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Hilfe Bitte um einige Ratschläge

19. Oktober 2017 um 4:47 Letzte Antwort: 21. Oktober 2017 um 16:30

Hallo,

ich bin weiblich, 20 Jahre alt und fühle mich extrem unwohl mit meinem gesamten Erscheinungsbild, insbesondere meinem Verhalten und Fähigkeiten, welche sich sehr offensichtlich gravierend negativ von den anderer Menschen unterscheiden.
Ich befinde mich zurzeit in einer schulischen Ausbildung mit Fachhochschulreife, welche ich begonnen habe, nachdem ich bereits das zehnte Schuljahr wiederholt und das elfte abgebrochen hatte.

In der Schule war ich von Anfang an eher schlecht, wurde ab und an geärgert und konnte mich nie konzentrieren, zudem war ich faul und konnte mich kaum dazu überwinden rechtzeitig zu lernen und Termine einzuhalten(als wäre das etwas völlig Schreckliches ).

Des weiteren bin ich extrem schüchtern, zweifel stark an meinem alltäglichen Entscheidungen, brauche unfassbar viel Zeit um diese zu treffen und bin grundsätzlich sehr langsam bei der Ausführung von Tätigkeiten und habe kaum Motivation mich mit Dingen zu beschäftigen !

Momentan bin ich in therapeutischer Behandlung aufgrund von Ads, allerdings fällt es mir auch dort schwer mich auszudrücken , weshalb ich es nicht schaffe zu erläutern, wie ich mich fühle und erzähle immer nur Bruchteile von Situationen, die nicht zueinander passen. zudem fühle Ich mich körperlich unwohl, nicht direkt krank, ich kann mir vorstellen , dass vieles einfach Einbildung ist , da es sich meistens nur um Herzrasen, Schwäche , Appetitlosigkeit und Harnwegsinfektionen und starke Regelschmerzen handelt , die ich wirklich verspüre und deshalb auch manchmal  zum Arzt gehe, obwohl ich Angst vor dem Arztbesuch habe

Im Alltag stotter und nuschel Ich oft beim Sprechen , sag nie das was ich möchte und verspreche mich meist so ,dass man mich entweder gar nicht oder total falsch versteht.

Da ich mich selber sprechen höre , bin ich mir meinen Worten bewusst, äußere dies aber selten , da sich diese Situationen über den Tag häufen. Das selbe geschieht auch mit Handlungen : Ich mache Fehler, die einem eigentlich nicht öfter unterlaufen können , Arbeitsschritte automatisieren sich nicht und selbst sehr einfache Tätigkeiten fallen mir unfassbar schwer. Außerdem habe ich das Gefühl mir absolut nichts wichtiges merken zu können und schaffe es irgendwie nicht schnell genug zu reagieren, denke anscheinend viel zu lange nach und komme grundsätzlich nicht mit, egal wie einfach die Aufgabe ist, ich schweife ständig ab und mache im unpassenden Moment den dümmsten Fehler!

Heute ist mir bei meinem Praktikum schwindelig geworden , weshalb ich auf der Toilette leicht gegen einen Schrank gefallen bin aber nicht ohnmächtig geworden bin , da ich bei dem selben Toilettenbesuch eine Zwischenblutung festgestellt habe , habe ich dies meinem Freund erzählt , weshalb wir daraufhin ins Krankenhaus gefahren sind,weil Ich völlig übertrieben Panik bekommen habe( Das war sehr impulsiv und das ist mir auch bewusst. ) Da ich dem Arzt das anscheinend nicht übermitteln  konnte, dachte dieser , dass ich mir das ganze ausdenke und hat mich mit der Diagnose: 'Münchenhausensyndrom ' auf einem Schein zu meinem Hausarzt geschickt. Er hat mir dies aber nicht ins Gesicht gesagt , sondern lediglich alles belächelt und mir das Gefühl gegeben total dumm zu sein . Jetzt fühle ich mich unfassbar dumm, habe anscheinend das Bedürfnis mir Krankheiten auszudenken und traue mich nie wieder zu einem Arzt zu gehen , da ich mir offensichtlich alles einbilde und einfach  bescheuert bin und mir scheinbar auch Krankheiten ausdenke jetzt habe ich unfassbar Angst , dass ich unterdurchschnittlich begabt und unzurechnungsfähig bin und mir alles Mögliche einbilde und alles falsch mache. Ich weiß nicht mehr weiter und wäre sehr dankbar über einen Rat. Ich bedanke mich dafür sehr im Vorraus! 

LG

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19. Oktober 2017 um 8:21
In Antwort auf nachteule103

Hallo,

ich bin weiblich, 20 Jahre alt und fühle mich extrem unwohl mit meinem gesamten Erscheinungsbild, insbesondere meinem Verhalten und Fähigkeiten, welche sich sehr offensichtlich gravierend negativ von den anderer Menschen unterscheiden.
Ich befinde mich zurzeit in einer schulischen Ausbildung mit Fachhochschulreife, welche ich begonnen habe, nachdem ich bereits das zehnte Schuljahr wiederholt und das elfte abgebrochen hatte.

In der Schule war ich von Anfang an eher schlecht, wurde ab und an geärgert und konnte mich nie konzentrieren, zudem war ich faul und konnte mich kaum dazu überwinden rechtzeitig zu lernen und Termine einzuhalten(als wäre das etwas völlig Schreckliches ).

Des weiteren bin ich extrem schüchtern, zweifel stark an meinem alltäglichen Entscheidungen, brauche unfassbar viel Zeit um diese zu treffen und bin grundsätzlich sehr langsam bei der Ausführung von Tätigkeiten und habe kaum Motivation mich mit Dingen zu beschäftigen !

Momentan bin ich in therapeutischer Behandlung aufgrund von Ads, allerdings fällt es mir auch dort schwer mich auszudrücken , weshalb ich es nicht schaffe zu erläutern, wie ich mich fühle und erzähle immer nur Bruchteile von Situationen, die nicht zueinander passen. zudem fühle Ich mich körperlich unwohl, nicht direkt krank, ich kann mir vorstellen , dass vieles einfach Einbildung ist , da es sich meistens nur um Herzrasen, Schwäche , Appetitlosigkeit und Harnwegsinfektionen und starke Regelschmerzen handelt , die ich wirklich verspüre und deshalb auch manchmal  zum Arzt gehe, obwohl ich Angst vor dem Arztbesuch habe

Im Alltag stotter und nuschel Ich oft beim Sprechen , sag nie das was ich möchte und verspreche mich meist so ,dass man mich entweder gar nicht oder total falsch versteht.

Da ich mich selber sprechen höre , bin ich mir meinen Worten bewusst, äußere dies aber selten , da sich diese Situationen über den Tag häufen. Das selbe geschieht auch mit Handlungen : Ich mache Fehler, die einem eigentlich nicht öfter unterlaufen können , Arbeitsschritte automatisieren sich nicht und selbst sehr einfache Tätigkeiten fallen mir unfassbar schwer. Außerdem habe ich das Gefühl mir absolut nichts wichtiges merken zu können und schaffe es irgendwie nicht schnell genug zu reagieren, denke anscheinend viel zu lange nach und komme grundsätzlich nicht mit, egal wie einfach die Aufgabe ist, ich schweife ständig ab und mache im unpassenden Moment den dümmsten Fehler!

Heute ist mir bei meinem Praktikum schwindelig geworden , weshalb ich auf der Toilette leicht gegen einen Schrank gefallen bin aber nicht ohnmächtig geworden bin , da ich bei dem selben Toilettenbesuch eine Zwischenblutung festgestellt habe , habe ich dies meinem Freund erzählt , weshalb wir daraufhin ins Krankenhaus gefahren sind,weil Ich völlig übertrieben Panik bekommen habe( Das war sehr impulsiv und das ist mir auch bewusst. ) Da ich dem Arzt das anscheinend nicht übermitteln  konnte, dachte dieser , dass ich mir das ganze ausdenke und hat mich mit der Diagnose: 'Münchenhausensyndrom ' auf einem Schein zu meinem Hausarzt geschickt. Er hat mir dies aber nicht ins Gesicht gesagt , sondern lediglich alles belächelt und mir das Gefühl gegeben total dumm zu sein . Jetzt fühle ich mich unfassbar dumm, habe anscheinend das Bedürfnis mir Krankheiten auszudenken und traue mich nie wieder zu einem Arzt zu gehen , da ich mir offensichtlich alles einbilde und einfach  bescheuert bin und mir scheinbar auch Krankheiten ausdenke jetzt habe ich unfassbar Angst , dass ich unterdurchschnittlich begabt und unzurechnungsfähig bin und mir alles Mögliche einbilde und alles falsch mache. Ich weiß nicht mehr weiter und wäre sehr dankbar über einen Rat. Ich bedanke mich dafür sehr im Vorraus! 

LG

also erst einmal: ich denke mit der Behandlung wg. ADS liegst Du völlig richtig, soweit ich das als Laie sagen kann, natürlich.

Schau mal da:
http://www.adhs-deutschland.de/Home/ADHS/ADHS-ADS/Das-Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom-ohne-Hyperaktivitaet.aspx

https://www.dr-gumpert.de/html/ads_symptome.html#c7712

findest Du Dich da wieder? Dann siehst Du auch, dass das meiste, was Du beschreibst, Symtpome bzw. deren Folgen sind - mit einer erfolgreichen Behandlung ist das damit weg - oder auf ein Maß abgeschwächt, mit dem es sich gut leben lässt.
Gib der Therapie erst mal eine Chance. Wenn die funktioniert und / oder Du entsprechende Medikamente bekommst, wird sich das meiste davon in Luft auflösen.

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19. Oktober 2017 um 11:59
In Antwort auf avarrassterne1

also erst einmal: ich denke mit der Behandlung wg. ADS liegst Du völlig richtig, soweit ich das als Laie sagen kann, natürlich.

Schau mal da:
http://www.adhs-deutschland.de/Home/ADHS/ADHS-ADS/Das-Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom-ohne-Hyperaktivitaet.aspx

https://www.dr-gumpert.de/html/ads_symptome.html#c7712

findest Du Dich da wieder? Dann siehst Du auch, dass das meiste, was Du beschreibst, Symtpome bzw. deren Folgen sind - mit einer erfolgreichen Behandlung ist das damit weg - oder auf ein Maß abgeschwächt, mit dem es sich gut leben lässt.
Gib der Therapie erst mal eine Chance. Wenn die funktioniert und / oder Du entsprechende Medikamente bekommst, wird sich das meiste davon in Luft auflösen.

Vielen Lieben Dank für deine Antwort ! Ich hoffe sehr, dass mir die Therapie hilft , allerdings traue mich nicht mehr zu einem Arzt zu gehen , weil ich nun Angst habe , dass Ich grundsätzlich so wirke als würde Ich simulieren

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19. Oktober 2017 um 13:07
In Antwort auf nachteule103

Vielen Lieben Dank für deine Antwort ! Ich hoffe sehr, dass mir die Therapie hilft , allerdings traue mich nicht mehr zu einem Arzt zu gehen , weil ich nun Angst habe , dass Ich grundsätzlich so wirke als würde Ich simulieren

lass Dir nie, nie, NIE einreden, dass psychosomatische Beschwerden das gleiche sind wie "simmulieren"!!! Egal von wem. Und wenn derjenige, der das sagt, 75 Doktortitel hat, ist er dennoch nur ein Idiot. Pardon.

Ja, es gibt körperliche Krankheiten, die Schwindel verursachen oder eben auch Zwischenblutungen - und es gibt psychosomatische Ursachen.
ABER es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen "ach ich hab heute keinen Bock auf Schule / Job, ich ruf da mal an und sage, ich wäre krank" (also "simmulieren" und psychosomatischen Beschwerden. Letztere sind nämlich definitiv "REAL", auch wenn sie keine körperliche Ursache haben. Ein psychosomatischer Schmerz tut genauso weh wie einer mit körperlichen Ursachen. Ein psychosomatischer Schwindel schickt Dich genauso auf die Bretter wie einer mit körperlichen Ursachen - usw.
Und beide sind ein Warnsignal Deines Körpers, dass da gerade etwas gar nicht rund läuft. Der einzige Unterschied ist, dass man Bauchkrämpfe durch eine Magen-Darm-Grippe anders behandeln muss als Bauchkrämpfe, deren Ursache zu viel Stress ist.
Außerdem sollte auch jeder Arzt wissen, dass man als Betroffener das eine vom anderen nicht wirklich unterscheiden kann. Ein Arzt sollte auch wissen, dass die Periode nun einmal von Hormonen gesteuert wird - und die Hormonausschüttung auch (und nicht wenig) vom seelischen Zustand beeinflusst wird. Ich hatte mein Leben lang ganz fix eine umgekehrte Periode (also 3 Wochen "auslaufen", 1 Woche Pause) oder Zwischenblutungen, wenn ich stark gestresst war oder es mir seelisch nicht gut ging und da bin ich ganz sicher nicht die einzige Frau.
Sollte für einen Arzt Grundwissen sein. Mal abgesehen davon, dass es milde formuliert völlig unseriös ist, ein Münchhausen-Syndrom nach einem einzigen Besuch des Patienten zu diagnostizieren und wenn das der Doc in der Notaufnahme war, ist das noch nicht mal sein Fachgebiet. Hat ungefähr so viel Wert, als wenn Dir Dein Zahnarzt sagen würde, dass Du einen Tumor in der Gebärmutter hast, weil Du da von den Zwischenbluten erzählst. Da bist Du schlicht an einen Idioten geraten, das ist alles.

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19. Oktober 2017 um 20:57
In Antwort auf avarrassterne1

lass Dir nie, nie, NIE einreden, dass psychosomatische Beschwerden das gleiche sind wie "simmulieren"!!! Egal von wem. Und wenn derjenige, der das sagt, 75 Doktortitel hat, ist er dennoch nur ein Idiot. Pardon.

Ja, es gibt körperliche Krankheiten, die Schwindel verursachen oder eben auch Zwischenblutungen - und es gibt psychosomatische Ursachen.
ABER es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen "ach ich hab heute keinen Bock auf Schule / Job, ich ruf da mal an und sage, ich wäre krank" (also "simmulieren" und psychosomatischen Beschwerden. Letztere sind nämlich definitiv "REAL", auch wenn sie keine körperliche Ursache haben. Ein psychosomatischer Schmerz tut genauso weh wie einer mit körperlichen Ursachen. Ein psychosomatischer Schwindel schickt Dich genauso auf die Bretter wie einer mit körperlichen Ursachen - usw.
Und beide sind ein Warnsignal Deines Körpers, dass da gerade etwas gar nicht rund läuft. Der einzige Unterschied ist, dass man Bauchkrämpfe durch eine Magen-Darm-Grippe anders behandeln muss als Bauchkrämpfe, deren Ursache zu viel Stress ist.
Außerdem sollte auch jeder Arzt wissen, dass man als Betroffener das eine vom anderen nicht wirklich unterscheiden kann. Ein Arzt sollte auch wissen, dass die Periode nun einmal von Hormonen gesteuert wird - und die Hormonausschüttung auch (und nicht wenig) vom seelischen Zustand beeinflusst wird. Ich hatte mein Leben lang ganz fix eine umgekehrte Periode (also 3 Wochen "auslaufen", 1 Woche Pause) oder Zwischenblutungen, wenn ich stark gestresst war oder es mir seelisch nicht gut ging und da bin ich ganz sicher nicht die einzige Frau.
Sollte für einen Arzt Grundwissen sein. Mal abgesehen davon, dass es milde formuliert völlig unseriös ist, ein Münchhausen-Syndrom nach einem einzigen Besuch des Patienten zu diagnostizieren und wenn das der Doc in der Notaufnahme war, ist das noch nicht mal sein Fachgebiet. Hat ungefähr so viel Wert, als wenn Dir Dein Zahnarzt sagen würde, dass Du einen Tumor in der Gebärmutter hast, weil Du da von den Zwischenbluten erzählst. Da bist Du schlicht an einen Idioten geraten, das ist alles.

Vielen Dank für die liebe ausführliche Antwort! Dieser Arzt hat mich irgendwie auch ausgelacht als ich ihm gesagt habe ,dass ich Medikinet einnehme und fand er es komisch , dass ich das ausgerechnet an dem Tag nicht genommen habe , was auch immer daran komisch sein kann

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20. Oktober 2017 um 8:04
In Antwort auf nachteule103

Vielen Dank für die liebe ausführliche Antwort! Dieser Arzt hat mich irgendwie auch ausgelacht als ich ihm gesagt habe ,dass ich Medikinet einnehme und fand er es komisch , dass ich das ausgerechnet an dem Tag nicht genommen habe , was auch immer daran komisch sein kann

vielleicht hatte der ja an dem Tag auch vergessen, seine Pillen zu nehmen ^^
Ich kann mir schon vorstellen, was er daran komisch fand.

Mal eine Story von mir... Ein lockerer Bekannter anno dazumal war TOTAL überzeugt, dass ich keine Ahnung von Pflanzen habe. Weil ich kam ja aus einer STADT. Konnte ich ihm erzählen, was ich wollte, dass meine Großeltern einen riiieeesen Garten haben und immer Tomaten, Gurken, ... angebaut haben und ich damit aufgewachsen bin - egal. Er war dieser Meinung. PUNKT. Blonde Haare hab ich auch noch... Naja, eines schönen Tages wurde es mir ernstlich zu doof. Also habe ich ihm eine "Tomatenpflanze" beschrieben. Ein Strauch, mit holzigen (!) Stämmchen, silbernen (!) Blättern, Früchten, die erst tief lila (!) sind, bevor sie rot werden und so in dem Stil weiter. Der hat schlappe ZEHN MINUTEN davon gebraucht, um darauf zu kommen, dass ich ihn gerade verar*** - da war ich schon lange verzweifelt, weil mir ziemlich die Ideen ausgingen, wie man diesem Senf noch eins draufsetzen kann, und noch eins und ... Da waren noch andere Leute ringsum, die haben Tränen gelacht - auch das hat ihn nicht darauf gebracht. Warum? Weil solche gefassten Meinungen unglaublich viel Macht über uns Menschlein haben. Wir neigen dann dazu, alle Informationen, die wir bekommen, irgendwie in diesen Kontext zu biegen. Alles, was ich erzählt habe, hat ihn damit nur bestätigt, dass ich nun WIRKLICH keine Ahnung habe. Die Leutz, die sich ringsum vor Lachen bogen, haben natürlich nur über meine Dummheit gelacht. Usw.
Ich habe so etwas noch gelegentlich wiederholt, geht nicht mit allen Menschen so gut, aber wenn Du jemanden mit einem richtig starken Vorurteil und einem Charakter erwischst, der sich selbst eher selten hinterfragt, dann... dann rennt der stur geradeaus durch alle Mauern hindurch, komme, was da wolle.

So in etwa, könnte das bei dem Doc auch gewesen sein. Wenn man sich vorstellt, dass da jemand vor einem steht, von dem man WIRKLICH ÜBERZEUGT ist, dass der alles nur erfindet, dann sieht die ganze Geschichte nämlich anders aus. NA KLAR hat der noch MINDESTENS eine gaaaaaaaaaaaaaaanz schwere Krankheit und muss auch ganz wiiiiiiiiiiiiichtige Medikamente nehmen, die gaaaaaaaaaaanz spezielle Rezepte brauchen nur ZUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUFÄLLIG heute gerade nicht... jajaja... Kannst Du es Dir vorstellen?

Im Ernst, hak das ab, mehr hat er nicht verdient. Nur lern daraus, selbst auf solche "Tomatenpflanzen" zu achten, nicht dass sie Dich auch irgendwann so sehr einfangen, dass Du die Welt vor Tomaten nicht mehr siehst

Wie gut kommst Du mit dem Medikinet klar? Wie lange nimmst das schon? Hast Du sonst noch Therapie, die darüber hinaus etwas macht? Ich frage aus persönlichem Interesse, habe selbst ADS, auch wenn es bei mir erst mit 32 diagnostiziert wurde, bis dahin war ich nur irgendwas zwischen "stinkend faul" (O-Ton meiner Lehrerin zu meinen Eltern damals als Kind und nicht selten auch O-Ton meiner Eltern...) und blöde und ... naja, andere fasziniende Komplimente. Wenn Dir das zu persönlich ist, gern auch per PN - und wenn Du nicht antworten möchtest - antworte einfach nicht, kein Ding

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21. Oktober 2017 um 16:30
In Antwort auf avarrassterne1

vielleicht hatte der ja an dem Tag auch vergessen, seine Pillen zu nehmen ^^
Ich kann mir schon vorstellen, was er daran komisch fand.

Mal eine Story von mir... Ein lockerer Bekannter anno dazumal war TOTAL überzeugt, dass ich keine Ahnung von Pflanzen habe. Weil ich kam ja aus einer STADT. Konnte ich ihm erzählen, was ich wollte, dass meine Großeltern einen riiieeesen Garten haben und immer Tomaten, Gurken, ... angebaut haben und ich damit aufgewachsen bin - egal. Er war dieser Meinung. PUNKT. Blonde Haare hab ich auch noch... Naja, eines schönen Tages wurde es mir ernstlich zu doof. Also habe ich ihm eine "Tomatenpflanze" beschrieben. Ein Strauch, mit holzigen (!) Stämmchen, silbernen (!) Blättern, Früchten, die erst tief lila (!) sind, bevor sie rot werden und so in dem Stil weiter. Der hat schlappe ZEHN MINUTEN davon gebraucht, um darauf zu kommen, dass ich ihn gerade verar*** - da war ich schon lange verzweifelt, weil mir ziemlich die Ideen ausgingen, wie man diesem Senf noch eins draufsetzen kann, und noch eins und ... Da waren noch andere Leute ringsum, die haben Tränen gelacht - auch das hat ihn nicht darauf gebracht. Warum? Weil solche gefassten Meinungen unglaublich viel Macht über uns Menschlein haben. Wir neigen dann dazu, alle Informationen, die wir bekommen, irgendwie in diesen Kontext zu biegen. Alles, was ich erzählt habe, hat ihn damit nur bestätigt, dass ich nun WIRKLICH keine Ahnung habe. Die Leutz, die sich ringsum vor Lachen bogen, haben natürlich nur über meine Dummheit gelacht. Usw.
Ich habe so etwas noch gelegentlich wiederholt, geht nicht mit allen Menschen so gut, aber wenn Du jemanden mit einem richtig starken Vorurteil und einem Charakter erwischst, der sich selbst eher selten hinterfragt, dann... dann rennt der stur geradeaus durch alle Mauern hindurch, komme, was da wolle.

So in etwa, könnte das bei dem Doc auch gewesen sein. Wenn man sich vorstellt, dass da jemand vor einem steht, von dem man WIRKLICH ÜBERZEUGT ist, dass der alles nur erfindet, dann sieht die ganze Geschichte nämlich anders aus. NA KLAR hat der noch MINDESTENS eine gaaaaaaaaaaaaaaanz schwere Krankheit und muss auch ganz wiiiiiiiiiiiiichtige Medikamente nehmen, die gaaaaaaaaaaanz spezielle Rezepte brauchen nur ZUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUFÄLLIG heute gerade nicht... jajaja... Kannst Du es Dir vorstellen?

Im Ernst, hak das ab, mehr hat er nicht verdient. Nur lern daraus, selbst auf solche "Tomatenpflanzen" zu achten, nicht dass sie Dich auch irgendwann so sehr einfangen, dass Du die Welt vor Tomaten nicht mehr siehst

Wie gut kommst Du mit dem Medikinet klar? Wie lange nimmst das schon? Hast Du sonst noch Therapie, die darüber hinaus etwas macht? Ich frage aus persönlichem Interesse, habe selbst ADS, auch wenn es bei mir erst mit 32 diagnostiziert wurde, bis dahin war ich nur irgendwas zwischen "stinkend faul" (O-Ton meiner Lehrerin zu meinen Eltern damals als Kind und nicht selten auch O-Ton meiner Eltern...) und blöde und ... naja, andere fasziniende Komplimente. Wenn Dir das zu persönlich ist, gern auch per PN - und wenn Du nicht antworten möchtest - antworte einfach nicht, kein Ding

Hey 😄

Vielen Lieben Dank für diese mühevolle Antwort ! Bei mir war das auch so ! Ich habe irgendwie nicht verstanden, weshalb er mir so komische fragen stellt , mir war klar dass er damit herausfinden möchte , ob ich lüge aber die Fragen waren irgendwie absolut nicht darauf bezogen und irgendwann habe ich mich dann veralbert gefühlt und auch so geantwortet , weshlab er mich dann belächelt hat , obwohl ich ihn nicht ernst nehmen konnte-.- 

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