Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Hilfe - hab keinen Plan mehr für mein restliches Leben

Hilfe - hab keinen Plan mehr für mein restliches Leben

22. Mai um 12:56

Hallo zusammen,

​ich hoffe hier Gleichgesinnte zu finden, die ebenfalls bereits an der selben Stelle im Leben standen und nicht wußten, was mache ich jetzt weiter.

Kurzer Abriß:
​Wegen einer Teilschließung wurde ich entlassen - bin ich nicht wirklich traurig drum (es regierten nur Schleimer und Dumme) - also alles gut.

​Nebenbei habe ich jetzt noch die Diagnose Niereninsuffizienz bekommen, was mir doch schon die Beine weggeschlagen hat.

​Jetzt habe ich ein Jobangebot bekommen, wo ich nur vom Regen in die Traufe kommen würde. Also entweder Scheißjob oder ALG 1.

​Bin auch am überlegen, nochmal eine Umschulung oder Weiterbildung zu machen in Richtung öffentlichen Dienst (Verwaltung) oder Arbeitssicherheit. Muss dazu sagen, bin mit 46 nicht die jüngste oder eine  Selbstständigkeit (hab nur noch keine Idee).

Bin massiv am Zweifel, was ich nun mit meiner zweiten Lebenshälfte anfangen soll.

​Wer hat schon Erfahrungen mit Neuanfängen im fortgeschrittenen Alter gemacht? Mich würden die positiven und negativen Erfahrungen sehr interessieren.

​Vielen Dank vorab für das Teilen Eurer Erfahrungen.

VG
​Heike

Mehr lesen

24. Mai um 1:18

Liebe Heike,

von einer Selbständigkeit würde ich dir abraten. Wenn das nämlich schief geht, hast du keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld - es sei denn, du hast eine freiwillige Arbeitslosenversicherung abgeschlossen. Siehe hier:

https://www.impulse.de/finanzen-vorsorge/arbeitslosenversicherung-was-selbststaendige-wissen-sollten/2072952.html

Da wäre eine Umschulung oder Weiterbildung auf jeden Fall die bessere Idee. Erkundige dich doch einmal beim Arbeitsamt, ob die Kosten dafür übernommen werden. 

Wie stark beeinträchtigt dich deine Niereninsuffizienz? Es ist wichtig, dass du eine Umschulung in einen Beruf machst, den du trotz deiner Krankheit so lange wie möglich ausüben kannst. Wenn du deinen bisherigen Beruf aus Krankheitsgründen nicht mehr ausüben kannst, ist das Arbeitsamt bestimmt bereit, die Umschulung zu finanzieren.

Alles Gute und LG,
Elisabeth

Gefällt mir

25. Mai um 22:24
In Antwort auf mareg16

Hallo zusammen,

​ich hoffe hier Gleichgesinnte zu finden, die ebenfalls bereits an der selben Stelle im Leben standen und nicht wußten, was mache ich jetzt weiter.

Kurzer Abriß:
​Wegen einer Teilschließung wurde ich entlassen - bin ich nicht wirklich traurig drum (es regierten nur Schleimer und Dumme) - also alles gut.

​Nebenbei habe ich jetzt noch die Diagnose Niereninsuffizienz bekommen, was mir doch schon die Beine weggeschlagen hat.

​Jetzt habe ich ein Jobangebot bekommen, wo ich nur vom Regen in die Traufe kommen würde. Also entweder Scheißjob oder ALG 1.

​Bin auch am überlegen, nochmal eine Umschulung oder Weiterbildung zu machen in Richtung öffentlichen Dienst (Verwaltung) oder Arbeitssicherheit. Muss dazu sagen, bin mit 46 nicht die jüngste oder eine  Selbstständigkeit (hab nur noch keine Idee).

Bin massiv am Zweifel, was ich nun mit meiner zweiten Lebenshälfte anfangen soll.

​Wer hat schon Erfahrungen mit Neuanfängen im fortgeschrittenen Alter gemacht? Mich würden die positiven und negativen Erfahrungen sehr interessieren.

​Vielen Dank vorab für das Teilen Eurer Erfahrungen.

VG
​Heike

Erstmal,
egal ob Traumjob oder "Scheißjob" (komische Aussage) Job ist eigenes Geld und damit 1000 x besser als Geld vom Amt!
Und es ist ja nicht gesagt, das du in diesem Job bis ins Rentenalter bleiben musst. Du bist in einer lässigen Position um dich gepflegt umzusehen was du weiterhin machen möchtest. Neue Ausbildung, Aufstieg im "Scheißjob"-Unternehmen zu etwas das dir mehr liegt (wenn sie dein Potential erkennen durchaus möglich), eine Selbständigkeit gründen (wenn dir ein richtig zündendes Konzept einfällt und du genügend Geld in der Hinterhand hast) ...

Ich selbst bin 41 und bin jetzt angefangen mich nach Familienzeit und Unterstützung meines Mannes in seiner Selbständigkeit beruflich neu zu orientieren. Ich habe dafür letztes Jahr einen Job angenommen der (weit) unter meinen Fähigkeiten ist. Kein "Scheißjob" aber nicht gerade Wunschjob-Potenial. Jedoch für mich eine Chance mich in dem Unternehmen (das mir sehr gefällt)  zu beweisen. Ich habe mit meinem Vorgesetzten über meine Situation geredet und ich habe durchaus Chancen auf meinen Wunschjob in der Firma wo ich jetzt arbeite. Zudem schaue ich von meiner "gesicherten" Position ob sich für mich etwas besseres findet. Und das mit Ruhe und ohne Druck von irgendwelchen Ämtern und "sie müssen .. " Beratern.

Gefällt mir

26. Mai um 6:32

Hallo Heike,

ich empfehle den sog. Scheiß-Job sofort anzunehmen. Es ist besser, als von Behörden herumgeschubst zu werden, um vielleicht in einem noch schlimmeren Scheiß-Job zu landen. Ich glaube, wenn Du in die Arbeitslosigkeit absackst und Dich von Behörden gängeln lassen musst, dann greift das unweigerlich Dein Selbstbewusstsein an. Je weniger  Selbstbewusstsein, um so geringer die Aussicht auf einen Job, der Dir liegt und Deinen Fähigkeiten entspricht. Was kommt nach ALG 1,  Harz 4 - richtig. Die Abwärtsspirale in Not und Elend ist vorprogrammiert, denn aus der Harz 4 Falle ist es nur schwer wieder herauszukommen.

Also raffe Dich auf, nimm den sog. Scheiß-Job an und ... vielleicht entpuppt sich da eine Chance. Bringe Dich ein mit all Deiner Kraft und mit all Deinem Können. Sprich, akzeptiere die Situation und mache das Beste draus. Zeige Dich ausdauernd und gebe Dich nicht gleich geschlagen. Erst wenn Du in diesem Job nach einer Weile Fuß gefasst hast, dann spürst Du, wie Dein Selbstbewusstsein wächst und dann erst treffe die Entscheidung, Dich evtl. wieder zu verändern und etwas noch Besseres zu finden. Die Aufwärtsspirale beginnt....

Nimm also Dein Leben und die Verantwortung für Dein Leben selbst in die Hand, denn gibst Du die Verantwortung ab, beispielsweise in Deinem Falle an Behörden, so treffen diese für Dich und Dein Leben Entscheidungen und wenn Andere für Dich Entscheidungen treffen, so gewiss nicht in Deinem Sinne, sondern in deren Sinne.

Ich persönlich stand letztes Jahr mit 63 Jahren vor dem Nichts, ohne Geld, ohne Wohnung, ohne Arbeit, ohne Handy, nicht einmal ein Giro-Konto. Ein Koffer mit ein paar Klamotten war alles, was mir zur Verfügung stand. Im Grunde genommen NICHTS. Aber ich hatte ein Ziel, nämlich mindestens 1000 Euro monatlich zu erwirtschaften, um meine Familie im Ausland zu ernähren. Ich fror erbärmlich in dem kalten Deutschland, aber mir kam niemals der Gedanke, eine Behörde oder sonst jemanden um Hilfe zu bitten. Es gibt immer eine Arbeit, bei der man sich einbringen kann und ich hatte im Gegensatz zu Dir leider nicht einmal einen Scheiß-Job angeboten bekommen, sondern nur Absagen. Trotzdem habe ich relativ rasch mein Ziel erreicht. Gebe Dich nie auf, nehme das an, was Dir das Leben anbietet und mache das Beste draus. 

Alles Liebe       

Gefällt mir

26. Mai um 8:05

Du könntest aauch erst mal den "Scheiß Job" annehmen um zu überlegen, ob du noch was besseres findest. Dann hast du erst mal einen Übergang.

Ich bin selbstständig und da gehört im Prinzip zum Guten Ton dass man auch mal kurz vor der Pleite steht, da hab ich zwar das Ruder rumgedreht, aber du darfst dir keine Krankheiten erlauben, die dich wirklcih stärker beeinträchtigen, da du einfach viel Zeit investieren musst.
Solange du aber keinen Plan hast um wirklich was effektives als Selbstständige zu machen, würde ich das lassen.
Ich hab z.b. eher meiner Berufung als Job und das mach ich halt mit Leidenschaft. das ist dann mehr als ein Job.

Gefällt mir

12. Juni um 23:33
In Antwort auf mareg16

Hallo zusammen,

​ich hoffe hier Gleichgesinnte zu finden, die ebenfalls bereits an der selben Stelle im Leben standen und nicht wußten, was mache ich jetzt weiter.

Kurzer Abriß:
​Wegen einer Teilschließung wurde ich entlassen - bin ich nicht wirklich traurig drum (es regierten nur Schleimer und Dumme) - also alles gut.

​Nebenbei habe ich jetzt noch die Diagnose Niereninsuffizienz bekommen, was mir doch schon die Beine weggeschlagen hat.

​Jetzt habe ich ein Jobangebot bekommen, wo ich nur vom Regen in die Traufe kommen würde. Also entweder Scheißjob oder ALG 1.

​Bin auch am überlegen, nochmal eine Umschulung oder Weiterbildung zu machen in Richtung öffentlichen Dienst (Verwaltung) oder Arbeitssicherheit. Muss dazu sagen, bin mit 46 nicht die jüngste oder eine  Selbstständigkeit (hab nur noch keine Idee).

Bin massiv am Zweifel, was ich nun mit meiner zweiten Lebenshälfte anfangen soll.

​Wer hat schon Erfahrungen mit Neuanfängen im fortgeschrittenen Alter gemacht? Mich würden die positiven und negativen Erfahrungen sehr interessieren.

​Vielen Dank vorab für das Teilen Eurer Erfahrungen.

VG
​Heike

Von der Selbstständigkeit würde ich dir ohne eine konkrete Idee, was du denn machen willst, erst einmal abraten. In den ersten Jahren bist du ohnehin erst einmal nur am investieren und bis du etwas aufgebaut hast, dauert es ein wenig. 

Hast du denn Angst nochmal eine Umschulung zu machen? Wenn du den Job nicht machen willst, dann wäre das doch eine gute Möglichkeit oder nicht? Das Alter würde mich dabei nicht abschrecken. Du hast noch viel vor dir, da würde ich mit 46 nicht schon sagen, du wärst schon zu alt. 

Hast du es denn schon einmal mit pflanzlichen Produkten versuchst. Um ruhiger und entspannter zu sein und in so stressigen Situationen besser schlafen zu können? Ich nehme zb Sedariston, das aus Johanniskraut und Baldrian besteht. Könnte dir auch helfen. 

Gefällt mir

13. Juni um 14:18

Ich würde die Umschulung angehen und keinen Job annehmen, der massiv unter deinen Fähigkeiten/Qualifikationen ist. Damit startest du nämlich in eine Abwärtsspirale, die sehr typisch ist für Frauenlebensläufe. Also lass dich umschulen, ebne die Wege dorthin, wo du dich siehst, gib nicht auf und verkauf dich niemals unter Wert.

Gefällt mir

Frühere Diskussionen

Beliebte Diskussionen

Noch mehr Inspiration?
pinterest

Hydro Boost

Teilen

Das könnte dir auch gefallen