Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Ich habe kein Kontakt mehr mit meinem 15jährigen Sohn der unter dem Einfluss von seinem Vater steht

28. Juli 2019 um 12:26 Letzte Antwort: 29. Juli 2019 um 12:13

Hallo

ich bin seit einem Jahr getrennt und in Scheidungsprozess nachdem ich die Wohnung dringend verlassen musste und war 6 Monate in Frauenhaus wegen ständigem Mobbing von meinem Mann und meinem damals 14jährigen Sohn, der auch wie sein Vater nicht eben den Basisrespekt für mich hatte. Wir wohnen jetzt 5 km voneinander entfernt und habe kein Kontakt mit meinem Sohn mehr. Ich denke an ihn ständig und er fehlt mir obwohl er frech und unmöglich mit mir war. Als er kein war, wollte er nur mit seiner Mama sein und jetzt bin ich für ihn ein fremder Mensch. Er ist unter den Einfluss von seinem Vater der ihn als Waffe gegen mir benuzt hat. Mein Sohn hat alle Unterstützungen von seinem Vater bekommem wenn er schlecht mit mir geredet hat sodass er keine Grenze jetzt kennt. Ich sei eine schlechte Mutter, weil ich keine Arbeit gefunden hatte, sei faul, sei eine Egoistin usw....

Obwohl mein Sohn mir sehr weh getan hat ich verzeihe, weil ich weiß, dass er unter den Einfluss von meinem Mann und meiner Schwiegermutter ist. Mein Sohn ist kalt und gefühllos geworden mir gegenüber aber auch im Allgemeinen. Ich habe Angst, dass er ein echter narzisstischer Perverser wie mein Mann wird. Mein Sohn ist intelligent aber mit so einem Vater kann er sich nicht entwickeln. (Sein Vater trinkt, hat keine Kultiviertheit, ist innerlich leer, tut nur Computer spielen und trinken, wertet sich mit seinem Arbeit auf und lässt alles von seiner aufdringlichen Mutter verwalten und hat keine Empfindlichkeit). Er will alles kontrollieren bis in meiner Familie in der er auch versucht meine Stelle zu nehmen. Das wird ganz schlimm.
Ich habe schon mit Psychologen gesprochen, sie können aber nichts machen wenn mein Sohn so unter Einfluss ist. Ich habe auch mit dem Jugendamt gesprochen und habe ein Termin einmal auch zu dritt mit meinem Sohn gemacht. Bei den Fragen der Sozialpädagogin hat mein Sohn nur mit Augen schließen sicher geantwortet (mit 14 Jahren!). Die Frau hat dann bestätigt, dass es sehr schwer aussieht. In der Schule sieht aber alles in Ordnung aus. Den Lehrern macht er einen guten Eindruck. Er arbeitet fleißig in der Schule und hat ein ausreichendes Niveau und sieht den anderen Schülern und den Lehrern nett aus. In seinem Zeugnis hat er allgemeine gute Wertschätzungen. Es ist mindestens eine Sorge weniger.

Er flieht vor jeden Möglichkeiten von den Problem zu reden, sei es mit mir oder mit anderen und will sich nicht damit belasten lassen darüber zu überlegen. Er vermeidet private Kontakte mit mir. Es ist füur ihn leichter zu denken dass ich schlecht bin und fertig mit dem Thema. Ich kann allein nichts machen. Ich habe probiert alles was ich konnte.
 
Mein Sohn hat auch kein Kontakt mit meiner Familie und mein Mann mischt sich ein wenn die Gelegenheit kommt und will alles kontrollieren. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll.

Meine Familie versteht, dass mein Mann mich kaputt machen will aber versucht auch nicht mit meinem Sohn Kontakt zu suchen. Meine Familie wohnt auch weit weg über 800 km und die Schwiegerfamilie dagegen ist ganz nah. Also es ist alles sehr schwer.

Ich mache den Parallel mit meinem Vater der selber ein narzisstischer Perverser war, der seine Mutter plötzlich und definitiv gehasst hat. Mein Mann sieht auch so aus obwohl er doch gute Beziehung mit seiner Mutter hat (aber sie ist sehr besitzergreifend und aufdringlich und profitiert von der Situation) und ich habe Angst für mein Sohn.

Wenn Sie Erfahrungen und hilfreiche Ratschläge in dem Bereich haben wäre ich euch sehr dankbar.

Danke
 

 

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29. Juli 2019 um 12:13

Du kannst im Augenblick eigentlich nur zeigen, dass du für ihn da bist. Ihm anbieten, dass er jederzeit zu dir kommen kann. 
Es ist klar, dass du ihn mit jeder Kritik an ihn oder an seinen Vater sofort verjagen würdest.
Wahrscheinlich braucht es viele kleine Schritte, um eine Beziehung wieder aufzubauen. 
Du könntest ihm regelmäßig etwas kochen oder sonstwie eine Freude machen, ihn irgendwo unterstützen, sofern dir etwas einfällt. 
In dem Alter sind die Eltern freilich nicht so angesagt zum Reden... eher die Kumpels. Insofern kannst du nicht viel erwarten. 

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