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Ich gehöre nicht dazu

30. November 2012 um 23:04

Hallo miteinander,
Ich bin nun fast 20 Jahre alt und fühle mich allein auf dieser Welt.
Ich weiß mein Eintrag ist hier einer von tausenden... und eigentlich weiß ich auch, was die meisten denken, wenn sie sowas lesen du kennst die falschen, es werden neue kommen, usw.

Aber da es mir seit der Einschulung so geht, bezweifle ich dass es sich ändert...
Ich habe einfach keine Freunde. Ich hatte nie einen großen Freundeskreis und ich weiß einfach nicht warum?! Ich will hier kein Mitleid erhalten ich will einfach nur verstehen warum das so ist.

Ich bin ein herzensguter Mensch noch immer hilfsbereit gewesen wenn ich um etwas gebeten werde mache ich das auch mit 100%, höre mir die Probleme anderer an, ich würde mich für andere aufgeben, bin aufrecht und ehrlich.
Ich war von klein auf ein ziemlich ruhiges und zurückhaltendes Mädchen aber immer freundlich und mit einem Lächeln auf den Lippen und der ganze Stolz meiner Eltern (bin Einzelkind) und meiner kompletten Familie da ich die einzige (der jüngeren Generation) bin die Abitur hat und an der Uni Germanistik und Mathematik studiert.

Doch Freunde zu finden war für mich noch immer schwer seit der Grundschule wurde ich gemobbt war nur gut um mein Pausenessen mit den Anderen zu teilen für den Rest saß ich in den Pausen allein auf der Bank und hab mich in der Schultoilette verkrochen wenn die Hänseleien von vorne losgingen. Die Lehrer haben das nie wirklich wahrgenommen. Als ich dann auf Gymnasium kam dachte ich, ich könnte von Neuem anfangen und Freunde finden doch wie das Schicksal manchmal spielt war es nicht so. Keiner hat in der Klasse mit mir gesprochen nur wenn es darum ginge die Hausaufgaben abzuschreiben die ich aber nach einer gewissen Zeit nicht mehr herausgerückt habe, weil ich schließlich nicht der Idiot vom Dienst bin... . Ich war für die anderen aus meiner Klasse ziemlich uninteressant, weil ich nicht so bin wie die anderen
Ich gehe abends nicht feiern, besitze keine große Klappe, war bei den meisten Lehrern beliebt.
Ich spiele leidenschaftlich gern Klavier da ich hier meine ganzen Emotionen rauslassen kann, habe daher auch bei den meisten Schulaufführungen Klavier gespielt was mich bei meinen Mitschülern noch unbeliebter gemacht hat.

Einen Freund hatte ich auch noch nie.
Ich bin nicht hässlich habe eine gute Figur, achte auf mein Aussehen und trage die neusten Klamotten.

Auf der Uni geht es mir genau so dort spreche ich die Leute zwar an aber nach 5 Minuten oder so drehen sie sich einfach um und gehen das verletzt einen doch schon ein bisschen

DIe Tage ziehen nur so an mir vorbei das einzige was ich eigentlich habe ist das Lernen und sonst nix. Wenn man andere menschen fragt, wie ihre Jugend war, dann haben sie schöne Dinge zu erzählen. viele freunde. gemeinsame Erlebnisse, aber ich ich habe nichts von alldem und ich verstehe nicht warum.

Was ist falsch an mir?




Mehr lesen

1. Dezember 2012 um 3:57

...
Solltest du wirklich etwas falsch machen, ist das anhand deines post's echt schwer zu sagen. Das bla von neuen Leuten schenken wir uns jetzt mal, das klingt jetzt komisch aber vielleicht wohnst du einfach in der falschen gegend. Ich hab 11 umzüge hinter mir und in 3 städten davon habe ich egal mit welchen mitteln keinen Anschluss gefunden, von da weggezogen und drei wochen später war am wochenende ne party mit zehn neuen leuten bei mir. Aber darf ich dich mal fragen wie du reagierst wenn sich die menschen im Gespräch einfach umdrehen und gehen? Wahrscheinlich lieg ich mit der Vermutung richtig das du verletzt einfach nichts sagst oder? Mal überlegt diesen Menschen einfach die Meinung zu geigen? So hab ich z.B meine beste Freundin kennen gelernt

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1. Dezember 2012 um 18:40

Ähnlichkeiten
So, wie Du es geschildert hast, kenne ich auch als Mann. Und es dauerte lange, bis ich es definieren konnte, warum ist es so. Aber Du hast es doch angefangen zu begreifen: Du bis nicht wie dier Anderen.
Kannst Du das Unterschied definieren?

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1. Dezember 2012 um 18:47

Scheinbar funktionierst Du nur?!
Ich bin kein Ja-Sager und führe auch nicht das Leben was meine Eltern sich für mich wünschen würden sie halten sich da eigentlich raus. Ich ziehe da mein eigenes Ding durch.

Ich bin nur hilfsbereit :/

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1. Dezember 2012 um 18:48
In Antwort auf savino_11900946

...
Solltest du wirklich etwas falsch machen, ist das anhand deines post's echt schwer zu sagen. Das bla von neuen Leuten schenken wir uns jetzt mal, das klingt jetzt komisch aber vielleicht wohnst du einfach in der falschen gegend. Ich hab 11 umzüge hinter mir und in 3 städten davon habe ich egal mit welchen mitteln keinen Anschluss gefunden, von da weggezogen und drei wochen später war am wochenende ne party mit zehn neuen leuten bei mir. Aber darf ich dich mal fragen wie du reagierst wenn sich die menschen im Gespräch einfach umdrehen und gehen? Wahrscheinlich lieg ich mit der Vermutung richtig das du verletzt einfach nichts sagst oder? Mal überlegt diesen Menschen einfach die Meinung zu geigen? So hab ich z.B meine beste Freundin kennen gelernt

...
Ja genau deine Vermutung ist vollkommen richtig. Ich hab zwar ne Menge Argumente im Kopf hab aber Angst was zu sagen bsp. fallen mir die Argumente recht spät ein

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1. Dezember 2012 um 19:15
In Antwort auf vid_12694056

Ähnlichkeiten
So, wie Du es geschildert hast, kenne ich auch als Mann. Und es dauerte lange, bis ich es definieren konnte, warum ist es so. Aber Du hast es doch angefangen zu begreifen: Du bis nicht wie dier Anderen.
Kannst Du das Unterschied definieren?

Ähnlichkeiten
Man kann doch nicht von allem ausgeschlossen werden nur weil man ein bisschen anders ist??? Das grenzt dann an Diskrimination

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1. Dezember 2012 um 20:18


huhu =)

du klingst doch echt in ordnung!

kann es sein, dass dein gegenüber deine selbstzweifel spürt und dir deswegen nicht den gewünschten respekt entgegenbringt?
finde die idee ganz gut, im fall der fälle das mal ganz direkt anzusprechen. einfach ganz höflich, nicht patzig.

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1. Dezember 2012 um 21:20
In Antwort auf civa9


huhu =)

du klingst doch echt in ordnung!

kann es sein, dass dein gegenüber deine selbstzweifel spürt und dir deswegen nicht den gewünschten respekt entgegenbringt?
finde die idee ganz gut, im fall der fälle das mal ganz direkt anzusprechen. einfach ganz höflich, nicht patzig.

Hallo
hab ich schon versucht bekam aber jedesmal die Antwort "ja du bist ein wenig seltsam!" und ich dann "ja aber wiso" und bekomme dann "keine Ahnung ist halt soo"

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2. Dezember 2012 um 5:34
In Antwort auf principessa1705

Ähnlichkeiten
Man kann doch nicht von allem ausgeschlossen werden nur weil man ein bisschen anders ist??? Das grenzt dann an Diskrimination

Etwas schon
Man kann es auch Diskrimination nennen. Ich fühle mich auch diskriminiert, aber wie empfinden mich die Anderen? Wenn man sich auf diese Frage konzentriert, dann ist man ein Stück weiter.

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2. Dezember 2012 um 19:22


Aber ich bin doch nicht perfekt??

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2. Dezember 2012 um 23:00


Wie sehe ich mich?
Warum sehe ich mich als mit Makeln behaftet?
Woher kommt das, oder besser gesagt:
Mit welcher Strategie lasse ich das mich selbst immer wieder so hartnäckig glauben?
........... okay?!?

Princis (ich nenn dich/sie jetzt einfach mal so) Beschreibung nach klingt es ehrlich gesagt für mich nicht so dass sie Probleme mit ihrer Selbstreflektion hat wenn ich ehrlich bin. Das ein mangelndes Sozialleben durch eine Therapie, in welcher Form auch immer, ausgeglichen werden soll, halte ich für einen sehr gewagten Ansatz. Wenn ich mir Princis Aussagen hier durch lese scheint sie keineswegs ein Problem mit sich selber zu haben, sondern mit der Reaktion ihres Umfeldes auf sich. Natürlich könnte man durch eine Therapie ihr Sozialverhalten darauf hin trainieren offener oder "anders" mit ihren Mitmenschen umzugehen um so evtl. Anhang zu finden...
Doch die Schilderung sie würde sich mit Makeln behaftet sehen, nur um das mal in den Kontext zu stellen, würde bedeuten das sie ihre eigene höffliche und zuvorkommende Art als Makel ansieht... wobei ich ehrlich sagen muss, und bitte nicht persönlich nehmen, ICH empfände es als eine Beleidigung.

um sie zu Zitieren: Ich bin ein herzensguter Mensch noch immer hilfsbereit gewesen wenn ich um etwas gebeten werde mache ich das auch mit 100%, höre mir die Probleme anderer an, ich würde mich für andere aufgeben, bin aufrecht und ehrlich.
Was für ein Makel...

Im Anhang entschuldige ich mich noch bei Princi, ich kenne dich nicht wirklich und rede hier sozusagen über deinen Kopf hinweg..

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2. Dezember 2012 um 23:16
In Antwort auf savino_11900946


Wie sehe ich mich?
Warum sehe ich mich als mit Makeln behaftet?
Woher kommt das, oder besser gesagt:
Mit welcher Strategie lasse ich das mich selbst immer wieder so hartnäckig glauben?
........... okay?!?

Princis (ich nenn dich/sie jetzt einfach mal so) Beschreibung nach klingt es ehrlich gesagt für mich nicht so dass sie Probleme mit ihrer Selbstreflektion hat wenn ich ehrlich bin. Das ein mangelndes Sozialleben durch eine Therapie, in welcher Form auch immer, ausgeglichen werden soll, halte ich für einen sehr gewagten Ansatz. Wenn ich mir Princis Aussagen hier durch lese scheint sie keineswegs ein Problem mit sich selber zu haben, sondern mit der Reaktion ihres Umfeldes auf sich. Natürlich könnte man durch eine Therapie ihr Sozialverhalten darauf hin trainieren offener oder "anders" mit ihren Mitmenschen umzugehen um so evtl. Anhang zu finden...
Doch die Schilderung sie würde sich mit Makeln behaftet sehen, nur um das mal in den Kontext zu stellen, würde bedeuten das sie ihre eigene höffliche und zuvorkommende Art als Makel ansieht... wobei ich ehrlich sagen muss, und bitte nicht persönlich nehmen, ICH empfände es als eine Beleidigung.

um sie zu Zitieren: Ich bin ein herzensguter Mensch noch immer hilfsbereit gewesen wenn ich um etwas gebeten werde mache ich das auch mit 100%, höre mir die Probleme anderer an, ich würde mich für andere aufgeben, bin aufrecht und ehrlich.
Was für ein Makel...

Im Anhang entschuldige ich mich noch bei Princi, ich kenne dich nicht wirklich und rede hier sozusagen über deinen Kopf hinweg..


Ich hab mir das mal jetzt so durchgelesen und denke genau das gleiche wie du ansgarn1. Ich sehe meine höfliche Art nicht als Mangel sondern eher als positive Charaktereigenschaft auf die ich stolz bin. Denn in meinem Umfeld gibt es recht wenige die noch Manieren haben nehmen wir mal ein Beispiel was mir letztens passiert ist eine ältere Dame ist mit ihren Einkaufstüten gestürzt als sie den Supermarkt verlassen wollte weil so ein (Entschuldigung für den Ausdruck) Idiot sie angerempelt hat. Jeder ist an ihr vorbei gegangen ich bin hin zu ihr und hab geholfen, weil sich das meiner Meinung nach gehört. Höflichkeit und Zuvorkommenheit ein Makel wohl eher nicht.

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2. Dezember 2012 um 23:56
In Antwort auf principessa1705


Ich hab mir das mal jetzt so durchgelesen und denke genau das gleiche wie du ansgarn1. Ich sehe meine höfliche Art nicht als Mangel sondern eher als positive Charaktereigenschaft auf die ich stolz bin. Denn in meinem Umfeld gibt es recht wenige die noch Manieren haben nehmen wir mal ein Beispiel was mir letztens passiert ist eine ältere Dame ist mit ihren Einkaufstüten gestürzt als sie den Supermarkt verlassen wollte weil so ein (Entschuldigung für den Ausdruck) Idiot sie angerempelt hat. Jeder ist an ihr vorbei gegangen ich bin hin zu ihr und hab geholfen, weil sich das meiner Meinung nach gehört. Höflichkeit und Zuvorkommenheit ein Makel wohl eher nicht.

...
Du hilfst alten Omas die hinfallen??? IN THERAPIE MIT DIR

Ne aber mal Spass beiseite, ich kenn sowas zu gut. Bei uns ist letztens an der U-Bahn die Rolltreppe ausgefallen und da war ne alte Oma mit nem schweren Koffer... Als ich zu ihr hin bin und sie gefragt hab ob ich ihr den hochtragen soll ist sie erstmal zusammengeschreckt als hätte ich sie beklauen wollen. Als wir dann oben war hat sie mir dann auch gesagt das sie sowas seid Jahren nicht mehr erlebt hat. Weiss nicht ob sowas vielleicht an der Annonymität der Städte liegt aber traurig ist es trotzdem.

ach und p.s. für Ausdrücke wie Idiot muss man sich glaube ich im Jahr 2012 im Internet nicht mehr entschudligen

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20. Dezember 2012 um 20:49
In Antwort auf savino_11900946

...
Du hilfst alten Omas die hinfallen??? IN THERAPIE MIT DIR

Ne aber mal Spass beiseite, ich kenn sowas zu gut. Bei uns ist letztens an der U-Bahn die Rolltreppe ausgefallen und da war ne alte Oma mit nem schweren Koffer... Als ich zu ihr hin bin und sie gefragt hab ob ich ihr den hochtragen soll ist sie erstmal zusammengeschreckt als hätte ich sie beklauen wollen. Als wir dann oben war hat sie mir dann auch gesagt das sie sowas seid Jahren nicht mehr erlebt hat. Weiss nicht ob sowas vielleicht an der Annonymität der Städte liegt aber traurig ist es trotzdem.

ach und p.s. für Ausdrücke wie Idiot muss man sich glaube ich im Jahr 2012 im Internet nicht mehr entschudligen

Hallo :P
jaa aber ich wurd so erzogen :P immer schön freundlich bleiben

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20. Dezember 2012 um 21:33

Kann dich gut verstehen
Hallo Principessa!

Was du da beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor..
Ich hatte (und habe) auch nie viele Freunde gehabt. Ich kann mich noch gut erinnern: in der Grundschule war ich mit drei anderen Mädchen befreundet, auf dem Gymnasium mit zweien (Hinterher nur noch einer, weil die andere die Schule verlassen hat), in der Berufsschule mit einer, die ich heute als meine beste Freundin bezeichne.

Ich habe mich auch immer gefragt, warum das so ist, und habe bis heute keine Antwort gefunden.. Mit dem Freundeskreis meiner Freunde (also Beziehungen) bin ich hingegen immer gut zurecht gekommen.
Ich würde mich auch ziemlich ähnlich beschreiben, wie du dich! Bin immer (oder meist ) nett und freundlich, hilfsbereit, etc.
Allerdings habe auch ich keine große Klappe, ich habe nicht das Bedürfnis mich in den Mittelpunkt zu stellen, so laut zu reden, dass man mir unweigerlich zuhören MUSS und ich halte meinen Mund, wenn ich von etwas keine Ahnung habe, anstelle Unsinn zu reden..

Zur Zeit mache ich eine Weiterbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin, und auch hier ist es mir wieder aufgefallen: Die Person, die von nix eine Ahnung hat, die nicht sonderlich intelligent ist, aber dafür eine große Klappe hat und ständig irgendeinen Unsinn erzählt, ist bei den meisten total beliebt.. Woher kommt das?! Ich verstehe es nicht.. Wie du auch schon erwähnt hast, verstehe ich mich gut mit den Lehrern..
Auch als ich noch gearbeitet habe, bin ich super gut mit meinen Arbeitskollegen ausgekommen, die aber fast alle älter waren, so um die 40 und aufwärts, schätze ich.. Ist das vielleicht bei dir auch ähnlich?

Manchmal glaube ich, dass manche Menschen einfach nicht dazu bestimmt sind, viele Freunde zu haben..
Ich weiß es nicht..

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und lass dich nicht unterkriegen!

Wenn du noch was loswerden magst, oder so, kannst du dich auch gerne per PN bei mir melden!

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21. Dezember 2012 um 9:57
In Antwort auf principessa1705


Ich hab mir das mal jetzt so durchgelesen und denke genau das gleiche wie du ansgarn1. Ich sehe meine höfliche Art nicht als Mangel sondern eher als positive Charaktereigenschaft auf die ich stolz bin. Denn in meinem Umfeld gibt es recht wenige die noch Manieren haben nehmen wir mal ein Beispiel was mir letztens passiert ist eine ältere Dame ist mit ihren Einkaufstüten gestürzt als sie den Supermarkt verlassen wollte weil so ein (Entschuldigung für den Ausdruck) Idiot sie angerempelt hat. Jeder ist an ihr vorbei gegangen ich bin hin zu ihr und hab geholfen, weil sich das meiner Meinung nach gehört. Höflichkeit und Zuvorkommenheit ein Makel wohl eher nicht.

Schon vor einer Generation
Vor 30 Jahren saß ich in einer vollen Wartezimmer beim Arzt. Ein 3jähriges Kind hielt es nicht auf seinen Stuhl und machte uns das Licht aus. Alle lesenden warteten auf, was passiert. Nach paar Sekunden stand die Mutter und machte wortlos das Licht. Nach eine Minute waren wir wieder in Dunkel. Die Mutter reagierte wieder gleich. Nun wurde es auch dem Kind langweilig und es blieb hell. Dann kam eine gebrechliche Alte mit Stock und suchte nach einen freien Platz. Die Mutter packte das herumlungernde Kind und setzte es neben sich auf das einzige freie Platz. Ich, damals schon 40, bin aufgestanden und bot der Alten mein Platz. Zu der Mutter sagte ich: "Warum quälen Sie das Kind und machen aus ihn einen Egoisten?"
"Sie, Steinzeitpädagoge!" entgegnete Sie mir. Das ganze Zimmer sah mir feindlich zu, als hätte ich gegen alle Gesetze verstoßen.
So war die damalige Situation und nun haben wir die Ernte.

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21. Dezember 2012 um 11:22
In Antwort auf lizzy_12730632

Kann dich gut verstehen
Hallo Principessa!

Was du da beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor..
Ich hatte (und habe) auch nie viele Freunde gehabt. Ich kann mich noch gut erinnern: in der Grundschule war ich mit drei anderen Mädchen befreundet, auf dem Gymnasium mit zweien (Hinterher nur noch einer, weil die andere die Schule verlassen hat), in der Berufsschule mit einer, die ich heute als meine beste Freundin bezeichne.

Ich habe mich auch immer gefragt, warum das so ist, und habe bis heute keine Antwort gefunden.. Mit dem Freundeskreis meiner Freunde (also Beziehungen) bin ich hingegen immer gut zurecht gekommen.
Ich würde mich auch ziemlich ähnlich beschreiben, wie du dich! Bin immer (oder meist ) nett und freundlich, hilfsbereit, etc.
Allerdings habe auch ich keine große Klappe, ich habe nicht das Bedürfnis mich in den Mittelpunkt zu stellen, so laut zu reden, dass man mir unweigerlich zuhören MUSS und ich halte meinen Mund, wenn ich von etwas keine Ahnung habe, anstelle Unsinn zu reden..

Zur Zeit mache ich eine Weiterbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin, und auch hier ist es mir wieder aufgefallen: Die Person, die von nix eine Ahnung hat, die nicht sonderlich intelligent ist, aber dafür eine große Klappe hat und ständig irgendeinen Unsinn erzählt, ist bei den meisten total beliebt.. Woher kommt das?! Ich verstehe es nicht.. Wie du auch schon erwähnt hast, verstehe ich mich gut mit den Lehrern..
Auch als ich noch gearbeitet habe, bin ich super gut mit meinen Arbeitskollegen ausgekommen, die aber fast alle älter waren, so um die 40 und aufwärts, schätze ich.. Ist das vielleicht bei dir auch ähnlich?

Manchmal glaube ich, dass manche Menschen einfach nicht dazu bestimmt sind, viele Freunde zu haben..
Ich weiß es nicht..

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und lass dich nicht unterkriegen!

Wenn du noch was loswerden magst, oder so, kannst du dich auch gerne per PN bei mir melden!


Ich bin 37. Es gibt 5 Menschen, die ich in diesen 37 Jahren als "Freund" bezeichnet habe, außerdem weitere 4 online - in 17 Jahren, die ich im Internet bin.
Ich finde das nicht traurig, nicht betrüblich, sondern völlig richtig. "Freund" ist doch etwas ganz besonderes und nichts inflationäres?

Was zum *** will man mit 213871378536718574 Einträgen in Kontaktlisten, Adressbüchern und Telfonspeichern, wo man doch weiß, dass einen davon keine 5 überhaupt wirklich kennen? Wozu braucht man "viele Freunde"? Das ist doch was wo Qualität zählt, nicht Quantität oder sehe ich das falsch?

Ernstgemeinte Frage: was ist denn toll daran, wenn man den Publikumspreis gewinnt und "beliebt" ist?

Ich bin arrogant, ich bin direkt und ich habe eine SEHR große Klappe.
Ich bin höchst selten "lieb" und "dezent". Ich habe trotzdem nicht "viele Freunde". Noch nicht mal "viele Bekannte" - was soll ich denn damit? Ich freue mich, wenn ich ganz wenige Menschen habe, denen dafür vertraue und weiß, dass sie mich kennen und trotzdem mögen - und nicht irgendeiner Show nachrennen, die ihren Geschmack trifft.
Ihr glaubt doch jetzt nicht wirklich, dass bei denen, die "viele Freunde" haben, auch nur 3 dabei sind, die mehr als lockere Bekannte sind?!?

Eine Bekanntschaft hat Unterhaltungswert, nichts sonst. Genau das ist übrigens auch die Antwort auf die Frage, warum die beliebt sind, bei denen ihr es so gar nicht verstehen könnt. Sie sind unterhaltsam.
Ihr habt so viele "gute" Eigenschaften, verlässlich und hilfsbereit und... was auch immer noch tugendhaftes. Nur Verlässlichkeit zählt nicht bei Smalltalk, nicht bei Parties, nicht bei reinem Spaß. Da zählt Sex, Drugs & Rock'n'Rave (oder Rock'n'Roll, je nach dem...). Davon habt Ihr nun hingegen nicht so viel zur Hand. Aber das hat ganz sicher nichts mit "Freundschaft" zu tun.

Mobbing ist ein eigenes Thema, keine Frage. Das meine ich nicht.

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23. Dezember 2012 um 17:59


Danke.

Wobei ich ehrlich gesagt mehr auf Erklärung als auf Beifall aus war - *Irgendwas* muß ja dran sein? Im einfachsten Falle die Illusion, dass alles ganz anders ist und die Welt "in Ordnung", wenn man zur Cheerleader - Fraktion gehört?

Einen Grund müßte es geben, warum man es traurig findet, "nie viele Freunde gehabt" zu haben?

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24. Dezember 2012 um 10:21

Ich habe den Thread jetzt bestimmt 10x gelesen...
... ich glaube Du verwechselst manches - zumindest fällt mir keine andere Erklärung ein.

Ich denke, wenn Du "viele Freunde" sagst, meinst Du "viele Bekannte" - das ist etwas völlig anderes.
Willst Du einen tollen Fanclub von Dir? Dann werde unterhaltsamer. Nicht zuverlässig sondern jemand, der sich nie traut, irgendwo ungestylt aufzutauchen und nicht traut zu sein wie er ist, sonder so wie man ihn sehen will. Denn wenn die mal nicht unterhaltsam sind, sondern ernst oder gar traurig, dann schmelzen die "vielen Freunde" wie Schnee in der Karibik. Werde oberflächlicher. Menschen, die sich amüsieren, belieben nicht zu denken.

Wenn ich "von meiner Jugend erzähle" - ja, Sex & Drugs on the dancefloor. Ich habs schon krachen lassen und ich bin auch heute kein Kind von Traurigkeit. Aber das hat recht wenig damit zu tun, ob ich jetzt beliebt bin / war. Es hat damit zu tun, dass es mir piepegal war, ob ich es morgens zur Vorlesung geschafft habe oder nicht. Damit, dass ich mit Begeisterung völlig unvernünftige Dinge getan habe (und tue). Damit, dass mich keinen Millimeter interessiert, was jetzt irgendwer von dem hält, was ich grad tun mag. Das ist eine Frage des Charakters, keine Frage der Beliebtheit. Die "Leichtigkeit des Seins" wie man so schön sagt.
Willst Du mehr Parties, mehr Spaß? Dann werde unvernüftiger. Ziehe den Moment dem vor, was langfristig schlau und sinnvoll ist. Werde oberflächlicher. Frage Dich nicht, warum etwas so ist, sondern konsumiere es einfach.

Ich denke nicht wirklich, dass Du das willst (vor allem versteh ich nicht wofür) - aber wenn Du meinst dass es not tut - hau rein.

Was ich damit sagen will - alles hat seinen Preis. Oder höflicher formuliert: alles hat Vor- und Nachteile. Du hast das Gefühl, dass Dir etwas fehlt - okay. Aber hast Du mal darüber nachgedacht, dass das zwingend nicht nur Folgen hat, die für Dich toll sind?

Hast Du das mal "zu Ende gedacht"?
Glaubst Du wirklich, die Cheerleadertypen haben Freunde oder hast Du einfach nicht darüber nachgedacht, dass das nur Bekanntschaften sind, die sich sofort in Luft auflösen, wenn sich etwas an der Situation ändert?
Glaubst Du wirklich, wie schön eine Party ist, hängt davon ab, ob man eingeladen ist und beliebt ist? Oder hast Du noch nicht darüber nachgedacht, dass Du gar nicht der Typ bist, der sich nur über Oberflächlichkeiten unterhalten möchte, für den "Wie geht's?" ein Gruß ist und niemals eine Frage und der sich einen ganzen Abend lang mit Drinks, meist wortlosen Flirts und hämmernden Beats amüsieren könnte?
Glaubst Du, wer "viel zu erzählen hat" hat nicht auch genug Mist erlebt? Richtig Spaß haben gibt schon auch mal Hausverbot im Kaufland und im Lidl (ehrlich gesagt: ich fand, beides war es wert Aber einen Menschen wie Dich kann ich mir da nicht vorstellen...), vergeigte Prüfungen, manch garstigen Kater (usw...)

Das geht in beide Richtungen. Wenn andere Dich mögen - okay toll. Aber völlig sinnlos, wenn Du keinen Gefallen an dem findest, was sie mögen.
Ich glaub Du bist eher der Typ, der mehr Spaß dabei hat mit einem oder zwei anderen mal ins Kino oder Billiard spielen zu gehen - als Cheerleader wärst Du noch unglücklicher als Du es jetzt bist. Auch wenn Du "viele Freunde" hättest - oder das, was man halt so nennt - und beliebt wärst.
Du bist nicht der Typ, das zu haben - Du bist aber auch nicht der Typ, der damit glücklich wird.

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2. Januar 2013 um 19:44

Das kommt mir ein wenig bekannt vor...
... allerdings kann ich dazu nicht mehr soviel sagen, weil ich dich ja nicht persönlich kenne..

Ggf. hat es was mit deiner Familiengeschichte zu tun oder Kindheit?

Vielleicht bist du einfach nur viel ruhiger als die anderen und wirkst daher unscheinbar. Ggf. kleidest du dich dazu noch unauffällig.. Offenheit und Neugierde auf die anderen Menschen ist ein ziemlicher Vorteil beim Kennenlernen von neuen Leuten und Gewinnen von Freunden..

Vielleicht finden wir hier durch einen Dialog mehr heraus? Vielleicht hilft dir erst einmal diese Antwort?

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