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Ich bin am Ende, so kann ich nicht mehr weiterleben!

9. April 2011 um 2:17

Hallo erstmal.

Ich weiß schon fast nicht wie ich anfangen soll.

Ich bin 21 Jahre alt und bin momentan wirklich am Ende.
Ich habe meine komplette Lebensqualität verloren und weiß, dass ich so nicht mehr weiterleben kann.

Ich bin nur noch zuhause. Dinge wie einkaufen lasse ich meinen Freund erledigen. Der macht das auch aber ich merke, wie unsere Beziehung anfängt dem nicht mehr standhalten zu können.
Ich bin nur noch nachts aktiv und Tagsüber meißtens am schlafen.
Mittlerweile habe ich auch keine Freunde oder sozialen Kontakte mehr, weil ich alles abgebrochen habe.
Ich fühle mich komplett einsam.

Ich habe keine normalen Essgewohnheiten. Es gibt Wochen, da esse ich fast nichts und dann gibt es wieder welche, in denen ich nur vorm Kühlschrank sitze .

Ich bin im Januar für 3 Tage ins Krankenhaus gekommen, nachdem ich ein paar zu viele Tabletten (Methylphenidat) geschluckt habe.
(Ich wollte mich nicht umbringen !!!)

Dazu ist noch zu sagen dass ich 2006 schon einmal für 4 Monate stationär für 4 Monate in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie war, wegen SVV und Suizidgedanken und halbherzigem Versuch.

Nach dem Ende dieser stationären Therapie bin ich dank dem Jugendamt in eine betreute Jugendwohngruppe nach Münster gekommen.
Damals war ich 16.

Seitdem habe ich immer wieder ambulante therapien angefangen. Ich hatte Höhen und Tiefen, was wohl auch normal ist.

Letzten August habe ich eine Ausbildung angefangen die ich nach 2 Monaten aufgrund meiner immer schlechter gewordenen Gefühlslage abgebrochen habe.
Ich bin auch nicht mehr in der Jugendhilfe und werde somit auch nicht mehr von jemandem betreut.

Mit meinen Eltern kann ich auch nicht mehr reden.
Mein freund tut mir unglaublich leid.
Wir tauschen überhaupt keine Zärtlichkeiten mehr aus und ich kann seine Nähe nicht ertragen. Es tut mir so leid.
Ich fühle mich unglaublich wertlos derzeit.

Akut wirklich beschissen geht es mir schon seit ganzen !!! 6 !!! Monaten.
Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Ich habe das Gefühl, dass ich in einem neutralen Umfeld zur ruhe kommen muss, aber ich trau mich nicht den Schritt zu wagen.
Ich habe wirklich Angst, dass mit mir keiner was anfangen kann.

Auf der anderen seite, merke ich, wie es in mir brodelt. Ich hab solche Angst was unüberlegtes zu tun.
Ich will mich nicht umbringen aber ich kann nicht mehr so leben.

Ich bin so hilflos, dass ich mich hier an Euch wende.
Ich bin mir unsicher, was eine mögliche stationäre Behandlung angeht.
Soll ich es machen? Wenn ja, wie gehe ich das an?
Mit 16 war es nicht schwer, da kam das Jugendamt und die mussten mich auf eine geschlossene station bringen, wegen der Selbstgefahr.
Aber mit 21 ist das sicherlich nicht so leicht?
Ich möchte ungern 6 Wochen auf einen Termin in einer Praxis warten, denn ich fühle etwas in mir, was mir sagt, dass es zu lange wäre und ich handeln MUSS!
Ich hoffe irgendwer liest das...
Was soll ich nur tun? Welche Schritte sind einzuleiten?

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9. April 2011 um 9:21

Hallo Lydia,
ich halte bei dir schon eine stationäre Behandlung für richtig und auch erforderlich. Dazu ist nur eine Einweisung deines Hausarztes oder eines Psychiaters notwendig. Lass dir bitte sofort am Montag einen Termin geben oder bitte deinen Freund, dir dabei zu helfen. Du solltest dich nicht scheuen, die Sache für eilig zu erklären. Du darfst bei der Anmeldung ruhig sagen, dass du suizidal bist und einen sofortigen Termin benötigst. Du befindest dich in einem Zustand, in dem du ein Recht auf sofortige Hilfe hast. Sollte es gleichwohl Probleme bei der Anmeldung geben, melde dich wieder.

LG Nus

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18. April 2011 um 17:49

Hilfe!
Also irgendwie bin ich zu blöd, hier ein Thema zu eröffnen- find die Seite total überladen und unübersichtlich. Schade eigentlich. Aber zu meinem Problem: Ich bin mir nicht sicher, was los ist mit mir momentan. Ich bin eigentlich ein totaler Morgenmensch und bin von morgens bis nachmittags meistens gut gelaunt. Aber dann falle ich irgendwie in ein "Nachmittagstief". Ich werde schlagartig müde, bekomme Kopfschmerzen, oft wird mir übel und hin und wieder schwindelig. Was ganz extrem ist: meine Laune wird richtg, richtig schlimm. Ich werde furchtbar depressiv, sehr schnell reizbar und bekomme regelrechte "Heulattacken". Egal was dann passiert, wird mir zu viel. Es muss nur sein, dass mein Freund sich für ein paar Stunden nicht meldet, meine Oma mich nervt oder mein Bruder mich beleidigt. Dann bin ich fix und fertig und frage mich, ob mein Leben überhaupt noch einen Sinn hat. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich dann noch machen soll. Das ist so schlimm, dass ich mich am liebsten in mein Bett verkriechen und den Rest des Tages nur noch schlafen will. Damit habe ich schon meine letzten Beziehungen "zerstört", weil die Männer es irgendwann einfach nicht mehr ausgehalten haben. Ich gehe seit November letzten Jahres in Therapie bei einer Psychiaterin, die voraussichtlich bis Ende April andauert. Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir die Therapie was bringt, aber das bild ich mir glaube ich nur ein, um meine Situation zu verharmlosen. Ich habe kein besonders gutes Verhältnis zu meiner Familie, weswegen ich auch am liebsten ausziehen würde. Allerdings mache ich eine schulische Ausbildung und verdiene kein Geld. Dennoch habe ich im Mai einen Termin mit einer Caritas Mitarbeiterin. Ich möchte mich beraten lassen, was für finanzielle Hilfen mir zustehen und ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, von zu Hause auszuziehen. Ich weiß langsam nicht mehr was ich machen soll. Manchmal ist es sogar so schlimm, dass ich am liebsten Selbstmord begehen möchte. Nach der Trennung meines letzten Freundes, war ich kurz davor, mich in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen, weil ich so fertig war mit den Nerven. Auch wenn ich in der Schule 3-4 Klausuren in einer Woche schreibe, bin ich fix und fertig mit den Nerven, heule nur noch und würde am liebsten die ganze Ausbildung hinschmeißen. Die Tatsache, dass ich noch zu Hause lebe, macht es nicht gerade besser. Meine Eltern verstehen mein Verhalten nicht und motzen mich dann nur an, was mich zwangsläufig nur noch mehr runterzieht. Auch kann ich mit meinen Eltern keine normale Kommunikation führen. Ich könnte nie mit ihnen über Ängste, Probleme etc von mir reden. Ich habe das Gefühl, dass die Therapie mir nichts bringt. An manchen Tagen herrscht dann das komplette Gegenteil. ich bin gut drauf, mache Witze, fühle mich toll (hübsch, selbstbewusst etc) und bin super lieb zu meiner Familie / meinem Freund. Könnt ihr mir irgendwie weiterhelfen? Was ist mit mir los und was zur Hölle kann ich dagegen machen? ICh weiß langsam nicht mehr weiter

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