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Hin- und her, her- und hin

5. Oktober 2015 um 18:59

Hallo ihr Lieben!

Ich bin seit einer Weile in Therapie. Nach einigen Klinikaufenthalten wegen Magersucht, Bulimie und Borderline kam nun heraus, dass es bei mir mehrere Traumata gibt welche aufgearbeitet werden müssen.
Nun... ich habe momentan wahnsinnige Probleme damit mich meiner Therapeutin zu öffnen. Ich fange z.B. an zu lachen wenn ich über eines der Traumata spreche, oder erzähle es einfach so wie eine Geschichte die nie passiert sei. Ich komme mir dabei total dumm vor, ja schon fast wie ein Simulant und ich habe Angst, dass meine Therapeutin mir deswegen vielleicht nicht glaubt.
Es ist immer so. Ich lächle und sobald ich aus ihrer Praxis bin breche ich zusammen. Ich weine und zeige all die Gefühle die ich doch bei ihr eigentlich so gerne zeigen würde.
Das Andere Ding ist, dass ich ihr nicht sagen will um welches Familienmitglied es sich handelt. Ich habe Angst, dass sie diese Person einfach so anzeigt oder dass sie sich sogar an meine Familie wenden könnte. Ja klar unterliegt sie der Schweigepflicht aber ich will auf gar keinen Fall, dass jemand aus meiner Familie/Verwandtschaft etwas weiß.
DARF sie denn die Schweigepflicht brechen? Ich habe sie während meines letzten Klinikaufenthaltes einmal von der Schweigepflicht entbunden gegenüber meiner Ärztin... .

Verwirrend, ich weiß. Ich würde ihr gerne sagen wer "es" war aber ich habe unglaubliche Angst.
Allgemein würde ich gerne mal meine Geschichte aufschreiben, vielleicht würde es mir ja helfen ... es ist noch gar nicht lange her, dass die ganzen Traumata hoch kamen bei mir. Davor kämpfte ich jahrelang mit Essstörungen und man hat nie einen wirklichen Grund gefunden.

Liebe Grüße, moehrchen

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6. Oktober 2015 um 9:45

Straftat bleibt Straftat. Anzeige erstatten
Viele Missbrauchsfälle finden innerhalb der Familie statt. Wer sich nicht wehrt, wird weiterhin Opfer werden und bleiben. Du musst dich aber wehren.

Erzähl es deiner Mutter.

Auch wenn es dir unangenehm ist, gibt es Gesetze, an die sich jeder halten muss. Dein Vater/Bruder oder wer auch immer gehören ins Gefängnis dafür, was sie dir angetan haben.

Frag die Psychologin, ob sie dich einfach mal in den Arm nehmen kann. Vielleicht kannst du dich ihr dann besser öffnen. Und frag sie einfach wegen der ärztlichen Schweigepfklicht.

Und falls sowas in der Familie nochmal vorkommt, geh direkt zum Arzt und lass die Vergewaltigungsspuren feststellen. Das vereinfacht das Strafverfahren wegen Vergewaltigung und Kindesmissbrauch erheblich.

Besser und nötig ist es natürlich, dass du dich wehrst. Schrei ihn an, ramme ihm den Ellbogen (härtester Knochen) ins Gesicht, gib ihm eine Kopfnuss auf die Nase.

Wehr dich. Sonst geht es immer so weiter.

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