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Ich habe meine kleine Schwester verloren

23. April 2013 um 20:51

Ich habe in der Nacht vom 11.04 auf den 12.04 meine Schwester an Krebs verloren.Sie wohnte in Magdeburg ich in Nrw (400 kilometer ).Sie ging in Februar ins Krankenhaus wegen Leukämie.Es folgte die erste Chemo und damit das schlimmste.Durch die Chemo ist das Immunsystem ja total im Keller und der kleinste schnupfen ist gefährlich.Aber genau so musste es natürlich auch kommen,Sie bekamm eine Lungenetzündung,die wirklich von Tag zu Tag schlimmer wurde.Sie konnte kaum noch reden,bekam kaum noch luft ,man musste sie zusätzlich mit Sauerstoff versorgen.Wir haben so gehofft das es besser wird.
Meine Schwester hat sich nur noch gequält,somit hat dann der Oberarzt entschieden sie ins künsliche Komma zu legen.
Damit sie die schmerzen nicht spürt und ihr Körper,ihre Lunge etwas zur ruhe kommt.Es war eine grausame Zeit,unsere gedanken kreisten jeden Tag um sie.BITTE KÄMPF ,BITTE LASS UNS NICH IM STICH;WIR LIEBEN DICH.BITTE KÄMPF Die Ärzte versuchte es mit vielen Antibiotiker im griff zu bekommen und entschieden sich für einen Luftröhrenschnitt.Ein paar Tage später sah es besser bei ihr aus,sie versuchte mit der Maschine mitzuatmen.JA ES GEHT BERGAUF,DU WIRST WIEDER GESUND;DU SCHAFFST DAS ,WIR LIEBEN DICH
Die Ärtze sagte sie wollen sie jetzt langsam aus den Komma holen.Wo ich heute noch glaube das ein fehler war.Sie hatte so starke Angst was um ihr rum war,man sagte uns sie hat gezitter und panik bekommen,Darauf versetzten die Ärzte wieder ins Komma.NEIN WARUM ???????????????
Es ging ihr wieder schlechter,viel schlechter.
zwei Tage später haben wir den Anruf( 17 Uhr) bekomme,das sie wahrscheinlich diese nacht nicht überlebt.
Ich habe geschrien ,geweint.Mein Mann und ich haben nur geweint und geredet und zu Gott gebetet,das er sie uns nicht nimmt.Er hat sie uns genommen .Ihr Herz hatte keine kraft mehr.Meine Kleine Schwester ist mit 27 Jahren gestorben.
Ich (34) verheiratet zwei Kinder (7 u. 5 jahre)kann nicht mehr ,ich werde damit nicht fertig.
Wenn habe ich was getan,das man mich so bestraft ???
2002 stirbt mein Vater,2012 meine Mutter.
Jetzt ist meine Schwester gegangen,für immer .
Dieser schmerz ist stäker als wie bei meinen Eltern,er wird nicht schwächer.Ich vermisse sie so sehr.

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4. Mai 2013 um 3:07

Ich kenne das,
meine Schwester ist vor 2 Jahren an multiplen Organversagen gestorben.
Sie war schon lange krank, hatte eine Nierentransplantation hinter sich, doch leider hat das Organ nach 6 Jahren auch aufgehört zu arbeiten, sie wurde immer dünner, man stellte dann fest das es Verwachsungen im Darm gibt und das die Nahrung einfach nicht mehr durchgeht. Sie wurde daran operiert und und sollte danach im künstlichen Koma gehalten werden, damit sie sich erholt, man sagte uns das eine Darmtransplantation notwendig wäre. Dazu war sie aber körperlich viel zu schwach. Alles wurde getan um sie zu stabilisieren, doch die Ärzte konnten sie aus dem künstlichen Koma nicht mehr vollständig rausholen. Sie lag dann in einer Art Wachkoma. Am letzten Tag, den ich sie besucht habe, war mir klar, das sie nicht mehr wollte, daß sie keine Kraft mehr hatte.
Dann kam der Tag an dem meine Nichte (die Tochter meines Bruders) heiratete, es war so eine schöne Zeremonie in die auch eine Fürbitte für meine Schwester mit eingebunden war (meine Schwester wollte auf keinen Fall, daß die Hochzeit wegen ihr verschoben wird). In diesem Moment ist sie gestorben. Es war so furchtbar.

Und auch jetzt noch tut es verdammt weh, sie fehlt mir jeden Tag und ich könnte vor lauter Wut, Zorn und Trauer schreien. Doch ich weiß, daß sie das nicht gewollt hätte.
Ich habe mir Hilfe gesucht, ich rede mit einem Therapeuten und gehe in eine Gruppe, in denen ich mit Menschen reden kann, die ähnliches erlebt haben.
Seitdem wird es besser, jeden Tag ein bißchen, manchmal geht es auch 5 Schritte rückwärts und mir geht es wieder schlecht, aber ich weiß, da sind Menschen, die mir zuhören.

Und du mußt dir für dich klarwerden, daß du nichts dafür kannst, du empfindest es als Strafe, aber das ist es nicht. Es ist leider etwas, was zum Leben dazugehört, du mußt lernen loszulassen. Deswegen kann ich dir nur raten, dir Hilfe zu suchen und zwar relativ früh...warte nicht solange wie ich, dann hat der Schmerz sich schon so tief reingefressen, daß er noch schwerer zu vertreiben ist.

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