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Ich entwickle Angst vor Männern

1. Dezember 2015 um 14:48

Hey Leute,
wie in meiner Überschrift schon lesbar ist, entwickle ich seit ungefähr Mitte Oktober Angst vor Männern..
Ich denke es liegt daran, dass ich bis jetzt von jedem Jungen/Mann verarscht, belogen, ausgenutzt und verletzt wurde. Sobald ich irgendwo in der Öffentlichkeit auf Männer in meinem Alter treffe (z.B. auf dem Nachhauseweg von der Arbeit), merke ich wie ich plötzlich keine Luft mehr bekomme, mir wird schlecht, mir wird heiß und kalt und ich hab das Gefühl als würde ich gleich ohnmächtig werden. Meist habe ich das aber wenn mehrere Männer in einer Gruppe an mir vorbeilaufen. Ich habe auch panische Angst davor, dass diese mich plötzlich angehen könnten und selbst wenn sie mich angucken fängt mein Herz an zu rasen. Das Problem habe ich aber nur wenn ich alleine bin, bin ich mit Freundinnen unterwegs tritt das nicht auf, wahrscheinlich weil ich mich dann sicherer fühle und Schutz habe. Trotzdem kann das ja nicht so weitergehen. Wisst ihr einen Rat für mich?

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12. Dezember 2015 um 12:48

Ist wohl Angst vor Übergriffen
Hallo Sonnenblume,

die Angst, die Du beschreibst, passt zu einer Angst, die man bei einer unmittelbaren Gefahr für Leib und Leben spürt.
Natürlich wirst Du als kluge Frau wissen, dass nicht jeder Mann, der Dir begenet, Dich in dem Moment wirklich gefährdet.
Es könnte vielleicht sein, dass Dein Unterbewußtsein etwas anderes sagt, nämlich, das dieser Mann übergriffig werden könnte. Unterbewußt wirst Du vielleicht die Männer wahrnehmen, als Menschen, die sich Dir nähern ohne dass Du das willst. Möglicherweise hast Du mit einem Ex eine schlechte Erfahrung gemacht und zumindest es nachträglich nicht gut geheißen, dass er dich angefaßt hat.
Was könntest Du tun?
Vorab im Kopfkino die Situation, Mann begeget Dir, durchspielen.
Stelle Dir dabei immer wieder nur eine unproblematische bis angenehme Situation vor.
Und wenn Du Dir vorstellst, er würde sich dir in einer Weise nähern, wie Du das nicht willst, stellst Du Dir vor, wehrhaft zu sein.
Das gelingt noch besser, wenn Du mal bei einem Selbstverteidigungskurs für Frauen warst. Da wirst Du nicht zu Lara Croft, es gibt Dir aber mehr an mentaler Stärke.

Wenn solch kleine Hilfen nicht weiter bringen, kämpfst Du vielleicht mit einem stärkeren Trauma, gegen das man nicht immer ganz alleine anarbeiten kann. Das kannst Du selbst aber am besten abschätzen.

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28. Dezember 2015 um 0:44

Ein bisschen spät..
..aber in Anbetracht der bisherigen Resonanz hoffentlich noch okay.

Ich kann das, was du schreibst, sehr gut nachvollziehen. Es ging mir lange Zeit genauso wie Dir (..und ich freue mich, dass ich anscheinend nicht der einzige Mensch auf der Welt bin, dem das so geht.^^)

Zuallererst musst du dir vorstellen, dass Angst ein Konditionierungsprozess ist, sprich: Mit jeder neutralisierenden Handlung (Vermeidungsverhalten) gegenüber deinem Angstobjekt gräbt sich die Angst ein Stückchen tiefer ein. Bestehst du dagegen Situationen, vor denen du Angst hast, schwindet auch die Angst davor wieder. D.h. die schlechte Nachricht zuerst: Es führt kein Weg daran vorbei, Situationen zu suchen, in denen du mit anderen Menschen Kontakt hast!

Die gute Nachricht ist: Wenn du merkst, dass du zunehmend in einen Angstprozess gerätst, kannst du dem entgegenwirken, indem du solche Situationen gezielt suchst. Du musst nur ein bisschen über deinen Schatten springen - und diese "Übungssituationen" kannst du mit ein bisschen Planung ganz gut (und unauffällig für Andere) vorbereiten.
(Dieses psychoanalytische Gerede über Ursachenforschung, Selbstbewusstsein, etc. erspare ich allen mal an der Stelle..^^)
1.Suche Dir ein paar Dinge, die dir Selbstbewusstsein geben - Ein paar hübsche Klamotten, etc.
2. Am Anfang kannst du auch bewusst Überzahl-Situationen suchen - Verwickel beim nächsten Ausflug mit deinen Freundinnen einen fremden (einzelnen) Typen in ein Gespräch mit eurer Gruppe und beobachte ihn - wie kommt dir sein Verhalten vor, wenn er euch alleine als Gruppe gegenüber steht? Auch so kannst du Dir quasi "abgucken", wie man sich in solchen Situationen verhält.
3. Denk daran, dass du die Situation kontrollierst, und nicht umgekehrt - im Notfall kannst du Dich jederzeit aus der Affäre ziehen, plausible Ausreden gibt es ja eh wie Sand am Meer.
4. Ganz wichtig: Nimm Dich selbst nicht so ernst - Ich habe die Vermutung, dass Menschen viel über unterbewusste Dinge kommunizieren und v.a. über Körpersprache. Versuch also, im Gespräch entspannt und positiv rüberzukommen - und zwar von "innen". Du musst wirklich entspannt sein, um entspannt rüberzukommen - Das ist das Allerwichtigste. Alles Andere löst unterbewusst eine ablehnende Reaktion beim Gegenüber aus (denke ich). Das kannst du aber auch manipulieren - z.B. sinkt deine Herzschlagrate, wenn du mehrfach ganz lange aus- und kürzer einatmest!

Wenn du all das beachtest und den tagtäglichen Herausforderungs-Belohnungs-Charakter deiner Angst im Auge behälst (..es ist halt im Endeffekt wie "soziales Liegestütze machen") und dich langsam an die schwierigen Situationen herantastest, bekommst du das in ein paar Wochen bestimmt wieder in den Griff.


Im Endeffekt darfst du auch nicht vergessen, dass man nicht jede Situation perfekt bestehen muss - Kleine Fehltritte passieren immer (.. z.B. wenn man einer Gruppe von Menschen entgegen läuft und stolpert..$.$ instantdeath*)
Aber shit happens - das ist auch kein Weltuntergang.Das kann man nur als Betroffener in der Situation immer schwer glauben!

Die andere Seite der Medaille hast du übrigens übersehen: Die Verarbeitung von sozialen und Gruppensituationen hängt auch von der Grundaktiviertheit deines Gehirns zusammen - Es ist schlicht pathologisch bedingt, dass manche Menschen ein höheres Level an Reizeinflüssen als angenehm empfingen als Andere - bei Dir ist also nichts kaputt, dich würden nur vermutlich schon die Blicke eines einzigen fremden Gleichaltrigen ausreichend beschäftigen ohne die restlichen fünf Kerle, die neben ihm laufen.
Dafür sind Menschen mit einer hohen Grundaktiviertheit dazu fähig, schon auf kleine Reizveränderungen zu reagieren - d.h. du bist vermutlich ein sensibler Mensch, der viel Einfühlungsvermögen und den "Blick für's Detail" besitzt. Das ist doch auch was.

Und das Allerwichtigste: Vergiss nie, dass es nicht darauf ankommt, wie es ist, sondern wie es aussieht. Man kann alles faken, man muss sich nur ein bisschen Mühe geben. Ich weiß nicht, welches Bild du nach dem oben Geschriebenen von mir (m,22) hast - aber ansehen würdest du mir diesen "Schaden" bestimmt nicht.
Also kauf dir ein paar coole Klamotten, in denen du dich selbstbewusst fühlst, gewöhn Dir ein Lächeln aus Stahl und einen Standardsatz für jede Gelegenheit an, suche den Blickkontakt mit den Menschen um dich herum und das Allerwichtigste: Wechsel nicht die Straßenseite, wenn dir ein paar coole Jungs entgegenkommen!
(..und noch eine kleiner funfact: Es ist soooo cool und liebenswert, wenn eine Frau, die man mag, vor Freude errötet oder nicht weiß, was sie sagen soll..Das ist nicht nur niedlich, sondern auch ein unglaublich ehrliches Kompliment!)

..Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft, das bekommst du bestimmt in kürzester Zeit in den Griff!

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30. Dezember 2015 um 11:51

Mir wird heiß und kalt
Wechseljahre??

Oder hast du Angs vor Männern, weil du eher auf Frauen stehst?

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1. Januar 2016 um 12:12
In Antwort auf theandy

Mir wird heiß und kalt
Wechseljahre??

Oder hast du Angs vor Männern, weil du eher auf Frauen stehst?

Also
Ich werde 22 jahre alt xD also in den Wechseljahren bin ich noch nicht

ich steh auf Männer, Frauen interessieren mich nur freundschaftlich

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1. Januar 2016 um 12:16
In Antwort auf s4intsg0neb4bylon

Ein bisschen spät..
..aber in Anbetracht der bisherigen Resonanz hoffentlich noch okay.

Ich kann das, was du schreibst, sehr gut nachvollziehen. Es ging mir lange Zeit genauso wie Dir (..und ich freue mich, dass ich anscheinend nicht der einzige Mensch auf der Welt bin, dem das so geht.^^)

Zuallererst musst du dir vorstellen, dass Angst ein Konditionierungsprozess ist, sprich: Mit jeder neutralisierenden Handlung (Vermeidungsverhalten) gegenüber deinem Angstobjekt gräbt sich die Angst ein Stückchen tiefer ein. Bestehst du dagegen Situationen, vor denen du Angst hast, schwindet auch die Angst davor wieder. D.h. die schlechte Nachricht zuerst: Es führt kein Weg daran vorbei, Situationen zu suchen, in denen du mit anderen Menschen Kontakt hast!

Die gute Nachricht ist: Wenn du merkst, dass du zunehmend in einen Angstprozess gerätst, kannst du dem entgegenwirken, indem du solche Situationen gezielt suchst. Du musst nur ein bisschen über deinen Schatten springen - und diese "Übungssituationen" kannst du mit ein bisschen Planung ganz gut (und unauffällig für Andere) vorbereiten.
(Dieses psychoanalytische Gerede über Ursachenforschung, Selbstbewusstsein, etc. erspare ich allen mal an der Stelle..^^)
1.Suche Dir ein paar Dinge, die dir Selbstbewusstsein geben - Ein paar hübsche Klamotten, etc.
2. Am Anfang kannst du auch bewusst Überzahl-Situationen suchen - Verwickel beim nächsten Ausflug mit deinen Freundinnen einen fremden (einzelnen) Typen in ein Gespräch mit eurer Gruppe und beobachte ihn - wie kommt dir sein Verhalten vor, wenn er euch alleine als Gruppe gegenüber steht? Auch so kannst du Dir quasi "abgucken", wie man sich in solchen Situationen verhält.
3. Denk daran, dass du die Situation kontrollierst, und nicht umgekehrt - im Notfall kannst du Dich jederzeit aus der Affäre ziehen, plausible Ausreden gibt es ja eh wie Sand am Meer.
4. Ganz wichtig: Nimm Dich selbst nicht so ernst - Ich habe die Vermutung, dass Menschen viel über unterbewusste Dinge kommunizieren und v.a. über Körpersprache. Versuch also, im Gespräch entspannt und positiv rüberzukommen - und zwar von "innen". Du musst wirklich entspannt sein, um entspannt rüberzukommen - Das ist das Allerwichtigste. Alles Andere löst unterbewusst eine ablehnende Reaktion beim Gegenüber aus (denke ich). Das kannst du aber auch manipulieren - z.B. sinkt deine Herzschlagrate, wenn du mehrfach ganz lange aus- und kürzer einatmest!

Wenn du all das beachtest und den tagtäglichen Herausforderungs-Belohnungs-Charakter deiner Angst im Auge behälst (..es ist halt im Endeffekt wie "soziales Liegestütze machen") und dich langsam an die schwierigen Situationen herantastest, bekommst du das in ein paar Wochen bestimmt wieder in den Griff.


Im Endeffekt darfst du auch nicht vergessen, dass man nicht jede Situation perfekt bestehen muss - Kleine Fehltritte passieren immer (.. z.B. wenn man einer Gruppe von Menschen entgegen läuft und stolpert..$.$ instantdeath*)
Aber shit happens - das ist auch kein Weltuntergang.Das kann man nur als Betroffener in der Situation immer schwer glauben!

Die andere Seite der Medaille hast du übrigens übersehen: Die Verarbeitung von sozialen und Gruppensituationen hängt auch von der Grundaktiviertheit deines Gehirns zusammen - Es ist schlicht pathologisch bedingt, dass manche Menschen ein höheres Level an Reizeinflüssen als angenehm empfingen als Andere - bei Dir ist also nichts kaputt, dich würden nur vermutlich schon die Blicke eines einzigen fremden Gleichaltrigen ausreichend beschäftigen ohne die restlichen fünf Kerle, die neben ihm laufen.
Dafür sind Menschen mit einer hohen Grundaktiviertheit dazu fähig, schon auf kleine Reizveränderungen zu reagieren - d.h. du bist vermutlich ein sensibler Mensch, der viel Einfühlungsvermögen und den "Blick für's Detail" besitzt. Das ist doch auch was.

Und das Allerwichtigste: Vergiss nie, dass es nicht darauf ankommt, wie es ist, sondern wie es aussieht. Man kann alles faken, man muss sich nur ein bisschen Mühe geben. Ich weiß nicht, welches Bild du nach dem oben Geschriebenen von mir (m,22) hast - aber ansehen würdest du mir diesen "Schaden" bestimmt nicht.
Also kauf dir ein paar coole Klamotten, in denen du dich selbstbewusst fühlst, gewöhn Dir ein Lächeln aus Stahl und einen Standardsatz für jede Gelegenheit an, suche den Blickkontakt mit den Menschen um dich herum und das Allerwichtigste: Wechsel nicht die Straßenseite, wenn dir ein paar coole Jungs entgegenkommen!
(..und noch eine kleiner funfact: Es ist soooo cool und liebenswert, wenn eine Frau, die man mag, vor Freude errötet oder nicht weiß, was sie sagen soll..Das ist nicht nur niedlich, sondern auch ein unglaublich ehrliches Kompliment!)

..Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft, das bekommst du bestimmt in kürzester Zeit in den Griff!

Danke
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