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Hilfe

18. Oktober 2014 um 20:52

Hallo zusammen,
ich bin letztes Jahr Opfer einer Vergewaltigung geworden und dadurch auch schwanger geworden. Ich habe damals eine Abtreibung vornehmen lassen. Eine Woche nach dem Termin hätte ich eigentlich zu einer Kontrolluntersuchung gemußt, was ich aber nicht mehr geschafft habe, weil dieses Ausgeliefertsein auf diesem Stuhl einfach so furchtbar war.

Jetzt kämpfe ich seit einem Jahr mit mehr oder weniger starken Schmerzen, so dass ich eigentlich das Gefühl habe, dringend zum Gynäkologen zu müssen ....ich kann das aber einfach nicht..

Aber ewig vor mir herschieben kann ich das ja auch nicht und die Schmerzen werden immer schlimmer ...

Habt ihr einen Rat für mich??

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18. Oktober 2014 um 21:10

Geh unbedingt zu einem Arzt
Nein, die Untersuchung noch länger rauszuschieben, halte ich für äußerst gefährlich. Es kann sein, dass bei dem Eingriff etwas schiefgegangen ist. Lass das bitte ganz schnell abklären.

Ich war selbst noch nie schwanger, kann aber deine Angst vor dem "Ausgeliefertsein" auf dem Stuhl sehr gut verstehen. Hast du jemanden, der dich begleiten kann?

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18. Oktober 2014 um 21:18
In Antwort auf anonyma4726

Geh unbedingt zu einem Arzt
Nein, die Untersuchung noch länger rauszuschieben, halte ich für äußerst gefährlich. Es kann sein, dass bei dem Eingriff etwas schiefgegangen ist. Lass das bitte ganz schnell abklären.

Ich war selbst noch nie schwanger, kann aber deine Angst vor dem "Ausgeliefertsein" auf dem Stuhl sehr gut verstehen. Hast du jemanden, der dich begleiten kann?

Angst
Das Problem ist, dass außer meiner Psychologin niemand etwas weiß - ich konnte einfach mit niemandem darüber sprechen und bin mit allem irgendwie allein ...
Ich hab einfach riesige Angst, dass auf diesem Stuhl alles hoch kommt, was ich bis jetzt mühevoll beiseiteschiebe ...

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19. Oktober 2014 um 9:59
In Antwort auf macy_12760541

Angst
Das Problem ist, dass außer meiner Psychologin niemand etwas weiß - ich konnte einfach mit niemandem darüber sprechen und bin mit allem irgendwie allein ...
Ich hab einfach riesige Angst, dass auf diesem Stuhl alles hoch kommt, was ich bis jetzt mühevoll beiseiteschiebe ...

Verdrängen ist keine Lösung
Ich weiß genau, wie du dich fühlst. Aber glaub mir bitte, reden hilft. Und wenn die Erinnerungen an das Erlebte hochkommen, beginnt ein erster Teil des Heilungsprozesses. Lass die Tränen und den Zusammenbruch ruhig zu. Wenn alles regelrecht rausgeschwemmt wird, setzt meistens ein Gefühl der Erleichterung ein. Als ob eine Riesenlast abfällt.

Lass nicht zu, dass das Ekelgefühl und der Selbsthass dein Leben vergiften. Die Schuld liegt einzig und allein beim Täter.

Auch ich habe mich sehr lange sehr allein gefühlt. Ich konnte erst nach fast 30 Jahren wirklich offen über meinen Missbrauch sprechen. In den Jahren davor ist in mir so vieles kaputtgegangen. Mein Selbsthass, meine Zweifel "Hab ich ihn vielleicht doch irgendwie "ermutigt" oder provoziert?" haben mir mein Leben ziemlich schwer gemacht. Dieses ständige Gefühl, niemand darf etwas wissen. Es gibt Dinge, die niemanden etwas angehen (hat mir zumindest meine Mutter fatalerweise immer wieder eingeredet). Mich versteht ja doch keiner. Ich bin seither nicht in der Lage, eine vertrauensvolle Beziehung zu führen. Obwohl ich mir nichts mehr wünsche.

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19. Oktober 2014 um 10:56
In Antwort auf anonyma4726

Verdrängen ist keine Lösung
Ich weiß genau, wie du dich fühlst. Aber glaub mir bitte, reden hilft. Und wenn die Erinnerungen an das Erlebte hochkommen, beginnt ein erster Teil des Heilungsprozesses. Lass die Tränen und den Zusammenbruch ruhig zu. Wenn alles regelrecht rausgeschwemmt wird, setzt meistens ein Gefühl der Erleichterung ein. Als ob eine Riesenlast abfällt.

Lass nicht zu, dass das Ekelgefühl und der Selbsthass dein Leben vergiften. Die Schuld liegt einzig und allein beim Täter.

Auch ich habe mich sehr lange sehr allein gefühlt. Ich konnte erst nach fast 30 Jahren wirklich offen über meinen Missbrauch sprechen. In den Jahren davor ist in mir so vieles kaputtgegangen. Mein Selbsthass, meine Zweifel "Hab ich ihn vielleicht doch irgendwie "ermutigt" oder provoziert?" haben mir mein Leben ziemlich schwer gemacht. Dieses ständige Gefühl, niemand darf etwas wissen. Es gibt Dinge, die niemanden etwas angehen (hat mir zumindest meine Mutter fatalerweise immer wieder eingeredet). Mich versteht ja doch keiner. Ich bin seither nicht in der Lage, eine vertrauensvolle Beziehung zu führen. Obwohl ich mir nichts mehr wünsche.

Trau dich
ich kann anonyma da nur beipflichten. es ist sehr wichtig, entgegensetzt von evtl auch geäußerten Drohungen, zu sprechen zu beginnen. Deswegen musst du es ja nicht jedem erzählen. Aber wenn es schonmal ein oder zwei Menschen wissen denen du vertrauen kannst ist das viel. Es macht dieses Versteckspiel nicht so anstrengend. Und dann gibt ea vielleicht aich jemand der dich bei solchen Dingen begleiten kann. vielleicht kanm ich dir mit meiner bissherigen Erfahrung etwas weiterhelfen, einen Weg für dich selbst zu finden. Also (puh das ist gar nicht einfach das jetzt so zu schreiben aber ich versuche es mal ) Ich bin vor über zehn Jahren mehrfach über ein Jahr vergewaltigt worden und bin auch nie zum arzt gegangen aus angst und habe es auch bis vor ungefähr zwei jahren keinem erzählt. noch nocht mal meinen Therapeuten. ich habe einfach nichts rausbekommem...und es ist heute noch verdammt schwierig...abrr ich habe mich dann doch wenigen Menschen, wo ich denke das ich ihnen vertrauen kann, anvertraut. Dazu kommt das der selbe Typ mich vor wenigen Monaten wieder vergewaltigt hat..auch danach bin ich nicht direkt zum arzt aber dadurch das schon mal ein paar wenige Menschen um meine Vergangenheit wussten, habe ich mich dann auch doch nach zwei Monaten anvertrauen können und war zumindest da nicht mehr ganz so einsam damit. ich hatte ziemliche Schmerzen auch eine längere Zeit danach und ich hatte mich trotz meiner panischen angst, das ich dann auf den Stuhl müsse und der Überzeugung war, das ich nicht das Recht habe NEIN zu sagen wenn ich was nicht möchte, dazu durchgedrungen zur Fraurnarztin zu gehn. Meine Theraprutin hat mich da sehr unterstützt und weil ich so niemanden hatte der mitghehen konnte habe ich während des wartens mit meiner Therapeutin geschrieben die mir immer wieder gesagt hat das icj sagen kann wenn ich etwas nicht möchte. Naja ich habs dann doch geschafft meiner Gynäkologin zu sagen was passiert ist und das ich Schmerzen habe. Sie war sehr behutsam und hat mir auch echt zeit gegeben. Auf den Stuhl hab ich es trotzdem noch nicht geschafft weil ich genau wie du dieses ausgeliefert sein nocht aushalten kann.. Wenigstens konnte ich aber eine Ultraschalluntersuchung und mal Blut abnehmen lassen . so wusste ich wenigstens das mit der Gebärmutter und den Eierstöcken soweit alles ok ist und keine Svhwangerschaft vorliegt. puh sorry für den Roman...aber vielleicht hilft dir das ja auch erst mal dich mit einem Ultraschall anzufreunden und einen Menschen zu finden dem du dich anvertrauen, und der dich begleitet kann. Denn so wie du schreibst scheint ein Aufschub nicht wirklich gut zu sein... Ich wünsche dir den Mut und die Kraft einen Weg für Dich zu finden Lg

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19. Oktober 2014 um 12:11
In Antwort auf anonyma4726

Verdrängen ist keine Lösung
Ich weiß genau, wie du dich fühlst. Aber glaub mir bitte, reden hilft. Und wenn die Erinnerungen an das Erlebte hochkommen, beginnt ein erster Teil des Heilungsprozesses. Lass die Tränen und den Zusammenbruch ruhig zu. Wenn alles regelrecht rausgeschwemmt wird, setzt meistens ein Gefühl der Erleichterung ein. Als ob eine Riesenlast abfällt.

Lass nicht zu, dass das Ekelgefühl und der Selbsthass dein Leben vergiften. Die Schuld liegt einzig und allein beim Täter.

Auch ich habe mich sehr lange sehr allein gefühlt. Ich konnte erst nach fast 30 Jahren wirklich offen über meinen Missbrauch sprechen. In den Jahren davor ist in mir so vieles kaputtgegangen. Mein Selbsthass, meine Zweifel "Hab ich ihn vielleicht doch irgendwie "ermutigt" oder provoziert?" haben mir mein Leben ziemlich schwer gemacht. Dieses ständige Gefühl, niemand darf etwas wissen. Es gibt Dinge, die niemanden etwas angehen (hat mir zumindest meine Mutter fatalerweise immer wieder eingeredet). Mich versteht ja doch keiner. Ich bin seither nicht in der Lage, eine vertrauensvolle Beziehung zu führen. Obwohl ich mir nichts mehr wünsche.

Verdrängung
Ja, Verdrängung trifft es bei mir ziemlich genau. Ich habe jetzt über ein Jahr gebraucht, es weit und so gut einzupacken, dass halbwegs das darüber sprechen geht. Aber es ist irgendwie was völlig anderes, auf diesem Stuhl zu liegen und damit rechnen zu müssen, dass aufgrund der ungünstigen Lage, alle Erinnerungen lospoltern - und irgendwie will man sich ja auch in der Öffentlichkeit - sprich in einer Praxis - zusammenreißen können...ich nehme an, Du verstehst was ich meine -
Deine Gedanken kann ich übrigens sehr gut nachvollziehen ...die könnten alle auch von mir sein.

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19. Oktober 2014 um 14:59
In Antwort auf tisha_11958308

Trau dich
ich kann anonyma da nur beipflichten. es ist sehr wichtig, entgegensetzt von evtl auch geäußerten Drohungen, zu sprechen zu beginnen. Deswegen musst du es ja nicht jedem erzählen. Aber wenn es schonmal ein oder zwei Menschen wissen denen du vertrauen kannst ist das viel. Es macht dieses Versteckspiel nicht so anstrengend. Und dann gibt ea vielleicht aich jemand der dich bei solchen Dingen begleiten kann. vielleicht kanm ich dir mit meiner bissherigen Erfahrung etwas weiterhelfen, einen Weg für dich selbst zu finden. Also (puh das ist gar nicht einfach das jetzt so zu schreiben aber ich versuche es mal ) Ich bin vor über zehn Jahren mehrfach über ein Jahr vergewaltigt worden und bin auch nie zum arzt gegangen aus angst und habe es auch bis vor ungefähr zwei jahren keinem erzählt. noch nocht mal meinen Therapeuten. ich habe einfach nichts rausbekommem...und es ist heute noch verdammt schwierig...abrr ich habe mich dann doch wenigen Menschen, wo ich denke das ich ihnen vertrauen kann, anvertraut. Dazu kommt das der selbe Typ mich vor wenigen Monaten wieder vergewaltigt hat..auch danach bin ich nicht direkt zum arzt aber dadurch das schon mal ein paar wenige Menschen um meine Vergangenheit wussten, habe ich mich dann auch doch nach zwei Monaten anvertrauen können und war zumindest da nicht mehr ganz so einsam damit. ich hatte ziemliche Schmerzen auch eine längere Zeit danach und ich hatte mich trotz meiner panischen angst, das ich dann auf den Stuhl müsse und der Überzeugung war, das ich nicht das Recht habe NEIN zu sagen wenn ich was nicht möchte, dazu durchgedrungen zur Fraurnarztin zu gehn. Meine Theraprutin hat mich da sehr unterstützt und weil ich so niemanden hatte der mitghehen konnte habe ich während des wartens mit meiner Therapeutin geschrieben die mir immer wieder gesagt hat das icj sagen kann wenn ich etwas nicht möchte. Naja ich habs dann doch geschafft meiner Gynäkologin zu sagen was passiert ist und das ich Schmerzen habe. Sie war sehr behutsam und hat mir auch echt zeit gegeben. Auf den Stuhl hab ich es trotzdem noch nicht geschafft weil ich genau wie du dieses ausgeliefert sein nocht aushalten kann.. Wenigstens konnte ich aber eine Ultraschalluntersuchung und mal Blut abnehmen lassen . so wusste ich wenigstens das mit der Gebärmutter und den Eierstöcken soweit alles ok ist und keine Svhwangerschaft vorliegt. puh sorry für den Roman...aber vielleicht hilft dir das ja auch erst mal dich mit einem Ultraschall anzufreunden und einen Menschen zu finden dem du dich anvertrauen, und der dich begleitet kann. Denn so wie du schreibst scheint ein Aufschub nicht wirklich gut zu sein... Ich wünsche dir den Mut und die Kraft einen Weg für Dich zu finden Lg

Danke
Vielen Dank für euren Zuspruch. Ich hoffe, dass ich es irgendwann schaffe.

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19. Oktober 2014 um 16:51


Überwinde dich und geh sofort ims nexte Krankhaus, wenn du es nicht mehr schaffst lass dich fahren von bekannten, oder ruf einen Krankenwagen !
Danach such dir sofort Psycholigische Hilfe, sowas steckt man nicht einfach weg.
Meine Freundin hat auch abgetrizben und wir haben seid dem diese Klinik nie mehr betretten, dass ist völlig normal.. die meisten Frauen bereuen es im nach hineon abgetrieben zu haben, weil die Hormone und diz Bindung zu dem kleinen Stinker im Bauch schon von Anfang an da sind.
Trotzdem zur nach Untersuchung MUSST du gehen, die Gebährmutter oder qonst was können verletzt sein.
Du gefährdest deine Gesundheit !
Denk daran, dass du irrgzndwann noch deinen Traum Mann findest, mit dem du sicherlich Kinder willst und dann kannst du keine mehr bekommen.
Es tut mir so Leid für sich, ich hoff du hast ihn angezeigt und er sitzt im Gefengniss !
Alles Gute und Gute Besserung !

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19. Oktober 2014 um 20:12
In Antwort auf zainabhabibitunesia


Überwinde dich und geh sofort ims nexte Krankhaus, wenn du es nicht mehr schaffst lass dich fahren von bekannten, oder ruf einen Krankenwagen !
Danach such dir sofort Psycholigische Hilfe, sowas steckt man nicht einfach weg.
Meine Freundin hat auch abgetrizben und wir haben seid dem diese Klinik nie mehr betretten, dass ist völlig normal.. die meisten Frauen bereuen es im nach hineon abgetrieben zu haben, weil die Hormone und diz Bindung zu dem kleinen Stinker im Bauch schon von Anfang an da sind.
Trotzdem zur nach Untersuchung MUSST du gehen, die Gebährmutter oder qonst was können verletzt sein.
Du gefährdest deine Gesundheit !
Denk daran, dass du irrgzndwann noch deinen Traum Mann findest, mit dem du sicherlich Kinder willst und dann kannst du keine mehr bekommen.
Es tut mir so Leid für sich, ich hoff du hast ihn angezeigt und er sitzt im Gefengniss !
Alles Gute und Gute Besserung !

Danke
Ja ich hab den Weg über eine Anzeige gemacht und die Täter (es waren zwei) sitzen im Gefängnis.
Trotzdem - für DIE ist die Sache im Knast erledigt, für die Opfer solcher Verbrechen, geht die Tortur noch ewig weiter ....

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20. Oktober 2014 um 7:00
In Antwort auf macy_12760541

Danke
Ja ich hab den Weg über eine Anzeige gemacht und die Täter (es waren zwei) sitzen im Gefängnis.
Trotzdem - für DIE ist die Sache im Knast erledigt, für die Opfer solcher Verbrechen, geht die Tortur noch ewig weiter ....

Ich weiß
Und gerade WEIL wir Opfer lebenslang unter den Folgen zu leiden haben, ist es so wichtig, nicht alles zu verdrängen.

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22. Oktober 2014 um 20:07
In Antwort auf macy_12760541

Danke
Vielen Dank für euren Zuspruch. Ich hoffe, dass ich es irgendwann schaffe.

Nur Mut
Bitte lass dich dringend untersuchen, denn wer weiss, was hinter deinen Schmerzen steckt!
Ich finde toll, dass du eine Therapie machst und ich würde bei ihr dieses Thema ansprechen. Vielleicht kann sie dir die Angst vor dem kommenden etwas nehmen, zudem weiss ich dass Therapeutinnen oft auch gute Kontakte zu Gynäkologinnen haben. Sie könnte dir sicherlich helfen bei der Wahl der Gynäkologin, damit die Gynäkologin weiss, dass sie dir Zeit geben muss und mit dir dementsprechend sanft umgeht!
Bitte, bitte lass dich untersuchen!

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