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Ich kann nicht mit mir alleine sein!

5. April 2008 um 20:57 Letzte Antwort: 6. April 2008 um 10:30

Irgendwie bin ich rastlos. Ich kann nicht mit mir alleine sein. Immer versuche ich Kontakt mit anderen Menschen zu haben. Ich brauche immer das Gefühl, dass mich jemand "mag".

Entweder verabrede ich mich oft mit Freunden, nehme viele Ehrenämter an, die ich recht gut erfülle und daher viel gelobt werde. Wenn daheim nichts los ist, dann hänge ich ständig in Chats rum und versuche Männer (ohne große Hintergedanken) aufzureissen. Das Erfolgserlebnis tut mir gut.

Sicher kann ich auch mal eine gewisse Zeit ein gutes Buch lesen oder gehe gerne einkaufen, aber bald zieht es mich wieder "unter Leute" oder an den PC.

Natürlich hänge ich auch sehr an meinem Ehemann. Wir telefonieren mehrmals täglich, ich schreibe ihm emails in die Arbeit. Abends warte ich schon darauf, dass er heimkommt. Dann hänge ich den ganzen Abend an ihm wie eine Klette.

Ich kann ganz schlecht putzen, basteln oder handwerken. Nach kurzer Zeit hänge ich wieder am Telefon oder im Chat. Dieses Mit-Mir-Selber-Beschäftigen regt mich auf.

Woran mag das liegen, dass ich so sehr auf der Suche nach diesem positiven Feedback bin?

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5. April 2008 um 21:33

Mir ging es auchmal so
hallo unglücksmaus! ich kann dich gut verstehen, so ähnlich wie dir ging es mir auchmal. nicht so extrem aber es ging so in die richtung...

mittlerweile ist es besser, aber nochnicht ganz ok.

woran lag es? ich weiß es nicht zu 100%... ich war einfach nicht mit mir selbst im reinen... meine gedanken waren total chaotisch. wenn ich alleine war, brach eine wahre gedankenflut über mir zusammen, das habe ich nicht ertragen. wenn ich mit anderen zusammen war war ich abgelenkt, meine gedanken konnten mir nichtsmehr anhaben.

wie habe ich es wegbekommen? ich habe jemanden kennengelernt, mit dem ich sehr gut reden konnte. wir sind zusammen ins fitnessstudio gegangen und er hat mir zugehört und mir geholfen, klarheit in meine gedanken zu bringen. so etwa einen monat haben wir uns ca 3mal die woche getroffen und im fitnessstudio oder so miteinander geredet. ich habe in der zeit sehr wenig geschlafen weil auch die müdigkeit half, mich von mir selber abzulenken.

ich habe auch eine psychotherapie gemacht, weil ich große angst im dunkeln hatte. mit meinem therapeuten konnte ich aber auch über mein gefühls- und gedankenchaos reden. die therapie habe ich vor einer woche beendet weil es mir jetzt schon viel besser geht. ich kann wieder alleine sein. meine gedanken ertrage ich immer noch nicht so gut, aber ich arbeite daran... wie? indem ich mit anderen über meine probleme spreche...

hast du mal mit deinem mann darüber gesprochen? vielleicht kann dir da aber auch jemand anders besser helfen. hast du vielleicht eine gute freundin? vielleicht könntest du auch versuchen, eine psychotherapie zu machen... die ersten 5 sitzungen (probatorische sitzungen) bezahlt jede krankenkasse, da könntest du einfach mal schauen, wie du es findest.

ich hoffe dass du das problem bald in den griff bekommst.

liebe grüße

doro

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5. April 2008 um 22:01
In Antwort auf mariah_12944686

Mir ging es auchmal so
hallo unglücksmaus! ich kann dich gut verstehen, so ähnlich wie dir ging es mir auchmal. nicht so extrem aber es ging so in die richtung...

mittlerweile ist es besser, aber nochnicht ganz ok.

woran lag es? ich weiß es nicht zu 100%... ich war einfach nicht mit mir selbst im reinen... meine gedanken waren total chaotisch. wenn ich alleine war, brach eine wahre gedankenflut über mir zusammen, das habe ich nicht ertragen. wenn ich mit anderen zusammen war war ich abgelenkt, meine gedanken konnten mir nichtsmehr anhaben.

wie habe ich es wegbekommen? ich habe jemanden kennengelernt, mit dem ich sehr gut reden konnte. wir sind zusammen ins fitnessstudio gegangen und er hat mir zugehört und mir geholfen, klarheit in meine gedanken zu bringen. so etwa einen monat haben wir uns ca 3mal die woche getroffen und im fitnessstudio oder so miteinander geredet. ich habe in der zeit sehr wenig geschlafen weil auch die müdigkeit half, mich von mir selber abzulenken.

ich habe auch eine psychotherapie gemacht, weil ich große angst im dunkeln hatte. mit meinem therapeuten konnte ich aber auch über mein gefühls- und gedankenchaos reden. die therapie habe ich vor einer woche beendet weil es mir jetzt schon viel besser geht. ich kann wieder alleine sein. meine gedanken ertrage ich immer noch nicht so gut, aber ich arbeite daran... wie? indem ich mit anderen über meine probleme spreche...

hast du mal mit deinem mann darüber gesprochen? vielleicht kann dir da aber auch jemand anders besser helfen. hast du vielleicht eine gute freundin? vielleicht könntest du auch versuchen, eine psychotherapie zu machen... die ersten 5 sitzungen (probatorische sitzungen) bezahlt jede krankenkasse, da könntest du einfach mal schauen, wie du es findest.

ich hoffe dass du das problem bald in den griff bekommst.

liebe grüße

doro

Beim Psychotherapeuten...
war ich schon. Irgendwie kam er mit mir nicht klar.
Wenn er mich was fragte, fing ich oft schnell zu weinen an. Er fand mein Verhalten kindlich und mein Weinen künstlich/unecht.
Nachdem ich mein "Anliegen" an ihn nicht konkret formulieren konnte (nach 5 Sitzungen), sagte er mir, dass ich nicht mehr kommen soll. Er könnte mir nicht helfen.

Es ist in der Tat so, dass ich es hasse, Entscheidungen zu treffen. Zumindest solche, die mich selber betreffen. Für mein Umfeld (z.B. Kinder/Schule) bin ich sehr konkret und entschlussfreudig. Aber wenn es um mich geht, owei.

Vielleicht liegt es an meiner Erziehung, in der meine beiden Eltern und auch mein Großvater sehr dominant waren? Vielleicht liegt es an meinem Sternzeichen samt Aszendenten? Keine Ahnung.

Ich weiß noch nicht mal, was ich denken würde, wenn ich "unabgelenkt" wäre.

Vielleicht sollte ich es einfach mal versuchen, ein paar Minuten am Tag nichts zu tun und aus dem Fenster gucken.

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5. April 2008 um 22:09

Ich bin unzufrieden..
damit, wie ich mich verhalte.

Ich möchte gerne eigenständiger sein, doch bin ich es nicht. Ich bin abhängig vom Geld meines Mannes und abhängig davon, dass meine Eltern mich immer wieder irgendwie unterstützen. Sei es durch Babysitting, Hilfe in Haus & Garten, teilweise auch finanziell.

Ausser Kindererziehung, Hauspflege und der Bewunderung meines Mannes mache ich nicht wirklich was besonderes in meinem Leben.

Arbeiten würde ich gerne (war sogar mal Senior Tax Managerin/Teamleitung Bilanzierung & Finanzbuchhaltung), aber in Ermangelung eines solchen Jobs in Teilzeit, sitze ich mein Leben also daheim ab und beschäftige mich mit belangloser Kommunikation in chats.


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6. April 2008 um 10:30

Falscher psychotherapeut
hm,naja, also wenn das bei dir wirklich so krass ist, dann geht halt nicht irgendein psychotherapeut... du könntest vielleicht noch einen anderen ausprobieren?

vielleicht ist das auch nicht der richtige weg... hast du mal mit deinem hausarzt darüber gesprochen? vielleicht könntest du ja erst einen etwas angenehmeren zustand herbeiführen indem du medikamente nimmst, und dann eben bei der therapie etwas gefasster bist, und sie dir dadurch auch mehr bringt...
hast du denn einen guten hausarzt? vielleicht solltest du mit ihm mal darüber sprechen.

liebe grüße

whenthesunshines

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