Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / HILFE - es tut so verdammt weh - und keiner versteht mich PAPA Du fehlst mir so

HILFE - es tut so verdammt weh - und keiner versteht mich PAPA Du fehlst mir so

1. Dezember 2008 um 20:59 Letzte Antwort: 14. Januar 2010 um 16:06

Hallo ,

mein Papa ist am 06.09 im Alter von 69 Jahren gestorben er hatte Alzheimer und war ca. 1 Jahr im Pflegeheim .

Ich bin 39 und Mutter zweier Jungs / 8 und 4 Jahre .

Ich fühle mich so schuldig so leer so machtlos so verletzt . Papa ich vermisse Dich so sehr .

Es ist als hätte man mir ein teil von meinem Herz rausgerissen. Meine Geschwister ( % Stück) alle Älter trauern gar nicht und haben sich auch nicht gekümmert. Ich bin so verzweifelt. Habe eine Firma und sitze meist heulend vor dem PC und beschäftige mich mit Tod Traueranzeigen und Ähnliches.

Ich hab solche Angst - AUS mit Fröhlichkeit - Spontanität und Power. Ich schaffe es kaum den Alltag zu bewältigen und meine Kinder brauchen mich doch.


Wird das irgendwann besser ????

Ich hab ihm ein Lied schreiben lassen und auf Youtube gesetzt das höre ich mir mehrfach täglich an die CD ist im Auto in der Küche und überall.

Ich breche zusammen beim Fotoschauen - Weihnachtsdekorieren ich möchte ihn so gerne wieder haben denn er fehlt mir so.

Warum ?? Lässt er mich seine jüngste Tochter alleine.


Geht das vorbei

Alexandra

Mehr lesen

2. Dezember 2008 um 15:14

Es tut sehr weh,
und deine Trauer hat natürlich eine Berechtigung. Nur solltest du
auch lernen dieses Schicksal anzuerkennen. Schau, dass du dich einer Trauergruppe anschließt. Im Internet gibt es folgende Adressen www.elternlos.de und www.verwitwet.de. Es gibt zahllose
Bücher. Du kannst Trauertagebuch schreiben oder du schreibst deinem Vater, was immer du ihm noch sagen möchtest.
Gruß Melike

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
22. November 2009 um 17:36

Hallo Alexandra,
ich habe deine Email gefunden und konnte kaum glauben was ich dort las.
Ich heiße Corinna und mir passierte ähnliches.
Allerdings ist es scheinbar schon knapp "ein Jahr?" her, als du geschrieben hast und ich weiß nicht ob es gut wäre, dir zu diesem Thema etwas zu schreiben.
Jedoch weiß ich wie es ist, wenn man sich ständig fragt, warum hat er seine jüngste Tochter verlassen!?
Mir tut es auch noch weh, sehr sogar, obwohl es mittlerweile 8 Jahre her ist.
Ich habe schon einige Familienmitglieder verloren die mir sehr wichtig waren aber nie fühlte ich so schmerzend, tiefste Trauer, wie um meinen Vater.
Die Familie ist bei mir keine sehr große Hilfe; mein Partner ist der Mensch, der sich alles anhört und ich bin ihm unheimlich dankbar dafür aber dennoch ist es etwas anderes als wenn die Familie etwas mitfühlender wäre.
Wenn du magst, kannst du mir gerne schreiben. Würde mich sehr freuen.
P.S. Wie heißt das Lied welches du auf YOU TUBE gestellt hast?
Liebe Grüße Co

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
25. November 2009 um 20:59

Liebe
Hallo,

es tut mir sehr leid, dass du deinen Papa verloren hast.
Ihn kann dir niemand ersetzen.

Ich habe meine Mama(54) am 24.3.08 an einem Sekundentod verloren.
Ich bin 35 Jahre alt und Mama von 3 Kindern(12,10,7)

Ich kann dir nur erzählen wie es bei mir ist:

Fehlen wird er immer. Da darfst du dir nichts vormachen.
Natürlich besonders an Weihnachten oder besonderen Festen.

Der Schmerz wird nicht leichter, er wird anders.
Aber die Zeiten an denen es dir so richtig schlecht geht, die werden weniger.
Deine Fröhlichkeit kommt zurück, aber dir wird auch immer mehr bewusst was du verloren hast.

Du lebst aber auch intensiver.
Dein Papa würde nicht wollen, dass du nicht glücklich bist.
Und glaube mir, er ist jetzt immer bei dir.
Und deine Liebe zu ihm die wird nie sterben.
Sie wird intensiver.
Du denkst öfter an die Situationen die du mit ihm erlebt hast.

Ich habe mir ein Buch zum Verarbeiten gekauft.
Darin schreibt man alles auf. Lieblingsfarbe, Essen, besondere Sachen.
Solche Dinge die man sonst mit der Zeit vergessen würde.

Das Buch heißt: Ich will dich nicht vergessen

Lass dich nicht gehen! Für deine Kinder!
Su bist für deine Kinder genauso wichtig, wie dein Papa für dich!!!
So schlimm es auch ist, denke immer daran, dass es deinen Kindern gut geht.

Gib nicht auf.
Wenn du jemanden zum zuhören brauchst, bin ich gerne da.

Ich wünsche dir viel Kraft
Dani

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
2. Dezember 2009 um 22:17

Hallo Alexandra
Es tut mir leid .Ich kann Dich verstehen.Ich habe mein Vater 10 Tage nach meinem 40igsten Geburtstag verlohren.Er fehlt mir auch und auch meinen 6 jährigen Sohn.Er liebte seinen opa total haben die Diagnose im April bekommen,und im Juli ist er dann gestorben.Wir dachten wir hätten noch zeit aber dies war nicht so.Aber was ist schon zeit......Ich glaube diese Zeit vegeht nie,solange man diesen Menschen in seinem Herzen hat.
Ich denke das unsere Väter wenn sie gekonnt hätten uns bestimmt nicht alleine gelassen hätten.Sie liebten uns bestimmt über alles......ich weiß das.Ich habe mich für die 40 Jahre die ich mit ihm hatte gefreut und bedankt das ich diese eleben durften.Ich vermisse ihn auch und jetzt kommt die schlimme Zeit,obwohl diese eigentlich schön sein soll. Aber ich denke das das unsere Väter nicht wollten das wir so um sie trauern.Mein Vater war ein lustiger mensch.Ich weiß nicht ob dir das hilft was ich dir schreibe, aber ich glaube man kann viele worte schreiben aber anders fühlen,Auch Trauer ist ein Zeichen der Liebe und verbundenheit. in diesem Sinne Gruß Daniela

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
16. Dezember 2009 um 19:38

Papa
hallo,ich habe dein beitrag gelesen,ich kann dich gut verstehen wei du dich fühltst,ok bei dir ist es verdammt frisch ,aber weiss was in dir vorgeht,mein vater verstarb vor 20 jahren im alter von 30 jahren,leider nahm er das in seine eigene hand und entschied es für sich,was ich nicht verstehen kann das er so entschied,aber ich war noch zu klein um das zu verstehen,mit 16 erfuhr ich erst die echte wahrheit,jetzt bin cih 25 jahre,habe meien eigene familie.
und jetzt im august 09 verstarb meine geliebte oma,sie kam mit magenschmerzen ins kh,es wurden test gemacht udn op,wärend der 1 op kam raus das ihr bauchraum voll mit krebs waren,2 tag später kam diagnose sie sei in lebensgefahr,noch 1 tag später kam dann das wir uns verabschieden könnten.
es ist einfach so schrecklich,kam wegen magenprobleme rein udn 4 tage später war se verstorben,ich vermisse sie so sehr,
aber cih weiss diese gedanken die du auch hast vergehen auch wieder,
unsere kinder geben uns die kraft

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
14. Januar 2010 um 16:06

Es geht vorbei, es braucht einfach etwas Zeit.........
manche brauchen nur ein paar Tage oder Wochen und andere wiederum länger. Es wird immer weh tun, aber mit der Zeit wird dieser Schmerz immer erträglicher und irgendwann spürt man ihn dann fast gar nicht mehr.

Mein Vater hat sich im Mai 2009 das Leben genommen. Die erste Zeit war einfach schrecklich, ich dachte das übersteh ich nicht, aber mit der Zeit wurde es dann erträglicher.
6 Monate nach meinem Vater, im November 2009 ist dann meine Mutter ganz plötzlich verstorben. Ich war nur eine Woche vor ihrem Tod mit ihr unterwegs gewesen, da gab es keine Anzeichen das ich sie da das letzte mal lebend sehen werde. Und nur eine Woche später rief mich meine Schwester schluchzend an das Mama tot ist. Sie hatte sich eine Lungenentzündung eingefangen, sie dachte es wäre eine dicke Erkältung, und ist im Schlaf erstickt. Die Ärzte haben mir versichert das sie davon nichts mitbekommen hat.
Ich kann nicht sagen das ich mich super fühle, aber mit jedem Tag der vergeht, wird es einfacher. Ich habe mir auch, ein paar Tage nach dem Tod meiner Mutter, Hilfe bei einer Trauerberatung geholt. Es tat gut mit Außenstehenden zu reden, vielleicht wäre das auch für Dich das richtige.

Ich habe gelernt mit dem Schmerz umzugehen, aber für eine Weile war er stärker als ich.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Noch mehr Inspiration?
pinterest

Das könnte dir auch gefallen