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Ich krieg mein Leben nicht auf die Reihe.. mir gehen die Optionen aus

4. Mai 2017 um 17:44

Hallo,

ich bin 24 Jahre alt (im Juni 25). Mein Leben sah im Zeitraffer ungefähr so aus:

bis 17 Jahre Realschule gemacht.. rebellische Kindheit.. Klassenclown, mit lehrer anlegen etc. resultat: schlechte Noten. Wollte eigentlich auf die FOS, für die Zulassung braucht man 3,5 schnitt.. ich hatte 3,6..
also stattdessen nach Ausbildung gesucht.. Ich wusste schon damals nicht was mir taugt, aber ich hab damals richtig viel am Computer gespielt dswg. wollt ich irwas in der IT machen (ich konnte IT damals nichtmal definieren.. aber "Spiele-Programmierer" werden wollen )
Hab keine Praktikas gemacht oder so, habs mir in den Kopf gesetzt und es durchgezogen.

Wurde vom Arbeitsamt ner BvB Maßnahme zugeteilt, die aber nach 4 Monaten immernoch nix erreicht hat. Auf einer Berufsmesse bin ich fündig geworden, und hab dann eine schulische Ausbildung zum tech. Assistenten für Informatik begonnen. Die Ausbildung hat 2 Jahre gedauert und über 8000 € gekostet.. im Nachhinein kann ich sagen.. es war komplett umsonst! außer dass ich jz meine erstausbildung schon fertig hab und für ne zweitausbildung nicht mehr gefördert werde.. danke

Nach der Ausbildung hab ich erkannt dass mir Game-Engineering überhaupt nicht zusagt.. und zudem mir auch kein anderer Bereich in der IT gefällt... ich war nur in einem einzigen Fach gut.. Netzwerktechnik.. also beschloss ich daraufhin "netzwerkadmin" zu werden..

Fand natürlich überhaupt keine Stelle.. Also beschloss ich auf der BOS mein abitur nachzuholen. Ich dachte, wenn ich meine Zertifikate verbessere habe ich bessere chancen beim bewerben. (im nachhinen kann ich sagen.. komplett umsonst.. heutzutage haben die Personalchefs doch echt an ALLEM irwas auszusetzen.. und alles wird einem negativ ausgelegt..

Nach 2 Jahren BOS (1 wiederholungsjahr.. auch komplett umsonst.. wollte die noten verbessern, wechselte die schule.. kam dort noch weniger klar mit den lehrern.. verschlechterte mich im endeffekt).. wusste ich immernoch nicht was ich jetzt eigentlich arbeiten will.. hauptsache irwas aus der IT sonst war die Ausbildung umsonst..
Mein damals bester Freund (mit dem ich zusammen zur Schule ging, und die gleiche Ausbildung gemacht hab) hat mir vorgeschlagen dass wir zusammen Informatik Bachelor studieren. Und so haben wirs dann auch gemacht..

Nach 2 Semstern hab ich aber abgebrochen, mir war das alles zu theoretisch.. ich hatte nicht das gefühl dass ich für einen Betrieb ausgebildet werde.. es kam mir mehr wie Schule und BOS vor.. man lernt nen haufen blödsinn den keiner braucht.. einfach nur um zu zeigen dass man etwas durchziehen kann, und am ende wird dich keiner fragen was du da gemacht hast, sondern schaut nur auf deinen Titel "bachelor"...

nach dem Abbruch zog ich wieder zurück zu meinem Vater.. und entschloss dieses mal über Zeitarbeit in ein Unternehmen zu kommen und mich von klein auf hoch zu arbeiten... Auf Bewerbungsgesprächen wurde mir dann aber wieder alles negativ ausgelegt.. "ihre Ausbildung ist ja schon 3 Jahre her.. und sie sind 24 jahre alt und haben NOCH NIE in einem Betrieb gearbeitet.. und warum haben sie ZWEI jahre für die BOS gebraucht ?? etc."
Im endeffekt hab ich 2 Monate ZA bei einer Lagerlogistik Firma als Lagerhelfer, und 4 Monate bei T-Systems als IT-Rollout-Techniker gearbeitet.. da meine Zeitarbeitsfirma kein Anschlussprojekt für mich gefunden hat, haben sie mich fristgenau auf den Tag nach 6 Monaten entlassen. Deswegen hat mich dann letzendlich auch meine Freundin verlassen.. weil "Frauen wollen bodenständige Männer die alles im Griff haben" etc. etc...

Ich war zu dieser Zeit extrem depressiv verstimmt.. Das gibts doch garnicht!! Alles was ich will ist dass mir ein Unternehmen nur mal eine Chance gibt!
Naja am Abend hab ich oft mit meiner Mutter darüber telefoniert und um hilfe gebeten..
Liegt es vielleicht an meiner Bewerbung? Ich find nie die richtige Formulierung.. und im Internet stehen nur tausend wiedersprüchliche Tipps (70% dieses Sätze darfst du auf garkeinen Fall reinschreiben!, 30% benutze diese 0815 Musterbewerbung), was mach ich falsch..
sie hat versucht mich immer aufzumuntern da ich schon selbstmordgedanken hatte. (irwie verständlich oder.. vom IT-Studenten zum Penner der nichtmal von Zeitarbeitsfirmen angagiert wird).. Sie kam dann mit der Idee dass ich doch in München sowieso nix mehr zu verlieren hab, freunde leben jetz auch ihr eigenes leben etc.. dann soll ich doch nach Kiel ziehen und dort was suchen.. neue stadt neues Leben so ungefähr.. und bis ich nen job hab darf ich bei ihr wohnen.. das ist jetzt exakt ein Jahr her..

oben angekommen beginne ich wieder mit Jobsuche.. Formulierung kann ich selbst scheinbar besser als meine Mutter.. hilfe fehlanzeige. Beim Arbeitsamt werd ich wieder einer Maßnahme zugeteilt JobA.. Bewerbungstraining..
Ich komm da hin, der einzige teilnehmer mit nem Schulabschluss.. werd behandelt wie jeder andere dort auch.. Ich zeig meine Bewerbung und frag was man verändern kann.. bau extra paar fehler ein um die zu testen.. der Leiter schaut sichs kurz an und meint "super passt alles können wir so wegschicken". die machen sich nichtmal die Mühe richtig zu arbeiten!... nach 1 Monat geht mein Betreuer in Urlaub und seine Kollegin wird mir zugeteilt.. Die merkt sofort "hey.. der Junge is doch in ner ganz anderen Liga! Der hat Abitur.. der hat Ausbildung fertig.. wieso hat der nach 1 Monat immernoch keinen Job hier??".. Die erste Frau die mein Potential erkannt hat und begann mich zu fördern.. Lud Personalleiter ein zum Vorstellungsgespräch etc.

Nach 3 Monaten wurd mein Antrag beim Jobcenter endlich bearbeitet: Ablehnung.. Grund.. Sie sind noch 24.. und leben bei Ihrer (arbeitslosen) Mutter.. Bedarfsgemeinschafts-Gesetz.. der Stiefdad verdient zuviel darum steht ihnen nichts zu.. klar war das alles ärgerlich, aber das wäre jetz ein neues Fass^^' Jedenfalls wurde mein HartzIV Antrag abgelehnt.. und somit durfte ich auch nichtmehr die Maßnahme des Arbeitsamts besuchen!! Toll gerade als sie begonnen haben mich ernst zu nehmen -.- !!

Danach wusste ich erstmal garnicht an wen ich mich wenden soll.. inzwischen war es nichmehr nurnoch EIN Problem mit dem ich allein nicht fertig wurde... desto länger ich da oben gewohnt hab, deso verstrickter wurde die Lage, bis ich irwann selbst den Überblick verloren hab. Morgens aufwachen und eine Welle von Problemen und schlechten Nachrichten fallen auf dich ein. 1. Das Job-Problem, 2. Krankenkasse verlangt Beiträge, 3. keine Freunde, 4. unfall gebaut.. werd angezeigt auf fahrlässige Körperverletzung (obwohl die angefahrene Frau, direkt nach dem Stillstand der Wägen direkt ausstieg und ne riesen szene machte! sah noch sehr gesund aus für mich!), 5. Ärzte Problem, 6. u. 7. gabs auch noch.. weiß grad nimmer was da noch war.. und diese ganzen Punkte sollte ich alle alleine irgendwie noch nebenbei gebacken kriegen WÄHREND ich noch nen Job suchte!

Da gabs auch ne Zeit wo ich von einer Behörde zur nächsten gelatscht bin und alle mich bloß weitergerreicht haben.. Entweder garkeine Ahnung was ich machen soll.. oder ne total absurde wie "ja suchen sie sich doch wenigstens schonmal nen Minijob dass sie nicht nichts machen und nächstes Jahr sind sie 25 dann können sie ja nochmal HartzIV beantragen und die dürfen sie nicht abwimmeln"... Wooow... Für mich klang das wie "vergeuden sie ein ganzes Lebensjahr dafür damit sie dann am ende DOCH HartzIV beantragen!".. was ist denn das für ein Blödsinn? Nach 6 Monaten warn meine Geldreserven verbraucht, weshalb ich dann doch einen Aushilfejob als kassenkraft bei Netto begann. Das hab ich 4 Monate durchgezogen.. Aber nach 10 Monaten im Norden hatte ich auch endgültig die Schnauze voll!
Ich habs versucht.. ich wollte eigentlich schon viel früher wieder heim.. aber ich hatte immer diese Angst im hinterkopf als Versager zurückzukommen. Wenigstens versuchen, damit ich später nicht bereue, dass ich nicht ALLES probiert hab! Naja ende vom Lied.. 12 monate weg, davon 6 Monate arbeitslos.. Probleme ham sich nur gehäuft anstatt zu verschwinden.. und das Schlimmste.. ich weiß jetzt absolut überHAUPTnicht mehr was ich jetzt arbeiten soll!

Damals wars schon voll der Act dass die Ausbildung 3 Jahre zurück liegt.. jetz liegt sie 4 Jahre zurück.. ich war die letzten 6 Monate kassierer!.. welche IT firma würde mich JETZT noch nehmen?? Meine Versagensangst stieg ins unermessliche.. Sodass ich mittlerweile überhaupt nicht mehr nach Jobs suche.. Ich habe angst vor den Fragen die mir die personalleiter stellen werden.. Weil alles was man sagt einem im Mund umgedreht und negativ ausgelegt wird.
Mittlerweile plagen mich andere Gedanken.. Passt die IT überhaupt zu mir? ich hab in meiner Jugend nie Praktika gemacht.. hab immer am gedanken festgehalten "jetz hab ich schon 3/4/5 Jahre ausbildung reingesteckt, ein Jobwechsel ist zu spät".. werd ich vielleicht nur deswegen nicht berücksichtigt von Personalleitern weil mein Profil absolut nicht zu dem eines IT-lers passt? Was soll ich stattdessen nur machen und wer würde mich mit meinem beschissenen Lebenslauf überhaupt nehmen?

Vielleicht wird niemals jemand diesen Text lesen, weil er einfach viel zu lang ist.. aber es hat gut getan die ganzen Gedanken mal aufzuschreiben. Nicht so gut tuts wenn man sich das ganze mal auf der Zunge zergehen lässt.. Mein ganzes Leben seit der Schulzeit war ich ungenügend.. man sagte mir "wenn du abitur machst.. gehörst du zur Elite Deutschlands.. dann kriegst du ganz einfach nen Job".. alles Lügen.. ich hab soviel Zeit verschwendet, das krieg ich nie wieder nachgeholt.. ich kann die Personalchefs ja verstehen, dass mich keiner nimmt.. Aber für Leute wie mich muss es doch trotzdem irgendeinen Weg geben wie man weitermacht oder?? Kann ja nicht sein dass man sein ganzes Leben einen perfekten Lebenslauf führen muss und sobald eine schlechte Sache passiert wird man von der Gesellschaft ausgegrenzt und keiner weiß ein Gegenmittel.. Mir bleibt nur eins.. Gib dich damit zufrieden dass du niemals Karriere machen wirst, und such dir irgendein schweißtreibenden Drecksarbeitsjob (wie Lagerlogistik.. 10 stunden rumlaufen.. tag ein tag aus.. völlig kaputt von der Arbeit kommen und trotzdem nur 8€ die stunde bekommen etc.) (mal zum Vergleich... als IT-Rollout Techniker hab ich nur 30 Stunden die Woche gearbeitet, und trotzdem mein festes gehalt von 2.100 brutto bekommen! Hatte mein eigenes Büro.. Kaffee umsonst.. etc.!).. oder gib auf und lande als Zahnloser penner auf der straße

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4. Mai 2017 um 18:07

Naja, ich glaube, dass dein Problem ist, dass du irgendeine eierlegende Wollmilchsau suchst, wenn du eine Arbeit willst. Und es stimmt, das viele gerade auch im technischen Bereich sehr viel Glück mit der Jobwahl haben, aber spätestens nach der ersten längeren Pause hättest du dich darauf einstellen müssen, dass es nicht mehr so einfach werden wird. Du brichst sehr, sehr viel ab und das ohne, dass du einen anderen Job gefunden hättest, das ist der allergravierendste Fehler von allen. Selbst wenn ich absolut furchtbare Jobs hatte, wo ich gemobbt wurde und vor den Kunden in Tränen ausgebrochen bin - ich habe zu Feierabend dutzende Bewerbungen ausgeschickt und habe erst dann gekündigt, wenn ich etwas Neues hatte.

Dein professioneller Lebenslauf liest sich wirklich furchtbar, viele Pausen und wenn du was anfangst, brichst du es bald wieder ab. Du wirst keinen tollen Job bekommen - wenn du das erwartest, dann sind das heftige Illusionen. Du musst realistischer werden und dich über jede Arbeitsstelle freuen, die dich momentan noch nimmt, auch wenn du dir den Buckel krumm arbeitest für 8 Euro die Stunde (das habe ich schon für weniger gemacht).

Schicke jede Woche eine Mindestanzahl an Bewerbungen aus, an realistische Stellen, die Leute mit so einem Lebenslauf wie du ihn hast nehmen könnten - und dann zieh es durch. Tröste dich damit, dass du ja nebenbei noch immer Bewerbungen an bessere Jobs schicken kannst. So kannst du noch immer weiter und weiter aufsteigen. Aber um Himmels Willen hör auf, Jobs ersatzlos abzubrechen.

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5. Mai 2017 um 2:00

Tja, so kann man sein Leben auch gegen die Wand fahren.

Es geht es nicht um einen perfekten Lebenslauf sondern um das was man wirklich kann und wie gut man darin ist. Die Kunst besteht darin nach einer Ausbildung sein Können auf immer höheren Level zu bringen. Wenn man sich aber ständig umorentiert weil man sich landweilt oder schnell die Lust verliert, wird das auch nichts.

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5. Mai 2017 um 10:13

Hallo protoje!

Den einzigen Tipp, den ICH Dir geben kann, ist folgender: Wenn Du einen Job suchst, musst Du Dir im Klaren sein, was Du überhaupt machen möchtest. (WAS WILL ICH?). Dazu gehört, dass man sich über den Betrieb genauestens informiert: Was machen die?, ist das was für mich? Dann bewirbst Du Dich. Du kannst auch Initiativbewerbungen schreiben. Telefonanruf ist immer besser - jedenfalls habe ICH die Erfahrung gemacht. Die Bewerbungen sollten nicht dem üblichen Muster entsprechen, weil Du sonst einer von vielen bist. Du musst Dich so gut rüberbringen, wie es nur irgendwie möglich ist, und auch selbst 100%ig von Dir überzeugt sein. Versuche immer, den Chef von Deiner Qualifikation zu überzeugen. Dabei solltest Du nicht vergessen, dass bei einem Vorstellungsgespräch immer die Sympathie im Vordergrund steht. Du kannst auf Deinem Gebiet noch so gut sein, wenn Du aber dem Chef unsympathisch bist, dann hast Du das Spiel bereits verloren.

Im TV höre ich die Merkel, aber auch andere Politiker, immer tönen: "Deutschland geht es gut ..." Ja, den Politikern geht es gut. Die Zahl der Arbeitslosen ist fingiert, es ist ein regelrechter Fake! Aber das Volk glaubt es. Wenn`s anders wäre, hätten wir in dem reichen Deutschland doch nicht so viele Obdachlose, oder? Das nur nebenbei bemerkt.

Die, vom Jobcenter, werden für Dich immer eine Maßnahme bereit haben. Bei mir war es dasselbe, und das ganze 10! Jahre lang. Da brachte man mir (als ausgebildeter Kaufmann), das Bruchrechnen bei, wie man eine Bewerbung richtig schreibt bzw. sie richtig formuliert. Das waren dann, wie Du schon sagtest, die "0815"- Bewerbungen. Irgendwann sah ich dann ein Inserat in der Tageszeitung. Eine sehr bekannte Brauerei suchte einen Handelsvertreter. Ich rief also an, verlange den Oberboss und sagte zu ihm, genau das wäre mein Job. Er lud mich zu einem Vorstellungsgespräch ein. Ich selber trinke zwar keinen Alkohol, kenne mich aber bestens damit aus, weil ich 2 Jahre lang als Sortimentsbearbeiter für alkoholische Getränke geackert habe. (Da waren die Zeiten noch besser!). Ich brachte mir alles selber bei, kaufte mir Bücher usw. Und beim Vorstellungsgespräch trumpfte ich dann so richtig auf. Das Gespräch lief etwa wie folgt ab:
"Also, Herr `lib`, sollten wir Sie einstellen, haben Sie einen Kundenstamm von über 500 Konsumenten zu betreuen. Das ist sehr viel Arbeit. Trauen Sie sich das zu?"
"Ach was, ich habe schon alles gemacht, fehlt nur noch Leichenwäscher, da sehe ich keinerlei Problem, natürlich traue ich mir das zu!"
"Haha!!"
"Von mir aus können Sie mich auch in den Regenwald schicken. Ich wartete nur auf meine Chance, und ich hoffe doch sehr, dass ich sie bekommen werde!!!"
"Herr `lib`, wir müssen Ihnen leider sagen, dass Sie nicht der einzige Bewerber sind. Mit Ihnen haben wir noch über 300 ANDERE!"
"Das macht mir nichts aus, weil ich jetzt schon weiß, dass ich sie alle aus dem Rennen schlagen werde." Das gefiel ihnen, genau das, wollten sie hören. Anschließend brachte ich noch ein paar Witze unter, worüber sie sehr lachen mussten. Warum weiß ich zwar nicht, aber, ich wurde eingestellt. Heute bin ich alt und krank. Aber ich arbeite immer noch, weil mir meine Arbeit Spaß macht, und so sollte es auch sein ...

Wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg!

LG.,

lib   






      

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5. Mai 2017 um 10:37
In Antwort auf protoje92

Hallo,

ich bin 24 Jahre alt (im Juni 25). Mein Leben sah im Zeitraffer ungefähr so aus:

bis 17 Jahre Realschule gemacht.. rebellische Kindheit.. Klassenclown, mit lehrer anlegen etc. resultat: schlechte Noten. Wollte eigentlich auf die FOS, für die Zulassung braucht man 3,5 schnitt.. ich hatte 3,6..
also stattdessen nach Ausbildung gesucht.. Ich wusste schon damals nicht was mir taugt, aber ich hab damals richtig viel am Computer gespielt dswg. wollt ich irwas in der IT machen (ich konnte IT damals nichtmal definieren.. aber "Spiele-Programmierer" werden wollen )
Hab keine Praktikas gemacht oder so, habs mir in den Kopf gesetzt und es durchgezogen.

Wurde vom Arbeitsamt ner BvB Maßnahme zugeteilt, die aber nach 4 Monaten immernoch nix erreicht hat. Auf einer Berufsmesse bin ich fündig geworden, und hab dann eine schulische Ausbildung zum tech. Assistenten für Informatik begonnen. Die Ausbildung hat 2 Jahre gedauert und über 8000 € gekostet.. im Nachhinein kann ich sagen.. es war komplett umsonst! außer dass ich jz meine erstausbildung schon fertig hab und für ne zweitausbildung nicht mehr gefördert werde.. danke

Nach der Ausbildung hab ich erkannt dass mir Game-Engineering überhaupt nicht zusagt.. und zudem mir auch kein anderer Bereich in der IT gefällt... ich war nur in einem einzigen Fach gut.. Netzwerktechnik.. also beschloss ich daraufhin "netzwerkadmin" zu werden..

Fand natürlich überhaupt keine Stelle.. Also beschloss ich auf der BOS mein abitur nachzuholen. Ich dachte, wenn ich meine Zertifikate verbessere habe ich bessere chancen beim bewerben. (im nachhinen kann ich sagen.. komplett umsonst.. heutzutage haben die Personalchefs doch echt an ALLEM irwas auszusetzen.. und alles wird einem negativ ausgelegt..

Nach 2 Jahren BOS (1 wiederholungsjahr.. auch komplett umsonst.. wollte die noten verbessern, wechselte die schule.. kam dort noch weniger klar mit den lehrern.. verschlechterte mich im endeffekt).. wusste ich immernoch nicht was ich jetzt eigentlich arbeiten will.. hauptsache irwas aus der IT sonst war die Ausbildung umsonst..
Mein damals bester Freund (mit dem ich zusammen zur Schule ging, und die gleiche Ausbildung gemacht hab) hat mir vorgeschlagen dass wir zusammen Informatik Bachelor studieren. Und so haben wirs dann auch gemacht..

Nach 2 Semstern hab ich aber abgebrochen, mir war das alles zu theoretisch.. ich hatte nicht das gefühl dass ich für einen Betrieb ausgebildet werde.. es kam mir mehr wie Schule und BOS vor.. man lernt nen haufen blödsinn den keiner braucht.. einfach nur um zu zeigen dass man etwas durchziehen kann, und am ende wird dich keiner fragen was du da gemacht hast, sondern schaut nur auf deinen Titel "bachelor"...

nach dem Abbruch zog ich wieder zurück zu meinem Vater.. und entschloss dieses mal über Zeitarbeit in ein Unternehmen zu kommen und mich von klein auf hoch zu arbeiten... Auf Bewerbungsgesprächen wurde mir dann aber wieder alles negativ ausgelegt.. "ihre Ausbildung ist ja schon 3 Jahre her.. und sie sind 24 jahre alt und haben NOCH NIE in einem Betrieb gearbeitet.. und warum haben sie ZWEI jahre für die BOS gebraucht ?? etc."
Im endeffekt hab ich 2 Monate ZA bei einer Lagerlogistik Firma als Lagerhelfer, und 4 Monate bei T-Systems als IT-Rollout-Techniker gearbeitet.. da meine Zeitarbeitsfirma kein Anschlussprojekt für mich gefunden hat, haben sie mich fristgenau auf den Tag nach 6 Monaten entlassen. Deswegen hat mich dann letzendlich auch meine Freundin verlassen.. weil "Frauen wollen bodenständige Männer die alles im Griff haben" etc. etc...

Ich war zu dieser Zeit extrem depressiv verstimmt.. Das gibts doch garnicht!! Alles was ich will ist dass mir ein Unternehmen nur mal eine Chance gibt!
Naja am Abend hab ich oft mit meiner Mutter darüber telefoniert und um hilfe gebeten..
Liegt es vielleicht an meiner Bewerbung? Ich find nie die richtige Formulierung.. und im Internet stehen nur tausend wiedersprüchliche Tipps (70% dieses Sätze darfst du auf garkeinen Fall reinschreiben!, 30% benutze diese 0815 Musterbewerbung), was mach ich falsch..
sie hat versucht mich immer aufzumuntern da ich schon selbstmordgedanken hatte. (irwie verständlich oder.. vom IT-Studenten zum Penner der nichtmal von Zeitarbeitsfirmen angagiert wird).. Sie kam dann mit der Idee dass ich doch in München sowieso nix mehr zu verlieren hab, freunde leben jetz auch ihr eigenes leben etc.. dann soll ich doch nach Kiel ziehen und dort was suchen.. neue stadt neues Leben so ungefähr.. und bis ich nen job hab darf ich bei ihr wohnen.. das ist jetzt exakt ein Jahr her..

oben angekommen beginne ich wieder mit Jobsuche.. Formulierung kann ich selbst scheinbar besser als meine Mutter.. hilfe fehlanzeige. Beim Arbeitsamt werd ich wieder einer Maßnahme zugeteilt JobA.. Bewerbungstraining..
Ich komm da hin, der einzige teilnehmer mit nem Schulabschluss.. werd behandelt wie jeder andere dort auch.. Ich zeig meine Bewerbung und frag was man verändern kann.. bau extra paar fehler ein um die zu testen.. der Leiter schaut sichs kurz an und meint "super passt alles können wir so wegschicken". die machen sich nichtmal die Mühe richtig zu arbeiten!... nach 1 Monat geht mein Betreuer in Urlaub und seine Kollegin wird mir zugeteilt.. Die merkt sofort "hey.. der Junge is doch in ner ganz anderen Liga! Der hat Abitur.. der hat Ausbildung fertig.. wieso hat der nach 1 Monat immernoch keinen Job hier??".. Die erste Frau die mein Potential erkannt hat und begann mich zu fördern.. Lud Personalleiter ein zum Vorstellungsgespräch etc.

Nach 3 Monaten wurd mein Antrag beim Jobcenter endlich bearbeitet: Ablehnung.. Grund.. Sie sind noch 24.. und leben bei Ihrer (arbeitslosen) Mutter.. Bedarfsgemeinschafts-Gesetz.. der Stiefdad verdient zuviel darum steht ihnen nichts zu.. klar war das alles ärgerlich, aber das wäre jetz ein neues Fass^^' Jedenfalls wurde mein HartzIV Antrag abgelehnt.. und somit durfte ich auch nichtmehr die Maßnahme des Arbeitsamts besuchen!! Toll gerade als sie begonnen haben mich ernst zu nehmen -.- !!

Danach wusste ich erstmal garnicht an wen ich mich wenden soll.. inzwischen war es nichmehr nurnoch EIN Problem mit dem ich allein nicht fertig wurde... desto länger ich da oben gewohnt hab, deso verstrickter wurde die Lage, bis ich irwann selbst den Überblick verloren hab. Morgens aufwachen und eine Welle von Problemen und schlechten Nachrichten fallen auf dich ein. 1. Das Job-Problem, 2. Krankenkasse verlangt Beiträge, 3. keine Freunde, 4. unfall gebaut.. werd angezeigt auf fahrlässige Körperverletzung (obwohl die angefahrene Frau, direkt nach dem Stillstand der Wägen direkt ausstieg und ne riesen szene machte! sah noch sehr gesund aus für mich!), 5. Ärzte Problem, 6. u. 7. gabs auch noch.. weiß grad nimmer was da noch war.. und diese ganzen Punkte sollte ich alle alleine irgendwie noch nebenbei gebacken kriegen WÄHREND ich noch nen Job suchte!

Da gabs auch ne Zeit wo ich von einer Behörde zur nächsten gelatscht bin und alle mich bloß weitergerreicht haben.. Entweder garkeine Ahnung was ich machen soll.. oder ne total absurde wie "ja suchen sie sich doch wenigstens schonmal nen Minijob dass sie nicht nichts machen und nächstes Jahr sind sie 25 dann können sie ja nochmal HartzIV beantragen und die dürfen sie nicht abwimmeln"... Wooow... Für mich klang das wie "vergeuden sie ein ganzes Lebensjahr dafür damit sie dann am ende DOCH HartzIV beantragen!".. was ist denn das für ein Blödsinn? Nach 6 Monaten warn meine Geldreserven verbraucht, weshalb ich dann doch einen Aushilfejob als kassenkraft bei Netto begann. Das hab ich 4 Monate durchgezogen.. Aber nach 10 Monaten im Norden hatte ich auch endgültig die Schnauze voll!
Ich habs versucht.. ich wollte eigentlich schon viel früher wieder heim.. aber ich hatte immer diese Angst im hinterkopf als Versager zurückzukommen. Wenigstens versuchen, damit ich später nicht bereue, dass ich nicht ALLES probiert hab! Naja ende vom Lied.. 12 monate weg, davon 6 Monate arbeitslos.. Probleme ham sich nur gehäuft anstatt zu verschwinden.. und das Schlimmste.. ich weiß jetzt absolut überHAUPTnicht mehr was ich jetzt arbeiten soll!

Damals wars schon voll der Act dass die Ausbildung 3 Jahre zurück liegt.. jetz liegt sie 4 Jahre zurück.. ich war die letzten 6 Monate kassierer!.. welche IT firma würde mich JETZT noch nehmen?? Meine Versagensangst stieg ins unermessliche.. Sodass ich mittlerweile überhaupt nicht mehr nach Jobs suche.. Ich habe angst vor den Fragen die mir die personalleiter stellen werden.. Weil alles was man sagt einem im Mund umgedreht und negativ ausgelegt wird.
Mittlerweile plagen mich andere Gedanken.. Passt die IT überhaupt zu mir? ich hab in meiner Jugend nie Praktika gemacht.. hab immer am gedanken festgehalten "jetz hab ich schon 3/4/5 Jahre ausbildung reingesteckt, ein Jobwechsel ist zu spät".. werd ich vielleicht nur deswegen nicht berücksichtigt von Personalleitern weil mein Profil absolut nicht zu dem eines IT-lers passt? Was soll ich stattdessen nur machen und wer würde mich mit meinem beschissenen Lebenslauf überhaupt nehmen?

Vielleicht wird niemals jemand diesen Text lesen, weil er einfach viel zu lang ist.. aber es hat gut getan die ganzen Gedanken mal aufzuschreiben. Nicht so gut tuts wenn man sich das ganze mal auf der Zunge zergehen lässt.. Mein ganzes Leben seit der Schulzeit war ich ungenügend.. man sagte mir "wenn du abitur machst.. gehörst du zur Elite Deutschlands.. dann kriegst du ganz einfach nen Job".. alles Lügen.. ich hab soviel Zeit verschwendet, das krieg ich nie wieder nachgeholt.. ich kann die Personalchefs ja verstehen, dass mich keiner nimmt.. Aber für Leute wie mich muss es doch trotzdem irgendeinen Weg geben wie man weitermacht oder?? Kann ja nicht sein dass man sein ganzes Leben einen perfekten Lebenslauf führen muss und sobald eine schlechte Sache passiert wird man von der Gesellschaft ausgegrenzt und keiner weiß ein Gegenmittel.. Mir bleibt nur eins.. Gib dich damit zufrieden dass du niemals Karriere machen wirst, und such dir irgendein schweißtreibenden Drecksarbeitsjob (wie Lagerlogistik.. 10 stunden rumlaufen.. tag ein tag aus.. völlig kaputt von der Arbeit kommen und trotzdem nur 8€ die stunde bekommen etc.) (mal zum Vergleich...  als IT-Rollout Techniker hab ich nur 30 Stunden die Woche gearbeitet, und trotzdem mein festes gehalt von 2.100 brutto bekommen! Hatte mein eigenes Büro.. Kaffee umsonst.. etc.!).. oder gib auf und lande als Zahnloser penner auf der straße

ich würde Dich auch nicht einstellen.

Liegt nicht daran, dass Deine Ausbildung schon 4 Jahre her ist - sondern daran, das man keine Sekunde das Gefühl hat, dass Du das machen möchtest.
Wenn man jemanden hat, der motiviert ist, aber dem die Praxis fehlt und / oder der nicht auf dem neuesten Stand ist, kann man meist etwas vereinbaren, dass es erst einmal ein Praktikum in diesem Unternehmen gibt (sehe ich hier ziemlich oft) und / oder das Gehalt in der Probezeit noch deutlich niedriger ist (sehe ich auch recht oft) - paßt dann meist für beide Seiten und es kommt etwas sinnvolles dabei heraus.

Aber was will man mit jemandem, der dann mit aller Wahrscheinlichkeit lustlos an einen Job herumstochert, eh keinen Bock hat, sich einzubringen und was zu machen, alles mal anfängt, aber augenscheinlich nie mal VORHER nachdenkt - den hat das Unternehmen gerade eingearbeitet (was ein ziemliches Verlustgeschäft ist) - und dann ist er wieder weg oder wird gekündigt, weil es eh nix bringt.

Du kannst sehr viel darüber sagen, was so alles nicht geht und nicht klappt und nichts für Dich ist - und was wäre denn etwas für Dich? Was WILLST Du denn? Was liegt Dir denn? Was sind Deine Stärken? Was würde dazu passen? Finde das erst einmal heraus, dann kannst Du es weiter versuchen - auch als Quereinsteiger hat man heutzutage in vielen Branchen ganz gute Chancen - WENN man 'rüber bringen kann, dass man mit Leidenschaft und Interesse dabei ist.

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5. Mai 2017 um 10:58
In Antwort auf protoje92

Hallo,

ich bin 24 Jahre alt (im Juni 25). Mein Leben sah im Zeitraffer ungefähr so aus:

bis 17 Jahre Realschule gemacht.. rebellische Kindheit.. Klassenclown, mit lehrer anlegen etc. resultat: schlechte Noten. Wollte eigentlich auf die FOS, für die Zulassung braucht man 3,5 schnitt.. ich hatte 3,6..
also stattdessen nach Ausbildung gesucht.. Ich wusste schon damals nicht was mir taugt, aber ich hab damals richtig viel am Computer gespielt dswg. wollt ich irwas in der IT machen (ich konnte IT damals nichtmal definieren.. aber "Spiele-Programmierer" werden wollen )
Hab keine Praktikas gemacht oder so, habs mir in den Kopf gesetzt und es durchgezogen.

Wurde vom Arbeitsamt ner BvB Maßnahme zugeteilt, die aber nach 4 Monaten immernoch nix erreicht hat. Auf einer Berufsmesse bin ich fündig geworden, und hab dann eine schulische Ausbildung zum tech. Assistenten für Informatik begonnen. Die Ausbildung hat 2 Jahre gedauert und über 8000 € gekostet.. im Nachhinein kann ich sagen.. es war komplett umsonst! außer dass ich jz meine erstausbildung schon fertig hab und für ne zweitausbildung nicht mehr gefördert werde.. danke

Nach der Ausbildung hab ich erkannt dass mir Game-Engineering überhaupt nicht zusagt.. und zudem mir auch kein anderer Bereich in der IT gefällt... ich war nur in einem einzigen Fach gut.. Netzwerktechnik.. also beschloss ich daraufhin "netzwerkadmin" zu werden..

Fand natürlich überhaupt keine Stelle.. Also beschloss ich auf der BOS mein abitur nachzuholen. Ich dachte, wenn ich meine Zertifikate verbessere habe ich bessere chancen beim bewerben. (im nachhinen kann ich sagen.. komplett umsonst.. heutzutage haben die Personalchefs doch echt an ALLEM irwas auszusetzen.. und alles wird einem negativ ausgelegt..

Nach 2 Jahren BOS (1 wiederholungsjahr.. auch komplett umsonst.. wollte die noten verbessern, wechselte die schule.. kam dort noch weniger klar mit den lehrern.. verschlechterte mich im endeffekt).. wusste ich immernoch nicht was ich jetzt eigentlich arbeiten will.. hauptsache irwas aus der IT sonst war die Ausbildung umsonst..
Mein damals bester Freund (mit dem ich zusammen zur Schule ging, und die gleiche Ausbildung gemacht hab) hat mir vorgeschlagen dass wir zusammen Informatik Bachelor studieren. Und so haben wirs dann auch gemacht..

Nach 2 Semstern hab ich aber abgebrochen, mir war das alles zu theoretisch.. ich hatte nicht das gefühl dass ich für einen Betrieb ausgebildet werde.. es kam mir mehr wie Schule und BOS vor.. man lernt nen haufen blödsinn den keiner braucht.. einfach nur um zu zeigen dass man etwas durchziehen kann, und am ende wird dich keiner fragen was du da gemacht hast, sondern schaut nur auf deinen Titel "bachelor"...

nach dem Abbruch zog ich wieder zurück zu meinem Vater.. und entschloss dieses mal über Zeitarbeit in ein Unternehmen zu kommen und mich von klein auf hoch zu arbeiten... Auf Bewerbungsgesprächen wurde mir dann aber wieder alles negativ ausgelegt.. "ihre Ausbildung ist ja schon 3 Jahre her.. und sie sind 24 jahre alt und haben NOCH NIE in einem Betrieb gearbeitet.. und warum haben sie ZWEI jahre für die BOS gebraucht ?? etc."
Im endeffekt hab ich 2 Monate ZA bei einer Lagerlogistik Firma als Lagerhelfer, und 4 Monate bei T-Systems als IT-Rollout-Techniker gearbeitet.. da meine Zeitarbeitsfirma kein Anschlussprojekt für mich gefunden hat, haben sie mich fristgenau auf den Tag nach 6 Monaten entlassen. Deswegen hat mich dann letzendlich auch meine Freundin verlassen.. weil "Frauen wollen bodenständige Männer die alles im Griff haben" etc. etc...

Ich war zu dieser Zeit extrem depressiv verstimmt.. Das gibts doch garnicht!! Alles was ich will ist dass mir ein Unternehmen nur mal eine Chance gibt!
Naja am Abend hab ich oft mit meiner Mutter darüber telefoniert und um hilfe gebeten..
Liegt es vielleicht an meiner Bewerbung? Ich find nie die richtige Formulierung.. und im Internet stehen nur tausend wiedersprüchliche Tipps (70% dieses Sätze darfst du auf garkeinen Fall reinschreiben!, 30% benutze diese 0815 Musterbewerbung), was mach ich falsch..
sie hat versucht mich immer aufzumuntern da ich schon selbstmordgedanken hatte. (irwie verständlich oder.. vom IT-Studenten zum Penner der nichtmal von Zeitarbeitsfirmen angagiert wird).. Sie kam dann mit der Idee dass ich doch in München sowieso nix mehr zu verlieren hab, freunde leben jetz auch ihr eigenes leben etc.. dann soll ich doch nach Kiel ziehen und dort was suchen.. neue stadt neues Leben so ungefähr.. und bis ich nen job hab darf ich bei ihr wohnen.. das ist jetzt exakt ein Jahr her..

oben angekommen beginne ich wieder mit Jobsuche.. Formulierung kann ich selbst scheinbar besser als meine Mutter.. hilfe fehlanzeige. Beim Arbeitsamt werd ich wieder einer Maßnahme zugeteilt JobA.. Bewerbungstraining..
Ich komm da hin, der einzige teilnehmer mit nem Schulabschluss.. werd behandelt wie jeder andere dort auch.. Ich zeig meine Bewerbung und frag was man verändern kann.. bau extra paar fehler ein um die zu testen.. der Leiter schaut sichs kurz an und meint "super passt alles können wir so wegschicken". die machen sich nichtmal die Mühe richtig zu arbeiten!... nach 1 Monat geht mein Betreuer in Urlaub und seine Kollegin wird mir zugeteilt.. Die merkt sofort "hey.. der Junge is doch in ner ganz anderen Liga! Der hat Abitur.. der hat Ausbildung fertig.. wieso hat der nach 1 Monat immernoch keinen Job hier??".. Die erste Frau die mein Potential erkannt hat und begann mich zu fördern.. Lud Personalleiter ein zum Vorstellungsgespräch etc.

Nach 3 Monaten wurd mein Antrag beim Jobcenter endlich bearbeitet: Ablehnung.. Grund.. Sie sind noch 24.. und leben bei Ihrer (arbeitslosen) Mutter.. Bedarfsgemeinschafts-Gesetz.. der Stiefdad verdient zuviel darum steht ihnen nichts zu.. klar war das alles ärgerlich, aber das wäre jetz ein neues Fass^^' Jedenfalls wurde mein HartzIV Antrag abgelehnt.. und somit durfte ich auch nichtmehr die Maßnahme des Arbeitsamts besuchen!! Toll gerade als sie begonnen haben mich ernst zu nehmen -.- !!

Danach wusste ich erstmal garnicht an wen ich mich wenden soll.. inzwischen war es nichmehr nurnoch EIN Problem mit dem ich allein nicht fertig wurde... desto länger ich da oben gewohnt hab, deso verstrickter wurde die Lage, bis ich irwann selbst den Überblick verloren hab. Morgens aufwachen und eine Welle von Problemen und schlechten Nachrichten fallen auf dich ein. 1. Das Job-Problem, 2. Krankenkasse verlangt Beiträge, 3. keine Freunde, 4. unfall gebaut.. werd angezeigt auf fahrlässige Körperverletzung (obwohl die angefahrene Frau, direkt nach dem Stillstand der Wägen direkt ausstieg und ne riesen szene machte! sah noch sehr gesund aus für mich!), 5. Ärzte Problem, 6. u. 7. gabs auch noch.. weiß grad nimmer was da noch war.. und diese ganzen Punkte sollte ich alle alleine irgendwie noch nebenbei gebacken kriegen WÄHREND ich noch nen Job suchte!

Da gabs auch ne Zeit wo ich von einer Behörde zur nächsten gelatscht bin und alle mich bloß weitergerreicht haben.. Entweder garkeine Ahnung was ich machen soll.. oder ne total absurde wie "ja suchen sie sich doch wenigstens schonmal nen Minijob dass sie nicht nichts machen und nächstes Jahr sind sie 25 dann können sie ja nochmal HartzIV beantragen und die dürfen sie nicht abwimmeln"... Wooow... Für mich klang das wie "vergeuden sie ein ganzes Lebensjahr dafür damit sie dann am ende DOCH HartzIV beantragen!".. was ist denn das für ein Blödsinn? Nach 6 Monaten warn meine Geldreserven verbraucht, weshalb ich dann doch einen Aushilfejob als kassenkraft bei Netto begann. Das hab ich 4 Monate durchgezogen.. Aber nach 10 Monaten im Norden hatte ich auch endgültig die Schnauze voll!
Ich habs versucht.. ich wollte eigentlich schon viel früher wieder heim.. aber ich hatte immer diese Angst im hinterkopf als Versager zurückzukommen. Wenigstens versuchen, damit ich später nicht bereue, dass ich nicht ALLES probiert hab! Naja ende vom Lied.. 12 monate weg, davon 6 Monate arbeitslos.. Probleme ham sich nur gehäuft anstatt zu verschwinden.. und das Schlimmste.. ich weiß jetzt absolut überHAUPTnicht mehr was ich jetzt arbeiten soll!

Damals wars schon voll der Act dass die Ausbildung 3 Jahre zurück liegt.. jetz liegt sie 4 Jahre zurück.. ich war die letzten 6 Monate kassierer!.. welche IT firma würde mich JETZT noch nehmen?? Meine Versagensangst stieg ins unermessliche.. Sodass ich mittlerweile überhaupt nicht mehr nach Jobs suche.. Ich habe angst vor den Fragen die mir die personalleiter stellen werden.. Weil alles was man sagt einem im Mund umgedreht und negativ ausgelegt wird.
Mittlerweile plagen mich andere Gedanken.. Passt die IT überhaupt zu mir? ich hab in meiner Jugend nie Praktika gemacht.. hab immer am gedanken festgehalten "jetz hab ich schon 3/4/5 Jahre ausbildung reingesteckt, ein Jobwechsel ist zu spät".. werd ich vielleicht nur deswegen nicht berücksichtigt von Personalleitern weil mein Profil absolut nicht zu dem eines IT-lers passt? Was soll ich stattdessen nur machen und wer würde mich mit meinem beschissenen Lebenslauf überhaupt nehmen?

Vielleicht wird niemals jemand diesen Text lesen, weil er einfach viel zu lang ist.. aber es hat gut getan die ganzen Gedanken mal aufzuschreiben. Nicht so gut tuts wenn man sich das ganze mal auf der Zunge zergehen lässt.. Mein ganzes Leben seit der Schulzeit war ich ungenügend.. man sagte mir "wenn du abitur machst.. gehörst du zur Elite Deutschlands.. dann kriegst du ganz einfach nen Job".. alles Lügen.. ich hab soviel Zeit verschwendet, das krieg ich nie wieder nachgeholt.. ich kann die Personalchefs ja verstehen, dass mich keiner nimmt.. Aber für Leute wie mich muss es doch trotzdem irgendeinen Weg geben wie man weitermacht oder?? Kann ja nicht sein dass man sein ganzes Leben einen perfekten Lebenslauf führen muss und sobald eine schlechte Sache passiert wird man von der Gesellschaft ausgegrenzt und keiner weiß ein Gegenmittel.. Mir bleibt nur eins.. Gib dich damit zufrieden dass du niemals Karriere machen wirst, und such dir irgendein schweißtreibenden Drecksarbeitsjob (wie Lagerlogistik.. 10 stunden rumlaufen.. tag ein tag aus.. völlig kaputt von der Arbeit kommen und trotzdem nur 8€ die stunde bekommen etc.) (mal zum Vergleich...  als IT-Rollout Techniker hab ich nur 30 Stunden die Woche gearbeitet, und trotzdem mein festes gehalt von 2.100 brutto bekommen! Hatte mein eigenes Büro.. Kaffee umsonst.. etc.!).. oder gib auf und lande als Zahnloser penner auf der straße

Ja, dein Text ist etwas zu lang.

hab ihn ca. zur Hälfte gelesen. Was mir auffällt, als selbsternannter Hobbypsychologe:
Du hast scheinbar nie gelernt, deine Komfort-Zone zu verlassen. Jedesmal, wenn du in aus Deinem Leben erzählst, scheiterst du an deinen Noten, an Konflikten mit Lehrern, an der Tatsache das die Welt kompliziert ist. PC-Spiele-Entwickler ist halt ein naiver Wunschtraum, wo der Jugendliche durchschnitts-Gamer glaubt, da müsse man nicht viel Theorie beherrschen, kann doch nicht so schwer sein.
Du hast den Wunsch schon abgeschlagen, weil du gemerkt hast, da gehört einfach sehr viel Theoretisches wissen dazu. Und dass eine zweijährige Ausbildung nicht zum Traumjob führt, dass sollte jedem der klar denken kann klar sein. Optionen, die schnell únd einfach erscheinen sind selten erfolgsführend. Schnell und einfach ist Lotto, Spilothek, oder Taschendiebstahl. Wobei Taschendiebstahl am erfolgsversprechensten ist.

Studium brichst du ab, weil es zu theoretisch ist? im 2. Semester. Verstehe ich nicht, man muss doch erstmal eine theoretische Grundlage schaffen, um dann darauf aufzubauen. Du redest dich schnell damit raus, dass dir irgendwas einfach nicht zusagt. Du hast unzählige Optionen und hakst alle ab. Dann wunderst du Dich, dass du dann keinen Job findest, der gut bezahlt ist. Wo man körperlich nicht hart arbeiten muss. Das geht nur, wenn man halt  mehr kann, geistig mehr drauf hat, als andere.

Woher kommt dein Grundpessimismus, hast du geglaubt, dass dir alles in den Schoß fällt, nur weil du Abi machst. Du steckst unheimlich fest in deinen negativen Glaubenssätzen, dass es zu spät sei, dass das alles sowieso nichts bringt, dass die Welt unheimlich schlecht ist. Wenn du an diesen Glaubenssätzen fest hältst, findest du immer wieder Beweise dafür, dass diese auch richtig sind.

Mit 25 hast du grob ein Drittel deines Lebens gelebt. Nicht einmal die Hälfte. Du hast noch 45 Jahre bis zu Rente.... vielleicht auch etwas mehr. also etwa ein halbes Jahrhundert. Es liegt nur bei Dir, in welche Richtung du weiter maschierst. Flüchtest du Dich in ausreden und machst frustriert irgendwelche Drecksjobs oder lebst von der Stütze und redest dir immer wieder ein, wie ungerecht das Leben ist.
Man sieht manchmal jemanden der erfolgreich ist und glaubt, diese Person hatte viel bessere Grundvoraussetzungen. Das stimmt nicht. Das Leben ist für niemanden wirklich leicht.

Ich hatte meine Ausbildung erst mit 24 Angefangen und verdiene jetzt wesentlich mehr als 2100 Brutto. Bin zwar auch nicht MEGA-erfolgreich, aber komme gut klar mit meinem Ein- und Auskommen.

Also überleg dir was du willst, informier dich und beweg deinen Hintern.
Wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe.

Hör auf dir Tausend und einen Grund zu suchen, warum du die Dinge nicht erreichst und such nach Lösungen. Hast du keinen Vater, der dir mal kräftig in den Hintern tritt? (kein aufruf zur Gewalt gegen dich. ehr metaphorisch, jemand der Dich hart aber herzlich motiviert.)

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5. Mai 2017 um 12:11

ich würde auch niemanden für "was besseres" einstellen, der alles mal anfängt, anstatt mal ERST zu überlegen, was auch sinnvoll ist und der eh keinen Bock auf den Job hat. Was hat das mit "Gaunersystem" zu tun?

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5. Mai 2017 um 12:34
In Antwort auf lightinblack

Hallo protoje!

Den einzigen Tipp, den ICH Dir geben kann, ist folgender: Wenn Du einen Job suchst, musst Du Dir im Klaren sein, was Du überhaupt machen möchtest. (WAS WILL ICH?). Dazu gehört, dass man sich über den Betrieb genauestens informiert: Was machen die?, ist das was für mich? Dann bewirbst Du Dich. Du kannst auch Initiativbewerbungen schreiben. Telefonanruf ist immer besser - jedenfalls habe ICH die Erfahrung gemacht. Die Bewerbungen sollten nicht dem üblichen Muster entsprechen, weil Du sonst einer von vielen bist. Du musst Dich so gut rüberbringen, wie es nur irgendwie möglich ist, und auch selbst 100%ig von Dir überzeugt sein. Versuche immer, den Chef von Deiner Qualifikation zu überzeugen. Dabei solltest Du nicht vergessen, dass bei einem Vorstellungsgespräch immer die Sympathie im Vordergrund steht. Du kannst auf Deinem Gebiet noch so gut sein, wenn Du aber dem Chef unsympathisch bist, dann hast Du das Spiel bereits verloren.

Im TV höre ich die Merkel, aber auch andere Politiker, immer tönen: "Deutschland geht es gut ..." Ja, den Politikern geht es gut. Die Zahl der Arbeitslosen ist fingiert, es ist ein regelrechter Fake! Aber das Volk glaubt es. Wenn`s anders wäre, hätten wir in dem reichen Deutschland doch nicht so viele Obdachlose, oder? Das nur nebenbei bemerkt.

Die, vom Jobcenter, werden für Dich immer eine Maßnahme bereit haben. Bei mir war es dasselbe, und das ganze 10! Jahre lang. Da brachte man mir (als ausgebildeter Kaufmann), das Bruchrechnen bei, wie man eine Bewerbung richtig schreibt bzw. sie richtig formuliert. Das waren dann, wie Du schon sagtest, die "0815"- Bewerbungen. Irgendwann sah ich dann ein Inserat in der Tageszeitung. Eine sehr bekannte Brauerei suchte einen Handelsvertreter. Ich rief also an, verlange den Oberboss und sagte zu ihm, genau das wäre mein Job. Er lud mich zu einem Vorstellungsgespräch ein. Ich selber trinke zwar keinen Alkohol, kenne mich aber bestens damit aus, weil ich 2 Jahre lang als Sortimentsbearbeiter für alkoholische Getränke geackert habe. (Da waren die Zeiten noch besser!). Ich brachte mir alles selber bei, kaufte mir Bücher usw. Und beim Vorstellungsgespräch trumpfte ich dann so richtig auf. Das Gespräch lief etwa wie folgt ab:
"Also, Herr `lib`, sollten wir Sie einstellen, haben Sie einen Kundenstamm von über 500 Konsumenten zu betreuen. Das ist sehr viel Arbeit. Trauen Sie sich das zu?"
"Ach was, ich habe schon alles gemacht, fehlt nur noch Leichenwäscher, da sehe ich keinerlei Problem, natürlich traue ich mir das zu!"
"Haha!!"
"Von mir aus können Sie mich auch in den Regenwald schicken. Ich wartete nur auf meine Chance, und ich hoffe doch sehr, dass ich sie bekommen werde!!!"
"Herr `lib`, wir müssen Ihnen leider sagen, dass Sie nicht der einzige Bewerber sind. Mit Ihnen haben wir noch über 300 ANDERE!"
"Das macht mir nichts aus, weil ich jetzt schon weiß, dass ich sie alle aus dem Rennen schlagen werde." Das gefiel ihnen, genau das, wollten sie hören. Anschließend brachte ich noch ein paar Witze unter, worüber sie sehr lachen mussten. Warum weiß ich zwar nicht, aber, ich wurde eingestellt. Heute bin ich alt und krank. Aber ich arbeite immer noch, weil mir meine Arbeit Spaß macht, und so sollte es auch sein ...

Wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg!

LG.,

lib   






      

"Telefonanruf ist immer besser - jedenfalls habe ICH die Erfahrung gemacht. Die Bewerbungen sollten nicht dem üblichen Muster entsprechen, weil Du sonst einer von vielen bist."

Also ich muss diesen Aussagen vehement widersprechen. Es kommt natürlich auf die einzelne Stelle drauf an, aber bei Stellenanzeigen wird zu 99% gefordert, dass sich Bewerber schriftlich mit Bewerbungsunterlagen bewerben sollen und das wäre ein absolutes No-Go dem zuwider zu handeln. Ich war in drei Firmen bei der Personalauswahl beteiligt und wenn dort jemand als Reaktion auf eine Ausschreibung angerufen hat, ist derjenige sofort durchgefallen. Da denkt man doch automatisch, dass der Andere etwas sehr Unangenehmes zu verbergen hat und seine Bewerbungsunterlagen deswegen nicht schicken will.
Ich würde auch nicht vom allgemein gültigen Muster einer Bewerbung abweichen, da das eher ein Gefühl der Inkompetenz und Unprofessionalität rüberbringt. Kreative Abweichungen gehören in die kreative Branche.
Gerade wenn sich der TE für "niedere" Jobs bewerben muss, sollte er primär beweisen, dass er das machen kann, was von ihm verlangt wird.

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5. Mai 2017 um 12:49
In Antwort auf lumusi_12929047

"Telefonanruf ist immer besser - jedenfalls habe ICH die Erfahrung gemacht. Die Bewerbungen sollten nicht dem üblichen Muster entsprechen, weil Du sonst einer von vielen bist."

Also ich muss diesen Aussagen vehement widersprechen. Es kommt natürlich auf die einzelne Stelle drauf an, aber bei Stellenanzeigen wird zu 99% gefordert, dass sich Bewerber schriftlich mit Bewerbungsunterlagen bewerben sollen und das wäre ein absolutes No-Go dem zuwider zu handeln. Ich war in drei Firmen bei der Personalauswahl beteiligt und wenn dort jemand als Reaktion auf eine Ausschreibung angerufen hat, ist derjenige sofort durchgefallen. Da denkt man doch automatisch, dass der Andere etwas sehr Unangenehmes zu verbergen hat und seine Bewerbungsunterlagen deswegen nicht schicken will.
Ich würde auch nicht vom allgemein gültigen Muster einer Bewerbung abweichen, da das eher ein Gefühl der Inkompetenz und Unprofessionalität rüberbringt. Kreative Abweichungen gehören in die kreative Branche.
Gerade wenn sich der TE für "niedere" Jobs bewerben muss, sollte er primär beweisen, dass er das machen kann, was von ihm verlangt wird.

ist bei uns genau so. Da reagieren die Personlaleute auf einen Anruf eher genervt.
Auf telefonische Nachfragen genauso.

Hat man mir vor 20 Jahren erklärt, dass das von Interesse zeugt, blabla... nun zumindest in der IT bei den mir bekannten Firmen (und Stellenanzeigen) zeugt es von Quengelei gibt ganz dicke Minus-Punkte.

Kreative Bewerbungen: klar, wenn man sich in einer Werbeagentur bewirbt, macht das gewaltig Sinn. Andernfalls, stimme ich Dir auch zu, ist es ein Zeichen von Unprofessionalität.

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6. Mai 2017 um 18:51
In Antwort auf avarrassterne1

ich würde Dich auch nicht einstellen.

Liegt nicht daran, dass Deine Ausbildung schon 4 Jahre her ist - sondern daran, das man keine Sekunde das Gefühl hat, dass Du das machen möchtest.
Wenn man jemanden hat, der motiviert ist, aber dem die Praxis fehlt und / oder der nicht auf dem neuesten Stand ist, kann man meist etwas vereinbaren, dass es erst einmal ein Praktikum in diesem Unternehmen gibt (sehe ich hier ziemlich oft) und / oder das Gehalt in der Probezeit noch deutlich niedriger ist (sehe ich auch recht oft) - paßt dann meist für beide Seiten und es kommt etwas sinnvolles dabei heraus.

Aber was will man mit jemandem, der dann mit aller Wahrscheinlichkeit lustlos an einen Job herumstochert, eh keinen Bock hat, sich einzubringen und was zu machen, alles mal anfängt, aber augenscheinlich nie mal VORHER nachdenkt - den hat das Unternehmen gerade eingearbeitet (was ein ziemliches Verlustgeschäft ist) - und dann ist er wieder weg oder wird gekündigt, weil es eh nix bringt.

Du kannst sehr viel darüber sagen, was so alles nicht geht und nicht klappt und nichts für Dich ist - und was wäre denn etwas für Dich? Was WILLST Du denn? Was liegt Dir denn? Was sind Deine Stärken? Was würde dazu passen? Finde das erst einmal heraus, dann kannst Du es weiter versuchen - auch als Quereinsteiger hat man heutzutage in vielen Branchen ganz gute Chancen - WENN man 'rüber bringen kann, dass man mit Leidenschaft und Interesse dabei ist.

Darf ich da mal ganz blöd fragen zum letzten Absatz.. wie findet man denn heraus was einem liegt.. was man kann.. was seine Stärken sind.. was zu mir passen würde..

Das ist mir schon klar dass ich das herausfinden muss.. und ich dachte auch dafür gäbe es Beratungsstellen.. Oder irgendeinen Ratgeber. Aber überall kommt am Ende nur das gleiche Ergebnis raus.. Das kann dir keiner sagen das musst du selber herausfinden. Ja toll.. Liegt das Problem jetzt daran dass ich keine Stärken hab, oder dass ich diese Stärken nicht einer idealen Arbeitsstelle zuordnen kann, oder dass ich noch garnicht weiß welche Stärken für welche Jobs wichtig sind.. bzw. was man in den Jobs genau macht..

Das hab ich auch in anderen Antworten gelesen "Lies dir genau durch was der Betrieb macht".. Ok gut, viele IT-Unternehmen haben sich auf irgendwas Spezialisiert. Software von Schiffsterminals.. Homepage erstellung.. Kanalinspektionsroboter.. etc. aber viele IT-Unternehmen nennen sich auch einfach nur "Dienstleister" im Internet.. Das "So sollte Ihr Profil aussehen".. und "Das erwarten Sie für Aufgaben".. ist oft immer der gleiche "Standardjargon".. und man hat hinterher immernoch nicht wirklich eine genau Vorstellung was der Betrieb selber jetzt macht. Das erfährt man dann oft erst aufm Bewerbungsgespräch. Genau wie die ganzen Zusatzkenntnisse die verlangt waren die nicht explizit auf der Homepage stand wie "ach ja 5 Jahre berufserfahrung wäre nice". Und manchmal sind die Fragen auf Bewerbungsgesprächen echt lächerlich.. Ich möchte hier keine Namen nennen aber bei einer Firma fragte man mich "welche ALT+ ... " Befehle kennen sie auswendig?".. ich guck ihn verdutzt an.. neben ihm steht ein laufender PC.. "in 2 sekunden hab ich ihnen auf Google ne Liste mit ALLEN Befehlen rausgesucht... sowas muss sich ein ITler jetzt nicht unbedingt auswendig im Kopf merken haha.." ein Paar konnte ich denen nennen, aber scheinbar nicht genug.. hätte er mich mal lieber gefragt was der Unterschied zwischen nem x86 und x64 Prozessor ist oder was vernünftigtes ...

Zum Lustlos muss ich noch dazu sagen.. Da hast du sogar teilweise Recht. Aber..

In meinem 4 Monatigen Job bei T-Systems als It-Rollout Techniker.. da hatte ich wirklich spaß dran! Und die Arbeit war auch nicht kompliziert.. Meine Kunden waren die Techniker die beim Verbraucher z.B. nach Hause kommen um den Router einzurichten oder wenns WLAN streickt etc. Diese Techniker fuhren zu mir ins Büro gaben ihren alten Laptop mit Windows 98 ab und bekamen von mir ein neues Dell Modell mit Windows 8. Anschließend folgte ein 2 stündiges Gespräch, indem ich noch abschließend Programme installierte für die ich seine Zugangskennung brauchte, und ihm nebenbei erklärte was ich da mache, wie er sich per UMTS/LTE ins Internet einwählt und so zeug.. 4 Gespräche pro tag.. war man früher fertig durfte man heim oder kam mal 10 Minuten zu spät wegen Stau war das kein Beinbruch. Und festes Gehalt dazu.. Rückblickend muss ich sagen das war die schönste Zeit meines Lebens

Die Jobs die ich davor gemacht hab.. Jap da ging ich Anfangs immer total motiviert rein.. 1 Wochen einarbeiten.. merken wies in dem Betrieb abläuft.. 2 Monate kämpfen und dann stellen sich immer so Gedanken ein.. Was mach ich da ich verschwende meine Zeit und hab am Monatsende dann nichtmal was aufm Konto! (400 euro - 180 euro sozialversicherung.. ein Monat arbeit für 220 euro...) das ist wie "Zeitungaustragen fürn 5er damit man beweist dass man kein Geld will sondern gerne Arbeitet" .. was ist das denn für ne Logik.. ich arbeite auch gerne viel und hart aber ich möchte am Ende des Monats auch das Gefühl haben dass sich das gelohnt hat.
Ich erzähl mal ein krasses Beispiel damit man mich hier versteht.. Mein Job als Lagerhelfer.. Kommissionierer heißt das.

Man hat ein Scanner mit Touchdisplay an der Hand und muss kisten die über ein laufband angerollt kommen mit ware füllen die man aus regalen holt.. Wo die ware zu finden ist steht auf dem display auf der hand sobald man die kiste anscannt...
Im Prinzip ein simpler Job. Wenn da nicht die hohen Anforderungen wären. sagen wir in eine Kiste müssen 2 Artikel.. die Regale der 2 Artikel liegen 200m voneinander entfernt.. jeder Artikel zählt als 1 Auftrag.. 400 Aufträge in 1 Stunde.. ich habs mir damals irwie so ausgerechnet.. 8 sekunden zeit zwischen den Artikeln.. nun wäre das sogar schaffbar, wenn die artikel alle immer wunderbar zugänglich im regal stehen würden.. leider ist manchmal auch ein regal leer.. keine ersatzkiste da.. man muss erst im Lager eine suchen gehen.. dabei verliert man 10 min.. wo man schon wieder hätte 100 aufräge machen müssen oder so.. um das ganze mal abzukürzen..
meine chefs kamen immer wieder mit so sprüchen.. "du musst mal dein Tempo ankurbeln.. sogar die 50 jährige aus Gruppe 3 ist schneller als du"..
und das konnte halt locker nicht sein.. ich hab mich von diesen Stichelein "motivieren" lassen.. Hab jeden tag 2-3 Rockstar Energydrinks getrunken, bin als einziger mehr gerannt als gegangen in der Halle.. und war trotzdem nur durchschnitt..

irwann später hab ich dann von einer Kollegin erfahren.. ich tat ihr so Leid, deswegen hat sie mir einen Trick (eigentlich DEN Trick) gezeigt den alle hier machen. Scan die kiste an schau wo du hin musst.. scan die kiste wieder ab (dann vergeht keine Zeit).. sobald du beim regal bist scan die kiste an scan die ware an scan die kiste ab..
unglaublich aber die Mitarbeiter bescheißen da alle! und ich idiot buckel mir wirklich den arsch ab um da mitzuhalten!
 

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6. Mai 2017 um 20:12
In Antwort auf protoje92

Darf ich da mal ganz blöd fragen zum letzten Absatz.. wie findet man denn heraus was einem liegt.. was man kann.. was seine Stärken sind.. was zu mir passen würde..

Das ist mir schon klar dass ich das herausfinden muss.. und ich dachte auch dafür gäbe es Beratungsstellen.. Oder irgendeinen Ratgeber. Aber überall kommt am Ende nur das gleiche Ergebnis raus.. Das kann dir keiner sagen das musst du selber herausfinden. Ja toll.. Liegt das Problem jetzt daran dass ich keine Stärken hab, oder dass ich diese Stärken nicht einer idealen Arbeitsstelle zuordnen kann, oder dass ich noch garnicht weiß welche Stärken für welche Jobs wichtig sind.. bzw. was man in den Jobs genau macht..

Das hab ich auch in anderen Antworten gelesen "Lies dir genau durch was der Betrieb macht".. Ok gut, viele IT-Unternehmen haben sich auf irgendwas Spezialisiert. Software von Schiffsterminals.. Homepage erstellung.. Kanalinspektionsroboter.. etc. aber viele IT-Unternehmen nennen sich auch einfach nur "Dienstleister" im Internet.. Das "So sollte Ihr Profil aussehen".. und "Das erwarten Sie für Aufgaben".. ist oft immer der gleiche "Standardjargon".. und man hat hinterher immernoch nicht wirklich eine genau Vorstellung was der Betrieb selber jetzt macht. Das erfährt man dann oft erst aufm Bewerbungsgespräch. Genau wie die ganzen Zusatzkenntnisse die verlangt waren die nicht explizit auf der Homepage stand wie "ach ja 5 Jahre berufserfahrung wäre nice". Und manchmal sind die Fragen auf Bewerbungsgesprächen echt lächerlich.. Ich möchte hier keine Namen nennen aber bei einer Firma fragte man mich "welche ALT+ ... " Befehle kennen sie auswendig?".. ich guck ihn verdutzt an.. neben ihm steht ein laufender PC.. "in 2 sekunden hab ich ihnen auf Google ne Liste mit ALLEN Befehlen rausgesucht... sowas muss sich ein ITler jetzt nicht unbedingt auswendig im Kopf merken haha.." ein Paar konnte ich denen nennen, aber scheinbar nicht genug.. hätte er mich mal lieber gefragt was der Unterschied zwischen nem x86 und x64 Prozessor ist oder was vernünftigtes ...

Zum Lustlos muss ich noch dazu sagen.. Da hast du sogar teilweise Recht. Aber..

In meinem 4 Monatigen Job bei T-Systems als It-Rollout Techniker.. da hatte ich wirklich spaß dran! Und die Arbeit war auch nicht kompliziert.. Meine Kunden waren die Techniker die beim Verbraucher z.B. nach Hause kommen um den Router einzurichten oder wenns WLAN streickt etc. Diese Techniker fuhren zu mir ins Büro gaben ihren alten Laptop mit Windows 98 ab und bekamen von mir ein neues Dell Modell mit Windows 8. Anschließend folgte ein 2 stündiges Gespräch, indem ich noch abschließend Programme installierte für die ich seine Zugangskennung brauchte, und ihm nebenbei erklärte was ich da mache, wie er sich per UMTS/LTE ins Internet einwählt und so zeug.. 4 Gespräche pro tag.. war man früher fertig durfte man heim oder kam mal 10 Minuten zu spät wegen Stau war das kein Beinbruch. Und festes Gehalt dazu.. Rückblickend muss ich sagen das war die schönste Zeit meines Lebens

Die Jobs die ich davor gemacht hab.. Jap da ging ich Anfangs immer total motiviert rein.. 1 Wochen einarbeiten.. merken wies in dem Betrieb abläuft.. 2 Monate kämpfen und dann stellen sich immer so Gedanken ein.. Was mach ich da ich verschwende meine Zeit und hab am Monatsende dann nichtmal was aufm Konto! (400 euro - 180 euro sozialversicherung.. ein Monat arbeit für 220 euro...) das ist wie "Zeitungaustragen fürn 5er damit man beweist dass man kein Geld will sondern gerne Arbeitet" .. was ist das denn für ne Logik.. ich arbeite auch gerne viel und hart aber ich möchte am Ende des Monats auch das Gefühl haben dass sich das gelohnt hat.
Ich erzähl mal ein krasses Beispiel damit man mich hier versteht.. Mein Job als Lagerhelfer.. Kommissionierer heißt das.

Man hat ein Scanner mit Touchdisplay an der Hand und muss kisten die über ein laufband angerollt kommen mit ware füllen die man aus regalen holt.. Wo die ware zu finden ist steht auf dem display auf der hand sobald man die kiste anscannt...
Im Prinzip ein simpler Job. Wenn da nicht die hohen Anforderungen wären. sagen wir in eine Kiste müssen 2 Artikel.. die Regale der 2 Artikel liegen 200m voneinander entfernt.. jeder Artikel zählt als 1 Auftrag.. 400 Aufträge in 1 Stunde.. ich habs mir damals irwie so ausgerechnet.. 8 sekunden zeit zwischen den Artikeln.. nun wäre das sogar schaffbar, wenn die artikel alle immer wunderbar zugänglich im regal stehen würden.. leider ist manchmal auch ein regal leer.. keine ersatzkiste da.. man muss erst im Lager eine suchen gehen.. dabei verliert man 10 min.. wo man schon wieder hätte 100 aufräge machen müssen oder so.. um das ganze mal abzukürzen..
meine chefs kamen immer wieder mit so sprüchen.. "du musst mal dein Tempo ankurbeln.. sogar die 50 jährige aus Gruppe 3 ist schneller als du"..
und das konnte halt locker nicht sein.. ich hab mich von diesen Stichelein "motivieren" lassen.. Hab jeden tag 2-3 Rockstar Energydrinks getrunken, bin als einziger mehr gerannt als gegangen in der Halle.. und war trotzdem nur durchschnitt..

irwann später hab ich dann von einer Kollegin erfahren.. ich tat ihr so Leid, deswegen hat sie mir einen Trick (eigentlich DEN Trick) gezeigt den alle hier machen. Scan die kiste an schau wo du hin musst.. scan die kiste wieder ab (dann vergeht keine Zeit).. sobald du beim regal bist scan die kiste an scan die ware an scan die kiste ab..
unglaublich aber die Mitarbeiter bescheißen da alle! und ich idiot buckel mir wirklich den arsch ab um da mitzuhalten!
 

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6. Mai 2017 um 22:19

hatte sowas ähnliches wie du. pass auf. lüg!!! lüg!!!! lügen bringt dich weiter!

also........lösch alles was in deinem lebenslauf steht. tue einfach dein realabschluss rein und alles was höher ist, verstaust du.

schreib einfach das du die letzten 5 Jahre auf dem Bau gearbeitet hast, als Aushilfe bei kleinen Bau Unternehmen. falls sie dich wegen dem jobwechsel fragen, sagst du einfach, das der job zu hart für dich ist und es dir zu stark auf die knochen geht.

deine Arbeit war speiß anmischen, steine schleppen, halt diverse maurerarbeiten. dein durchschnittlicher lohn war 9-10€ die stunde.

wenn sie dich über dein privat leben fragen. erzähl, dass du kaum hobbies hast und du mit deiner freundin ein uneheliches kind hast für das du sorgen willst und es streit gibt wegen deinem problem mit dem job. (ps.: in den papieren bist du nicht als vater eingetragen)

bei dem vorstellungsgespräch, paar tage vorher nimm eine schaufel ohne handschuhe und puddle bis du blasen an den händen hast und den tag darauf mit ausgetrockneten blasen zum vorstellungsgespräch.

geh damit z.b.: in die metallindustrie als aushilfe whatever, lüge einfach probier einfach paar sachen aus. falls sie dir auf schliche kommen, kanns dir egal sein und sagst einfach "wie soll ich sonst an einen job kommen hautzutage?"

achja, du bist ein versager. komm damit klar und hör auf zu träumen. sieh zu das kohle in die tasche fällt und genieß einfach das leben. mach was du willst.

glaub mir die ausbilder haben vorstellungen. wenn sie merken, dass du zu klug bist, fühlen sich schon eingeschüchtert und haben nachher angst, dass du nach einigen jahren hocharbeitest und ihnen den job klaust oder du einfach zu schlecht bist und dann halt fair mit dir umgehen.

 glaub mir das sind alles !@#*!nsoehne, vertrau niemanden zu viel! sag das was sie zu wissen brauchen, auch wenns gelogen ist. gib ihnen das gefühl, dass sie über dir stehen können.



 

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7. Mai 2017 um 9:27
In Antwort auf protoje92

Darf ich da mal ganz blöd fragen zum letzten Absatz.. wie findet man denn heraus was einem liegt.. was man kann.. was seine Stärken sind.. was zu mir passen würde..

Das ist mir schon klar dass ich das herausfinden muss.. und ich dachte auch dafür gäbe es Beratungsstellen.. Oder irgendeinen Ratgeber. Aber überall kommt am Ende nur das gleiche Ergebnis raus.. Das kann dir keiner sagen das musst du selber herausfinden. Ja toll.. Liegt das Problem jetzt daran dass ich keine Stärken hab, oder dass ich diese Stärken nicht einer idealen Arbeitsstelle zuordnen kann, oder dass ich noch garnicht weiß welche Stärken für welche Jobs wichtig sind.. bzw. was man in den Jobs genau macht..

Das hab ich auch in anderen Antworten gelesen "Lies dir genau durch was der Betrieb macht".. Ok gut, viele IT-Unternehmen haben sich auf irgendwas Spezialisiert. Software von Schiffsterminals.. Homepage erstellung.. Kanalinspektionsroboter.. etc. aber viele IT-Unternehmen nennen sich auch einfach nur "Dienstleister" im Internet.. Das "So sollte Ihr Profil aussehen".. und "Das erwarten Sie für Aufgaben".. ist oft immer der gleiche "Standardjargon".. und man hat hinterher immernoch nicht wirklich eine genau Vorstellung was der Betrieb selber jetzt macht. Das erfährt man dann oft erst aufm Bewerbungsgespräch. Genau wie die ganzen Zusatzkenntnisse die verlangt waren die nicht explizit auf der Homepage stand wie "ach ja 5 Jahre berufserfahrung wäre nice". Und manchmal sind die Fragen auf Bewerbungsgesprächen echt lächerlich.. Ich möchte hier keine Namen nennen aber bei einer Firma fragte man mich "welche ALT+ ... " Befehle kennen sie auswendig?".. ich guck ihn verdutzt an.. neben ihm steht ein laufender PC.. "in 2 sekunden hab ich ihnen auf Google ne Liste mit ALLEN Befehlen rausgesucht... sowas muss sich ein ITler jetzt nicht unbedingt auswendig im Kopf merken haha.." ein Paar konnte ich denen nennen, aber scheinbar nicht genug.. hätte er mich mal lieber gefragt was der Unterschied zwischen nem x86 und x64 Prozessor ist oder was vernünftigtes ...

Zum Lustlos muss ich noch dazu sagen.. Da hast du sogar teilweise Recht. Aber..

In meinem 4 Monatigen Job bei T-Systems als It-Rollout Techniker.. da hatte ich wirklich spaß dran! Und die Arbeit war auch nicht kompliziert.. Meine Kunden waren die Techniker die beim Verbraucher z.B. nach Hause kommen um den Router einzurichten oder wenns WLAN streickt etc. Diese Techniker fuhren zu mir ins Büro gaben ihren alten Laptop mit Windows 98 ab und bekamen von mir ein neues Dell Modell mit Windows 8. Anschließend folgte ein 2 stündiges Gespräch, indem ich noch abschließend Programme installierte für die ich seine Zugangskennung brauchte, und ihm nebenbei erklärte was ich da mache, wie er sich per UMTS/LTE ins Internet einwählt und so zeug.. 4 Gespräche pro tag.. war man früher fertig durfte man heim oder kam mal 10 Minuten zu spät wegen Stau war das kein Beinbruch. Und festes Gehalt dazu.. Rückblickend muss ich sagen das war die schönste Zeit meines Lebens

Die Jobs die ich davor gemacht hab.. Jap da ging ich Anfangs immer total motiviert rein.. 1 Wochen einarbeiten.. merken wies in dem Betrieb abläuft.. 2 Monate kämpfen und dann stellen sich immer so Gedanken ein.. Was mach ich da ich verschwende meine Zeit und hab am Monatsende dann nichtmal was aufm Konto! (400 euro - 180 euro sozialversicherung.. ein Monat arbeit für 220 euro...) das ist wie "Zeitungaustragen fürn 5er damit man beweist dass man kein Geld will sondern gerne Arbeitet" .. was ist das denn für ne Logik.. ich arbeite auch gerne viel und hart aber ich möchte am Ende des Monats auch das Gefühl haben dass sich das gelohnt hat.
Ich erzähl mal ein krasses Beispiel damit man mich hier versteht.. Mein Job als Lagerhelfer.. Kommissionierer heißt das.

Man hat ein Scanner mit Touchdisplay an der Hand und muss kisten die über ein laufband angerollt kommen mit ware füllen die man aus regalen holt.. Wo die ware zu finden ist steht auf dem display auf der hand sobald man die kiste anscannt...
Im Prinzip ein simpler Job. Wenn da nicht die hohen Anforderungen wären. sagen wir in eine Kiste müssen 2 Artikel.. die Regale der 2 Artikel liegen 200m voneinander entfernt.. jeder Artikel zählt als 1 Auftrag.. 400 Aufträge in 1 Stunde.. ich habs mir damals irwie so ausgerechnet.. 8 sekunden zeit zwischen den Artikeln.. nun wäre das sogar schaffbar, wenn die artikel alle immer wunderbar zugänglich im regal stehen würden.. leider ist manchmal auch ein regal leer.. keine ersatzkiste da.. man muss erst im Lager eine suchen gehen.. dabei verliert man 10 min.. wo man schon wieder hätte 100 aufräge machen müssen oder so.. um das ganze mal abzukürzen..
meine chefs kamen immer wieder mit so sprüchen.. "du musst mal dein Tempo ankurbeln.. sogar die 50 jährige aus Gruppe 3 ist schneller als du"..
und das konnte halt locker nicht sein.. ich hab mich von diesen Stichelein "motivieren" lassen.. Hab jeden tag 2-3 Rockstar Energydrinks getrunken, bin als einziger mehr gerannt als gegangen in der Halle.. und war trotzdem nur durchschnitt..

irwann später hab ich dann von einer Kollegin erfahren.. ich tat ihr so Leid, deswegen hat sie mir einen Trick (eigentlich DEN Trick) gezeigt den alle hier machen. Scan die kiste an schau wo du hin musst.. scan die kiste wieder ab (dann vergeht keine Zeit).. sobald du beim regal bist scan die kiste an scan die ware an scan die kiste ab..
unglaublich aber die Mitarbeiter bescheißen da alle! und ich idiot buckel mir wirklich den arsch ab um da mitzuhalten!
 

nun, Du solltest Deine Stärken und Schwächen besser kennen als alle anderen - Berater inklusive.

Ich kann Dir das mal für mich zusammenschreiben - aber für Dich weiß ich es eben nicht.
Ich bin auch Informatiker, spezialisiert auf Daten und Datenbanken.
Was mir ganz und gar nicht liegt ist dieses "mit Menschen arbeiten" - also Arzthelferin wäre mein absoluter Albtraum. Den ganzen Tag schnattern und den ganzen Tag lächeln, immer schön nett und freundlich sein - würde ich zügig durchdrehen.
Was ich hingegen mag und was mir liegt - sind Logik und Analytik. Ich liebe es an Themen zu "tüfteln", etwas in viele kleine Algorythmen zu zerlegen, so lange zu drehen und zu wendenund neu zusammen zu setzen, bis man die Lösung gefunden hat. Wenn bei einem Computerprogramm etwas nicht funktioniert oder "komische" Ergebnisse liefert, gibt es IMMER eine logische Erklärung, es gilt nur, die zu finden.
Deswegen bin ich Informatiker und keine Arzthelferin - und ich LIEBE meinen Job.
Klar, nicht jeden Teil davon, es gibt immer Aufgaben, die man nicht mag, aber die meisten - definitiv.

"Was der Betrieb jetzt macht" steht auch selten in der Stellenanzeige. ABER so ziemlich jedes Unternehmen hat ja eine Homepage im Netz. Da steht dann, was sie anbieten, im welchem Sektor, wer deren Kunden sind...
Sehe ich dann, dass das Unternehmen ... sagen wir im Medizinischen Sektor arbeitet, werde ich in meiner Bewerbung hervorheben, dass ich aus einer Ärztefamilie bin und damit so einiges vom "Jargon" der Ärzte kenne, weiß wie die ticken, die Abläufe kenne - usw.
Lese ich da, dass die Kunden den Unternehmens beispielsweise im Marketing bei anderen Unternehmen arbeiten, lasse ich in meiner Bewerbung die Ärztefamilie raus und betone, dass ich WIRTSCHAFTS-Informatik studiert habe - und somit auch durchaus BWL - Kenntnisse habe, die Kunden super verstehen kann, weiß, was die wollen, was für die wichtig ist, was sie interessieren könnte...
Ist das Unternehmen im gastronomischen Bereich, lasse ich beides weg und betone dafür, dass ich schon mal in einem IT - Unternehmen gearbeitet habe, was für die Gastronomie Systeme entwickelt hat...

Ja, diese Tricks gibt es in fast jedem Unternehmen. Gehst Du im Aldi oder Lidl einkaufen? Beobachte die Kassierinnen mal. Immer wenn ein Kunde an der Kasse ewig braucht, setzen die Ihre Kasse auf Pause. Aus dem gleichen Grund, sonst ist die Durchschnittszeit pro Artikel / Bon (oder was auch immer da zählt, das habe ich noch nie gemacht) - zu hoch. In so ziemlich jedem Job wird es das geben.

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