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Ich kann nicht mit meinen Fehlern umgehen...

1. Januar 2006 um 21:08

Hallo,

ich habe in letzter Zeit ein Problem damit, wenn ich Fehler mache.

Sei es in der Arbeit oder auch in der Freizeit.

In der Arbeit sind es ja auch keine katastrophalen Fehlleistungen. Ich bin halt unkonzentriert und überarbeitet und übersehe dann immer mal wieder etwas. Es bekommt dann halt die halbe Firma mit, dass da etwas schief gelaufen ist, dann entschuldigt man sich und damit ist es eigentlich auch ausgestanden. Das schlimmste was mir passiert, ist dass mein Chef meint, ich solle mich halt zusammenreißen und besser aufpassen.
Aber mir geht so etwas tagelang nach. Ich kann dann kaum schlafen deswegen.

Oder auch im Privatleben: Ich habe eine Nachspeise transportiert und dabei wurde der Autositz eines Freundes schmutzig. Er war ja nicht mal richtig sauer, aber ich bin schon seit zwei Tagen deswegen geknickt.

Was soll ich nur machen, dass ich das etwas leichter nehme? Ich habe auch Angst, dass mir mal etwas wirklich Schlimmes passiert: Dass ich mit dem Auto einen Radfahrer übersehe und anfahre etc. Trotz größter Sorgfalt (ich hatte noch nie einen Unfall mit mehr als einer Delle im Auto) kann man sich da doch niemals ganz sicher sein.

Aber andere Menschen machen sich darüber einfach keine Gedanken. Die fahren halt, passen auf so gut sie können, und hoffen, dass es gut geht.

Irgendwie stimmt da bei mir etwas in der Beziehung nicht, wie kann man denn da etwas mehr Gelassenheit lernen? Wie geht ihr denn mit Fehlern um?

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1. Januar 2006 um 22:27

Ganz so ist das nicht!
Während des lesens Deines Textes kam mir eine gewisse Ahnung und der eine Satz von Dir hat sie bestätigt:

>>andere Menschen machen sich darüber einfach keine Gedanken. Die fahren halt, passen auf so gut sie können, und hoffen, dass es gut geht.<<

Genau so ist es eben nicht. Die anderen haben einfach mehr Vertrauen in sich selber und in ihre Fähigkeiten. Es ist nicht so, dass sie den Kopf in den Sand stecken und "hoffen", dass es gut geht. Sie handeln nach bestem menschlichen Wissen und Gewissen und damit ist es gut - muss es sogar sein!!
Ich denke es hapert bei Dir massiv an Selbstvertrauen - Du selber traust Dir nicht(s) (zu). Es ist menschlich Fehler zu machen. Und solange sie nicht aus Dummheit, Ignoranz oder Leichtsinn begangen werden - bzw. niemand dabei drastisch zu schaden kommt, ist es auch legitim!
Du solltest einen Unterschied zwischen faktischer Kritik an Deinem Handeln bzw. Deinen Mißgeschicken machen und Kritik an Deiner Persönlichkeit, denn damit ist diese nicht kritisiert! DU bist deswegen kein schlechter Mensch! Genau das ist z.B. eine Schwierigkeit für die Notengebung an Schulen - die Kiddis lernen oft nicht, dass die (schlechte) Note sich auf ihre LEISTUNG bezieht und sie nicht als Mensch mit "mangelhaft" oder sogar "unbefriedigend" abstempelt.
Und Missgeschicke machen einen ja erst zu etwas besonderm Wie schrecklich wäre es, wenn wir alle perfekt wären...!!

Ich kann Dir nur raten, steck Dir selber Grenzen. Du bist ein Mensch und wenn Du Dich in einem gesunden Maße so verhälst, dass Du sagen kannst "ich habe mein bestes getan", dann ist es ok. Sicher solltest Du Dich mies fühlen, wenn Du in einer geschlossenen Ortschaft mit 70 Sachen einen Radfahrer anfährst, aber das würde Dir garantiert nie passieren, gell?

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1. Januar 2006 um 22:45
In Antwort auf belgin_12345366

Ganz so ist das nicht!
Während des lesens Deines Textes kam mir eine gewisse Ahnung und der eine Satz von Dir hat sie bestätigt:

>>andere Menschen machen sich darüber einfach keine Gedanken. Die fahren halt, passen auf so gut sie können, und hoffen, dass es gut geht.<<

Genau so ist es eben nicht. Die anderen haben einfach mehr Vertrauen in sich selber und in ihre Fähigkeiten. Es ist nicht so, dass sie den Kopf in den Sand stecken und "hoffen", dass es gut geht. Sie handeln nach bestem menschlichen Wissen und Gewissen und damit ist es gut - muss es sogar sein!!
Ich denke es hapert bei Dir massiv an Selbstvertrauen - Du selber traust Dir nicht(s) (zu). Es ist menschlich Fehler zu machen. Und solange sie nicht aus Dummheit, Ignoranz oder Leichtsinn begangen werden - bzw. niemand dabei drastisch zu schaden kommt, ist es auch legitim!
Du solltest einen Unterschied zwischen faktischer Kritik an Deinem Handeln bzw. Deinen Mißgeschicken machen und Kritik an Deiner Persönlichkeit, denn damit ist diese nicht kritisiert! DU bist deswegen kein schlechter Mensch! Genau das ist z.B. eine Schwierigkeit für die Notengebung an Schulen - die Kiddis lernen oft nicht, dass die (schlechte) Note sich auf ihre LEISTUNG bezieht und sie nicht als Mensch mit "mangelhaft" oder sogar "unbefriedigend" abstempelt.
Und Missgeschicke machen einen ja erst zu etwas besonderm Wie schrecklich wäre es, wenn wir alle perfekt wären...!!

Ich kann Dir nur raten, steck Dir selber Grenzen. Du bist ein Mensch und wenn Du Dich in einem gesunden Maße so verhälst, dass Du sagen kannst "ich habe mein bestes getan", dann ist es ok. Sicher solltest Du Dich mies fühlen, wenn Du in einer geschlossenen Ortschaft mit 70 Sachen einen Radfahrer anfährst, aber das würde Dir garantiert nie passieren, gell?

Danke oyster
ich glaube du has recht. Ich habe den Satz

>>Du solltest einen Unterschied zwischen faktischer Kritik an Deinem Handeln bzw. Deinen Mißgeschicken machen und Kritik an Deiner Persönlichkeit, denn damit ist diese nicht kritisiert! <<

jetzt dreimal gelesen. Und ich glaube bei mir gibt es da wirklich keinen Unterschied. Irgendwie verstehe ich den Satz nicht mal wirklich. Wenn ich was versemmel, dann war das doch ich. Und dann werde auch ich kritisiert?

Was soll man da trennen? Es ist doch meine Persönlichkeit, die mich unkonzentriert macht. Das war doch mein Fehler, natürlich trifft dann die Kritik meine Persönlichkeit ??

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1. Januar 2006 um 23:08
In Antwort auf lesedi_12667366

Danke oyster
ich glaube du has recht. Ich habe den Satz

>>Du solltest einen Unterschied zwischen faktischer Kritik an Deinem Handeln bzw. Deinen Mißgeschicken machen und Kritik an Deiner Persönlichkeit, denn damit ist diese nicht kritisiert! <<

jetzt dreimal gelesen. Und ich glaube bei mir gibt es da wirklich keinen Unterschied. Irgendwie verstehe ich den Satz nicht mal wirklich. Wenn ich was versemmel, dann war das doch ich. Und dann werde auch ich kritisiert?

Was soll man da trennen? Es ist doch meine Persönlichkeit, die mich unkonzentriert macht. Das war doch mein Fehler, natürlich trifft dann die Kritik meine Persönlichkeit ??

Klar
hängt das zusammen, deshalb hatte ich noch das Beispiel von den Schulnoten erwähnt.
Es ist halt wichtig sich selber klar zu machen "ich habe einen Fehler gemacht, aus diesen und jenen Gründen. Das sollte nicht nochmal passieren, also ändere ich dieses und jenes..." Aber es ist FALSCH zu denken oder das Empfinden zu haben, wegen dieses Fehlers nun ein schlechter Mensch zu sein! Ein Kind ist auch kein schlechter Mensch, nur weil es eine 5 nachhause bringt - aber oftmals können Kinder das nicht auseinanderhalten und FÜHLEN sich minderwertig. Womit das Fundament für ein gesundes Selbstvertrauen schon bröckelt...
Ich weiß nicht, ob diese Erklärung jetzt soviel besser war, aber ich kann es nicht anders formulieren
Fehler sind ok, sie machen einen Menschen ja erst menschlich und liebenswert. Du musst, denke ich, nur aufpasen, dass die Angst vor möglichen Fehlern Dich nicht einengt oder blockiert - und sie vielleicht gerade dann ERSTRECHT passieren.
Wenn Du den Sitz eines Freundes versaust, dann biete ihm halt an das wieder sauber zu machen und schenk ihm als Entschuldigung irgendetwas Süßes, aber deshalb darfst Du Dich nicht tagelang schlecht fühlen!

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1. Januar 2006 um 23:28
In Antwort auf belgin_12345366

Klar
hängt das zusammen, deshalb hatte ich noch das Beispiel von den Schulnoten erwähnt.
Es ist halt wichtig sich selber klar zu machen "ich habe einen Fehler gemacht, aus diesen und jenen Gründen. Das sollte nicht nochmal passieren, also ändere ich dieses und jenes..." Aber es ist FALSCH zu denken oder das Empfinden zu haben, wegen dieses Fehlers nun ein schlechter Mensch zu sein! Ein Kind ist auch kein schlechter Mensch, nur weil es eine 5 nachhause bringt - aber oftmals können Kinder das nicht auseinanderhalten und FÜHLEN sich minderwertig. Womit das Fundament für ein gesundes Selbstvertrauen schon bröckelt...
Ich weiß nicht, ob diese Erklärung jetzt soviel besser war, aber ich kann es nicht anders formulieren
Fehler sind ok, sie machen einen Menschen ja erst menschlich und liebenswert. Du musst, denke ich, nur aufpasen, dass die Angst vor möglichen Fehlern Dich nicht einengt oder blockiert - und sie vielleicht gerade dann ERSTRECHT passieren.
Wenn Du den Sitz eines Freundes versaust, dann biete ihm halt an das wieder sauber zu machen und schenk ihm als Entschuldigung irgendetwas Süßes, aber deshalb darfst Du Dich nicht tagelang schlecht fühlen!

Langsam wird es mir klar,...
... ich meine, wenn ich eine etwas schusselige, aber sehr liebenswerte Freundin hätte, wäre sie ja trotzdem liebenswert.

Ich glaube, ich werde in Zukunft einfach denken: Ja, wenn das jetzt meine Freundin gemacht hätte, wäre das dann so schlimm?
Bei jemanden anderen hätte ich da nämlich gar kein Problem damit.

Ich möchte mich nochmal bei dir bedanken, du hast mir wirklich sehr geholfen.

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2. Januar 2006 um 4:53

Ergänzung
Neben der hier angesprochenen Thematik des "Selbstbewusstseins/Selbstvertrauens" möchte ich das Thema noch um einen weiteren Faktor ergänzen. Ist zwar alles reine Theorie (ich kenn' Dich ja nicht), aber vielleicht kannst Du trotzdem etwas damit anfangen:

Für mich klingt das nach übersteigertem *Perfektionismus*. Du gestehst Dir nicht zu, auch mal Fehler zu machen. Damit baut sich natürlich auch ein ungemeiner Druck auf, der vielleicht dann erst zu "Fehlern" führt.

Wieso glaubst Du denn, dass Du immer perfekt sein musst?
Wer erwartet(e) von Dir, immer perfekt zu sein?
Wenn Du mal den Ursprung und die Zusammenhänge ergründest, weswegen Du so hart mit Dir ins Gericht gehst, wird Dir vielleicht einiges klarer.
Oftmals findet sich in der Biographie eine Person (Eltern, Partner, etc.) die sehr hohe Ansprüche an einen hatte bzw. wo man durch "perfektes" Verhalten versucht hat, dessen Anerkennung oder gar Liebe zu bekommen (oft unterstellt man diesen Personen bloß das hohe Anspruchsdenken und man versucht sozusagen einer Illusion gerecht zu werden).

Ein Weg, sich davon zu lösen ist z.B. sich von dem Anspruchsdenken dieser Person loszusagen ("das brauche ich nicht mehr", "dich brauche ich nicht mehr", "du tust mir nicht gut"). Wenn Du Dich also von Deinem imaginären Richter trennst, loslässt, kannst Du endlich ganz bei Dir sein und Dich, unabhängig von den (möglicherweise eingebildeten) Erwartungen anderer, annehmen.

Desweiteren ist es gut, seine "Fehler" anzunehmen, ja sie sogar quasi zu begrüssen(!), denn jeder Fehler eröffnet Dir die Möglichkeit, zu lernen und Dich weiterzuentwickeln. Aus jedem bearbeiteten Fehler (wobei ich dieses Wort eigentlich gar nicht so sehr mag) gehst Du als größere Person hervor und kannst Dich schon auf den nächsten *freuen*. Wenn Du krampfhaft versuchst, ihnen aus dem Weg zu gehen und möglichst alles "richtig" zu machen, hemmst Du Dich und nimmst Dir jede Menge Möglichkeiten, Dich persönlich weiterzuentwickeln.
Du wirst sehen, es entwickelt sich ein völlig neues, positives Lebensgefühl mit einem Urvertrauen in Dich und Deine Umwelt, was wiederum zu mehr positiven Erfahrungen führt, wo die sog. Fehler dann auch nicht mehr eine so überproportionale Rolle spielen.

Ach, ich hab schon so viele sogenannte Fehler gemacht - und soviel daraus gelernt und aus manchen ist sogar manchmal was unerwartet positives entstanden.

LG
Endymia

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2. Januar 2006 um 21:41
In Antwort auf xue_12298819

Ergänzung
Neben der hier angesprochenen Thematik des "Selbstbewusstseins/Selbstvertrauens" möchte ich das Thema noch um einen weiteren Faktor ergänzen. Ist zwar alles reine Theorie (ich kenn' Dich ja nicht), aber vielleicht kannst Du trotzdem etwas damit anfangen:

Für mich klingt das nach übersteigertem *Perfektionismus*. Du gestehst Dir nicht zu, auch mal Fehler zu machen. Damit baut sich natürlich auch ein ungemeiner Druck auf, der vielleicht dann erst zu "Fehlern" führt.

Wieso glaubst Du denn, dass Du immer perfekt sein musst?
Wer erwartet(e) von Dir, immer perfekt zu sein?
Wenn Du mal den Ursprung und die Zusammenhänge ergründest, weswegen Du so hart mit Dir ins Gericht gehst, wird Dir vielleicht einiges klarer.
Oftmals findet sich in der Biographie eine Person (Eltern, Partner, etc.) die sehr hohe Ansprüche an einen hatte bzw. wo man durch "perfektes" Verhalten versucht hat, dessen Anerkennung oder gar Liebe zu bekommen (oft unterstellt man diesen Personen bloß das hohe Anspruchsdenken und man versucht sozusagen einer Illusion gerecht zu werden).

Ein Weg, sich davon zu lösen ist z.B. sich von dem Anspruchsdenken dieser Person loszusagen ("das brauche ich nicht mehr", "dich brauche ich nicht mehr", "du tust mir nicht gut"). Wenn Du Dich also von Deinem imaginären Richter trennst, loslässt, kannst Du endlich ganz bei Dir sein und Dich, unabhängig von den (möglicherweise eingebildeten) Erwartungen anderer, annehmen.

Desweiteren ist es gut, seine "Fehler" anzunehmen, ja sie sogar quasi zu begrüssen(!), denn jeder Fehler eröffnet Dir die Möglichkeit, zu lernen und Dich weiterzuentwickeln. Aus jedem bearbeiteten Fehler (wobei ich dieses Wort eigentlich gar nicht so sehr mag) gehst Du als größere Person hervor und kannst Dich schon auf den nächsten *freuen*. Wenn Du krampfhaft versuchst, ihnen aus dem Weg zu gehen und möglichst alles "richtig" zu machen, hemmst Du Dich und nimmst Dir jede Menge Möglichkeiten, Dich persönlich weiterzuentwickeln.
Du wirst sehen, es entwickelt sich ein völlig neues, positives Lebensgefühl mit einem Urvertrauen in Dich und Deine Umwelt, was wiederum zu mehr positiven Erfahrungen führt, wo die sog. Fehler dann auch nicht mehr eine so überproportionale Rolle spielen.

Ach, ich hab schon so viele sogenannte Fehler gemacht - und soviel daraus gelernt und aus manchen ist sogar manchmal was unerwartet positives entstanden.

LG
Endymia

Naja, die Sache ist die...
ich bin nicht hübsch, dafür bin ich einfach zu dick. Aber ich war schon immer gut in der Schule. Natürlich habe ich aus meinen Leistungen einen guten Teil meines Selbstbewußtseins gezogen.

Nun habe ich vor 5 Monaten die Abteilung gewechselt. Und ich bin da einfach noch nicht so gut wie in meinem alten Job. Außerdem bin ich nicht mehr so nah an der Produktion als vorher. Früher bekam ich auch mal positive Rückmeldungen, jetzt bekomme ich nur noch die Fehler mit.

Ach, ich bin einfach verunsichert zur Zeit. Aber ich merke, es tut mir gut, einfach mal darüber nachzudenken und mit euch zu plaudern.

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2. Januar 2006 um 22:16

Hallo Kruemelchen
danke für deinen lieben Text.

Verstehst du das?
Der Kopf weiß ganz genau, dass da etwas schief läuft, warum fühlen wir uns trotzdem schlecht?

Irgendwie stellen wir uns doch selbst ein Bein, oder?

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2. Januar 2006 um 22:58

Ja, ich hab ein Problem mit meinem Körper
ich wiege einfach zu viel. Da läßt sich auch nicht mehr viel kaschieren. (Besser gesagt, trotz optimaler Kleidung lassen sich halt 120 Kg nicht mehr schön machen).

Und ich war letztes Jahr soo fleissig am abnehmen. Hatte auch eine weile 10 kg abgenommen. Aber dann ging einfach nichts mehr, egal wie sehr ich mich anstrenge. Und jetzt geht's wieder nach oben. GRRRRRRR
Ich konnte einfach nicht mehr. Immer Disziplin. Irgendwann ist gut.

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2. Januar 2006 um 23:32
In Antwort auf lesedi_12667366

Ja, ich hab ein Problem mit meinem Körper
ich wiege einfach zu viel. Da läßt sich auch nicht mehr viel kaschieren. (Besser gesagt, trotz optimaler Kleidung lassen sich halt 120 Kg nicht mehr schön machen).

Und ich war letztes Jahr soo fleissig am abnehmen. Hatte auch eine weile 10 kg abgenommen. Aber dann ging einfach nichts mehr, egal wie sehr ich mich anstrenge. Und jetzt geht's wieder nach oben. GRRRRRRR
Ich konnte einfach nicht mehr. Immer Disziplin. Irgendwann ist gut.

Ich bin's nochmal!
Hallo Paula!
Von Deinem Übergewicht wußte ich bisher nichts, aber es bestätigt eigentlich nur die Vermutung, dass es Dir massiv an Selbstvertrauen mangelt und ich bin mir unschlüssig, ob ich Dir raten sollte Dich selber so wie Du bist zu akzeptieren, oder ob ich Dir sagen sollte, Du müsstest tatsächlich etwas an Dir ändern. Denn - sofern Du nicht 2m groß bist - sind 120 kg definitiv zu viel. Und das meine ich nicht nur wegen der Optik, sondern auch aus medizinischer Sicht. Sorry wenn das harte Worte sind, aber ich will ehrlich sein. Abnehmen ist wohl das Horrorthema für 90% der Frauen und ich selber weiß es ist banal, aber ich kämpfe seit Jahren schon mit 4-5 kg die ich gern weg hätte und es klappt einfach nicht. Lächerlich vermutlich, oder?
Du hast zwei Möglichkeiten: entweder, Du nimmst Dich an, so wie Du bist, stehst dazu und gefällst Dir selber (was sich nicht so anhört ehrlich gesagt), oder Du musst daran etwas ändern. Von einer Freundin die 130kg gewogen hat kann ich Dir erzählen, dass ihre Krankenkasse eine OP bezahlt hat, bei der ihr ein Magenband gelegt wurde und sie seither wunderbar abgenommen hat. Vielleicht wäre das auch für Dich eine Lösung? Es waren viele Briefe und ärztliche Bescheinigungen nötig, aber es hat letztlich geklappt und ihr geht es sehr gut heute. Sie hat innerhalb eines Jahres ~40kg abgenommen und sie weiß auch, dass sie es anders nie geschafft hätte. Und das nicht weil sie faul oder träge wäre - im Gegenteil!

Eine solche Tatsache ist alles andere als förderlich für das eigene Selbstwertgefühl und wenn Du wegen dieses Mankos der Meinung bist, Du müsstest auf andere Weise für Deine Umwelt perfekt sein, dann läuft da etwas gehörig falsch und es ist Zeit, dagegen etwas zu tun...
Laß den Kopf nicht hängen, es gibt garantiert eine Lösung!

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