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Ich habe mich selbst verloren ACHTUNG LAAAAANG

17. Mai 2013 um 1:41

Hallo liebe Leserinnen,

ich muss das jetzt einfach alles mal los werden und hoffe auf Hilfe von euch. Ich habe leider nicht das Gefühl, dass ich mich an eine "vertrauten" Person wenden kann.
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll...

Ich beginne mit meiner Familie.
Das war schon immer schwer, ich kenne meinen richtigen Vater nicht und bin seit dem ich 3 Jahre alt bin mit meinem Stiefvater aufgewachsen zu dem ich aber eher ein freundschaftliches Verhältnis wenn man das so nennen kann (ich kann dieses Verhältnis nicht beschreiben, er hat mir nie etwas böses getan oder meinen Brüdern, ich nenne ihn auch nicht Papa sondern beim Vornamen).

Wir sind damals war ich 8 Jahre alt in einen Vorort von München gezogen und ich musste mir neue Freunde und alles suchen. Aber der Verlust von meinem besten Freund damals schmerzt immer noch. Überhaupt von der Gegend und alle waren dort, meine Oma, Freunde usw...
Als ich in dem Vorort zur Schule gegangen bin wurde ich nicht richtig angenommen und ich hatte nur eine einzige Freundin, die aber im Endeffekt doch keine war. Ich wurde also wirklich gemobbt würde man sagen.

Ich habe noch zwei kleinere Brüder, der eine also das mittlere Kind ist vom selben Papa wie ich und kennt ihn auch nicht, der Jüngste ist von meinem Stiefpapa. Ihr könnt euch vorstellen, dass der Jüngste immer bevorzugt wurde von ihm, mittlerweile auch von der Mama.
Zu meinen Brüdern habe ich ein schwaches Verhältnis.

Zu meiner Mutter, die in der Erziehung sehr inkonsequent war, was wohl an ihrem Selbstvertrauen lag weil sie immer wieder meinte wenn es Ärger gibt mögen wir sie nicht mehr, habe ich ein naja ein gutes Mutter-Tochter-Verhältnis ist etwas anderes.
Also ich komme mit ihr meistens zurecht aber es gibt sehr viele Dinge, die mich traurig machen und wütend und ich kann kaum etwas mit ihr unternehmen.

Grundsätzlich hat meine Familie kaum etwas familientechnisch unternommen.
Alle waren immer sehr mit sich selbst beschäftigt. So ein richtiges Familienleben gab es kaum.
Meine Mutter und mein Stiefvater sind Alkoholiker. Das ist ein sehr großes Problem. Beide haben eigtl. keine Freunde und auch die Bekannten sind im Laufe der Jahre immer weniger geworden. Meine Mutter hat sich ich sage mal freiwillig einsperren lassen. Sie ist eben eine Glucke. Jetzt will sie sich trennen und hat natürlich keinen Cent auf der hohen Kante.

Mein mittlerer Bruder hat viel mit Drogen zu tun, hauptsächlich Cannabis, ist aber wieder auf dem richtigen Weg, er hat jetzt eine Freundin und eine Ausbildung.
Mein kleinster Bruder ist gerade mitten in der Pubertät und hat viel Ärger in der Schule mal wieder. Er ist von einer Schule wegen dem Ärger gegangen und auf der jetzigen führt er sich auch auf.

Naja, wir waren ihm kein gutes Vorbild. Ich habe das Gymnasium abgebrochen und bin auf die Realschule gegangen, sowie mein anderer Bruder.
Ich hatte viele "Freunde" im Laufe der Zeit auf dem Gmnasium, leider die falschen, ich bin ich in Kontakt mit Dorgen gekommen.
Ich war auch in der Pubertät, wollte mir nichts sagen lassen. Ich habe mich am Ende mit allen gestritten, Lehrer, Freunde und Eltern. Dann bin ich gegangen und habe auf der Realschule mit einem sehr guten Abschluss ziemlich gut alles gemacht. War Schulsprecherin usw. Habe mich also um 180 Grad gedreht. Die Lehrer auf der Realschule haben immer gesagt sie verstehen nicht warum ich nicht auf dem Gymnasium mein Abitur gemacht habe. Ich hätte es gerne gemacht leider hat mir irgwas gefehlt um es zu schaffen.

Ich habe eine Ausbildung angefangen und möchte aber nicht in diesem Betrieb bleiben seit dem meine Chefs das wissen bin ich unten durch und ich werde wirklich heftig gemobbt. Von Angang an musste ich mir von meinem Chef sexuelle Witze und so krumme Dinge gefallen lassen. Klar als junges Mädchen oder Frau, hat man noch kein so ein Auftreten wie eine 30 Jährige oder so.
Ich hatte viel Selbstbewusstsein zu Beginn der Lehrer, alles auf der Realschule erlernt. Weil ich dort ganz alleine war aber gemerkt habe ich kann etwas.

Dieses Selbstvertrauen und -bewusstsein habe ich mittlerweile nicht mehr.
Meine Mitazubis mögen mich nicht mehr, zu Beginn schon aber es wird regelrecht gegen mich gehetzt von Seiten der Chefabteilung.
Mit meinem Freund läuft es nicht gut und jetzt komme ich zum Eigentlichen Thema.

Dieses fehlende Selbstbewusstsein ist mir bei einer Diskussion mit ihm extrem aufgefallen. Ich habe mich von ihm wirklich rumkommandieren lassen und habe Sachen gemacht, die ich in einer guten Phase meines Lebens nie getan hätte. Ich war inkonsequent. Z.Bsp. hat er mich ehr oft angelogen, wegen anderer Frauen und ich habe mir immer gesagt macht er das noch einmal verlasse ich ihn. Ob er wirklich fremd gegangen ist weiß ich nicht wirklich, manchmal gibt es Tage da bin ich mir sicher dass er das nicht getan hat, manchmal eben doch. Ich habe von Haus aus ein großes Missvertrauen was andere Menschen betrifft.
Er geht oft nicht nett mit mir um und ja ist teilweise wirklich ein Macho.
Ich mach Sachen wie gesagt, die hätte ich nie getan.
Mir liegt wirklich etwas an ihm und ich weiß bei ihm ist es genauso.
Aber mit einem Punkt komme ich einfach nicht mehr zurecht, dass ist meine Eifersucht. Teilweise wirklich übertrieben, gut er ist auch eifersüchtig, das sind wir beide aber ich bin extrem. Und ich habe ein Problem damit meine Reize einzusetzen um an ein Ziel zu kommen. Ich bin nicht hässlich zumindest sagen dass alle die ich kenne, ich selber fühle mich in meinem Körper nicht wohl und auch sonst gefällt mir eigt nichts an mir. Da gibt es auch diese und diese Tage.

Wir haben über dieses Thema diskutiert und er sieht das eben ganz anders als ich. Für mich ist dieser Punkt aber schwerwiegend. Schließlich, so weit denke ich schon, ist es wichtig für die Kindererziehung später, welche werte werden vermittelt. Was mich daran so aufregt, als ich vor langer Zeit noch alleine ausgegangen bin und ich ein Kleid angezoen habe oder was auch immer wo ich Dekolte zeige, hat er sich aufegführt. Am kommenden Samstag soll ich aber ein Dirndl anziehen, weil wir einen Manager beim Brunch treffen, der uns VIP Karten für das MotoGP-Rennen besorgen kann. Und mit meinem Dekolté habe ich einen Vorteil um an diese Karten zu kommen. Das Schlimmste ist, seine Mutter, mit der er ein sehr intensives Verhältnis hat, hat das Ganze vorgeschlagen. Ich meine Hallo? Irgwann reichts ich komme mir vor wie eine Prostituierte. Und umso länger ich darüber nachdenke, fällt mir auf, was ich mir eigtl alles gefallen lassen habe. Am Wochenden auf seine Bitte hin daheim bleiben wenn er mit den Jungs feiern geht, damit jmd daheim wartet!!!!! Solche Sachen und ich lass mir das alles gefallen...

Im Moment ist wirklich alles sehr erdrückend und belastend für mich und ich weiß selber kaum noch meine eigenen Werte, Hobbys, meine Freunde sehe ich kaum noch.... Ich fühle mich sehr alleine und irgwie im Stich gelassen.

Ich muss im Moment für meine Mutter da sein, für meinen Onkel der ein Junkie ist und auch keine rosige Vergangenheit hat. Dieser ist nach 12 Jahren, die er in Berlin gelebt hat vor 3 Wochen aus heiterem Himmel bei meiner Oma aufgekreuzt, weil er abgebrannt ist und jetzt von mir Hilfe verlangt, ich habe das Gefühl als Älteste auf meine Brüder schauen zu müssen, weil meine "Eltern" wieder mal nur auf sich schauen, da sie sich im Moment trennen und für meine Stiefvater möchte ich auch da sein. Mit meiner Oma gibt es auch ständig Streit, weil sie sehr egozentrisch ist. Und ich bin seit eine dreiviertel Jahr nur noch negativ und schlecht gelaunt, sehe alles pessimistisch und habe keinen Spaß mehr an meinem Leben mit 22 Jahren.
Ich bin völlig überfordert mit allem und weiß nicht mehr was ich tun soll.Habe auch Schulden, dadurch, dass ich mit meinem Freund zusammen wohne und mein Gehalt gekürzt wurde weil ich versetzt wurde. Natürlich sind unbezahlte Rechnungen auch meine Schuld.
Also ich habe auch viel Falsch gemacht. Aber ich erkenne mich selbst nicht mehr, in anderen schweren Zeiten konnte ich mich immer wieder aufrappeln und vorallem meinen Idealen und Werten also mir treu bleiben, aber im Moment sehe ich keine Besserung und Lösung und denke auch oft an Selbstmord. Es würde doch eh keinen kümmern... Es gäbe nur eine Problemperson weniger...
Ich kann nicht mehr, wo bin ich und wie finde ich wieder zu mir zu meiner eigenen Person zurück. Ich möchte wieder eigenen Entscheidungen treffen können und vorallem meiner Familie helfen und vlt auch mit meinem Freund zusammen bleiben... Bitte helft mir!

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26. Mai 2013 um 0:37

Schätzchen-laaaaaange Antwort ))
Liebe Diana,

ich bin nur zufällig auf diese Seite und Deine Anfrage gestoßen, möchte Dir aber gerne anworten, zumal Dir immer noch keiner geantwortet hat.

Auch ich schreibe gerne lange Mails, wirst Du ja jetzt sehen.

Ich bin Ärztin in der Allgemeinmedizin, das mag vielleicht auch der Anstoß sein, Dir zu antworten. Ich sehe allerdings auch noch viele Parallelen zu meinen Patienten und auch zu mir.
Und ich möchte nicht, daß Du irgendso einem Quacksalber im Psychointernetbereich zum Opfer fällst- ich habe gerade Psychoantworten gelesen von "Experten", die mir die Haare zu Berge steigen lassen.

Nun zu Dir: Ich nehme wahr, daß Du einfach völlig überfordert bist.
Du schaukelst Deine Ausbildung, Deine Beziehung, Deine Familie.
Du übernimmst eine enorme Verantwortung- für Dich und für Deine Familie.
Auch wenn Du schreibst, Du hast ein schwaches Verhältnis zu Deinen Brüdern, auch wenn das Verhältnis zu Deiner Mutter so lala ist, Du hast sogar das Verantwortungsgefühl, Dich um Deinen abgestürzten Onkel zu kümmern!!!
DU MUßT NICHT DIE WELT RETTEN!!!

Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich! Du KANNST NICHT die Verantwortung für das Leben all Deiner Lieben übernehmen!! Du kannst nicht ihr Leben leben. Du kannst Hilfestellung geben, kannst die Wohnung putzen, mit aufs Amt gehen, mit zum Arzt gehen, einkaufen. Aber Du hast keine Verantwortung dafür, wie beschissen sich das Leben der anderen gestaltet hat. Du kannst ermahnend zur Seite stehen (was Deine Brüder betrifft), kannst aus dem Bauch heraus (mach das so!!) Ratschläge geben. Aber jeder Mensch trifft für sich selbst die Entscheidung. Und wenn es soweit gekommen ist, daß dieser Mensch sich für Alkohol oder Drogen entschieden hat, dann hat er das selbst zu verantworten- nicht Du.
Nebensatz-Cannabis- Du hast ja erwähnt, daß Du Kontakt zu Drogen hattest. Cannabis wird ja als harmlos eingestuft- ich habe auch hin und wieder eine Tüte geraucht- bis ich den Patienten in der Psychiatrie traf: junger Mann, der schon lange Jahre nach Absetzen der Droge Halluzinationen hatte.Und später habe ich einige Studien darüber gelesen--Finger weg!!

Vorsicht- was den Alkohol betrifft- 25% der Kinder von Alkoholikern werden auch zu Alkoholikern.
25% der Kinder von Depressiven erben die Veranlagung zur Depression.
Alkohol produziert Depressionen- auch wissenschaftlich untersucht.

Was die Eifersucht betrifft- Eifersucht hat jemand, der mit Eifer sucht. Was der tiefenpsychologische Hintergrund für Deine Eifersucht ist, mag ich nicht beurteilen. Eifersucht hat immer mit dem vermeintlichen Gefühl des möglichen Verlassenseins zu tun.

Du warst noch zu jung, das Verlassen des Vaters bewußt zu erleben, aber, so vermute ich, hat das Agieren Deiner verlassenen Mutter dazu geführt, daß Du auch diesen Verlust unbewußt erlebt hast.Die Gefühle der Mutter übertragen sich eins zu eins in so einer Situation- gerade wenn das Kind ganz klein ist. Daraus ist aber Deiner Mutter auch kein Vorwurf zu machen- sie hat emotional reagiert, wie ein Mensch in dieser Situation reagiert.

Du hast ein schweres Erbe zu tragen- das könnte man psychologisch noch total auseinandernehmen- dazu bin ich nicht qualifiziert und habe auch keine Lust dazu.

Ich sehe lieber in die Zukunft (dazu gibt es auch eine psychotherapeutische Richtung: positive Psychotherapie).

Ich sehe in Dir einen Menschen, der sich seines Erbes sehr bewußt ist, ich sehe einen Menschen, der sich einsetzt für andere Menschen, ich sehe auch Altruismus (googeln!!), ich sehe ein Schätzchen!!! (Jetzt habe ich mal gegoogelt- eine angehäufte Menge von kostbaren Dingen lt. Übersetzungslexikon)

Ich sehe in Dir eine ganze Menge angehäufte wirklich kostbare Dinge, die uns Menschen zu Menschen macht!!
Suche weiter nach Deinem Weg, Du bist auf der richtigen Spur! Nicht umsonst hast Du dieses Forum angeschrieben,
Du spürst auch, daß Dein Weg eine falsche Richtung einschlägt.

Loslassen ist Deine eine Aufgabe, und weitere Suche nach dem, was zu Dir gehört, was Dich als Person ausmacht, egal in welchem Bereich.

Das Loslassen bezieht sich auf Deine Familie--Grenzen setzen!!! (googeln-- da gibt es gute Hinweise!)- und vielleicht auch Deinen Freund, wobei ich das nicht beurteilen kann. Die Geschichte mit dem Decolleté ist schon ein Kapitel für sich. In Deinem Alter hätte ich mich vielleicht auch untergeordnet irgendwelcher Wünsche entsprechend, aber mich geärgert, weil es gegen meine Persönlichkeit geht. Mittlerweile weiß ich mich zu behaupten, auch wenn ich- nicht zu glauben- doch schüchtern bin- ich bin aber auch locker zwanzig Jahre älter als Du. Aber egal- wir Menschen beschäftigen uns immer mit den gleichen Problemen- egal ob zwanzig oder achtzig.

Noch ein Gedanke, den ich Dir mitteilen will- Gleich und Gleich gesellt sich gern. Schau genau auf die Beziehungen, die Du eingehst. Wir suchen uns immer den Partner im ursprünglich gleichen Milieu- schau genau hin, wen Du wählst.
Ich will Dir nich zu nahe treten, aber das, was ich raushöre, paßt vielleicht zu Deinem familiären Milieu, aber nicht zu Dir.
Du brauchst niemanden, der Dein Decolleté braucht, um die Karten zu bekommen, Du brauchst auch keine Schulden zu machen---laß mich raten: Internetgeschichten..

Die Freundschaften und Bindungen haben auch nichts mit Bildung zu tun- viele Ärzte sind privat echte Idioten, stelle ich immer wieder auf meinen Fortbildungen fest. Meine Freunde sind total gemischt- wenige Akademiker, einige Handwerker und ganz "normale" Menschen- Malermeister, Telekommunikatonsirgendwasding ens, Sekretärin, Bankbeschäftigterirgendwasding esnkirchen.....

Such Dir genau die Menschen, die zu Dir passen, Du spürst, wer zu Dir paßt und wer nicht.

Ansonsten gilt- wie oben gesagt: Grenzen setzen!!! Du hast auch nur beschränkte Kraft, und die mußt Du primär für DIch einsetzen. Nur wenn Du genug Kraft hast, ausgeglichen bist, bei Dir selbst bist, können auch die anderen daran teilhaben.

Genug.

Herzliche Grüße

Supercrissy

PS: Falls Du Antwort brauchst- es wird dauern, weil ich eigentlich keine Zeit fürs Internet habe.. aber ich werde mich melden, wenn ich etwas von Dir lese.
.





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31. Januar 2016 um 10:12

Es gibt immer Hilfe
Liebe diana91sie!

Ich weiß nicht, ob dein Artikel noch aktuell ist, oder ob du schon die Hilfe gefunden hast, die du in deinem Beitrag hier suchst.

Ich bitte dich, falls es dir noch immer so schlecht geht und deine Lebensumstände noch immer so bedrückend sind, wie du schreibst, professionelle Hilfe aufzusuchen. Ich fürchte mich bei dir vor einem sozialen Burn-Out, ganz vorsichtig gesagt, wobei man das natürlich über ein Online-Forum nicht sagen kann und ich zwar aus dem psychosozialen Bereich komme, aber nicht diagnostizierend tätig bin. Das heißt nicht, dass du verrückt bist! Wenn man sich jahrelang überfordert - und das Übernehmen der Verantwortung für dorgensüchtige Familienmitglieder (wozu auch Alkoholmissbrauch gehört) geht in meinen Augen gefährlich nah heran - dann ist irgendwann der Saft raus, und dann verändert man sich auch durch das verringerte Selbstwertgefühl. Ich war selber einmal in so einer Situation, d.h. ich schreibe dir doppelt, von meiner professionelle und meiner persönlichen Seite her, dieses Mail.

Bitte, falls es dir noch immer so schlecht geht und du so verzweifelt bist, such einen Psychotherapeuten/Neurologen deines Vertrauens auf, und erzähl ihr/ihm die Geschichte und erzähl ihr/ihm, wie du dich fühlst. Kümmer dich jetzt um dich selbst, du bist ausgelaugt, du fühlst dich überfordert, du erkennst dich selber nicht wieder. Du denkst sogar schon an Selbstmord. Es ist jetzt höchste Eisenbahn, dass du deine Selbstliebe mobilisierst. Kümmere dich um dich! Gönne dir Abstand und Zeit für dich, lange Spaziergänge, ein Bad nehmen, eine Tasse Tee trinken, was dir auch immer gut tut. Lass dir Zeit - aber NIMM dir die Zeit auch - um wieder zu dir selbst zurückzufinden. Und schlussendlich, um dein Leben nach DEINEN Vorstellungen mit zu gestalten. Wir können nicht alles kontrollieren, aber wir können Einfluss nehmen. Google mal das Schlagwort "Selbstwirksamkeit".

Zuletzt möchte ich dir noch eine kleine Geschichte mit auf den Weg geben:

Ein Engländer kommt in die Wüste und sieht dort einen Beduinien, der in einer Oase unter einem Baum sitzt. Am ersten Tag sitzt er nur dort, regt sich nicht, bewegt sich nicht und tut nichts. Am zweiten Tag ebenso. Am dritten Tag spricht ihn der Engländer an und fragt ihn, was er da mache, warum er den ganzen Tag lang nur da sitzt und nichts tut.
Der Araber sagt: "Ich bin die letzten Tage scharf geritten. Nun sitze ich hier und warte, bis meine Seele nachkommt."

In diesem Sinne alles Gute, und ich hoffe, dass du dich gut erholst!!!!

EDIT:

Bei Ärzten und Psychotherapeuten, achte auf Sympathie. Es ist in diesem Bereich (gerade bei einer Gesprächstherapie) am wichtigsten, dass du dich wohl fühlst, dass dir der Therapeut symathisch ist.

Vielleicht hilft eine reine Gesprächstherapie, vielleicht ist eine längere Rehab nötig. Aber bitte, bitte, wenn du es nicht für dich tust, dann tu es mir zu Liebe, kümmere dich um dich selbst, gib dir den Raum, den du dringend brauchst.

Die Antwort von supercrissy ist gut, ich fürchte nur, dass vieles dich moment so quais "überfällt" und dass man langsam gehen muss.

Ich hoffe, du fühlst dich bald besser und kümmerst dich gut um dich, so wie du es verdienst! Du bist toll - alles, alles Gute!

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16. Februar 2016 um 9:35

Eine Problemperson weniger!
Liebe Diana
Deine Worte: "Also ich habe auch viel Falsch gemacht. Aber ich erkenne mich selbst nicht mehr, in anderen schweren Zeiten konnte ich mich immer wieder aufrappeln und vorallem meinen Idealen und Werten also mir treu bleiben, aber im Moment sehe ich keine Besserung und Lösung und denke auch oft an Selbstmord. Es würde doch eh keinen kümmern... Es gäbe nur eine Problemperson weniger..."

Du hast das Glück dass das kollektive Bewusstsein gerade diese grosse Hürde nimmt, die dich als Individuum blockiert!
"Eine Problemperson weniger" - genau darum geht es! Nicht du hast viel Falsch gemacht (du kannst effektiv nichts falsch machen, da du immer nur das machen kannst was du gerade machst)- es ist "deine Person" die innerhalb des Konzept "Person" nicht in der Herde bleibt!
Thja, du kannst dich nun krümmen und "bemühen" um in die Herde zurückzufinden...oder aber... du bist Frei
Frage dich lediglich: Wer/Was bin ich wirklich?
Du wirst sehen, du bist ganz bestimmt keine Person...somit kannst du auch keine Problempersons sein. Dein einziges Problem ist - zu glauben eine Person zu sein!!

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