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Ich habe meinen Freund "angesteckt"

2. Dezember 2015 um 17:08

Hallo,

Ich habe schon seit einigen Jahren Depressionen, die durch eine Therapie und Tabletten behandelt werden. Besonders schlimm sind sie, wie bei vielen auch, im Winter.

Meinem Freund ging es eigentlich immer sehr gut, aber jetzt wo ich nach zwei Jahren Beziehung mit ihm zusammen gezogen bin, sehe ich wie es ihm immer schlechter geht. Er schläft fast den ganzen Tag und isst so gut wie nichts mehr. Dadurch leidet seine Masterarbeit erheblich.

Vor ein paar Tagen hat er mich gefragt, ob wir gemeinsam springen wollen, um dem ganzen zu entgehen. Er sagte das so locker daher, dass es vermutlich nicht ganz ernst gemeint war. Aber seitdem mache ich mir noch mehr sorgen.

Er möchte nicht zum Arzt und auch mit niemanden drüber reden.

Was kann ich machen, um ihm zu helfen?

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5. Dezember 2015 um 19:59

Es gibt Hoffnung
Hallo,
habe deinen Bericht gelesen und kann dich verstehen.
Habe schon selbst oft mit Depressionen zu tun gehabt.
Es ist die Krankheit unserer Zeit, eine üble Krankheit unserer Zeit. Doch das was mir halt gibt ist Gott, Ich glaube das Gott alles in seiner Hand hält und eine Lösung auf unsere Probleme hat. In der Bibel sagt Gott"ich bin der Herr dein Arzt". Der einzige der uns wirklich verstehen kann ist Gott weil er uns auch geschaffen hat. Klingt irgendwie logisch. Doch bei Gott fragen wir zu aller letzt.Ich bin mir ziemlich gewiss, wenn du und dein Freund anfangen sich mit Gott zu beschäftigen ihr eine Lebensveränderung sehen werdet. Ich weiß das klingt für dich vielleicht ein bisschen blöd, doch probiert es mal. Lest in der Bibel. Fangt am besten im Neuen Testament an. Betet zu Gott das was ihr auf dem Herzen habt, er versteht euch.
Ich könnte anfangen dir viele Verschiedene Ratschläge weiterzugeben,doch den letztendlichen Schlüssel zu eurem Herzen hat Gott. Jesus hat gesagt" ich bin gekommen, damit die Menschen das Leben haben, Leben in Fülle".
Gott will uns Lebensfülle geben, und er gibt sie uns auch wenn wir ihn anrufen. Ziitat Bibel: .." rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen". Ihr zwei seid wahrlich in der Not, ruft Gott an.

Alles Gute Euch

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6. Dezember 2015 um 12:55

Doofer Winter
Das mal als erstes (wobei bei mir eher der Frühling reinhaut).

Du als Angehörige kannst leider nur wenig machen (das weiß ich von meinem Mann). Du kannst allerdings bei deinem Therapeuten für dich die nötige Kraft sammeln. Du weißt ja hoffentlich aus eigener Therapie, dass es für Notfälle und Suizidandrohungen Notfallnummern gibt. Die solltest du auch zur Hand haben.

Aus meiner Erfahrung (derzeit Beschwerdefrei nach drei Monaten stationärer Therapie) hilft ein top strukturierter Tagesablauf Wunder. Das würde heißen, dass du ihn morgens aus dem Bett wirfst, für Frühstück sorgst, Mittagessen und Abendessen zu festen Zeiten, Tagespläne, genaue Aufgabenstellungen usw. Gerade wenn dein Freund momentan seine Masterarbeit schreibt, ist es wichtig, dass er feste "Arbeitszeiten" hat, sich für diese Zeiten auch Aufgaben stellt, die realistisch sind (SMART- Prinzip, um mal mit theoretischem Blabla zu kommen) und dann aber auch einen deutlich definierten Feierabend hat.

Für dich vielleicht noch ein wenig Denkfutter:
Wie hast du dich gefühlt, bevor du mit der Behandlung angefangen hast? Also bevor du die Krankheit für dich selbst anerkannt hast? Was hast du dir in der Zeit von deinen nächsten Angehörigen gewünscht? Was durften diese Leute garantiert nicht machen?

Denk auch dran, dass du seine Freundin bist. Du kannst ihm keine Therapeutin sein!! Schütze dich aber bitte auch gut, dass du nicht tiefer in alles rutschst.

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9. Dezember 2015 um 15:05
In Antwort auf vanillemilchjunkie

Doofer Winter
Das mal als erstes (wobei bei mir eher der Frühling reinhaut).

Du als Angehörige kannst leider nur wenig machen (das weiß ich von meinem Mann). Du kannst allerdings bei deinem Therapeuten für dich die nötige Kraft sammeln. Du weißt ja hoffentlich aus eigener Therapie, dass es für Notfälle und Suizidandrohungen Notfallnummern gibt. Die solltest du auch zur Hand haben.

Aus meiner Erfahrung (derzeit Beschwerdefrei nach drei Monaten stationärer Therapie) hilft ein top strukturierter Tagesablauf Wunder. Das würde heißen, dass du ihn morgens aus dem Bett wirfst, für Frühstück sorgst, Mittagessen und Abendessen zu festen Zeiten, Tagespläne, genaue Aufgabenstellungen usw. Gerade wenn dein Freund momentan seine Masterarbeit schreibt, ist es wichtig, dass er feste "Arbeitszeiten" hat, sich für diese Zeiten auch Aufgaben stellt, die realistisch sind (SMART- Prinzip, um mal mit theoretischem Blabla zu kommen) und dann aber auch einen deutlich definierten Feierabend hat.

Für dich vielleicht noch ein wenig Denkfutter:
Wie hast du dich gefühlt, bevor du mit der Behandlung angefangen hast? Also bevor du die Krankheit für dich selbst anerkannt hast? Was hast du dir in der Zeit von deinen nächsten Angehörigen gewünscht? Was durften diese Leute garantiert nicht machen?

Denk auch dran, dass du seine Freundin bist. Du kannst ihm keine Therapeutin sein!! Schütze dich aber bitte auch gut, dass du nicht tiefer in alles rutschst.

Es gibt erste Erfolge
Vielen Dank für deinen Tipp. Wir gehen jetzt früher ins Bett, damit wir früh aufstehen und an die Uni können. Die ersten Tage hat er noch nicht viel geschafft, aber er gewöhnt sich immer mehr an den Rhythmus, schafft dadurch mehr und ist wieder motivierter. Abends hat er wieder Lust ohne schlechtes Gewissen seinen Hobbys nachzugehen. Ich habe ihm eine Tageslicht-Therapie-Lampe geholt vor die er sich jetzt jeden Tag setzen muss. Die scheint ihm auch sehr zu helfen, sodass es vermutlich wirklich am Winter und dem wenigen Licht lag. Ich freue mich so, dass es ihn nun nach 10 Wochen wieder besser geht

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9. Dezember 2015 um 15:10
In Antwort auf sam251115

Es gibt Hoffnung
Hallo,
habe deinen Bericht gelesen und kann dich verstehen.
Habe schon selbst oft mit Depressionen zu tun gehabt.
Es ist die Krankheit unserer Zeit, eine üble Krankheit unserer Zeit. Doch das was mir halt gibt ist Gott, Ich glaube das Gott alles in seiner Hand hält und eine Lösung auf unsere Probleme hat. In der Bibel sagt Gott"ich bin der Herr dein Arzt". Der einzige der uns wirklich verstehen kann ist Gott weil er uns auch geschaffen hat. Klingt irgendwie logisch. Doch bei Gott fragen wir zu aller letzt.Ich bin mir ziemlich gewiss, wenn du und dein Freund anfangen sich mit Gott zu beschäftigen ihr eine Lebensveränderung sehen werdet. Ich weiß das klingt für dich vielleicht ein bisschen blöd, doch probiert es mal. Lest in der Bibel. Fangt am besten im Neuen Testament an. Betet zu Gott das was ihr auf dem Herzen habt, er versteht euch.
Ich könnte anfangen dir viele Verschiedene Ratschläge weiterzugeben,doch den letztendlichen Schlüssel zu eurem Herzen hat Gott. Jesus hat gesagt" ich bin gekommen, damit die Menschen das Leben haben, Leben in Fülle".
Gott will uns Lebensfülle geben, und er gibt sie uns auch wenn wir ihn anrufen. Ziitat Bibel: .." rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen". Ihr zwei seid wahrlich in der Not, ruft Gott an.

Alles Gute Euch

Danke für deinen Tipp
Vielen Dank für deinen Tipp. Ab und zu bete ich schon zu Gott, aber ich fühle mich ein wenig heuchlerisch nur zu beten, wenn es nur schlecht geht. Aber für mehr reicht mein Glaube leider nicht. Als Kind war ich sehr gläubig, aber irgendwie ist mir der Glaube mit den Jahren verloren gegangen. Eigentlich schade, da Religion sehr tröstend sein kann, aber leider findet man nur wenig gläubige Menschen, die nicht fanatisch sind, was mich dann abschreckt. Ich habe schon verschiedene christliche Gemeinden ausprobiert, aber leider war das nichts für mich.

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9. Dezember 2015 um 15:27
In Antwort auf annika293

Es gibt erste Erfolge
Vielen Dank für deinen Tipp. Wir gehen jetzt früher ins Bett, damit wir früh aufstehen und an die Uni können. Die ersten Tage hat er noch nicht viel geschafft, aber er gewöhnt sich immer mehr an den Rhythmus, schafft dadurch mehr und ist wieder motivierter. Abends hat er wieder Lust ohne schlechtes Gewissen seinen Hobbys nachzugehen. Ich habe ihm eine Tageslicht-Therapie-Lampe geholt vor die er sich jetzt jeden Tag setzen muss. Die scheint ihm auch sehr zu helfen, sodass es vermutlich wirklich am Winter und dem wenigen Licht lag. Ich freue mich so, dass es ihn nun nach 10 Wochen wieder besser geht

Juhuu
Wie schön, dass die Struktur ihm hilft. Bald werden die Tage ja langsam wieder länger, das hilft euch bestimmt.
Die Tageslichtlampe ist eine geniale Idee. Vor allem wenn man lange am Schreibtisch sitzt, hilft das Teil.
Ihr beide habt zwar einiges an Arbeit vor euch, aber ich bin mir sicher, dass ihr das packt

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16. April 2016 um 21:21
In Antwort auf annika293

Danke für deinen Tipp
Vielen Dank für deinen Tipp. Ab und zu bete ich schon zu Gott, aber ich fühle mich ein wenig heuchlerisch nur zu beten, wenn es nur schlecht geht. Aber für mehr reicht mein Glaube leider nicht. Als Kind war ich sehr gläubig, aber irgendwie ist mir der Glaube mit den Jahren verloren gegangen. Eigentlich schade, da Religion sehr tröstend sein kann, aber leider findet man nur wenig gläubige Menschen, die nicht fanatisch sind, was mich dann abschreckt. Ich habe schon verschiedene christliche Gemeinden ausprobiert, aber leider war das nichts für mich.

Gott freut sich wenn du betest
Es ist heuchlerisch wenn du nicht betest. Gott kennt deine Gedanken bevor du betest, duch kannst ihm sowieso nichts vormachen. Bete immer und immer wieder, auch wenn du dich nicht gut fühlst und dich selber verneinst. Gott sieht und weiss alles. Heuchler sind die die sich nicht an gott wenden und versuchen ihre eigene Gerechtigkeit aufzubauen. doch die Menschen die sich immer und immer wieder zu gott wenden, obwohl sie versagen, das sind Menschen die auf Gott vertrauen. Jesus sagte" die gesunden bedürfen des Arztes nicht sondern die Kranken". Jesus ist gekommen und die Sünder zu retten , ich bin einer davon. Dank Gottes Gnade bin ich das, was ich bin. Alles Gute dir.

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Ich bin fast immer ein Mann
Von: annika293
neu
1. April 2015 um 10:51
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