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Herzstolpern, Angststörung,Hypochondrie..

7. März 2012 um 21:18 Letzte Antwort: 6. April 2012 um 18:40

Hallo ihr lieben
Ich bin 17 Jahre alt und habe schon seit einigen Monaten ständig Herzstolpern oder einiger Sekunden lang totales Herzrasen, immer verbunden mit Angst... vor 2 Monaten hatte ich eine starke Panikattake, ich war kurz davor einen Krankenwagen zu rufen, habe hyperventiliert,mir war schlecht schwindelig, ich hatte Todesangst usw.
Vor 2 Jahren hatte ich das erste mal Anzeichen von einer Herzphobie oder Angststörung oder was auch immer, da hatte ich die gleiche Panik bei Stichen in der Herzgegend. Das war kurz nachdem meine Oma gestorben ist die mir sehr nah stand.
Jedenfalls bin ich nach dieser starken Panikattacke zum Arzt gegangen, Ruhe- und Belastungs EKG waren völlig ohne Befund, Blutbild, Schilddrüse und Abhorchen der Lunge ebenfalls, der Arzt fand dass mein Herz sogar ganz besonders kräftig und regelmäßig schlägt und ich völlig gesund bin. Seitdem nehme ich homöopathische Globuli zur Beruhigung, es war auch lange besser aber heute hatte ich wieder das Stolpern mit Panik dazu.. ich habe das Gefühl und vor allem Angst es niemals in den Griff zu kriegen, ich versuche Situationen zu vermeiden in denen das schon aufgetreten ist, meide Orte an die nicht schnell ein Notarzt gelangen könnte.. habe kaum noch richtige Lebensqualität.. kennt das irgendwer und kann mir einen Tipp geben was ich noch tun könnte?

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9. März 2012 um 10:29

Hallo,
da du dein Leben durch die Ängste schon stark einschränkst (Vermeiden von Orten), ist es an der Zeit psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Du kannst die Symptome mit den Globulis vielleicht unterdrücken, aber wichtig wäre es die Ursachen deiner Ängste zu bearbeiten. Also such dir so schnell wie möglich einen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (am besten mit Verhaltenstherapie) und mach einen Termin aus!

Viel Erfolg! Phenyce

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11. März 2012 um 4:33

Fortschrittlich...
Hi, bin selber Panikpatient (44/m). An Deinem Beitrag sehe ich, dass Du immerhin schon erkannt hast, dass Deine Panikstörung psychologischer Natur ist...trotz vorwiegend körperlicher Symptome.
Das ist der erste Schritt zur Genesung. Traumatische Erlebnisse sind oft ein Trigger für Panikstörungen, die eigentliche Ursache sitzt aber meistens sehr viel tiefer.
Ich kenne Dich natürlich nicht, schieße aber trotzdem mal ins Blaue: hast Du Dir vor dem Verlust Deiner Großmutter schonmal Gedanken um das Sterben bzw. den Tod an sich gemacht?
Sehr viele Menschen (mich eingeschlossen) können den Tod und seine Endgültigkeit einfach nicht als Teil des Lebens akzeptieren, besonders dann nicht, wenn sie kein Glaubensfundament irgendeiner Art haben (was mich wieder einschließt)
Wurdest Du in irgendeiner Weise mißbraucht (bitte nur für dich selber beantworten, geht keinen was an) oder hattest Du über längere Zeit das Gefühl, keine Kontrolle über Dich und Dein Leben zu haben, bzw, über das was mit Dir gemacht wird?
Spielt Gewalt in Deiner Familie, Deiner Kindheit und in Deinem sozialen Umfeld eine Rolle?

Das sind so die üblichen Auslöser einer Panikstörung:
Tod/Verlust
Mißbrauch
Gewalt
Kontrollverlust

Kurzfristig können diverse Medikamente Linderung verschaffen, heilen können sie nicht.

Helfen kann nur eine Kombination aus Tiefenpsychologie (Ursachenforschung) und Verhaltenstherapie (Umgang mit der Erkrankung).
Die Psychologie hat auf diesem Gebiet sehr große Fortschritte gemacht, die Heilungschancen sind sehr gut.
Einen Zahn kann ich Dir aber trotzdem gleich ziehen: eine Panikstörung ist eine lebenslange Erkrankung, Du kannst nur lernen, damit umzugehen und durch diese erlernte Fähigkeit die Erkrankung unter Kontrolle zu halten.
Die Gründe für deine Erkrankung liegen in Deiner Vergangenheit und an der kannst Du nichts ändern...ausser Deiner Sichtweise der Geschehnisse.
Kein seriöser Therapeut wird Dir nach erfolgter Therapie garantieren, dass Du nie wieder Panikattacken haben wirst.
Ich habe seit 18 Jahren eine Panikstörung und kann ganz gut damit leben...aber es war ein weiter Weg.

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3. April 2012 um 20:10

Tatjana
Hallo tatjana wie alt bid du wen
du schon fast 25 jahre Angst hast

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4. April 2012 um 9:18
In Antwort auf jagoda_12327952

Hallo,
da du dein Leben durch die Ängste schon stark einschränkst (Vermeiden von Orten), ist es an der Zeit psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Du kannst die Symptome mit den Globulis vielleicht unterdrücken, aber wichtig wäre es die Ursachen deiner Ängste zu bearbeiten. Also such dir so schnell wie möglich einen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (am besten mit Verhaltenstherapie) und mach einen Termin aus!

Viel Erfolg! Phenyce

Angststörung in den Griff bekommen
Liebe Angstler, ich möchte hier auch mal etwas positives berichten, ich habe auch jahrelang an einer Angststörung gelitten und jetzt ist es so gut wie weg. Klar kommen ganz selten nochmal leichte Angstzustände vor, aber ich denke, das gehört auch bei Gesunden zum Leben dazu. Ich habe viel gemacht, geholfen hat mir sehr Gestalttherapie (Arbeit mit dem inneren Kind), Festhaltetherapie und Familienaufstellungen. Also nicht verzagen und weitermachen. Es kann schon ein wenig dauern, bis es ganz weg geht aber mit Geduld kommt man zum Ziel. Nicht aufgeben! Liebe Grüße, Tatjana

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4. April 2012 um 15:07

Hllo tatjana
Hallo tatjana
ich hate auch mal die Angstzutände
und ich habe es geschaft ja da hast du recht
man kann nur lernen damit um zugehen
das ist schwerer aber man kann es schafen wen man es will ich bin 52 jahre alt

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5. April 2012 um 11:54

Hallo tatjana
ja kannst mir privat schreiben wen du möchtes
würde mich freuen
aber bin erst wieder heute arbend da

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6. April 2012 um 18:40


Ist hier irgendjemand der Erfahrungen damit hat dem ich auch mal Privat schreiben könnte? Ich hatte gestern einen sehr deprimierenden Rückfall über den ich gerne reden würde

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