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Hypochondrie und Angstzustände

18. Juni 2016 um 23:26 Letzte Antwort: 29. November 2017 um 17:21

Hallo Zusammen,

ich hab mich jetzt doch endlich mal dazu entschieden hier einen Beitrag zu verfassen, in der Hoffnung, dass mir jemand helfen kann oder mich zumindest verstehen kann..

Erstmal kurz etwas zu mir: ich bin 25 Jahre alt (weiblich) und war bisher eigentlich immer recht glücklich mit meinem Leben. Vor knapp einem Jahr fing alles an! Panikattacken und Angstzustände bestimmten meinen Alltag.
Ich habe wirklich panische Angst an einer lebensbedrohlichen Krankheit zu leiden. Sobald ich irgendwelche Symptome verspüre muss ich sofort das Internet durchforsten (damit könnte ich dann wirklich den ganzen Tag verbringen) und bin dann auch der Meinung an einer bestimmten Krankheit erkrankt zu sein.

Vor einem halben Jahr war ich noch der felsenfesten Überzeugung, dass ich eine Thrombose habe und meine Venen verstopft sind! Ich habe mir das wirklich so sehr eingebildet, dass meine Beine so sehr schmerzten, dass ich fast humpeln musste! Ich lag Nacht für Nacht wach und konnte nicht schlafen, weil ich Angst hatte an einer Lungenembolie zu sterben (Die Symptome waren ja da und äußerten sich meisten als Panikattacke). Meinen Freund und meine Familie mache ich mit meinem Verhalten natürlich auch total fertig! Sie machen sich natürlich Sorgen, wissen aber auch nicht damit umzugehen, da mich einfach niemand verstehen kann! Ich habe auch Angst meine Beziehung dadurch zu zerstören.
Gut, auf jedenfall war ich beim Hausarzt (der mich weiter zum Psychologen verwies) und extra bei einem Phlebologen, der mir bestätigte, dass meine Venen komplett in Ordnung sind :/ Seit dem habe ich auch keine Beschwerden mehr.

Danach ging es mir ein paar Wochen besser. (War in der Zeit auch in psychologischer Behandlung, habe diese allerdings wieder abgebrochen).

Vor kurzen ging es dann wieder los. Da ich eh ständig müde und antriebslos bin (was im Internet auch auf diverse schlimme Krankheiten hindeutet) bin ich mal wieder zum Arzt gegangen und habe mir Blut abnehmen lassen. Soweit war das Blutbild ganz in Ordnung, bis auf eine Schilddrüsenunterfunktion und dass meine roten Blutkörperchen etwas mehr sind, als meine weißen.

Der Arzt hat dazu nichts weiter gesagt. Ich mache mir natürlich trotzdem Gedanken, vor allem da ich in der letzten Zeit sehr schlecht Luft kriege und mein Herz auch manchmal komisch stolpert. Vor allem wenn ich mich anstrenge.
Dazu kommt noch das meine Verdauung seit zwei Wochen verrückt spielt und ich mir die ganze Zeit ausmale an einem Gallentumor oder Darmkrebs zu leiden.

Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Mein Leben ist total eingeschränkt, ich gehe fast gar nicht mehr vor die Tür, weil ich mich ständig schlecht und schlapp und müde fühle.
Dazu muss ich sagen, dass ich seit einem halben Jahr leider arbeitslos bin (was die Situation nicht gerade verbessert, da ich auch nichts zum ablenken habe ), aber ich kriege mich auch nicht wirklich aufgerappelt momentan, weil ich der felsenfesten Überzeugung bin, krank zu sein.

Ich weiß nicht ob ich wirklich krank bin, oder ob das wirklich alles die Psyche sein kann und ich mir alles einbilde....
Tut mir leid für den Roman und jeder der es liest und antwortet danke ich hiermit schon mal. Ich musste das mal alles loswerden.

Ich hoffe natürlich, dass einer von euch mir helfen kann oder dem es vielleicht genauso geht? Wie kann man damit umgehen und wie bekomme ich mein Leben endlich wieder in den Griff? Ich habe wirklich keine Lust mehr den ganzen Tag darüber nachzudenken, welche Krankheit ich jetzt haben könnte, ich will endlich wieder leben
Und kann man sich gewisse Symptome wirklich so sehr einbilden?

Liebe Grüße


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22. Juni 2016 um 12:07

Ja
das kann man! Wenn Du 1/2 Stunde deine Hand betrachtest und denkst dabei "wie sehr schmerzt mich meine Hand- oh, meine Hand tut so weh" wird genau das eintreten- dafür gibt es Studien. Es ist die Geschichte eines Mannes bekannt, der aus Versehen in eine Kältekammer kam und nicht mehr rauskonnte. Er fühlte, wie es immer kälter wurde u. er bekam Panik zu erfrieren-- und er erfror tatsächlich. Dann stellte man fest, dass das Kältesystem gar nicht angestellt war.- Wie erklärt man das ?
Mir ging es in jungen Jahren wie Dir- auch weil ich im Krankenhaus in einem medizinischen Beruf gearbeitet habe u. Arztbriefe schrieb. Ich hatte abends dieselben Symptome wie die jeweiligen Patienten... Ich litt jahrelang unter diesen Ängsten.
Heute bin ich fast frei davon. Sobald ich irgendwo Schmerzen habe, sage ich mir selbst, wie gut es mir eigentlich geht. Ich denke bewusst positiv und denke die Beschwerden weg- das funktioniert!!
Letztlich hast Du Angst vorm Tod- da würde ich mal ansetzen mir Gedanken zu machen.

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24. Juli 2016 um 15:52

Fast die gleichen Symptome
Hallo. Ich hab mir deinen Text durchgelesen und war erschrocken. Ich habe seit genau dem gleich Zeitraum und fast genau die gleichen Symptome wie du.
Seit einem 3/4 Jahr habe ich Angst das ich sterben muss und morgens nicht mehr aufwache. Das ich einen hirntumor habe oder halt eine Lebensbedrohliche krankheit.
Mein freund und meine Mutter nervt es auch schon weil ich jeden tag andere schmerzen hab und auch immer davon erzählen muss.
Ich bin in psychologischer Behandlung und jedes Gespräch hilft aber im Moment is pause wegen urlaubszeit.
Aber auch erst habe ich das alles seitdem ich im November 15 meinen freund kennengelernt habe. 2 Monate später bekam ich eine panikattacke und bin ins krankenhaus. Hab da in eine Tüte geatmet. Mir wurde Blut abgenommen...ekg...nur der Blutdruck und Puls war zu hoch weil ich mich rein gesteigert hab. Nach ner halben Stunde ruhig atmen ging es und wir fuhren wieder nach hause.
Ich habe ein Kind was nicht mal 2 is und Tiere und auch um die mach ich mir jeden Tag Sorgen was wohl wäre wenn ich weg wäre.
Es ist nervig und ich kämpfe mit allem gegen an. Wie lange dauert so ein Mist und gibt es Möglichkeiten wieder raus zu kommen? Ich bin auch 25 und hatte nie etwas erst seitdem mein freund da is der macht sich auch schon Gedanken das er schuld hat weil ich vor ihm immer nur Stress und lügen und auch Gewalt in meinen Beziehungen hatte.

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24. Juli 2016 um 16:09

Hast du einen ausweg gefunden
hey ich habe eine Nachricht gesendet. hast du einen Ausweg bzw eine Heilung gefunden LG franzi

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28. Juli 2016 um 12:31

...
Liebe Daggy, es ist schon wichtig abzuklären, ob es was Organisches ist, wenn man körperliche Symptome hat. Aber das machst du ja und - so wie ich das verstehe - kommt eigentlich immer raus, dass alles in Ordnung ist. Dann wird es wohl psychisch sein. Ich hatte das auch sehr lange, alle möglichen Symptome ohne körperlichen Befund. Bei mir war das letztlich eine Ausweichreaktion: Ich habe den Ablöseprozess von meiner Familie nicht geschafft, weil alle so bedürftig sind, und bin anstatt dessen krank geworden. Das heißt natürlich nicht, dass das bei dir auch so ist - obwohl das Alter passen könnte. Also, mein Rat: such dir eine Therapeutin, bei der du dich wohlfühlst und auch länger bleibst. Ansonsten haben mir Familienaufstellunge sehr geholfen, da raus zu kommen. Schon mal von der Methode gehört? Falls nein, googel das mal, z. B. http://www.sorge-dich-nicht-liebe.de/familienaufstellung oder https://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung. Ich wünsche dir gute Besserung, Tatjana

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22. August 2016 um 18:46

Mir geht es auch so!
Hallo Daggy,

mir geht es eigentlich ganz genauso. Mit 13 wurde bei mir eine Exostose am Oberschenkelknochen festgestellt, von der ich die ganze Zeit dachte, ich hätte Knochenkrebs, bevor das endgültige Ergebnis feststand. Es war etwas harmloses was operativ entfernt wurde, hätte aber Krebs sein können, und das hat bei mir irgendwie einen Schalter im Kopf umgelegt. Seitdem habe ich täglich Angst, an irgendetwas erkrankt zu sein, entdecke ständig zufällig neue Symptome (z.B. irgendwelche Schwellungen) und bin nur am googlen. Ich möchte nicht, dass das meine Beziehung bzw. meine Ausbildung beeinflusst, aber seit ich umgezogen bin und alleine wohne, ist alles nur noch viel schlimmer geworden.

Bis jetzt war alles, worüber ich mir Sorgen gemacht habe, immer harmlos... Aber trotzdem bleibt in meinem Kopf immer die Stimme, die sagt 'aber was, wenn es gerade diesmal gefährlich ist?'

Ich verstehe wie du dich fühlst und es ist echt belastend. Ich muss aber dazu sagen, wenn ich zuhause bei meinen Lieben bin oder mein Freund bei mir ist, geht es mir viel besser - suche dir Personen, die dir Halt geben können und unternimm viel, auch wenn du darauf keine Lust hast, ich kenne das.

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5. September 2016 um 21:33

Ich kann dich sehr gut verstehen
Hallo erstmal
ich leide selber seit 4 einhalb Jahren an der Krankheit.
Ich habe schon viele viele Ängste durchlebt.
In meiner krassesten Zeiten war ich locker in der Woche 3 mal bei diversen Ärzten. Ich habe schon viele Ärzte gewechselt weil ich mich irgendwann einfach geschämt habe hinzugehen. Ich bin nach meiner Meinung ein härteFall.
Ich habe schon alle Krankheiten schon durch, angefangen von hirntumor bis knochen krebs.
Eine Zeit lang war ich mal felsenfest davon überzeugt bauchspeicheldrüsen krebs zu haben und das mit 28

aktuell ist es der schwarze haitkrebs.
Ich habe so schiss das ich stäbdig am Googlen bin.
ICH KANN EINFACH NICHT MEHR.
A das Leben ist viel zu kurz.

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3. November 2016 um 19:32
In Antwort auf mairmn_12143899

Fast die gleichen Symptome
Hallo. Ich hab mir deinen Text durchgelesen und war erschrocken. Ich habe seit genau dem gleich Zeitraum und fast genau die gleichen Symptome wie du.
Seit einem 3/4 Jahr habe ich Angst das ich sterben muss und morgens nicht mehr aufwache. Das ich einen hirntumor habe oder halt eine Lebensbedrohliche krankheit.
Mein freund und meine Mutter nervt es auch schon weil ich jeden tag andere schmerzen hab und auch immer davon erzählen muss.
Ich bin in psychologischer Behandlung und jedes Gespräch hilft aber im Moment is pause wegen urlaubszeit.
Aber auch erst habe ich das alles seitdem ich im November 15 meinen freund kennengelernt habe. 2 Monate später bekam ich eine panikattacke und bin ins krankenhaus. Hab da in eine Tüte geatmet. Mir wurde Blut abgenommen...ekg...nur der Blutdruck und Puls war zu hoch weil ich mich rein gesteigert hab. Nach ner halben Stunde ruhig atmen ging es und wir fuhren wieder nach hause.
Ich habe ein Kind was nicht mal 2 is und Tiere und auch um die mach ich mir jeden Tag Sorgen was wohl wäre wenn ich weg wäre.
Es ist nervig und ich kämpfe mit allem gegen an. Wie lange dauert so ein Mist und gibt es Möglichkeiten wieder raus zu kommen? Ich bin auch 25 und hatte nie etwas erst seitdem mein freund da is der macht sich auch schon Gedanken das er schuld hat weil ich vor ihm immer nur Stress und lügen und auch Gewalt in meinen Beziehungen hatte.

Hi.mir geht es seid einigen Wochen genauso, also hab auch Tiere und ne kleine Tochter die auf mich an gewissen is. Und denke mir ständig was is wenn ich nachts sterbe, keiner findet sie und sie kann nicht alleine aus der Wohnung oder Hilfe holen,die Tiere ja auch nicht. Bin alleinerziehend, habe keine Freunde und Familie die schreiben vielleicht be SMS wenn ich mal ne Woche nicht da war. Und ständig denk ich ich hab ne tödliche Krankheit und es schmerzt auch wirklich, Bild ich mir das nur ein?? J jetzt seit 2-3,tagen Brustkorb brennt schmerzt Arzt findet nix zumindest Lunge und Herz is ok laut Arzt aber ich gab voll Panik das ich heut Nacht stern...weiß nicht aber vielleicht antwortet ja doch noch jemand

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4. November 2016 um 1:26
In Antwort auf rokuro_12737707

Hallo Zusammen,

ich hab mich jetzt doch endlich mal dazu entschieden hier einen Beitrag zu verfassen, in der Hoffnung, dass mir jemand helfen kann oder mich zumindest verstehen kann..

Erstmal kurz etwas zu mir: ich bin 25 Jahre alt (weiblich) und war bisher eigentlich immer recht glücklich mit meinem Leben. Vor knapp einem Jahr fing alles an! Panikattacken und Angstzustände bestimmten meinen Alltag.
Ich habe wirklich panische Angst an einer lebensbedrohlichen Krankheit zu leiden. Sobald ich irgendwelche Symptome verspüre muss ich sofort das Internet durchforsten (damit könnte ich dann wirklich den ganzen Tag verbringen) und bin dann auch der Meinung an einer bestimmten Krankheit erkrankt zu sein.

Vor einem halben Jahr war ich noch der felsenfesten Überzeugung, dass ich eine Thrombose habe und meine Venen verstopft sind! Ich habe mir das wirklich so sehr eingebildet, dass meine Beine so sehr schmerzten, dass ich fast humpeln musste! Ich lag Nacht für Nacht wach und konnte nicht schlafen, weil ich Angst hatte an einer Lungenembolie zu sterben (Die Symptome waren ja da und äußerten sich meisten als Panikattacke). Meinen Freund und meine Familie mache ich mit meinem Verhalten natürlich auch total fertig! Sie machen sich natürlich Sorgen, wissen aber auch nicht damit umzugehen, da mich einfach niemand verstehen kann! Ich habe auch Angst meine Beziehung dadurch zu zerstören.
Gut, auf jedenfall war ich beim Hausarzt (der mich weiter zum Psychologen verwies) und extra bei einem Phlebologen, der mir bestätigte, dass meine Venen komplett in Ordnung sind :/ Seit dem habe ich auch keine Beschwerden mehr.

Danach ging es mir ein paar Wochen besser. (War in der Zeit auch in psychologischer Behandlung, habe diese allerdings wieder abgebrochen).

Vor kurzen ging es dann wieder los. Da ich eh ständig müde und antriebslos bin (was im Internet auch auf diverse schlimme Krankheiten hindeutet) bin ich mal wieder zum Arzt gegangen und habe mir Blut abnehmen lassen. Soweit war das Blutbild ganz in Ordnung, bis auf eine Schilddrüsenunterfunktion und dass meine roten Blutkörperchen etwas mehr sind, als meine weißen.

Der Arzt hat dazu nichts weiter gesagt. Ich mache mir natürlich trotzdem Gedanken, vor allem da ich in der letzten Zeit sehr schlecht Luft kriege und mein Herz auch manchmal komisch stolpert. Vor allem wenn ich mich anstrenge.
Dazu kommt noch das meine Verdauung seit zwei Wochen verrückt spielt und ich mir die ganze Zeit ausmale an einem Gallentumor oder Darmkrebs zu leiden.

Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Mein Leben ist total eingeschränkt, ich gehe fast gar nicht mehr vor die Tür, weil ich mich ständig schlecht und schlapp und müde fühle.
Dazu muss ich sagen, dass ich seit einem halben Jahr leider arbeitslos bin (was die Situation nicht gerade verbessert, da ich auch nichts zum ablenken habe ), aber ich kriege mich auch nicht wirklich aufgerappelt momentan, weil ich der felsenfesten Überzeugung bin, krank zu sein.

Ich weiß nicht ob ich wirklich krank bin, oder ob das wirklich alles die Psyche sein kann und ich mir alles einbilde....
Tut mir leid für den Roman und jeder der es liest und antwortet danke ich hiermit schon mal. Ich musste das mal alles loswerden.

Ich hoffe natürlich, dass einer von euch mir helfen kann oder dem es vielleicht genauso geht? Wie kann man damit umgehen und wie bekomme ich mein Leben endlich wieder in den Griff? Ich habe wirklich keine Lust mehr den ganzen Tag darüber nachzudenken, welche Krankheit ich jetzt haben könnte, ich will endlich wieder leben
Und kann man sich gewisse Symptome wirklich so sehr einbilden?

Liebe Grüße


Hi daggy!

Tja, was soll ich sagen? Typischer Fall von Hypochondrie, wie Du schon geschrieben hast. Ich glaube, es war der Oberguru Sigi, der mal sagte, es läge am Liebesbedürfnis, das ungestillt geblieben ist. Ja, Freud hatte es gleich. Damit wurde er reich. Dazu fällt mir folgende Geschichte ein, die NICHT von Freud ist: Ein Mann, der in einem Großmarkt arbeitete, ging ins Kühlhaus, um Waren für die Kunden zusammenzustellen. Kurz vor Feierabend, merkte er, dass die Tür verschlossen war. Er erfror. Jetzt muss man wissen, dass ausgerechnet an diesem Tag, die Kühlung ausgefallen war. Den nächsten Tag, als Angestellte den Mann leblos vorfanden, rief die Geschäftsleitung die Polizei und einen Arzt an. Der Arzt bestätigte, dass besagter Mann zweifellos an Erfrierungen gestorben war.

Mein Vater (78), sagte immer zu uns: "Ich werde bald sterben, lange mach` ich`s nicht mehr." Ich konnte es schon nicht mehr hören. Das erzählte er JEDEN Tag. 2 ganze Jahre ging das so. In einer stillen Stunde sah ich die Arztberichte von ihm durch. "Keinerlei Auffälligkeiten." Als er am Postschalter ein Paket aufgab, wurde ihm schwindelig und er fiel sämtliche Treppen runter. Er zog sich schwerste Verletzungen zu. Das Platzen der Nieren führte letztendlich zum Tod.

Es gibt/gab Menschen, die durch Schlangenbisse getötet wurden, obwohl die Schlangen keinerlei Gift enthielten.

Suche Dir Abwechslung, treibe viel Sport, denn Sport vertreibt nicht nur Müdigkeit, sondern auch Depressionen. Sprich mit Deinen Freunden über Dein Problem - offen und ehrlich, schreibe oder male es Dir von der Seele. Wenn Du das Ergebnis Deiner Arbeit siehst, hast Du auch wieder Freude am Leben!


Alles Gute für Dich!

Liebe Grüße,

the old lib

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4. November 2016 um 1:26
In Antwort auf rokuro_12737707

Hallo Zusammen,

ich hab mich jetzt doch endlich mal dazu entschieden hier einen Beitrag zu verfassen, in der Hoffnung, dass mir jemand helfen kann oder mich zumindest verstehen kann..

Erstmal kurz etwas zu mir: ich bin 25 Jahre alt (weiblich) und war bisher eigentlich immer recht glücklich mit meinem Leben. Vor knapp einem Jahr fing alles an! Panikattacken und Angstzustände bestimmten meinen Alltag.
Ich habe wirklich panische Angst an einer lebensbedrohlichen Krankheit zu leiden. Sobald ich irgendwelche Symptome verspüre muss ich sofort das Internet durchforsten (damit könnte ich dann wirklich den ganzen Tag verbringen) und bin dann auch der Meinung an einer bestimmten Krankheit erkrankt zu sein.

Vor einem halben Jahr war ich noch der felsenfesten Überzeugung, dass ich eine Thrombose habe und meine Venen verstopft sind! Ich habe mir das wirklich so sehr eingebildet, dass meine Beine so sehr schmerzten, dass ich fast humpeln musste! Ich lag Nacht für Nacht wach und konnte nicht schlafen, weil ich Angst hatte an einer Lungenembolie zu sterben (Die Symptome waren ja da und äußerten sich meisten als Panikattacke). Meinen Freund und meine Familie mache ich mit meinem Verhalten natürlich auch total fertig! Sie machen sich natürlich Sorgen, wissen aber auch nicht damit umzugehen, da mich einfach niemand verstehen kann! Ich habe auch Angst meine Beziehung dadurch zu zerstören.
Gut, auf jedenfall war ich beim Hausarzt (der mich weiter zum Psychologen verwies) und extra bei einem Phlebologen, der mir bestätigte, dass meine Venen komplett in Ordnung sind :/ Seit dem habe ich auch keine Beschwerden mehr.

Danach ging es mir ein paar Wochen besser. (War in der Zeit auch in psychologischer Behandlung, habe diese allerdings wieder abgebrochen).

Vor kurzen ging es dann wieder los. Da ich eh ständig müde und antriebslos bin (was im Internet auch auf diverse schlimme Krankheiten hindeutet) bin ich mal wieder zum Arzt gegangen und habe mir Blut abnehmen lassen. Soweit war das Blutbild ganz in Ordnung, bis auf eine Schilddrüsenunterfunktion und dass meine roten Blutkörperchen etwas mehr sind, als meine weißen.

Der Arzt hat dazu nichts weiter gesagt. Ich mache mir natürlich trotzdem Gedanken, vor allem da ich in der letzten Zeit sehr schlecht Luft kriege und mein Herz auch manchmal komisch stolpert. Vor allem wenn ich mich anstrenge.
Dazu kommt noch das meine Verdauung seit zwei Wochen verrückt spielt und ich mir die ganze Zeit ausmale an einem Gallentumor oder Darmkrebs zu leiden.

Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Mein Leben ist total eingeschränkt, ich gehe fast gar nicht mehr vor die Tür, weil ich mich ständig schlecht und schlapp und müde fühle.
Dazu muss ich sagen, dass ich seit einem halben Jahr leider arbeitslos bin (was die Situation nicht gerade verbessert, da ich auch nichts zum ablenken habe ), aber ich kriege mich auch nicht wirklich aufgerappelt momentan, weil ich der felsenfesten Überzeugung bin, krank zu sein.

Ich weiß nicht ob ich wirklich krank bin, oder ob das wirklich alles die Psyche sein kann und ich mir alles einbilde....
Tut mir leid für den Roman und jeder der es liest und antwortet danke ich hiermit schon mal. Ich musste das mal alles loswerden.

Ich hoffe natürlich, dass einer von euch mir helfen kann oder dem es vielleicht genauso geht? Wie kann man damit umgehen und wie bekomme ich mein Leben endlich wieder in den Griff? Ich habe wirklich keine Lust mehr den ganzen Tag darüber nachzudenken, welche Krankheit ich jetzt haben könnte, ich will endlich wieder leben
Und kann man sich gewisse Symptome wirklich so sehr einbilden?

Liebe Grüße


Hi daggy!

Tja, was soll ich sagen? Typischer Fall von Hypochondrie, wie Du schon geschrieben hast. Ich glaube, es war der Oberguru Sigi, der mal sagte, es läge am Liebesbedürfnis, das ungestillt geblieben ist. Ja, Freud hatte es gleich. Damit wurde er reich. Dazu fällt mir folgende Geschichte ein, die NICHT von Freud ist: Ein Mann, der in einem Großmarkt arbeitete, ging ins Kühlhaus, um Waren für die Kunden zusammenzustellen. Kurz vor Feierabend, merkte er, dass die Tür verschlossen war. Er erfror. Jetzt muss man wissen, dass ausgerechnet an diesem Tag, die Kühlung ausgefallen war. Den nächsten Tag, als Angestellte den Mann leblos vorfanden, rief die Geschäftsleitung die Polizei und einen Arzt an. Der Arzt bestätigte, dass besagter Mann zweifellos an Erfrierungen gestorben war.

Mein Vater (78), sagte immer zu uns: "Ich werde bald sterben, lange mach` ich`s nicht mehr." Ich konnte es schon nicht mehr hören. Das erzählte er JEDEN Tag. 2 ganze Jahre ging das so. In einer stillen Stunde sah ich die Arztberichte von ihm durch. "Keinerlei Auffälligkeiten." Als er am Postschalter ein Paket aufgab, wurde ihm schwindelig und er fiel sämtliche Treppen runter. Er zog sich schwerste Verletzungen zu. Das Platzen der Nieren führte letztendlich zum Tod.

Es gibt/gab Menschen, die durch Schlangenbisse getötet wurden, obwohl die Schlangen keinerlei Gift enthielten.

Suche Dir Abwechslung, treibe viel Sport, denn Sport vertreibt nicht nur Müdigkeit, sondern auch Depressionen. Sprich mit Deinen Freunden über Dein Problem - offen und ehrlich, schreibe oder male es Dir von der Seele. Wenn Du das Ergebnis Deiner Arbeit siehst, hast Du auch wieder Freude am Leben!


Alles Gute für Dich!

Liebe Grüße,

the old lib

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5. November 2016 um 12:43

Huhu
Ich kann dir nur bestätigen- das kann alles psychisch sein. Ich leide seit Jahren an Hypochondrie. Ich hatte schon - Thrombose (Bein schmerzte), Hirntumor (stechen im Kopf, Kopfschmerzen), Brustkrebs (dichtes Drüsengewebe), Hauskrebs (veränderter Leberfleck), Darmkrebs (etwas Blut im Stuhl), Eierstockkrebs (war nur ne Magenschleimhautentzündung), Gebärmutterhalskrebs (dachte kurz vor der Vorsorgeuntersuchung, dass ich mein Todesurteil gleich bekomme), Herzinfarkt (Muskelverspannung), Schlaganfall (Kopfschmerzen), Herzversagen (das Herz stolpert ständig), MS (vergesslichkeit),... und vieles mehr was mir gerade nicht einfällt. Wie du siehst, bin ich Experte und das mit 28! Aber eines kann ich dir sagen, ich hatte die Symptome wirklich alle und dadurch dass ich mich hineingesteigert habe, wurden sie auch noch schlimmer. Ein unendlich langer Leidensweg.. vllt hat jemand Interesse an einer whatsappgruppe?

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23. November 2017 um 20:20
In Antwort auf an0N_1273263599z

Huhu
Ich kann dir nur bestätigen- das kann alles psychisch sein. Ich leide seit Jahren an Hypochondrie. Ich hatte schon - Thrombose (Bein schmerzte), Hirntumor (stechen im Kopf, Kopfschmerzen), Brustkrebs (dichtes Drüsengewebe), Hauskrebs (veränderter Leberfleck), Darmkrebs (etwas Blut im Stuhl), Eierstockkrebs (war nur ne Magenschleimhautentzündung), Gebärmutterhalskrebs (dachte kurz vor der Vorsorgeuntersuchung, dass ich mein Todesurteil gleich bekomme), Herzinfarkt (Muskelverspannung), Schlaganfall (Kopfschmerzen), Herzversagen (das Herz stolpert ständig), MS (vergesslichkeit),... und vieles mehr was mir gerade nicht einfällt. Wie du siehst, bin ich Experte und das mit 28! Aber eines kann ich dir sagen, ich hatte die Symptome wirklich alle und dadurch dass ich mich hineingesteigert habe, wurden sie auch noch schlimmer. Ein unendlich langer Leidensweg.. vllt hat jemand Interesse an einer whatsappgruppe?

Ist hier noch jemand aktiv?
Bin auch schon seit Jahren Hypochonder und aktuell ist es wieder unerträglich... LG 

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23. November 2017 um 20:27
In Antwort auf simsalabim70

Ist hier noch jemand aktiv?
Bin auch schon seit Jahren Hypochonder und aktuell ist es wieder unerträglich... LG 

Huhu.. ich bin die Beitragserstellerin.. bin noch aktiv und zur Zeit auch wieder total dabei 😑

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23. November 2017 um 20:27
In Antwort auf simsalabim70

Ist hier noch jemand aktiv?
Bin auch schon seit Jahren Hypochonder und aktuell ist es wieder unerträglich... LG 

Huhu.. ich bin die Beitragserstellerin.. bin noch aktiv und zur Zeit auch wieder total dabei 😑

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23. November 2017 um 20:29
In Antwort auf an0N_1273263599z

Huhu.. ich bin die Beitragserstellerin.. bin noch aktiv und zur Zeit auch wieder total dabei 😑

Oh ich habe den Beitrag ja gar nicht erstellt 🤣 aber bin hedenfalls auch total hypochondrisch..

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29. November 2017 um 10:26

Lieber Freund,

ich muss Dir leider sagen, dass Lorezepam, Diazepam usw. abhängig machen können.

Liebe Grüße,

the old lib

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29. November 2017 um 17:21
In Antwort auf rokuro_12737707

Hallo Zusammen,

ich hab mich jetzt doch endlich mal dazu entschieden hier einen Beitrag zu verfassen, in der Hoffnung, dass mir jemand helfen kann oder mich zumindest verstehen kann..

Erstmal kurz etwas zu mir: ich bin 25 Jahre alt (weiblich) und war bisher eigentlich immer recht glücklich mit meinem Leben. Vor knapp einem Jahr fing alles an! Panikattacken und Angstzustände bestimmten meinen Alltag.
Ich habe wirklich panische Angst an einer lebensbedrohlichen Krankheit zu leiden. Sobald ich irgendwelche Symptome verspüre muss ich sofort das Internet durchforsten (damit könnte ich dann wirklich den ganzen Tag verbringen) und bin dann auch der Meinung an einer bestimmten Krankheit erkrankt zu sein.

Vor einem halben Jahr war ich noch der felsenfesten Überzeugung, dass ich eine Thrombose habe und meine Venen verstopft sind! Ich habe mir das wirklich so sehr eingebildet, dass meine Beine so sehr schmerzten, dass ich fast humpeln musste! Ich lag Nacht für Nacht wach und konnte nicht schlafen, weil ich Angst hatte an einer Lungenembolie zu sterben (Die Symptome waren ja da und äußerten sich meisten als Panikattacke). Meinen Freund und meine Familie mache ich mit meinem Verhalten natürlich auch total fertig! Sie machen sich natürlich Sorgen, wissen aber auch nicht damit umzugehen, da mich einfach niemand verstehen kann! Ich habe auch Angst meine Beziehung dadurch zu zerstören.
Gut, auf jedenfall war ich beim Hausarzt (der mich weiter zum Psychologen verwies) und extra bei einem Phlebologen, der mir bestätigte, dass meine Venen komplett in Ordnung sind :/ Seit dem habe ich auch keine Beschwerden mehr.

Danach ging es mir ein paar Wochen besser. (War in der Zeit auch in psychologischer Behandlung, habe diese allerdings wieder abgebrochen).

Vor kurzen ging es dann wieder los. Da ich eh ständig müde und antriebslos bin (was im Internet auch auf diverse schlimme Krankheiten hindeutet) bin ich mal wieder zum Arzt gegangen und habe mir Blut abnehmen lassen. Soweit war das Blutbild ganz in Ordnung, bis auf eine Schilddrüsenunterfunktion und dass meine roten Blutkörperchen etwas mehr sind, als meine weißen.

Der Arzt hat dazu nichts weiter gesagt. Ich mache mir natürlich trotzdem Gedanken, vor allem da ich in der letzten Zeit sehr schlecht Luft kriege und mein Herz auch manchmal komisch stolpert. Vor allem wenn ich mich anstrenge.
Dazu kommt noch das meine Verdauung seit zwei Wochen verrückt spielt und ich mir die ganze Zeit ausmale an einem Gallentumor oder Darmkrebs zu leiden.

Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Mein Leben ist total eingeschränkt, ich gehe fast gar nicht mehr vor die Tür, weil ich mich ständig schlecht und schlapp und müde fühle.
Dazu muss ich sagen, dass ich seit einem halben Jahr leider arbeitslos bin (was die Situation nicht gerade verbessert, da ich auch nichts zum ablenken habe ), aber ich kriege mich auch nicht wirklich aufgerappelt momentan, weil ich der felsenfesten Überzeugung bin, krank zu sein.

Ich weiß nicht ob ich wirklich krank bin, oder ob das wirklich alles die Psyche sein kann und ich mir alles einbilde....
Tut mir leid für den Roman und jeder der es liest und antwortet danke ich hiermit schon mal. Ich musste das mal alles loswerden.

Ich hoffe natürlich, dass einer von euch mir helfen kann oder dem es vielleicht genauso geht? Wie kann man damit umgehen und wie bekomme ich mein Leben endlich wieder in den Griff? Ich habe wirklich keine Lust mehr den ganzen Tag darüber nachzudenken, welche Krankheit ich jetzt haben könnte, ich will endlich wieder leben
Und kann man sich gewisse Symptome wirklich so sehr einbilden?

Liebe Grüße


Dir wurde eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert? Lass dich auf eine autoimmunbedingte Schilddrüsenerkrankung überprüfen. Hashimoto oder Basedow. Deine Symptome passen dazu. Bitte deinen Arzt darum, dir eine Überweisung zu geben, damit deine Schilddrüse untersucht wird mittels Ultraschall. Lass deine Antikörper bestimmen. Liebe Grüße 

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