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Hochgradig aggressiv

27. Dezember 2013 um 12:54

Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich habe mich soeben hier registriert, und hoffe etwas Hilfe von anderen Frauen zu bekommen. Ich bin 24 Jahre alt, studiere, wohne mit meinem Freund und meinem Hund zusammen, habe eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich und 2 Jahre in diesem Beruf gearbeitet und studiere seit April diesen Jahres.
Ich bin wirklich hochgradig aggressiv und werde so langsam eine Gefahr für andere Lebewesen. In mir kann sich aus dem Nichts so viel Hass und Wut entwickeln - diese klingt nach ca 30-60 Minuten ab, enden in einem großen Geheule, da mir mein Verhalten so unendlich leidtut. Jedenfalls wenn diese Aggressionen meinem Freund oder besonders meinem Hund gelten. Wenn Dinge nicht funktionieren, dann schlage ich sie auf dem Boden, fange hysterisch an zu weinen. Kleines Beispiel: Der Laptop arbeitet langsam. Ich raste komplett aus. Kann mich glücklicherweise zusammenreißen, das Gerät nicht komplett zu zerstören. Zerstöre dafür dann aber etwas anderes, oder werfe meine Federtasche zu Boden, fange an zu heulen, raste komplett aus. Oder; Unser junger Hund hat in die Wohnung gemacht; Ich vermenschliche das Tier aufeinmal, beschimpfe es, als könne es mich verstehen, schrei es an, beuge mich direkt davor, kann mich gerade so zusammenreißen ihm nicht wehzutun. Fällt mir in diesem Augenblick aber unheimlich schwer. Sobald ich wieder bei Sinnen bin, schäme ich mich, weine bitterlich, möchte die Bilder meines ängstlichen Hundes vergessen... Oder mein Freund; Einmal bin ich so hysterisch geworden, wie eine psychisch Gestörte habe ich geschriehen beim Streit, dass die Nachbarn von oben zur Tür kamen und fragten ob alles in Ordnung sei.
Um das Bild für Euch Leser von mir abzurunden; Ich bin ein sehr lustiger Mensch, viel unterwegs, mein Hund ist mein Ein und Alles (Wir haben trotz meiner Ausraster ein sehr inniges Verhältnis, dieses treue Wesen hat immer noch keine gestörte Beziehzung zu mir) ich bin erfolgreich im Job gewesen und bin ich es auch im Studium, man kennt mich als höflicher Mensch. Ich habe ein gestörtes bzw gar kein Verhältnis zu meinem Vater, ich habe als Kind viel Aggressivität zwischen meiner Mutter und meinem Vater mitbekommen und reagiere auf laute aggressive Männer mit sehr viel Angst. Das sind Dinge die ich selber schon analysiert habe, denke aber nicht, dass meine Aussetzer unbedingt daher rühren. Denn ich bin ja ein Mensch mit freien Willen?! Ich wünsche mir von Euch Tips, wie ich in denen Augenblicken, in denen ich so wütend werde, etwas tun kann, damit ich wieder runterkomme. Und weder Dinge, Menschen und erst recht nicht meinem Tier wehtu...Was sagt ihr zu autogenem Training? Ich bin vor 5 Jahren mal bei einem Psychater gewesen. Ich habe die Therapie abgebrochen nach nur einem Mal; Ich halte nichts davon. Ich bin stark und klar genug, mir selber zu helfen. Ich möchte mit niemandem meine Vergangenheit aufarbeiten. Deswegen möchte ich Tips von vielleicht Leuten, die ein ähnliches Verhaltensmuster aufzeigen.
Lieben Dank im Voraus

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9. Januar 2014 um 17:12

Andere Therapieform
wenn du befürchtest eine Gefahr zu sein, solltest du in der Tat ne Therapie machen.
Den Tiefenpsychologischen Kram kannst du dir mE auch sparen. Versuch vielleichgt mal Verhaltenstherapie - die wirkt schneller und ist viel konkreter. Hab viel gutes gehört

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17. Januar 2014 um 8:57

Hi
Du musst nichts zerstören oder werfen, Du Arme, versuch es mal mit Fäuste ballen und "Ich bin soooo wüüüütend!!!"- brüllen, vielleicht auch einige Male hintereinander, das kannst Du dann mit der Zeit auf heftiges Aussprechen desselben Satzes reduzieren. Hilft bei mir super, ich bin auch eine rasch ausrastende Frau! Und dann gleich reden über Dein Problem! Und ein Stoßgebet "Herr, hilf mir!" sprechen! Ich hatte früher auch gedacht, ich sei eine Gefahr für andere, aber ebenso wie Du halte ich nichts von Therapien. Du kannst Deinem Freund ja im Vornherein sagen, dass Du das jetzt so machen möchtest, und bitte ihn, Dich dabei zu unterstützen! Wirst sehen, Dir wirds besser gehen! Versuch es! Nicht den Mut verlieren, es dauert erfahrungsgemäß Zeit, sich umzustellen! Am besten sich am Morgen täglich daran zu erinnern, es sich neu vornehmen: "Wenn ich wütend bin - dann sag ich auch "ICH BIN SO WÜTEND"!" Alles Liebe!!!

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23. Juni 2014 um 9:42

Vielleicht hilft es ja noch...
Ich würde mal meine Schilddrüsenwerte checken lassen... Ich kenn solche Anfälle und das dazugehörige Scharmgefühl ganz gut... Bei mir lags am Ende an der Schilddrüse... Hab eine Unterfunktion... seit dem nehm ich Tabletten und hab sowas gar nicht mehr... Vergess ich sie jedoch einen Morgen "dreh ich wieder eine Woche am Zeiger".

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