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Ich fühle mich von meiner mutter vernachlässigt!

22. Dezember 2012 um 14:51

Hallo ihr lieben,
ich schleppe nun seit ewigen Zeiten etwas mit mir rum, dass mich sehr belastet, vllt. Hat der eine oder andere ja ähnliches erlebt und kann mir erzählen, wie er die Situation bewältigte.
Ich bin 25 Jahre alt und habe einen jüngeren Bruder (21), letztes Jahr starb mein Vater ( -|- 49).
Schon als Kind war ich immer sehr unkompliziert, zielstrebig und fleißig. Hatte immer gute Noten und hab keine Probleme gemacht.
Mein Bruder war das totale Gegenteil, hat nur ärger gemacht, meine Eltern in den Wahnsinn getrieben. Hat sich so seine Aufmerksamkeit eingefordert. Mein Bruder war sowieso ein Mamakind, hat alles bekommen, sogar Geld wenn er keine 5 oder 6 schrieb, benötigte für alles mind. 3 Anläufe und wurde dann in den Himmel gelobt. Ich hab alles auf Anhieb geschafft, aber das war total normal. Es hieß nur: du schaffst das ja sowieso. Aber das ich auch was dafür getan habe und als Kind genauso Bestätigung und Lob benötigte hätte, war meuner Mutter wohl nicht klar.
Mein Vater war immer stolz auf mich das weiß ich. Ich war auch immer sehr auf meinen Vater bezogen.
Als ich meinen Führerschein bestanden habe, keine Gratulation, mein Examen... Auch nicht.
Das war die Zeit in der mir erst so ruchtig bewusst wurde das da was schief gelaufen ist die letzten Jahre, das war vor 5 Jahren etwa.
Als letztes Jahr meun Vater starb, hatten meine mutter und ich zwar eine sehr intensive Phase, aber seit dem sie sich wieder für andere Männer interessiert, ist das auch vorbei.

Wir telefonieren alle paar Tage mal über belangloses, aber wir gehen nie mal zusammen frühstücken oder zusammen nen Kaffee trinken. Innerhalb von nem halben Jahr war sie zwei mal bei mir. Einmal an meinem Geburtstag und einmal als ich sie gefragt habe warum sie keine Lust hat zeit mit mir zu verbringen.
Vor ein paar Monaten hab ich ihr gesagt, wenn sie Zeit hat soll sie sich mal melden, bis heute nichts.
Zu Weihnachten kommt sie nicht zur Familienfeier, sie ist lieber allein mit ihrem Freund und meinem Bruder, das ist ihr zu stressig. Es kommen Ihre Mutter, ihre Geschwister, und ich. Ihre Familie! Unverständluch für much, für much hat Familie einen Wert, einen sehr hohen. Aber für sie?

Mittlerweile bin ich fast im 7. Monat schwanger. Ich dachte da ändert sich was und sie zeigt etwas mehr interesse für much und das Baby, aber von wegen sie fragt nie wie es mir oder dem Baby geht. Als ich sie mal drauf angesprochen habe hat sie obligatorisch 2,3 mal angerufen: und alles klar? Naja. Sie fragt nicht mal nach wie wir das Baby nennen obwohl sie weiß das wir ein Mädchen bekommen.

Gestern hatten wir den großen Ultraschall, das wusste sie. Danach war ich so euphorisch, das ich sie angerufen habe um zu erzählen. Wirklich interessiert hat sie das aber nicht. Später hab uch ihr per sms noch ein ultraschallbild geschickt, Sie hat es nicht für nötig gehalten zu ihrem enkel einen kommentar abzugeben, nichts! Obwohl sie ihr handy den ganzen Tag in der hand hält und mit ihrem Freund schreibt!

Und gestern ist mir dann auch zum ersten mal der kragen geplatzt. Hab ihr gesagt das ich muh vernachlässigt fühle und das nichts mit ner momentanen situation zu tun hat. Das ich nucht mehr um ihre aufmerksamkeit kämpfen werde, weil sich nuchts ändern wird. Das einzige was sich ändert sind meine erwartungen zu dir. Ich habe einfach keine mehr weil ich nicht mehr enttäuscht werdn möchte.
Ihre reaktion war sehr trotzig. So von wegen ja lasst nur alle eure laune an mir aus.
Ich glaube nicht, dass sie begriffen hat wie ernst es mir ist. Warscheinlich schiebt sie alles auf die Hormone "die bekommt sich schon wieder ein".

Ich hab bald meine eigene kleine Familie, was mich sehr aufbaut.

Hat jmd ähnliche Erfahrungen macheb müssen?

Liebe Grüße,
Jenny

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22. Dezember 2012 um 16:24

Deine Mutter hat ein Problem
Ich habe auch jüngere Geschwister. So Dinge wie mit der Mama kuscheln und schmusen, geküsst werden o.ä. kannte ich lange Zeit nicht.

Meine Mutter hat sich zwar immer ordentlich um uns gekümmert, aber sie war insgesamt eine sehr distanzierte, wenig gefühlvolle Person. Sie hat uns nie geschlagen oder vernachlässigt, das nicht. Aber sie hatte eine richtige Hemmung uns in den Arm zu nehmen oder zu küssen. Heute mache ich das und ich weiß das sie es genießt. Ich habe es als Jugendliche lange nicht verstanden, weil ich es gebraucht hätte. Heute weiß ich, warum sie so ein Mensch geworden ist. Sie wurde als Kind missbraucht und ihre Schwester wurde umgebracht. Ihre Mutter hat ihr nicht geglaubt und sie ziemlich zurückgestellt. Sie hat also selbst nie diese Mutterliebe erlebt. Ich verzeihe meiner Mutter, weil ich sie heute verstehe.
Letztendlich muss deine Mutter von alleine begreifen, dass sie Dich wie ein "schlechtes Kind" behandelt. Lebe dein eigenes Leben, mit deiner eigenen kleinen Familie. Es macht keinen Sinn um ihre Aufmerksamkeit zu kämpfen. Sie ist sie dir als Mutter schuldig! Kein Kind sollte darum betteln müssen. Wenn sie sich nicht ändert wird sie dich auf lange Sicht als Tochter verlieren.

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22. Dezember 2012 um 21:51

...weil ich nicht mehr enttäuscht werden möchte...
Hallo Jenny,

ich weiß zwar nicht, was für ein Ding da tatsächlich zwischen dir und deiner Mutter läuft, es kommt mir aber so vor, als würdest du der Liebe und Anerkennung deiner Mutter hinterher laufen.
Du bist längst Erwachsen und baust gerade deine eigene Familie auf, darin hat deine Mutter keine Bedeutung mehr, von Ihrer Rolle als Oma mal abgesehen (vielleicht schreckt sie das sogar) Du jedenfalls weißt was du kannst und wozu du im Stande bist. Ist das nicht genug?
Alles, was du als Kind nicht bekommen hast wirst du auch heute nicht bekommen, sei also erwachsen und ruhe in dir selbst. Die Erwartungen an deine Mutter zu reduzieren war jedenfalls ein wichtiger Schritt, wenn du sie ganz aufgeben kannst und ohne Groll, dann bist du bei dir angekommen.

Alles Gute

manndel

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1. November 2013 um 18:16

Ich kann dich verstehen..
http://noname07.weebly.com/

da hab ich mir ein wenig Luft gemacht...
Deine Situation ist echt nciht schön. Bester Rat, den ich dir geben kann ist, den Kontakt abzubrechen. Entweder sie merkt es irgendwann, oder nicht. Wenn sie es merkt, dann das alles aber erstmal mit Vorsicht genießen...
Kannst dir den Blog mal durchlesen.

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2. November 2013 um 23:47

Abhängigkeit.
Hallo Jenny,
dieses Mutter-Tochter Thema habe ich seit meiner Kindheit verdrängt und jetzt kocht es seit einigen Wochen so richtig in mir hoch. Ich habe seit einigen Wochen den Kontakt nach einer heftigen Auseinandersetzung (die bisher noch ohne Stellungnahme von Ihrer Seite geblieben ist) abgebrochen. Es scheint Sie schlicht und einfach nicht im Geringsten zu interessieren, warum das eigene Kind, so handelt. Sie ist schon immer lieblos, herrschsüchtig, egoistisch gewesen und hat im Grunde in Ihren Kindern einen Spielball gefunden, die ihr hörig sind und nur nach Ihrem Gusto agieren. Ich und meine Halbschwester wurden permanent kleingehalten, kritisiert, misshandelt. Ein Bruder existiert auch, aber der wurde nach der Scheidung mal schön an meinen leiblichen Vater abgeschoben. Sie war mehr oder weniger ein Dienstleister. Es gab Essen und Trinken und ein Dach überm Kopf. Zärtlichkeiten gab es nie, man war immer das "ungewollte, dumme, unfähige Kind"! Ballast! Der Partner spielt eine entscheidende Rolle, obwohl dieser Mann (der Vater meiner Halbschwester) Ihr nicht gut tut (Sie wurde zb. mehrmals betrogen) sch...... sie auf ihre Kinder aber hält die Beziehung zu ihm aufrecht, verbündet sich mit ihm und lässt alles mit sich machen, ausnutzen, hausfrau spielen etc.
Was ich damit sagen will, ich weiß nicht, ob es bei dir ähnlich war oder ist, aber lass dein Leben einfach nochmal Revue passieren und finde heraus, inwiefern Sie Dir überhaupt eine Stütze war oder ein Vorbild. Hast du Rückgrat? Hast du Selbstbewusstsein? Kennst du Deine Stärken und Fähigkeiten?
Ich finds bemerkenswert, dass du wirklich viel erreicht hast in deinem Alter und jetzt auch eine kleine Familie gründest. Frag Dich einfach, ob Du deine Mutter überhaupt integrieren möchtest, da sie scheinbar, nicht an Dir oder Deinem Leben interessiert ist !!! Würde Sie überhaupt eine gute Oma abgeben? Leb Dein Leben und werde genauso gleichgültig. Ich werde den Kontaktabbruch beibehalten, weil es mir damit viel besser geht und ich mich "erleuchtet" fühle und als vollständiger Mensch!
Viel Glück.

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