auf der Theke ein?

Einfach so einzuschlafen, wenn ich irgendwo rumsitze kenne ich eher nicht. Ich stehe eigentlich immer unter Strom und kann mich kaum entspannen. Ich bin zwar auch oft ziemlich müde und ausgelaugt, aber ich kann einfach nicht abschalten und mal chillen. Letztes Jahr war es ganz extrem. Da konnte ich wochenlang so gut wie kaum schlafen und bin nervlich total ausgerastet.

Interessen habe ich schon einige. Ich mache viel und gerne Sport: klettern, Longboard fahren, snowboarden und generell alle Action-Sportarten. Ich bin gerne in der Natur unterwegs und falls ich jemals mit meinem Leben voran kommen sollte, würde ich gerne reisen und einfach die Welt entdecken. Aber so, wie es zur Zeit aussieht, wird das nie möglich sein.

Aber sieht so aus, als wenn du auch einige Interessen hast. Malen, Bilderbearbeitung, Musik das ist doch schon einiges. Vielleicht schaffst du es ja mal an einem Malkurs oder so teilzunehmen..Da könntest du neue Leute kennenlernen und vielleicht macht es dir ja dann auch mehr Spaß und du bleibst längerfristiger bei der Sache.
Ich gehe z.B. siet letzter Woche zum Judo und Trampolinspringen. Das ist echt eine riesige Überwindung für mich, da ich so schrecklich unsicher bin und kaum weiß wohin mit mir, aber ich versuche mich jetzt meinen Ängsten zu stellen. Die Alternative wäre sich wieder im Zimmer zu vergraben bzw in meinem kleinen Appartment und das macht mich völlig kaputt. Natürlich ersetzt das keine Therapie, aber ich merke schon, dass es meiner Psyche echt hilft, wenn ich das dann geschafft habe raus zu gehen.

Naja neue Leute kann man ja nur kennen lernen, wenn man sich auch traut raus zu gehen. Aber ich kenne dieses Problem.

Ich habe zwar schon Freunde, aber trotzdem habe ich immer das Gefühl nicht richtig dazu zu gehören.Meine Freundinnen sind sich untereinander so vertraut und ich bin eben so mit dabei, weil ich auch irgendwie dazu gehöre oder sie Mitleid haben, wenn sie mich nicht fragen. So ist zumindest mein Gefühl.

Naja ich würde an deiner Stelle nicht sagen, dass stationär nicht geht. Was bringt dir deine Ausbildung, wenn du unglücklich bist. Wenn dir die Ärzte empfehlen erstmal stationär zu gehen, dann würde ich das an deiner Stelle auch machen. Und dein Freund wird das doch sicherlich auch verstehen. Wenn er dich liebt, dann wird es das Wichtigste für ihn sein, dass du es schaffst glücklich zu werden! Du bist ein eigenständiger Mensch und nicht von deinem Freund abhängig. Ich habe mich Jahre lang gegen eine Therapie gesträubt, habe gekämpft und bin nun ziemlich am Ende. Ich bereue es wirklich sehr, dass ich nicht schon viel früher etwas unternommen habe.

Ich muss leider mal aufhören und los in die Uni. Ich magnicht. HabAngst vor den selbstbewussten Leuten dort. Aaaahhhh.

liebe Grüße, nikati

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5. November 2014 um 19:58
In Antwort auf alisha_12758359

Hey Linda.
Sorry, dass ich jetzt erst antworte. Mir ging es die letzten Tage mal wieder nicht so gut und ich habe kaum etwas auf die Reihe bekommen.

Die Sache mit dem Abschweifen kenne ich auch. Ich habe oft das Gefühl, dass ich so viele Dinge parallel im Kopf habe und diese kaum ordnen kann. Kennst du das auch? Also ganz viele Gedankengänge, die alle parallel laufen. Dann bin ich kaum in der Lage mal ruhig über eine einzelne Sache nachzudenken. Das ist richtig anstrengend.

Hm....Ja die Sache mit dem frühkindlichen Hirnschaden und das deine Eltern dir das nie gesagt haben ist sicherlich belastend. Aber vielleicht haben sie das auch irgendwie verdrängt und es gar nicht so realisiert, dass du so zu kämpfen hast mit deinem Leben. Ich glaube ja, dass man gerade die Eltern nicht unbedingt als objektive Betrachter wenn es um ihre Kinder geht, sehen darf. Meine Eltern haben mich auch immer wieder ermutigt weiter zu machen, mir echt viele Sachen, mit denen ich überfordert war abgenommen und mich viel zu sehr behütet. Dabei haben sie gar nicht so wirklich realisiert, dass ich eigentlich absolut nicht mit meinem Leben klar komme. Es hieß nur immer: Das wird schon. Step by step, etc. Klar, auf der einen Seite ist das nett gemeint und sie haben mir oft etwas die Panik vor dem Leben genommen, aber auf der anderen Seite haben sie einfach nicht gecheckt, dass ich mit meinem Leben völlig überfordert bin. Aber das soll nun nicht als Vorwurf verstanden werden.
Ist also ähnlich wie bei dir, dass meine Eltern oft alles etwas beschönigt haben. Mittlerweile (eigentlich nun auch schon seit ein paar Jahren) geht es bei mir jedoch so rapide bergab (zum Teil starke Depressionen, Magersucht, agrophobisch), dass meine Eltern mich eher drängen, ganz ganz dringend in eine Klinik zu gehen. Ich habe mich nun auch mehr oder weniger entschlossen in die Hochgrat-Klinik zu gehen. Ich hoffe sehr, dass die mir helfen können herauszufinden, was in meinem Leben nicht gerade läuft.

Ich bin in der Außenwelt auch eher das "Opfer". Ich traue mich absolut nicht mein Recht einzufordern und denke immer, dass ich schlechter/minderwertiger/dümmer/etc als meine Mitmenschen bin. Diese Agressions-und Wutanfälle waren früher meist eher gegen mich selbst gerichtet oder gegen meine Familie. Ja zu Hause bin ich teilweise wahnsinnig ausgetickt, während ich im Kindergarten/Grundschule/Gymnasium und auch jetzt wieder nur das verängstigte graue Mäuschen war/bin. Ich hasse das. Ich möchte auch so gerne wenigstens ein wenig von mir überzeugt sein und nicht jeden Tag aufs neue kämpfen.(So genug gejammert )

Übrigens: Ich glaube eigentlich absolut nicht, dass du unintelligent bist. Alleine wie du hier die Texte formulierst und auch vom Inhalt her, lässt das eher auf eine komplexere Denkweise schließen.
Ich denke eher, dass hinter diesen Verhaltensauffälligkeiten, wie keine Gespräche führen können, sich nichts merken können, Konzentrationsprobleme, etc. etwas anderes steckt, aber ganz bestimmt kein fehlender Intellekt.

Ohje ja etwas unangenehm ist das in der Tat mit dem auf der Theke einschlafen. Aber so etwas kann doch mal passieren. Oder schläfst du dauernd auf der Theke ein?

Einfach so einzuschlafen, wenn ich irgendwo rumsitze kenne ich eher nicht. Ich stehe eigentlich immer unter Strom und kann mich kaum entspannen. Ich bin zwar auch oft ziemlich müde und ausgelaugt, aber ich kann einfach nicht abschalten und mal chillen. Letztes Jahr war es ganz extrem. Da konnte ich wochenlang so gut wie kaum schlafen und bin nervlich total ausgerastet.

Interessen habe ich schon einige. Ich mache viel und gerne Sport: klettern, Longboard fahren, snowboarden und generell alle Action-Sportarten. Ich bin gerne in der Natur unterwegs und falls ich jemals mit meinem Leben voran kommen sollte, würde ich gerne reisen und einfach die Welt entdecken. Aber so, wie es zur Zeit aussieht, wird das nie möglich sein.

Aber sieht so aus, als wenn du auch einige Interessen hast. Malen, Bilderbearbeitung, Musik das ist doch schon einiges. Vielleicht schaffst du es ja mal an einem Malkurs oder so teilzunehmen..Da könntest du neue Leute kennenlernen und vielleicht macht es dir ja dann auch mehr Spaß und du bleibst längerfristiger bei der Sache.
Ich gehe z.B. siet letzter Woche zum Judo und Trampolinspringen. Das ist echt eine riesige Überwindung für mich, da ich so schrecklich unsicher bin und kaum weiß wohin mit mir, aber ich versuche mich jetzt meinen Ängsten zu stellen. Die Alternative wäre sich wieder im Zimmer zu vergraben bzw in meinem kleinen Appartment und das macht mich völlig kaputt. Natürlich ersetzt das keine Therapie, aber ich merke schon, dass es meiner Psyche echt hilft, wenn ich das dann geschafft habe raus zu gehen.

Naja neue Leute kann man ja nur kennen lernen, wenn man sich auch traut raus zu gehen. Aber ich kenne dieses Problem.

Ich habe zwar schon Freunde, aber trotzdem habe ich immer das Gefühl nicht richtig dazu zu gehören.Meine Freundinnen sind sich untereinander so vertraut und ich bin eben so mit dabei, weil ich auch irgendwie dazu gehöre oder sie Mitleid haben, wenn sie mich nicht fragen. So ist zumindest mein Gefühl.

Naja ich würde an deiner Stelle nicht sagen, dass stationär nicht geht. Was bringt dir deine Ausbildung, wenn du unglücklich bist. Wenn dir die Ärzte empfehlen erstmal stationär zu gehen, dann würde ich das an deiner Stelle auch machen. Und dein Freund wird das doch sicherlich auch verstehen. Wenn er dich liebt, dann wird es das Wichtigste für ihn sein, dass du es schaffst glücklich zu werden! Du bist ein eigenständiger Mensch und nicht von deinem Freund abhängig. Ich habe mich Jahre lang gegen eine Therapie gesträubt, habe gekämpft und bin nun ziemlich am Ende. Ich bereue es wirklich sehr, dass ich nicht schon viel früher etwas unternommen habe.

Ich muss leider mal aufhören und los in die Uni. Ich magnicht. HabAngst vor den selbstbewussten Leuten dort. Aaaahhhh.

liebe Grüße, nikati

Huhu
Das ist überhaupt kein Problem! Wenn du eins nicht solltest, dann dich für so etwas entschuldigen sowie dich gezwungen fühlen mir zu antworten / schnellst möglich zu antworten. Es ist immer noch deine Entscheidung, will mich niemanden aufdrängen.

Das kenne ich sogar sehr gut. Mir geht es da ganz genauso wie dir! Ein Beispiel wäre bei mir: Ich sitze am Computer, mein Freund spricht mit mir, ich höre ihm zu... gleichzeitig lese ich etwas am Computer/sehe mir etwas an. Fazit daraus: Bei beiden Sachen habe ich nichts mitbekommen. Oder: Ich rede mit jemanden, währenddessen betrachte ich mein Umfeld, frage mich: Was passiert gerade? Natürlich unterschiedlich je nach Umfeld. Manchmal fixiere ich mich auch auf ein Gegenstand... Das ist immer ganz unterschiedlich. Und auf der Arbeit, sowieso. Wobei mich da eher eine Sache beschäftigt: mein Freund. Da denke ich eher "nur" an ihn. Und habe keine anderweitige Gedankengänge. Zumindest meine ich damit, von keiner anderen Person/über keine andere Sache.

Es gibt da noch weitaus mehr Beispiele, aber ich beis mich darauf jetzt mal nicht fest.

Das ist mehr als belastend. Weißt du, man bekommt vom Neurologen eine Überweisung in die Hand gedrückt für ein MRT. Am Anfang habe ich das gar nicht so wahrgenommen, erst später. Dort stand dann: "Diagnose frühkindlicher Hirnschade" ich habe gedacht, ich falle aus allen Wolken. Hab das dann noch meinem Freund erzählt. Der hat mich beruhigt, und gesagt, das wäre doch sogar gut, dann hätte ich mal einen Anhaltspunkt. Jedoch ich, war völlig weggetreten. In meinen Gedanken nur: Ein Hirnschaden? Sowas ist doch nicht behandelbar. Und auch noch seit meiner Geburt? Wieso habe ich das nie gemerkt. Wieso hat mir das nie jemand gesagt, weder Arzt noch meine Eltern? Ich war fassungslos. Hmm, ich weiß nicht. Meine Eltern müssen es jedenfalls mitbekommen haben. Und es ist bestimmt in meiner Geburtsakte vermerkt. Jedoch nach 19 Jahren noch Zugriff auf diese Akte gewährt zu bekommen ist schier unmöglich. Zudem gibt es ja nur 10 Jahre Aufbewahrungsfrist. Weißt du, ob das auch für Geburtsakten zählt? Also erste Diagnosen etc. pp. ? Diesen Weg könnte ich gehen. Aber erstens weiß ich nicht, ob ich Erfolg haben werde und zweitens.... ist wieder so ein weiter Weg... mir ist einfach nur noch alles zu viel... Hmm, könnte beides infrage kommen. Wenn ich sie darauf anspreche kommt nur "Ach Quatsch, du hast ja die Spastik, das weißt du aber doch kein Hirnschaden. Rede noch keinen Quatsch. Das bisschen Vergessen und die Konzentrationsproblematik. Da könnte ich toben vor Wut. Wie kann man sowas so herunter spielen? Na, man muss dazu sagen, meine Mutter ist Künstlerin im Verdrängen. Aber als ich mein Vater anrief, sagte er mir das aller selbe. Ich mein, ich weiß ja selbst dass ich nicht gesund bin. Also brauchen die mir kein Scheiß zu erzählen. Habe irgendwie das Gefühl, niemand nimmt mich ernst. Der einzige, der merkte, dass ich ein Problem hab ist mein Freund durch ihn bin ja auch auf die Sache gestoßen. Egal wem ich es erzähl, auch meine Schwester. Wenn ich denen erzählen würde, ich wäre mittlerweile soweit für ne stationäre Therapie die würden aus allen Wolken fallen..

Meine Eltern müssen realisiert haben, wie sehr ich gekämpft habe. Sie haben es ja mit eigenen Augen erlebt... Ich kann das einfach nicht verstehen. Auch von meiner Geburt: Sie haben mir weder von sich aus Fotos gezeigt, noch mir irgendetwas darüber gesagt. Wenn ich etwas wissen möchte, muss ich auf sie zukommen das ist ihre Devise. Meine Eltern haben mir alles in den Arsch geblasen wirklich alles. Mich in die Schule gefahren, sich um den Haushalt gekümmert (das Maximale was ich machen musste: Spülmaschine ausleeren.) weshalb ich auch nicht wusste, als ich mit meinem Freund zusammenzog wie man eine Waschmaschine bedient. Traurig, schon fast, oder? Wirklich, das war zu viel. Mein Freund nimmt das meinen Eltern auch übel, weil sie mich nie zur Selbstständigkeit erzogen haben. Und das ist auch so.

Hm, meine Eltern sind sich der Lage nicht im Klaren. Ich weiß nicht, manchmal habe ich das Gefühl, selbst wenn ich es ihnen vor Augen führen würde würden sie es nicht kapieren, oder sie wollen es nicht!!

Ich finde das aber gut von deinen Eltern, denn das zeigt, dass sie den Ernst der Lage verstanden haben. Und ich finde es auch gut von dir, dass du dich nun endlich zu diesem Schritt durchgerungen hast. Weißt du schon, wann es so weit ist? Wann du dahin gehst? Hochgrad-Klinik? Was darf ich darunter verstehen. Sorry, kenne mich damit nicht so aus..

Das was du alles schreibst, hört sich auch wirklich wirklich heftig an. Ich denke, das ist für dich das richtige. Und wenn du es nun auch einsiehst, umso besser. Bei mir sind es "nur" Depressionen und eben die anderen Symptomatiken die du auch besitzt.. und das verdammte Einschlafen, weswegen ich jeden Tag mit meinem Freund streite..!!!!


Mir geht das genauso wie dir. Keine Ahnung, was ich mir damals in der Schule immer dabei gedacht habe. Die haben mir manchmal einfach Sachen über den Kopf gezogen, irgendwelche Sachen. Mülleimer oder so. Ich habe mich NIE gewehrt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich heute reagieren würde? Habe ich daraus gelernt? Werde ich wieder genau so reagieren. Jedenfalls fühle ich mich auch dümmer/minderwertiger/aussetziger wie andere Menschen. Wobei ich das schon durch mein alleiniges Aussehen bin. Aber das ist wieder etwas anderes.

Hmm, das mit den Wut u. Aggressionsverhalten dir gegenüber ist nachvollziehbar. Habe ich jetzt auch noch oft gegen mich. Manchmal haue ich einfach nur mein Kopf gegen die Wand oder mache sonst was, um mir einfach selbst mal wieder zu zeigen wie dumm ich doch bin. Aber wieso gegen deine Familie? .. So geht das mir auch. Aber so bin ich unter anderem auch, weil ich zu oft vertraut habe und doch enttäuscht wurde. (Damals hatte ich halt auch MAL "Freunde" zwar sehr selten, aber wenn sich doch mal jemand gefunden hat, der wenigstens mit mir redet wurde das schamlos ausgenutzt und hinter meinem Rücken gelästert oder sonst was...) Jetzt in der Berufsschule habe ich niemand. Sitz immer alleine da. Mach meine Arbeiten alleine und Gruppenarbeiten verachte ich aufs äußerste.

Vielen Dank, das hat gerade meinen Tag gerettet. Kann ich im Übrigen nur zurück geben, mit vollstem Zuspruch. Auch deine Schreibweise/Form sowie Inhalten lassen auf einen intellektuellen Menschen zurück schließen. Ich weiß auch nicht was unser Problem ist. Ich will endlich wissen was es ist. Verdammt. Das zerfrisst mich so. Von Tag zu Tag mehr.. Das einzige was ich weiß, wenn das noch weiter so geht, gehe ich dran kaputt!

Thaha, also du geschrieben hast "...oder schläfst du dauernd auf der Theke ein" ist mir ein kleines Lachen entgleist. Nein, natürlich nicht. Ist das erste Mal. Ich verstehe es nur nicht, da ich zwei Radler getrunken hatte und einen Shot. Ich mein, davon ist man ja nicht so betrunken, dass man andauernd einschläft und zu allem Überfluss noch schnarcht.. und wenn man dann noch wach ist, rumschreit man will nach Hause. Der Freund (ist im Übrigen der beste Freund meines Freundes *schäm* hat es mir nicht allzu übel genommen. Ist mir dennoch unangenehm, wenn wir uns das nächste Mal sehen. Mein Freund meinte jedoch nur : "Jetzt kann man sich nicht mal mehr bei Freunden mit dir sehen lassen." macht mich alles fertig ... weiß auch nicht, was in mich geraten ist. Ich habe einfach das Gefühl, ich bin ein anderer Mensch geworden. Wie bereits in der Nachricht zuvor geschrieben, es wird immer schlimmer mit diesen ganzen Problemen ..

Ganz ganz ehrlich? Das wäre mir eine Millionen Mal lieber, als das, wie ich bin! Ich könnte 24 h am Tag unter Strom stehen, das wäre mir egal. Hauptsache endlich nicht mehr einschlafen. Habe so viel versucht... Bonbons, sitzen bleiben auf der Couch nicht unter der Decke, Pulver .. nichts hilft. Jetzt hat heute meine Physiotherapeutin gesagt (zu der gehe ich wegen meiner Spastik) ich solle es mal mit einem Spaziergang probieren. Ca. 20 Minuten. Das werde ich heute direkt mal in Angriff nehmen. Wobei ich nicht dran glaub.. drück mir die Daumen das ich heute nicht wieder einschlafe.

Sport? Dazu kannst du dich aufraffen? Also mir ist die Lauferei auf der Arbeit schon oft zu viel. Ich habe schon so oft versucht, mich nach der Arbeit aufzuraffen. No Chance. Ich hasse es! Dabei will ich ja noch zudem abnehmen, aber es klappt einfach nichts. Stattdessen esse ich aus Frust noch mehr. Denke mir dann nur, ist eh alles egal.. Also schon einmal die erste Sache die uns gleich liegt. Ja, die Natur hat schon was schönes für sich. Allerdings bin ich / war ich eher ein fauler Mensch. War immer froh wenn ich sitzen konnte. Mein Freund hatte immer so viel vorgeschlagen.. klettern etc. nie wollte ich irgend etwas mitmachen. Und jetzt will er so etwas nicht mehr mit mir machen, aber ich. Und er ist so stur (was ich auch verstehen kann, wenn man immer nur Ablehnung spürt) dass er nicht mehr will....

Reisen tue ich auch gerne. Hatten vor einigen Wochen mal einen Roadtrip gemacht. Da war alles gut. Wir haben uns amüsiert, aber danach (und auch schon zuvor) geht es immer mehr den Bach herunter... aber auch ich will mein Leben erst einmal in den Griff bekommen, bevor ich reise.

Das sind viele Interessen ja. Aber wie gesagt, verliere immer so schnell das Interesse an etwas. Malkurs? Ne, will eher in die Richtung "abstrakt - Acryl" .. nichts vorgefertigtes. Aber ich hab das Gefühl, ich bekomm das nicht hin. Das wird nichts. Wenn ich gucke was für tolle Sachen mein Freund macht. Kommt gleich wieder das nicht vorhandene Selbstbewusstsein zum Vorschein... ich weiß auch nicht. Nehme mir immer so viel vor, aber letztendlich passiert.. nichts. Dann denke ich mir wieder "Du musst lernen, du lernst viel zu wenig.. höre Musik.. antworte dir (nur ein Beispiel) und dann ist der Tag vorbei.. nächsten Tag nehme ich mir das gleiche vor, wieder dasselbe...
Weiß nicht weiter..

Ich hab mal Aikido gemacht. Schreibt man das so? Also auch Kampfsport. Allerdings nicht lange. Da war ich noch viel jünger und hatte mehr Motivation. Aber irgendwann hatte ich auch dazu keine Lust mehr und ja, seitdem nichts mehr angefangen..

Das kann ich mir vorstellen. Wäre bei mir genau so. Aber ich finde es super, dass du das so durchziehst. Ich suche auch schon Ewigkeit etwas, wo ich hin geh aber vergeblich... was es noch gäbe, was mich interessiert: Fitnessstudio (abgesehen von den Leuten, null Motivation nach der Arbeit) .. und Tanzen. Aber dann eher so etwas wie Burlesque und dazu habe ich zu wenig Selbstbewusstsein UND hier gibt es scheinbar keine Tanzschule die sowas anbietet... mit Standart und so kann ich nichts anfangen.. bin eher "alternativer" ..

Ja, okay sagen wir es mal so: Wie oft bist du Zuhause? Wie oft an der Uni? Variiert das? Bei mir ist das ja so, ich arbeite jeden Tag bis 16 Uhr!! Außer Mittwoch. Und bin jeden Tag um 18 Uhr daheim. So lange bin ich da nicht daheim .. von daher, ich werde eher verrückt von der Arbeit. Der ständigen Konzentration und das man sich was merken muss, ständig Angst alles falsch zu machen.

Ich gehe nicht raus. Außer zu Arbeit und sonst nur mit meinem Freund. In meiner Klasse habe ich keine Kontakte. Mit denen von meiner Arbeit mache ich auch nichts privat, da die Stimmung sowieso angespannt ist.. tjoa.. muss ich mir halt doch ein Hobby außerhalb von Zuhause suchen...


Hmm, so geht es mir immer wenn ich mit meinem Freunden und seinen/meinen Freunden unterwegs bin. Alle reden mit ihm und ich bin halt "dabei". Mit mir wird ab und an gesprochen aber auch nicht so die Welt. Wäre gerne mal an der Stelle meines Freundes. Ich kann dich da genau verstehen mit deinem Gefühl, so geht es mir auch immer.

Ausbildung: ich bin ein ehrgeiziger Mensch. Egal ob Arbeit oder Berufsschule ich versuche immer alles zu geben. Habe so lange eine Stelle gesucht. Noch einenhalb Jahre. Ich kann das nicht einfach abbrechen, dann wäre alles umsonst. Ich würde das so bereuen, verstehst du was ich meine? Ich will halt auch beruflich erfolgreich sein. Und ich will das durchziehen. Ich kann mir leider nichts anderes vorstellen... Verstehst du, was ich meine? Ich will Leistung bringen, ich will neues Lernen und ich will etwas zu Ende bringen, was ich angefangen hab zumindest beruflich (auch wenn ich die Probleme mit den Kollegen hab, egal..) auch wenn ich privat nichts auf die Reihe bekomme.

Hab in letzter Zeit auch immer das Gefühl, ich bekomme schlecht Luft. Meine Chefin hat mir jetzt eine Überweisung zum Röntgen-Thorax geschickt. Also röntgen der Lunge... hab etwas Angst.. Schon wieder zum Arzt.. vielleicht bilde ich mir die Luftnot ja auch nur ein? Vielleicht durch den ganzen Stress? .. jedenfalls ist es nicht so schlimm, als das ich ersticken würde, also so ein Gefühl hab ich nicht.

Tja, die von der Uniklinik, also die Ambulanz da.. stehe ich ja auf der Warteliste. Immer noch nichts. Habe jetzt mal auf den AB gesprochen, hoffe auf Rückruf. Brauche den Platz. Und der neuropsychologische Test ist erst Mitte Dezember. Ich raste aus und das Gespräch mit meinem Neurologen ist erst nächsten Donnerstag nicht diesen, da er krank ist.. ich hasse Warten. Ich will weiterkommen. Mal schauen, was er zu dem MRT sagt, was er mir empfiehlt, therapiemäßig und dann kann ich ja immer noch stationär überlegen.. will erstmal Meinungen, von Leuten die Ahnung haben. Ach ja, und der Termin beim Psychologen ist nächste Woche Mittwoch, bin gespannt...

Morgen ist ja deine Sitzung beim Psychater. Drück dir die Daumen. Und auf Erfolg.

Mein Freund: Der weiß noch nichts von dem stationären. Ich will ihm das auch irgendwie nicht sagen, da er dann denkt ich dränge mich in den Vordergrund. Ich mein, er ist ja auch belastet wie ich bin. Schließlich muss er mich Tag für Tag ertragen. Und ich kann mir vorstellen, dass es einfacheres gibt. Ich könnte mich selbst nicht ertragen.. er meinte auch schon zu mir, wenn das so weiter geht, vor allen mit der Einschlaferei weiß er nicht, ob er das ewig so kann. Er ist doch der einzige Mensch, der mir wirklich was bedeutet.... ohne ihn kann ich nicht. Er ist die Person die mich "zum Leben" erweckt hat. Er ist die Person die mir die Augen geöffnet hat. Hm, ich denke, wenn ich mit ihm über das stationäre reden würde. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht wie er reagieren würde.. vielleicht würde er die Situation herrunterspielen, vielleicht würde er sagen "Ja, mach das" vielleicht würde er sagen, das geht nicht wegen der Arbeit. Ich weiß es ehrlich gesagt ÜBERHAUPT NICHT!! Und ich weiß nicht, ob ich mit ihm darüber reden soll. Soll ich nicht erstmal das Gespräch mit meinem Neurologen abwarten? Ich weiß gar nichts mehr. Ich bin einfach nur kaputt. Vom Leben.

Damals kam ja der Brief von der Uni, ich wäre stark betroffen und hätte hohe Belastbarkeit. Da war er auch überrascht. Hätte nicht damit gerechnet. Aber zu dem stationären (was dabei stand: wenn es nicht mehr geht ..) hat er nichts gesagt. Hab ihn auch nicht mehr drauf angesprochen..

Btw. ich wünschte auch, ich hätte schon viel eher herausgefunden, und etwas unternommen. Macht mich sehr fertig.

Wie war denn dein Tag in der Uni? Meiner war wie immer. Ziemlich beschissen. Arbeit halt. Und hatte gestern und heute wieder mit meinem Freund gestritten. Normal. Zum kotzen.

Naja, höre jetzt mal auf mit schreiben, wird bald ein Roman.. liebe Grüße und auf eine baldige Antwort hoffend.

Linda

PS: Darf ich dich fragen, wie dein Name lautet? Wenn du nicht willst, dann entschuldige ich mich.



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9. November 2014 um 11:18

Ich möchte
Dir nur ganz gern auf den Weg geben, dich mal zum Thema Asperger umzugoogeln

Good Luck!

(Und denk dran, auch mit Deinem Neurologen darüber zu sprechen. Wenn er keine Ahnung hat, dann such dir einen Ansprechpartner, der das wirklich versteht. Ich hab für meine Diagnose auch einige Zeit kämpfen müssen. Aber eigentlich war es auch nicht so wichtig, weil innerlich wusste ich eh schon bescheid, nach dem was ich schon so gelesen hatte, in dem ich mich wiederfand. Ich würde dir wünschen, es geht Dir ähnlich. Dnen ab DA geht der Weg wenigstens auf einem 'sichtbaren Pfad' weiter, wenn man weiß woran man ist..)

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11. November 2014 um 16:27

Ich leide an meiner eigenen Dummheit.
Ich kannte das Gefühl auch aus meiner Vergangenheit, ich fühlte mich innerlich richtig dumm weil ich keine dementsprechende Schulbildung gegenüber anderen aufweisen konnte.
War auch zu ruhig, traute mich nicht in Gespräche einzubringen " schüchtern" die Folge einer verfehlten Erziehung, mein Leben bestand eben aus dem Kontakt zu sehr dominanten Menschen das fiel mir gerade besonders auf.
Mit der Vergesslichkeit, dass hat der Mensch nun so an sich 70 % des gelernten gehen im Lauf der Zeit verloren,ist auch bei mir so.
Diese genannten Faktoren erzeugten auch eine tiefliegende
psychische Erkrankung die nach langer stationärer Behandlung in einem langwierigen Prozess geheilt werden
konnte.
Ich hatte schon vorher die Meisterprüfung im Handwerk
abgelegt, eine reine Tortour des Lernens, ich hätte schon jemand sein können aber es fehlte etwas.
Im späten Alter von 48 Jahren stellte ich mich der Herausforderung zum Abitur, ich schaffte es und wollte dann studieren.
Musste mich wegen dem Numerusklausus bei der Uni einklagen, studierte dann Jura zwei Semester, danach war Schluss weil diese Gipsköppe von Politikern die Studiengebühren einführten, somit viele Jahre Leistung und
strebsame Arbeit zerstörten.
Nun, seitdem gibt es für mich keine Wahlen mehr, ich wähle keine unsozialen Gestalten in bunten Parteien.
Gott bewahre mich vor der Konsequenz verfehlter Politik
in diesem STAAT besonders vor CD / SU die haben seit Jahrzehnten keine sozialverträgliche Bildung schaffen können.
Fühle mich nicht mehr dumm, im Gegenteil, ich bin den perfiden Politikern überlegen obwohl diese die Macht haben .




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11. November 2014 um 20:31
In Antwort auf sonnesommersee

Ich möchte
Dir nur ganz gern auf den Weg geben, dich mal zum Thema Asperger umzugoogeln

Good Luck!

(Und denk dran, auch mit Deinem Neurologen darüber zu sprechen. Wenn er keine Ahnung hat, dann such dir einen Ansprechpartner, der das wirklich versteht. Ich hab für meine Diagnose auch einige Zeit kämpfen müssen. Aber eigentlich war es auch nicht so wichtig, weil innerlich wusste ich eh schon bescheid, nach dem was ich schon so gelesen hatte, in dem ich mich wiederfand. Ich würde dir wünschen, es geht Dir ähnlich. Dnen ab DA geht der Weg wenigstens auf einem 'sichtbaren Pfad' weiter, wenn man weiß woran man ist..)

Vielen Dank
... für den Hinweiß. Diesem Krankheitsbild hatte ich zuvor nie Aufmerksamkeit geschenkt. Es treffen viele Symptome auf mich zu, andererseits stellt man sich dann die Frage: Ist das nicht bei sehr vielen Krankheiten der Fall? .. Dennoch werde ich das Krankheitsbild mal bei meinem Neurologen ansprechen. Mal schauen, was da jetzt noch heraus kommt und sich weiter entwickelt...

Ich würde mir so sehr wünschen, zu wissen, was "es" jetzt ist. Ich renn seit Wochen von Arzt zu Arzt. Telefoniere rum. Tu dies, tu das. Nur leider, bisher ohne Erfolg. Ich hoffe das ändert sich baldmöglichst !

Vielen Dank für deine Nachricht und den Tipp!

Liebe Grüße

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11. November 2014 um 20:46
In Antwort auf gomer_12250466

Ich leide an meiner eigenen Dummheit.
Ich kannte das Gefühl auch aus meiner Vergangenheit, ich fühlte mich innerlich richtig dumm weil ich keine dementsprechende Schulbildung gegenüber anderen aufweisen konnte.
War auch zu ruhig, traute mich nicht in Gespräche einzubringen " schüchtern" die Folge einer verfehlten Erziehung, mein Leben bestand eben aus dem Kontakt zu sehr dominanten Menschen das fiel mir gerade besonders auf.
Mit der Vergesslichkeit, dass hat der Mensch nun so an sich 70 % des gelernten gehen im Lauf der Zeit verloren,ist auch bei mir so.
Diese genannten Faktoren erzeugten auch eine tiefliegende
psychische Erkrankung die nach langer stationärer Behandlung in einem langwierigen Prozess geheilt werden
konnte.
Ich hatte schon vorher die Meisterprüfung im Handwerk
abgelegt, eine reine Tortour des Lernens, ich hätte schon jemand sein können aber es fehlte etwas.
Im späten Alter von 48 Jahren stellte ich mich der Herausforderung zum Abitur, ich schaffte es und wollte dann studieren.
Musste mich wegen dem Numerusklausus bei der Uni einklagen, studierte dann Jura zwei Semester, danach war Schluss weil diese Gipsköppe von Politikern die Studiengebühren einführten, somit viele Jahre Leistung und
strebsame Arbeit zerstörten.
Nun, seitdem gibt es für mich keine Wahlen mehr, ich wähle keine unsozialen Gestalten in bunten Parteien.
Gott bewahre mich vor der Konsequenz verfehlter Politik
in diesem STAAT besonders vor CD / SU die haben seit Jahrzehnten keine sozialverträgliche Bildung schaffen können.
Fühle mich nicht mehr dumm, im Gegenteil, ich bin den perfiden Politikern überlegen obwohl diese die Macht haben .




Guten Abend
Das hat nicht mal etwas mit Schulbildung zu tun. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Ich fühle allgemein einfach nur dumm! Egal in welcherlei Hinsicht, sei es Schule, Beziehung, Freunde, Konversationen, Verhalten .. alles.

Hmm, in wie fern schlechte Erziehung? Ich denke, das auch bei mir vieles in der Erziehung dazu beigetragen hat, wie ich heute bin. Jedoch würde ich nicht alles darauf schieben ..

Es geht nicht um Lapalien. Es geht wirklich um mehr. Ich vergesse ALLES. Ich vergesse, wenn ich vor ein paar Minuten ein Gespräch mit jemanden geführt habe, um was es ging. Ich vergesse, um was für ein Thema es ging am nächsten Morgen. (auch wenn ich mit der Person lange darüber geredet habe..) es geht um so viel mehr. Es geht nicht einfach nur so um Vergesslichkeit. Vergesslichkeit ist okay, aber nicht in diesem Ausmaß wie das bei mir der Fall ist. Ich habe dadurch NUR Probleme.


Diese genannten Faktoren erzeugten auch eine tiefliegende
psychische Erkrankung die nach langer stationärer Behandlung in einem langwierigen Prozess geheilt werden
konnte.

Ist das jetzt ein Beispiel deinerseits, oder auf meine Situation bezogen?

Das hat noch nicht mal was mit Meisterprüfung tun (zumindest bei mir..) ich hab sogar in der Berufsschule Schwierigkeiten und die ist höchstens 2 x die Woche. Das ist ja eher noch harmlos, mit dem Stoff was da zusammen kommt aber selbst das überfordert mich maßlos.

Und mit dem Abi: Sei stolz auf dich, dass du das so gut auf die Reihe bekommen hast!

Darf ich fragen, womit du das mit meinem Kontext in Verbindung bringst? Ich mein, das mit dem Studieren, Parteien, Politik etc. das ist völlig daher gegriffen, ich frage mich gerade, wodurch das MIR bei meinem Problem helfen soll Oo

Sorry, dass ich das jetzt sage aber deine Nachricht erzeugt in mir eher Verwirrung als mir in irgend einer Art und Weise zu helfen oder mir Ratschläge zu geben. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, was ich aus deiner Nachricht entnehmen solle, was mir in irgend einer Weiße hilft? Und ich mein, dieses Forum ist ja dazu da, um seine Problematik zu schildern und Hilfe/Ratschläge zu bekommen...

Na ja, wie dem auch sei..

Liebe Grüße

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11. November 2014 um 20:47
In Antwort auf pearce_12377672

Vielen Dank
... für den Hinweiß. Diesem Krankheitsbild hatte ich zuvor nie Aufmerksamkeit geschenkt. Es treffen viele Symptome auf mich zu, andererseits stellt man sich dann die Frage: Ist das nicht bei sehr vielen Krankheiten der Fall? .. Dennoch werde ich das Krankheitsbild mal bei meinem Neurologen ansprechen. Mal schauen, was da jetzt noch heraus kommt und sich weiter entwickelt...

Ich würde mir so sehr wünschen, zu wissen, was "es" jetzt ist. Ich renn seit Wochen von Arzt zu Arzt. Telefoniere rum. Tu dies, tu das. Nur leider, bisher ohne Erfolg. Ich hoffe das ändert sich baldmöglichst !

Vielen Dank für deine Nachricht und den Tipp!

Liebe Grüße

Sehr gerne
Die Parallelen waren für mich einfach zu offensichtlich.

Allerdings kann es durchaus sein dass nicht gleich Dein erster Neurologe davon genug Ahnung hat. Da hab ich schon so meine Erfahrungen gemacht, dass es gerade bei Autismus schwierig ist für die Weißkittel mit ihren schulmedizinischen Methoden da auch nur analytisch durchzusteigen (geschwiege denn therapeutisch, aber wenigstens endlich die passende Schublade gefunden zu haben hat schon etwas ungeheuer befreiendes, das würde ich Dir so wünschen, dass DU es auch so erleben kannst!).
Zu sehr lassen die Ärzte sich verwirren, weil man ja irgendwie auch permanent den Versuch unternimmt, die Defizite zu ÜBERSPIELEN (Und da wird es dann sehr ungerecht, wenn man quasi dafür bestraft wird, dass man sich um eine brauchbare Oberfläche BEMÜHT, indem die dann einfach die Problematik negieren..).

Also good luck, gell,
und let's stay in contact!

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11. November 2014 um 20:59
In Antwort auf sonnesommersee

Sehr gerne
Die Parallelen waren für mich einfach zu offensichtlich.

Allerdings kann es durchaus sein dass nicht gleich Dein erster Neurologe davon genug Ahnung hat. Da hab ich schon so meine Erfahrungen gemacht, dass es gerade bei Autismus schwierig ist für die Weißkittel mit ihren schulmedizinischen Methoden da auch nur analytisch durchzusteigen (geschwiege denn therapeutisch, aber wenigstens endlich die passende Schublade gefunden zu haben hat schon etwas ungeheuer befreiendes, das würde ich Dir so wünschen, dass DU es auch so erleben kannst!).
Zu sehr lassen die Ärzte sich verwirren, weil man ja irgendwie auch permanent den Versuch unternimmt, die Defizite zu ÜBERSPIELEN (Und da wird es dann sehr ungerecht, wenn man quasi dafür bestraft wird, dass man sich um eine brauchbare Oberfläche BEMÜHT, indem die dann einfach die Problematik negieren..).

Also good luck, gell,
und let's stay in contact!

Das war mir auch bewusst
.. als ich es das erste Mal laß. Jedoch überdurchschnittlich intelligent bin ich ja eher nicht - eher das Gegenteil. *seufz*

Hast du dich schon einmal mit dem Krankheitsbild ADHS / ADS auseinandergesetzt? Das passt noch mehr wie die Faust aufs Auge als das Asperger.

Darauf habe ich meinen Neurologen auch noch nicht angesprochen.

Er ist auch irgendwie ein bisschen seltsam.. als ich das erste Mal bei ihm war: Ich erzählte, ich erzählte alles was mich belastet raus damit.. und er sah nur die ganze Zeit auf den Bildschirm sagte "ahja hmm ahja hmm hmm" .. das hat mich irgendwie verwirrt, keine Ahnung. Er hat nie groß irgend etwas dazu gesagt. Gut, er hat mir auch einige Dinge gut und ausführlich erklärt aber irgendwie .. zu wenig. Kann schlecht beurteilen, wie er so ist. Das werde ich wohl am Donnerstag merken wenn wir die Besprechung haben. Das Problem ist nur: Neurologen sind Mangelware. Wie allgemein, alle Ärzte. Und da ich ja auch berufstätig bin, habe ich kaum Möglichkeiten meine Termine einzuplanen und bei vielen gibt es soo unglaublich lange Wartezeiten ....

Das kann ich schlecht beurteilen, ist der erste Neurologe mit dem ich zu tun habe.

Ich wurde jetzt auch zu einer psychotherapeutischen Ambulanz überwiesen, da hab ich im September so einen neuropsychologischen Test.. vielleicht gibt der ja weitere Auskunft?

Das glaube ich, dass das befreiend ist. Es ist auch so eine unglaubliche Last! Ich kann es einfach nicht erwarten.. ich will doch nur wissen WAS es ist. Mir ist bewusst, dass es keine Wunderpille gibt, aber schon allein einmal eine Diagnose zu haben (egal wie schlimm sie ist) .. und dann die Therapie zu beginnen stelle ich mir schon weitaus besser vor, als diese unerträgliche Ungewissheit. Ich mein, ich merke ja auch das was nicht stimmt.

Hmm, bei mir ist das noch nicht mal so mit dem herunterspielen, ich kann klipp und klar sagen was ich habe und woran ich leide. Ich übertreibe weder noch untertreibe ich...

Ich hoffe da findet sich mal etwas ..

Leidest du an einer ähnlichen Problematik?

Und habe ich mich über die schnelle Antwort gefreut.

Liebe Grüße

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12. November 2014 um 22:59
In Antwort auf pearce_12377672

Guten Abend
Das hat nicht mal etwas mit Schulbildung zu tun. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Ich fühle allgemein einfach nur dumm! Egal in welcherlei Hinsicht, sei es Schule, Beziehung, Freunde, Konversationen, Verhalten .. alles.

Hmm, in wie fern schlechte Erziehung? Ich denke, das auch bei mir vieles in der Erziehung dazu beigetragen hat, wie ich heute bin. Jedoch würde ich nicht alles darauf schieben ..

Es geht nicht um Lapalien. Es geht wirklich um mehr. Ich vergesse ALLES. Ich vergesse, wenn ich vor ein paar Minuten ein Gespräch mit jemanden geführt habe, um was es ging. Ich vergesse, um was für ein Thema es ging am nächsten Morgen. (auch wenn ich mit der Person lange darüber geredet habe..) es geht um so viel mehr. Es geht nicht einfach nur so um Vergesslichkeit. Vergesslichkeit ist okay, aber nicht in diesem Ausmaß wie das bei mir der Fall ist. Ich habe dadurch NUR Probleme.


Diese genannten Faktoren erzeugten auch eine tiefliegende
psychische Erkrankung die nach langer stationärer Behandlung in einem langwierigen Prozess geheilt werden
konnte.

Ist das jetzt ein Beispiel deinerseits, oder auf meine Situation bezogen?

Das hat noch nicht mal was mit Meisterprüfung tun (zumindest bei mir..) ich hab sogar in der Berufsschule Schwierigkeiten und die ist höchstens 2 x die Woche. Das ist ja eher noch harmlos, mit dem Stoff was da zusammen kommt aber selbst das überfordert mich maßlos.

Und mit dem Abi: Sei stolz auf dich, dass du das so gut auf die Reihe bekommen hast!

Darf ich fragen, womit du das mit meinem Kontext in Verbindung bringst? Ich mein, das mit dem Studieren, Parteien, Politik etc. das ist völlig daher gegriffen, ich frage mich gerade, wodurch das MIR bei meinem Problem helfen soll Oo

Sorry, dass ich das jetzt sage aber deine Nachricht erzeugt in mir eher Verwirrung als mir in irgend einer Art und Weise zu helfen oder mir Ratschläge zu geben. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, was ich aus deiner Nachricht entnehmen solle, was mir in irgend einer Weiße hilft? Und ich mein, dieses Forum ist ja dazu da, um seine Problematik zu schildern und Hilfe/Ratschläge zu bekommen...

Na ja, wie dem auch sei..

Liebe Grüße

Hey liebe tortureddoll
Ich antworte dir Morgen mal ausführlich, ja. Habes die letzten Tage einfach nicht hinbekommen bzw. war auch unterwegs.
Vielleicht können wir ja auch über PN weiterschreiben...

liebe Grüße, nikati (Ich mag zB nicht so gerne meinen richtigen Namen hier sagen.Deswegen der Vorschlag mit PN )

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13. November 2014 um 19:07
In Antwort auf alisha_12758359

Hey liebe tortureddoll
Ich antworte dir Morgen mal ausführlich, ja. Habes die letzten Tage einfach nicht hinbekommen bzw. war auch unterwegs.
Vielleicht können wir ja auch über PN weiterschreiben...

liebe Grüße, nikati (Ich mag zB nicht so gerne meinen richtigen Namen hier sagen.Deswegen der Vorschlag mit PN )

Hey, freut mich..
von Dir zu lesen. Habe mir schon Gedanken gemacht. Dachte schon, du bist jetzt stationär und hast da nicht so die Möglichkeiten, mir zu schreiben. Keine Ahnung. Jedenfalls freue ich mich von Dir ein Lebenszeichen zu erhalten.

Mach dir keine Gedanken, wieso und weshalb du mir nicht geschrieben hast. Das musst du nicht. Ich verstehe das sehr gut, ich habe auch oft Tage wo ich einfach nicht mehr kann und zu nichts Lust habe (eigentlich jeden Tag..)

Das würde ich sehr gerne, also per Nachricht weiter schreiben. Muss ja auch nicht alles öffentlich gelesen werden da hast du Recht.

Im nachhinein hast du Recht. Der Name ist schon sehr persönlich. Hätte das nicht unbedingt herumposaunen müssen. Jetzt ärgere ich mich. Naja ^^ Andererseits was kann man mit einem Namen anfangen, den Namen tragen viele Leute.

Also wie gesagt : Sehr gerne.

Freue mich von Dir zu lesen.

Liebe Grüße

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14. November 2014 um 9:32
In Antwort auf pearce_12377672

Huhu
Das ist überhaupt kein Problem! Wenn du eins nicht solltest, dann dich für so etwas entschuldigen sowie dich gezwungen fühlen mir zu antworten / schnellst möglich zu antworten. Es ist immer noch deine Entscheidung, will mich niemanden aufdrängen.

Das kenne ich sogar sehr gut. Mir geht es da ganz genauso wie dir! Ein Beispiel wäre bei mir: Ich sitze am Computer, mein Freund spricht mit mir, ich höre ihm zu... gleichzeitig lese ich etwas am Computer/sehe mir etwas an. Fazit daraus: Bei beiden Sachen habe ich nichts mitbekommen. Oder: Ich rede mit jemanden, währenddessen betrachte ich mein Umfeld, frage mich: Was passiert gerade? Natürlich unterschiedlich je nach Umfeld. Manchmal fixiere ich mich auch auf ein Gegenstand... Das ist immer ganz unterschiedlich. Und auf der Arbeit, sowieso. Wobei mich da eher eine Sache beschäftigt: mein Freund. Da denke ich eher "nur" an ihn. Und habe keine anderweitige Gedankengänge. Zumindest meine ich damit, von keiner anderen Person/über keine andere Sache.

Es gibt da noch weitaus mehr Beispiele, aber ich beis mich darauf jetzt mal nicht fest.

Das ist mehr als belastend. Weißt du, man bekommt vom Neurologen eine Überweisung in die Hand gedrückt für ein MRT. Am Anfang habe ich das gar nicht so wahrgenommen, erst später. Dort stand dann: "Diagnose frühkindlicher Hirnschade" ich habe gedacht, ich falle aus allen Wolken. Hab das dann noch meinem Freund erzählt. Der hat mich beruhigt, und gesagt, das wäre doch sogar gut, dann hätte ich mal einen Anhaltspunkt. Jedoch ich, war völlig weggetreten. In meinen Gedanken nur: Ein Hirnschaden? Sowas ist doch nicht behandelbar. Und auch noch seit meiner Geburt? Wieso habe ich das nie gemerkt. Wieso hat mir das nie jemand gesagt, weder Arzt noch meine Eltern? Ich war fassungslos. Hmm, ich weiß nicht. Meine Eltern müssen es jedenfalls mitbekommen haben. Und es ist bestimmt in meiner Geburtsakte vermerkt. Jedoch nach 19 Jahren noch Zugriff auf diese Akte gewährt zu bekommen ist schier unmöglich. Zudem gibt es ja nur 10 Jahre Aufbewahrungsfrist. Weißt du, ob das auch für Geburtsakten zählt? Also erste Diagnosen etc. pp. ? Diesen Weg könnte ich gehen. Aber erstens weiß ich nicht, ob ich Erfolg haben werde und zweitens.... ist wieder so ein weiter Weg... mir ist einfach nur noch alles zu viel... Hmm, könnte beides infrage kommen. Wenn ich sie darauf anspreche kommt nur "Ach Quatsch, du hast ja die Spastik, das weißt du aber doch kein Hirnschaden. Rede noch keinen Quatsch. Das bisschen Vergessen und die Konzentrationsproblematik. Da könnte ich toben vor Wut. Wie kann man sowas so herunter spielen? Na, man muss dazu sagen, meine Mutter ist Künstlerin im Verdrängen. Aber als ich mein Vater anrief, sagte er mir das aller selbe. Ich mein, ich weiß ja selbst dass ich nicht gesund bin. Also brauchen die mir kein Scheiß zu erzählen. Habe irgendwie das Gefühl, niemand nimmt mich ernst. Der einzige, der merkte, dass ich ein Problem hab ist mein Freund durch ihn bin ja auch auf die Sache gestoßen. Egal wem ich es erzähl, auch meine Schwester. Wenn ich denen erzählen würde, ich wäre mittlerweile soweit für ne stationäre Therapie die würden aus allen Wolken fallen..

Meine Eltern müssen realisiert haben, wie sehr ich gekämpft habe. Sie haben es ja mit eigenen Augen erlebt... Ich kann das einfach nicht verstehen. Auch von meiner Geburt: Sie haben mir weder von sich aus Fotos gezeigt, noch mir irgendetwas darüber gesagt. Wenn ich etwas wissen möchte, muss ich auf sie zukommen das ist ihre Devise. Meine Eltern haben mir alles in den Arsch geblasen wirklich alles. Mich in die Schule gefahren, sich um den Haushalt gekümmert (das Maximale was ich machen musste: Spülmaschine ausleeren.) weshalb ich auch nicht wusste, als ich mit meinem Freund zusammenzog wie man eine Waschmaschine bedient. Traurig, schon fast, oder? Wirklich, das war zu viel. Mein Freund nimmt das meinen Eltern auch übel, weil sie mich nie zur Selbstständigkeit erzogen haben. Und das ist auch so.

Hm, meine Eltern sind sich der Lage nicht im Klaren. Ich weiß nicht, manchmal habe ich das Gefühl, selbst wenn ich es ihnen vor Augen führen würde würden sie es nicht kapieren, oder sie wollen es nicht!!

Ich finde das aber gut von deinen Eltern, denn das zeigt, dass sie den Ernst der Lage verstanden haben. Und ich finde es auch gut von dir, dass du dich nun endlich zu diesem Schritt durchgerungen hast. Weißt du schon, wann es so weit ist? Wann du dahin gehst? Hochgrad-Klinik? Was darf ich darunter verstehen. Sorry, kenne mich damit nicht so aus..

Das was du alles schreibst, hört sich auch wirklich wirklich heftig an. Ich denke, das ist für dich das richtige. Und wenn du es nun auch einsiehst, umso besser. Bei mir sind es "nur" Depressionen und eben die anderen Symptomatiken die du auch besitzt.. und das verdammte Einschlafen, weswegen ich jeden Tag mit meinem Freund streite..!!!!


Mir geht das genauso wie dir. Keine Ahnung, was ich mir damals in der Schule immer dabei gedacht habe. Die haben mir manchmal einfach Sachen über den Kopf gezogen, irgendwelche Sachen. Mülleimer oder so. Ich habe mich NIE gewehrt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich heute reagieren würde? Habe ich daraus gelernt? Werde ich wieder genau so reagieren. Jedenfalls fühle ich mich auch dümmer/minderwertiger/aussetziger wie andere Menschen. Wobei ich das schon durch mein alleiniges Aussehen bin. Aber das ist wieder etwas anderes.

Hmm, das mit den Wut u. Aggressionsverhalten dir gegenüber ist nachvollziehbar. Habe ich jetzt auch noch oft gegen mich. Manchmal haue ich einfach nur mein Kopf gegen die Wand oder mache sonst was, um mir einfach selbst mal wieder zu zeigen wie dumm ich doch bin. Aber wieso gegen deine Familie? .. So geht das mir auch. Aber so bin ich unter anderem auch, weil ich zu oft vertraut habe und doch enttäuscht wurde. (Damals hatte ich halt auch MAL "Freunde" zwar sehr selten, aber wenn sich doch mal jemand gefunden hat, der wenigstens mit mir redet wurde das schamlos ausgenutzt und hinter meinem Rücken gelästert oder sonst was...) Jetzt in der Berufsschule habe ich niemand. Sitz immer alleine da. Mach meine Arbeiten alleine und Gruppenarbeiten verachte ich aufs äußerste.

Vielen Dank, das hat gerade meinen Tag gerettet. Kann ich im Übrigen nur zurück geben, mit vollstem Zuspruch. Auch deine Schreibweise/Form sowie Inhalten lassen auf einen intellektuellen Menschen zurück schließen. Ich weiß auch nicht was unser Problem ist. Ich will endlich wissen was es ist. Verdammt. Das zerfrisst mich so. Von Tag zu Tag mehr.. Das einzige was ich weiß, wenn das noch weiter so geht, gehe ich dran kaputt!

Thaha, also du geschrieben hast "...oder schläfst du dauernd auf der Theke ein" ist mir ein kleines Lachen entgleist. Nein, natürlich nicht. Ist das erste Mal. Ich verstehe es nur nicht, da ich zwei Radler getrunken hatte und einen Shot. Ich mein, davon ist man ja nicht so betrunken, dass man andauernd einschläft und zu allem Überfluss noch schnarcht.. und wenn man dann noch wach ist, rumschreit man will nach Hause. Der Freund (ist im Übrigen der beste Freund meines Freundes *schäm* hat es mir nicht allzu übel genommen. Ist mir dennoch unangenehm, wenn wir uns das nächste Mal sehen. Mein Freund meinte jedoch nur : "Jetzt kann man sich nicht mal mehr bei Freunden mit dir sehen lassen." macht mich alles fertig ... weiß auch nicht, was in mich geraten ist. Ich habe einfach das Gefühl, ich bin ein anderer Mensch geworden. Wie bereits in der Nachricht zuvor geschrieben, es wird immer schlimmer mit diesen ganzen Problemen ..

Ganz ganz ehrlich? Das wäre mir eine Millionen Mal lieber, als das, wie ich bin! Ich könnte 24 h am Tag unter Strom stehen, das wäre mir egal. Hauptsache endlich nicht mehr einschlafen. Habe so viel versucht... Bonbons, sitzen bleiben auf der Couch nicht unter der Decke, Pulver .. nichts hilft. Jetzt hat heute meine Physiotherapeutin gesagt (zu der gehe ich wegen meiner Spastik) ich solle es mal mit einem Spaziergang probieren. Ca. 20 Minuten. Das werde ich heute direkt mal in Angriff nehmen. Wobei ich nicht dran glaub.. drück mir die Daumen das ich heute nicht wieder einschlafe.

Sport? Dazu kannst du dich aufraffen? Also mir ist die Lauferei auf der Arbeit schon oft zu viel. Ich habe schon so oft versucht, mich nach der Arbeit aufzuraffen. No Chance. Ich hasse es! Dabei will ich ja noch zudem abnehmen, aber es klappt einfach nichts. Stattdessen esse ich aus Frust noch mehr. Denke mir dann nur, ist eh alles egal.. Also schon einmal die erste Sache die uns gleich liegt. Ja, die Natur hat schon was schönes für sich. Allerdings bin ich / war ich eher ein fauler Mensch. War immer froh wenn ich sitzen konnte. Mein Freund hatte immer so viel vorgeschlagen.. klettern etc. nie wollte ich irgend etwas mitmachen. Und jetzt will er so etwas nicht mehr mit mir machen, aber ich. Und er ist so stur (was ich auch verstehen kann, wenn man immer nur Ablehnung spürt) dass er nicht mehr will....

Reisen tue ich auch gerne. Hatten vor einigen Wochen mal einen Roadtrip gemacht. Da war alles gut. Wir haben uns amüsiert, aber danach (und auch schon zuvor) geht es immer mehr den Bach herunter... aber auch ich will mein Leben erst einmal in den Griff bekommen, bevor ich reise.

Das sind viele Interessen ja. Aber wie gesagt, verliere immer so schnell das Interesse an etwas. Malkurs? Ne, will eher in die Richtung "abstrakt - Acryl" .. nichts vorgefertigtes. Aber ich hab das Gefühl, ich bekomm das nicht hin. Das wird nichts. Wenn ich gucke was für tolle Sachen mein Freund macht. Kommt gleich wieder das nicht vorhandene Selbstbewusstsein zum Vorschein... ich weiß auch nicht. Nehme mir immer so viel vor, aber letztendlich passiert.. nichts. Dann denke ich mir wieder "Du musst lernen, du lernst viel zu wenig.. höre Musik.. antworte dir (nur ein Beispiel) und dann ist der Tag vorbei.. nächsten Tag nehme ich mir das gleiche vor, wieder dasselbe...
Weiß nicht weiter..

Ich hab mal Aikido gemacht. Schreibt man das so? Also auch Kampfsport. Allerdings nicht lange. Da war ich noch viel jünger und hatte mehr Motivation. Aber irgendwann hatte ich auch dazu keine Lust mehr und ja, seitdem nichts mehr angefangen..

Das kann ich mir vorstellen. Wäre bei mir genau so. Aber ich finde es super, dass du das so durchziehst. Ich suche auch schon Ewigkeit etwas, wo ich hin geh aber vergeblich... was es noch gäbe, was mich interessiert: Fitnessstudio (abgesehen von den Leuten, null Motivation nach der Arbeit) .. und Tanzen. Aber dann eher so etwas wie Burlesque und dazu habe ich zu wenig Selbstbewusstsein UND hier gibt es scheinbar keine Tanzschule die sowas anbietet... mit Standart und so kann ich nichts anfangen.. bin eher "alternativer" ..

Ja, okay sagen wir es mal so: Wie oft bist du Zuhause? Wie oft an der Uni? Variiert das? Bei mir ist das ja so, ich arbeite jeden Tag bis 16 Uhr!! Außer Mittwoch. Und bin jeden Tag um 18 Uhr daheim. So lange bin ich da nicht daheim .. von daher, ich werde eher verrückt von der Arbeit. Der ständigen Konzentration und das man sich was merken muss, ständig Angst alles falsch zu machen.

Ich gehe nicht raus. Außer zu Arbeit und sonst nur mit meinem Freund. In meiner Klasse habe ich keine Kontakte. Mit denen von meiner Arbeit mache ich auch nichts privat, da die Stimmung sowieso angespannt ist.. tjoa.. muss ich mir halt doch ein Hobby außerhalb von Zuhause suchen...


Hmm, so geht es mir immer wenn ich mit meinem Freunden und seinen/meinen Freunden unterwegs bin. Alle reden mit ihm und ich bin halt "dabei". Mit mir wird ab und an gesprochen aber auch nicht so die Welt. Wäre gerne mal an der Stelle meines Freundes. Ich kann dich da genau verstehen mit deinem Gefühl, so geht es mir auch immer.

Ausbildung: ich bin ein ehrgeiziger Mensch. Egal ob Arbeit oder Berufsschule ich versuche immer alles zu geben. Habe so lange eine Stelle gesucht. Noch einenhalb Jahre. Ich kann das nicht einfach abbrechen, dann wäre alles umsonst. Ich würde das so bereuen, verstehst du was ich meine? Ich will halt auch beruflich erfolgreich sein. Und ich will das durchziehen. Ich kann mir leider nichts anderes vorstellen... Verstehst du, was ich meine? Ich will Leistung bringen, ich will neues Lernen und ich will etwas zu Ende bringen, was ich angefangen hab zumindest beruflich (auch wenn ich die Probleme mit den Kollegen hab, egal..) auch wenn ich privat nichts auf die Reihe bekomme.

Hab in letzter Zeit auch immer das Gefühl, ich bekomme schlecht Luft. Meine Chefin hat mir jetzt eine Überweisung zum Röntgen-Thorax geschickt. Also röntgen der Lunge... hab etwas Angst.. Schon wieder zum Arzt.. vielleicht bilde ich mir die Luftnot ja auch nur ein? Vielleicht durch den ganzen Stress? .. jedenfalls ist es nicht so schlimm, als das ich ersticken würde, also so ein Gefühl hab ich nicht.

Tja, die von der Uniklinik, also die Ambulanz da.. stehe ich ja auf der Warteliste. Immer noch nichts. Habe jetzt mal auf den AB gesprochen, hoffe auf Rückruf. Brauche den Platz. Und der neuropsychologische Test ist erst Mitte Dezember. Ich raste aus und das Gespräch mit meinem Neurologen ist erst nächsten Donnerstag nicht diesen, da er krank ist.. ich hasse Warten. Ich will weiterkommen. Mal schauen, was er zu dem MRT sagt, was er mir empfiehlt, therapiemäßig und dann kann ich ja immer noch stationär überlegen.. will erstmal Meinungen, von Leuten die Ahnung haben. Ach ja, und der Termin beim Psychologen ist nächste Woche Mittwoch, bin gespannt...

Morgen ist ja deine Sitzung beim Psychater. Drück dir die Daumen. Und auf Erfolg.

Mein Freund: Der weiß noch nichts von dem stationären. Ich will ihm das auch irgendwie nicht sagen, da er dann denkt ich dränge mich in den Vordergrund. Ich mein, er ist ja auch belastet wie ich bin. Schließlich muss er mich Tag für Tag ertragen. Und ich kann mir vorstellen, dass es einfacheres gibt. Ich könnte mich selbst nicht ertragen.. er meinte auch schon zu mir, wenn das so weiter geht, vor allen mit der Einschlaferei weiß er nicht, ob er das ewig so kann. Er ist doch der einzige Mensch, der mir wirklich was bedeutet.... ohne ihn kann ich nicht. Er ist die Person die mich "zum Leben" erweckt hat. Er ist die Person die mir die Augen geöffnet hat. Hm, ich denke, wenn ich mit ihm über das stationäre reden würde. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht wie er reagieren würde.. vielleicht würde er die Situation herrunterspielen, vielleicht würde er sagen "Ja, mach das" vielleicht würde er sagen, das geht nicht wegen der Arbeit. Ich weiß es ehrlich gesagt ÜBERHAUPT NICHT!! Und ich weiß nicht, ob ich mit ihm darüber reden soll. Soll ich nicht erstmal das Gespräch mit meinem Neurologen abwarten? Ich weiß gar nichts mehr. Ich bin einfach nur kaputt. Vom Leben.

Damals kam ja der Brief von der Uni, ich wäre stark betroffen und hätte hohe Belastbarkeit. Da war er auch überrascht. Hätte nicht damit gerechnet. Aber zu dem stationären (was dabei stand: wenn es nicht mehr geht ..) hat er nichts gesagt. Hab ihn auch nicht mehr drauf angesprochen..

Btw. ich wünschte auch, ich hätte schon viel eher herausgefunden, und etwas unternommen. Macht mich sehr fertig.

Wie war denn dein Tag in der Uni? Meiner war wie immer. Ziemlich beschissen. Arbeit halt. Und hatte gestern und heute wieder mit meinem Freund gestritten. Normal. Zum kotzen.

Naja, höre jetzt mal auf mit schreiben, wird bald ein Roman.. liebe Grüße und auf eine baldige Antwort hoffend.

Linda

PS: Darf ich dich fragen, wie dein Name lautet? Wenn du nicht willst, dann entschuldige ich mich.



So, ich antworte nun erstmal hier.
Vielleicht bin ich auch etwas zu paranoid bzgl Namen im Internet, etc....

Nein mir ging es einfach nur nicht gut und ich war absolut nicht in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen und etwas zu schreiben.
Lieb von dir, dass du an mich gedacht hast. Danke.

Hm...Ich glaube ich werde auch mal versuchen an ein MRT zu kommen. Werde das beim nächsten Termin mal ansprechen. Diese Vergesslichkeit, Zerstreutheit, sich absolut nicht auf eine Sache konzentrieren können kann zwar auch von einer Depression kommen, aber da ich eben auch schon als Säugling ein auffälliges Verhalten gezeigt habe, denke ich das es etwas Anderes ist...

Ich kann dich da echt gut verstehen, dass du traurig und enttäuscht bist das deine Eltern dir das mit dem frühkindlichen Hirnschaden verschwiegen haben. Aber nun gilt es herauszufinden, ob deine Symptome auch wirklich daher kommen. Ich hoffe sehr für dich, dass sich das herausfinden lässt! Leider kenne ich mich mit der Aufbewahrungsfrist von Akten etc. auch nicht aus.Was sagt denn dein Arzt dazu? Meint er, dass es erforderlich ist diese Akten einzusehen?

Meine Mutter hat mir gestern so nebenbei erzählt, dass ich als Baby/Kleinkind so auffällige Zuckungen hatte. Da dachte ich mir auch "Bitte was? Und das erzählst du mir erst jetzt"? Vielleicht ist das ja auch ein Hinweis auf eine (Hirn)-Erkrankung. Oh man, ey.

Nein ich bin zum Glück nicht mehr viel an der Uni. Habe drei Vorlesungen, bei denen aber zum Glück keine Anwesenheitspflicht ist. Ich würde das zu Zeit gar nicht schaffen und muss quasi jeden Tag aufs neue entscheiden, ob ich aus dem Haus gehen kann oder es mir zu viel ist. Manchmal tut es mir gut in die Vorlesung zu gehen, denn dann habe ich das Gefühl etwas "Sinnvolles" gemacht zu haben, aber oft geht es mir danach noch viel, viel schlechter. Ich kann mich einfahc nicht konzentrieren und zuhören. Verstehe nicht um was es geht und dann ist mein Ego meistens so im Keller und ich bin mal wieder so überzeugt unterbelichtet zu sein, dass der Tag für mich gelaufen ist. Ein Teufelskreis. Ansonsten müsste ich eigentlich mit meiner Masterarbeit anfangen. Aber da ich mich auf Nichts konzentrieren kann und meine Gedanken wie verrückt springen, habe ich mich da noch nicht weiter mit auseinander gesetzt.

Oh, aber du schaffst es jeden tag bis 16 Uhr in die Schule zu gehen? Das finde ich gut. Wie viel bekommst du denn da mit von dem, was der Lehrer erzählt? Kannst du zuhören und verstehst dann die Inhalte oder springen deine Gedanken auch die ganze Zeit und du kannst dich kaum auf etwas Fixieren?

Ohje dieses dauernde Alleinesein und alles alleine machen ist gar nicht gut. Das war in meiner Schulzeit auch ganz extrem bei mir. An der Uni hat sich das dann zum Glück ziemlich verbessert. (Das liegt aber wohl auch daran, dass die Leute da irgendwie reifer und sozialer sind)Also habe ich schon viele Leute, aber ich halte mich immer im Hintergrund auf. Ich traue mich einfach nichts und es ist mir so unangenehm, dass ich mich so wenig an Gesprächen beteiligen kann, oft Sachen nicht mitbekomme oder nicht weiß, was in der Welt vor sich geht. Da ich nicht möchte, dass die anderen meine Beschränktheit so offensichtlich mitbekommen ziehe ich mich eben zurück. Also bei mir liegt es eher an mir selbst.

Solche Gedanken wie "schließlich muss er mich Tag für Tag ertragen" DARFST du nicht zu lassen. Du machst das doch nicht extra!!! Da steckt vielleicht eine Erkrankung dahinter und das hat ABSOLUT NICHTS mit in den Vordergrund drängen zu tun. Ich kann deine Verzweiflung extrem aus deinem Text heraus lesen und wünsche dir sehr, dass du hinter dieses Geheimnis kommst. Aber du musst jetzt an dich denken und das es dir endlich besser geht. Dein Freund wird doch sicherlich auch spüren, wie sehr dich das alles quält und belastet. Und wenn er dich liebt, dann sollte es für ihn das Wichtigste sein, dass du gesund wirst!

Hm...ja das mit dem Einschlafen hört sich in der Tat sehr belastend an. Hast du das auch mal beim Neurologen angesprochen?
Aber glaube mir dieses dauernde unter Strom stehen ist auch schrecklich. Ich habe erst gestern Abend wieder einen Nervenzusammenbruch bekommen, weil ich einfach nicht mehr konnte.Habe nur noch geweint und gezittert und war völlig erschöpft von diesem über den kompletten Tag gehenden "Starkstromzustand".

Der Termin bei meiner Psychiaterin war übrigens ganz gut. Ich hatte zuvor mal wieder ziemlich Angst, dass ich es nicht schaffe alles anzusprechen, was ich mir vorgenommen habe (oft sitze ich vor einem Arzt und auf einmal ist in meinem Gehirn nur noch ein schwarze Loch; ich fühle mich fast ohnmächtig und kann kaum sprechen) oder das sie mich nicht "ernst nimmt". Aber es hat alles geklappt. Ich habe nun für Anfang Dezember einen ADHS-Test. Ich bin echt mal gespannt, ob da etwas bei raus kommt.

Übrigens habe ich mir mir und auch bei dir auch schonmal Richtung Asperger-Syndrom gedacht. Allerdings können sich, so viel ich weiß, autistische Personen sehr, sehr schlecht in andere hineinfühlen und das ist bei mir eher das Gegenteil. Ich bin sehr feinfühlig und nehme schon Spannungen unter dritten Personen wahr. Auch bei dir würde ich auf eine hohe emotionale Intelligenz schließen, da du so Sachen wie "Wenn du eins nicht solltest, dann dich für so etwas entschuldigen sowie dich gezwungen fühlen mir zu antworten / schnellst möglich zu antworten. Es ist immer noch deine Entscheidung, will mich niemanden aufdrängen."


So, ich muss mal aufhören.

liebe Grüße, nikati

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14. November 2014 um 11:04
In Antwort auf pearce_12377672

Guten Abend
Das hat nicht mal etwas mit Schulbildung zu tun. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Ich fühle allgemein einfach nur dumm! Egal in welcherlei Hinsicht, sei es Schule, Beziehung, Freunde, Konversationen, Verhalten .. alles.

Hmm, in wie fern schlechte Erziehung? Ich denke, das auch bei mir vieles in der Erziehung dazu beigetragen hat, wie ich heute bin. Jedoch würde ich nicht alles darauf schieben ..

Es geht nicht um Lapalien. Es geht wirklich um mehr. Ich vergesse ALLES. Ich vergesse, wenn ich vor ein paar Minuten ein Gespräch mit jemanden geführt habe, um was es ging. Ich vergesse, um was für ein Thema es ging am nächsten Morgen. (auch wenn ich mit der Person lange darüber geredet habe..) es geht um so viel mehr. Es geht nicht einfach nur so um Vergesslichkeit. Vergesslichkeit ist okay, aber nicht in diesem Ausmaß wie das bei mir der Fall ist. Ich habe dadurch NUR Probleme.


Diese genannten Faktoren erzeugten auch eine tiefliegende
psychische Erkrankung die nach langer stationärer Behandlung in einem langwierigen Prozess geheilt werden
konnte.

Ist das jetzt ein Beispiel deinerseits, oder auf meine Situation bezogen?

Das hat noch nicht mal was mit Meisterprüfung tun (zumindest bei mir..) ich hab sogar in der Berufsschule Schwierigkeiten und die ist höchstens 2 x die Woche. Das ist ja eher noch harmlos, mit dem Stoff was da zusammen kommt aber selbst das überfordert mich maßlos.

Und mit dem Abi: Sei stolz auf dich, dass du das so gut auf die Reihe bekommen hast!

Darf ich fragen, womit du das mit meinem Kontext in Verbindung bringst? Ich mein, das mit dem Studieren, Parteien, Politik etc. das ist völlig daher gegriffen, ich frage mich gerade, wodurch das MIR bei meinem Problem helfen soll Oo

Sorry, dass ich das jetzt sage aber deine Nachricht erzeugt in mir eher Verwirrung als mir in irgend einer Art und Weise zu helfen oder mir Ratschläge zu geben. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, was ich aus deiner Nachricht entnehmen solle, was mir in irgend einer Weiße hilft? Und ich mein, dieses Forum ist ja dazu da, um seine Problematik zu schildern und Hilfe/Ratschläge zu bekommen...

Na ja, wie dem auch sei..

Liebe Grüße

Antwort auf deine Nachricht
Es war bestimmt nicht meine Absicht dich Verwirrung zu
versetzen das tut mir leid. Doch jedes Leben hat seine eigene
Geschichte, dir wird wohl niemand aus diesem Kreis direkt helfen können, man kann dir nur beistehen und Trost in einer Form spenden.Du brauchst eben kompetente medizinische Hilfe, wie ich sie eben auch erfuhr, auch danach musste ich mir selbst helfen und mich befreien von Gefühlen und Gedanken.Neue Wege zu gehen ist dann wirklich nicht einfach aber es funktioniert eben nur so. Ich wünsche dir die beste fachliche Hilfe und ein gutes Gelingen für die Zukunft.

Liebe Grüße

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15. November 2014 um 0:49

Hallo
Ich habe mir nicht alle Beiträge durchgelesen, aber trotzdem einen kleinen Einblick in Dein Problem bekommen...(denke ich)

Mal eine Frage: Wenn Du hier einen Text formulierst, musst da da sehr lange nachdenken, immer wieder Pausen machen, lange grübeln oder schreibst Du ihn einfach so herunter?

Ich finde nämlich, dass Du sehr zusammenhängend und reflektiert schreibst. Es kommt mir nicht so vor, als hättest Du keinen Zugriff auf Dein Wissen oder Deine Gedanken.

Hinsichtlich des Problems mit dem Merken bzw. Erinnern führst Du als Beispiele zumeist Sachwissen an, aus der Schule, der Ausbildung oder wenn Du Dich mit Politik oder Geschichte beschäftigst. Ich habe den Eindruck, dass Du Dir Dinge, die für Dich keine emotionale oder soziale Bedeutung haben, einfach nicht so gut merken kannst. Das finde ich jetzt nicht so ungewöhnlich. Kannst Du Dich z.B. gut an Situationen erinnern, die Du mit Deinem Freund erlebt hast oder an Gesprächsinhalte mit ihm oder Deiner Mutter? Oder ist das danach auch gleich wieder verpufft? Und inwiefern kannst Du Dich bei Deinem Freund in Gespräche einbringen oder bist Du bei ihm auch die meiste Zeit stumm? Ich meine jetzt Momente, in denen Du ganz entspannt bist und nicht Momente, in denen Du Dich vorher schon unter Druck setzt, dass Du es vermutlich wieder nicht können wirst...Also in Momenten totaler Gelassenheit und Vertrautheit.

Ich frage mich das nur, weil es dann kein generelles Problem wäre, sondern lediglich eins, dass in bestimmten Situationen auftritt...Fremde Menschen scheinen in Dir einen unheimlichen Druck zu erzeugen. Du konzentrierst Dich vermutlich so sehr darauf, alles richtig zu machen, dass Du gar nicht locker lassen kannst...und das hindert Dich auch am entspannten Zuhören und Antworten bzw. überhaupt am klaren Denken. Es ist dann wie eine innere Blockade, Du scheinst dann keinen Zugriff mehr auf Dein Innerstes zu haben...Für mich klingt das sehr nach Sozialer Phobie...Genährt wird diese Angst natürlich durch Dein nicht vorhandenes Selbstbewusstsein. Du stufst Dich selbst als dumm und unfähig ein und findest nichts Positives an Dir, glaubst vermutlich, jeder andere Mensch wäre besser als Du...Und dieses Selbstbild wird zur selbsterfüllenden Prophezeihung. Du willst das gar nicht, setzt Dich unter Druck, willst es anders machen, aber es geht nicht, weil Deine Ängste Dich blockieren.

Wenn Du solche Situationen erlebst, geht danach bei Dir eine Grübelei darüber los? Das heißt, spielst Du diese Momente dann in Deinem Kopf nochmals durch und suchst quasi nach dem Fehler im System? Sind diese Gedanken anstrengend und kräftezehrend oder denkst Du gar nicht weiter darüber nach?

Kannst Du zum Beispiel bei der Einübung eines Referats zu Hause durchaus eigene Worte finden, um Sachverhalte zu erläutern, vor Publikum ist es dann aber schlagartig vorbei damit? Machst Du Dir ständig Gedanken darüber, wie Du auf andere wirkst oder was andere von Dir denken könnten? Und welche Momente sind am schwierigsten/anstrengendsten für Dich: Das tatsächliche Erleben dieser Situationen oder das vorherige oder anschließende Nachdenken darüber? Und gehen solche Situationen auch mit körperlichen Symptomen einher, z.B. Übelkeit, Zittrigkeit, Herzklopfen, trockenem Mund etc.

Das würde mich sehr interessieren...

Liebe Grüße

Kira

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15. November 2014 um 16:11

Du bist NICHT dumm!!!
Liebe tortureddoll,

als erstes möchte ich Dich beruhigen: Du bist NICHT dumm!!! Die Art und Weise wie Du Dein Post geschrieben hast, zeigt dass Du Dir absolut bewusst bist wie Du Dich fühlst und wie intelligent Du bist. Du setzt Dich mit Deinem Problem auseinander; das tun dumme Menschen nicht!!! Egal wie lange Du für diese Worte benötigt hast, sie waren klar und strukturiert.

Vielleicht hast Du einfach nur zu viele Gedanken im Kopf, sodass kein Platz mehr für Neues ist. Ähnlich einer Festplatte, die voll ist. Dann funktioniert das ganze System nicht mehr, dann muss man Platz schaffen....

Die größte Herausforderung wird wohl sein, einen seriösen, guten Arzt zu finden, der Dir eine korrekte Diagnose stellt. Dann kannst Du damit arbeiten. Und Deine Festplatte leeren...

Sei nicht verzweifelt, Du bist nicht alleine. Du hast einen Freund, der zu Dir steht und er wird Dich sicher unterstützen, weil er eine glückliche toreddoll haben möchte, weil auch er dann wieder glücklich ist! Das ist ein großer Schatz und nicht selbstverständlich heutzutage. In der Regel rennen Männer weg, wenn's Probleme gibt. (Ich spreche aus Erfahrung

Habe bewusst nichts gelesen, um Dir unvoreingenommen oder um nicht durch andere Kommentare beeinflusst, zu antworten. Das werde ich nun nachholen.

Ich wünsche Dir viel Glück und hoffe, ab und an von Dir zu lesen wie es Dir geht.

Alles Liebe, Zarah (49 Jahre), die eine Tochter (25) mit ähnlichen Selbstzweifeln hat.

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15. November 2014 um 20:57
In Antwort auf xxxkiraxx

Hallo
Ich habe mir nicht alle Beiträge durchgelesen, aber trotzdem einen kleinen Einblick in Dein Problem bekommen...(denke ich)

Mal eine Frage: Wenn Du hier einen Text formulierst, musst da da sehr lange nachdenken, immer wieder Pausen machen, lange grübeln oder schreibst Du ihn einfach so herunter?

Ich finde nämlich, dass Du sehr zusammenhängend und reflektiert schreibst. Es kommt mir nicht so vor, als hättest Du keinen Zugriff auf Dein Wissen oder Deine Gedanken.

Hinsichtlich des Problems mit dem Merken bzw. Erinnern führst Du als Beispiele zumeist Sachwissen an, aus der Schule, der Ausbildung oder wenn Du Dich mit Politik oder Geschichte beschäftigst. Ich habe den Eindruck, dass Du Dir Dinge, die für Dich keine emotionale oder soziale Bedeutung haben, einfach nicht so gut merken kannst. Das finde ich jetzt nicht so ungewöhnlich. Kannst Du Dich z.B. gut an Situationen erinnern, die Du mit Deinem Freund erlebt hast oder an Gesprächsinhalte mit ihm oder Deiner Mutter? Oder ist das danach auch gleich wieder verpufft? Und inwiefern kannst Du Dich bei Deinem Freund in Gespräche einbringen oder bist Du bei ihm auch die meiste Zeit stumm? Ich meine jetzt Momente, in denen Du ganz entspannt bist und nicht Momente, in denen Du Dich vorher schon unter Druck setzt, dass Du es vermutlich wieder nicht können wirst...Also in Momenten totaler Gelassenheit und Vertrautheit.

Ich frage mich das nur, weil es dann kein generelles Problem wäre, sondern lediglich eins, dass in bestimmten Situationen auftritt...Fremde Menschen scheinen in Dir einen unheimlichen Druck zu erzeugen. Du konzentrierst Dich vermutlich so sehr darauf, alles richtig zu machen, dass Du gar nicht locker lassen kannst...und das hindert Dich auch am entspannten Zuhören und Antworten bzw. überhaupt am klaren Denken. Es ist dann wie eine innere Blockade, Du scheinst dann keinen Zugriff mehr auf Dein Innerstes zu haben...Für mich klingt das sehr nach Sozialer Phobie...Genährt wird diese Angst natürlich durch Dein nicht vorhandenes Selbstbewusstsein. Du stufst Dich selbst als dumm und unfähig ein und findest nichts Positives an Dir, glaubst vermutlich, jeder andere Mensch wäre besser als Du...Und dieses Selbstbild wird zur selbsterfüllenden Prophezeihung. Du willst das gar nicht, setzt Dich unter Druck, willst es anders machen, aber es geht nicht, weil Deine Ängste Dich blockieren.

Wenn Du solche Situationen erlebst, geht danach bei Dir eine Grübelei darüber los? Das heißt, spielst Du diese Momente dann in Deinem Kopf nochmals durch und suchst quasi nach dem Fehler im System? Sind diese Gedanken anstrengend und kräftezehrend oder denkst Du gar nicht weiter darüber nach?

Kannst Du zum Beispiel bei der Einübung eines Referats zu Hause durchaus eigene Worte finden, um Sachverhalte zu erläutern, vor Publikum ist es dann aber schlagartig vorbei damit? Machst Du Dir ständig Gedanken darüber, wie Du auf andere wirkst oder was andere von Dir denken könnten? Und welche Momente sind am schwierigsten/anstrengendsten für Dich: Das tatsächliche Erleben dieser Situationen oder das vorherige oder anschließende Nachdenken darüber? Und gehen solche Situationen auch mit körperlichen Symptomen einher, z.B. Übelkeit, Zittrigkeit, Herzklopfen, trockenem Mund etc.

Das würde mich sehr interessieren...

Liebe Grüße

Kira

Guten Abend
Guten Abend Kira,

Das ist ehrlich gesagt immer unterschiedlich. Manchmal brauche ich lang, manchmal geht das wie von selbst. Manchmal habe ich sehr gerne Musik dazu, bei dem anderen Mal lasse ich mich total davon ablenken...
Mhm, danke, das hört man doch gerne. ^^ Ich habe nur oft das Problem, dass ich zu viel schreibe.. und dann von einem Thema ins nächste hüpfe.. so gesehen, ewig lange Texte schreibe obwohl es auch in wenigen Worten gesagt werden könnte. Habe oft das Gefühl, ich überfordere die Leute dann damit (sprich mit dem Lesen und vor allem mit dem Antworten. ^^) Auch mit den Fehlern die ich tagtäglich begehe... wenn ich sie "gemacht" habe, merke ich ja sofort wie bescheuert das teilweise ist aber ich kann diese in dem Moment, wo ich sie tätige nicht kontrollieren. Quasi mein Gehirn kapselt sich völlig ab es läuft nichts mehr "normal"

Ja, ich zähle deswegen Sachwissen auf, da ich mir dann denke die Leute verstehen besser was ich meine... Es beinhaltet ja nicht nur Sachwissen, es beinhaltet alles... Das würde ich nicht unbedingt unterschreiben.. ich mein, ich kann mir auch Dinge die in Zusammenhang mit meinem Freund stehen oftmals nicht merken. Klar, so Dinge wie wann wir uns kennengelernt haben, das weiß ich schon aber jetzt z. B. Wenn wir am Abend was geredet haben, kann ich oft bereits am nächsten Morgen nicht mehr sagen um was da genau ging.. er ist dann immer sauer auf mich, da er denkt ich höre Ihm nicht richtig zu. Dabei mache ich das ja nicht extra, oder bewusst gesteuert... es ist zum davonlaufen und mit meiner Mutter, da führe ich meist keine richtigen Konversationen eher Lapalien.. das kann ich mir dann oftmals schon merken aber auch nich immer. Wie du siehst, das ist leider nicht nur so wenn ich mich mit Sachthemen beschäftige sondern hat sich leider auch schon weiter in meinen Alltag integriert... Ich rede mit meinem Freund so gut wie gar nicht. Klar, früher war das mal anders. Wir kannten uns noch nicht so gut, und da hat man eben mehr zu erzählen. Aber mir fällt dann nie etwas ein, was ich sagen könnte.. das einzige was ich immer sage ist Willst du einen Kaffee? oder Na, wie war dein Tag? aber ich kann irgendwie keine Konversation führen.. ich weiß auch nicht woran das liegt vielleicht habe ich einfach nur Angst keine richtigen Worte zu finden.. ich kenne mich auch mit so vielem nicht aus, habe nicht so eine gute Allgemeinbildung. Hab dann einfach nur Angst mich zu blamieren oder keine Antwort zu wissen.. es ist echt belastend. Wenn ich denn mal wüsste, was es für Themen gäbe.. aber bei allem fühle ich mich so überfordert. Habe auch oft Schwierigkeiten mit der richtigen Wortwahl. Egal ob ich einen stressigen Tag hatte oder nicht. Auch nach einem entspannten Tag in der Stadt weiß ich nicht, was ich sagen soll... ich sitze immer nur da und wir reden nie. Deswegen gehen wir auch nie etwas alleine trinken, weil ich dann immer nur da sitze und nichts sage...... Und ich muss mich auch immer überwinden irgend was anzusprechen. Genau so ist es. Egal ob es fremde Leute sind, oder vertraute. Bei vertrauten Personen ist das sogar noch schlimmer.. weil ich immer alles gut beantwortet haben möchte, und ich nicht auffallen möchte.. ich möchte das mich alle als normal einstufen... Ja, auch das denke ich durchaus. Denke mir jeden Tag mein Freund könnte mich verlassen. Jeder wäre ja besser wie ich. Und mit jedem könnte er mir reden und Spaß haben. Denke mir immer ich bin langweilig und uninteressant. Dabei gibt es ja so vieles was mich interessiert und so vieles über das ich gerne reden würde.. Ich möchte ja reden, ich möchte anregende Konversationen führen!!! das wäre wunderbar... Ich denke, du triffst das alles sehr gut auf den Punkt. Hast du das alles aus den Texten meinerseits herausgelesen? Krass, dabei kennst du mich gar nicht persönlich...

Ja und ja. Ich gehe alles noch einmal durch und denke mir dann selbst Verdammt so und so hättest du reagieren können, dann wäre alles gut gelaufen Immer. Nach jeder noch so kleinen Krise oder Situation. Es ist alles anstrengend mein ganzes Leben ist anstrengend. Auch mit meinem Freund. Selbst wenn wir was unternehmen, und es ist mal ein schöner Tag (was sehr sehr selten ist..) ist das anstrengend und kräftezehrend.. weil ich mir immer denke, jetzt darf nichts passieren was wieder all das zerstört. Will doch nur ein glückliches Leben führen..

Nein, ich kann auch zu Hause nichts einstudieren und üben. Komme mir dann immer total blöd vor. Spreche auch immer ungern. Weil ich immer auf eine korrekte Wortwahl und Aussprache wert lege und mir oft denke, das legst du selbst nicht an den Tag! Nicht immer. Nur auf der Arbeit und hauptsächlich halt bei wichtigen Personen!! Sehr sehr selten bei fremden Person. Außer es ist eine unangenehme Situation. Na ja, in dem Moment wo ich es tue eher nicht.. weil ich es ja tue quasi ohne Nachzudenken. Eher die Situation danach und die Selbstreflexion. Wie dumm das mal wieder war. Und wie sich das Bild bei anderen bestätigt. Besonders bei meinen Freund. Ich will einfach nicht dass er denkt, und mich so sieht. Ich will das er eine Freundin hat, mit der er Konversationen führen kann und nicht immer so unangenehme Situationen an den Tag legt und sich so verhält.. Nicht unbedingt, wobei Herzklopfen manchmal.. Zittrigkeit und andere Symptome eher wenn ich irgendwo neu bin und die Personen nicht kenne, ich nicht weiß was auf mich zu kommt. Dann sehr oft.... oder wenn ich auf die Arbeit komme und ich in Gedanken habe, ich habe wieder irgendwas falsch gemacht/ die könnten wieder wegen irgendwas sauer sein. Also so gut wie jeden Tag.

Vielen Dank für die Fragen und deine sehr ausführliche aufschlussreiche Antwort.

Schönes Restwochenende dir noch!

Liebe Grüße

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15. November 2014 um 21:10
In Antwort auf posie_12333695

Du bist NICHT dumm!!!
Liebe tortureddoll,

als erstes möchte ich Dich beruhigen: Du bist NICHT dumm!!! Die Art und Weise wie Du Dein Post geschrieben hast, zeigt dass Du Dir absolut bewusst bist wie Du Dich fühlst und wie intelligent Du bist. Du setzt Dich mit Deinem Problem auseinander; das tun dumme Menschen nicht!!! Egal wie lange Du für diese Worte benötigt hast, sie waren klar und strukturiert.

Vielleicht hast Du einfach nur zu viele Gedanken im Kopf, sodass kein Platz mehr für Neues ist. Ähnlich einer Festplatte, die voll ist. Dann funktioniert das ganze System nicht mehr, dann muss man Platz schaffen....

Die größte Herausforderung wird wohl sein, einen seriösen, guten Arzt zu finden, der Dir eine korrekte Diagnose stellt. Dann kannst Du damit arbeiten. Und Deine Festplatte leeren...

Sei nicht verzweifelt, Du bist nicht alleine. Du hast einen Freund, der zu Dir steht und er wird Dich sicher unterstützen, weil er eine glückliche toreddoll haben möchte, weil auch er dann wieder glücklich ist! Das ist ein großer Schatz und nicht selbstverständlich heutzutage. In der Regel rennen Männer weg, wenn's Probleme gibt. (Ich spreche aus Erfahrung

Habe bewusst nichts gelesen, um Dir unvoreingenommen oder um nicht durch andere Kommentare beeinflusst, zu antworten. Das werde ich nun nachholen.

Ich wünsche Dir viel Glück und hoffe, ab und an von Dir zu lesen wie es Dir geht.

Alles Liebe, Zarah (49 Jahre), die eine Tochter (25) mit ähnlichen Selbstzweifeln hat.

Huhu
Guten Abend,

Erst einmal vielen Dank für deine Nachricht.

Wie ich mich fühle, ja. Aber Intelligenz? Ich bin eher die Meinung dass diese bei mir flöten gegangen ist. seufz ich meine, ich kann mir so unglaublich wenig merken, habe eine sehr schlechte Allgemeinbildung und auch sonst, hmm, weiß ich nicht sehr viel.

Ja, ich setze mich mit meinen Problemen auseinander. Aber auch nur, durch meinen Freund. Hätte ich Ihn nicht kennengelernt, würde ich heute noch denken, ich sei normal. Er hat mir als erste und einzige Person vor Augen geführt, wie ich wirklich bin. Und dafür bin ich ihm UNENDLICH dankbar. Aber, ich danke Dir für die positiven Worte!

Das mag sein. Also ich bin sogar eher der Meinung, du könntest Recht haben. Denn ich mache mir über alles mögliche Gedanken. Ich mache mir bei ALLEM was ich tue ich mache Gedanken. Da es aber auch meist das Falsche ist..

Herausforderung ist gut, und stimmt wohl. Den habe ich bisher leider noch nicht gefunden. Aber immerhin einen Psychotherapeuten mit dem ich reden kann. Und im Dezember einen neuropsychologischen Test. Ja, und ich erhoffe mir NICHTS sehntlicher. Als ein schönes Leben zu führen, mit der Gewissheit was DAS ist und mit der Therapie... Es muss sich einfach was ändern, ich kann das so nicht. Es zerstört alles.

Das mag sein, dass er das will. Wobei ich mir manchmal denke, er ist sich dessen gar nicht so bewusst wie das für mich ist. Er denkt immer, ich merke das nicht wie ich bin. Dabei merke ich das sehr gut. Leider nur erst im Nachhinein. NACHDEM ich etwas getan habe und nicht zuvor, bevor ich etwas tue. Immerhin habe ich ihn jetzt mal dazu bekommen, mit zum Psychologen zu gehen. Ich hoffe dann kann er vor allem UNS, unserer Beziehung besser helfen... Wenn er beide Seiten kennt und Lösungen erbringen. Weil SO kann das nicht weiter gehen, dann ist bald Schluss!

Alles klar, da bin ich mal gespannt. Hoffe du kannst mir dann in deiner Antwort Auskunft darüber geben was du darüber denkst.

Ich danke dir sehr, für deine Nachricht und ja, das kann ich gerne tun.

Viele liebe Grüße und ein schönes Restwochenende euch!

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15. November 2014 um 22:05
In Antwort auf pearce_12377672

Ich denke, es kommt nicht so ganz rüber was ich wirklich habe.../mich belastet...
Zu aller erst, ließ mal den Beitrag den ich an "sonnenblauerstern" geschrieben hatte. Ich denke der klärt auch einiges. Ich denke, ich habe mich in meinem eigentlichen Beitrag nicht radikal genug geäußert sondern alles ein wenig verschönigt... wodurch man jetzt denken könnte ich habe ein kleines Konzentrationsproblem und Vergesslichkeitsproblem aber da steckt leider viel viel mehr dahinter, davon bin ich überzeugt.


Das ist auch bei mir der Fall, jedoch möchte ich es nicht vergessen. Es kann doch nicht sein, dass ich ein Tag nach der Arbeit wieder alles vergessen habe.. ich meine wie bereits gesagt, ich brauche das für meine Zwischenprüfung. Den Stoff der GANZEN 1 1/2 Jahre... Begeisterung ist mäßig dabei.. kommt natürlich immer ganz auf das Thema an.. Und um ehrlich zu sein, die wenigsten davon interessieren mich. Es gibt hin und wieder Themen.. aber hält sich eher in Maßen. Was aber denke ich mal nichts, allgemein mit meinem Ausbildungsberuf zutun hat. Denn der gefällt mir, ich tue gerne was für die Schule, übernehme auch gerne Arbeiten freiwillig.. so ist das nicht. Gibt jedoch hin und wieder auch Sachen die jetzt nicht ganz mein Interesse wecken.

Ja, natürlich klar, ich merke das was mit mir nicht stimmt. Ich merke, dass das nicht normal ist wie ich bin. Ich merke dass ich eine unglaubliche Vergesslichkeit habe und Konzentrationsproblematik. Doch das ist nicht mal eben was wie vergessen, dass ist wirklich schon so, dass ich am nächsten Morgen teilweise nicht mehr weiß, was am Tag zuvor war, was geredet wurde. Und mit der Konzentrationsproblematik wirkt sich auch sehr bei mir auf der Arbeit aus. Es vergeht kein Tag an dem mir nicht gesagt wird, dass machst du nicht richtig/an das muss man dich ja schon wieder zum eine millionsten Mal erinnern...

In der Hinsicht, wenn jemand scheiße redet, oder über Lapalien ja, das stimmt. Das ist alles andere als wichtig, dass man sich sowas behält. Aber kann ja nicht sein, dass ich mir überhaupt nichts merken kann. Wenn ich was (ein Beispiel) kaufen möchte am nächsten Tag ich schreibe es mir noch auf, ich notiere es mir auch auf dem Handy. Was passiert? Nichts. Ich vergesse es dennoch! Und das über Tage hinweg. Immer wieder immer wieder. Man musste mir monatelang auf der Arbeit eintrichtern, dass ich doch gefälligst die Tür zuzumachen habe. Da ich immer wieder vergessen habe diese zu schließen. Erst nach einer halben Ewigkeit fruchtete es dann und ich schloss sie. Aber es kann doch nicht sein dass ich wirklich für ALLES monatelang brauche. Selbst um einen Stecker vom Computer (wieder ein Beispiel) in einen anderen Stecker zu stecken brauche ich eine Anleitung. Oder wo welches Kabel hinführt.. Zudem, wie bereits oben erwähnt, um noch einmal auf das Thema Konversation zurück zu führen. Ich nehme auch gerne die Meinung anderer an. Ich habe dann zwar zu gewissen Dingen eine Meinung, aber kann diese nicht schildern. Und dann kann man mich so einfach von einer anderen Meinung überzeugen. Einfach weil andere überzeugend sein können und das kann ich nicht. Das ist auch ein Grund wieso ich nicht "gerne rede". Oder wie bereits oben in der Nachricht erwähnt, es wird eine Konversation in der Gruppe geführt, und nach kurzer Zeit spricht man mich an und möchte meine Meinung zu einer Sache wissen. Und ich weiß überhaupt nicht um was es geht. ... das ist mir dann immer mehr als unangenehm.

Ich muss nicht immer etwas zu einer Konversation beitragen, aber ich möchte es. Ich möchte nicht immer nur Still "in der Ecke" sitzen und anderen zu hören. Ich möchte auch was sagen. Aber da ich auch wenig Allgemeinbildung besitze. (Habe mich ja früher wenig drum geschert zu lernen etwas zu lernen) weiß ich demnach auch sogut wie zu keinem Thema etwas... und da möchte ich mich nicht blamieren also sage nichts. Ich kann nicht all das nachholen, was ich all die Jahre vergeudet habe an Wissen. Das ist unmöglich.. Als ich mit meinem Freund zusammen kam, wusste ich nicht mal (und das ist mir jetzt wirklich SEHR unangenehm) wer Michael Jackson war? Wer Herr Bush war? Ich wusste überhaupt nichts. Und das finde ich im nachhinein auch erschreckend. Jedoch weiß ich jetzt immer noch nicht all zu viel, sodass das irgendwie normal wäre.. mein Wissensstand...

Nein, SO möchte ich natürlich auch nicht sein.. aber wenigstens ein normalen Wissensstand besitzen. Und mich nicht blamieren, wenn mir jemand eine Frage, die zur Allgemeinbildung gehört, und ich diese wieder einmal nicht beantworten kann... ich will nicht der größte Wissenschaftler sein.. werde ich auch nie.. ich möchte einfach nur einen normalen Wissensstand besitzen, ich möchte all das was ich nicht habe.. ich möchte einfach nur glücklich sein.. und davon bin ich sehr weit entfernt...


Danke, dass du mir geschrieben hast und auf eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Freue mich von Dir zu lesen...
Guten Abend,

Schön, dass du mir nun ausführlich geantwortet hast. Und sorry für die verspätete Antwort. Weiß nicht mehr wohin, habe momentan drei Konversationen am laufen. Zwei erst angefangen, aber eine über E-Mail und da muss ich dann auch immer noch antworten. Überfordert mich ein bisschen, aber ist auch schön. Hätte nie im Leben gedacht, dass dieser Post so einen Zulauf findet.

Das kann gut sein. Das bin ich aber auch. Nicht bezogen aufs Internet aber im Real-life wenn ich irgendwo laufe habe ich immer das Gefühl, jemand verfolgt mich oder wenn ich das Fenster zu mache, da steht jemand im Zimmer und will mir was antun schauder aber hält sich zum Glück in Grenzen.

Das ist doch gar kein Problem. Mhmm, weiß auch nicht habe immer Redebedarf. Egal wie scheiße der Tag war. Außer ich bin völlig kaputt, dann will ich auch nicht mehr an den PC. Das ist doch kein Problem, mach ich gerne. Du bist die erste Person, bei der ich glaube dass diese mich versteht da sie in einer ähnlichen/gleichen Lage ist. So etwas verbindet.

Mach das mal. Bei mir hat das leider keinen Erfolg gebracht. Außer dass ich eine Zyste habe. Nicht direkt im Gehirn aber in der Nähe also den Schleimhäuten. Soll deswegen mal zum HNO-Arzt. Aber na ja, war nicht direkt das was ich erhofft hatte. Hatte eine Diagnose erhofft und wurde enttäuscht. Ja klar, mach das auf jeden Fall mal, gerade weil das bei dir als Säugling so der Fall war. Vielleicht kommt ja bei dir was raus, würde es dir wünschen!

Klar, aber ich denke das ist nicht herauszufinden. Bin eher gespannt, was jetzt in meiner Geburtsakte steht. Vielleicht gibt das ja nähere Informationen her. Ich bin einfach nur enttäuscht. Nicht nur deswegen, auch weil meine Mutter nach wie vor der Meinung ist mit mir ist alles in Ordnung ich vergesse halt ab und an mal was.. aber das diese Sache mein ganzes Leben zerstört, das scheint sie nicht zu sehen. Hauptsache heile Welt. Ja, ja. Na ja, mein einziger Hoffnungsschimmer ist momentan der neuropsychologische Test und eben der Psychologe. Aber ich mach mir mal nicht zu viele Hoffnungen drauf.. nachher bin ich enttäuscht. Aber ich denke, der Test ist schon gut, da wird schließlich in vielerlei Hinsicht geguckt. Habe mich aber noch nicht näher damit beschäftigt, will ich auch gar nicht, nachher mache ich mich nur verrückt. Außerdem sagen die mir das ja auch, habe ja da ein Vorgespräch.

Also das ist jetzt soweit geregelt. 30 Jahre. Passt also. Nur die meinte, ich brauch eine Bestätigung von meiner Mutter. Also dass die einwilligt, dass ich die Akte sehen darf, mit Unterschrift. So eine scheiße, bin echt erschrocken ich meine ich bin 19 Jahre alt und somit Volljährige dass ich da noch eine Einwilligung brauch? Geht ja auch schließlich um mich! Na ja, wahrscheinlich weil sie damals Patientin im Krankenhaus war als sie mich geboren hat.. Muss das jetzt noch regeln, und wenn alles gut geht kann ich die Akte nächstes Wochenende einsehen.
Na ja, ich will die Akte ja sehen, dazu hat mir ja kein Arzt geraten. War ja meine Idee. Will einfach nur wissen was da drinnen steht und ich hab ja auch mit keinem Arzt darüber geredet. ^^
Wie meine Mutter. Einfach nur dumm. Sorry, dass ich das jetzt sage aber ich denke mir auch, wenn ich das schon eher gewusst hätte mit dem frühkindlichen Hirnschaden hätte man eher handeln können und nicht erst mit 19 Jahren!!! .. die meinte, auch damals wollten die mir ein Medikamenten geben eben dafür aber sie hat das abgelehnt weil das ja angeblich ruhigstellen würde. Wäre mir egal gewesen, Hauptsache ich wäre dann nicht so, wie ich heute bin. Man man man ey. -.-

Drei Vorlesungen? In der Woche? Und was machst du die restliche Zeit? Ich würde dir aber raten, so viele Vorlesungen wir nur möglich zu besuchen. Hilft dir ja auch weiter, oder nicht? Also ich versuche immer so viel wie möglich zu machen. Schleime mich dadurch auch zugegeben bei den Lehrern ein, was mir auch zum Verhängnis wird bei meinen Mitschülern aber das ist mir egal ^^

Hmm, muss mich zwar auch jeden Tag zwingen auf die Arbeit zu gehen. Aber es geht irgendwie. Und irgendwie krieg ich jeden Tag rum. Auch wenn er mir noch so lange erscheint. Das macht die Routine. Auch wenn ich jeden Tag erschöpft bin und einschlafe... Geht ja nicht anders, muss ja arbeiten gehen ne. Will ja die Ausbildung behalten. Allerdings geht es mir in anderen Bereichen wie dir. Beispielsweise gestern haben wir einen Film gesehen: Ich: Was ist das für ein Film? Und dann nach kurzer Zeit: Um was geht es in dem Film? Er nur: Ich denke, das kapierst du sowieso nicht. Und recht hatte er, ich kapierte es nicht. War deprimiert, und wollte dann wieder nur schlafen. Flucht aus der Realität. Ist echt zum kotzen wenn man so wenig rafft. Mein Freund kennt mich wirklich gut. Er kann so gesehen alles Prophezeien. Alles was er sagt stimmt irgendwie. Er hat so gut wie immer Recht. Das ist erstaunlich. Er kennt mich einfach zu gut. Manchmal besser wie ich mich selbst. Das ist natürlich scheiße mit deiner Masterarbeit. Aber ich kann das gut mit mir vergleichen. Wir musste vor kurzen eine Mappe über das Thema Herz machen. Sehr wichtig da ich in der Kardiologie arbeite. Habe aber zu wenig gemacht, resultierend schrieb ich nur ne 2- was für mich schlecht war in dem Moment. Also nahm ich mir vor so viel zu lernen wie geht. Gerade in der Zeit (also die letzte Woche) lief dann alles so beschissen dass ich es schleifen lies (Stress mit Freund u. Auf der Arbeit..) konnte einfach nicht mehr, hab nichts in meinen Kopf bekommen und wusste letztendlich auch nichts bei der Arbeit. Hab das auch meiner Lehrerin gesagt die meinte nur ich brauche mir keine Gedanken zu machen so etwas käme mal vor, allerdings mache ich mir Gedanken. Eine 3 wäre eine Katastrophe. Will meinen 2er Schnitt unbedingt behalten! Zumal ich in der letzten Arbeit in einem anderen Fach nur eine 3+ schrieb. (Halber Punkt bis zur 2. Nur wegen einer scheiß Zeichnung..) mach mir einfach voll den Stress...

Ich gehe maximal 2 Tage in der Woche in die Schule.... den Rest arbeite ich. Habe mit Menschen zu tun, bin Stress ausgeliefert. Ich mache also auf der Arbeit sehr viele Fehler. Bin oft unkonzentriert und das merken natürlich auch meine Kollegen. Und ich habe jeden Tag wegen irgendwas Stress, was ich wieder falsch gemacht hab. Habe auch schon ne Abmahnung bekommen weil ich mir ne Scheiße geleistet hab aus Unüberlegtheit. Einfach nur zum Kotzen sag ich Dir. Und in der Schule, mal so mal so immer unterschiedlich. Mal kann ich mich gut einbringen, mal schweif ich ständig ab.

Bei mir leider nicht. - Gut, ich muss dazu sagen ich bin auch etwa anders äußerlich. Sprich ich gehöre der so genannten Schwarzen Szene an. Sprich Bereiche wie Gothic, Metal, Darkwave sprechen mich an.. sowohl äußerlich (trage nur schwarz ) als auch musikalisch. Leider scheinen die Leute in dem Alter noch immer oberflächlich zu sein. Da ich ansonsten ein sehr umgänglicher Mensch bin. (Denke ich zumindest) das einzige, was mich nervig macht ist die Anhänglichkeit. Sobald ich jemand nettes gefunden habe, klammer ich ziemlich weil ich dann so froh bin das ich die ganze Zeit was mit der Person machen will.. -.-

Und ja, vielleicht trägt das auch dazu bei das ich mich in den Hintergrund dränge.. und alle offensichtlich zeigen dass sie nichts mit mir zu tun haben möchten. (reden über Dinge, bei denen ich nicht mitreden kann also z. B. Private Sachen) und sprechen mich so auch nicht persönlich an.. und wenn ich jemand anspreche spürt man die Abneigung. Bei mir liegt es mittlerweile auch an mir selbst, weil ich es aufgegeben habe, anfangs war ich allerdings offen.

Denke ich aber. Weil ich es ja selbst merke wie unerträglich ich bin. Das ganze Vergessen und die Konzentrationsprobleme. Es stört mich selbst!! Ich weiß auch, dass ich das nicht extra mache. Aber es gibt hinsichtlich dessen ein Lichtblick. Er geht mit mir zum Psychologen. Da wird er dann auch mal die Meinung des Psychologen hören und hören dass ich das nicht extra mache. Ich hoffe dann versteht er das und wird wieder zugänglicher. Momentan lässt er keine Liebe zu. Küsst mich nicht. Nichts. Klar, er trennt sich auch nicht von mir, ich weiß auch dass ich ihm was bedeute aber es tut mir so unglaublich weh die kalte Seite. Ich brauche Liebe! Ich weiß auch, dass er mich unterstützt, sonst wäre er ja nicht mehr da!!! Und ich hoffe sehr, das das mit dem Psychologen Besserung schafft. ZU SEHR! Ich brauche das, das würde schon vieles bessern wenn er Verständnis hätte. Ich habe oft das Gefühl, er merkt viel zu wenig wie sehr mich das belastet.. Ich weiß ihn belastet das auch, es belastet uns beide. Wir gehen beide psychisch daran kaputt.. Deswegen denke ich, ist das mit dem Psychologen gut ist, dass er da zustimmt ist der erste Weg in die richtige Richtung!

Nicht vor dem Neurologen sondern vor dem Psychologen. Er meinte das kommt durch den ganzen Stress und Druck dessen ich mich jeden einzelnen Tag aussetze. Schlafen ist für mich wie in eine Art Traumwelt zu fallen. Weg von der harten Realität. Verstehst du? Ich glaube damit könnte er Recht behalten. Es ist aber belastend! Dennoch würde ich ehrlich gesagt lieber einen Nervenzusammenbruch haben, und mehr Zeit mit meinem Freund verbringen als DAS! Ich bin auch immer erschöpft und weine wegen dem ganzen Tag obwohl ich soviel schlafe.. Ich will einfach nicht mehr schlafen. Ich habe schon so viel versucht. Kaffee, Pulver. ALLES. Aber nichts hilft.

Das freut mich sehr, dass das geklappt hat. Aber auch ich kenne das. Immer wenn ich bei Ärzten bin habe ich das Gefühl und im Nachhinein fällt mir soviel ein. Und dann ist es zu spät. War auch bei meinem Psychologen so, so vieles ist mir eingefallen. Und dann ging es mir wieder schlecht. Mir ging es dann gar nicht gut nach der Sitzung... :/

Das freut mich sehr, dass das mit dem Test geklappt hat. Hat er mir im Übrigen auch gesagt, dass er mir eine Überweisung schreiben kann. Aber ich habe erst einmal gesagt dass ich den neuropsychologischen Test abwarten will der ist doch schon sehr umfassend und hoffe auf Klärung!! Danach habe ich erst wieder eine Sitzung bei ihm. Ist viel zu lang. Ein Monat!! Wie soll ich das aushalten? Na ja, vielleicht ist der Termin mit meinem Freund ja eher, ich hoffe es sehr!!! Ich wünsche dir, dass etwas dabei raus kommt. Wann ist der genau? Mein Test ist am 10. am 17. hab ich den Termin beim Psychologen... Ja, darüber rede ich auch gerade mit meiner anderen Person mit der ich schreibe. Ich denke aber auch nicht, dass das auf mich zutrifft. Erstens bin ich nicht überdurchschnittlich intelligent und zweitens wie auch bei dir, kann ich mich zu sehr in andere hinein fühlen. Wobei das auch situationsabhängig ist. Mal mehr, mal weniger. Manchmal verletze ich auch unbewusst Personen.. Aber bei meinen Freund bin ich SEHR feinfühlig.. Andererseits sage ich auch oft Dinge zu Personen, die mir dann im Nachhinein leidtun und die ich dann nicht bewusst gesagt habe.

Wie dem auch sei, höre jetzt auch mal auf. Wünsche Dir ein schönes Restwochenende und bis bald!

Liebe Grüße

PS: Schreibst du mir per PN wie du heißt, oder magst du einfach nicht? Dann akzeptiere ich das natürlich.

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15. November 2014 um 22:09
In Antwort auf alisha_12758359

So, ich antworte nun erstmal hier.
Vielleicht bin ich auch etwas zu paranoid bzgl Namen im Internet, etc....

Nein mir ging es einfach nur nicht gut und ich war absolut nicht in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen und etwas zu schreiben.
Lieb von dir, dass du an mich gedacht hast. Danke.

Hm...Ich glaube ich werde auch mal versuchen an ein MRT zu kommen. Werde das beim nächsten Termin mal ansprechen. Diese Vergesslichkeit, Zerstreutheit, sich absolut nicht auf eine Sache konzentrieren können kann zwar auch von einer Depression kommen, aber da ich eben auch schon als Säugling ein auffälliges Verhalten gezeigt habe, denke ich das es etwas Anderes ist...

Ich kann dich da echt gut verstehen, dass du traurig und enttäuscht bist das deine Eltern dir das mit dem frühkindlichen Hirnschaden verschwiegen haben. Aber nun gilt es herauszufinden, ob deine Symptome auch wirklich daher kommen. Ich hoffe sehr für dich, dass sich das herausfinden lässt! Leider kenne ich mich mit der Aufbewahrungsfrist von Akten etc. auch nicht aus.Was sagt denn dein Arzt dazu? Meint er, dass es erforderlich ist diese Akten einzusehen?

Meine Mutter hat mir gestern so nebenbei erzählt, dass ich als Baby/Kleinkind so auffällige Zuckungen hatte. Da dachte ich mir auch "Bitte was? Und das erzählst du mir erst jetzt"? Vielleicht ist das ja auch ein Hinweis auf eine (Hirn)-Erkrankung. Oh man, ey.

Nein ich bin zum Glück nicht mehr viel an der Uni. Habe drei Vorlesungen, bei denen aber zum Glück keine Anwesenheitspflicht ist. Ich würde das zu Zeit gar nicht schaffen und muss quasi jeden Tag aufs neue entscheiden, ob ich aus dem Haus gehen kann oder es mir zu viel ist. Manchmal tut es mir gut in die Vorlesung zu gehen, denn dann habe ich das Gefühl etwas "Sinnvolles" gemacht zu haben, aber oft geht es mir danach noch viel, viel schlechter. Ich kann mich einfahc nicht konzentrieren und zuhören. Verstehe nicht um was es geht und dann ist mein Ego meistens so im Keller und ich bin mal wieder so überzeugt unterbelichtet zu sein, dass der Tag für mich gelaufen ist. Ein Teufelskreis. Ansonsten müsste ich eigentlich mit meiner Masterarbeit anfangen. Aber da ich mich auf Nichts konzentrieren kann und meine Gedanken wie verrückt springen, habe ich mich da noch nicht weiter mit auseinander gesetzt.

Oh, aber du schaffst es jeden tag bis 16 Uhr in die Schule zu gehen? Das finde ich gut. Wie viel bekommst du denn da mit von dem, was der Lehrer erzählt? Kannst du zuhören und verstehst dann die Inhalte oder springen deine Gedanken auch die ganze Zeit und du kannst dich kaum auf etwas Fixieren?

Ohje dieses dauernde Alleinesein und alles alleine machen ist gar nicht gut. Das war in meiner Schulzeit auch ganz extrem bei mir. An der Uni hat sich das dann zum Glück ziemlich verbessert. (Das liegt aber wohl auch daran, dass die Leute da irgendwie reifer und sozialer sind)Also habe ich schon viele Leute, aber ich halte mich immer im Hintergrund auf. Ich traue mich einfach nichts und es ist mir so unangenehm, dass ich mich so wenig an Gesprächen beteiligen kann, oft Sachen nicht mitbekomme oder nicht weiß, was in der Welt vor sich geht. Da ich nicht möchte, dass die anderen meine Beschränktheit so offensichtlich mitbekommen ziehe ich mich eben zurück. Also bei mir liegt es eher an mir selbst.

Solche Gedanken wie "schließlich muss er mich Tag für Tag ertragen" DARFST du nicht zu lassen. Du machst das doch nicht extra!!! Da steckt vielleicht eine Erkrankung dahinter und das hat ABSOLUT NICHTS mit in den Vordergrund drängen zu tun. Ich kann deine Verzweiflung extrem aus deinem Text heraus lesen und wünsche dir sehr, dass du hinter dieses Geheimnis kommst. Aber du musst jetzt an dich denken und das es dir endlich besser geht. Dein Freund wird doch sicherlich auch spüren, wie sehr dich das alles quält und belastet. Und wenn er dich liebt, dann sollte es für ihn das Wichtigste sein, dass du gesund wirst!

Hm...ja das mit dem Einschlafen hört sich in der Tat sehr belastend an. Hast du das auch mal beim Neurologen angesprochen?
Aber glaube mir dieses dauernde unter Strom stehen ist auch schrecklich. Ich habe erst gestern Abend wieder einen Nervenzusammenbruch bekommen, weil ich einfach nicht mehr konnte.Habe nur noch geweint und gezittert und war völlig erschöpft von diesem über den kompletten Tag gehenden "Starkstromzustand".

Der Termin bei meiner Psychiaterin war übrigens ganz gut. Ich hatte zuvor mal wieder ziemlich Angst, dass ich es nicht schaffe alles anzusprechen, was ich mir vorgenommen habe (oft sitze ich vor einem Arzt und auf einmal ist in meinem Gehirn nur noch ein schwarze Loch; ich fühle mich fast ohnmächtig und kann kaum sprechen) oder das sie mich nicht "ernst nimmt". Aber es hat alles geklappt. Ich habe nun für Anfang Dezember einen ADHS-Test. Ich bin echt mal gespannt, ob da etwas bei raus kommt.

Übrigens habe ich mir mir und auch bei dir auch schonmal Richtung Asperger-Syndrom gedacht. Allerdings können sich, so viel ich weiß, autistische Personen sehr, sehr schlecht in andere hineinfühlen und das ist bei mir eher das Gegenteil. Ich bin sehr feinfühlig und nehme schon Spannungen unter dritten Personen wahr. Auch bei dir würde ich auf eine hohe emotionale Intelligenz schließen, da du so Sachen wie "Wenn du eins nicht solltest, dann dich für so etwas entschuldigen sowie dich gezwungen fühlen mir zu antworten / schnellst möglich zu antworten. Es ist immer noch deine Entscheidung, will mich niemanden aufdrängen."


So, ich muss mal aufhören.

liebe Grüße, nikati

Freue mich von Dir zu lesen...
Guten Abend,

Schön, dass du mir nun ausführlich geantwortet hast. Und sorry für die verspätete Antwort. Weiß nicht mehr wohin, habe momentan drei Konversationen am laufen. Zwei erst angefangen, aber eine über E-Mail und da muss ich dann auch immer noch antworten. Überfordert mich ein bisschen, aber ist auch schön. Hätte nie im Leben gedacht, dass dieser Post so einen Zulauf findet.

Das kann gut sein. Das bin ich aber auch. Nicht bezogen aufs Internet aber im Real-life wenn ich irgendwo laufe habe ich immer das Gefühl, jemand verfolgt mich oder wenn ich das Fenster zu mache, da steht jemand im Zimmer und will mir was antun schauder aber hält sich zum Glück in Grenzen.

Das ist doch gar kein Problem. Mhmm, weiß auch nicht habe immer Redebedarf. Egal wie scheiße der Tag war. Außer ich bin völlig kaputt, dann will ich auch nicht mehr an den PC. Das ist doch kein Problem, mach ich gerne. Du bist die erste Person, bei der ich glaube dass diese mich versteht da sie in einer ähnlichen/gleichen Lage ist. So etwas verbindet.

Mach das mal. Bei mir hat das leider keinen Erfolg gebracht. Außer dass ich eine Zyste habe. Nicht direkt im Gehirn aber in der Nähe also den Schleimhäuten. Soll deswegen mal zum HNO-Arzt. Aber na ja, war nicht direkt das was ich erhofft hatte. Hatte eine Diagnose erhofft und wurde enttäuscht. Ja klar, mach das auf jeden Fall mal, gerade weil das bei dir als Säugling so der Fall war. Vielleicht kommt ja bei dir was raus, würde es dir wünschen!

Klar, aber ich denke das ist nicht herauszufinden. Bin eher gespannt, was jetzt in meiner Geburtsakte steht. Vielleicht gibt das ja nähere Informationen her. Ich bin einfach nur enttäuscht. Nicht nur deswegen, auch weil meine Mutter nach wie vor der Meinung ist mit mir ist alles in Ordnung ich vergesse halt ab und an mal was.. aber das diese Sache mein ganzes Leben zerstört, das scheint sie nicht zu sehen. Hauptsache heile Welt. Ja, ja. Na ja, mein einziger Hoffnungsschimmer ist momentan der neuropsychologische Test und eben der Psychologe. Aber ich mach mir mal nicht zu viele Hoffnungen drauf.. nachher bin ich enttäuscht. Aber ich denke, der Test ist schon gut, da wird schließlich in vielerlei Hinsicht geguckt. Habe mich aber noch nicht näher damit beschäftigt, will ich auch gar nicht, nachher mache ich mich nur verrückt. Außerdem sagen die mir das ja auch, habe ja da ein Vorgespräch.

Also das ist jetzt soweit geregelt. 30 Jahre. Passt also. Nur die meinte, ich brauch eine Bestätigung von meiner Mutter. Also dass die einwilligt, dass ich die Akte sehen darf, mit Unterschrift. So eine scheiße, bin echt erschrocken ich meine ich bin 19 Jahre alt und somit Volljährige dass ich da noch eine Einwilligung brauch? Geht ja auch schließlich um mich! Na ja, wahrscheinlich weil sie damals Patientin im Krankenhaus war als sie mich geboren hat.. Muss das jetzt noch regeln, und wenn alles gut geht kann ich die Akte nächstes Wochenende einsehen.
Na ja, ich will die Akte ja sehen, dazu hat mir ja kein Arzt geraten. War ja meine Idee. Will einfach nur wissen was da drinnen steht und ich hab ja auch mit keinem Arzt darüber geredet. ^^
Wie meine Mutter. Einfach nur dumm. Sorry, dass ich das jetzt sage aber ich denke mir auch, wenn ich das schon eher gewusst hätte mit dem frühkindlichen Hirnschaden hätte man eher handeln können und nicht erst mit 19 Jahren!!! .. die meinte, auch damals wollten die mir ein Medikamenten geben eben dafür aber sie hat das abgelehnt weil das ja angeblich ruhigstellen würde. Wäre mir egal gewesen, Hauptsache ich wäre dann nicht so, wie ich heute bin. Man man man ey. -.-

Drei Vorlesungen? In der Woche? Und was machst du die restliche Zeit? Ich würde dir aber raten, so viele Vorlesungen wir nur möglich zu besuchen. Hilft dir ja auch weiter, oder nicht? Also ich versuche immer so viel wie möglich zu machen. Schleime mich dadurch auch zugegeben bei den Lehrern ein, was mir auch zum Verhängnis wird bei meinen Mitschülern aber das ist mir egal ^^

Hmm, muss mich zwar auch jeden Tag zwingen auf die Arbeit zu gehen. Aber es geht irgendwie. Und irgendwie krieg ich jeden Tag rum. Auch wenn er mir noch so lange erscheint. Das macht die Routine. Auch wenn ich jeden Tag erschöpft bin und einschlafe... Geht ja nicht anders, muss ja arbeiten gehen ne. Will ja die Ausbildung behalten. Allerdings geht es mir in anderen Bereichen wie dir. Beispielsweise gestern haben wir einen Film gesehen: Ich: Was ist das für ein Film? Und dann nach kurzer Zeit: Um was geht es in dem Film? Er nur: Ich denke, das kapierst du sowieso nicht. Und recht hatte er, ich kapierte es nicht. War deprimiert, und wollte dann wieder nur schlafen. Flucht aus der Realität. Ist echt zum kotzen wenn man so wenig rafft. Mein Freund kennt mich wirklich gut. Er kann so gesehen alles Prophezeien. Alles was er sagt stimmt irgendwie. Er hat so gut wie immer Recht. Das ist erstaunlich. Er kennt mich einfach zu gut. Manchmal besser wie ich mich selbst. Das ist natürlich scheiße mit deiner Masterarbeit. Aber ich kann das gut mit mir vergleichen. Wir musste vor kurzen eine Mappe über das Thema Herz machen. Sehr wichtig da ich in der Kardiologie arbeite. Habe aber zu wenig gemacht, resultierend schrieb ich nur ne 2- was für mich schlecht war in dem Moment. Also nahm ich mir vor so viel zu lernen wie geht. Gerade in der Zeit (also die letzte Woche) lief dann alles so beschissen dass ich es schleifen lies (Stress mit Freund u. Auf der Arbeit..) konnte einfach nicht mehr, hab nichts in meinen Kopf bekommen und wusste letztendlich auch nichts bei der Arbeit. Hab das auch meiner Lehrerin gesagt die meinte nur ich brauche mir keine Gedanken zu machen so etwas käme mal vor, allerdings mache ich mir Gedanken. Eine 3 wäre eine Katastrophe. Will meinen 2er Schnitt unbedingt behalten! Zumal ich in der letzten Arbeit in einem anderen Fach nur eine 3+ schrieb. (Halber Punkt bis zur 2. Nur wegen einer scheiß Zeichnung..) mach mir einfach voll den Stress...

Ich gehe maximal 2 Tage in der Woche in die Schule.... den Rest arbeite ich. Habe mit Menschen zu tun, bin Stress ausgeliefert. Ich mache also auf der Arbeit sehr viele Fehler. Bin oft unkonzentriert und das merken natürlich auch meine Kollegen. Und ich habe jeden Tag wegen irgendwas Stress, was ich wieder falsch gemacht hab. Habe auch schon ne Abmahnung bekommen weil ich mir ne Scheiße geleistet hab aus Unüberlegtheit. Einfach nur zum Kotzen sag ich Dir. Und in der Schule, mal so mal so immer unterschiedlich. Mal kann ich mich gut einbringen, mal schweif ich ständig ab.

Bei mir leider nicht. - Gut, ich muss dazu sagen ich bin auch etwa anders äußerlich. Sprich ich gehöre der so genannten Schwarzen Szene an. Sprich Bereiche wie Gothic, Metal, Darkwave sprechen mich an.. sowohl äußerlich (trage nur schwarz ) als auch musikalisch. Leider scheinen die Leute in dem Alter noch immer oberflächlich zu sein. Da ich ansonsten ein sehr umgänglicher Mensch bin. (Denke ich zumindest) das einzige, was mich nervig macht ist die Anhänglichkeit. Sobald ich jemand nettes gefunden habe, klammer ich ziemlich weil ich dann so froh bin das ich die ganze Zeit was mit der Person machen will.. -.-

Und ja, vielleicht trägt das auch dazu bei das ich mich in den Hintergrund dränge.. und alle offensichtlich zeigen dass sie nichts mit mir zu tun haben möchten. (reden über Dinge, bei denen ich nicht mitreden kann also z. B. Private Sachen) und sprechen mich so auch nicht persönlich an.. und wenn ich jemand anspreche spürt man die Abneigung. Bei mir liegt es mittlerweile auch an mir selbst, weil ich es aufgegeben habe, anfangs war ich allerdings offen.

Denke ich aber. Weil ich es ja selbst merke wie unerträglich ich bin. Das ganze Vergessen und die Konzentrationsprobleme. Es stört mich selbst!! Ich weiß auch, dass ich das nicht extra mache. Aber es gibt hinsichtlich dessen ein Lichtblick. Er geht mit mir zum Psychologen. Da wird er dann auch mal die Meinung des Psychologen hören und hören dass ich das nicht extra mache. Ich hoffe dann versteht er das und wird wieder zugänglicher. Momentan lässt er keine Liebe zu. Küsst mich nicht. Nichts. Klar, er trennt sich auch nicht von mir, ich weiß auch dass ich ihm was bedeute aber es tut mir so unglaublich weh die kalte Seite. Ich brauche Liebe! Ich weiß auch, dass er mich unterstützt, sonst wäre er ja nicht mehr da!!! Und ich hoffe sehr, das das mit dem Psychologen Besserung schafft. ZU SEHR! Ich brauche das, das würde schon vieles bessern wenn er Verständnis hätte. Ich habe oft das Gefühl, er merkt viel zu wenig wie sehr mich das belastet.. Ich weiß ihn belastet das auch, es belastet uns beide. Wir gehen beide psychisch daran kaputt.. Deswegen denke ich, ist das mit dem Psychologen gut ist, dass er da zustimmt ist der erste Weg in die richtige Richtung!

Nicht vor dem Neurologen sondern vor dem Psychologen. Er meinte das kommt durch den ganzen Stress und Druck dessen ich mich jeden einzelnen Tag aussetze. Schlafen ist für mich wie in eine Art Traumwelt zu fallen. Weg von der harten Realität. Verstehst du? Ich glaube damit könnte er Recht behalten. Es ist aber belastend! Dennoch würde ich ehrlich gesagt lieber einen Nervenzusammenbruch haben, und mehr Zeit mit meinem Freund verbringen als DAS! Ich bin auch immer erschöpft und weine wegen dem ganzen Tag obwohl ich soviel schlafe.. Ich will einfach nicht mehr schlafen. Ich habe schon so viel versucht. Kaffee, Pulver. ALLES. Aber nichts hilft.

Das freut mich sehr, dass das geklappt hat. Aber auch ich kenne das. Immer wenn ich bei Ärzten bin habe ich das Gefühl und im Nachhinein fällt mir soviel ein. Und dann ist es zu spät. War auch bei meinem Psychologen so, so vieles ist mir eingefallen. Und dann ging es mir wieder schlecht. Mir ging es dann gar nicht gut nach der Sitzung... :/

Das freut mich sehr, dass das mit dem Test geklappt hat. Hat er mir im Übrigen auch gesagt, dass er mir eine Überweisung schreiben kann. Aber ich habe erst einmal gesagt dass ich den neuropsychologischen Test abwarten will der ist doch schon sehr umfassend und hoffe auf Klärung!! Danach habe ich erst wieder eine Sitzung bei ihm. Ist viel zu lang. Ein Monat!! Wie soll ich das aushalten? Na ja, vielleicht ist der Termin mit meinem Freund ja eher, ich hoffe es sehr!!! Ich wünsche dir, dass etwas dabei raus kommt. Wann ist der genau? Mein Test ist am 10. am 17. hab ich den Termin beim Psychologen... Ja, darüber rede ich auch gerade mit meiner anderen Person mit der ich schreibe. Ich denke aber auch nicht, dass das auf mich zutrifft. Erstens bin ich nicht überdurchschnittlich intelligent und zweitens wie auch bei dir, kann ich mich zu sehr in andere hinein fühlen. Wobei das auch situationsabhängig ist. Mal mehr, mal weniger. Manchmal verletze ich auch unbewusst Personen.. Aber bei meinen Freund bin ich SEHR feinfühlig.. Andererseits sage ich auch oft Dinge zu Personen, die mir dann im Nachhinein leidtun und die ich dann nicht bewusst gesagt habe.

Wie dem auch sei, höre jetzt auch mal auf. Wünsche Dir ein schönes Restwochenende und bis bald!

Liebe Grüße

PS: Schreibst du mir per PN wie du heißt, oder magst du einfach nicht? Dann akzeptiere ich das natürlich.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. November 2014 um 9:43
In Antwort auf pearce_12377672

Freue mich von Dir zu lesen...
Guten Abend,

Schön, dass du mir nun ausführlich geantwortet hast. Und sorry für die verspätete Antwort. Weiß nicht mehr wohin, habe momentan drei Konversationen am laufen. Zwei erst angefangen, aber eine über E-Mail und da muss ich dann auch immer noch antworten. Überfordert mich ein bisschen, aber ist auch schön. Hätte nie im Leben gedacht, dass dieser Post so einen Zulauf findet.

Das kann gut sein. Das bin ich aber auch. Nicht bezogen aufs Internet aber im Real-life wenn ich irgendwo laufe habe ich immer das Gefühl, jemand verfolgt mich oder wenn ich das Fenster zu mache, da steht jemand im Zimmer und will mir was antun schauder aber hält sich zum Glück in Grenzen.

Das ist doch gar kein Problem. Mhmm, weiß auch nicht habe immer Redebedarf. Egal wie scheiße der Tag war. Außer ich bin völlig kaputt, dann will ich auch nicht mehr an den PC. Das ist doch kein Problem, mach ich gerne. Du bist die erste Person, bei der ich glaube dass diese mich versteht da sie in einer ähnlichen/gleichen Lage ist. So etwas verbindet.

Mach das mal. Bei mir hat das leider keinen Erfolg gebracht. Außer dass ich eine Zyste habe. Nicht direkt im Gehirn aber in der Nähe also den Schleimhäuten. Soll deswegen mal zum HNO-Arzt. Aber na ja, war nicht direkt das was ich erhofft hatte. Hatte eine Diagnose erhofft und wurde enttäuscht. Ja klar, mach das auf jeden Fall mal, gerade weil das bei dir als Säugling so der Fall war. Vielleicht kommt ja bei dir was raus, würde es dir wünschen!

Klar, aber ich denke das ist nicht herauszufinden. Bin eher gespannt, was jetzt in meiner Geburtsakte steht. Vielleicht gibt das ja nähere Informationen her. Ich bin einfach nur enttäuscht. Nicht nur deswegen, auch weil meine Mutter nach wie vor der Meinung ist mit mir ist alles in Ordnung ich vergesse halt ab und an mal was.. aber das diese Sache mein ganzes Leben zerstört, das scheint sie nicht zu sehen. Hauptsache heile Welt. Ja, ja. Na ja, mein einziger Hoffnungsschimmer ist momentan der neuropsychologische Test und eben der Psychologe. Aber ich mach mir mal nicht zu viele Hoffnungen drauf.. nachher bin ich enttäuscht. Aber ich denke, der Test ist schon gut, da wird schließlich in vielerlei Hinsicht geguckt. Habe mich aber noch nicht näher damit beschäftigt, will ich auch gar nicht, nachher mache ich mich nur verrückt. Außerdem sagen die mir das ja auch, habe ja da ein Vorgespräch.

Also das ist jetzt soweit geregelt. 30 Jahre. Passt also. Nur die meinte, ich brauch eine Bestätigung von meiner Mutter. Also dass die einwilligt, dass ich die Akte sehen darf, mit Unterschrift. So eine scheiße, bin echt erschrocken ich meine ich bin 19 Jahre alt und somit Volljährige dass ich da noch eine Einwilligung brauch? Geht ja auch schließlich um mich! Na ja, wahrscheinlich weil sie damals Patientin im Krankenhaus war als sie mich geboren hat.. Muss das jetzt noch regeln, und wenn alles gut geht kann ich die Akte nächstes Wochenende einsehen.
Na ja, ich will die Akte ja sehen, dazu hat mir ja kein Arzt geraten. War ja meine Idee. Will einfach nur wissen was da drinnen steht und ich hab ja auch mit keinem Arzt darüber geredet. ^^
Wie meine Mutter. Einfach nur dumm. Sorry, dass ich das jetzt sage aber ich denke mir auch, wenn ich das schon eher gewusst hätte mit dem frühkindlichen Hirnschaden hätte man eher handeln können und nicht erst mit 19 Jahren!!! .. die meinte, auch damals wollten die mir ein Medikamenten geben eben dafür aber sie hat das abgelehnt weil das ja angeblich ruhigstellen würde. Wäre mir egal gewesen, Hauptsache ich wäre dann nicht so, wie ich heute bin. Man man man ey. -.-

Drei Vorlesungen? In der Woche? Und was machst du die restliche Zeit? Ich würde dir aber raten, so viele Vorlesungen wir nur möglich zu besuchen. Hilft dir ja auch weiter, oder nicht? Also ich versuche immer so viel wie möglich zu machen. Schleime mich dadurch auch zugegeben bei den Lehrern ein, was mir auch zum Verhängnis wird bei meinen Mitschülern aber das ist mir egal ^^

Hmm, muss mich zwar auch jeden Tag zwingen auf die Arbeit zu gehen. Aber es geht irgendwie. Und irgendwie krieg ich jeden Tag rum. Auch wenn er mir noch so lange erscheint. Das macht die Routine. Auch wenn ich jeden Tag erschöpft bin und einschlafe... Geht ja nicht anders, muss ja arbeiten gehen ne. Will ja die Ausbildung behalten. Allerdings geht es mir in anderen Bereichen wie dir. Beispielsweise gestern haben wir einen Film gesehen: Ich: Was ist das für ein Film? Und dann nach kurzer Zeit: Um was geht es in dem Film? Er nur: Ich denke, das kapierst du sowieso nicht. Und recht hatte er, ich kapierte es nicht. War deprimiert, und wollte dann wieder nur schlafen. Flucht aus der Realität. Ist echt zum kotzen wenn man so wenig rafft. Mein Freund kennt mich wirklich gut. Er kann so gesehen alles Prophezeien. Alles was er sagt stimmt irgendwie. Er hat so gut wie immer Recht. Das ist erstaunlich. Er kennt mich einfach zu gut. Manchmal besser wie ich mich selbst. Das ist natürlich scheiße mit deiner Masterarbeit. Aber ich kann das gut mit mir vergleichen. Wir musste vor kurzen eine Mappe über das Thema Herz machen. Sehr wichtig da ich in der Kardiologie arbeite. Habe aber zu wenig gemacht, resultierend schrieb ich nur ne 2- was für mich schlecht war in dem Moment. Also nahm ich mir vor so viel zu lernen wie geht. Gerade in der Zeit (also die letzte Woche) lief dann alles so beschissen dass ich es schleifen lies (Stress mit Freund u. Auf der Arbeit..) konnte einfach nicht mehr, hab nichts in meinen Kopf bekommen und wusste letztendlich auch nichts bei der Arbeit. Hab das auch meiner Lehrerin gesagt die meinte nur ich brauche mir keine Gedanken zu machen so etwas käme mal vor, allerdings mache ich mir Gedanken. Eine 3 wäre eine Katastrophe. Will meinen 2er Schnitt unbedingt behalten! Zumal ich in der letzten Arbeit in einem anderen Fach nur eine 3+ schrieb. (Halber Punkt bis zur 2. Nur wegen einer scheiß Zeichnung..) mach mir einfach voll den Stress...

Ich gehe maximal 2 Tage in der Woche in die Schule.... den Rest arbeite ich. Habe mit Menschen zu tun, bin Stress ausgeliefert. Ich mache also auf der Arbeit sehr viele Fehler. Bin oft unkonzentriert und das merken natürlich auch meine Kollegen. Und ich habe jeden Tag wegen irgendwas Stress, was ich wieder falsch gemacht hab. Habe auch schon ne Abmahnung bekommen weil ich mir ne Scheiße geleistet hab aus Unüberlegtheit. Einfach nur zum Kotzen sag ich Dir. Und in der Schule, mal so mal so immer unterschiedlich. Mal kann ich mich gut einbringen, mal schweif ich ständig ab.

Bei mir leider nicht. - Gut, ich muss dazu sagen ich bin auch etwa anders äußerlich. Sprich ich gehöre der so genannten Schwarzen Szene an. Sprich Bereiche wie Gothic, Metal, Darkwave sprechen mich an.. sowohl äußerlich (trage nur schwarz ) als auch musikalisch. Leider scheinen die Leute in dem Alter noch immer oberflächlich zu sein. Da ich ansonsten ein sehr umgänglicher Mensch bin. (Denke ich zumindest) das einzige, was mich nervig macht ist die Anhänglichkeit. Sobald ich jemand nettes gefunden habe, klammer ich ziemlich weil ich dann so froh bin das ich die ganze Zeit was mit der Person machen will.. -.-

Und ja, vielleicht trägt das auch dazu bei das ich mich in den Hintergrund dränge.. und alle offensichtlich zeigen dass sie nichts mit mir zu tun haben möchten. (reden über Dinge, bei denen ich nicht mitreden kann also z. B. Private Sachen) und sprechen mich so auch nicht persönlich an.. und wenn ich jemand anspreche spürt man die Abneigung. Bei mir liegt es mittlerweile auch an mir selbst, weil ich es aufgegeben habe, anfangs war ich allerdings offen.

Denke ich aber. Weil ich es ja selbst merke wie unerträglich ich bin. Das ganze Vergessen und die Konzentrationsprobleme. Es stört mich selbst!! Ich weiß auch, dass ich das nicht extra mache. Aber es gibt hinsichtlich dessen ein Lichtblick. Er geht mit mir zum Psychologen. Da wird er dann auch mal die Meinung des Psychologen hören und hören dass ich das nicht extra mache. Ich hoffe dann versteht er das und wird wieder zugänglicher. Momentan lässt er keine Liebe zu. Küsst mich nicht. Nichts. Klar, er trennt sich auch nicht von mir, ich weiß auch dass ich ihm was bedeute aber es tut mir so unglaublich weh die kalte Seite. Ich brauche Liebe! Ich weiß auch, dass er mich unterstützt, sonst wäre er ja nicht mehr da!!! Und ich hoffe sehr, das das mit dem Psychologen Besserung schafft. ZU SEHR! Ich brauche das, das würde schon vieles bessern wenn er Verständnis hätte. Ich habe oft das Gefühl, er merkt viel zu wenig wie sehr mich das belastet.. Ich weiß ihn belastet das auch, es belastet uns beide. Wir gehen beide psychisch daran kaputt.. Deswegen denke ich, ist das mit dem Psychologen gut ist, dass er da zustimmt ist der erste Weg in die richtige Richtung!

Nicht vor dem Neurologen sondern vor dem Psychologen. Er meinte das kommt durch den ganzen Stress und Druck dessen ich mich jeden einzelnen Tag aussetze. Schlafen ist für mich wie in eine Art Traumwelt zu fallen. Weg von der harten Realität. Verstehst du? Ich glaube damit könnte er Recht behalten. Es ist aber belastend! Dennoch würde ich ehrlich gesagt lieber einen Nervenzusammenbruch haben, und mehr Zeit mit meinem Freund verbringen als DAS! Ich bin auch immer erschöpft und weine wegen dem ganzen Tag obwohl ich soviel schlafe.. Ich will einfach nicht mehr schlafen. Ich habe schon so viel versucht. Kaffee, Pulver. ALLES. Aber nichts hilft.

Das freut mich sehr, dass das geklappt hat. Aber auch ich kenne das. Immer wenn ich bei Ärzten bin habe ich das Gefühl und im Nachhinein fällt mir soviel ein. Und dann ist es zu spät. War auch bei meinem Psychologen so, so vieles ist mir eingefallen. Und dann ging es mir wieder schlecht. Mir ging es dann gar nicht gut nach der Sitzung... :/

Das freut mich sehr, dass das mit dem Test geklappt hat. Hat er mir im Übrigen auch gesagt, dass er mir eine Überweisung schreiben kann. Aber ich habe erst einmal gesagt dass ich den neuropsychologischen Test abwarten will der ist doch schon sehr umfassend und hoffe auf Klärung!! Danach habe ich erst wieder eine Sitzung bei ihm. Ist viel zu lang. Ein Monat!! Wie soll ich das aushalten? Na ja, vielleicht ist der Termin mit meinem Freund ja eher, ich hoffe es sehr!!! Ich wünsche dir, dass etwas dabei raus kommt. Wann ist der genau? Mein Test ist am 10. am 17. hab ich den Termin beim Psychologen... Ja, darüber rede ich auch gerade mit meiner anderen Person mit der ich schreibe. Ich denke aber auch nicht, dass das auf mich zutrifft. Erstens bin ich nicht überdurchschnittlich intelligent und zweitens wie auch bei dir, kann ich mich zu sehr in andere hinein fühlen. Wobei das auch situationsabhängig ist. Mal mehr, mal weniger. Manchmal verletze ich auch unbewusst Personen.. Aber bei meinen Freund bin ich SEHR feinfühlig.. Andererseits sage ich auch oft Dinge zu Personen, die mir dann im Nachhinein leidtun und die ich dann nicht bewusst gesagt habe.

Wie dem auch sei, höre jetzt auch mal auf. Wünsche Dir ein schönes Restwochenende und bis bald!

Liebe Grüße

PS: Schreibst du mir per PN wie du heißt, oder magst du einfach nicht? Dann akzeptiere ich das natürlich.

Huhu
Sooo, endlich nun meine Antwort.

Ja, ich bin auch echt erstaunt, dass hier schon recht viele Leute auf diesen Post eingehen. Bin auch immer am Überlegen, ob ich dir lieber in einer privaten Message antworte oder hier im Forum. Denn eigentlich mag ich es nicht so gerne öffentlich etwas über mich preis zu geben, aber andererseits können so eben noch andere Leute mitlesen und ggf bekommen wir hier dann auch nochmal Tipps, in welche Richtung wir gucken könnten.

Oh, dieses Gefühl andauernd beobachtet zu werden kenne ich auch. In Phasen, in denen es mir sehr schlecht geht, kann ich sogar kaum in meiner Wohnung telefonieren, da ich immer denke die Nachbarn von unten und/oder nebenan könnten mich belauschen und mitbekommen, was für Probleme ich habe. Mich macht es auch wahnsinnig, wenn jemand längere Zeit hinter mir herläuft. Da könnte ich ausrasten. Das macht mich richtig kirre und nervös. Also ich denke dann noch nicht mal unbedingt, dass derjenige mir etwas Böses will, aber ich fühle mich einfach beobachtet und unwohl.

Aber meintest du nicht, dass du durch das MRT herausgefunden hast, dass du angeblich einen frühkindlichen Hinrschaden hast oder habe ich das falsch verstanden?
Ich bin ja echt einmal gespannt, ob du etwas aus deiner Geburtsakte heraus finden kannst. Dieses Wochenende bekommst du sie, oder?

Naja, also ich würde zwar gerne mehr an der Uni machen, aber es geht einfach nicht bei mir. Ich kann mich wirklich teilweise noch nicht mal ein paar Minuten konzentrieren und verstehe dann nur Bahnhof. Es ist für mich wahnsinnig anstrengend in einer Vorlesung zu zuhören, Mitschreiben klappt eigentlich so gut wie nie. Oft werde ich dann auch richtig unruhig und manchmal sogar leicht panisch und muss dann nachdem ich z.B. drei Stunden in der Außenwelt war, wieder schnell zurück in meine kleine Wohung. Ich bin selbst auch immer wieder erstaunt, wie ich es überhaupt durch mein Studium geschafft habe um ehrlich zu sein. Ich habe dann einfach vor den Klausuren mit aller Gewalt und größter Antrengung mir die Inhalte in den Kopf geprügelt, die Klausur geschrieben, meist sogar recht gut, und dann war alles wieder weg.Ich habe echt das Gefühl nichts zu können oder nichts zu wissen. Ich habe so schreckliche Panik vor dem Leben und der Zukunft. Wie soll ich denn so später mal arbeiten?
Ansonsten habe ich noch einen Hiwi-Job an der Uni. Aber der ist jetzt nicht unbedingt anspruchsvoll. Ich mache außerdem viel Sport, was mir echt hilft und derzeit auch wieder etwas mein Selbstbewusstsein stärkt. Außerdem versuche ich mich wieder viel mit Freunden zu treffen, was ich eine Zeit lang kaum noch gemacht habe. Also eigentlich kann man sagen, dass ich zur Zeit hauptsächlich versuche einfach mit meinem Leben klar zu kommen. Es frustriert mich zwar sehr, dass es mit der Uni nicht weiter geht, aber was bringt es mir, wenn ich mich da tagtäglich durch quäle, schlimme Depressionen bekomme (bis zum Nicht-mehr-essen-wollen und sich zu wünschen einfach nicht mehr aufzuwachen), Panikanfälle und Heulkrämpfe. Da lasse ich die Uni lieber Uni sein und kümmere mich darum, dass es mir gut geht. Vorallem auch wenn ich mich jetzt weiter quäle und dann irgendwann den Masterabschkuss haben sollte, ich könnte ja eh nicht arbeiten. Ich bin einfach so hibbelig und nervös und dermaßen verunsichert, dass ich wirklich kaum etwas hinbekomme.

Ich habe nun am 2.12 einen ADHS-Test bei meiner Psychiaterin und dann habe ich am 12.12 nochmal einen ADHS-Test bei einem Psychiater, der auf das Gebiets AHS spezialisiert ist. Ich bin echt mal seeehr gespannt, was dabei raus kommt und wünsche es mir schon fast, dass ich "einfach nur" ADHS habe und ich endlich weiß, warum mein Leben einfach nicht läuft.

Dein neuropsychologischer Test ist am 10.12, oder?
Ich bin auch richtig ungeduldig und mag nicht mehr warten. Bei mir sind die Abstände bei meiner Psychiaterin auch immer recht groß.

Also ehrlich gesagt finde ich solche Aussagen von deinem Freund, wie "Das kapierst du ja sowieso nicht." echt krass. Ich wäre am Boden zerstört, wenn das jemand zu mir sagen würde und erst recht der eigene Freund. Das geht gar nicht!!!
Und noch etwas ist mir aufgefallen: Du scheinst deinen Freund total in den Himmel zu loben und machst dich dabei richtig klein und nichtig. Ich finde solche Sätze echt krass, wie: "Mein Freund kennt mich wirklich gut. Er kann so gesehen alles Prophezeien. Alles was er sagt stimmt irgendwie. Er hat so gut wie immer Recht." Ich denke, dass das alles noch viel schlimmer macht, wie es ohnehin schon ist. Klar ist das extrem belastend mit den Konzentrationsproblemen und dem ständigen Einschlafen, aber du kannst dich doch nicht dafür runter machen, weil du vielleicht an einer Erkrankugn leidest (egal ob das jetzt physisch oder psychisch ist!!!)
Ich finde es sehr gut, dass du deinen Freund mit zu dem Termin bei deinem Psychologen nimmst. Dann versteht er vielleicht endlich mal mehr von dieser ganzen Problematik und das du das alles nicht absichtlich machst. Ist der Termin mit deinem Freund der 17.12?

Die Erklärung von deinem Psychologen, dass das Einschlafen für dich eine Flucht aus der Realität darstellt, finde ich sehr einleuchtend und plausibel. Du reagierst mit einschlafen, und ich mit hektisch werden/ nicht mehr klar denken können/ Panikattacken. Wir sind mit etwas überfordert und dann kommt der Abwehrmechanismus vom Körper, der eben recht unterschiedlich ist. Da fällt mir eine, dass mir mal eine Kommilitonin erzählt hat, sie wäre früher total oft ohnmächtig geworden, wenn sie unter Stress stand.

Oh man das tut mir echt leid, dass du in der Schule niemanden hast und die Leute dich so ausgrenzen. Boah ich hasse sowas, blöde oberflächige Gesellschaft.

Hm...Mit dem Thema Asperger Syndorm habe ich mich auch schonmal kurzzeitig auseinander gesetzt. Es treffen auch bei mir einige Sachen zu, andere aber wiederum gar nicht. Keine Ahnung...

So, ich hoffe ich habe eingermaßen auf alles geantwortet. Das Thema zwischenmenschliche Beziehungen/ Freundschaften können wir ja demnächst nochmal ausführlich bequatschen. Das ist bei mir sehr, sehr komplex und auch für mich verwirrend, da ich aus vielen meiner Verhaltensweisen einfach nicht schlau werde.

So, ich wünsche dir ein schönes Wochenende und hoffentlich kannst du dich auch etwas zu Hause entspannen.

Bis bald, nikati

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28. November 2014 um 21:40
In Antwort auf alisha_12758359

Huhu
Sooo, endlich nun meine Antwort.

Ja, ich bin auch echt erstaunt, dass hier schon recht viele Leute auf diesen Post eingehen. Bin auch immer am Überlegen, ob ich dir lieber in einer privaten Message antworte oder hier im Forum. Denn eigentlich mag ich es nicht so gerne öffentlich etwas über mich preis zu geben, aber andererseits können so eben noch andere Leute mitlesen und ggf bekommen wir hier dann auch nochmal Tipps, in welche Richtung wir gucken könnten.

Oh, dieses Gefühl andauernd beobachtet zu werden kenne ich auch. In Phasen, in denen es mir sehr schlecht geht, kann ich sogar kaum in meiner Wohnung telefonieren, da ich immer denke die Nachbarn von unten und/oder nebenan könnten mich belauschen und mitbekommen, was für Probleme ich habe. Mich macht es auch wahnsinnig, wenn jemand längere Zeit hinter mir herläuft. Da könnte ich ausrasten. Das macht mich richtig kirre und nervös. Also ich denke dann noch nicht mal unbedingt, dass derjenige mir etwas Böses will, aber ich fühle mich einfach beobachtet und unwohl.

Aber meintest du nicht, dass du durch das MRT herausgefunden hast, dass du angeblich einen frühkindlichen Hinrschaden hast oder habe ich das falsch verstanden?
Ich bin ja echt einmal gespannt, ob du etwas aus deiner Geburtsakte heraus finden kannst. Dieses Wochenende bekommst du sie, oder?

Naja, also ich würde zwar gerne mehr an der Uni machen, aber es geht einfach nicht bei mir. Ich kann mich wirklich teilweise noch nicht mal ein paar Minuten konzentrieren und verstehe dann nur Bahnhof. Es ist für mich wahnsinnig anstrengend in einer Vorlesung zu zuhören, Mitschreiben klappt eigentlich so gut wie nie. Oft werde ich dann auch richtig unruhig und manchmal sogar leicht panisch und muss dann nachdem ich z.B. drei Stunden in der Außenwelt war, wieder schnell zurück in meine kleine Wohung. Ich bin selbst auch immer wieder erstaunt, wie ich es überhaupt durch mein Studium geschafft habe um ehrlich zu sein. Ich habe dann einfach vor den Klausuren mit aller Gewalt und größter Antrengung mir die Inhalte in den Kopf geprügelt, die Klausur geschrieben, meist sogar recht gut, und dann war alles wieder weg.Ich habe echt das Gefühl nichts zu können oder nichts zu wissen. Ich habe so schreckliche Panik vor dem Leben und der Zukunft. Wie soll ich denn so später mal arbeiten?
Ansonsten habe ich noch einen Hiwi-Job an der Uni. Aber der ist jetzt nicht unbedingt anspruchsvoll. Ich mache außerdem viel Sport, was mir echt hilft und derzeit auch wieder etwas mein Selbstbewusstsein stärkt. Außerdem versuche ich mich wieder viel mit Freunden zu treffen, was ich eine Zeit lang kaum noch gemacht habe. Also eigentlich kann man sagen, dass ich zur Zeit hauptsächlich versuche einfach mit meinem Leben klar zu kommen. Es frustriert mich zwar sehr, dass es mit der Uni nicht weiter geht, aber was bringt es mir, wenn ich mich da tagtäglich durch quäle, schlimme Depressionen bekomme (bis zum Nicht-mehr-essen-wollen und sich zu wünschen einfach nicht mehr aufzuwachen), Panikanfälle und Heulkrämpfe. Da lasse ich die Uni lieber Uni sein und kümmere mich darum, dass es mir gut geht. Vorallem auch wenn ich mich jetzt weiter quäle und dann irgendwann den Masterabschkuss haben sollte, ich könnte ja eh nicht arbeiten. Ich bin einfach so hibbelig und nervös und dermaßen verunsichert, dass ich wirklich kaum etwas hinbekomme.

Ich habe nun am 2.12 einen ADHS-Test bei meiner Psychiaterin und dann habe ich am 12.12 nochmal einen ADHS-Test bei einem Psychiater, der auf das Gebiets AHS spezialisiert ist. Ich bin echt mal seeehr gespannt, was dabei raus kommt und wünsche es mir schon fast, dass ich "einfach nur" ADHS habe und ich endlich weiß, warum mein Leben einfach nicht läuft.

Dein neuropsychologischer Test ist am 10.12, oder?
Ich bin auch richtig ungeduldig und mag nicht mehr warten. Bei mir sind die Abstände bei meiner Psychiaterin auch immer recht groß.

Also ehrlich gesagt finde ich solche Aussagen von deinem Freund, wie "Das kapierst du ja sowieso nicht." echt krass. Ich wäre am Boden zerstört, wenn das jemand zu mir sagen würde und erst recht der eigene Freund. Das geht gar nicht!!!
Und noch etwas ist mir aufgefallen: Du scheinst deinen Freund total in den Himmel zu loben und machst dich dabei richtig klein und nichtig. Ich finde solche Sätze echt krass, wie: "Mein Freund kennt mich wirklich gut. Er kann so gesehen alles Prophezeien. Alles was er sagt stimmt irgendwie. Er hat so gut wie immer Recht." Ich denke, dass das alles noch viel schlimmer macht, wie es ohnehin schon ist. Klar ist das extrem belastend mit den Konzentrationsproblemen und dem ständigen Einschlafen, aber du kannst dich doch nicht dafür runter machen, weil du vielleicht an einer Erkrankugn leidest (egal ob das jetzt physisch oder psychisch ist!!!)
Ich finde es sehr gut, dass du deinen Freund mit zu dem Termin bei deinem Psychologen nimmst. Dann versteht er vielleicht endlich mal mehr von dieser ganzen Problematik und das du das alles nicht absichtlich machst. Ist der Termin mit deinem Freund der 17.12?

Die Erklärung von deinem Psychologen, dass das Einschlafen für dich eine Flucht aus der Realität darstellt, finde ich sehr einleuchtend und plausibel. Du reagierst mit einschlafen, und ich mit hektisch werden/ nicht mehr klar denken können/ Panikattacken. Wir sind mit etwas überfordert und dann kommt der Abwehrmechanismus vom Körper, der eben recht unterschiedlich ist. Da fällt mir eine, dass mir mal eine Kommilitonin erzählt hat, sie wäre früher total oft ohnmächtig geworden, wenn sie unter Stress stand.

Oh man das tut mir echt leid, dass du in der Schule niemanden hast und die Leute dich so ausgrenzen. Boah ich hasse sowas, blöde oberflächige Gesellschaft.

Hm...Mit dem Thema Asperger Syndorm habe ich mich auch schonmal kurzzeitig auseinander gesetzt. Es treffen auch bei mir einige Sachen zu, andere aber wiederum gar nicht. Keine Ahnung...

So, ich hoffe ich habe eingermaßen auf alles geantwortet. Das Thema zwischenmenschliche Beziehungen/ Freundschaften können wir ja demnächst nochmal ausführlich bequatschen. Das ist bei mir sehr, sehr komplex und auch für mich verwirrend, da ich aus vielen meiner Verhaltensweisen einfach nicht schlau werde.

So, ich wünsche dir ein schönes Wochenende und hoffentlich kannst du dich auch etwas zu Hause entspannen.

Bis bald, nikati

Heey
Guten Abend,

Ich freue mich sehr auf deine Antwort. - Egal ob früher oder später, das weißt du ja. Lass dir alle Zeit der Welt.

Ehrlich gesagt hätte ich am Anfang, als ich den Post verfasst habe NIE damit gerechnet, dass überhaupt jemand darauf eingeht. Und wenn hätte ich eher gedacht, alle schreiben ich soll mich nicht so anstellen ich sei einfach dumm und hätte nichts .. halt irgendwelche negativen nicht-helfenden Kommentare. Aber das hat sich ja zum Glück nicht als Wahrheit herausgestellt. Und dadurch habe ich eine Person wie dich gefunden mit dessen ich noch viel weniger gerechnet hätte.

Das kann ich gut verstehen, dass du dir da Gedanken machst ob du etwas öffentlich postest oder eben per Privatnachricht. Mir geht das auch sehr oft so, gebe auch nicht gern viel von mir Preis. Vor allen denke ich mir dann immer, es könnte ja jederzeit jemand das lesen. Mhmm.. schon ein nicht so angenehmer Gedanke.

Ich/wir haben ja schon reichlich Tipps erhalten. Nur leider war bisher noch nicht der Tipp dabei. Leider. Ich war heute auch noch mal bei der Schulpsychologin. Und du hat auch gemerkt, wie sehr mich das alles belastet und wie sehr ich mir wünschen würde einfach nur die Diagnose endlich in der Hand zu halten. Dabei ist ja noch nicht einmal gesagt, dass ich gesund bin. Jedoch habe ich endlich ein Anhaltspunkt und man kann mit mir arbeiten, mit mir eine Therapie beginnen.

Du hast also in Phasen, in denen es dir sehr schlecht Momente, wo du denkst die Nachbarn könnten dich beim telefonieren belauschen? Das ist bei mir eher nicht der Fall. In der Wohnung bin ich eigentlich sehr entspannt. Nur sobald ich draußen bin ist mir mulmig. Manchmal auch tagsüber aber abends ist es noch viel schlimmer. Vor allen weil ich gerne mal abends spazieren gehe und da fühle ich mich permanent beobachtet und verfolgt. Letzt hatte ich einen Albtraum (wie so oft) war irgendwas schlimmes. Keine Ahnung. Jedenfalls immer wenn ich einen Albtraum habe träume ich das mich jemand verfolgt, mich quält, mich töten will.. so Sachen. Also immer eine ähnliche Handlung und einmal da hatte ich einen Traum, das werde ich NIE vergessen. Da hatte ich einen Stalker der war IN DER DECKE. Ich weiß nicht ob du dir das vorstellen kannst. Ich weiß nicht warum, der Traum ist auch schon sehr lange her aber er verfolgt mich bis heute. Und der wollte mich letztendlich töten. Er war in jedem Zimmer immer in der Decke und hat mich verfolgt bis er mich letztendlich getötet hat. Ich bekomme immer noch Gänsehaut wenn ich daran denke ..
Ich denke direkt, wenn jemand hinter mir her läuft er will mir was böses. Letzt war da auch ein Mann, ich habe nach hinten gesehen und er lief da. Dann habe ich noch einmal nach hinten gesehen und er lief da immer noch. Ich hatte richtig Panik. Dann war er zum Glück weg. Ich hab dann immer Angst dass ich mich nicht wären kann und niemand ist da. Richtige Szenarien.


Nein, du hast ja wohl was falsch verstanden. Den Frühkindlichen Hirnschaden habe ich durch einen erhobenen Befund erfahren. Als ich bei meinem Neurologen das erste Mal war, und wo er mir da auch die Überweisung für das MRT geschrieben hat. Also quasi davor. Durch Zufall. Habe mir einfach den Befund durchgelesen. Und bei dem Befund vom MRT wurde das quasi unterschrieben weil da dann bei Diagnosen bzw. festgestellt stand Frühkindlicher Hirnschaden.

Ich war ja letztes Wochenende bei meinen Eltern und wollte am Samstag auch die Geburtsakte einsehen. Leider teilte mir meine Mutter mit, das am Samstag keiner da wäre.. war enttäuscht und gleichzeitig verwirrt. Woher hatten die denn die Nummer von meiner Mutter? Hatte immer von meinem Handy aus angerufen. Nun hatte ich die letzten Tage kein Handy und konnte somit nicht mehr dort anrufen im Krankenhaus. Werde das direkt am Montag machen und klären. Das die mir das irgendwie per Post zukommen lassen. Bezahlich halt ein paar Euro Porto ist mir dann auch egal.



Das hört sich ja echt krass an. Wenn ich das mit mir vergleiche, ist das bei mir nicht so wirklich ausgeprägt. Ich mache im Unterricht mit, mir fällt es aber auch nach einer Stunde ca. schwer mich zu konzentrieren und da ziehe ich mich dann in den Hintergrund und rede nicht mehr mit. Aber ich hab keine Panikattacken oder so. Das einzige, wo mir wirklich schwer fällt Präsentationen zu halten. Ich mag es zwar, Leuten etwas beizubringen und auch etwas zu erstellen aber wenn ich dann vorne stehe, alle sehen mich an und hören mir zu das ist immer ein mächtig beschissenes Gefühl. Deswegen konnte ich heute zum Glück auch die Präsentation verschieben. Darf sie jetzt nächsten Monat halten, nach einer Klassenarbeit. Klasse. Dabei mache ich das ja noch freiwillig weil ich in der letzten Arbeit nur eine 3 + geschrieben habe. Ich war so unzufrieden das ich mir eingeredet hab, ich muss jetzt diese Präsentation halten damit ich wieder auf meine 2 komme. Heute in Gesundheit haben wir unsere Arbeit zurück bekommen. Sehr sehr schlecht ausgefallen. Und ich dachte schon ich habe eine 5. Hatte Bauchschmerzen mir war schlecht. (Immer wenn wir eine Arbeit zurück bekommen, aus Angst zu versagen) Im Endeffekt hatte ich eine 3+ und ich war mega unzufrieden. Habe direkt die Fehler gesucht und war im nachhinein enttäuscht von mir selbst weil es viele Leichtsinnsfehler waren und Black-Outs.. die mir im nachhinein einfielen. Habe direkt vorgeschlagen ich schreibe noch eine Arbeit da meinte meine Lehrerin Linda, ich schreibe jetzt mit Sicherheit keine Arbeit für dich nur damit du von einer guten Drei auf eine schlechte Zwei kommst und hat gelächelt. Du solltest dich manchmal nicht so selbst unter Druck setzen dabei möchte ich das ja gar nicht, aber will einfach einen 2er Schnitt und den halten!!! Alles andere ist schlecht. Ich will und brauch keine Einser-Schülerin zu sein aber eine Zweier wäre schön.

Ich kenne das nur mit zurück in meine eigene Wohnung wenn ich arbeiten war. Ich bin dann jeden Tag so kaputt, ich könnte mich hinlegen, nichts tun, einfach nur schlafen. Egal wie anstrengend der Tag war, die Arbeit macht mich immer fertig. Vielleicht auch durch den Druck und den Kollegen.

Mhmm, das mit aller Gewalt den Stoff in den Kopf bekommen kenne ich. Geht mir immer genau so wie dir! Ich lerne und lerne und lerne und nichts passiert. Ich lerne manchmal vier Wochen zuvor und das jeden Tag! Es ist manchmal echt zum verzweifeln. Aber im nachhinein bin ich selbst verwundert über die guten Noten. Ich mein, eigentlich schreib ich ja nur das auf, was ich auswendig gelernt habe ich kann es ja gar nicht

Also du bist nicht einzige die so denkt, ich denke genau so! .. Es ist wirklich zum Verzweifeln. Ich kann nichts. Nicht mal Sachen verstehen was die Schule betrifft .. nur auswendig lernen, aber das kann jeder. Ich bin nichts besonderes .. Ich kann mit nichts angeben. Ich habe nichts erschaffen. Es ist wirklich zum verzweifeln.

Das frage ich mich auch.. ich sehe es schon kommen: Bald ohne Freund. Ohne Ausbildung. Nichts. Und zu meinen Eltern will ich nicht zurück. NEIN. =( Ich will das nicht, es bringt mich an meine Grenzen. Alles. Die einzige Hoffnung bestimmt im Moment durch das Gespräch mit dem Psychologen und meinen Freund und dem Test. Aber das dauert alles soooooooooooooo unfassbar lang. Ich kann das nicht mehr. Jeder Tag eine Qual.

Hiwi-Job? Was machst du denn da? Also ich und noch nen Job. Bin so schon völlig überfordert. Es geht gar nichts mehr. Am liebsten würde ich nur jeden Tag in der Schule sitzen. Die Arbeit macht mich so unfassbar fertig. Immer Leistung. Freundlich. Höflich. Nett. Nichts anmerken. Dabei zerbreche ich innerlich.



Mhmm, das freut mich für dich mit dem Sport. Bei mir bewirkt Sport eher das Gegenteil. Wobei das auch Mittel zum Zweck wäre. Zu meinem unergründlich kleinen Selbstbewusstsein kommt noch das ich wahnsinnige Figurprobleme habe. Ich esse zu viel. Aus Frust. Und es hört einfach nicht auf... Ich glaub, ich sollte das mal beginnen. (Bringe sowieso keine Motivation auf. Nehme mir das seit 2 Jahren vor!!!)

Das freut mich sehr mit deinen Freunden dass das so gut läuft. Für mich gibt es momentan nur mich, meine Probleme und mein Freund. Ich treffe mich sonst mit niemanden. Ach ja, und ich rege mich tagtäglich über meine Eltern auf. Hatte mit denen ja ein Gespräch am Wochenende: Das einzig e was die zu sagen hatten Das liegt an der mangelnden Konzentration. Konzentriere dich auf eine Sache wenn das alles wäre. Die nehmen mich absolut nicht ernst. Erkennen nicht wie schlecht es mir damit geht. Und am Wochenende habe ich durch langes nachfragen endlich mal Videos gesehen von meiner Geburt es war herzzereißend. =( Ach ja, als antwort warum sie es mir bisher nie gezeigt hatten: Du hast dich ja nie wirklich dafür interessiert was leider stimmt.

Ich denke, das ist die richtige Entscheidung. Ich habe diese Gedanken auch. Allerdings liegt mir zu viel an der Ausbildung und ich denke mir die einenhalb Jahre bekomme ich jetzt auch noch rum. Ich will nicht aufgeben das ist mein Problem. Ich will was in der Tasche haben. Und danach, ja danach mal schauen aber für dich, ist es denke ich wirklich das richtige. So wie du auch die Situation geschildert hast, bringt das nichts und führt zu nichts das macht dich nur todunglücklich.

Wann hast du jetzt den Test am 02. oder am 12.?^^ Das habe ich im Übrigen auch bei meinem Psychotherapeuten angesprochen, er meinte nur, er könne mir eine Überweisung schreiben aber ich will jetz erst einmal den Test bei mir abwarten. Der ist ja sehr ausführlich, ich HOFFE da kommt ENDLICH mal was bei raus. Alles andere war ja bisher umsonst.. (die Untersuchungen). Ich wünsche es dir auch dass es nur ADHS ist ? Kann man das so sagen, hört sich irgendwie doof an...


Ja, der Test ist am 10. der Termin beim Psychologen am 17. Viel zu lang wenn du mich fragst. Warte ja jetzt schon über ein Monat drauf. Gefühlt ein Jahr? -.- schrecklich... jeden Tag über sich ergehen lassen und warten. Wie groß sind die Abstände denn bei dir?


Ist auch krass. Aber lieber er sagt es mir ins Gesicht, wie zu tun als wäre alles okay. Ich war/bin auch jedes Mal am Boden zerstört. Aber ehrlich gesagt, man gewöhnt sich dran. Es ist hart, aber lieber er ist so zu mir und sagt es mir wie er geht. Ich will das er immer zu mir ehrlich ist und wenn er so etwas denkt, dann sagt er das eben. Ich weiß, er meint das nicht böse das kommt eben aus der Situation heraus. Denn wenn er mich nicht lieben würde, würde er das ja nicht mit machen? Dann wäre er längst weg? Dann würde er mir nicht immer wieder alles zeigen? Und vor allen: Würde er dann nicht mit zum Psychologen gehen. Ich finde das super.


Ob du mir das jetzt glaubst oder nicht. Es ist aber wirklich so. Egal was er mir sagt, alles wirklich alles stellt sich im Endeffekt als wahr heraus. Ich weiß nicht, vielleicht kennt er mich einfach so gut. Vielleicht spielt der dadurch entstehende Druck auch eine große Rolle? Ich weiß es nicht. Natürlich auch nicht immer aber zu 90 %.

Ich mache mich aber herunter. Weil durch mich streiten wir jeden Tag. Weil ich jeden Tag einschlafe, weil ich die Probleme verursache. Es ist einfach unfassbar was ich für einen Selbsthass teilweise habe. Ich kann es nicht in Worte fassen. Du glaubst gar nicht WIE SEHR ich mir wünschen würde, ich wäre eine andere Person. Eine Person, mit der man reden kann, die nicht immer schläft, die alles eben richtig macht zumindest viel. Ich wäre so gern in einem anderen Körper.

Und ehrlich gesagt will ich das alles nicht entschuldigen durch die Erkrankung. Ich weiß ja auch, dass ich für vieles etwas kann weil im nachhinein merk ich das ja auch. Ich kann es aber nicht richtig machen .. ?

Genau das erhoffe ich mir insgeheim auch. Das er aufwacht, mich versucht zu verstehen die Sache annimmt und mich unterstützt. Denn das brauche ich. Ich brauche mehr Liebe, kein Streit. Ich gebe so viel auf den Psychologen ( vor allen) das er das schafft!! Ich weiß, es ist viel verlangt aber ich hoffe er findet die Worte einfach nur!!!!


Ja, der ist am 17.12

Das ist gut möglich. Jedoch glaubt mein Freund das nicht und möchte dem Psychologen seine Sicht der Dinge schildern. Ich bin gespannt wie er reagiert und argumentiert. Man, das macht mich so fertig mit dem Einschlafen. Kenne niemanden der das noch hat. Ist einfach unnormal und nervt !!!

Ja, mich nervt das auch. Jetzt habe ich eine gefunden, die ist/war auch nett.. nur mein Problem ist ich bin so anhänglich wenn ich jemanden gefunden habe der sich mit mir abgibt und dann treibe ich die Leute immer mit der Art fort. Das macht mich so fertig weil heute war die auch ganz komisch und ist in der Pause einfach alleine weg hat mich nicht gefragt ob ich mitwill. -.-

Was wir haben oder auch nicht können wir ewig herumspekulieren. Ich hätte es nur so gerne endlich schwarz auf weiß. Es macht mich so fertig..... Weil wenn man danach geht treffen viele Symptome von vielen Krankheiten auf uns zu. Diese Ungewissheit.

Hast du, hast du! Ja klar, sehr sehr gerne. Freue mich über deine Schilderung diesbezüglich. Ich werde auch aus vielen Eigenschaften meinerseits nicht schlau..


Danke, das wünsche ich Dir auch und ebenfalls Entspannung. Mal abwarten

Liebe Grüße und bis bald!


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29. November 2014 um 21:07

Kenne ich
Also dass man Dinge die man nur für Klausuren oder Prüfungen lernt danach sofort wieder vergisst kenne ich auch noch von meiner Schulzeit Ich glaube das ist relativ normal.

Ich finde auch, so wie dein Bericht geschrieben ist, kannst du auf keinen Fall besonders "dumm" sein, im Gegenteil.

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