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Ich habe das Vertrauen in meine Eltern verloren

24. Oktober 2011 um 11:21

Meine Eltern sind ein großes Thema in meinem Leben! Und eigentlich sollten sie das doch auch sein, schließlich sind Eltern sehr wichtig für die eigene Entwicklung, vorallem der Prägung des Charakters.
Nur leider kann ich, wenn ich das sage "Meine Eltern sind ein großes Thema" das nicht in dieser Art und Weise sehen oder meinen.
Leider habe ich kein besonders gutes Verhältnis zu meinen Eltern, was daran liegt, dass meine Eltern es vermisst haben so zu mir zu sein, wie man es als Eltern hätte tun sollen.
Klar das ist einfacher gesagt, als getan und ja es ist ein Haufen Arbeit eine gute Mutter oder ein guter Vater zu sein.

Ich bin nun 26 Jahre, habe letztes Jahr geheiratet und eine eigene Familie gegründet, denn seit August sind wir zu dritt. Mein Mann hat auch bereits eine Tochter aus erster Ehe, also hab ich schon ein bisschen Erfahrung gesammelt in den letzten 5 Jahren mit ihr / dem Familienleben

Nun seitdem ich selbst Mutter bin, kann ich noch weniger nachvollziehen, was meine Eltern mit mir getan haben.
Vorweg muss ich nehmen, dass mein Vater selbst eine sehr schlechte Kindheit hatte und durch viele Ereginisse zu dem geworden ist, was er heute ist (Adoption, Alkohol usw.)

Aber wie ich finde sollten das keine Ausreden sein, dass er seine Vergangenheit auf mich projeziert hat, wo er doch selbst keine schöne Kindheit hatte.
Viele Dinge habe ich bereits verdrängt, aber gerade als junge Frau hat er mir Dinge gesagt, die mich so sehr verletzt haben, dass ich mein Vertrauen in ihn verloren habe. Ich war aufgrund dieser Schwierigen Beziehung schon oft bei einer psychologischen Beratung. Da wurde mir auch gesagt, dass meine Eltern in "ihrem Sumpf" ruhig untergehen könnten, doch ich müsste nicht mit ihnen untergehen. Das ich nur zwei Möglichkeiten hätte, entweder solle ich mir ein dickes Fell anschaffen oder den Kontakt zu meinen Eltern abbrechen.
Ich hatte schon ein paar Mal Funkstille mit meinen Eltern, dann war es danach auch eine Weile besser mit ihnen, aber sie werden dennoch immer wieder zu dem was sie sind. Denn eigentlich sollten BEIDE zu einem Psychologen, aber das steht nciht in meiner Macht, dass müssten sie selbst entdecken!

Der Auslöser:
Vor etwa 6 Jahren hat er mir gesagt, dass er eigentlich nie ein Kind wollte, dass meine Mutter fremdgegangen sei und ich nicht von ihm bin. Das ich eine "ekelhafte Drecksau" sei und das "so etwas" wie ich nicht seine Tochter ist. Daran kann er sich heute nicht mehr erinnern! Das meine Mutter, eine Mutter die ihr Kind schützen sollte, dann auch noch sagte, dass sei "doch alles gar nicht so schlimm gewesen", war natürlich für unsere Mutter/Tochter Beziehung auch nicht einfacher. Und auch meine Mutter hat schon einiges gegen ein gutes Verhältnis getan. So ist sie eifersüchtig auf mich, wenn mein Vater mich zu oft fotografiert -> "warum bist du schöner als ich" oder "so schön ist sie auch wieder nicht" oder "klar das du mich nicht fotografieren willst, weil ich hässlich und fett bin" oder "ich war nie so schön wie du, warum?"...

Nun haben wir letztes Jahr geheiratet. Natürlich dachte ich, dass mein Vater mich an den Altar führt, denn trotzallen Streiterein, habe ich immer wieder daran festgehalten, dass wir zueinander finden und uns vertragen. Mein Vater sagte mir dann aber, dass er sich noch überlegen müsse, ob er mich an den Altar führt! Da war für mich klar, dass er es nicht tun würde und ich bat meine Großmutter um den Gefallen.
Zur Hochzeit dann hat mein Vater auch nciht den ersten Tanz mit mir getanzt - die Braut freigegeben. So das ich den ganzen Abend eher nicht getanzt habe, abgesehen mit meinem Mann. Aber mein Schwiegervater hätte gern mit mir getanzt, wollte aber meinen Eltern/meinem Vater nicht den ersten Tanz nehmen - im Nachhinein hätte er das wirklich tun sollen oder zumindest hätte ich darauf bestehen sollen.
Nach der Hochzeit, zwei Tage danach, rief mein Vater mich an und war völlig aufgelöst, weinte am Telefon und wollte mich unbedingt sprechen.
Er hätte eine Eingebung gehabt und hat sich bei mir entschuldigt für sein Verhalten in all den Jahren usw.
-> ich habe eine Familie und ich will mich ändern, ich will mir Helfen lassen
das hielt eine Weile an... vielleicht ein paar Wochen.
Dann sagte er mir, dass er mich jahrelang aus seinem Herzen ausgeschlossen hat und das er mich in den letzten Jahren eigentlich irgendwie nicht mehr geliebt hat, plötzlich wäre ich aus seinem Herzen entschwunden und hätte nichts mehr gespürt. Aber jetzt wäre ich wieder da...

Ich konnte das erst gar nicht einordnen, als wäre es wie eine Gedankenblase im Raum, die umherschwebt. Mit der Zeit realisierte ich dann erst, was er da eigentlich von sich gegeben hat!? Das war natürlich sehr schwer für mich und für mich entgültig das, was das Fass zum überlaufen gebracht hat.
"Jetzt wäre ich wieder da"... so?! Und das er mich jahrelang nicht mehr geliebt hat sollte ich einfach hinnehmen und ihn jetzt auch einfach wieder in mein Herz lassen? Wollte ich das überhaupt?!
Einige Monate nach der Hochzeit feierte mein Onkel seinen 50. Geburtstag. Meine Familie, außer meine Eltern, leben 400 km von mir entfernt. Wir waren alle eingeladen und meine Eltern fuhren das erste Mal gemeinsam in die Heimat - zusammen mit meinem Mann und mir. Die Fahrt war schon etwas schwierig, aber es hielt sich noch in Grenzen. Man muss dazusagen, dass meine Eltern auch ohne diese ganzen Vorkommnisse recht schwierig sind. (Meine Mutter ist ein Trampeltier und mein Vater eine sehr nervöse Person - um es mal flappsig auszudrücken)
Nachdem mein Vater nach unserer Hochzeit feststellte, dass er eine Familie hatte und auch der Bruder meiner Mutter ein Teil seiner Familie ist "ich hab einen Schwager", war es ein paar Monate danach: "was will ich bei diesen Tennisidioten eigentlich?" (mein onkel spielt tennis).
als wir dann bei meiner oma waren, wir saßen gemeinsam im wohnzimmer, sagt mein vater plötzlich aus dem Nichts "ich glaub ich muss ausbrechen"
er wollte dann das wir in zu seiner Mutter fahren, weil er nicht wusste was meine Oma kochen würde und was es zu Essen gebe , bei seiner Mutter(wo er dann auch schlafen würde) wüsste er das es Würstchen mit Kartoffelsalat gäbe.
Das zog sich dann durch das ganze gemeinsame Wochenende und mein Mann und ich waren nicht nur genervt, sondern auch ziemlich sicher das war das letzte Mal, dass wir gemeinsam dorthin fahren.
Doch die nächsten Monate lief es eigentlich recht harmlos ab und auch mein Mann trag sich hin und wieder mit meiner Mutter zum Mittagessen in seiner Mittagspause (er arbeitet dort in der Nähe). Nun wurde ich schwanger und eigentlich war die situation zwischen meinen Eltern harmloser...
doch seit die Kleine nun auf der Welt ist, wird es zunehmend schwerer. Meine Mutter ist äußerst aufdringlich, wenn es um die Kleine geht und eigentlich geht es auch nur noch um unsere Tochter. Ein normales Gespräch kann man gar nicht mehr mit ihr führen.

Nichts desto trotz waren wir zum 80. Geburtstag meiner Oma wieder gemeinsam dort. meine Mutter ist schon früher mit dem Zug dorthin gefahren, mein Mann, ich und unsere Tochter kamen mit dem auto nach, weil wir wegen der kleinen nicht so lang bleiben wollten.Mein Vater kam gar nicht erst mit.
Wir waren drei Tage dort und es reichte, dass die Beziehung wieder einen riesigen Knacks bekommen hat. UNd das alles nur, weil meine Mutter nicht einsehen konnte, dass unser Auto vollgeladen war und sie nicht mitfahren konnte. Meine Mutter wollte Dienstags zurückfahren, mit dem Zug, so wie sie auch hergekommen war. Wir fuhren aber schon montags, weil wir so genervt waren. Das Thema "mitfahren" wurde von meiner Mutter überall thematisiert, obwohl ich ihr im Vorfeld schon erklärt habe, dass es nicht klappen würde, weil das Auto voll sein würde!!! Meine Mutter machte aber daraus: "Die WOLLEN mich nicht mitnehmen". Irgendwann, nachdem meine Mutter das zum 100. Mal breittrat, platzte meinem Mann der Kragen. Die Stimmung ist natürlich seitdem auf dem Nullpunkt gewesen. An unserem Abreisetag ging es meiner Mutter plötzlich aus heiterem Himmel schlecht. Kreislauf usw. Mir war schon klar, dass kann nur simuliert sein, dass wir vielleicht doch ncoh Mitleid bekommen und sie mitnehmen (was ja auch dann nicht geklappt hätte, weil das Auto voll war!)
Wir fuhren also ohne sie nach Hause. (Sie kam auch wie vorher klar gut mit dem Zug zu Hause an am nächsten Tag).
Nun bin ich wieder an einem Punkt angelangt und habe realisiert, dass sich die Beziehung zu meinen Eltern nie ändern wird, das Verhältnis bleibt schlecht und es wird immer wieder etwas passieren, was mich aus der Bahn wirft. Vom Vetrauen fangen wir gar nicht an, ich rechne mit dem Schlimmsten wenn es um meine Eltern geht und vetraue ihnen überhaupt nicht mehr, da sie mich schon so oft enttäuscht haben. Mein Mann ist auch an einen Punkt angekommen, dass er nicht mehr will und vorallem meinetwegen versucht mich so gut es geht zu schützen... und vorallem unsere Tochter. Das macht es eigentlich, und deshalb schreibe ich hier, noch schwerer. Das was mit mir geschehen ist, ist vorbei und lässt sich nicht mehr kitten. Dafür ist zu viel passiert und die Liebe zu meinen Eltern erloschen, egal wie sehr sie beschwören, dass sie sich ädnern und wie sehr sie mich leben, denn

"es zählt nicht das, was wir im Inneren sind, sondern dass was wir tun, zeigt wer wir sind"

aber was wird mit unserem Kind? Werden sie zu ihr so sein, wie zu mir. UNd muss ich das erst herausfinden, kann ich das Risiko eingehen? Denn ICH will mein Kind schützen und lasse es nicht zu, dass sie irgendwann Dinge zu ihr sagen, die ihr schaden, wie MIR!

Mein Mann ist da ganz meiner Meinung. Aber es fällt mir schwer, denn obwohl das alles passiert ist, es sind meine Eltern und in mir ist immer noch nicht die Hoffnung versiegt, dass sie doch irgendwann die Eltern werden, die ich mir immer gewünscht habe. Deshalb bin ich auch immer wieder so enttäuscht, wenn etwas vorfällt, dass das widerlegt!

Was kann ich tun? Oder kann ich überhaupt etwas tun? Ich will gar nicht mehr zu ihnen fahren, denn ich hab jetzt mein eigenes Leben und brauche sie nicht mehr... aber nun sind sie auch noch Großeltern und haben sie es überhaupt verdient, dass ich denke, dass ich ihnen etwas schuldig bin?

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24. Oktober 2011 um 12:19

Ich
habe aufgehört zu lesen, als du geschrieben hast:

Zitat:
>Aber jetzt wäre ich wieder da...<

Meiner Meinung nach, solltest du deinen Text noch einmal überarbeiten und klarer bekommen.
Du schreibst zu viele unwichtige Sachen.
Evtl. ist es weniger hart für dich, wenn du nicht die ganzen Fakten geballt auf den Tisch bringst.

Zu meinem Eindruck vom bisher Gelesenem:
Ich finde deine Eltern haben dich benutzt. In ihrem "Sumpf", wie du schreibst, ist es zuweilen sicherlich unerträglich eintönig. Die bespielen dich solange, bis du auch keine neuen Töne mehr hervorbringst.
Die brauchen dich für ihre Action.

Aber du hast jetzt selber ein Kind und einen Ehemann.
Das kann jetzt deine Familie sein.
Vielleicht auch die deines Mannes?
Man möchte so gerne seine alte Familie mit einbeziehen, etwas von ihnen bekommen. Gerade jetzt wo die Feiertage anstehen. Und was hat man? Nur den dumpfen Sumpf.
Ändern kannst du sie nicht mehr und für eine Therapie sind sie zu alt. Außer zum Trockenlegen, aber das muss ihnen selber wichtiger sein als ihr Sumpf.

Seine Eltern kann man sich nunmal nicht aussuchen.
Wünsche dir alles Gute und viel Sonnenschein.

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24. Oktober 2011 um 13:11
In Antwort auf essie_11887999

Ich
habe aufgehört zu lesen, als du geschrieben hast:

Zitat:
>Aber jetzt wäre ich wieder da...<

Meiner Meinung nach, solltest du deinen Text noch einmal überarbeiten und klarer bekommen.
Du schreibst zu viele unwichtige Sachen.
Evtl. ist es weniger hart für dich, wenn du nicht die ganzen Fakten geballt auf den Tisch bringst.

Zu meinem Eindruck vom bisher Gelesenem:
Ich finde deine Eltern haben dich benutzt. In ihrem "Sumpf", wie du schreibst, ist es zuweilen sicherlich unerträglich eintönig. Die bespielen dich solange, bis du auch keine neuen Töne mehr hervorbringst.
Die brauchen dich für ihre Action.

Aber du hast jetzt selber ein Kind und einen Ehemann.
Das kann jetzt deine Familie sein.
Vielleicht auch die deines Mannes?
Man möchte so gerne seine alte Familie mit einbeziehen, etwas von ihnen bekommen. Gerade jetzt wo die Feiertage anstehen. Und was hat man? Nur den dumpfen Sumpf.
Ändern kannst du sie nicht mehr und für eine Therapie sind sie zu alt. Außer zum Trockenlegen, aber das muss ihnen selber wichtiger sein als ihr Sumpf.

Seine Eltern kann man sich nunmal nicht aussuchen.
Wünsche dir alles Gute und viel Sonnenschein.

...danke
Ja ich war wirklich sehr ausführlich... hab mich ein bisschen verloren in meinem Schreiben. Aber manchmal weiß ich selbst nicht wie ich mich erklären soll, aber schön das du dennoch geantwortet hast.
Es ist eben sehr schwer zusammenzufassen, was man fast 26 Jahre erlebt hat, bewusst oder auch unbewusst. Viele Dinge die passiert sind habe ich schon verdrängt und das was hängengeblieben ist, schwebt wie eine dunkle Wolke über mir.
Wenn ich könnte, wenn ich die Kraft hätte, würde ich den Kontakt komplett abbrechen. Aber scheinbar hängt mir auch die Familie im Nacken, die mich dann ständig beschwichtigt, warum ich es nicht nochmal mit meinen Eltern versuche oder wenn sie gar nicht wissen, was zwischen meinen Eltern vorgefallen ist, dann fragen sie mich immer, warum ICH so bin. so Kalt und Gefühllos. Das hätten meine Eltern nicht verdient!? Aber gerade meine Großeltern würde ich mit dem Thema gar nicht belasten wollen. Es ist eben sehr schwierig.
Ich versuche mal meinen Text zu kürzen

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25. Oktober 2011 um 11:31

Die gute Nachricht
du bist erwachsen, hast ein eigenes Leben und bist nicht mehr abhängig von den Eltern oder auf sie angewiesen. Halte den Abstand den du brauchst, dass es dir gut geht.
Die schlechte Nachricht.
du kannst sie nicht!!!!!!! ändern, gehe weg von diesen Erwartungen , sie werden sich nicht erfüllen.
Je eher du den Traum aufgibst, die Eltern zu bekommen, die du dir wünschst , umso eher bist du frei.
Eltern können schlecht Eltern und durchsaus gute Großeltern sein. Dennoch habe ein Auge darauf. Du hast dein Kind zu beschützen!!!!!!
Ich hatte eine sehr schwierige Mutterbeziehung. Aber meine Mutter war eine fürsorgliche verständnisvolle Großmutter. Du mußt nur schauen, dass eure Differenzen nciht auf dem Rücken des Kindes ausgetragen werden.
Deine Eltern sind einfach Opfer ihrer Geschichte geworden und haben nicht daran gearbeitet. Sie haben mir ihrer Geschichte getan, was sie konnten.
Du bist nun erwachsen , mußt für dich sorgen und dir evtl therapeutische Hilfe holen.
Je mehr du dein Leben lebst und Grenzen setzt umso freier wirst du werden. Gebe deine Erwartungen auf. Wenn es doch die eine oder andere Verbesserung geben sollte , dann freue
dich.
Buchtipp: Vergiftete Kindheit
oder "Ohne Wurzeln keine Flügel"
Gruß melike

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25. Oktober 2011 um 13:15

Normale erziehungsfehler...?
also da muss ich wirklich widersprechen. zum einen, dass ich topfit bin und nicht schaden davon getragen habe. Sonst würde ich wohl kaum hier über meine Probleme schreiben und mehrfach schon in therapeutischer betreuung gewesen sein?! oder etwa nicht?!
Klar machen Eltern Fehler in der Erziehung und natürlich hat man auch Streiterein. Aber ich denke es ist keineswecks NORMAL, wenn der eigenen Vater sagt, dass er nie ein Kind haben wollte und nicht der Vatertyp ist und das er einen jahrelang aus seinem Herzen ausgeschlossen hat. Eine Mutter, die auf ihre eigene Tochter eifersüchtig ist usw.
Also daran finde ich nichts normal und Gott bewahren wenn es das ist, dass ich auch zu so einer Mutter werde!
Und mein Mann hat ja auch Recht mit dem was er sagt und denkt. Es ist ja nicht so, als würde er voreingenommen in die Sache gehen, aufgrund meiner Erzählungen, er erlebt es ja nun mal selbst. Da kann ich ihn nur zu gut verstehen, dass er sich distanziert.
Wenn meine Eltern ihren "Job" gut erledigt hätten, dann denke ich nciht, dass ich heute diese Probleme hätte (Vertrauen usw.)
Leider übwiegen aber die negativen Tage und Schlußendlich ist in meinem Kopf eingebrannt, dass mein Vater mich für eine ekelhafte Drecksauhält und wenn er sich mal wieder nicht im Griff hat und dann einen nassen Waschlappen über den Kopf ausringt (und das seiner erwachsenen Tochter), dann frage ich dich, ob das NORMAL ist?!

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25. Oktober 2011 um 13:17
In Antwort auf melike13

Die gute Nachricht
du bist erwachsen, hast ein eigenes Leben und bist nicht mehr abhängig von den Eltern oder auf sie angewiesen. Halte den Abstand den du brauchst, dass es dir gut geht.
Die schlechte Nachricht.
du kannst sie nicht!!!!!!! ändern, gehe weg von diesen Erwartungen , sie werden sich nicht erfüllen.
Je eher du den Traum aufgibst, die Eltern zu bekommen, die du dir wünschst , umso eher bist du frei.
Eltern können schlecht Eltern und durchsaus gute Großeltern sein. Dennoch habe ein Auge darauf. Du hast dein Kind zu beschützen!!!!!!
Ich hatte eine sehr schwierige Mutterbeziehung. Aber meine Mutter war eine fürsorgliche verständnisvolle Großmutter. Du mußt nur schauen, dass eure Differenzen nciht auf dem Rücken des Kindes ausgetragen werden.
Deine Eltern sind einfach Opfer ihrer Geschichte geworden und haben nicht daran gearbeitet. Sie haben mir ihrer Geschichte getan, was sie konnten.
Du bist nun erwachsen , mußt für dich sorgen und dir evtl therapeutische Hilfe holen.
Je mehr du dein Leben lebst und Grenzen setzt umso freier wirst du werden. Gebe deine Erwartungen auf. Wenn es doch die eine oder andere Verbesserung geben sollte , dann freue
dich.
Buchtipp: Vergiftete Kindheit
oder "Ohne Wurzeln keine Flügel"
Gruß melike

So sehe ich das auch...
vielen lieben Dank für deine Worte!
Und ja es sind wahrschenlich die Erwartungen, die ich habe und die nicht bzw. niemals erfüllt werden können, da meine Eltern, wie du sagst, Opfer ihrer Vergangenheit sind.
Das ist Fakt und wahrscheinlich bin ich noch eine Phase der Akzeptanz, dass ich das Verstehen muss. Aber ich lerne und werde auch meine Tochter schützen. Natürlich muss ich ihr den Kontakt ermöglichen, so lange er ihr gut tut. Vielleicht hast du Recht und sie machen das, was sie bei mir versäumt haben, bei ihr richtig. Und wenn sie das nicht tun, dann werde ich mein Kind beschützen.

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25. Oktober 2011 um 16:06

...
Wenn das eigene Kind noch klein ist, fühlt man innerlich auch wie das kleine Kind. Und da hängt man emotional
an seinen Eltern.

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25. Oktober 2011 um 22:33

...
sie hängt an ihrer Vergangenheit.
Ihr jetziges Empfinden ist die Sehnsucht
ihrer Kindheit.

Offene Wunden.

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8. November 2011 um 10:16

Kontakt-Abbruch
hallo,

ich beschäftige mich auch gerade mit dem Thema "Kontakt-Abrruch" in der Familie. Irgendwie ist das Thema plötzlich in den Medien (NDR, Zeitschriften, Bücher) .... oder: ich nehme es nur gerade besonders wahr. Ich lese gerade 2 Bücher dazu ... bin gespannt auf den Inhalt ... aber ich habe den (ersten) Eindruck, dass es mir nicht persönlich genug ist ...

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9. November 2011 um 7:16
In Antwort auf marian_12469675

Kontakt-Abbruch
hallo,

ich beschäftige mich auch gerade mit dem Thema "Kontakt-Abrruch" in der Familie. Irgendwie ist das Thema plötzlich in den Medien (NDR, Zeitschriften, Bücher) .... oder: ich nehme es nur gerade besonders wahr. Ich lese gerade 2 Bücher dazu ... bin gespannt auf den Inhalt ... aber ich habe den (ersten) Eindruck, dass es mir nicht persönlich genug ist ...

Im Radio
auch schon gehört... da gab es vor kurzem eine diskussion im radio dazu. wie sich die betroffenen fühlen usw.

ich lese auch gerade ein buch.
vergiftete kindheit (hat mir melike13 empfehlt )
das ist wirklich gut und hilft mir sehr...

ich glaube aber in meinem fall ist ein kontaktabbruch im moment nicht nötig. ich denke das ich in gewisser weise inzwischen einen besseren weg gefunden habe, natürlich noch nicht perfekt, man verfällt ja schnell in alte muster, aber es ist schon besser. in dem buch stehen auch beispielsätze bei konfrontationen mit seinen eltern - die sind wirklich klasse.

wünsche dir alles gute

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9. November 2011 um 8:46
In Antwort auf leonie_12501047

Im Radio
auch schon gehört... da gab es vor kurzem eine diskussion im radio dazu. wie sich die betroffenen fühlen usw.

ich lese auch gerade ein buch.
vergiftete kindheit (hat mir melike13 empfehlt )
das ist wirklich gut und hilft mir sehr...

ich glaube aber in meinem fall ist ein kontaktabbruch im moment nicht nötig. ich denke das ich in gewisser weise inzwischen einen besseren weg gefunden habe, natürlich noch nicht perfekt, man verfällt ja schnell in alte muster, aber es ist schon besser. in dem buch stehen auch beispielsätze bei konfrontationen mit seinen eltern - die sind wirklich klasse.

wünsche dir alles gute

Kontakt-Abbruch: Sprachlosigkeit in der Familie
Hallo confused22,

bei welchem Sender lief das denn im Radio: Gibts das evtl. als podcast?

Das ist toll, wenn du einen Weg gefunden hast, der dir hilft, dich besser zu fühlen!

Vielleicht besorge ich mir das buch auch mal: Das Hauptproblem ist ja oft, dass man nicht wirklich über seine Gefühle miteinander reden kann, das ändert sich ja nach einer Kontakt-Pause auch nicht unbedingt ... wird vielleicht sogar noch schwieriger sich wieder anzunähern, wenn man nicht richtig reden kann.

Alles Gute
Küstensusi

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9. November 2011 um 14:38
In Antwort auf marian_12469675

Kontakt-Abbruch: Sprachlosigkeit in der Familie
Hallo confused22,

bei welchem Sender lief das denn im Radio: Gibts das evtl. als podcast?

Das ist toll, wenn du einen Weg gefunden hast, der dir hilft, dich besser zu fühlen!

Vielleicht besorge ich mir das buch auch mal: Das Hauptproblem ist ja oft, dass man nicht wirklich über seine Gefühle miteinander reden kann, das ändert sich ja nach einer Kontakt-Pause auch nicht unbedingt ... wird vielleicht sogar noch schwieriger sich wieder anzunähern, wenn man nicht richtig reden kann.

Alles Gute
Küstensusi

@kuestensusi
ich habe eure Diskussion hier nochmal verfolgt. Die Eltern werden sich unter Umständen nie ändern, darum nützen auch Diskussionen manchmal ganz wenig. Und früher war es wirklich oft nicht üblich über Gefühle zu reden. Oft haben sich Menschen auch von den Gefühlen abgeschnitten, um ihr Leben überhaupt ertragen zu können. Wichtig ist, dass man versteht, dass diese Eltern sich umter Umständen nie ändern werden. Man kann nur die eigene Einstellung ändern. Den Abstand suchen, den man braucht. Wichtig ist, dass man aus der Opferrolle geht.
Es gibt mit Sicherheit Verbindungen, wo nur ein Kontaktabbruch die nötige Ruhe für das eigene Leben bringt, aber in vielen anderen Fällen ist zumindest ein spärlicher Kontakt möglich. Jeder einzelne sollte prüfen, wieviel ihm gut tut. Mit der Vergangenheit sich aussöhnen heißt nicht gleichzeitig viel Kontakt zu haben. Ich habe sehr lange an meiner eigenen Geschichte gearbeitet.
Gruß Melike

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9. November 2011 um 14:59
In Antwort auf melike13

@kuestensusi
ich habe eure Diskussion hier nochmal verfolgt. Die Eltern werden sich unter Umständen nie ändern, darum nützen auch Diskussionen manchmal ganz wenig. Und früher war es wirklich oft nicht üblich über Gefühle zu reden. Oft haben sich Menschen auch von den Gefühlen abgeschnitten, um ihr Leben überhaupt ertragen zu können. Wichtig ist, dass man versteht, dass diese Eltern sich umter Umständen nie ändern werden. Man kann nur die eigene Einstellung ändern. Den Abstand suchen, den man braucht. Wichtig ist, dass man aus der Opferrolle geht.
Es gibt mit Sicherheit Verbindungen, wo nur ein Kontaktabbruch die nötige Ruhe für das eigene Leben bringt, aber in vielen anderen Fällen ist zumindest ein spärlicher Kontakt möglich. Jeder einzelne sollte prüfen, wieviel ihm gut tut. Mit der Vergangenheit sich aussöhnen heißt nicht gleichzeitig viel Kontakt zu haben. Ich habe sehr lange an meiner eigenen Geschichte gearbeitet.
Gruß Melike

Sprachlosigkeit
@melike

Hallo melike, es gefällt mir sehr, was du schreibst.
Sicher ist es so, dass viele Eltern aus der Zeit nach dem Krieg stammen, es wurde nicht so über Gefühle geredet ... die Menschen hatten vielleicht auch eigene Sorgen, mit denen sie die Kinder nicht belasten wollten.
Aber die Kinder haben vielleicht gespürt, dass es da irgendetwas gibt ....

Kinder hatten auch einen anderen Stellenwert als heute.

In manchem Berichten heißt es, dass sich Kontakt-Abbrüche immer weiter durch die Familien ziehen ...
Ich hoffe, dass es unserer Familie nicht weiter zur "Tradition" gehören wird.
Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, den Kontakt zu meinen Kindern später mal zu verlieren ... aber sicherlich kommt mal die Zeit, wo sie mir auch mitteilen, dass irgendwas in der Erziehung nicht so gut gelaufen ist (nach ihrem Empfinden).

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10. November 2011 um 9:49
In Antwort auf marian_12469675

Sprachlosigkeit
@melike

Hallo melike, es gefällt mir sehr, was du schreibst.
Sicher ist es so, dass viele Eltern aus der Zeit nach dem Krieg stammen, es wurde nicht so über Gefühle geredet ... die Menschen hatten vielleicht auch eigene Sorgen, mit denen sie die Kinder nicht belasten wollten.
Aber die Kinder haben vielleicht gespürt, dass es da irgendetwas gibt ....

Kinder hatten auch einen anderen Stellenwert als heute.

In manchem Berichten heißt es, dass sich Kontakt-Abbrüche immer weiter durch die Familien ziehen ...
Ich hoffe, dass es unserer Familie nicht weiter zur "Tradition" gehören wird.
Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, den Kontakt zu meinen Kindern später mal zu verlieren ... aber sicherlich kommt mal die Zeit, wo sie mir auch mitteilen, dass irgendwas in der Erziehung nicht so gut gelaufen ist (nach ihrem Empfinden).

Radio
Ich glaube es war HR3, bin mir ziemlich sicher das es Sonntags war mit Bärbel Schäfer. Da müsste man eigentlich was finden. Ist aber schon eine Weile her.

Ich hab gestern das Buch duchgelesen und mache mir nun meine Gedanken. Ich habe noch ein zweites Buch, was ich jetzt angehen will (auch von melike empfohlen) "Ohne Flügel keine Wurzeln". Später mehr dazu, wie das war.






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10. November 2011 um 10:08
In Antwort auf marian_12469675

Sprachlosigkeit
@melike

Hallo melike, es gefällt mir sehr, was du schreibst.
Sicher ist es so, dass viele Eltern aus der Zeit nach dem Krieg stammen, es wurde nicht so über Gefühle geredet ... die Menschen hatten vielleicht auch eigene Sorgen, mit denen sie die Kinder nicht belasten wollten.
Aber die Kinder haben vielleicht gespürt, dass es da irgendetwas gibt ....

Kinder hatten auch einen anderen Stellenwert als heute.

In manchem Berichten heißt es, dass sich Kontakt-Abbrüche immer weiter durch die Familien ziehen ...
Ich hoffe, dass es unserer Familie nicht weiter zur "Tradition" gehören wird.
Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, den Kontakt zu meinen Kindern später mal zu verlieren ... aber sicherlich kommt mal die Zeit, wo sie mir auch mitteilen, dass irgendwas in der Erziehung nicht so gut gelaufen ist (nach ihrem Empfinden).

Fehler in der Erziehung,
da hast du natürlich Recht, mit dem was du sagst. Ich bin selbst Mutter, habe auch Fehler gemacht, wieder ganz andere. Das müssen wir uns auch eingestehen, das macht das Menschsein aus, dass wir Fehler machen, im Umgang mit den Kindern, mit den Partnern auch mit den Mitmenschen, das ist unser "Übungsfeld" , daraus lernen wir.
Unsere Eltern hatten auch ihr "Schicksal" und es war oft nicht einfach. Was wir aber heute haben, dass sind ganz viele Möglichkeiten, Therapien, Workshops, alternative Therapien, Bücher , Beratungsstelle. Jeder , der heute etwas bei sich erkennt, hat die Möglichkeit daran zu arbeiten , es zu verändern. Wichtig ist das wir aus den Opferrollen aussteigen, denn wer aktiv ist, keine Schuldigen mehr sucht und die Verantwortung übernimmt, der ist frei. Selbst habe ich mich aus der eigenen Geschichte heraus mit einer alternativen Familientherapieform beschäftigt, was mich persönlich sehr viel weiter gebracht hat. Ihr dürft mich gerne darüber anschreiben per PN.
Gruß Melike

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14. November 2011 um 16:32

Erfahrungsberichte "Kontakt-Abbruch" gesucht!
Guten Tag,

in meiner Familie ist das Schicksal "Kontakt-Abbruch" mehrfach aufgetreten ... Es ist ein großes Tabu-Thema, dem ich gerne eine Stimme verleihen möchte!

Als Betroffene und Autorin schwebt mir ein Buch-Projekt vor, in dem Betroffene zu Wort kommen.
Wer hat Lust seine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben und zur Veröffentlichung freizugeben (natürlich anonym)?

Ich freu mich über Zuschriften an: Schweigen@text-werkstatt-pahl.de

Herzlichen Dank
Küsten-Susi

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19. November 2011 um 23:58
In Antwort auf marian_12469675

Erfahrungsberichte "Kontakt-Abbruch" gesucht!
Guten Tag,

in meiner Familie ist das Schicksal "Kontakt-Abbruch" mehrfach aufgetreten ... Es ist ein großes Tabu-Thema, dem ich gerne eine Stimme verleihen möchte!

Als Betroffene und Autorin schwebt mir ein Buch-Projekt vor, in dem Betroffene zu Wort kommen.
Wer hat Lust seine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben und zur Veröffentlichung freizugeben (natürlich anonym)?

Ich freu mich über Zuschriften an: Schweigen@text-werkstatt-pahl.de

Herzlichen Dank
Küsten-Susi

Kontakt-Abbruch: Schreiben Sie Ihre Gefühle in einem Brief auf (ich suche Beiträge für Buch-Projek
Guten Tag,

ich plane ein Buch-Projekt, in dem sowohl Verlassene als auch Kontaktabbrecher zu Wort kommen sollen.

Ich suche daher von Betroffenen (natürlich anonym!)
Erfahrungsberichte
Tagebuch-Eintragungen
Gedichte
Zeichnungen

Wer noch nichts "in der Schublade hat", den würde ich gerne dazu ermutigen, einen Brief mit seinen Gefühlen an den Sohn/den Vater/die Mutter/die Tochter zu schreiben: Das soll dann nicht abgeschickt werden, sondern in dem Buch veröffentlicht werden ...


Mit dem Buch-Projekt möchte ich diesem Tabu-Thema zu mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit verhelfen; außerdem sollen Betroffene das Gefühl bekommen, mit ihrer Situation nicht allein zu sein.
Auch wenn sie von den eigenen Betroffenen keine Gründe/Stellungnahmen/Emotionen bekommen, ist es vielleicht in dem einen oder anderen Fall aufschlussreich, zu lesen, was andere zum Kontaktabbruch bewegt hat bzw. wie die Verlassenen sich fühlen.

Schön wäre es natürlich, wenn sich auch Menschen finden würden, die wieder mit ihrem Angehörigen in Kontakt gekommen sind.


In meiner eigenen Familie wird diese Thematik seit Jahren fast totgeschwiegen; ich möchte nicht, dass diese "Tradition" sich in die nächste Generation weiterträgt ...

Mit herzlichem Gruß
Küsten-Susie
Schweigen@text-werkstatt-pahl.de

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Frühere Diskussionen
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
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