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Ich fühle mich schlecht, nachdem ich Menschen geholfen habe...

28. Februar 2011 um 3:18

...hört sich merkwürdig an, ist aber leider so.
Wer ein bißchen nach meinem Nick sucht wird die Geschichte mit meiner Jugendliebe finden, die mich verarscht hat und mich 9 Monate in dem Glauben gelassen hat, das ich Vater werde.....

Ich komme nicht darüber hinweg......es lässt mich einfach nicht los......und es ist auch der Auslöser meines Problems.

Ich bin Pannenhelfer, fahre jeden Tag mit nem gelben Abschleppwagen über die Autobahn.
Bei jedem Liegenbleiber bleibe ich stehen, um meine Dienste anzubieten.
Letzte Woche ist eine ältere, gehbehinderte Dame mit ihrem Auto auf der Autobahn liegengeblieben.
Aufgrund ihrer Gehbehinderung konnte sie nicht aus ihrem Auto aussteigen, wollte dies auch nicht, da sie todesangst auf dem Standstreifen hatte.
Sie hatte schon jemanden informiert, der sie abschleppen sollte, aber ich lasse niemanden auf der Autobahn stehen.......also schleppte ich sie bis zur nächsten sicheren Stelle ab.
Sie sagte, das sie Hartz4-Empfängerin wäre und das nicht bezahlen könne, aber das war mir auch nicht wichtig, da ich eigentlich immer gerne helfe.....was ich auch in diesem Fall tat.

Nachdem ich die Dame mit ihrem Auto an einer sicheren Stelle wieder ablud und sie sich 1000x bedankte ging es mir richtig schlecht.
Ich weiß nicht warum, aber bei mir ging nichts mehr....bin quasi vollkommen zusammengebrochen und musste am nächsten Rastplatz halten.

Ich denke, dass das Verhalten meiner "Jugendliebe" vieles in mir zerstört hat...wohl leider einige meiner guten Seiten.
Trotzdem möchte ich auch weiterhin gerne helfen, nur wenn es jedesmal in einem Zusammenbruch meinerseits endet werde ich das nicht mehr lange schaffen....


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28. Februar 2011 um 10:30

Helfen ist das eine,
und ich denke, wir sollten es im Zuge von Mitgefühl und Menschlichkeit tun . Also ich werde wegen Enttäuschungen, die ich erlebt habe nun nicht zum A......h. Aber wir müssen unsere Motivation überprüfen und wir müssen schauen, wem wir helfen. Die Enttäuschung mit deiner Freundin ist herb, aber dennoch ist sie nicht mit anderen Menschen auf eine Stufe zu stellen. Und Ent-Täuschungen sind oft auch das Ende einer Täuschung. Wir haben uns etwas vorgemacht mit rosa Brille auf irgendeiner Wattewolke, fern der Realität , aus vermeintlicher Liebe , wollten wir Dinge nicht sehen.
Und wenn es sich bei dir so drastisch zeigt, dann solltest du dich nicht scheuen therpeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn dann sind deine jetzigen Erscheinungen nur Auswirkungen auf etwas , das in tieferen Schichten deiner Psyche zu suchen ist.
Gruß Melike

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