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Ich glaube ich bin depressiv

21. Dezember 2006 um 10:38

Hallo,
dieser Schritt fällt mir äußerst schwer. Ich habe bisher noch niemanden von meiner Befürchtung erzählt, mir ist es auch sehr peinlich, aber ich denke dass ich seit gut einem halben Jahr stark depressiv bin.
Ich war/bin glaub ich schon immer ein eher pessimistischer Mensch, aber das letzte halbe Jahr ist es immer schlimmer geworden. Mir fehlt einfach der Antrieb irgendetwas zu tun, ich bin mit meiner ganzen Lebenssituation vollkommen unzufrieden aber weiß nicht wirklich wie ich etwas an der Miesere ändern kann.
Das erste große Problem ist, ich studiere etwas was mich eigentlich nicht wirklich interessiert, für mich habe ich auch schon den Entschluss gefasst das Studium zu beenden, aber meine Entscheidung kann ich in meiner Familie nicht frei äußern. Meine Mutter kennt zwar meinen Entschluss aber meinem Vater kann ich das ganze nicht erzählen. Auch meine Mutter meint es währe besser ihm erst reinen Wein einzuschenken wenn ich einen Ausbildungsvertrag in der Tasche habe.
Allein dieser Zwiespalt löst in mir ein Gefühl der Undankbarkeit aus. Meine Eltern bezahlen mir das Studium und ich bin nur unzufrieden mit der Situation. Auch wohne ich noch zuhause und mein Vater ist Frührentner. Wir ecken täglich aneinander und ich würde nichts lieber als hier weg, aber wir haben erst vor ca. 5 Monaten die obere Etage unseres Hauses für mich renoviert. Und jeder der das ließt denkt bestimmt auch was für ein Undankbares Gör.
Ich glaube ausschlaggebend dafür dass es mir seit einem halben Jahr immer schlechter geht ist die Trennung von meinem damaligen Freund und dem Hund den wir zusammen hatten.
Danach ging es mir richtig dreckig, aber ein guter Freund brachte mich zu einem Kumpel der noch ein kleines Hundebaby hatte das keiner wollte, also das richtige für mich. Zwei ungewollte Seelen die sich jetzt umeinander kümmern können.
Er ist auch das einzige was mich noch am leben hält. Ich glaube wenn ich ihn nicht hätte würde es mich wohl schon länger nicht mehr geben. Aber momentan geht es wieder mehr bergab. Ich überlege mir täglich die Formulierung meines Testaments, damit mein kleiner nach meinem ableben auch ein gutes neues zuhause bekommt.
Natürlich hab ich mir auch schon mal überlegt zum Arzt zu gehen, aber ich wüsste nicht wie ich das ganze ansprechen soll. Auch habe ich das Problem das ich Ärzten nicht wirklich vertraue. Ich müsste früher öfters zum Arzt wegen Knieproblemen, das ganze hat nicht viel gebracht meine Knie schmerzen und Knacken immer noch. Der letzte Arzt dem ich damit auf die Nerven gefallen bin meinte: Das ist halt so bei Frauen in ihrem Alter. Hallo ich bin keine 80, ich war damals grade mal 13.
Auch habe ich starke Migräne und da habe ich nur zuhören bekommen: Dann nehmen sie doch einfach genug Schmerzmittel. Daher weiß ich immer nicht wirklich wie ich mich vor Ärzten ausdrücken soll. Ich komm mir immer vor wie ein Simulant.
Wie gesagt auch dieser Schritt fällt mir äußerst schwer aber irgendetwas muss ich tun.

Vielen dank schon mal dafür dass sich jemand die Zeit genommen hat sich das durchzulesen.

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26. Dezember 2006 um 19:14

Hey
also erstens mal kopf hoch!!!! ich kenn das gefühl einfach nur weg zu wollen und einfach total unglücklich zu sein!!!! ich bin selbst schon einem in so ein tiefes loch gefallen und wusste weder ein noch aus..... ich war auch so unzufrieden mit mir und meinem leben und ich konnte an nichts mehr gefallen finden aber irgendwann legte sich die situation von selbst. ich denke viele haben solche phasen wo sie in ein tiefes loch fallen und einfach nur lustlos und antriebslos sind. ich kann nicht einschätzen wie das bei dir ist und ob du vielleicht doch depressiv bist aber ich kann dir nur von mir sagen, dass es mir ähnlich ergangen ist, aber dass ich eben wieder die kurve gekratzt habe. ich wünsche dir, dass es bei dir gleich ist. ansonsten kann ich dir wirklich nur den rat geben dich an einen arzt zu wenden oder besser gesagt zu einem psychologen. bei denen ist das nämlich nicht so wie bei einem schmerzenden knie oder ähnliches. ich glaube die nehmen das wirklich ernst was du sagst. das ist das einzige was ich dir ans herz legen kann!!!! ich wünsche dir alles gute und einen besseren start ins neue jahr!

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14. Januar 2007 um 17:20

Schöne momente wahrnehmen!
HAllo!

Ich kann deine Situation sehr gut nachempfinden, ich habe auch manchmal das gefühl, dass es nicht mehr weitergeht.. Ich bin in einer ähnlichen situation, ich studiere auch und wohne zu hause (Das war meine eigene wahl), und wir haben vor nem halben jahr den keller für mich renoviert. dass du manchmal einfach weg willst ist denke ich normal. das ist bei mir auch so, aber ich kann nun mal jetzt nicht einfach ausziehen. aber wenn du eine eigene etage hast, kannst du dich doch dort ganz gut von deinen eltern zurückziehen, wenn sie dich nerven.
zum studium kann ich nur sagen, beende es. egal was dein vater sagt. ich hab selbst auch angefangen, etwas zu studieren was mir dann absolut nicht gefiel und nicht lag. ich hab dann nach dem ersten semester direkt aufgehört und jetzt studiere ich etwas, was mir spaß macht. es ist einfach auf die dauer zu belastend etwas zu machen, was du eigentlich nicht machen willst. und außerdem ist es deine zukunft, und dein leben, da hat dein vater kein mitspracherecht. ich weiß, der schritt ist sehr schwer, aber es geht schließlich um DEINE zukunft und deine berufswahl.
als tipp würd ich dir raten, bewusst die schönen dinge wahrzunehmen, die dir passieren. wenn du spaß hattest, grad gelacht hast, mit deinem hund gespielt hast oder ähnliches, denk kurz bewusst drüber nach wie schön das grad war. in solche momenten merkst du doch, das alles garnicht so schlimm ist!
klappt bei mir immer, und ich denke, in nem gewissen maße hat jeder mal so einen durchhänger. das ist wohl ganz normal. aber wenn du das gefühl hast, dass es garnicht mehr geht, besuch doch einfach mal nen psychologen. das ist ja nichts, wofür man sich schämen müsste, es gibt genug menschen,die solche hilfe brauchen.
also kopf hoch, und bewusst die schönen momente erleben, die gehen nämlich viel zu oft an einem vorbei, wenn man immer damit beschäftigt ist, pessimistisch zu denken!
liebe grüße, nina

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20. April 2015 um 2:03

Hallo
Hallo
Ich bin 15(ja ich weiß sehr jung für Depressionen ) aber ich habe schon viel Leid und so weiter und so fort erfahren.
ich frage mich oft wozu das alles einen sinn hat wenn ich doch sowieso von allen gehasst und gemobbt werde. Ich habe außerdem sehr große schwirigkeiten anderen menschen zu vertrauen meine letzte Vertrauensperson meine oma ist vor einem halben jahr gestorben seit dem wird alles immer schlimmer... ich kann mit niemandem mehr reden. Wahrscheinlich wäre eine theraphie das richtige für mich aber ich kann ja nicht zu meinen eltern gehen; "hey mama und papa ich glaub ich bin depressiv kann ich zum Psychiater" . Also rede ich mit niemanden ich weiß das das falsch ist aber ich habe nunmal niemanden.
Also kann ich dich sehr gut verstehen du bist erwachsen also versuch zum Psychiater zu gehen wenn ich volljährig wäre würde ich das sofort machen
lg

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3. Dezember 2015 um 18:08

Hallo erstmal
Ich denke ich weiß zumindest ansatzweise wie du dich fühlst/ gefühlt hast. Ich weiß nicht wie schlimm es bei dir geworden ist und ob du dir helfen lassen hast aber das hoffe ich, denn niemand sollte aus irgendeinem Grund dazu greifen müssen so etwas zu tuen. <3
Und dennoch wollte ich mir hier mal etwas von der Seele reden:
Ich bin selber erst 14 Jahre alt und gehe auf ein Gymnasium. Ich bin nicht die beste oder die schlechteste, habe einige Freunde und auch welche die mir extrem wichtig sind. Ich versuche immer jedem Streit aus dem Weg zu gehen, da ich schon ein paar große Streits miterlebt habe, die alle nicht besonders schön waren. Im großen und ganzen läuft mein Leben eigentlich ganz gut und dennoch habe ich diese Momente wo ich nur noch weine, mich selber schlage und manchmal auch lange Briefe an niemanden schreibe, die dann schildern wie es mir gerade geht. Ich denke dabei oft an die vielen mir wichtigen Leute die schon verstorben sind oder an meine Eltern und meinen Hund, was ich ohne sie machen würde. Ich habe (außer dem sich selber aus Verzweiflung schlagen) mich noch nie selbst verletzt, weil ich da wie eine Blockade vor habe. Ich kann mir nicht ansehen, wie andere das tun und finde es grausam. Es gab schon einige Freundinnen von mir die so etwas getan haben, allerdings haben sie das überall rumerzählt und ich glaube sie wollten damit eher Aufmerksamkeit haben.

Meine Probleme sind im Winter, wie jetzt, besonders schlimm ich weine sehr oft oder habe keinen Antrieb mehr irgendetwas zu tun. Meiner Mutter habe ich schonmal davon erzählt nachdem ich wieder total fertig war, ich glaube aber sie nimmt es nicht komplett ernst. Sie meinte ein Therapeut wäre nicht nötig, hat mir aber dennoch ein heiltherapeutisches Mittel gegen Verstimmungen gekauft. Wenn ich das nehme geht es mir super aber ohne das fühle mich mich leer. Ich wollte das jetzt einfach mal alles loswerden weil ich dachte es könnte mir vielleicht helfen! Falls ich es bis hier hin gelesen habt danke<3

U.

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19. Mai 2016 um 16:24
In Antwort auf mop25j

Hallo
Hallo
Ich bin 15(ja ich weiß sehr jung für Depressionen ) aber ich habe schon viel Leid und so weiter und so fort erfahren.
ich frage mich oft wozu das alles einen sinn hat wenn ich doch sowieso von allen gehasst und gemobbt werde. Ich habe außerdem sehr große schwirigkeiten anderen menschen zu vertrauen meine letzte Vertrauensperson meine oma ist vor einem halben jahr gestorben seit dem wird alles immer schlimmer... ich kann mit niemandem mehr reden. Wahrscheinlich wäre eine theraphie das richtige für mich aber ich kann ja nicht zu meinen eltern gehen; "hey mama und papa ich glaub ich bin depressiv kann ich zum Psychiater" . Also rede ich mit niemanden ich weiß das das falsch ist aber ich habe nunmal niemanden.
Also kann ich dich sehr gut verstehen du bist erwachsen also versuch zum Psychiater zu gehen wenn ich volljährig wäre würde ich das sofort machen
lg

:'(
ich bi n 12 und leinde an depresionen und ich denke jeden tag ob ich mich umbringen sollte

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19. Mai 2016 um 16:24
In Antwort auf mop25j

Hallo
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Ich bin 15(ja ich weiß sehr jung für Depressionen ) aber ich habe schon viel Leid und so weiter und so fort erfahren.
ich frage mich oft wozu das alles einen sinn hat wenn ich doch sowieso von allen gehasst und gemobbt werde. Ich habe außerdem sehr große schwirigkeiten anderen menschen zu vertrauen meine letzte Vertrauensperson meine oma ist vor einem halben jahr gestorben seit dem wird alles immer schlimmer... ich kann mit niemandem mehr reden. Wahrscheinlich wäre eine theraphie das richtige für mich aber ich kann ja nicht zu meinen eltern gehen; "hey mama und papa ich glaub ich bin depressiv kann ich zum Psychiater" . Also rede ich mit niemanden ich weiß das das falsch ist aber ich habe nunmal niemanden.
Also kann ich dich sehr gut verstehen du bist erwachsen also versuch zum Psychiater zu gehen wenn ich volljährig wäre würde ich das sofort machen
lg

:'(
ich bi n 12 und leinde an depresionen und ich denke jeden tag ob ich mich umbringen sollte

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19. Mai 2016 um 16:25
In Antwort auf mop25j

Hallo
Hallo
Ich bin 15(ja ich weiß sehr jung für Depressionen ) aber ich habe schon viel Leid und so weiter und so fort erfahren.
ich frage mich oft wozu das alles einen sinn hat wenn ich doch sowieso von allen gehasst und gemobbt werde. Ich habe außerdem sehr große schwirigkeiten anderen menschen zu vertrauen meine letzte Vertrauensperson meine oma ist vor einem halben jahr gestorben seit dem wird alles immer schlimmer... ich kann mit niemandem mehr reden. Wahrscheinlich wäre eine theraphie das richtige für mich aber ich kann ja nicht zu meinen eltern gehen; "hey mama und papa ich glaub ich bin depressiv kann ich zum Psychiater" . Also rede ich mit niemanden ich weiß das das falsch ist aber ich habe nunmal niemanden.
Also kann ich dich sehr gut verstehen du bist erwachsen also versuch zum Psychiater zu gehen wenn ich volljährig wäre würde ich das sofort machen
lg

:'(
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