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Ich habe Angst davor glücklich zu sein

28. November 2012 um 17:16 Letzte Antwort: 11. Januar 2013 um 18:36

Hallo,
Ich habe ein sehr großes Problem und hätte einfach gerne einen Rat/ eure Meinung dazu von euch...
Seit einiger Zeit kann ich einfach nicht mehr wirklich glücklich sein, ich habe regelrecht Angst davor glücklich zu sein. Sobald ich anfange etwas Glück zu spüren befürchte ich, dass es sofort wieder vorbei sein könnte....Ich steigere mich da dann so sehr rein, dass ich wirklich wieder unglücklich werde...
Bin ich aber unglücklich wünsche ich mir glücklich zu sein, es ist ein ewiges hin und her....
Hatte jemand schonmal ein ähnliches Problem und kann einfach mal erzählen wie er mit umgegangen ist, oder wie es sich gebessert hat?

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21. Dezember 2012 um 13:25

Ich kenne das Problem
Hey Ich glaube ich kenne dein Problem selber ziemlich gut, weil ich genau das auch mal erlebt hab, und ich habe auch relativ lange gebraucht um das mit mir selbst zu regeln. Bei mir hat das angefangen als sich meine Eltern getrennt haben, also gibt es bei dir vlt. auch einen Auslöser dafür? Gleichzeitig war ich unglücklich verliebt, also ging es mir sowieso schonmal beschissen, aber natürlich hab ich jede Nacht davon geträumt glücklich zu sein und einfach mal keine Sorgen haben zu müssen.
Irgendwann hab ich mich dann tatsächlich mit 'ihm' getroffen, er hat mich sogar geküsst - und ich hab ihm gesagt dass es nichts wird und wir es besser lassen, weil ich genau das gleiche Gefühl hatte wie du. Ich war in dem einem Moment richtig glücklich, aber die Angst dass das alles wieder kaputt gehen könnte war viel schlimmer. Vorallem konnte ich das aber keinem erklären, weil es auch niemand verstanden hat. Ich wusste genauso wie du nicht was ich tun sollte. Das ist jetzt mehr als 2 Jahre her, und inzwischen hab ich dieses Gefühl nicht mehr. Aber ich selber war vollkommen hilflos, ich konnte nichts daran ändern. Mir geht es erst besser, seit dem ich mit meinem Vater fast nichts mehr zu tun habe und ich mit meinem Freund zusammen bin. Ich habe einfach jemanden gebraucht dem ich vertrauen kann, und bei dem ich wirklich weiß, dass er immer für mich da ist. Aber bis ich dass wirklich glauben konnte, habe ich mehr als ein halbes Jahr gebraucht.
Du denkst dir jetzt bestimmt ich hab gut reden, aber ich weiß wie es dir geht, und für mich war mein Freund einfach der einzige ausweg...
Sorry dass ich soviel geschrieben habe, aber ich hoffe das dir dass irgendwie hilft und du da wieder raus kommst, am besten mit Hilfe von Freunden...
Viel Glück & LG

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11. Januar 2013 um 18:36

Ich
Kenne das. Nelson Mandela hat einst gesagt "unsere grösste Angst ist nicht schwach und unzulänglich zu sein sondern grenzenlos mächtig zu sein. Ich denke, dass das ein häufiges Phaenomen bei Menschen mit nicht allzuhochem Selbstwertgefühl ist.

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