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Ich bin in meinen besten Freund verliebt- schon wieder

25. Dezember 2015 um 17:28 Letzte Antwort: 25. Dezember 2015 um 19:03

Hallo ihr Lieben
Ich bin etwas verzweifelt momentan und bin mir nicht sicher, wohin mit all den aufgestauten Gefühlen.
Also dachte ich mir, ich schreib hier was rein.
Vorsicht! Es folgt ein langer Text
Zu der Geschichte:

Als ich 13 war, hab ich durch eine ehemalige Freundin meinen jetzigen besten Freund kennen gelernt. Wir haben mindestens drei Mal die Woche etwas miteinander unternommen und fast jeden Abend telefoniert. Wir hatten damals (und haben heute immernoch) die selben Interessen. Zwischen uns hat sich schon vom ersten Moment an, ein intimes Verständniss für einander und den Charakter des anderen eingestellt, das ich so noch nie empfunden hatte und bis heute auch bei niemanden wieder gefunden hab. Nach ca einem halben Jahr, merkte ich, dass ich mich in ihn verliebt hatte.
Unsere Freundschaft wurde immer vertrauter, wir verstanden uns ohne Worte, beendeten die Sätze des anderen und redeten offen und ehrlich über jedes Thema. Ich himmelte ihn förmlich an.
Jahre vergingen und ich lernte mit der Eifersucht umzugehen, die mich jedes Mal auffraß, wenn er sich in ein anderes Mädchen verliebte. Ich weinte jeden Abend nach unseren Telefonaten, schrieb tausend schrecklich kitschige Gedichte. Einige Dinge passierten, die unsere Freundschaft hätte zerstören können, doch stattdessen wurde diese Freundschaft nur noch enger, was es für mich immer schwieriger machte.
An meinem 15. Geburtstag dann, meinten ein paar meiner damaligen Freunde, deutliche Anspielungen machen zu müssen, was meine Gefühle für ihn anging. Zwei Wochen später, fasste ich mir dann endlich ein Herz und gestand ihm meine Gefühle. Er bat mich darum, ihm meine Gefühle offen darzulegen und das tat ich, in dem ich ihm meine Gedichte vorlaß. Er war sehr gerührt, sagte mir aber offen, dass er kein Interesse an mir habe. Natürlich wusste ich Das schon längst, doch die Tatsache, dass ich es ihm endlich gesagt hatte, machte es viel leichter damit umzugehen. Unsere Freundschaft war trotz meines Geständnis ungebrochen.
Ein paar Monate später, lernte ich meinen ersten Freund kennen und er seine erste richtige Freundin. Vom Typ waren die beiden komplett gegensätzlich, vermutlich verliebte ich mich deswegen auch in meinen ersten Freund. Unser Kontakt wurde damals weniger, allerdings unternahmen wir ab und an etwas zu viert und manchmal auch immernoch etwas alleine. Zu der Zeit machte ich dann meinen Realschulabschluss und auch er hatte mit seinem Leben genug zu tun. Nach ca einem Jahr mit unseren jeweiligen Partnern, brach der Kontakt dann fast genzlich ab. Doch die wenigen Gespräche die wir miteinader führten, waren nicht weniger vertraut und freundschaftlich wie zu der Zeit, in der wir jeden Tag Kontakt hatten.
Nach über 1 1/2 Jahren trennten mein damaliger Freund und ich uns. Ich war zu der Zeit 17 und hatte ca 5 Monate lang eine etwas "wildere Phase". Ich hatte in dieser ersten Beziehung viel über mich selbst gelernt und mich entwickelt, wie man sich eben in dieser Zeit entwickelt. Auch er hatte sich von seiner ersten Freundin getrennt, doch nach ein paar Monaten, hatte er eine neue Freundin. Dann lernte ich meinen letzten Freund kennen. Wir waren fast vier Jahre zusammen. In dieser Zeit, hatte er zwei oder drei Beziehungen, der Kontakt zwischen uns brach immer wieder ab, doch auch nach all dieser Zeit, konnte das unserer Freundschaft nicht schaden.
Vor vier Monaten habe ich mich von meiner letzten Beziehung verabschiedet, weil die Vorstellungen schon seit längerem nicht mehr zueinander passten. Es gab keinen Streit, es war mehr eine beidseitige Entscheidung. Auch mein bester Freund, hatte sich drei Monate zuvor, nach einer kurzen Beziehung wieder getrennt. Er hatte seine "wilde Phase" nach eben dieser letzten Beziehung. Ich bin btw jetzt 21 und er auch.
Das letzte Mal gesehen, haben wir uns vor über einem Jahr, aber wir haben zwischendurch geschrieben.
Vor einem Monat dann ca, rief er mich überraschend an und sagte, er wolle wissen wie es mir ginge und dass er mich vermissen würde. Wir redeten fast 3 Stunden miteinander, über alles und über jeden, verstanden uns so gut wie früher, redeten über unsere Leben, über alte Zeiten und über unsere Beziehungen. Er erzählte mir, dass eine Beziehungen nie lange gehalten hatten, dass er sich lange nicht mehr wohl gefühlt habe und dass er es vermisst einfach mit jemanden zusammen zu liegen und zu kuscheln, bei Musik die wir früher immer gehört haben.
Ich war etwas verwirrt, fühlte mein Herz bei dem Gedanken mit ihm zu kuscheln, wenn wir uns das nächste Mal sehen (diesen Vorschlag hat er gemacht, damit wir es n"nicht verlernen) aber 1.000.000.000 mal höher schlagen.
Seitdem schreiben wir uns wieder regelmäßig. Telefonieren ist etwas schwer, weil er einige Verpflichtungen hat, die ihn jeden Abend kosten. Doch jedes Mal wenn ich eine Nachricht von ihm bekomme, schleicht sich ein Lächeln auf mein Gesicht (selbst wenn ich total schlecht drauf bin) und Schmetterlinge in meinen Bauch (ungesund Raupen zu futtern, ich weiß).
Ich merke, wie sehr er mir gefehlt hat, dass wir uns immernoch so ähnlich sind, die gleichen Vorstellungen von einer Beziehung haben, die gleichen Anforderungen ans Leben. Wir haben den gleichen Humor, er erkennt Lieder die ich höre, wenn er mich gerade anruft, von 3 Sekunden Melodie, bevor ich sie ausmache. Wir machen Witze darüber, dass wir zusammen passen würden, doch manchmal hört es sich nicht so an als wären es Witze. Ich kenne ihn. Manchmal weiß er nicht, was er mit seinen Worten anrichtet und ich kann nicht mehr zwischen dem auseinander halten, was er sagt und was er meint.
Ich bin verliebt in ihn, schon wieder.
Ich hab schon mit meiner besten Freundin geredet (Sie kennt ihn, seitdem ich ihn kenne, wenn auch nicht so gut wie ich) Sie und ihre Freundin, haben uns schon ein paar Mal zusammen erlebt und die beiden wundern sich, warum wir nicht schon längst ein Paar geworden sind. Die beiden sind sich sicher, dass diese Beziehung gut gehen würde. Und die beiden sind sich auch sicher (genauso sicher wie ich mir da bin), dass unsere Freundschaft alles überdauern würde, weil wir komplett ohne einander nicht leben könnten und unsere Freundschaft einfach so innig ist.
Ich denke Tag und Nacht nur an ihn, schreibe wieder kitschige Gedichte, doch ich fühle mich nicht wie beim ersten Mal, sondern noch viel schlimmer. Ich war in den letzten Beziehungen nie eifersüchtig, doch er muss nur eine andere erwähnen und ich werde traurig und sauer. Er war für mich immer das Equivalent des perfekten Typens und ist es noch.
Am Sonntag treffen wir uns Ich freu mich ihn wieder zu sehen und bin aufgeregt wie das 13 Jährige Mädchen, das mal in ihn verliebt war.
Ich würde ihm gerne sagen, was ich empfinde, auch wenn ich auf jeden Fall bis nach Sonntag warten will. Allerdings hab ich wirklich Angst, dass es wieder wie früher ist und er einfach keine solchen Gefühle für mich hat.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich damit umgehen könnte. Ich kann nicht mehr mit ansehen, wie er seinem wundervollen Charakter, seinen einzigartigen Humor und alles das ich so sehr an ihm liebe, an jemanden verschwendet, der ihn nicht zu schätzen weiß.
Mir geht es psychisch im Moment nicht so gut, weshalb ich das einfach nicht ertragen könnte (Auch wenn ich es am Ende natürlich doch ertragen könnte, bzw würde. Aber es würde einen großen Teil des Fortschrittes, den ich in den letzten Monaten gemacht habe, einstürzen lassen).
Ich könnte mich selbst dafür ohrfeigen, mich erneut in ihn verliebt zu haben. Doch das Herz will, was das Herz begehrt und ich komm einfach nicht dagegen an.
Ich hab keine Ahnung was ich tun soll und ich weiß auch, dass ihr mir Das auch nicht wirklich sagen könnt. Doch vielleicht könnt ihr mir helfen, die klaren Gedanken zu fassen, die ich so dringend brauche.
Bitte, wenn ihr irgendeinen Tipp, oder auch nur die kleinste Idee habt, die mir in dieser Situation helfen könnte, werdet sie los.
Wünsche euch und euren Lieben noch schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch, ins neue Jahr.
Danke schonmal im Vorraus

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25. Dezember 2015 um 19:03

Hey
Danke dir für diese ehrliche und daurchaus hilfreiche Antwort :3
Ich bin glaube ich sehr sehr selten die anstrengende Zicke, also werd ich damit kein Problem haben. Ich verstehe aber deinen Punkt. Nur dass es mir in diesem Fall tatsächlich sehr schwer fällt. Das mit dem Kuscheln sollte ich vermutlich tatsächlich sein lassen Auch wenn ich es will, kann es eigentlich nur schlimmer werden. Ich weiß auch nicht ob ich es verhindern kann, mit ihm "zu" vertraut umzugehen. Wir sind nie körperlich geworden, aber emotional gehen wir sehr vertraut miteinander um.
Und du hast auch recht damit, dass ich ihm nicht alles selbstverständlich geben sollte (auch wenn ich eigentlich vom Charakter so bin, was meine Freunde angeht) Werd ich auf jeden Fall so umsetzen wie du es gesagt hast.
Ich hab ziemlich viel Probleme, die mit meiner momentanen Arbeitssituation und anderen Dingen einhergehen. Dass er die Lösung für all meine Probleme ist, denke ich allerdings nicht. Ich hab gelernt, was sowas angeht, mich nur auf mich selbst zu verlassen. Wenn mir jemand helfen kann, dann bin ich das. Er war aber immer der Freund, der mir geholfen hat Dinge die mir durch den Kopf gingen auf den Punkt zu bringen. Er hatte immer ein Gefühl. für meine Gefühlslage und wusste immer was er tun musste, wenn es mir schlecht ging.

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