Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Hilfe! Ich glaube ich "hasse" Frauen!

11. April um 0:27 Letzte Antwort: 11. April um 1:11

Hilfe!!!!                                                      Nein, das ist leider kein Troll. Ich habe ein Problem und weiß nicht was mit mir los ist. Ich (16), hege einen grundlegenden Hass gegen Frauen. Ich fang am besten von vorne an und versuche mich kurzzufassen.

Alsoo:
Es fing im Kleinkinderalter an. Wir wohnten als Familie zusammen und leider war es noch Gang und Gebe seine Kinder zu schlagen, wenn sie etwas falsch gemacht haben.
So habe ich also fast täglich eine Ohrfeige meiner Mutter bekommen. Allerdings nur von meiner Mutter, nicht von meinem Vater, der hat in seiner Kindheit nämlich selber harte Gewalt erlebt und sich geschworen nie sowas seinen eigenen Kindern anzutun. Ich hatte irgendwie schon immer eine bessere Bindung zu meinem Vater als zu meiner Mutter, dies hält bis heute an obwohl meine Mutter seit ca zehn Jahren nun nicht mehr die Hand gegen mich erhoben hat. 

Ein zweiter "Auslöser" war in der 7. Klasse. Ich war mit zwei Mädchen befreundet, die untereinander beste Freunde waren, bedeutet also ich war immer irgendwie das 3. Rad am Wagen und das haben sie mir durch Mobbing, Runtermache etc. auch deutlich gemacht. Zwei Jahre habe ich Mobbing und auch Erpressung (Sie haben gedroht ein Unter-Rock-Bild von mir weiterzuschicken wenn ich ihnen nicht die HA gebe) über mich ergehen lassen. Seitdem habe ich extreme Vertrauensängste, allerdings nur gegenüber weiblichen Mitmenschen. Mit Jungs habe ich mich schon immer sehr gut verstanden und auch in der Zeit des Mobbings hat mich mein Freund dazu bewegt, damit rauszurücken und sie endlich aus meinem Freundeskreis zu verbannen. Ich habe auch so gut wie nur männliche Freunde. 

Ein weiterer Grund knüpft gleich am nächsten an: 
Weil ich überwiegend männliche Freunde habe, wird dauernd über mich gelästert und ich werde oft als Schlampe etc. von Mädchen betitelt. Und ich kriege nur von Mädchen die Worte "Nutte", "Hure" hinterhergerufen, wenn ich mal einen Rock anhabe oder Bauchfrei trage.

Ein weiterer Grund:
Es hängt ein wenig mit Grund/Auslöser eins zusammen. Meine Mutter hat unsere Familie zerstört. Sie ist meinem Vater eineinhalb Jahre lang Fremdgegangen. Vier Jahre hat sich der Scheidungsprozess hinausgezögert und so lange mussten mein kleiner Bruder und ich mitansehen, wie sie regelmäßig aufeinander losgingen.

Grund 5: 
Meine ehemalige Englischlehrerin. Täglich hat sie mich erniedrigt, vor der Klasse und auch alleine in einem Gespräch. Dies hat nicht nur das Mobbing meiner beiden früheren Freundinnen angekurbelt sondern auch meinen Selbsthass, den ich bis heute spüre. Sie sagte ich seie zu unfähig und zu dumm um überhaupt den Förderschulabschluss zu schaffen, obwohl ich auf den anderen Fächern auf aufsteigenden Real-Niveau stand. Nur eben Englisch war nie so mein Ding. 


Also Zusammengefasst: Ich habe Vertrauensängste, Minderwertigkeitskomolexe, Selbsthass, zucke zusammen wenn mich sogar schon jemand umarmen will (ist eine automatische Reaktion, weil ich früher auch vor den Schlägen so zurückgezuckt bin), hatte Jahrelang das Gefühl nicht mehr Wert zu sein als ein Stück Dreck und habe eine auseinandergebrochene Familie. Und all diese Personen, die diese scheiße ausgelöst haben sind: Frauen. 
Und jetzt habe ich immer diese Abwehrhaltung gegenpber Frauen: "Werden sie mich noch mehr zerstören? Sie sind doch alle gleich." Ich weiß das ist sexistisch und ich möchte es gerne ablegen, nur wie? Wie kann ich so eine Abwehrhaltung gegenüber einer "Menschengruppe" ablegen, mit der ich NICHTS gutes in Verbindung bringen kann. Zudem ich auch noch mit in dieser "Menschengruppe" bin, was das alles vielleicht noch ein bisschen komischer macht.  
Bitte nehmt es ernst, ich habe wirklich Angst dass sich das nun bis in die weite Zukunft weiterzieht. Und für alle die bis hier gelesen haben: Respekt und danke fürs lesen. 

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11. April um 1:11

Du solltest eine verhaltenstherapie machen. Frauen sind ganz tolle Menschen und das wirst du auch feststellen und überglücklich sein sobald du das auch erkannt hast. Anders als Männer. Geh mal zu einem Therapeuten und arbeite das mal auf. Wird dir helfen. 

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