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Hilft es Gedanken aufzuschreiben?

17. Juli 2011 um 21:03

Hey ihr
In letzter Zeit ist in meinem Leben ziemlich viel schief gelaufen und durcheinander geraten was aber auch schon mein ganzes restliches Leben so war....

Zu nächst meine Vorgeschichte (kann ggf für die eig Frage übersprungen werden):
Als ich 3 war trennten sich meine Eltern und ich musste zu meinen Großeltern wo ich 6 Jahre lebte
Mit 9 musste ich dann zu meinem Vater ziehen da mein Opa an Krebs erkrankte (mein erster Verlust)
3 Jahre später wurde ich von meiner Stiefmutter so zu sagen aus der Familie gemobbt und mein Vater entschied sich für meine Stiefmutter statt für seine eigene Tochter (mein zweiter Verlust)
Dann also mit 12 nahm mich meine Mutter und mein Stiefvater auf. Während dessen verlor ich meinen engen Kontakt zu der Familie meines Vaters und fand nie mehr wirkliche Freunde (nächste Verluste).
Mit der Zeit stritten wir uns immer öfter und mit 18 (kurz nachdem ich mit meinem jetzigen Freund zusammen gekommen war) schmiss sie mich raus nach einer Aussprache ging ich jedoch noch mal zurück. Nun im Januar schlug sie mich 3 mal ins Gesicht wodrauf hin ich auszog und seit dem ich alle meine Sachen hab auch keinen Kontakt mehr zu ihr habe. (mein wahrscheinlich schmerzhaftester Verlust)
Über das Jahr hinweg hatte ich zu dem auch viele Krisen mit meinem Freund und wir überlegten uns sogar zu trennen da er mich nicht wirklich zu lieben schien was sich jedoch geändert hat und heute weiß ich das er mich über alles liebt...
Durch diesen ganzen Mist komme ich ziemlich oft ins Grübeln und fühl mich von allen Verlassen und hab einfach keinen wo ich 100%ig sicher bin dass ich mich bei dieser Person verhalten kann wie ich es auch wirklich bin ohne dafür verachtet sondern voll und ganz geliebt zu werden (obwohl ich es eig von meinem Freund in meinem Verstand weiß). Ich habe totale Verlustängste, kann kaum noch schlafen und so und weiß absolut nicht mehr in meinem Leben weiter.

So nun meine Frage: Meint ihr es würde mir helfen immer wenn ich in so einem Gefühlschaos bin das alles aufzuschreiben? Ich weiß eig müsste ich mal zu einem Psychodok aber ich hab das all die Jahre auch immer allein gemeister und könnte das für mich ein neuer Weg dazu sein? Habt ihr vll schon mal ähnliches aufgeschrieben als es euch schlecht ging?

Danke für eure hoffentlich zahlreichen Antworten

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18. Juli 2011 um 12:42

Schreiben hilft immer,
es gibt auch das therapeutische Schreiben. Dennoch mit dem was du erlebt hast, solltest du dir qualifizierte Hilfe holen.Rede mit deinem Hausarzt und lass dir einen Therapeuten empfehlen. Deine Verluste beeinflussen dein Leben und das was uns in der Kindheit geprägt hat, lässt sich nicht abstreifen wie ein unliebsam gewordenes Kleidungsstück.
Lieben Gruß
Melike

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18. Juli 2011 um 14:52

Schreiben...reden...
...das sind die Dinge, die beim verarbeiten von Erlebnissen und Problemen am besten helfen. Zumindest bei uns Frauen (Männer verkriechen sich in Problemsituationen ja bekanntlich ganz gerne in ihrer Höhle) Ich selber bin auch so geartet, dass ich, wenn ich Sorgen habe (und ich habe verdammt viele!)dann alles aufschreibe und/oder mit meiner Freundin darüber rede. Danach gibt es zwar nicht immer eine Lösung, aber ich fühle mich deutlich besser! Im übrigen würde ich Dir wegen Deiner Kindheit auch mal empfehlen, einen Psychologen aufzusuchen, und zu versuchen, mit ihm gemeinsam alles zu verarbeiten-oder zumindest zu lernen, damit umzugehen. Das wird zwar einige Zeit dauern, wird aber Dein Selbstwertgefühl steigern. Wenn Du es alleine meistern willst, wird das verdammt schwierig werden und ich könnte mir auch vorstellen, dass da Beziehungen daran kaputt gehen können. (war bei mir so)
Lg

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