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Ich brauche Hilfe für meinen Freund!

17. September 2009 um 10:47

Hallo!
Ich brauche unbedingt einen Rat für meinen Freund!
Alles fing damit an, dass er mit ca. 13 Jahren (er ist nun 30) in der Schule etwas vorlesen musste- dabei ist er dann auf einmal total verkrampft und konnte einfach nicht mehr weiterlesen...alle haben natürlich gelacht, blöde Sprüche gebracht usw, das war wohl ziemlich traumatiesierend für ihn.
(Vll muss man auch noch erwähnen, dass er als Kind sehr schlimmes Asthma hatte und deshalb oft bei Anfällen Todesängste ausgestanden hat).
Und jetzt ist es so, dass diese Verkrampfung immer mal wieder auftritt, wenn er etwas längeres erzählen oder vortragen soll (meist bei der Arbeit). Er kann dann einfach nicht weiterreden, wird rot etc.
Wenn so etwas wieder vorgefallen ist, ist er danach erstmal TOTAL deprimiert und niedergeschlagen.
Dazu kommen Stimmungsschwankungen, an manchen Tagen ist er gut drauf+locker aber an anderen dann wieder niedergeschlagen, sensibel und möchte am liebsten gar nicht unter Leute.
Es bereitet ihm starke Probleme, dass er sich nicht auf sich selbst verlassen kann und kaum etwas planen kann, weil er nie weiss, wie er an einem Tag drauf sein wird.
Er denkt, dass ihm diese ganze Sache in seinem Leben so einschränkt.
Er weiss z.B. nicht, ob er jemals Kinder bekommen kann, weil er ja nie psychisch konstant ist und ihm graut es vor Veranstaltungen, z.B. wenn wir auf eine Hochzeit eingeladen sind, weil er im Vornherein nie weiss, wie er drauf sein wird.
Und er glaubt, dass er dadurch nie Karriere machen kann.

Vor ca. 3 Jahren war er deswegen schon einmal beim Arzt, hatte ein leichtes Anti-Depressivum bekommen, was jedoch nichts gebracht hat!

Kann uns irgendjemand weiterhelfen?
Ich wäre sehr dankbar!

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18. September 2009 um 0:10

Das klingt nach Sozialphobie
Hallo Kirschblüte,
was Du beschreibst, sind Symptome einer Sozialphobie. Angst vor Menschen und Kontakten. In der Kindheit "erlernt". Dein Freund kann diese Ängste mit Hilfe einer Verhaltenstherapie wieder verlernen! Wichtig ist, dass er trotz Angst, immer wieder versucht, in die Situtation reinzugehen, vor der ihm eigentlich graut. Ermuntere ihn, sich dem Hausarzt anzuvertrauen und sich eine Überweisung für Psychotherapie geben zu lassen. Baldmöglichst, denn er muss mit einer längeren Wartezeit rechnen, bis er einen Therapieplatz bekommt. Alternativ könnte er sich, bis es mit der Therapie so weit ist, noch an eine Selbsthilfegruppe wenden. Da hat er schon mal Leute, die verstehen, über was er spricht! Und er braucht keine Angst zu haben, das dort irgendjemand über ihn lacht!
Liebe Grüße alles Gute
Chrissie

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