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Ich habe ständig Angst

10. Juli 2009 um 21:13 Letzte Antwort: 17. März 2014 um 15:38

Kurz meine Geschichte : pflegte meine Mutter 10 Jahre sie war an Krebs erkrannkt und starb vor 3Jahren. Mein Vater bekamm fast zur gleichen Zeit eine neue herzklappe ihm geht es eigentlich ganz gut. Dazu kam noch meine Scheidung.
Irgentwann vor ca 2 Jahre stand ich früh auf und ich weiß nicht wie ich es sagen soll ich fühlte mich fremd. Dann kamen körperliche Beschwerden dazu. Rannte von Arzt zu Arzt alle das gleiche sie Psyche naja gut dachte ich und fing an eine Psychoterapie zu machen.
Ständig habe ich Angst an herzversagen zu sterben oder etwas anderem.
Lag dann 4 tage im krankenhaus Verdacht auf Angina Pectoris, der Internist sagte ich leide zwar an herzrassen aber das sei Psychischer Natur und ich dürfte nach hause.
habe mir jetzt auf homeopatischer Basis Beruhigungstropfen besorgt,
ja ruhiger bin ich schon aber die körperlichen Beschwerden bleiben,
mittlerweile bin ich nur noch am Heulen und weiß nicht warum.
Tags wenn ich Einkaufen gehen will wird mir schwindlig, Atemnot, kribbeln im ganzen Körper ich denke ich laufe neben mir.
Langsam weiß ich mir keinen Rat mehr bin am ende körperlich wie seelisch.
Kennt das jemand oder hat jemand schon mal so was ähnliches erlebt.
Über eine Anrtwort würde ich mich sehr freuen, da ich mittlerweile das gefühl habe Verrückt zu werden.

Joda

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10. Juli 2009 um 23:10

Hallo Joda,
keine Sorge, du wirst nicht verrückt. Aber du brauchst Hilfe. Ich weiss, wie du dich fühlst, habe ich auch stark unter Angst gelitten. Die homeopatische Beruhigungstropfen sind da nicht sehr hilfreich. Was du brauchst, sind Medikamente gegen die Angst, die dir ein Psychiater verschreiben kann.

LG,

Lisa Coccinella (mehr auf Amazon.de)

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12. Juli 2009 um 13:05

All das kenne ich nur zu gut....
Guten Tag Joda, habe mir gerad deinen Beitrag durchgelesen und fühlte mich direkt angsprochen ,so dass ich dir nun schreibe.
Also, auch ich leide unter Panikattacken und Angstzuständen Bei mir fing das alles im April diesen Jahres an, zwei Tage vor meinem 3wöchigen Urlaub. Ich war beim Frühstücken mit meiner besten Freundin und plötzlich bekam ich das Gefühl der Luftnot, Schwindel, Herzrasen...ich dachte in diesem Moment wirklich ich müsse sterben. <ich kam ins Krankenhaus wurde jedoch nachdem EKG und Besserung der Symptome wieder nach hause geschickt. Seitdem bin ich von Arzt zu Arzt gelaufen, Kardiologe, Internist usw. Nichts wurde festgestellt. Eigentlich ja super, jedoch das diese ganzen körperlichen Symptome wirklich nur psychisch bedingt sein sollen???!!! Ich kann, und will es auch nicht glauben. Gehe ich einkaufen, bin in der Stadt oder irgendwo alleine unterwegs, so habe ich Panik das ich gleich umfallen könnte,muss immer mein Handy dabéi haben, damit ich im Falle einer Attacke ja sofort einen Arzt rufen könnte. Jetzt habe ich wieder Husten, hatte ich vor 4 Wochen bereits( angeblich eine Bronchitis- was ich jedoch auch nicht so richtig glaube) und jetzt denke ich die ganze Zeit mir könnte die Luft einfach so wegbleiben und ich habe bestimmt eine schwere Erkrankung die noch kein Arzt bisher bei mir entdeckt hat bzw. übersehen hat. Das Gefühl der Luftnot schränkt zur Zeit mein Leben massiv ein, auch fühle ich mich immr mehr nicht in der Lage zu arbeiten, was ich abernoch mache. Nur, so kann es doch nicht mehr weitergehen? Würde zu gerne auch beruflich etwas anderes machen, da ich Tag für Tag mit sehr belastenden Situationen konfrontiert werde( Klinikalltag!)Ich bin zur Zeit psychisch echt fertig und auch die körprlichen Symptome wie Müdigkeit, Lustlosigkeit machen mir sehr zu schaffen. Würde mich über einbe Antwort deinerseits freuen, vielleicht hilft es ja sich auszutauschen! Liebe Grüße und noch einen schönen tag

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12. Juli 2009 um 23:30

Ständige angst
liebe joda,

ich weiß absolut wovon du sprichst. ich habe diese ängste seit meiner kindheit. im verlauf meines erwachsenenlebens wurden sie immer stärker, bis zur unerträglichkeit. ich habe eine lange suchtkarriere hinter mir, die sich auf die angstzustände begründete. seit ca. 30 jahren mache ich, immer noch, psychotherapie.
dies ist ein langer , langer weg gewesen. heute kann ich sagen, daß ich mit diesen ängsten umgehen kann. sie sind immer noch unangenehm aber auszuhalten. ich habe in der therapie herausarbeiten können, daß alles auf geschehnisse in der frühsten kindheit fußt. ich glaube dies ist bei allen angsterkrankungen der fall. ich habe auch begriffe, daß angst viele gesichter hat, was sich körperlich und psychisch ausdrücken kann.
was ich dir sagen möchte ist: habe mut den richtigen therapeuten zu suchen, es ist selten der erstbeste. und versuche nie der angst mit alkohol oder beruhigungsmedikamenten, wie z.b. valium, herr zu werden.
wenn du möchtest können wir uns auch gern über pn austauschen. ich bin nur nicht täglich online.

ich wünsche die mut und kraft! balinor

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17. Juli 2009 um 18:50
In Antwort auf an0N_1186402599z

All das kenne ich nur zu gut....
Guten Tag Joda, habe mir gerad deinen Beitrag durchgelesen und fühlte mich direkt angsprochen ,so dass ich dir nun schreibe.
Also, auch ich leide unter Panikattacken und Angstzuständen Bei mir fing das alles im April diesen Jahres an, zwei Tage vor meinem 3wöchigen Urlaub. Ich war beim Frühstücken mit meiner besten Freundin und plötzlich bekam ich das Gefühl der Luftnot, Schwindel, Herzrasen...ich dachte in diesem Moment wirklich ich müsse sterben. <ich kam ins Krankenhaus wurde jedoch nachdem EKG und Besserung der Symptome wieder nach hause geschickt. Seitdem bin ich von Arzt zu Arzt gelaufen, Kardiologe, Internist usw. Nichts wurde festgestellt. Eigentlich ja super, jedoch das diese ganzen körperlichen Symptome wirklich nur psychisch bedingt sein sollen???!!! Ich kann, und will es auch nicht glauben. Gehe ich einkaufen, bin in der Stadt oder irgendwo alleine unterwegs, so habe ich Panik das ich gleich umfallen könnte,muss immer mein Handy dabéi haben, damit ich im Falle einer Attacke ja sofort einen Arzt rufen könnte. Jetzt habe ich wieder Husten, hatte ich vor 4 Wochen bereits( angeblich eine Bronchitis- was ich jedoch auch nicht so richtig glaube) und jetzt denke ich die ganze Zeit mir könnte die Luft einfach so wegbleiben und ich habe bestimmt eine schwere Erkrankung die noch kein Arzt bisher bei mir entdeckt hat bzw. übersehen hat. Das Gefühl der Luftnot schränkt zur Zeit mein Leben massiv ein, auch fühle ich mich immr mehr nicht in der Lage zu arbeiten, was ich abernoch mache. Nur, so kann es doch nicht mehr weitergehen? Würde zu gerne auch beruflich etwas anderes machen, da ich Tag für Tag mit sehr belastenden Situationen konfrontiert werde( Klinikalltag!)Ich bin zur Zeit psychisch echt fertig und auch die körprlichen Symptome wie Müdigkeit, Lustlosigkeit machen mir sehr zu schaffen. Würde mich über einbe Antwort deinerseits freuen, vielleicht hilft es ja sich auszutauschen! Liebe Grüße und noch einen schönen tag

Hallo
Danke für deine liebe Antwort, ich gehe momentan nur noch im nebenjob arbeiten, aber selbst das ist mir zu viel.
Arbeite als Verkäuferin in einem An und Verkauf, da bin ich groggi wenn ich dann nach Hause komme.
Du sagst z.B. beim einkaufen passiert dir sowas, war bei mir auch mal ganz schlimm " stand in der Kaufhalle da fing alles an sich um mich herum zu drehen, ich dachte ich dreh ab, verließ dann die Kaufhalle und versuchte mich nach Hause zu schleppen, nach ca. 20 min war der spuck vorbei, so ging es mir oft. Heute gehe ich wie du nur noch mit Handy außer Haus.
Ich bin psychisch wie körperlich am Ende, habe mich schon in einer Traumaklinik angemeldet, Wartezeit 1 1/2 Jahre ich hoffe es dauert nicht so lange. Mache eine Psychotherapie meine Therapoltin ist auch sehr nett vor allem Vertraue ich ihr, war bei meinem damaligem Therapolten nicht der Fall.
Da ich nicht jeden Tag hier bin meine E mail : elke68-elke@web.de
lg joda

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17. März 2014 um 15:38

Meine Erfahrung
Ich habe es zwar nicht selber erlebt und der Beitrag ist schon länger her, aber es kommt mir alles sehr bekannt vor. Meine Mutter litt unter genau denselben Problemen und sie wusste sich einfach nicht zu helfen. Sie macht jetzt seit einigen Wochen eine Selbsthypnose, die nennt sich Hypnose gegen Angst und damit erzielte sie nach und nach Erfolge. Wenn du so arg schlimme Panikattacken hast, bekommst du sie mit viel Mühe wieder weg, aber klar ist, dass du was dagegen tun musst! Mit der Zeit wurde es bei ihr besser, heute leidet sie sehr selten an Panikattacken und wenn, dann versucht sie sich wenn gerade möglich zu entspannen und sich die Selbsthypnose anzuhören und danach geht es immer. Erst vor einigen Wochen auf einem Geburtstag war das der Fall, ich brachte sie ins Schlafzimmer, legte sie hin und machte ihr die cd an und ließ sie in Ruhe. Sie kam dann nach einer halben Stunde raus und meinte es würde ihr jetzt viel besser gehen.

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