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Ich brauche Hilfe,bitte

16. Dezember 2005 um 18:58 Letzte Antwort: 21. Dezember 2005 um 7:44

Hi ihr Lieben,

ich habe mein Selbstvertrauen verloren, denn ständig werde ich hin und her gerissen, und alle sagen, was ich zu tun habe. Mir wird ein Auto gekauft, was ich nicht haben wollte, mir wird gesagt, dass ich dies und das so und so machen soll, ob mein Freund toll ist oder gar der Richtige, sagen mir meine Eltern, im Studium bin ich total verunsichert, denn auch da sagen mir alle, wie es geht etc, wie ich mich im Büro verhalten soll, etc. Ständig muss ich mir alles sagen lassen und ich habe dann und dann nach Hause zu kommen, und dies und das so zu machen und inzwischen bin ich bald 26 und völlig am Ende, obwohl nach außn hin alles toll aussieht und ich mich ja nicht beklagen kann - habe einen BA - Studienplatz, ein tolles Auto und eine toll eingerichtete Wohnung.

Ich habe absolut mein vertauen verloren und habe kein richtiges Selbstbewußtsein, alles schwankt ständig hin und her und nie weiß ich, ob dies oder das richtig ist. Früher war ich fest von Dingen überzeugt und glücklich- heute stelle ich alles in Frage, denke ich mache alles Falsch und bin unglücklich.

Ich leide unter mir selber und nach außen kann ich alles nur mit Disziplin aufrecht erhalten - habe oft Angstzustände und fühle mich minderwertig. Oft bin ich nur so in den Straßen herumgeirrt, habe danach ( unklar was ? ) habe einfach gesucht - ohne Sinn und Verstand.

Ich brauche Hilfe und das meine ich ehrlich. Ich brauche einen Coach,der mir hilft, mich davon zu befreien und die Mitte zu finden.

Ich weiß nicht weiter und fliege wie ein Blatt durch die Lüfte - nein, wie eine Pusteblume - aber nirgends ist ein Platz, ein kleiner Platz für mich.Auch besonders durch den ständigen Wechsel zwischen BA Berlin und meiner Firma - immer umziehen, alle drei Monate, das ist Stress.Ich habe nicht einmal richtige Freunde - da ich nie da bin...wie findet man seine Mitte?

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16. Dezember 2005 um 19:25

Ja !
Ja, intelektuell ist mir das Problem bewußt, und das Problem habe ich heute mit meiner Psychoanalytikerin besprochen und Sie macht sich ernsthaft Sorgen, eine Depression schließt sie allerdings aus - es tendiert eher in die Richtung Persönlichkeits - Störung und Erschöpfungszustand.

Ich kann auch nicht mehr - ich könnte mich Tage lang ins Bett legen und schlafen. Im Job bin ich alle drei Monate an einem anderen Ort, durch mein BA - Stuium - zeitweise sogar im Ausland.

Ich bin so erschöpft - zeitweise kann ich alles nur mit immenser Disziplin aufrecht erhalten und mit viel Talent zur Schauspielerei. Ich würde so gerne ein normales Leben führen, locker, meine Sachen machen und relaxt sein. Einfach meine Meinung sagen, das Auto was mir gekauft wurde, einfach verkaufen, mir ein Auto kaufen, was ich wirklich mag, klar meine Meinung kommunizieren und respektvoller behandelt werden und nicht ständig diejenige zu sein, mit der alle machen können, was Sie wollen - frei nach dem Motto : mit der kann man es ja machen - wie naiv bin ich eigentlich???? und dann auch noch immer lieb und brav, das ist doch bescheuert! Ich würde am liebsten mal mehr Klarheit haben....Wir war es bei Dir????

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16. Dezember 2005 um 20:00

Hallo
BA Studium ist ein Betriebswirtschaftliches Studium 6 Semester, straff, da mtl. Wechsel zwischen Theorie & Praxis... hohe Auswahlkriterien etc.

Depressiv bin ich eigentlich nicht- also ich bin nicht niedergeschlagen - ich habe noch Hoffnung, dass alles gut wird, dass ich das schaffe.Ich finde das nicht gut, wenn man jeden gleich in eine Schublade Depressiv steckt....mir wird einfach wirklich alles abgenommen und ich verstehe nicht warum? Ich werde nicht ernst genommen und auf meine Bedürfnisse wird keine Rücksicht genommen. Das fängt doch damit an, dass mir mein Vater( was wirklich nett gemeint ist) einfach ein neues Auto kauft - weil es ja so toll ist - aber mich nicht einmal fragt, ob ich das übrhaupt haben will. Sage ich dann etwas, heißt es von meiner Mutter: Sei doch froh, Du hast es so gut, Du weißt das gar nicht zu schätzen....aber bitte, wenn Du es nicht haben willst, verkauf den Golf und kauf Dir selber eins, dann sieh aber auch zu, wie Du das machst. Toll, oder?Genau das gleiche mit dem Studium - als es schwer war im Büro, ( wirklich schlimm) und ich dachte: das kann es hier nicht sein, höre ich mir an: sei froh, dass Du einen Platz als BA - Studentin hast- ist doch alles toll! Stell Dich nicht so an, dass es bald an die BA nach Berlin geht - heißt nur mal eben für 600 km weit weg zu ziehen....von meiner Schwester, die älter ist als ich, muss ich mir sagen lassen, wie man sich im Büro verhält und dann immer wenn ich z.B. eine sms schreibe, ja ich lese noch, habe Kerzen an gehe bald schlafen.... Heißt es von ihr: Ja, Du machst alles richtig, mach aber die Kerzen aus, bevor Du schlafen gehst.



Ich könnte SCHREIEN! Die sollen mich alle mal in Ruhe lassen, dann komme ich am Weitesten!

Viele denken sicherlich: was hat die denn für ein Problem? Andere bekommen nichts zum Studium, schon gar nicht ein Auto und so gut hat es ja kaum jemand- aber ich leide - weil keiner mich so repektiert, wie ich bin und ich wie ein kleines Baby behandelt werde und alles kommentiert wird,was ich auch tue!Früher war das nicht so! Da war ich wohl intelligenter als heute : Bsp. Ich habe einfach getan, was ich wollte und hinterher habe ich stolz mein Ergebnis präsentiert.

In den letzten Jahren habe ich immer wieder nach der Meinung von anderen gefragt, war unsicher - wurde immer unsicherer und habe mich verloren. Heute weiß ich nicht, was richtig und falsch ist.Und darüber bin ich unglücklich

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16. Dezember 2005 um 21:42

Danke
Danke, Du verstehst mich und das tut gut. Ich fühle mich verstanden !

Ja, weißt Du, das ist so: Wenn ich das Auto verkaufe, dann sagen alle: Wie doof ist Claire denn: hat einen super neues Auto, nichts dran und nun verkauft Sie es....Also ist man mal wieder strategisch und fährt es und dann eines Tages, so nach 2 - 4 Jahren, verkaufe ich es und dann ist es gut.Ich nehme mir jetzt einmal Zeit für mich und mit meinem Freund habe ich Schluß gemacht.
Ich möchte mich ändern, verändern und als neue Claire einmal beginnen.

Ich möchte meinem eigenen Weg gehen.verstanden werden und Ich möchte als die Claire gesehen werden, die ich wirklich bin.

Ich binanders, als ich gesehen werde - und wenn ich es schaffe, mich zu ändern - auch wenn es so glaube ich zumindest nicht leicht sein wird, dann hat es sich gelohnt.

Ich lege mich jetzt erstmal ins Bett, schlafe und schlafe und schlafe und erhole mich.

Entwickele ein neues Bild von mir und wenn ich mich wiedergefunden habe, dann kann ich selbstbewußter uns stärker sein.

Ich glaube ich werde einen Coach benötigen - vielleicht sollte ich ein Forum gründen, mit Leuten, die auch etwas ändern wollen, damit man sich gegenseitig motiviert, hilft & unterstützt.

Ich brauche wirklich jemanden, mit dem ich mich austauschen kann, ohne, dass es zur Belastung wird.

Ich brauche keinen Mülleimer, sondern einen Menschen, der mich unterstützt.

14 tägig kommuniziere ich mit der Analytikerin - sie sagt, ich mache ihr Sorgen - weil ich durch das BA - Studium nicht zur Ruhe komme.

Ständiger Ortswechsel etc. 3 mon. dies, drei das....und ständig in Großstädten (Berlin)


Ansonsten bin ich ein sehr lieber Mensch

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16. Dezember 2005 um 22:09

Hatte ähnliche Probleme
Hallo Claire,

ich kann Dich so gut verstehen. Ich habe ebenfalls ein BA-Studium hinter mir, in welchem ich alle 3 Monate hin-und-her ziehen musste, zwischen München und Stuttgart. Sowas geht definitiv an die Substanz. Nirgendwo "zuhause" zu sein, kaum hat man sich etwas eingelebt, muss man schon wieder weg. Seit 2 Jahren hab ich es hinter mir und ich genieße es wahnsinnig, endlich mal einen festen Platz zu haben. Ich habe auch keien Patentlösung für Dich, ich glaube auch nicht, dass es das gibt. Ich habe damals sehr viel Sport getrieben, also fast jeden Tag, und viel gelernt. Und irgendwann beschlossen, mein "Zuhause" einfach auf München festzulegen. Ich bin dann in den Stuttgart-Phasen auch etwa alle 2 Wochen nach München gefahren. Das hat mir irgendwie geholfen.

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16. Dezember 2005 um 22:25
In Antwort auf maeve_12119055

Hatte ähnliche Probleme
Hallo Claire,

ich kann Dich so gut verstehen. Ich habe ebenfalls ein BA-Studium hinter mir, in welchem ich alle 3 Monate hin-und-her ziehen musste, zwischen München und Stuttgart. Sowas geht definitiv an die Substanz. Nirgendwo "zuhause" zu sein, kaum hat man sich etwas eingelebt, muss man schon wieder weg. Seit 2 Jahren hab ich es hinter mir und ich genieße es wahnsinnig, endlich mal einen festen Platz zu haben. Ich habe auch keien Patentlösung für Dich, ich glaube auch nicht, dass es das gibt. Ich habe damals sehr viel Sport getrieben, also fast jeden Tag, und viel gelernt. Und irgendwann beschlossen, mein "Zuhause" einfach auf München festzulegen. Ich bin dann in den Stuttgart-Phasen auch etwa alle 2 Wochen nach München gefahren. Das hat mir irgendwie geholfen.

Salut Lilalaunemaus
Das ist eine super Idee! Ich habe das auch gerade überlegt, dass ich einfach mir ein zu Hause festlege und mit so einem Quatsch, meine Wohnung zu vermieten ( Untervermietung) aufzuhören....Ich werde einfach den Weg am Wochenende nach Hause suchen und ab April- Mai, damit beginnen. Ich merke es jetzt gerade, denn ich bin gerade zu Hause, liege im Bett und möhte am liebsten erstmal 14 Tage nichts anderes machen.

Ich denke auch, dass es eine Lösung gibt. Ich muss einfach zu mir selber finden und hoffe sehr, dass der Stress sich inpendelt, wenn man beide Seiten kennt. Die BA hat ja auch ein tolles Sportangebot, so dass ich daran teilnehme. Ich habe in meinem zu Hause dann einen festen Platz und da kann ich Ich sein.

Das ist es ja genau, zu sich selber finden und Stille zu haben.Und nicht immer nur die karrierefrau - heute hier morgen dort und übermorgen im Ausland.

Bist Du glücklich - ich meine, hast Du nun einen tollen Job? Welche Richtung hast Du studiert?

Liebe Grüße Claire

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21. Dezember 2005 um 7:44
In Antwort auf an0N_1232224799z

Salut Lilalaunemaus
Das ist eine super Idee! Ich habe das auch gerade überlegt, dass ich einfach mir ein zu Hause festlege und mit so einem Quatsch, meine Wohnung zu vermieten ( Untervermietung) aufzuhören....Ich werde einfach den Weg am Wochenende nach Hause suchen und ab April- Mai, damit beginnen. Ich merke es jetzt gerade, denn ich bin gerade zu Hause, liege im Bett und möhte am liebsten erstmal 14 Tage nichts anderes machen.

Ich denke auch, dass es eine Lösung gibt. Ich muss einfach zu mir selber finden und hoffe sehr, dass der Stress sich inpendelt, wenn man beide Seiten kennt. Die BA hat ja auch ein tolles Sportangebot, so dass ich daran teilnehme. Ich habe in meinem zu Hause dann einen festen Platz und da kann ich Ich sein.

Das ist es ja genau, zu sich selber finden und Stille zu haben.Und nicht immer nur die karrierefrau - heute hier morgen dort und übermorgen im Ausland.

Bist Du glücklich - ich meine, hast Du nun einen tollen Job? Welche Richtung hast Du studiert?

Liebe Grüße Claire

Hallo Claire
Es freut mich sehr, wenn ich Dir in irgendeiner Weise helfen konnte. Nein, einen tollen Job habe ich nicht, was mich aber nicht davon abhält, glücklich zu sein Ich hab an der BA WI studiert, wollte danach aber eher was in Richtung Wirtschaft machen.

Leider hab ich meinen Abschluss in einem ungünstigen Zeitpunkt gemacht (Stichwort New-Economy-Bubble => peng), da gab es gerade kaum Jobs in meinem Bereich, ausser ein paar lausig bezahlter Programmierer-Jobs. Und daher bin ich dann noch an die Uni. Ich studiere noch, allerdings werde ich wahrscheinlich in nem guten halben Jahr fertig sein.

Welche Fachrichtung studierst Du?

LG

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