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Ich bin am Ende

7. März 2013 um 4:09 Letzte Antwort: 7. März 2013 um 14:14

Hallo,

ich bin etwas unsicher, ob es mir wirklich hift darüber zu sprechen, aber ich weiß einfach nicht mehr weiter! Ich möchte euch gerne erzählen was mir passiert ist, von Anfang an, damit ihr einen kleinen Einblick habt und mir vielleicht erklären könnt, warum ich so fühle. Denn ich bin überfordert.

Es war vor vier Jahren, ich gehöre der Anime und Manga Fangemeinde an und bin auf einem Event in Herten. Es war ein schöner warmer Tag und ich hatte mein neues Kleid an, ein Gothic-Kleid und dazu Katenohren und einen Katzenschwanz (Cosplay). Ich war mit Freunden dort und es war auch recht schön. Durch Zufall komme ich mit einer kleinen Gruppe in Kontakt, darunter ein junger Mann. Nicht viel älter als ich. Sein Name ist M. Wir unterhielten uns etwas und shakern auch rum. Gegen abend fahre ich zurück, mit einem warmen Gefühl im Magen. M. wollte mit mir im Kontakt bleiben.

Am nächsten Tag schreiben M. und ich uns. Wir entdecken einige Gemeinsamkeiten und ich bin unendlich aufgeregt. endlich ein Mann, der die gleichen Interessen hat! M. und ich verabreden uns fürs Kino am Wochenende. Doch zu dem treffen sollte es nie kommen. Ein Mädchen welches ich ebenfalls kennen gelernt habe und mit dem ich in Konatkt war (ihr Name ist A.) entpuppt sich als M`s. Freundin. Mein Herz sticht und ich stelle M. zur Rede. er meint er würde mit ihr Schluss machen, für mich. Doch ich will das nicht, denn A. und ich freundeten uns an und ich wollte ihr nicht den Freund ausspannen. Ich reagiere nicht mehr auf M. und versetze ihn am Wochenende. Er schrieb mir nicht mehr und der Kontakt ging verloren.

Drei Jahre später.
Ich gehe aufs Berufskolleg. Bin in einer unglücklichen Partnerschaft mit einem weitaus älteren Mann gefangen. Die Euphorie vom Anfang ist verflogen und ich sehne mich nach einem Gleichgesinnten. Wir gehen zur Palmkirmes, dort treffe ich M. und A. Mein herz pocht wie wild, doch ich versuche es zu ignorieren. Sie teilen mir mit, dass sie auf meine Schule wechseln und wir vermutlich in die selbe Klasse gehen werden. Ich freue mich aufrichtig, da ich doch noch an Beide hing. Es dauerte nicht lange und wir hatten auch regeren Kontakt, halfen A. beim Umzug ...A. bezog mich immer ein, wenn sie mit M. rumalberte und mein Freund nicht in der Nähe war. Ich versuchte eine gewisse Distanz aufzubauen, da ich meinen Freund nicht hintergehen wollte.

Das neue schuljahr:
M.,A. und ich sind in der selben Klasse. Die Beziehung zu meinem Freund wird immer instabiler und ich trenne mich von ihm, mit einem schlechten Gewissen. M. kommt mir manchmal ziemlich Nahe, eine zufällige Berührung hier und da. Er flirtet auffällig mit a. wenn ich in der Nähe bin. Es tut weh und ich merke, dass mich wieder in ihn verliebe. Aber ich lasse es mir nicht anmerken...doch A. weiß es bereits. Sie wusste es schon seit damals. Ich glaube sie liess es mich auchabsichtlich spüren.

Es dauert nicht lange und M. und A. trennen sich. Ich bin i-wie froh darüber, aber es kam mir nicht in dem Sinn, mich ihm zu nähern. M. findet eine neue Freundin und A. ebenfalls einen neuen Freund. A. versucht M. schlecht zu machen, da sie sich anscheinend nicht im Guten getrennt hatten. Ich halte mich daraus.

M. trennt sich nach kurzer Zeit von seiner Freundin. A. will plötzlich das wir M. schneiden. Ich bin nicht ganz einverstanden und versuche neutral zu bleiben. Ich helfe M., lasse ihn meine Hausaufgaben abschreiben und unterhalte mich mit ihm. A. passt das nicht, doch es interessiert ich nicht.

Nach einiger Zeit offenbart M. mir, dass das was mir A. über ihn erzählt hat, nicht stimmt. (wir sollten ihn meiden, da er über uns hergezogen hatte laut A.) Er erzählt mir, dass A. mit ihm geschlafen hat, obwohl sie sich in einer neuen Partnerschaft befand und das sie ihm Geld geklaut hatte. Ich bin entsetzt und kündige die Freundschaft zu A. Ab jetzt sind wir zwei gespaltene Gruppen und ich halte zu M. Vermutlich suchte ich damals nur einen Grund um ihr die Freundschaft zu kündigen, denn meine Gefühle waren wieder aufgeflammt. Intensiver als je zuvor, doch ich mache mir keine Hoffnungen. Es reicht mir in seiner Nähe zu sein. Was sollte er auch an einem Mädchen wie mir finden?

M., ein Freund von mir und ich verbrachten viel Zeit und M. und ich schrieben uns regelmäßig SMS. Er provoziert mich zusehends. Möchte das ich ihn verkuppel. Ich ärgere mich darüber und i-wann passiert es. Ich schreibe ihm das ich mich in ihn verliebt habe. Stille. Mein Magen krampft sich zusammen. Was wird er mir schreiben? ich traue mich nicht auf mein Handy zu schauen...war das zu übereilt? war unsere Freundschaft, die ich so sehr genoss nun vorbei? Hatte ich alles zerstört? Doch die Antwort, die ich bekam, fegte alle meine Zweifel beiseite. "Dann lass es uns versuchen."

Ich war nun mit M. zusammen. Trotzdem fühlte es sich seltsam an. Ich traute mich nicht ihn zu berühren oder zu küssen, er ergriff die Initiative auf dem Parkplatz. Wir waren die einzigen dort. Es war ein warmer Märztag. Wir unterhielten uns, bei meinem Auto. Wir kamen auf das Kussthema zu sprechen und ich schwieg, mein Magen schlug Purzelbäume. Plötzlich hob M. seine Hand an meine Wange und beugte sich zu mir. Mit einem Schlag war alles intensiver, die Farben, die Gerüche und die Geräusche. Seine Lippen waren weich und das Piercing kalt, ein seltsamer Kontrast. Ich schloss die Augen, da ich seinem Blick nicht standhalten konnte. Die Welt schien für einen Moment still zu stehen. Ich war überglücklich.

Langsam überwand ich meine Schüchternhait. M. wurde ebenfalls forscher...im unterricht berührte er mich, meinen Oberschenkel strich in Richtung Schamgegend. Ich schlug seine Hand weg, was für einiges an aufmerksamkeit sorgte. Nach der Schule auf dem Parkplatz griff er mir am Hintern und Busen. Ich zierte mich, wollte es nicht, da es zu früh war. Wir waren noch nicht einmal eine Woche zusammen, doch ich war so glücklich. Ich liebte ihn, also sollte ich es zulassen oder? Ich schwankte.

Ich fuhr öfters zu M. nach hause. wir saßen auf seinem bett, schauten fern und kuschelten oder fuhren mit seinem auto um uns einen Bubblette zu holen, wie an diesen Donnerstagabend (vor den Osterferien).

Gemütlich saßen wir auf seinem Bett und tranken unseren Tee. Plötzlich nimmt M. mir meinen Tee aus der Hand und grinst. "Wir schlafen jetzt miteinander," meint er. Ich bin erstaunt und denke, dass er es scherzhaft meint. "Du spinnst." Doch plötzlich drückt er mich runter und fasst unter meinem Rock. Ich versuche ihn wegzudrücken, doch er ist stärker. Trotz meiner Gegenwehr schafft er es mir meinen String auszuziehen. Er steht auf, stellt sich in den Türrahmen und hält ihn siegessicher vor sein Gesicht. Ich bin sauer, was sollte das alles? Ich mochte solche Scherze nicht. Genießerisch riecht er plötlich dran und treibt mir die Schmaesröte ins Gesicht. "Du bekommst ihn erst wieder wenn du mit mir geschlafen hast!" Ich schnaube, sicherlich würde ich nicht mit ihm schlafen. Wir waren gerade mal anderthalb Wochen zsm. Er kommt wieder zum Bett. "Lass den Mist." Ich dachte immernoch er würde scherzen, doch ich sollte mich schnell irren. Er hält mich fest, drückt mich runter. Ich versuche ihn wegzudrücken, er hält meine Hände fest. Plötzlich lässt er ein Handgelenk los, fasst mir unter dem Rock. Ich bin erschrocken, halte sofort seine Hand fest. Mit der anderen Hand versucht er plötzlich mein Top hochzuziehen. Wir rangeln, ich weiß nicht was ich machen soll. "Ich will das nicht! Lass das," sage ich ernst und laut. Verzweifelt drücke ich seine Hand aus meiner Schamgegend, dafür schafft er es mein Top hoch zu ziehen. "Doch wir schlafen jetzt miteinander!" Mein Kopf rast. "Ich nehme die Pille nicht, warte doch noch 3 Wochen, dann ist es ok." Versuche ich ihn umzustimmen, obwohl es gar nicht für mich in Ordnung war. Er hört nicht auf, macht weiter und i-wann liegt er auf mir, der Rock ist hochgeschoben und er setzt seinen Willen durch. Ich weine und zittere. Das durfte doch alles nicht wahr sein! Er küsst mich, versucht mich zu beruhigen, doch ich bin einfach zu geschockt. Meine Gegenwehr gab ich auf, er akzeptierte weder ein nein, noch war ich stark genung um ihn wegzuschieben. Und schließlich waren wir doch zusammen....er liebte mich, auch wenn er es nie gesagt hatte, er würde mich nicht wegwerfen....nicht er. "Benutz bitte ein Kondom." Wenigstens diesen Wunsch konnte er mir erfüllen, hoffte ich. Doch er grinst nur. "Nein, ich will dich schwängern." Dann.....

Auf dem Weg zu hause bin ich unkonzentriert. Dennoch beruhigt mich das Geräusch meines Motors und das leise Summen des Radios. Was sollte ich davon halten? Danach hatter er mich in den Arm genommen, gesagt, ich wäre keine Metratze für ihn und seinen Kopf auf meinem Schoß gelegt, als würde er nach etwas horchen. Es war spät, als ich zu hause ankam. Ich verkroch mich in mein Zimmer, erschöpft mit Kopfschmerzen. Morgen war Schule. Ich war keine Matratze, das hatte er gesagt. Ich liebte ihn. Meinen Eltern erzählte ich nichts.

Vielleicht hatte er nun bekommen was er wollte und würde es nun nicht mehr machen?

Der nächste Tag verlief ruhig. M. war lieb zu mir und ich war wieder voller Euphorie. Noch immer in den Glauben, er liebte mich. Ich fuhr wieder zu ihm am Samstag und es passierte nichts. Also war es doch eine einmalige Sache.

Doch ich irrte mich.
Am Sonntag wieder holte sich das Geschehen, diesmal wurde er grober und wieder war jegliche Gegenwehr vergebens. Ich versuchte aufzustehen und wegzurennen, er zog mich zurück ins Bett. Seine letzte Frage war. "Soll ich in dir oder auf die kommen?" Ich fühlte mich leer und ausgelaugt und antwortete nicht. Er war zufrieden und ich duscht noch bei ihm. Wieder war er anhänglich, wollte kuscheln, das komplette Gegenteil zu vorher. Dieses Mal blieb ich bei ihm über Nacht. Im Schlaf nahm er meine Hand. Ich blieb lange wach und sah ihn an. Innerlich zerrissen. Was sollte ich tun? er war mein Freund, war es nicht sein gutes Recht Sex einzufordern? Ich wollte ihn nicht verlieren.

Die nächsten Tage verliefen ruhig und ich wurde immer verschlossener, doch meine Eltern sprachen mich nicht darauf an, obwohl ich ihre Sorgenvolle Miene bemerkte.

Am Mittwoch der darauffolgenden Woche war es das Dritte und letzte Mal. Er war grob, es tat weh und wieder meinte er, er wolle mich schwängern. Ich hatte unglaubliche Schmerzen und weinte ohne unterlasse. Als er von mir abliess fuhr ich nach hause, mit starken Schmerzen. Als die Schmerzen nicht verschwanden, vertraute ich mich am nächsten Tag meinen Eltern an. Mein Vater war außer sich und wollte das ich ihn anzeigte, doch ich konnte es nicht. Ich brauchte ihn, ohne ihn konnte ich nicht weiterleben. Ich war zum ersten Mal richtig verliebt, also wollte ich über die Ereignisse hinweg sehen...nicht sehen was er mir antat.

Mein Vater fuhr zu ihm hin und drohte ihm. Zu dieser Zeit schaffte ich es und machte Schluss. Doch er akzeptierte es nicht und ich fuhr wieder zu ihm. Es war nun genau vier Wochen nach meiner letzten Regel. Er hatte mich nicht mehr angefasst, zuviel Respekt hatte er vo meinem Vater...doch ich war innerlich zerrissen. Meine Regel war immer pünktlich, ich spürte seit einigen Tagen das etwas anders war. Am abend fuhr ich mit einer Freundin zur Notapotheke und kaufte einen Schwangerschaftstest. Er war positiv. Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte. Meine Mutter stand mir bei, sie freute sich, aber das lag daran das ich mit 17 eine Fehlgeburt hatte (es war mein erstes Mal gewesen und wir waren beide naiv und dumm gewesen) Sie hatte damals viel terror gemacht und sich die Schuld an den abgang gegeben.

M. kam am selben abend vorbei und erfuhr von dem positiven Test, mein Vater erzähle es ihm. Sein Kommentar war. "Meine Mutter bringt mich um."
Es war zwei Tage vor Schulbeginn. Seltsamerweise, baute ich eine Distanz zu M. auf. Mittlerweile, wenn ich zurückblicke, denke ich das es Instinkt war. Ich konnte seine Nähe nicht mehr ertragen, ich begann mich vor ihm zu ekeln. Sein Grinsen verfolgte mich, seine Kommentare.

Er war nicht bereit für ein Kind. Das teilte er mir am ersten Schultag via SMS mit, als ich beim Frauenarzt saß. Ich machte erneut mit ihm Schluss, diesmal akzeptierte er es. Ich erzählte es meinen Eltern und wir fuhren abends zu M. nach hause, wollten es seiner Mutter mitteilen.

An diesen abend, gestand er die drei Vergewaltigungen vor meinen Eltern und seiner Mutter, die nicht wirklich entsetzt war.

Ich ging danach nicht mehr zur Schule verschloss mich. hasste ihn und das Kind, das Monster in meinem Bauch. Ich wollte es abtreiben, aus meinem Körper haben. Ich schlug mir auf den Unterleib, leitete all meine Wut, meinen Hass und meine Verzwiflung hinein. Warum wollte es nicht verschwinden? Weder ich, seine Mutter noch sein Vater wollte es!

Einzig meine Familie, die mir den rücken stärkten, hielten mich von der abtreibung ab.

Nach drei Monaten meldete sich M. wieder. Machte terror, ich war gereizt, reagierte empfindlich auf ihn. Sein Grinsen bescherte mir Albträume. Jede nacht, jede verdammte Nacht tat er es wieder und wieder. Jedesmal beim Duschen schrubbte ich mich, da ich noch immer das Gefühl hatte er würde mich berühren. Ich hasste ihn und dennoch liebte ich ihn i-wie. Konnte nicht von ihm los kommen. Meine Mutter meinte es seien die Hormone. Doch ich glaubte nicht daran.

Als ich im fünften Monat war und der terror zunahm, zeigte ich ihn mit A zsm an. Ich hatte erfahren, dass ich nicht die erste war. Es gab mehrere Mädchen denen er das angetan hatte.

Von da an hörte ich nichts mehr von M.

Im Dezember letzten Jahres gebar ich meine Tochter. Die Schwangerschaft verlief nicht gut. Ich bekam eine Gestose und litt unter Bluthochdruck. Vier Tage vor dem entbindungstermin musste meine Kleine geholt werden. Sie war nicht geachsen. Ich hatte jeden 2. Tag zu Krankenhaus zum doppler und jeden 4. Tag zum Frauenarzt gemusst und war in der Zwischenzeit zweimal stationär über mehrere Wochen aufgenommen worden. Die Ärzte wollten die Wehen einleiten, doch zuvor sollte ein wehenbelastungstest stattfinden. Die Herztöne meiner Tochter setzten zwischndurch aus und meine Gebärmutter reagierte nur minimal auf den Trop. Ich musste in den OP. ein Notkaiserschnitt. es war rechtzeitig, meine Tochter war untergewichtig und klein. Sie wurde nicht mehr ernährt und ich hätte sie nie bekommen, da mein Körper keine Wehen gebildet hätte und wenn doch, wäre sie längst verhungert gewesen. Ich musste auf die Intensivstation, da ich während der OP hyperventiliert hatte und mein Blutdruck kontrolliert werden musste, er war gefährlich hoch. Während den letzten Monaten der Schwangerschaft, ahtte ich begonnen meine Tochter zu lieben und ich schaffte es bereits einen Tag nach der OP, selbstständig, mit Rüge von den Ärzten, aufzustehen. Drei Tage später war ich von sämtlichen Infusionen weg und mein Blutdruck stabil, so dass ich zu meiner Kleinen in die 30 km entfernten Kinderklinik konnte. Sie blieb dort sechs Wochen.

Nun lief das Verfahren gegen M. an. Mein Anwalt rechnete sich gute chancen aus. Doch es kam alles anders. Trotz eindeutiger Aussagen, Beweismaterial (eine Liste und ein Teilgeständnis von M, sowie mehrere Zeugenaussagen von Opfern) wurde der Fall geschlossen, mit der Begründung ich sei selbst Schuld, dass ich dahin gefahren bin. Ebenfalls zweifelt er die Vaterschaft an und will einen Test. Ich lasse diesen nun gerichtlich machen und mein Anwalt hat Beschwerde eingereicht. Ich gebe nicht auf, er soll für das was er mir angetan hat büßen. Mittlerweile sieht es wieder ganz gut aus, da es nun eine Instanz höher geht und ein unabhängiger Richter ebenfalls meinte, die Schließung des Fall sei nicht nachvollziehbar.

Mittlerweile ist jegliches positives Gefühl, welches ich M. entgegengebracht habe verschwunden. Dank meiner Tochter. Schließlich hat sie es schlimmer getroffen. Außerdem möchte ich, dass sie wenigstens mich, ihre Mutter hat und das sie weiß das ich sie liebe, auch wenn sie so entstanden ist. Ich hatte mir nach meiner Fehlgeburt immer ein Kind gewünscht, wenn auch nicht zu diesem Zeitpunkt und aufgrund einer solchen Tat. doch mittlerweile weiß ich wofür ich kämpfe. Und ich gebe nicht auf, bis er seine Strafe bekommen hat.

Trotzdem kommen mir immer wieder Erinnerungen hoch. Wie dumm ich war. Ich hätte eher handeln müssen. Es macht mich fertig, ich fühle mich hilflos und diese Grinsen, ich bekomme es nicht mehr aus dem Kopf. Sobald ich daran denke, muss ich weinen. es fällt mich auch jetzt noch, knapp 1 Jahr nach der Tat schwer darüber zu sprechen und zu schreiben. Ich kann nicht ins Detail gehen. Zu lange habe ich nicht verstanden was mir passiert ist, hiel es für normal. doch nachdem ich die reaktion des Hauptkommissars, des Anwalts und einigen weiteren Leuten gesehen habe, ist mir klar geworden, dass ich Opfer einer Vergewaltigung geworden bin. Noch immer fällt es mir auf einer Art schwer und ich wünsche mir einfach alles zu vergessen.

Heute kann ich definitiv sagen, wäre meine Tochter nicht, wäre ich nicht mehr.

Nun, der Titel meiner Geschichte bezieht sich auf meine Abhängigkeit. Ist soetwas möglich? Ich war ihm regelrecht hörig und auch meine Fehleinschätzung der Gesamtsituation..es kann nicht nur an der Schwangerschaft gelegen haben. Ich muss zudem Anmerken, dass ich noch nie zuvor richtig verliebt war und regelrecht süchtig nach diesem Gefühl war.

Nun möchte ich mit Kampfsport anfangen um mein Selbstvertauen zu stärken und mich whren zu können. ich möchte kein Opfer mehr sein, schließlich bin ich jetzt nicht nur für mich selbst verantwortlich.

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7. März 2013 um 14:14

An Catweaseline
Danke =)

Naja, er hat ja sonst keine Gewalt angewandt. Bei ihm war es eher so, dass er mich jedesmal aufs Neue mit SMS bombadierte und mich wieder um den Finger wickelte. Er war ziemlich geschickt darin und ich hätte alles für ihn getan. Selbst heute, obwohl ich weiß das es falsch war was er tat, fällt es mir immernoch schwer ihn nicht in Schutz zu nehmen. War ich falsch angezogen? Oder habe ich falsche Signale gesendet, all das spukt mir in dem Kopf herum. Ich zog nach dem ersten mal keinen rock mehr an und auch kein schulterfreies Top, Am Ende fuhr ich nur zu ihm, wenn ich mehrere Hosen an hatte...Ich glaube die schwangerschaft und das ich es unbewusst geahnt hatte (ich kenne meinen Körper sehr gut) waren der Auslöser, dass ich von ihm los kam. Das habe ich meiner Tochter zu verdanken. Deswegen liebe ich sie. Wenn ich sie mir heute anschaue, sehe ich nicht ihn, sondern sie, mein eigen Fleisch und Blut. Sie ist in mir herangewachsen, hat sich in mir bewegt. Jeden Tritt, jede Drehung und jden Schluckauf habe ich gespürt. Deswegen bin ich immer mehr mit ihr zusammen gewachsen. Ich glaube ich habe erst richtig gemerkt wie sehr ich sie liebe, als ich am CTG angeschlossen war und der Herzton zum ersten mal langsamer wurde und auf 85 absackte.

Das einzige was ich jetzt nur noch will ist, das er bestraft wird und egal wie zerreibend der Prozess wird, ich schaffe das, schließlich bin ich nicht allein. Meine Familie steht hinter mir und ich bin dafür verantwortlich meine Tochter vor ihn zu schützen.

Ich sah in der Schwangerschaft einen Bericht über vergewaltigte Frauen, die schwanger wurden. Erst verstand ich nicht, woher sie die Kraft nahmen, dass Kind zu bekommen, aber mittlerweile weiß ich woher =)

Aber ich muss dir recht geben. es ist nicht einfach den Täter anzuzeigen. Du musst alles wiederholen, jedes Detail, dann dieses endlose Warten und die zweifel. Ich war nicht beim arzt, dass war mein Fehler, deswegen wird mir nicht geglaubt, aber ich habe meine Tochter und bald einen gerichtlichen Vaterschaftstest. Vielleicht sieht die Sache dann anders aus. Deswegen kann ich jedem nur raten, dem dasselbe passiert ist, wenn ihr Familie oder Freunde habt die hinter euch stehen und ihr kennt den Täter, verkriecht euch nicht, sondern handelt. Ich weiß es ist nicht leicht, aber sollen wir für immer wehrlos sein? Sollen sie ungestraft davon kommen? Auch wenn das Verfahren niedergelegt wird, er wurde angezeigt, dass ist nun vermerkt und sollte er erneut auffallen, dann habt ihr ihn und spätestens dann wird euch geglaubt.

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